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Perlenplatz dem Erdboden gleichgemacht

Samstag, 19. März 2011 , von Freeman um 12:05

Die Behörden in Bahrain haben die Statue auf dem Perlenplatz in Manama abgerissen und platt gemacht. Mit Bagger, Planierraupen und Presslufthämmern wurde das Objekt demoliert. Der Perlenplatz war der Versammlungsort der Demonstranten und das Zentrum der Protestbewegung gegen die Regierung. Diese Aktion kam nach dem die Sicherheitskräfte das Zeltlager der Protestierer auf dem Platz gewaltsam geräumt haben.





Das diktatorische Regime in Bahrain geht massiv gegen jede Versammlung der Opposition vor und hat dessen Führung verhaftet, den Ausnahmezustand ausgerufen und Truppen aus Saudi Arabien und den Vereinigten Emirate ins Land gelassen.

Am Freitag begründete Scheich Khaled bin Ahmed al-Khalifa, Bahrains Aussenminister, die Zerstörung mit der Ausrede, damit werden "schlechte Erinnerungen" ausradiert.

Es fügte hinzu, die Priorität liege in der Wiederherstellung der Sicherheit und das drei der vier Golfstaaten Soldaten entsenden und so lange bleiben werden, bis die Ordnung hergestellt ist.

Scheich Issa Qassim, der einflussreichste schiitische Religionsführer sagte: "Die Regierung will unseren Willen brechen, damit wir unsere Forderung nach Reformen aufgeben, aber sie werden niemals unseren Willen brechen. Sie können Panzer und Flugzeuge benutzen, um unsere Körper zu zerstören, aber sie werden nie unsere Seele und unseren Willen für Reformen brechen."

Mehr als 60 Prozent der Bahrainer sind Schiiten, die im Land nichts zu sagen haben. Seit 14. Februar verlangen sie die Entfernung der seit 230 Jahren von Sunniten geführten Monarchie und Verfassungsreformen, die ihnen mehr Rechte gibt. Bisher sind bei Zusammenstössen mit Sicherheitskräften mindesten 12 Menschen getötet und 1'000 verletzt worden.

Bahrain ist der Heimathafen der US 5. Flotte und die Amerikaner befürchten, ein Sturz der regierenden Königsfamilie würde ihre Präsenz gefährden und dem Iran mehr Einfluss geben. Deshalb tun sich nichts gegen das brutale Vorgehen des Diktators, ausser leere Worte der Ermahnung äussern.

insgesamt 10 Kommentare:

  1. Christian sagt:

    Schoene und Wahre Worte des Schiitischen Religionsfuehrer Scheich Issa Qassim...

    Friede sei mit euch uberall auf dieser Welt...

    Peace and Love...

  1. jo sagt:

    Tja, eben nur Worte. Möge doch Frankreich die Aufständischen unterstützen so wie bald in Lybien.
    Wäre doch was oder? Frankreich gegen den US Stützpunkt in Bahrein, im Namen der Demokratie. Achso habs vergessen es gibt hier kein Öl und damit ist Demokratie auch nur ein fadenscheiniges Argument.
    Hmm muss ich wohl in Lybien....

  1. xabar sagt:

    Warum gibt es in New York noch die Freiheitsstatue? Auch sie sollte der Ehrlichkeit halber abgerissen werden wie das Freiheitsdenkmal auf dem Perlenplatz, denn wir haben es hier mit einem und demselben Täter zu tun: mit Obamas Regierung, die hinter der Invasion in Bahrain steht und die ganze Repression angeordnet bzw. toleriert, was auf dasselbe hinausläuft, um eine tyrannische Dynastie zu schützen.

    Wozu sie fähig sind, zeigt Folgendes:

    Man hat einen Chirurgen, der im Krankenhaus von Salamaniya dabei war, einen Verletzten zu operieren, vom OP-Platz entfernt und ihn festgenommen. Man hat von den USA geliefertes Nervengas in Tränengaskanistern gegen Demontranten eingesetzt - Nervengaspatronen, auf denen stand: 'Made in the USA'.

    Also: Obomber! Setz dann auch Nervengas gegen die Demonstranten in Wisconsin ein! Das wäre ehrlich. Oder bist du Rassist und meinst, zwischen Arabern und Amerikanern unterscheiden zu müssen?

  1. Chris sagt:

    die deutschen hätten doch jetzt sich ein paar Truppen frei..sie könnten doch mal ein paar Flugzeugträger runterschicken und den Amis und Saudis ein bisschen einheitzen ;)..

  1. Denk Mal sagt:

    Ist doch klar das die Bahrainis keinen Anspruch auf Befreiung haben. Solange das Königshaus auskömmlich mit den übrigen Konzernen der Welt zurechtkommt, wäre durch eine Investition in Befreiung nichts hinzuzugewinnen. Deshalb kann man dort auch rechtmäßig die Aufständischen erschießen, um wieder für Ruhe zu sorgen.

    „UN vollstreckt gegen Gaddafi und warnt andere Völker“ … Link

    Unter dem vorstehenden Link lassen sch die weitergehenden Klassifikationen finden, die grundlegend den Anspruch auf Befreiung und Demokratisierung durch die UN regeln.

    In Libyen beispielsweise ist die Situation ganz anders, dort hat Gaddafi die westliche Welt so sehr gegängelt und sich den Zugriff auf die libyschen Reichtümer vorbehalten, dass muss man ihm übelnehmen und deshalb gehört er weggeputzt (Auch weil sein Sohn geplappert hat, dem Franzosen den Wahlkampf finanziert zu haben). Der Durchschnittsmensch möge doch bitte begreifen, dass es nirgend um die Menschen oder Menschenrechte geht, sondern immer nur um die Ressourcen. Zur Rettung der Ressourcen spielt es auch keine Rolle wie viele Menschen dabei draufgehen. Die Menschenrechte und das Gefasel von der Demokratie und Freiheit wird stets nur benötigt um die blinde Masse an der Heimatfront gallig genug machen, dass die förmlich nach diesen Gewalttaten schreit (gute Propaganda).

    Als Beispiel: Spiegel-Online bringt einen Streifen wo ein verzweifelter Libyer um Hilfe durch die UN fleht. Wird auch postwendend gewährt. Hätte da ein Schwarzafrikaner geplärrt, wo im Hintergrund gerade 100.000 Schwarze massakriert werden, dann wäre der Streifen nicht einmal aufgezeichnet worden, weil es Verschwendung von Speicherplatz auf der Speicherkarte gewesen wäre. Diese Details sind wichtig um zu verstehen wie unsere Medien hier funktionieren. Nie kommt es auf die Menschen an, nur immer auf die Sache … sprich die „echten Werte“ … für die es sich lohnt „sterben zu lassen“.

  1. Also Bodentruppen nach Bahrain und die Oppositon unterstützen! Ob nun Revolutionsführer oder König, wer auf die eigenen Leute schießt, gehört weggebombt.
    Ah.... Moment.
    In Lybien sind es Rebellen.
    In Bahrain unbewaffnete Zivilisten.
    Deshalb darf Gadafi die erstmal fast vernichten, bevor er dann selbst vernichtet wird.

    Wohingegen das Abschlachten von Unbewaffneten in Tunesien, Äypten, Lybien (zu Beginn) noch unterstützt wird.

    Strange aber Öffentlichkeitswirksam.

    Also Xaber bist du auch dagegen, das der Westen hier kriegerisch interveniert?

  1. Der-US-Warlord-Obama unterscheidet nur noch zwischen:Der Allianz der Willigen, der Heuchler, der Abhängigen und den Unterworfenen....
    und natürlich den Schurkenstaaten: Libyen, Iran, Nordkorea.....etc.
    Die Abhängigen erkennt man daran das sie nach einem Krieg mit amerikanischer Demokratie und Materialismus beglückt wurden, ein Grundgesetz bekamen und Ihre Beschützer im Lande blieben.
    Bezahlen darf man dies Demokratie mit Sklavenarbeit, ÖL und Bodenschätzen.. oder einem Vasallenheer!

  1. airfox sagt:

    ...wo bleiben die flugzeuge der nato? warum bomben sie die herrscherfamilien nicht in die steinzeit?
    warum gaddafi? angeblich sind 63% der deutschen für eine bombardierung libyens..da sieht man mal wieder...die msm haben ganze arbeit geleistet...und die DEUTSCHEN sind, wie eine vielzahl der europär, zu BLÖD, lassen sich verarschen, mit netten gefakten bildern...selbst denken : fehlanzeige..wir haben es nicht anders verdient...ich kann nicht soviel essen wie ich kotzen könnte.
    allen vollpfosten, die einer bombardierung libyens zustimmen: geht es euch jetzt besser?

  1. xabar sagt:

    @Gläserner Bürger

    1. "Also xabar bist du hier auch dagegen, dass der Westen hier (gemeint in Bahrain - x.) militärisch interveniert?"

    2. "Bodentruppen nach Bahrain und die Opposition unterstützen!"

    Zu 1.

    Der Westen interveniert in Bahrain ja bereits auf Seiten der Al-Khalifa-Dynastie. Die Intervention Saudi Arabiens und der Emirate wurde direkt von Robert Gates bei seinem Besuch in Bahrain genau vor einer Woche angeordnet.

    Der Unterschied zu Libyen besteht nur darin, dass man in Bahrain einen Stellvertreterkrieg führt.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass jede Nation, jedes Volk das Recht hat, selbstständig dafür zu sorgen, mit Tyrannen abzurechnen, ohne Einmischung von außen. Die saudischen Truppen wurden genau zu einem Zeitpunkt gebracht, als sich das Kräfteverhältnis zugunsten der Demonstranten und zuungunsten der Feudalisten verschob. Genau in diese Moment kam die Intervention, um einen Fall der Dynastie zu verhindern.

    Ohne Einmischung von außen wird ein entschlossenes Volk mit den Bedrückern selbst fertig.

    zu 2.

    Der Westen hat kein Interesse an der Pro-Demokratiebewegung. Er hat Jahrzehnte die Tyrannen in den Golfstaaten in jeder Weise, militärisch, politisch und wirtschaftlich unterstützt.

    Wenn er Bodentruppen schicken würde, dann würde er dies tun, um Ähnliches wie im Irak oder in Afpak anzurichten: Um das Land zu zerstören, so wie es jetzt schon in Libyen zu sehen ist, wo Dutzende Zivilisten von den ersten Raketen und Bombardierungen der Franzosen, Briten und Amerikaner umgebracht wurden. Die Krankenhäuser füllen sich, und es sind Zivilisten, die eingeliefert werden.

    Ich wäre allerdings dafür angesichts der Einmischung von außen in Bahrain und in Libyen, dass internationale Brigaden, die die Demokratiebewegung unterstützen, nach Bahrain gebracht werden, um den Kampf der Bahrainis und Libyer zu unterstützen, dass humanitäre Hilfe für den Bahrain und für Libyen durch internationale Organisationen geleistet wird. DIESE Hilfe braucht das Land. Es braucht keine Blackwaters, keine marodierenden US-Truppen, die nur Verachtung für Araber haben und nur für Israels Interessen hingeschickt werden, die keinerlei Respekt weder für die Kultur dieser Länder noch für die einfachen Menschen in diesen Ländern haben.

    In Kalifornien demonstrierten heute Tausende Amerikaner gegen den Libyenkrieg des Westens: Das andere Amerika! Auf den Transparenten war zu lesen:

    "Gegen die Kriegswirtschaft"

    "Gegen den Krieg der Reichen"

    "Kein Krieg gegen Libyen"

    An den Kriegen des Westens verdienen nur die großen Rüstungskonzerne und das Geld fehlt in Kalifornien heute dafür, Lehrer zu bezahlen.

  1. xabar sagt:

    Mich wundert, dass das Interesse hier an den Vorgängen in Bahrain, wo ganz, ganz schlimme Dinge passieren, relativ gering ist.

    In Bahrain gehen die Proteste trotz einer blutigen Repression seitens des Al-Khalifa-Regimes und seiner saudischen, emiratischen und jetzt auch kuwaitischen Verbündeten weiter. Die Menschen haben die Angstschwelle durchbrochen und zu Tausenden tragen sie ihre toten Märtyrer zu Grabe.

    Im größten Krankenhaus von Manama, dem Salamaniya-Hospital haben sich grausame Dinge ereignet: neun Ärzte und anderes Personal hat man im zweiten Stock interniert und daran gehindert, Verwundete zu operieren - ein Verbrechen sondergleichen! Man hat anderes Personal aus dem Krankenhaus verwiesen und verwundete Patienten 'verhört' und verschwinden lassen.

    Professor Ralph Schoenman von der Berkley-Universität schilderte eben in allen Einzelheiten, was sich dort abspielt. Das Regime setzt hunderttausend Söldner aus Bangladesh, Pakistan, Beluchistan und anderswo ein, die nachts die Menschen in ihren Häusern terrorisieren. Und jetzt sind auch noch 2000 saudische Söldner, 500 emiratische und eine Reihe kuwaitischer hinzugekommen, um die Bewegung zu drangsalieren.

    Die saudischen und anderen Interventionstruppen schießen mit scharfer Munition auf die Demonstranten. Von Cobra-Hubschraubern aus nimmt das Regime Menschen unter Feuer. Man nimmt an, dass über einhundert Menschen spurlos verschwunden sind und jeden Tag nimmt die Zahl der Ermordeten zu, ohne dass darüber in den westlichen Medien auch nur ein einziges Wort verloren wird.
    Der UN-'Sicherheits'rat schweigt und heuchelt in seiner Libyen-Resolution 1973 etwas vom 'Schutz von Zivilisten'!

    Russland und China haben es nicht nötig, sich für die Bahrainis einzusetzen, weil sie sich nicht bei der Nato und den USA unbeliebt machen wollen.

    Die Menschen, Sunniten und Schiiten, sind jedoch scheinbar so entschlossen weiterzumachen, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Ich glaube, dass sie nicht mehr die Straßen räumen werden.

    Es lebe der Befreiungskampf der Bahrainis! Es lebe das freie Bahrain!