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Gaddafi: Kampf gegen die Rebellen ist wie Israels Kampf gegen die Hamas

Montag, 7. März 2011 , von Freeman um 18:30

Muammar Gaddafi sagte vor einigen Tagen, bei den Aufständischen in seinem Land handelt es sich nicht um Unzufriedene mit seiner Politik, sondern nur um Terroristen der Al-Kaida. Deswegen verstehe er nicht, was der Westen eigentlich will. Er mache doch nur genau das, was sie auch in Afghanistan und Irak praktizieren, Terrorbekämpfung. Jetzt ist er einen Schritt weiter gegangen und hat am Montag bei einem Interview mit dem TV-Sender France 24 gesagt, sein Kampf gegen die Opposition, sei genau das gleiche wie die Bekämpfung der Hamas durch Israel 2009 in Gaza.

Die Vertreter der westlichen Staaten und auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon haben Tripoli wegen dem harten Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung kritisiert und die Anwendung von „unverhältnismässiger Gewalt“ verurteilt, sogar die Verfolgung wegen Kriegsverbrechen angedroht.

Im Interview mit France 24 verteidigte er aber sein Recht, mit Hilfe des Militärs die Rebellion niederzuschlagen. Er beschuldigte Frankreich, sich in die inneren Angelegenheiten seines Landes einzumischen. Er fragte: "Wenn wir in Korsika und Sardinien intervenieren würden, wie würde (Frankreich und Italien) reagieren?" und spielte auf die Unabhängigkeits- bewegungen dort an.

"Warum haben wir nicht in Norditalien eingegriffen, als Umberto Bossi das sogenannte Pandanien schaffen wollte? Weil es illegal ist, deshalb. Diese bewaffneten Terroristen in Bengasi, einschliesslich Mitglieder der Al-Kaida, haben keine klaren politischen Forderungen."

Er verglich auch sein Vorgehen mit dem Krieg Israels gegen die Hamas 2009 und sagte, „sogar die Israeli sind in Gaza mit Panzern eingerückt, um die Extremisten zu bekämpfen.“ Auch Israel hätte massive Bomben- angriffe und schwere Artillerie gegen die Städte in Gaza verwendet, wobei 1'400 Zivilisten getötet wurden.

Es ist das gleiche hier! Wir haben kleine bewaffnete Gruppen die uns bekämpfen. Wir haben keine Gewalt von Anfang an angewendet. Die libysche Armee muss kleine bewaffnete Banden der Al-Kaida bekämpfen. Das passiert hier,” sagte Gaddafi.

In Bezug auf die Anzahl der Toten durch die Kämpfe in Libyen behauptete er, „es sind höchstens 150 bis 200 Menschen getötet worden.

Auf gewisse Weise trifft Gaddafi den Nagel auf den Kopf und zeigt die Doppelmoral des Westen auf, obwohl selbstverständlich die Handlungen beider kriminellen Regime auf schärfste zu verurteilen sind.

Die gleichen Leute, die lautstark ein Eingreifen der USA und NATO jetzt verlangen, um den Rebellen zu helfen, waren genau die, welche die Tötung der Zivilisten in Gaza tatenlos zuschauten oder sogar die Bombardierung durch Israel befürworteten. Wo war die Flugverbotszone über Gaza, um die Zivilbevölkerung vor den israelischen Luftangriffen zu schützen?

Ach ja, hab vergessen, Israel darf alles und wird nie wegen Kriegs- verbrechen verurteilt. Israelische Bomben sind ja koscher. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.

insgesamt 22 Kommentare:

  1. AVIREX sagt:

    Sehe ich auch so.
    Außerdem fragt man sich, warum
    Ban Ki Mon sein Maul nicht aufbekommen hat bei den Aufständen in Tunesien und Ägyten.
    Das Wort DOPPELMORAL kann man im
    Grunde bei den westlichen Mächten überall anwenden....auch bei der
    Klimapolitik!
    Ein Jammer für unsere Drecksmedien
    das es im Iran noch so ruhig ist...

  1. nightblue sagt:

    freeman was für ein Artikel. Ja es ist schon pervers mit welch unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Je nachdem wie es besser für die selbsternannten Eliten passt. Mehr kann ich leider dazu nicht sagen, denn ich komme aus Deutschland und da ist man schneller in der braunen Ecke als man schauen kann. In diesem Sinne

  1. xabar sagt:

    Wie Gaddafis 'Terrorbekämpfung' der Terrorbekämpfung Israels gleicht! Terrorbekämpfung = Bombardierung ziviler Ziele, z. B. eines befreiten libyschen Hafens oder die Bombardierung der Industriestadt Zawiya, so wie es die Zionisten mit US-amerikansischen High Tech Waffen, mit DIME-und DU-Munition und weißem Phosphor vorgemacht haben. Nur die Streubomben, die international geächtet sind, fehlen noch.

    Gaddafi, der noch vor 20 Jahren den Kampf gegen das weißrassistische südafrikanische Regime unterstützte, hat sich in den letzten 10 Jahren völlig gewandelt und sich den Globalisten und ihrer neoliberalen Politik angepasst:

    Im letzten IWF-Bericht ist die Rede von zwei Erfolgsgeschichten, die von Tunesien und die Libyens.

    Tunesien wird gelobt, weil es hochqualifizierte Arbeiter mit niedrigster Bezahlung produziere; Libyen weil es keine staatlichen Banken mehr habe und weil an sechs von 16 Banken ausländische Investoren beteiligt seien. Außerdem entwickele Libyen jetzt einen starken 'Finanzsektor' und verkleinere lobenswerterweise den Staatsdienst.

    Wenn dein Feind dich lobt, dann hast du einen Fehler begangen, lautet ein ewig wahres, altes kommunistisches Sprichwort.

    Gaddafi wurde zum Handlanger neoliberaler, bilderbergischer Politik.

    Diese Wandlung Gaddafis haben einige 'Linke' noch nicht mitbekommen.

    Aber es kommt darauf an, die Dinge, wenn man Marxist ist, in ihrer Entwicklung zu sehen. In ihrer Entwicklung und in ihrem Zusmmenhang.

  1. Wie jetzt? Was stimmt denn nun? Sind es jetzt Rebellen die gezeigt werden oder wie? Würde ja passen zur sogenannten Doppelmoral. Jetzt helfen wir alkaida. Auch nicht schlecht. Im Radio haben die gesagt das sich welche überlegen, den Rebellen (alkaida), Waffen zur Verteidigung zu geben.

  1. Fakten die von den deutschen Medien unterschlagen oder verzerrt werden.
    1. Es gibt einen Friedensplan von Chavez und Gaddafi. (Wird in Deutschlands Massenmedien nicht berichtet und wenn, dann z. B. ist er für n-tv "Unsinn"! - Ein Friedensplan!) Das Blutvergießen zum Nutzen ausländischer Mächte könnte beendet werden.
    2. Holländer und Briten dringen völkerrechtswidrig in den libyschen Luftraum ein und wollen die Aufständischen vereinnahmen. Was für ein Geschrei wenn das Russen gewesen wären!
    3. USA (!) wollen eine Flugverbotszone für libysche Flieger über Libyen! An sich schon ein Witz, aber so fing es im Irak vor 8 Jahren auch an.
    4. Es gibt keinerlei Aktivitäten der US-befehligten "internationalen Gemeinschaft" inkl. der UNO, den Konflikt zu entspannen. Sie giessen Öl ins Feuer. Deutsche Medien wie die ARD stellen das Drama einseitig dar.
    5. Gaddafi hat die UNO eingeladen, den Konflikt zu untersuchen. Keine Meldung in Deutschland.
    6. Für den deutschem Mitläufer werden die "Flüchtlinge" präsentiert und ihr Leid ausgeschlachtet. Springer und Staatsfernsehen hetzen daraufhin zum Krieg.
    7. Gaddafi und ganz Libyen wird an den internationalen Pranger gestellt und mit internationaler Ächtung bedroht. Was bleibt Gaddafi also übrig? So verlängert man Blutvergießen. (Mubarak wird nicht geächtet, warum wohl?)
    8. Die USA, die nicht mal Mitglied im Internationalen Strafgerichtshof sind, spielen sich als Menschenrechtler auf und haben erst letzte Woche wieder unschuldige Kinder in Afghanistan erbombt. Mal ganz abgesehen vom Irakkrieg, für den sie der UNO 2003 mit Hilfe des deutschen BND irakische Massenvernichtungswaffen vorgelogen haben.
    9. Der US-Lakai Mubarak ist unbehelligt und unverfolgt in Sharm El Sheikh. Andere US-hörige Politiker machen weiter. Die "Revolution" wandert in die Hände der alten Strukturen, wetten?
    Das ist nur eine kleine Auswahl der Propaganda die den Deutschen präsentiert wird.
    Mal ganz sachlich. Natürlich hat sich Gaddafi tragischerweise vom Revolutionär zum despotischen Operettenbuffo gewandelt und geht gegen Teile des eigenen Volkes vor. ABER Gaddafi hat die nationale Unabhängigkeit Libyens bis jetzt gegen den Willen der USA behauptet. DAS ist der Grund der weltweit dirigierten politischen Treibjagd. Die Libyer werden regelrecht in einen Bürgerkrieg gehetzt, den Gaddafi nicht angefangen hat. Den Nutzen tragen die sie umschleichenden Hyänen, während die Libyer ihr Land verspielen.
    Deshalb wird der Konflikt auch von amerikanischen, britischen und deutschen Politikern gepusht. Die gleichgeschalteten Medien tun ihr Teil dazu.
    Die Kriegsgefahr wächst. Wollen wir wieder den Lügnern glauben und untätig zuschauen? Wieder Blut für amerikanisches Öl?!
    Wer Zweifel am Propagandaauftrag der Konzern- und bürgerzwangsfinanzierten Staatsmedien hat, zeige uns nur einen dieser Fakten bei der ARDZDFRTLSAT1BLÖD.

  1. Ella sagt:

    Hier noch drei lesenswerte Artikel fuer Dich Freeman und die Mitkommentatoren auf
    www veteranstoday.com /war page und world page:

    1. VT ( veteranstoday) Britain:
    Lybia, WMD's and Britain a rare Intelligence Briefing ( reacted) -
    "Blair and Gaddafi doing the Triboli Tango - Critical Background to today's struggle in Lybia"
    ( Auch HIntergruende zur Suedafrika Connection. 03/07/11

    2. Israel keeping Gaddafi afloat by Barry Camish 03/07/11
    "Israels Prime Minister along with his Foreign and Defense Minister hatched aplot to keep Lybian strongmaen Muamar Ghaddafi in power and his oppends dead or wounded. The big three would use Israeli taxpayer money to hire merecnaries to slaughter any Lybian who wants a new leader"

    3.Is Gaddafi an Oil robber Baron?
    by satre ( orignal Batrforum) 03/07/11
    "Lybia had to put up with too much from the Arabs, for whom it has poured both blood and moeny " Muammar al Ghaddafi

    "I can not recognise either the Palestinian state or the Iraeli Staate The Palestinians are Idiots and the Israelis are Idiots" Muammar al Ghaddafi .

    Interessante Connections zu Blair, BP. Besuch von Richard Perl im Auftrag Cheneys/ Haliburtons in 2006 in Lybien.

  1. simorre sagt:

    Hallo zusammen.
    Sehr guter Artikel, Freeman, Danke.
    Gadafi ist nicht der Geistesgestörte, grössenwahnsinnige Diktator wie ihn der Westen gerne darstellt. Gadafi hat seit über 30 Jahren die König Idris und mit ihm die Kolonialmächte I, UK, USA aus dem Land geworfen. Gadafi hat es geschafft den künstlichen Beduinenstaat Libyen kriegsfrei zu halten während seiner Regentschaft. Gadafit ist und war ein Mann, der kein Blatt vor den Mund genommen hat (auch nicht vor der UNO-Vollversammlung). Er hat einen sanften Sozialismus in Libyen eingeführt ohne die patriarchalisch regierten Stämme vor den Kopf zu stossen. Er hat dem Volk viel gegeben. Der US-ägyptische Präsident Mubarak jedenfalls hat ein chaotischen unter Armut ächzendes Land hinterlassen. In Libyen herrschte bescheidener Wohlstand und eine geringe Arbeitslosigkeit. Zudem hat Gadafi für 1 Million Gastarbeiter auch noch Arbeitsplätze geschaffen. Sicher hat es auch in Libyen Menschenrechtsverletzungen gegeben, aber kaum im Ausmass wie in Aegypten. Denn der Sturm auf die Geheimdienstbüros hat ganz gruselige Dokumente an den Tag gebracht. Ich glaube die Stasi war der reinste Heilsarmeeverein im Vergleich zum US-ägyptischen Geheimdienst und Militär. PS in Aegypten ist ja das Militär an der Macht und das Militär aegyptens wird von der USA bezahlt. Gadafi hat bewusst auf eine grosse Armee Libyens verzichtet, weshalb wohl? Wahrscheinlich weil er das trojanische Pferd nicht im eigenen Lande wollte.

  1. lomion sagt:

    Was mich persönlich hinsichtlich aller Solidaritätsbekundungen Westlicher Medien und Politiker wirklich interresiert ist folgendes:
    Wie werden sie reagieren und auch argumentieren wenn die Bevölkerung HIER gleichfalls auf die Strassen geht und DEREN abschaffung fordert.
    In Wisconsin haben wir ja bereits einen kleinen Vorgeschmack erlebt. Lange werden sich aber diese Ereignisse wohl nicht totschweigen lassen.
    Es ist erstaunlich wie groß die Diskrepanz zwischen den Öffentlichen, und der Berichterstattung in den Alternativen Medien ist.

  1. Kama sagt:

    Heh, ich hab gerade ein echt tolles Bild gefunden, vielleicht gefällts ja dem ein oder anderen:

    http://media.ebaumsworld.com/mediaFiles/picture/218923/81358543.jpg

    :)

  1. xabar sagt:

    @Hartmut Beyerl

    Es gibt keinen Friedensplan von Chávez UND Gaddafi. Was es gibt, ist ein Vermittlungsangebot von Hugo Chávez, das Gaddafi abgelehnt hat.

    Hier noch einige Zitate aus dem Interview, das Gaddafi 'France 24' gab und das beweist, dass er ein Agent des Westens war:

    Zitiert nach El País von heute:

    "Auch die Israelis machten es mit Panzern, um die Extremisten (die Hamas)zu bekämpfen."

    In der ersten Ausgabe der neuen Zeitung der libyschen Revolution gibt es dementsprechend eine Karrikatur auf ihn, die ihn als 'Agent der Israelis' entlarvt. Er wird dort auch als 'Ratte' karrikiert, die von einer Friedenstaube entführt wird.

    Weitere Zitate:

    "Libyen spielt eine entscheidende Rolle für den Frieden in der Region und in der Welt..Wir sind ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen Al-Qaida, aber auch für die Sicherheit im Mittelmeerraum. Es gibt Millionen von Negern, die hoffen, nach Europa zu gelangen, nach Frankreich oder Italien."

    Gaddafi ruft in dem Interview in Erinnerung, dass "Libyen gute Beziehungen zu den USA, aber auch zur EU und zu den afrikanischen Staaten unterhält."

    Gaddafi verneint, dass es Massaker unter Zivilisten gegeben habe. "Es hat höchstens 150-200 Tote gegeben."

    Gaddafi wies den Vermittlungsversuch von Chávez zurück:

    "Das, was wir brauchen, besteht darin, uns von den bewaffneten Gruppen zu befreien."

    Daraus ergibt sich:

    Alle Illusionen, dass es sich bei Gaddafi um einen Gegner des Westens handelt, sind unangebracht. Gaddafi ist ein Freund des Westens, ist der Pudel des Westens und seiner Ölinteressen.

  1. Dersimtrack sagt:

    Es stimmt schon vollkommen, das der Westen eine doppelmoral hat. Das ist ja nichts neues. Trotzdem sollten wir nicht vergessen, dass das was Gaddafi, mit den Menschen in Lybien macht, nicht zu rechtfertigen ist. und so absurde vergleiche wie mit Israel und Gaza sollten wir auch mal lassen. Egal wo auf dieser Welt gemordet wird, ist es das grösste verbrechen gegen die menschheit.
    Ich verstehe hier einige kommentare nicht richtig.
    Mir kommt das so vor, als würden einige hier sagen, nur weil sich niemand bei Israel eingemischt hat, als sie die Palästinenser angriffen, hätte jetzt gaddafi auch das recht zu machen was er will, und niemand dürfe sich einmischen??? Meiner meinung sollten sich schon andere länder einmischen, nur sollte es kein westliches land sein, sondern, Länder wie die Türkei, oder der Iran.

  1. @ xabar
    Es gibt einen Friedensplan von Chavez und Gaddafi hat akzeptiert; und er die UNO aufgefordert, die massenhaften Todesfälle zu untersuchen.
    Für mich ist wichtig, dass Libyer aufhören auf Libyer zu schießen während sich Obama, Cameron, Merkel, Rasmussen, Barroso, van Rompuy, Szarkozy und Ban und Konsorten ins Fäustchen lachen. Interessant ist jetzt welche Kräfte in der Arabischen Liga sich durchsetzen.

  1. @alle, die Gaddafi immer noch für einen "Guten" halten, einen AntiImperialisten oder Antizionisten.

    Was sind denn bitte die Taten Gaddafis die ihn zu einem Guten machen?
    Soweit wir wissen sind mindestens schon ein paar Tausende Libyer gestorben, einfache Zivilisten, Frauen, Kinder, Jeder der auf der Straße war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.
    Getötet u.a. von F-16 Kampfjets!, welche auch noch größtenteils von aus dem Ausland angeheuerten Söldnern geflogen worden!

    Nicht einmal die als vorher bekannten Marionetten Mubarak oder Ben Ali haben auch nur ansatzweise sowas Grausames gegen ihr Volk gemacht.
    Die Revolutionen haben Gaddafi kalt erwischt, weswegen jetzt so schizophrene und völlig geisteskranke Aussagen zu hören sind wie z.B. dass die Türken oder AL-Kaida für den Auftsand verantwortlich sind oder dass Europa ihn dankbar sein sollte, weil ohne ihn die Schwarzafrikaner wie Heuschrecken über Europa hergefallen wären und werden...
    Und der Typ hat vorher immer einen auf Africa United gemacht und sich den Schwarzen als einziger arabischer Herrscher dargestellt, der sich um Ganz Afrika kümmere und wir sind alle Brüder usw.
    Fakt ist aber, dass er die Afrikaner, die nach Europa fliehen wollten, als Gefangene eingesperrt und gefoltert sogar getötet hat, in speziellen Gefängnissen.
    Natürlich wird in den westlichen Medien und von den Politikern jetzt verbal gegen Gaddafi und sein Vorgehen ausgeteilt, wurde ja vorher auch schon immer gemacht.
    Man muss einfach diese Wandlung Gaddafis begreifen, so wie xabar schon erklärt hat.

    Gaddafi macht auf gläubigen guten Muslim, tötet aber Tausende seiner Volksleute auf aller Brutalste Art und Weise.
    Gaddafi macht auf ehrenvollen und stolzen Afrikaner, der die Schwarzen liebt und den Kontinent vereinen will, sperrt aber jeden Schwarzen Flüchtling ein, foltert und tötet sie, und bezeichnet sie vor Europa als Plage, um sich reiner zu machen.

    Solch eine Person bezeichnet ein Muslim als Munafik (Heuchler)
    "Wahrlich, das, was sie tun, ist böse, deshalb, weil sie bald glaubten und dann wieder den Glauben aufgaben.
    Ein Siegel liegt auf ihren Herzen, so dass sie nicht erkennen.
    Wenn du sie siehst, so gefällt dir ihr Äußeres, und wenn sie sprechen, so hörst du gern auf ihre Rede. Zwar gleichen sie stützenden Balken, und doch fürchten sie jeden Laut gegen sie gerichtet. Sie sind Feinde, darum hüte dich vor Ihnen."(63.Sure, Al-Munafikun)

    Die Gaddafi Bilder die Freeman letzte Woche reingemacht hatte, klare Freimaurer-handshakes drauf zu sehen; außerdem die kabbalistischen-satanistischen Schriften, die man in Gaddafis Residenz gefunden hat...
    http://www.youtube.com/watch?v=YBkvJhibG0A

  1. hallo Leute, wie erklärt ihr, dass zB von den russischen und anderen Bürgern aus GUS Staaten die in Lybien arbeiten, nur dienigen zurückgekehrt sind, die per Staat oder ihren Organisation abgerufen worden sind. Alle die dort freiwillig arebiten, wollen dort bleiben und berichten von eher ruhigen Lage, von keinen Bombardements, geschweige den Kämpfen mit der Armee? Anderseits fast alle Medien , besonders die ausländischen , hetzen gegen Gaddafi?
    Es besteht eine grosse Diskrepanz, was die Medien berichten und was die einfachen Leute sagen.

  1. @ ascii_gangster
    Gebe Dir recht, das gilt auch für den Oman von wo im Mainstream ein Aufstand gemeldet wurde. Es gibt Berichte direkt aus Muscat die sich von ARDZDFRTL unterscheiden. Sie sind eher beruhigend.
    http://omanundemirate.blogspot.com/Ich denke, dass es für manches arabische Land besser ist, einen allmählich Übergang zu wagen, so wie Oman der erst von jetzigen Sultan mit Gewalt vom alten Despoten befreit und in die Neuzeit geführt wurde. Jetzt dort eine "Revolution" und schon ist der Ami drin. Die Berichte lassen mich an die Klugheit der Omanis auf der Strasse glauben, die soziale Veränderungen wollen, aber nicht ihr Land verspielen. Natürlich stehen dann auch politische Veränderung auf dem Programm. Aber Step by Step.

  1. xabar sagt:

    Die 'step by step'-Taktik funktioniert nicht. Man hat das alles schon ausprobiert. Erinnert sei an die Bewegung in Bahrain für Reformen und für eine 'konstitutionelle Monarchie' aus dem Jahr 2000. Es wurden damals große Versprechungen gemacht, aber alles blieb beim Alten und die Korruption und Unterdrückung nahm später wieder zu.

    Nur die Forderung nach vollständiger Abschaffung der monarchistischen, völlig korrupten Systeme, bringt für die einfachen Menschen, für die Bevölkerungsmehrheit tatsächliche Verbesserungen. Die von den USA ausgehaltenen Eliten müssen weg, genauso wie sie bei uns weg müssen. Sonst wird sich nicht das Geringste ändern, außer die Fassade. In Bahrain geht inzwischen die Mehrheit der Demonstranten dazu über, die völlige Abschaffung der Monarchie zu fordern, was vor ein paar Wochen noch nicht der Fall war. Man lernt hinzu.

    Es gilt, am Ball zu bleiben und die Aufstände und Revolutionen zu vertiefen. Heute ist der Zeitpunkt günstig, weil gleichzeitig in den verschiedensten Ländern ähnliche Bewegungen stattfinden, was ein großer Vorteil ist.

    Und ich bin sicher, dass die Menschen dort unten merken, dass man einen radikalen und keinen 'gemäßigten', 'Schritt für Schritt'-Wandel braucht. Dann kann man nämlich in ein paar Jahren wieder von vorne anfangen.

    Die radikalste Forderung ist heute: Abhaltung fairer, freier allgemeiner und geheimer Wahlen. Wenn man die durchgesetzt hat, haben automatisch die Sultans, Scheichs und Erbmonarchen abgedankt. Dann muss man weiter gehen und die völlige politische Unabhängigkeit der Länder einfordern. Wir brauchen nicht 'step by step', sondern einen 'clean break'!

    Ähnlich ging man im Iran 1979 vor und wurde die USA auf diese Weise los. Step-by-step ging man auf den Philippinen 1986 vor und die USA blieben und nichts Substanzielles änderte sich.

  1. @xabar, Du verstehst nicht, dass die eigentliche Steuerung durch die Medien und Ideologien geschieht. Das einfache Volk versteht leider in grosser Masse nicht, was hinter diesem oder jenem Ereignis dahintersteht. Es wird von der Globalisten ausgenutzt, um das Volk dazuzubewegen ihre eigenen wenn auch nicht immer sehr guten lokalen Eliten zu stürzen und Internazisten zu installieren.
    Dieses Algorythm läst sich seit der französischen Revolution zurückvervolgen. Welcher Slogan hatten die damals? Genau "Freiheit, Gleicheit, Brüderlichkeit". Und was kam als Ergebnis? Die Revolution fraß ihre eigenen Kinder. Ähnliche Situationen während der Revolutionen des 20 Jahrhunderts. Es ist ein gut erprobtes Algorythm und er kommt heuete wieder zur Anwendung und ja auch in den westlichen Ländern.

  1. xabar sagt:

    'Das einfache Volk versteht nicht, was hinter diesem oder jenem Ereignis steht.' Nein, wie kann es auch. Es ist ja von Natur aus dumm und ungebüüldet und lässt sich immer vera...schen. Auch die Chance der Französischen Revolution hat es nicht ergriffen.

    Aber 'ascii_gangster' versteht alles und durchschaut mit messerscharfem Verstand das Spiel der Globalisten, zumal er nicht zum einfachen Volk gehört, über ein Geheimwissen verfügt und geniale Beiträge schreibt.

    Gut, dass man nicht zum einfachen Volk gehört, sondern was Besseres ist. So ist man vor 'Internazisten' gefeit, die überall um der Ecke und am Straßenrand lauern.

    Revolutionen bringen nichts, weil sie immer wieder ihre 'Kinder fressen'. Das hat der Wolfgang Leonhardt ja auch schon mal geschrieben, dünkte ihn. Siehe...siehe... Ja, ja, in was für eine schlechte Welt bin ich nur hineingeboren!. Nun ja. Fast bin ich mir zu gut, um in ihr zu leben.

    Ach ja, stöhnte er noch einmal, wandte sich von der Welt ab und seinem halbleeren Glas zu, das Besseres versprach.

    Sei's drum. So ist es nun mal. Die Menschheit ist dumm und folgt dem Algorithm.

    'Es ist wie es ist und alles läuft immer wieder auf dasselbe Algorithmus hinaus' , sagte er noch einmal halb schwermütig, halb wehmütig zu sich, lehnte sich jetzt leicht gähnend in seinem Armchair zurück, verglich noch einmal alles auf der Algorithmus-Tabelle, formte noch einmal fast automatisch die Zeichenreihen um und griff dann wie immer wenn er, der geniale Mathematiker, dies tat, zum Cognacglas, das schon auf ihn zu warten schien und nickte dann zufrieden ein...

  1. Gerd sagt:
    Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
  1. muriceps sagt:

    Gaddafis Anmaßung auch in Dingen der Religion. Es gibt eine lange Liste von z. T. schweren Verstößen seinerseits in dieser Hinsicht, die ihn in den Augen saudischer Gelehrter zum Häretiker machen. Dabei hält er selbst Predigten und leitet bei Versammlungen das Gemeinschaftsgebet, trotz mangelnder Qualifikation. Das Mindeste ist noch, daß er seine Handschrift in der offiziellen libyschen Koran-Ausgabe hinterlassen hat: das letzte Wort hat er mit eigener Hand geschrieben, in einer Schriftart, die überhaupt nicht paßt, ein kalligraphischer Frevel. Weiterhin hat er die offizielle libysche Zeitrechnung vom Jahr der Auswanderung des Propheten auf das Jahr seines Todes umgestellt und verteidigt diesen Schritt, der einen Bruch mit dem Konsens der islamischen Weltgemeinde darstellt, mit unhaltbaren Argumenten. Aber wer ihm als religiösem Führer zu widersprechen wagt, wird mundtod gemacht.

  1. Gerd sagt:

    "Zur Zeit beraten die staatlichen Weltmächte des Planeten über einen neuen Krieg. Der Militärpakt des Nordatlantiks (Nato) sprach sich vorerst gegen die Errichtung einer Flugverbotszone, also gegen Luftangriffe auf Libyen aus. Die Oberste Regierungsrat der “Europäischen Union”, ... berät heute in der “Hauptstadt” der staatenlosen / “übernationalen” (supranationalen) Union über eine Intervention im Libyen-Krieg.
    Doch ist das kein Grund daraus eine Schlagzeile zu machen."