AUS!SITZEN: Live von der Sitzblockade gegen S21
Die Verarschung der Politiker geht weiter wegen einem versprochenen Baustopp. Hat man etwas anderes erwartet? Wie ich schon lange sage, ob Schwarz/Gelb oder Rot/Grün, wenn gewählt machen sie alle das selbe. Hallo, kapiert das endlich, es wird zwischen Pepsi und Cola gewählt, oder noch schlimmer, zwischen Pest und Cholera.
Deshalb haben Aktivisten gegen S21 in Stuttgart ab heute die Kampagne “Aus!Sitzen” gestartet. Mit einer zweitätigen Dauersitzblockade wollen sie die immer noch laufenden Bauarbeiten zu einem Ende bringen. Die Volksreporter von cams21 senden direkt via Handy live:

Der schwarze Donnerstag reloaded
Zur Erinnerung, damit jeder weiss um was es am Sonntag bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg geht:
Und die wahren Absichten wegen dem Atom-Moratorium sind an Tageslicht gekommen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gegenüber eingeräumt, dass die zeitweilige Abschaltung von Atomreaktoren ein wahltaktisches Manöver ist. 
Live aus Stuttgart - K21 Demo
Heute Grossdemonstration der Befürworter des alternativen Konzeptes “Kopfbahnhof 21″ (K21), die um 14 Uhr vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof mit einer Kundgebung beginnt:
Live video chat by Ustream
Robin Wood und Parkschützer pflanzen 50 neue Bäume
Unter dem Motto: "Mit Gewalt illegal gerodet, mit Liebe neu bepflanzt" haben Mitglieder von den Parkschützern und Robin Wood am Samstag versucht 50 junge Platanen, Eschen und Spitzahornbäume zu pflanzen. Mit ihrer Aktion forderten Robin Wood und die Parkschützer, dass die Arbeiten am Grundwassermanagement für das Bahn-Projekt Stuttgart 21 sofort eingestellt werden und das Gelände dem Park zurückgegeben wird.
Schramm und Priol bei Montagsdemo
Georg Schramm und Urban Priol sollen heute auf der 50. Montagsdemo am Schlossplatz in Stuttgart auftreten. Hier die Liveübertragung von fluegel.tv die eine Unterstützung in Form von Spenden verdient:
Die Liveübertragung ist beendet, siehe Ausschnitt unten.
Beginn 18:00 Uhr. Die erste Sprecherin der Parkschützer erzählt, die 1. Montagsdemo bestand aus 4 Teilnehmerinnen, bei der 2. waren es 30 Teilnehmer und heute ist das 50. Jubiläum mit regelmässig über 10'000 und mehr.
Dann sagt ein Sprecher, der Polizeibeamte der in der Monitor-Sendung ein aufschlussreiches Interview gegeben hat heisst Thomas Mohr und ist der Sprecher der Mannheimer Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Jetzt steht er in den eigenen Reihen am Pranger und der Mannheimer Polizeipräsident Gerhard Klotter hat dienstliche Massnahmen ergriffen. Mohr steht auch im Kollegenkreis unter Beschuss. Es wird ihm „Nestbeschmutzung“ vorgeworfen.
Auf der anderen Seite hat der GdP-Landeschef Rüdiger Seidenspinner in einem offenen Brief die „Nachstellungen gegenüber GdP-Funktionsträgern, die ihr Recht auf freie Meinungsäusserung wahrnehmen“ beklagt. Die Gewerkschaft der Polizei habe „das Recht, die politischen Folgen eines auch rechtmässigen Polizeieinsatzes zu hinterfragen."
Die Parkschützer haben deshalb die Demoteilnehmer aufgefordert, Solidarität und Unterstützung gegenüber Mohr wegen seinem Mut auszudrücken und ihm deshalb unter folgender Adresse eine Mail zu schicken: thomas.mohr(at)gdpmannheim.de
18:40 Uhr - Priol tritt auf. "Es ist auch so schön, wie unsere Kanzlerin, diese scheinheilige Ostschneck auf einmal dieses Thema für sich entdeckt hat. Wenn einmal gefällte Entscheidungen in Frage gestellt werden, dann gefährdet das die Demokratie. Dann hab ich gesagt, du Nuss, beim Atomausstieg war es in 10 Minuten vom Tisch. ... Und am schönsten unser Aussenminister, der angesichts dieser Bilder nur gesagt hat, solche Proteste dürfen nicht zu einer Gefälligkeitsdemokratie führen, ... das war für mich der Witz des Jahres. Wenn der wandelnde Geschenkkorb Westerwelle, wenn die Puffmutter der Wirtschaftsnutten herkommt und von einer Gefälligkeitsdemokratie warnt, dann müssen wir alle mehr rauchen, für die nicht erhobene Ökosteuer, damit die Grossindustrie sie wieder reinholen kann ... Die Kanzlerin hat immer wieder betont, warum es ein europäische Grossprojekt ist. Es ist ein europäisches Projekt und man kann europäisch nicht zusammenarbeiten, wenn man seine Politik danach ausrichtet, wie viele Menschen gerade auf die Strasse gehen. Also hey, habe ich mir gedacht, da kannst du Mädchen noch von Glück reden, dass dein Politbüro vor 21 Jahren das anders gesehen hat, sonst wärst du uns erspart geblieben."
18:55 Uhr - Schramm tritt auf. Er wird um 19:00 Uhr vom Schwabenstreich unterbrochen. Danach sagt er: "Wenn sie (die Kanzlerin) opportunistisch gegenüber der Bevölkerung wäre, dann ginge es diesem Land besser. Dann gebe es keine Atomkraftverlängerung, keinen Afghanistankrieg, es gebe einen Mindestlohn und keinen neuen Bahnhof in Stuttgart. Dann gebe es auch ein anderes Verhalten gegenüber Grossbanken und ein Berufsverbot für Anlageberater, wenn sie opportunistisch wäre gegenüber dem Volkswillen, was sie nicht ist ... Diese Frau ist keineswegs die mächtigste Frau der Welt, sie ist nicht mal die mächtigste Frau im eigenen Land, sondern das sind Elisabeth Mohn und Friede Springer, sie herrschen über Bild und Bertelsmann und eine Handbewegung von Friede Springer würde reichen, damit die Lohnschreiber von Bild die Merkel vom Thron werfen, wenn es nicht mehr opportun gegenüber der Macht ist. Das ist die Realität in diesem Land."
19:15 Uhr Veranstaltung ist beendet.
Was Priol und Schramm gesagt haben ist der Hammer und wie es wirklich ist, haben kein Blatt vor dem Mund genommen.
Hier ein Ausschnitt:
Eine Seifenblase ist ein tätlicher Angriff
Schaut euch dieses Video an. Anlässlich des G-20 Gipfel in Toronto Kanada im Juni 2010, hat eine Demonstratin Seifenblasen als friedliche Aktion von sich geben. Daraufhin hat ein Polizist der jungen Frau gesagt: "Wenn eine Blase mich berührt, werde ich Sie wegen tätlichen Angriffs verhaften. Verstehen Sie mich?"
Darauf fragte die Frau: "Wegen Seifenblasen?", worauf der Polizist sagt: "Ja, so ist es, ein vorsätzlicher Akt ihrerseits, dann verhafte ich Sie. Verstehen Sie? Dann haben Sie Handschellen an."
Tatsächlich wird die Demonstrantin später festgenommen.
Der Polizist wurde dann im Internet als "Officer Bubbles" mit einem Video wegen dieser Überreaktion lächerlich gemacht.
Jetzt verlangt der Anwalt des Polizisten 1,2 Millionen Dollar Schadenersatz wegen Ehrverletzung vom Videomacher und die Herausgabe der Identität von Youtube.
Ich überlasse es euch zu urteilen, wie weit wir schon in den sogenannten westlichen Demokratien (lach) mit dem Demonstrationsrecht gekommen sind.
In Stuttgart wurden auch Kastanien die im Schlosspark herumlagen von der Polizei und Politikern als "gefährliche Pflastersteine" deklariert. Offensichtlich sucht man krampfhaft Gründe um jede Demo in einen "Gewaltakt" umzumünzen, damit man zuschlagen kann.
Bericht aus Stuttgart vom 16.
Unter dem Motto "Ihr geht uns auf den Wecker - sofort Baustopp" haben sich rund 35'000 Menschen am Samstagnachmittag auf dem Schlossplatz in Stuttgart versammelt, um gegen das Bahn/Immobilienpojekt S21 zu demonstrieren.
Spezieller Gast war der Liedermacher Konstantin Wecker der eine Rede hielt und Lieder sang.
Die Kundgebung begann um 15.00 Uhr und endete gegen 17.00 Uhr. Anschliessend begaben sich die Teilnehmer in den Schlossgarten. Wegen dem kalten und nassen Wetter sind offensicht weniger Teilnehmer gekommen.


Um 17:15 Uhr drangen Aktivisten in den Südflügel ein und öffneten Fenster, entrollten Plakate und teilten den Demonstranten im Schlospark über Megaphon die Besetzung des Südflügels mit.
Daraufhin räumten Beamte der Bereitschaftspolizei den besetzten Südflügel. Insgesamt brachte die Polizei rund 60 Besetzer aus dem Gebäude. Von allen wurden die Personalien festgestellt und sie sollen wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung angezeigt werden.
Mit PR-Offensive gegen die S21-Gegner
Wer die Tweets zum Thema S21 beobachtet, dem ist in den letzten Tagen ein Tweeter aufgefallen der "PR-Spezialist" heisst. Dort werden ziemlich unverschämte und beleidigende Botschaften gegen die S21-Gegner veröffentlicht. Wer verbirgt sich hinter diesem Tweeter-Namen? Es ist eine PR-Agentur die sich rühmt besonders gute PR-Offensiven zu machen. Vom wem haben sie den Auftrag Gegenpropaganda zu machen, oder ist es eine verdrehte Art Gegen-Gegenpropaganda durchzuführen oder geht es um eine Kampagne um die friedlichen Gegner zu provozieren oder Eigenwerbung?
Die Firma heisst parismedia mit dem Webauftritt unter PR-Spezialisten.de, Agentur für Public Relations in Stuttgart. Sie schreiben im Eigenlob:
Wir sind als Kommunikationsberatung erfolgreich, weil wir für unsere Kunden individuelle interdisziplinäre Arbeitsgruppen der besten PR-Pragmatiker aus Journalismus, Public Relations, Social Media und Wissenschaft zusammenstellen. Deshalb beschäftigt die Agentur ausschließlich PR-Spezialisten, die diesen Titel durch überragende Resultate in ihrer Berufspraxis als Spin Doctors, PR-Strategen, Pressesprecher, Journalisten sowie PR- und Social Media-Berater nachgewiesen haben.
Unsere Mitarbeiter kommen aus den Machtzentren erfolgreicher Kampagnen, PR-Projekte und Medien. Wir beeinflussen die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung Millionen deutschsprachiger Rezipienten. Die herausragende Praxis sowie der vielfältige Hintergrund unserer Mitarbeiter garantieren unseren Kunden, dass wir die Systemstrategie erfolg- reicher Kommunikation von allen Seiten identifizieren und die effektivsten PR-Maßnahmen auch umsetzen.
Entlarvend ist diese Beschreibung:
Besonders die von PR-Spezialisten.de entwickelten agitativen PR-Dienste "Brand Destrcution" und "Opposition Research" finden zunehmend Nachahmer innerhalb und außerhalb der PR-Branche. Trittbrettfahrer verwenden die Methode unserer PR-Innovation nicht immer, wie unsererseits praktiziert, emanzipatorisch und fair, sondern um den Ruf von Unternehmen, Organisationen oder Personen des öffentlichen Lebens durch die mehr oder weniger verdeckte mediale Distribution von Halb- oder Unwahrheiten zu zerstören.
Um feindliche PR-Attacken umgehend medial und juristisch aufzuklären, abzublocken oder deren Entstehen nicht zu ermöglichen, ist es existenziell, Ziele und Angriffsflächen für eine PR-Attacke abzubauen und sichere Abwehrszenarien zu entwickeln.
Wenn man das liest müsste man fast meinen, es ist zu ehrlich was sie sagen wie PR-Agenturen operieren und es könnte ein Fake sein. Aber es sieht mit Impressum, Name, Adresse und Telefon und allem ziemlich echt aus.
Hier einige Tweets:
Der Protest gegen S21 ist Europas abstruseste Mischung aus Öko-Faschismus, Gruppenzwang, Hexenjagd, Psycho-Therapie und Gerontenstadl!
Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann ist STUTTGART 21 fertig und du fühlst dich wie ein totaler Vollidiot!
Wir alle haben heute gegen Sittler, Öko-NPD und Park-Taliban gewonnen! Bahnchef Grube garantierte nochmals S21 ohne Baustopp! Olé !
ARD-Bericht über faschistische Einflüsse im S21-Protest von Öko-Taliban, Park-Schwadronen und Baum-Stasi
BBC: S21 ist teutonischer Ur-Protest: Deutsche, die kein Mitleid fühlen, wenn 200 Afghanen sterben, sitzen empört vor einen Park-Baum!
Die faschistische Phänomenologie der S21-Gegner> Bei Großveranstaltungen Lügen und Hetze sektenhaft aneinanderreihen und wiederholen
Fazit eines Journalisten von 9 (sic) S21-Protestveranstaltungen: "Soviel Hass und Hetze musste ich zuletzt bei NPD-Recherchen erleben"
DB-Chef Grube vertritt mit seinem NEIN zum Baustopp die Mehrheit der Bevölkerung und die Mehrheit der Parlamente!!
Offensichtlich versucht diese Firma, wenn es wirklich echt ist und ihr Tweet-Account, die Parkschützer mit Neonazis in Verbindung zu bringen. Eine sehr üble Taktik. Wie tief sind die Befürworter jetzt gesunken? Dabei sind die wirklichen Faschisten die Politiker, welche der Polizei befehlen auf friedliche Demonstranten zu prügeln und gegen einen Grossteil der Volksmeinung ein Megaprojekt durchzuboxen, mit der Weigerung einer Volksbefragung. Wie demokratisch ist das denn? Am besten die S21-Gegner lassen sich durch diesen Müll nicht provozieren und verhalten sich völlig friedlich wie bisher. Das ist die beste Taktik.
Video-Bericht aus Stuttgart vom Samstag
Aufnahmen und Interviews von der Demonstration gegen S21 vom Samstag den 9. Oktober 2010.
Morgen gibts wieder wie üblich die Montagsdemo und am kommenden Samstag den 16. die nächste Grossdemo. Als "Solidaritätsgast" soll Konstantin Wecker dazu kommen.
Ich frag mich wo alle sind, die immer fragen: "was können wir tun?" In Stuttgart geht die Post ab und die Leute sind aufgewacht, haben die Lüge erkannt. Und was passiert? Von Ausserhalb kommen ganz wenige zur Unterstützung und auch zur Aufklärung über andere Themen, für die die Bevölkerung aufgeschlossen und dankbar wäre. Da müssen wir aus der Schweiz kommen, obwohl uns das gar nicht tangiert.
Wir standen am Rande des Schlossparks und haben Flyer über 9/11, Finanzsystem usw. verteilt, die uns aus der Händen gerissen wurden. Wir diskutierten in Gruppen und die Demoteilnehmer saugten unsere Informationen nur so auf. Immer wird von den "Wahrheitsseiten" und deren Leser gefragt: "wie können wir die Masse erreichen, die welche die alternativen Nachrichtenseiten nicht lesen?" Hier ist die Chance und praktisch keiner nutzt sie. Wo waren sie denn?
Daran erkennen ich, es gibt einen Haufen Dummschwätzer die nur über die Probleme reden aber nichts dagegen tun. Die besserwisserisches Bla-Bla von sich geben, immer nur "man könnte und man sollte" sagen, aber sie machen selber nichts, jetzt wo die einmalige Gelegenheit sich bietet und man 150'000 Menschen erreichen könnte. Jeder von denen müsste mit einem Stapel Informationen über alle anderen wichtigen Themen Nachhause laufen, die wir schon seit Jahren behandeln.
Wir haben 10'000 Flyer drucken lassen und aus der Schweiz mitgebracht und verteilt und alle sind weg, keiner lag auf dem Boden, sind durch die Volksmenge gelaufen und haben sie den Leuten in die Hand gedrückt. Wir haben sie an der "Klagemauer" am Bauzaun angebracht und viele haben sie mitgenommen. Das Nichterscheinen der "Truther-Szene" zeigt mir wie hier die Spreu vom Weizen getrennt wird, wer immer nur labert und wer wirklich was tut.
Hier eine Liste der "Montagsschwabenstreiche" in anderen Städten:
Hamburg: Hauptbahnhof, Ausgang Spittaler Strasse, 18:30 Uhr
Bremen: Hauptbahnhof, Südeingang, Imhoff-Kunstwerk, 18:30 Uhr
Cuxhaven: Hauptbahnhof,Haupteingang, 18:30 Uhr
Düsseldorf: Hauptbahnhof, Haupteingang, 18:30 Uhr
Köln: Hauptbahnhof, Haupteingang, Domplatte, 18:45 Uhr
Rüdesheim: Grabengasse, 18:30 Uhr
Marburg: Hauptbahnhof,Haupteingang, 18:30 Uhr
Frankfurt a.M.: Konstablerwache, 17:30 Uhr, Marsch zum Hauptbahnhof
Fulda: Hauptbahnhof, Haupteingang, 18:30 Uhr
Bad Hersfeld: Hauptbahnhof, Haupteingang, 18:30 Uhr
Dresden: Hauptbahnhof, Haupteingang, 18:30 Uhr
München: Richard-Strauss-Brunnen, Neuhauser Strasse 8, Fußgängerzone, 19:00 Uhr
Dresden, Bad Hersfeld, Marburg, Rüdesheim am Rhein und Cuxhaven haben am 11. ihren ersten Montagsschwabenstreich. Koordiniert werden die bundesweiten Montagsschwabenstreiche vom Parkschützer Gernot Schulz. Jeden Montag finden diese statt und bringt ein "Lärmgerät" mit.
Welche Ausrede habt ihr um an diesen vor eurer Haustür nicht teilnehmen zu können?
Bericht aus Stuttgart vom Samstag
Mit einer grösseren Gruppe aus Aktivisten von We Are Change Zürich sind wir am Samstag nach Stuttgart gefahren, um an der Demo teilzunehmen. Als wir am Bahnhof ausstiegen wurden wir sofort von Polizisten am Bahnsteig in Empfang genommen. Sie fragten warum wir hier sind und prüften unsere Ausweise. Ein "nettes" Willkommen. Aber dann ging es gleich los mit dem Demonstrationszug durch Stuttgart mit anschliessender Kundgebung im Schlosspark.
Diesmal waren laut Organisatoren 150'000 dabei, ein Rekord!!! Der Beginn der Kundgebung musste um eine Stunde verschoben werden, weil der Demozug so lang war und die vielen vielen Teilnehmer nicht alle in den Schlosspark passten.
Hier einige Bilder welche die Stimmung vermitteln sollen:

Interviews nach der Kundgebung:
An alle Daheimgebliebenen: da habt wir was verpasst!
Polizeipräsidium - Verhalten eines Beamten wird geprüft
Das Polizeipräsidium Stuttgart hat folgende Pressemeldung veröffentlicht:
Stuttgart 21 - Verhalten eines Polizeibeamten wird geprüft
Stuttgart: Im Internet und in anderen Medien sind im Zusammenhang mit dem Geschehen im Schlossgarten am Donnerstag vergangener Woche (30.9.2010) Videobilder eines Polizeibeamten veröffentlicht, dessen Verhalten sich schon aufgrund dieser Bilddarstellung in dieser konkreten Situation als mutmaßlich unangemessen darstellt.
Das Einschreiten dieses Beamten der Bereitschaftspolizei wird intern und von den Ermittlungsbehörden geprüft. Es besteht der Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt. Der Beamte wird bis zur endgültigen Klärung interne Aufgaben wahrnehmen. Im übrigen wird allen Beschwerden und Anzeigen nachgegangen.
Na ja, jetzt geben sie wenigstens zu, ein Beamter hat sich falsch verhalten. Nur einer?
Pressekonferenz der Jugendoffensive
Laut Radio Utopie wird die "Jugendoffensive gegen Stuttgart 21″ eine Pressekonferenz um 14:00 Uhr abhalten, bei der brisantes Material was den "Schwarzen Donnerstag" betrifft veröffentlicht wird. Ort der Veranstaltung, Stuttgarter DGB-Haus in der Willi-Bleicher-Strasse 20.
Live-Übertragung von Fluegel.tv:
Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender sind nicht dabei.
Mutter berichtet - Der eingesetzte Pfefferspray war von der Haltbarkeit bereits abgelaufen. Der Wasserdruck der Wasserwerfer wurde auf 20 Bar eingestellt, nur zulässig, wenn Angriffe auf Polizei stattfinden.
Sprecher der Parkschutzer Matthias von Herrmann - Sanitär und Rettungskräfte durften nicht helfen, Polizei erklärte den Schlosspark zum Sperrgebiet. 400 Personen hatten Augenverletzungen.
Sprecher der Jugendoffensive zeigt chronologischen Ablauf der Demonstration und wie es zur Gewalt seitens der Polizei kam.
Alexander Schlager, betroffener der Wasserwerfer und am Auge verletzt - Risse der Netzthaut, wurde operiert. Vier an den Augen verletzte haben sich zusammengeschlossen. Sie liegen teilweise immer noch im Krankenhaus. Sie sagen: "Von keinem von uns wurde Gewalt ausgelöst. Wir fordern eine öffentliche Entschuldigung von den Verantwortlichen. Wir fordern einen Untersuchungsausschuss. Wir haben Strafanzeige gestellt oder werden es noch tun."
Eltern berichten. Eine Mutter sagte - "Unsere Kinder haben eine Lehrstunde der Staatsgewalt erhalten." Schüler fragen sich was sie davon halten sollen, dass regierungsseitig laufend und offensichtlich gelogen wird. Weitere Mutter sagte - "Wir machen der Polizei den Vorwurf, dass Agent Provocateure eingesetzt wurden." Noch eine Aussage über die Behauptung, die Demonstraten häten Spray eingesetzt - "Man kann im Handel gar keine solch grossen Pfefferspraydosen kaufen, die solch einen Strahl produzieren."
von Herrmann sagt: "Ein Vermummter verschwand in Polizeimenge, nach dem er Pfefferspray einsetzte. Wer dieses Video findet, bekommt von uns einen Preis."
Journalistin macht Appell an die Journalisten: "Berichtet endlich richtig und gebt den Verbrechern nicht noch ein Forum."
Aufforderung am Schluss: Morgen Samstag Grossdemo um 15:00 Uhr in Stuttgart.
Und dann noch eine Auszeichung: Extra 3 schenkt Mappus Goldenen Schlagstock
Hier das oben genannte Video über einen angeblichen Agent-Provokateur:
Ohne Stuttgarter Zeitung kein Stuttgart 21
Wer die Medien steuert, steuert die Meinung der Bevölkerung. Deshalb ist es interessant zu wissen, warum die Zeitungen der Region hinter Stuttgart 21 stehen und dieses Projekt entsprechend verkauft haben. Gesteuert haben die Medien die oberste politische und unternehmerische Führung des Landes, an der Spitze Ministerpräsident Mappus. Das erklärt alles.
Laut Stern hat der einstige Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, Uwe Vorkötter, der heute bei der "Berliner Zeitung" arbeitet, inzwischen ehrlicherweise zugegeben, es sei ein "Fehler gewesen S21 zu StZ 21 zu machen". Von ihrem aussenpolitischen Ressortleiter Adrian Zielke stammt immerhin der kurz vor seinem Rückzug in den Ruhestand geschrieben Satz: "Ohne die Zustimmung der 'Stuttgarter Zeitung' zu diesem Grossprojekt würde, so vermute ich einfach mal, Stuttgart 21 nie gebaut werden."
Der Verlag der Stuttgarter Zeitung, die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), zu der auch die Stuttgarter Nachrichten, der Schwarzwälder Bote und die "Süddeutsche Zeitung gehören, hatte grosse finanzielle Probleme. Ausgeholfen mit einem Darlehen von über 300 Millionen Euro hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit einer Laufzeit von fünf Jahren.
So viel Glaubwürdigkeit hat Mappus bei der Jugend: "Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht alleine aufrecht."
Ministerpräsident Stefan Mappus ist Vorsitzender der LBBW-Trägerversammlung. Der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schneider ist Präsident des Sparkassenverbandes Baden Württemberg und Vorsitzender des LBBW-Verwaltungsrats. Mitglieder des Verwaltungsrats sind unter anderem der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster, die CDU-Landesminister Wolfgang Reinhart (Berlin/Europa) und Willi Stächele (Finanzen).
Dann ist noch Unternehmer Heinz Dürr und Dieter Hundt im Verwaltungsrat der LBBW. Dürr war der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und Präsident der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen. In seiner Amtszeit wurde, 1991, mit Inbetriebnahme des ICE und der Neubaustrecken zwischen Hannover und Würzburg sowie Mannheim und Stuttgart der Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Schiene in Deutschland aufgenommen.
Dieter Hundt ist seit 1994 Präsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände und seit Dezember 1996 Präsident der BDA sowie Vizepräsident von BusinessEurope (Vereinigung der Industrie- und Arbeitgeberverbände Europas ehemals UNICE).
Wir sehen also, die ganze CDU-Spitze und oberste Unternehmer mit engen Verbindungen zur Deutschen Bahn sowie allen Firmen in BW, die vom Grossprojekt profitieren, bestimmen die Kreditpolitik der Landesbank und können entsprechen darüber Druck auf ihren Schuldner den SWMH-Verlag ausüben, was ihre Zeitungen berichten oder nicht berichten dürfen. Es ist ein Filz und eine Clique, die in ihrem eigenen Interesse arbeitet und nicht in dem der Bevölkerung.
Kontrolliere die Medien und du kontrollierst die Meinung der Bevölkerung.
Interview mit Dieter Reicherter, ehemaliger Richter am Landgericht Stuttgart:
Prügelglatze wieder im Einsatz
Was sagt man dazu? Der Polizist welcher so brutal am "Schwarzen Donnerstag" mit Schlagstock und Pfefferspray auf die Demostranten losging, ist heute wieder im Einsatz gewesen, bei der Demo um den Landtag. Wie kann man diesen Schläger der sich nicht im Griff hat wieder auf die Bevölkerung loslassen?
Wie ich bereits hier berichtet habe, ist er vom BFE (Beweissicherungs- und Festnahme Einheit) und Teil der Bereitschaftspolizei in Baden-Württemberg.
S21 aus Schweizer Sicht
Was in Stuttgart abgeht ist nicht ein Protest von irgendwelchen unbedeutenden Randgruppen und Spinnern die man ignorieren kann. Das ist ein Aufstand des Bürgertums, der Mittelschicht, der Säule der Gesellschaft. Bis ein Schwabe seinen Unmut ausdrückt braucht es sehr viel. Gibt es noch einen folgsameren deutschen Bürger? "Schaffe, schaffe, Häusle baue". Wenn ganz Deutschland in Aufruhr wäre, würden die immer noch die Kehrwoche machen und ihr Haus putzen. Deshalb, wenn sie so vehement protestieren und so viele Menschen aus allen Bereichen gegen S21 sind, dann muss es ein ganz tiefes Bedürfnis sein.
Die 60-jährige Regentschaft, Vetternwirtschaft und Machtfilz der CDU in Baden-Württemberg hat die korrupte Politikerkaste völlig von den Bürgern entfernt. Da wird eine totale Arroganz, Überheblichkeit, alleiniger Machtanspruch und Besserwisserei demonstriert. Sie haben schon lange kein Gespür mehr was das Volk will, berufen sich auf die Legitimität der repräsentativen Demokratie, die sie ermächtigt ihr brutales Handeln zu rechtfertigen. Schuld sind immer die anderen, also das Volk welches es wagt Widerstand zu leisten. Was hier passiert erinnert sehr an die Endzeit des SED-Regimes, welches auch völlig von der DDR-Bevölkerung abgehoben war und nichts mehr spürte. Aber genau wie dieses werden Mappus, Rech und Konsorten demnächst gestürzt.
Spätestens seit dem "Schwarzen Donnerstag" haben die Stuttgarter erkannt, der Staat ist ihr brutaler Feind und die Politiker und Medien lügen wie gedruckt. Es ist ihr Glaube an die Obrigkeit verloren gegangen. Ihre heile Welt ist zusammengebrochen. Sie waren bisher die braven Bürger die alles glaubten, funktionierten und alle vier Jahre die CDU ankreuzten. Das ist vorbei. Die Menschen in Stuttgart sind aufgewacht, sie realisieren endlich wie sie verarscht wurden und werden. Jetzt sind sie offen für neues, wollen sie alles wissen und saugen andere Informationen auf, die sie bisher ignorierten.
Die Parteien sind alle die gleichen Verbrecher wenn sie an der Macht sind, "wissen wir", die Finanzkrise ist gewollt, "sicher", die Parteien dienen nur den Grosskonzernen und sind völlig korrupt, "wem erzählt ihr das", 9/11 haben sie selber gemacht, "ja klar, wer denn sonst?" ... usw.
Guck euch an wie die erste Parkschützerin im Video sich äussert. "Ich habe mich in meinen ganzen alten Leben noch nie so wütend gefühlt ... ich staun über mich selber!" Das drückt genau das allgemeine Gefühl aus.
Deshalb kommt alle am Samstag nach Stuttgart. Erlebt die einmalige Stimmung dort, seid Teil des Widerstandes gegen das versklavende System, unterstützt diese gesellschaftliche Veränderung und grosses Erwachen. Geht mir Flyern und anderen Informationen hin, verteilt sie, macht sie auf das was wir schon wissen aufmerksam, sie werden es euch dankbar abnehmen. Wir haben hier eine grosse Chance etwas zu bewegen bekommen. Wenn nicht jetzt, wann denn?
In Stuttgart wird Geschichte geschrieben!
Regierungspräsidium fordert zur Denunziation der Lehrer auf
Hier eine Abbildung des Rundschreiben an alle Schulleiter und Schulleiterinnen der Landeshauptstadt Stuttgart vom Regierungspräsidium, mit der Aufforderung die Lehrer zu denunzieren, welche an der Demonstration vom "schwarzen Donnerstag" teilgenommen haben.
Klick drauf um zu vergrössern:
In dem Schreiben vom 1. Oktober heisst es unter anderem, dass Lehrer, die dem Unterricht an besagtem Tage ferngeblieben seien, bis zum 4. Oktober dem Regierungspräsidium zu melden seien, um “bei etwaigen Dienstrechtsverletzungen die erforderlichen rechtlichen Konsequenzen ziehen zu können (…)”.
Ferner macht man sich Sorgen, die Lehrerschaft könne in Misskredit gebracht werden ob der Gerüchte, dass Lehrer eventuell ihre Schüler zu besagter Skandaldemo begleitet haben könnten.
Hier der Link ...
Interessant sind die Kommentare dazu.
Hier das Symbolbild von Stuttgart:
Bericht über Montagsdemo 4. 10.
Live-Cam dabei:
54.705 Menschen waren im Schlosspark bei Montagsdemo dabei.
Bericht aus Stuttgart vom Sonntag
Live-Cam im Schlosspark:
Einige Aktivisten sind unter dem Gitter durchgeschlüpft. Die Polizei hat sie abgeführt und 2 sehr brutal behandelt.
Und hier das Video dazu:
Genehmigung der Schülerdemo durch Ordnungsamt
Hier der Versammlungsbescheid vom 29. September für die Schülerdemo vom Donnerstag den 30. September, ausgestellt vom Amt für öffentliche Ordnung Stuttgart. Die Behörden wussten, die Schüler würden ab 11:00 Uhr im Schlosspark sein.
Interessant sind auf Seite 7 die Einzeichnung der Bannmeile.
Dann auf Seite 10 ist der genaue Verlauf aufgelistet:
09.00 – 10.00 Uhr Aufbau der Versammlungsmittel in der Lautenschlagerstraße zwischen Arnulf-Klett-Platz und Kronenstraße in Stuttgart-Mitte (siehe beiliegendenPlan)
ab 11.00 Uhr Abbau der Versammlungsmittel in der Lautenschlagerstraße zwischen Arnulf-Klett- Platz und Kronenstraße
11.00 – 12.00 Uhr Aufbau der Versammlungsmittel im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart-Mitte (siehe beiliegendenPlan)
17.00 – 18.00 Uhr Abbau der Versammlungsmittel im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart-Mitte
...
11.20 – 12.00 Uhr Aufzug mit Transparenten, Flugblattverteilung und Megaphonen Theodor-Heuss-Straße, Rotebühlplatz, Eberhardstraße, Torstraße, Hauptstätter Straße und Konrad- Adenauer-Straße (Fahrbahn in Fahrtrichtung), Gebhard- Müller-Platz, Schillerstraße, über Zugang Landespavillon in den Mittlerer Schlossgarten
Daraus ist ersichtlich, die Demo war auch im Schlossgarten geplant. Die Behörden mussten genau Bescheid, dass eine Zwischenkundgebung um 11:00 Uhr im Schlossgarten stattfinden würde. Deshalb kann keine Rede davon sein, die Schüler wurden missbraucht oder durften nicht im Schlosspark sich aufhalten. Im Gegenteil, die Polizei ist genau dann mit Mannschaften und Fahrzeuge aufgefahren, um den Raum für die Baumfällarbeiten abzugrenzen, als die Schüler sich um 11:00 Uhr im Schlossgarten befanden. Ganz klar eine bewusste Provokation.
Hier der Link zur PDF
Antidemokratischer Schutzzaun ist fertig
Es ist Sonntag der 3. Oktober, "Der Tag der Deutschen Einheit" und in Stuttgart wird eine neue "Grenze" errichtet. Sie haben den "Antidemokratischen Schutzzaun" fertigegestellt:
So schnell geht das, in der Nacht begonnen ...
... und jetzt ist er schon fertig.
Eine Stimme: "Vor 20 Jahren fiel die Mauer. In Stuttgart wird sie dieses Jahr wieder aufgebaut."
In Berlin feiern die Bonzen mit Feuerwerk 20 Jahre deutsche Einheit, halten grosse Reden über Demokratie und Freiheit, singen die Nationalhymne, wie wenn sie etwas dazu beitragen hätten. Sie haben sich nur die Lorbeeren dafür genommen. Was für eine Heuchlei und ein Hohn. Es war eine friedliche Revolution des ostdeutschen Volkes und sonst gar nichts, die dann von Trittbrettfahrern und Opportunisten übernommen wurde, von Wendehälse die vorher nichts davon wissen wollten.
Ein Plakat das hält was es verspricht:
Frage: Was muss noch alles passieren, bis sich in Deutschland was regt? Ja, 100'000 bei der Demo am Freitagabend in Stuttgart sind viele, plus den anderen Kundgebungen in verschiedenen Städten. Nur, das reicht nicht. Es müssen Millionen auf die Strasse und eine Veränderung verlangen!
Wenn dieses Momentum nicht genutzt wird, dann ist die Chance für einen Wandel vorbei. Dann lebt ihr weiter in dieser Konzern- und Parteidiktatur und es wird nur noch schlimmer. Dann haben sie gewonnen und gehen zur Tagesordnung über. Jetzt hebt mal euren Hintern und tut was. Der Schlosspark ist überall. Am Montag findet um 19:00 Uhr die nächste Demo in Stuttgart statt.
Entweder wird jetzt Geschichte geschrieben oder ihr verpennt alles.
