Nachrichten

EZB akzeptiert griechische Schrottpapiere

Montag, 3. Mai 2010 , von Freeman um 13:18

Am vergangegen Mittwoch habe ich vorhergesagt, die EZB wird nichts anderes übrigbleiben, als die griechischen Bonds zu akzeptieren und ich stellte die Frage: "Muss die EZB den Notfall ausrufen und die Bonds die niemand mehr will mit Gelddrucken aufkaufen?" Genau das ist heute passiert.

Die EZB setzte die Minimalanforderungen bei der Bewertung von griechischen Staatsanleihen in ihrem Offenmarktgeschäft mit Geschäftsbanken "bis auf weiteres" aus. Damit knickt die Notenbank ein und gibt Euros gegen wertloses Papier raus. Sie ist damit auch ins "quantitiv easing" wie es so schön heisst umgeschwenkt, was nichts anderes als Geldrucken bedeutet. Willkommen in der baldigen Inflation.

Da die Banken auf einen riesigen Haufen an wertlosen grieschischen Staatsanleihen sitzen und diese in ihrer Bilanz abgeschrieben werden müssen, was wieder zu einer Bankenpleite führt, musst die EZB diesen Giftmüll jetzt den Banken abnehmen, gegen Cash. Die EZB hat einfach während des Spiels die Spielregeln geändert, denn bisher durfte sie nur Sicherheiten mit hervorragender Bonität akzeptieren. Sie nimmt nun auch minderwertiges an, um die Geschäftsbanken über Wasser zu halten.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagt jetzt, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, wo er noch im April versprach: "Wir werden unseren Sicherheitsrahmen nicht für ein einzelnes Land ändern" und das sei "kristallklar". Wieder so ein Lügner dem man nichts glauben kann.

Die Banken haben billiges Geld zu fast null Prozent von der EZB im vergangegen Jahr genommen (aus dem Rettungspaket) und griechische Bonds damit gekauft, die mehr Zinsen bringen als die Deutschen. Sie kannten das Risiko, waren aber wie immer profitgeil. Jetzt wo die Spekulation nicht aufgeht und die griechischen Bonds praktisch wertlos sind, muss die EZB ihre eigenen Regeln brechen, ihnen wieder helfen und diesen Schrott abnehmen. Es ist unglaublich was hier für ein kriminelles Geschäftsgebahren abläuft und niemand macht was dagegen.

Wenn ein Privatinvestor sich so verspekuliert hätte, würde er nicht von der EZB entschädigt. Aber die Bankemafia schon, die kriegen alles auf Kosten der Steuerzahler.

In Salamitaktik wird die sogenannte Griechenlandhilfe ständig aufgestockt. So hies es doch zuerst, 30 Milliarden von den EU-Ländern plus 15 vom IWF wären genung. Am Wochenende hat man nun 110 Milliarden Euro Hilfe den Hellenen zugesagt. Damit wird den Märkten signalisiert, die Problem sind viel grösser als angenommen. Prompt reagierten die Märkte und der Euro hat keinen Auftrieb bekommen, sondern sackte heute weiter ab. Auch die Aktienmärkte tendieren negativ.

Der deutsche Anteil wächst damit von 8 auf über 20 Milliarden und das ist sicher nicht das Ende, sondern da kommt noch viel mehr in Zukunft dazu. Deutschland zahlt und zahlt.

Aber auch die Schweiz ist betroffen. Damit sich der Schweizerfranken dem kriselnden Euro gegenüber nicht noch stärker wird, greift die Schweizerische Nationalbank (SNB) schon länger in den Währungsmarkt ein: So hat die SNB in den Monaten Januar bis April für über 40 Milliarden Franken Euro gekauft, um den Kurs zu stützen.

Damit der Schweizerfranken nicht zu teuer wird und damit die Exporte in den Euroraum nicht zusammenbrechen und der Tourismus versiegt, muss der Euro notgedrungen gestützt werden.

Aber, die Schweizer Nationalbank geht mit dem Kauf des Euros ein erhebliches Risiko ein: Der Euro-Anteil an den Währungsreserven der SNB ist in den letzten zwei Jahren von 47 auf 65 Prozent gestiegen. Wenn der Euro weiter an Wert verliert, was mit der oben beschriebenen Aktion der EZB ziemlich sicher ist, dann macht sie einen riesen Verlust.

Vom den 110 Milliarden Euro Hilfspaket kommen 30 Milliarden vom IWF. Die Schweiz als Mitglied des IWF wird fast eine Halbe Milliarde Euro daran zahlen.

Hier eine Auflistung der Schulden der PIIGS-Länder in Milliarden Dollar:

Griechenland $236, Portugal $286, Irland $867, Spanien 1'100 und Italien 1'400.

Wo man hinschaut nur Schulden ohne Ende und ein Fass ohne Boden.

Deshalb gibt es nur eine Lösung, die schwachen Länder müssen raus aus dem Euro. Möglicherweise macht eine Teilung der Währung Sinn, in einen Nord- und einen Süd-Euro. Der St. Galler Wirtschaftsprofessor Franz Jaeger schrieb in der Zeitung Sonntag, es gebe nur noch einen Weg aus der Euro-Krise: Die Spaltung der Währung. "Das Gefälle zwischen dem Süden und dem Norden Europas wird immer grösser. Die Voraussetzungen eines funktionsfähigen Währungsraumes sind damit kaum mehr gegeben".

Nach Ansicht von Jaeger wird es zu einem Süd- und zu einem Nord-Euro kommen müssen. Wobei dem Nord-Euro die Länder Belgien, Deutschland, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowakei und Finnland angehören und dem Süd-Euro Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Malta, Portugal und Slowenien.

Das Gefälle zwischen dem Süden und dem Norden Europas sei zu gross, um durch eine Einheitswährung abgedeckt zu werden.

Der Süden Europas kann damit seine niedrigere Wirtschaftsleistung kompensieren und den eigenen Süd-Euro abwerten. Der Norden bleibt davon getrennt und wird nicht in den Sog hineingezogen. Dieses Konzept wird wohl auf gewaltigen politischen Widerstand stossen. Jaeger sagt dazu: "Aber was bleibt am Ende der EU anderes, als sich zur Schadenbegrenzung mit der am wenigsten schlechten Lösung zu retten?"

Wie ich die Politiker kenne, werden sie dieses Eingeständnis der Niederlage der Eurozone nicht so schnell akzeptieren, sondern das Sterben nur hinauszögern und damit die Lage verschlimmern.

Und aus den USA kommt die gute Nachricht, am 30. April musste die FDIC sieben weitere Banken schliessen, was die Gesamtzahl an Bankepleiten auf sagenhafte 64 seit Jahresbeginn erhöht. Diesmal war es so richtig teuer, denn der Einlagenausfallsicherung kostet es 7 Milliarden Dollar. Wenn der Pot leerläuft, dann kann die FDIC nur von einem Hilfe erwarten, dem US-Schatzamt, was den Steuerzahler wieder die Zeche zahlen lässt.

Und dann gibt es noch Leute die mich fragen, wo ist denn nun der Crash? Antwort: Was muss denn noch alles passieren, bis man es endlich kapiert? Der läuft doch in Zeitlupe ab und nur weil man im freien Fall ist und noch nicht aufgeschlagen hat, heisst es doch nicht, er findet nicht statt.

Anmerkung: Der Goldpreis erreichte heute ein neues Allzeithoch von 896 Euro pro Feinunze. So teuer war Gold im Euroraum noch nie!

Vor einem Jahr lag der Kurs noch bei 663 Euro, Mitte April 2008 waren es rund 592 und 510 Euro Mitte April 2007, 2006 lag der Wert bei 500 Euro und Mitte April 2005 bei 328 Euro usw.

Bei der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 lag der Goldpreis bei $284 je Unze und ein Euro kostete 1,17 Dollar, also die Unze 242 Euro. Seit dem ist der Goldpreis um das 3,7 fache gestiegen, bzw. hat der Euro fast das vierfache an Kaufkraft verloren.

Es wird immer behauptet, die Börse steigt doch und es ist somit alles in Ordnung. Nur das stimmt überhaupt nicht, wenn man es korrekt betrachtet. Am 1. Januar 1999 lag der DAX zum Beispiel bei 5278 Punkten. Heute mehr als 11 Jahre später bei 6166. Das ist eine lächerliche Steigerung von nur 888 Punkten oder nicht mal 17 Prozent, ganz klar ein Verlustgeschäft über diese lange Zeit.

Wer immer noch an die Illusion der Papierwerte glaubt oder noch glaubt was Politiker und Banker sagen, dem ist echt nicht mehr zu helfen.

insgesamt 26 Kommentare:

  1. rob` sagt:

    Das Zinsgebundene Schuldgeld hat den Point-of-no-Return lange überschritten - ich gebe dem € noch maximal 5 Jahre (wenn überhaupt). Dann war´s das mit der Europäischen Union...

    Danke für den Bericht, Freeman!

  1. frohnatur sagt:

    Das erinnert mich an den Mann, der aus einem Hochhausfenster stürzte und als er am 30. Stockwerk vorbei kam, dachte: bis hierher ging es gut!

  1. IrlandsCall sagt:

    Die EZB als Badbank der Bankster aller Welt. Und der deutsche Steuerzahler zahlt den grössten Batzen. Wie blöd sind die Deutschen dass nicht zu durchschauen? Unglaublich.

  1. Ich möchte der Zentralbank auch meine Papiere verkaufen...

    Wertlose Zettelchen gegen Euro, warum dürfen das nur die Staatsoberhäupter?!


    Redpill Community

  1. Ismael sagt:

    kauft gold oder silber und legt vorräte an...

  1. Ismael sagt:

    das wahrscheinlichste ist eine währungsreform

    dieses jahr noch

    hier hat sich jemand gedanken gemacht
    http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2010-160_EuroExitus.pdf

    einfacher kann man sich auf einen schlag nicht entschulden...sowohl staat als auch banken...

    womöglich nicht nur D und FR die eine reform mit € ausstieg machen


    auch die usa / GB haben ja unfassbarte schulden...evtl machen die im gleichen atemzug auch eine

    wenn unruhen kommen lenkt usrael dann den iran in den kriegsfocus

  1. drdre sagt:

    Richtig ist, dass die EZB mit der Massnahme ein Zeichen für die Spekulanten gesetzt hat, dass diese auf dem richtigen Weg sind.
    Ich denke dass Deine Einschätzung völlig richtig ist, die Inflation ist schon längst im Gange.
    Die Politik wird wie immer viel zu spät auf die Entwicklung reagieren. Das bedeutet dass wir dann schon längst über den Break Even Point weg sind.
    Damit ist die Rechnung derer aufgegangen, die den Dollar weiterhin als Leitwährung etablieren wollen.

    Wie wir aus dieser Misere rauskommen, ist mir schleierhaft.

  1. Peter.Hacke sagt:

    == Game over ==

    oder besser

    == EURO over ==

    und für die Schlafschafe

    Glaubt doch wie immer unseren Politik-Superstars.
    Ersparnisse, Rente und Versicherungungen sind vollkommen sicher ... steckt doch schon im Namen,

    Ver'Sicher'ung

    Danke für die Aufmerksamkeit ... bitte wieder schlafen gehen

  1. mm82999-1 sagt:

    Danke für diesen Beitrag!
    Die Frage, "wo ist der crash" kann einfach beantwortet werden.
    Der Crash ist schon da. Die Auswirkung sehen wir noch nicht.
    Wenn man Schach spielt, dann verliert man die Partie, mit dem ersten falschen Zug und nicht erst bei Schach-Matt.
    Ich finde auch nicht, dass der Crash langsam kommt. Ich denke, es ist nur ein leiser Crash. Weil die Mehrheit, die Schlaf-Schafe, schläft, kann sie ihn nicht hören. Die Schlaf-Schafe meinen, der Crash sei da, wenn die Main-Stream-Medien es schreien. Die sollten mal ihren Verstand einschalten. Ich meine, wenn die EU quasi jede Woche Sitzungen abhält, zahlen über Verluste eines Bankrotts nach oben korrigiert, was soll das denn sein? Etwa Normalzustand?
    Die Politik ist in Panik!
    Als ich das erste Mal auf einem Schiff war, sagte ich mir, solange der Kapitän ruhig ist, ist alles in Ordnung, gleichgültig, wie hoch die Wellen sind. Nun sehen wir, dass die Kapitäne (die Politiker inkl. Bänker) in Panik geraten und alles unternehmen, um den Crash zu vertuschen. Wie soll man es sonst nennen, wenn man sich über getroffene Vereinbarungen hinweg setzt? Wenn die BRD-Regierung entgegen Maastricht nun eine Transferunion praktiziert, wenn die EZB das letzte Vertrauen für Ramschpapiere auf's Spiel setzt.
    Dann sollte jedem klar sein, der Vorhang für den letzten Akt ist eröffnet.

  1. Rette sich wer kann. Ansonsten zusammenrücken.

  1. Large sagt:

    So wie die Politik und die Mainstream Medien reagieren ist die einzige Möglichkeit um eine Massenpanik zu verhindern. Stellt euch mal vor, In den Tagesthemen wird mitgeteilt, dass das Experiment € gescheitert ist? Ich kann morgen für einen 100 € Schein nicht einmal mehr ein Brötchen kaufen. Das Wirtschaftssystem bricht zusammen und es herrscht Anarchie. Welche folgen das hat können wir aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg sehen.
    Ich glaube sogar, dass eine Geldentwertung schon seit einiger Zeit geplant ist. Die Anzeichen sehe ich in der Rekordverschuldung und den längst überfälligen Sanieren der Straßen. Auf Bundesebene wurde bislang gerade nach der Wirtschaftskrise soviel Geld aus dem Fenster geschmissen, dass mir dafür keine andere Erklärung bleibt. Zumindest hoffe ich, dass in der Regierung nicht nur Idioten sitzen.

  1. El. sagt:

    Herzlich Willkommen, bald

    "Wo man hinschaut wird nur Schaden angerichtet und Löcher gestopft.", eher neue Löcher werden ausgerissen. Man hat gezielt PIGS-Löcher in die €-Zone eingebaut, um die Zone über die Löcher abzuschöpfen. Die IG-Länder haben bekanntlich die Bilanzdokumente gefälscht, um die Fiktion durchzusetzen, sie sind in der €-Zone illegal und gibt es keine Gründe, warum sie nicht herausgeschmiessen werden sollen, schon aus diesem Grund. In der €-Zone "hat man keinen Mechanismus dafür vorgesehen". So ein Konstruktionsfehler ist kein Zufall, ich lache mich tot. Sie halten die Bürger für absolute Idioten, vielleicht sogar mit Recht.

    "Es ist unglaublich was hier für ein kriminelles Geschäftsgebahren abläuft und niemand macht was dagegen. "

    "Der deutsche Anteil wächst damit von 8 auf über 20 Milliarden und das ist sicher nicht das Ende, sondern da kommt noch viel mehr in Zukunft dazu. Deutschland zahlt und zahlt."

    "Am Wochenende hat man nun 110 Milliarden Euro Hilfe den Hellenen zugesagt."

    eigentlich handelt sich weniger um die Hellenen, sie hätte man ohne Wimpernzucken krepieren lassen, sondern um die "Finanz-Weltgemeinschaft". Nach bail-out bekommt sie noch weiter 110 Mrd. € zum abräumen. Seit der s.g. deutschen Einheit sind die Boten mit den Scheinen unterwegs in EU und wechseln das Falschgeld von FED gegen die reellen Werte. Das $-System wird trotz aktuellen Kollaps am Leben erhalten, um das bankrotte Geld gegen die reellen Werte zu tauschen.

    Nach PIGS kommt jetz PIS, dabei Italien hält die "Finanz-Weltgemeinschaft" noch im Ärmel und so schrittweise wird Deutschland zum Metzeger geschleppt, die Politik CDU SPD CSU FDP Grüne und die Restlichen werden ALLES mitmachen, natürlich im "Eilverfahren".

    "EZB ... Sie kannten das Risiko, sind aber wie immer profitgeil."

    Es wird leichter EZB zu verstehen, z.B. was bedeutet Trichet, wenn man sie als ein Kommando der "Finanz-Weltgemeinschaft" begreift. Mit den Interessen von EU hat die Organisation nicht viel zu tun. Sie waren nicht profitgeil, sie haben nur den Auftrag erfüllt.

    "Es ist unglaublich was hier für ein kriminelles Geschäftsgebahren abläuft"

    genauso wie die ganze s.g. "Finanzkrise", die Mehrheit glaubt aber, dass die 3 911-Türme Bin Laden gesprengt hat, tja, die Mehrheit will an den Storch glauben.

    "Willkommen in der baldigen Inflation."

    Willkommen in der baldigen Finanzkrise, das was 2007/8 vorgespielt wurde war noch ein entspannter Probelauf im Eilverfahren, was die Bezeichnung "Finanzkrise" gar nicht verdient, aber die richtige Finanzkrise kommt bestimmt und zwar bald.

    Signed El.

  1. Ghostwriter sagt:

    Wenn man jemand dazu bringen will in einem kalten Fluss zu schwimmen,
    dann fahre man (versehendlich?!) mit
    mit ihm als Beifahrer, mit dem Auto
    in einen solchen (Fluss)so dass er
    wenn er nicht ertrinken will gezwungen ist in ihm zu schwimmen.

    Man muss nur Situationen konstruieren
    welche (scheinbar) nur den gewollten Schluss
    (Entscheidung)zulasssen.

    Freiwillig-Unfreiwillig!

    Wenn man genug Sackgassen schafft
    welche nur eine (gewünschte)Richtung zulassen dann
    kann man steuern ohne zu lenken.

    Sind nicht alle Papiere (auch Geld)
    Schrottpapiere und schöpfen ihren Wert nur durch den Glauben an deren Wert?

    Wenn du 20 Euro hast und ich besitze zb. ein Brot,was haben die 20 Euro in dem Moment für einen Wert wenn ich nicht bereit bin zu tauschen?

    Natürlich werden wir ständig beschissen so lange wir Spielregeln befolgen die wir weder
    mitgestaltet noch darüber abgestimmt haben und die zudem ständig ohne uns zu fragen geändert werden.

  1. Ghostwriter sagt:

    Richtigstellung!

    Wenn man genug EINBAHNSTRASSEN
    schaft kann man (die Masse) steuern ohne (selber) zu lenken.

  1. Harald sagt:

    Wenn ich hier die Kommentare zur aktuellen Finanzkrise so lese, so sehe ich vor meinem geistigen Auge eine festverschworene, sich fest an den Händen haltende, sich permanent gegenseitig bestätigende Gemeinde von spätkapitalistischen Apokalyptikern und Fatalisten. Chrash, Bum, Bäng... klingt es unaufhörlich.
    Was ich in vielen dieser Kommentare vermisse ist das auch nur geringste Verständnis dafür, was der EURO, die EURO-Zone, die ganze EU für die darin versammelten, sich darin organisierten ökonomischen und politischen europäischen Eliten wirklich bedeutet, warum diese Eliten trotz der Krisen und riesigen Staatsdefizite trotzdem mit aller Macht an ihren Konstrukten festhalten.
    Dass die Kosten für alle diese Rettungsprogramme und Manöver von der großen Masse der Bevölkerung zu tragen sind, ist USUS aller europäischen Eliten, sowohl jener der "lockeren" Süd_Schiene als auch der der übrigen EU-Länder.
    Und wenn es diesen sich in EU, EURO-Zone organisierten Eliten erfolgreich gelingt, die Kosten dieser neuseten Krise mit Hilfe der willfähigen Politik in allen diesen EURO-Ländern auf die Masse der Menschen, d.h. vor allem die Steuerzahler und Bezieher staatlicher Leistungen oder Einkünfte, abzuladen, dann geht es eben weiter wie bisher, genau wie bei der vorangegangenen Banken-Krise. Warum auch nicht?
    EU, EURO-Zone, EURO nützen eben zu allererst den großen Kapitalbesitzern, den Banken, Konzernen sowie den Reichen und Superreichen, in ihrem Interesse wurde das alles erschaffen, um so noch schneller die Renditen des Kapitals zu erhöhen.
    Bisher hat das auch alles gut geklappt. Ob die Eliten in Griechenland, Spanien, Italien, oder in Deutschland, Frankreich, Niederlande und allen übrigen Ländern, sie alle profitierten gemeinsam, erhöhten überall ihren Reichtum und nicht zuletzt ihre Macht über die Arbeitnehmer.
    Der deutschen Elite gelang es so sogar, ein einstiges Hochlohnland mehr und mehr in ein Billiglohnland umzuwandeln.
    Und diese herrlichen Ergebnisse für die Eliten sollen wegen einer momentanen Zahlungsschwierigkeit einfach aufgegeben werden?
    Ist euch noch nicht aufgefallen, dass gerade auch die deutsche Exportwirtschaft ganz laut nach einer Rettung Griechenlands schreit, dazu natürlich auch gleich mit Herr Ackermann und Anhang?
    Und das bei solchen Kalibern unsere Mutti und ihr Kassenwartda ganz schnell klein bei geben und gehorchen, wen sollte das verwundern?
    Im Gegensatz zu vielen Kommentatoren hier haben sie verstanden worum es wirklich geht.
    Kommt alle schnell wieder runter von euren Weltuntergangsgelüsten, ihr könnt euch bei aller eigenen Hoffnungslosigkeit zumindest darauf verlassen, dass unsere Eliten diese Hoffnungslosigkeit keinesfalls teilen, noch weniger euren Fatalismus.
    Unsere Eliten wollen und werden in ihrem Interesse weitermachen - und zwar so lange wie sie niemand an ihren großen Werken hindert.
    Apokalyptiker, Fatalisten, Jeremiasse aller Art werden das aber keinesfalls sein - garantiert!

  1. L1pp3n5t1ft sagt:

    Das ganze ist doch nur noch ein Gedankenkonstrukt. Die ganzen Schulden die gemacht werden, können nicht mit Sicherheiten in irgendeiner Form gedeckt werden. Einfach nicht mehr möglich. Das ganze kommt mir doch sehr wie Fausts Erfindung des Papiergeldes vor...

  1. Geld entwickelt eigendynamiken die nicht immer gesteuert werden können. Das weiss natürlich auch der Geldadel. Denen ist es egal ob das geld verreckt, denn die haben sich mit realwerten abgedeckt. Und deswegen behaupte ich dass der Euro fälllt. Und mit der geldtitanic werden auch der kapitän und die steuermänner untergehen. Aber dies ist ja nur dummvieh. Genauso wie die soldaten als dummvieh verscheissert werden.

  1. Harald sagt:

    Blogger Paraguayintern hat gesagt...

    Schön, dass wenigstens du kapiert hast, worum es wirklich geht!
    Um dies ein wenig historisch zu illustrieren, denke nur mal an an die Währungsreform von von 1948, wer da die letztlich die Gewinner und wer die Verlieren waren, ebenso an den 1. Juli 1990!(DM Einführung in der DDR)
    Diese "durchblickerisch" vorgetragene "Sorge" um die vermeintliche "Stabiläität" des EUROS in so vielen Internet-Foren - einfach nur lächerlich!
    By the way: Angeblich "stabile" DM! Wie viel an REALER Kaufkraft büßte diese allein von 1960 - 2000 ein?????? Mal ehrlich nachforschen!

  1. Beobachter sagt:

    Jetzt hat Rockefeller die EZB an der Angel (anglo-saxon-mission) oder auch der Film "Firewall-Verteidigung des Nationalstaates" , geben da den richtigen Einblick was läuft und warum und wer dahinter steckt.


    Rechnet man mal alle produzierten Waren/Dienstleistung und Güter der Welt zusammen, wissen wir wieviel Geld beziehungsweise Schulden effektiv existieren-- der Rest sind die ungerechtfertigten Zinsen und Zinseszinsen, mit dem die Banken die Völker der Welt erpressen.(und die Luftnummern(Finanzkontrukte) der Banken, wie CDS, usw ; um vorzutäuschen, eine Deckung für die herausgegebenen Gelder zu besitzen) um letztendlich die gesamte Menschheit in der NWO zu versklaven.

    Eigentlich ist die Weltproduktiongemeinschaft in keiner Krise, die Krise wurde künstlich durch unverschämte Bankengewinne(Zinsen) erzeugt.
    "Das Kapital"-Marx.

    Wie war das doch mit den Farben der Pässe ?
    Blaue Pässe sind unabhängige Staaten,
    Rote Pässe die der abhängigen Staaten,
    usw. , wovon eigentlich ?
    Der Britischen Hochfinanz- Rockefellows !
    Die Deutschland auf ewige Zeiten zerstören wollen.

    Wenn die Währungsreform kommt, wird sie etwa 1/20zigstel vom Euro wert sein. Seit 2009 wird auf Hochtouren das neue Geld gedruckt/geprägt, Medwedjev hat ja auch schon mal eine neue Münze des Globo auf einem G-20 Treffen in die Kamera gehalten.

    Die Banken sollten mal gegenseitig die Zinsen rausrechnen und dem jeweiligem Staat 60% der Gewinne der letzten 70 Jahre auszahlen, weil an sie die Geld-Wertschöpfung abgetreten wurde. Einen Job den sie voll ausgenutzt haben und gegen das Volk verwendet haben und jetzt noch mit Hilfe der Regierungen um Faktor X erhöht haben.

    Wenn Staat-Hochfinanz und Multinationale Konzerne zusammen arbeiten gegen das Volk ist das FASCHISMUS.
    Hat nichts mit Rassismus oder Antisemitismus zu tun, das ist was ganz Anderes.

    Ihr Völker müsst euch nun entscheiden FREIHEIT ODER VERSKLAVUNG !


    Da rennen 120.000 und umzingeln ein Atomkraftwerk, hübsch, mit Kerzen und Händchen halten ! Och sagt man sich, das ist doch was Gutes , da mach ich mit,da sind ja auch keine Bullen, (ebend Mainstreamwerbung) nimm die Kinder und Picknickkorb mit, mal schauen…


    Außerdem sind bald Wahlen , und da will man am linken Ufer fischen (seht ihr die Grünen tun ja doch was!) , um den Zulauf zu den Linken und Piraten zu unterbinden.

    Das die Hedge-Fonds jetzt den Euro aufs Korn nehmen können ist doch letztendlich Schröder zu verdanken, durch die Deregulierung der Märkte . Der Grund weil La Fontaine den Hut genommen hat, weil er für eine strengere REGULIERUNG war.

    Und dann war da noch das Treffen mit Eichel, Schröder, Ackerman und Andere, wegen der HRE im Jahre 2003--- klar war alles ganz überraschend im Jahr 2008 ,

    http://www.capital.de/politik/:Dossier--Die-Lehman-Luege/100023953.html


    http://www.sueddeutsche.de/politik/363/485786/text/


    Wie sagt Volker Pispers doch so treffend :
    WENN DIE DEUTSCHEN WÜ?TEN ; WAS HIER LOS IST !
    WAS GLAUBEN SIE WAS DANN HIER LOS WÄRE ?

  1. Stanley sagt:

    Verfolgen wir mal kurz den blutroten Faden.

    - Wem schulden die Staaten Geld? Den Banken!

    - Wer erschafft das Geld aus Schulden? Die Banken! (Giralgeld)

    - Wem gehoeren die Banken? ***!

    - Wo ist das Problem? ***!

    - Wie loest man das Problem? Indem man *** aus dem System eliminiert! Sei es durch Gerichte, Tribunale oder 'spontanere' Loesungsansaetze. Danach sollte der Staat ein fuer alle mal als Souverain sein Geld schuldfrei selbst ausgeben. Giralgeld sollte durch 100% Einlagen abgedeckt werden.

    - Wer ist ***? Findet es selbst heraus! ;-)

  1. Ghostwriter sagt:

    @Harald
    WENN DIE DEUTSCHEN WÜ?TEN ; WAS HIER LOS IST !
    WAS GLAUBEN SIE WAS DANN HIER LOS WÄRE ?

    Sie würden vielleicht wieder mal sagen
    dass man ja eh nichts machen kann!

    Das so viele Menschen durch alle
    Schichten nicht merken was da gespielt wird,halte ich mitlerweile
    für unwahrscheinlich.

    Nur wissen können und nicht wissen
    wollen weil die Lüge ja noch so bequem ist,das sind zwei verschiedene Schuhe.

    Sind nicht doch Viele Profiteure
    von diesem System, weil sie für ihr Mitspielen fürstlich entlohnt werden und eigendlich selbst unproduktiv sind.

    Ohne das System wären manche (Tätigkeiten)überflüssig und könnten nicht auf so hohem materiellen Neveau leben.

    Der Rest ist erpressbar oder einfach nur naiv!




    sind.

  1. KPAX sagt:

    Ich muss auch ehrlich eingestehen :
    Wo ist der Crash ?
    Natürlich kracht ringsum alles zusammen,dass weiss ich,aber selbst habe ich bisher noch überhaupt nichts gespürt auch niemand aus meinem Bekanntenkreis nicht,das ist aber das Gefährliche daran,es wird alle bloß übertüncht und dann kommts immer dicker,wenn auch scheibchenweise das Ende kann nicht gut aussehen,denn die haben die Fallhöhe nur noch erhöht.

  1. Pflaster sagt:

    ihr finanzsystem ist unsichtbar und nicht direkt sichbar, aber dafür mussten sie in kauf nehmen, dass es auch so fragil wie glas ist.

    Ein winziger Kieselstein kann das ganze Kostrukt mit feinen Rissen durchziehen. Ein weitere Stein lässt das Kartenhaus in sich zusammenfallen.

  1. drdre sagt:

    Nach dem Harald uns jetzt allen die Meinung gegeigt hat, wollen wir uns doch wieder über Fakten unterhalten..
    Richtig ist doch dass schon mit dem Eintritt in die EU im Fall von Griechenland alle Politiker wussten in Brüssel, daß Griechenland die Kriterien nicht erfüllen würde und konnte. So hat man den Crash auf sich zukommen lassen, hätte ja auch gut gehen können.
    Richtig ist, das und Schröder und Steinbrück im Fall HRE nichts gemacht wurde, nein man hat auch noch Steuererleichterung für Gross Konzerne und Hedge Fonds geschaffen.
    Zum Wohle der Allgemeinheit??

    Und wenn man jetzt weiss , dass man die Karre in den Dreck gefahren hat, versucht man mit dem üblichen Löcherstopfen die Krise auszusitzen. Wie weiland Kohl.
    Nur sch... das wird wohl nix werden...

  1. Harald sagt:

    drdre hat gesagt...

    Welches Land hat überhaupt die vielbeschworenen "Kriterien" für einen EU-Beitritt jemals wirklich erfüllt?
    Etwa die baltischen Staaten?(welche übrigens heute noch bankrotter sind als Griechenland!!) Polen? CZ? Ungarn? Rumänien? Bulgarien?
    Oder gar 1990 die DDR? Oder etwa das heutige Deutschland?
    Warum also hätte sie Griechenland "um jeden Preis" erfüllen müssen?
    Alle EU-Erweiterungen waren immer vor allem politisch motiviert, die ökonomischen Sachverhalte hatten sich diesem Primat der Politik immer unterzuordnen.
    Das ganze offizielle Gedöns um die "Mogeleien" der Griechen ist an Heuchelei und Verlogenheit kaum noch zu überbieten.

  1. Beobachter sagt:

    @Harald

    "Unsere Eliten wollen und werden in ihrem Interesse weitermachen - und zwar so lange wie sie niemand an ihren großen Werken hindert."

    Da hast Du Recht auch dem anderem Erwähntem---nur, genau deswegen gibt es die blogger, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, was tatsächlich läuft; da die 4. Macht im Staate -die Mainstream Medien - ihrer Aufgabe nicht mehr ehrlich nachkommen, weil sie längst von den Parteien unterwandert bezw. sich diesen unterstellt haben/oder mit Geld der Industrie (Werbung)der Politik unterstellt wurden.

    Die Menschen beruhigen und einlullen ! alles OK Leute, wir haben alles im Griff !

    (Nur, Genau wie euch auch bald ! Wird nicht verraten !)

    Endgame !!!

    Mal eine Frage !
    Da Deutschland noch keinen Friedensvertrag hat und somit immer noch den Besatzern unterstellt ist; was passiert hier, wenn in Amerika das Kriegsrecht ausgerufen wird ?