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Bear Stearns Bank vor dem Zusammenbruch

Freitag, 14. März 2008 , von Freeman um 21:34

Die Bankenkrise geht weiter, oder fängt erst richtig an.

Nachdem bekannt wurde, das die fünfgrösste US-Investmentbank Bear Stearns kurz vor dem Aus ist und gerettet werden muss, findet ein Run auf die Bank statt und die Kunden ziehen ihr Geld in Panik raus.

Wegen dieser sehr schlechten Nachricht, fielen die Werte aller Finanztitel und damit auch der Börsen in Asien, den USA und Europa.

Bear Stearns befindet sich in einer bedrohlichen Schräglage. Innerhalb der letzten 24 Stunden haben sich die Liquiditätsprobleme der Bank signifikant verschlechtert. Die Fed New York und JP Morgan sind der wankenden Bank mit finanzieller Unterstützung zu Hilfe geeilt.

Nachdem die US-Bank am Montag noch Gerüchte zurückgewiesen hatte, sie würde keine Liquiditätsprobleme aufweisen, hat sie am Freitag nun bekannt gegeben, dass die Situation ernster ist als gedacht. Die Liquidität der Bank habe sich in den vergangene 24 Stunden "signifikant verschlechtert".

In einer Feuerwehrübung in letzter Minute, hat die JP Morgan Bank und die New Yorker Filiale der Fed, der wankenden Bank geholfen. Sie haben der Bank Gelder für einen Zeitraum von 28 Tagen zur Verfügung gestellt, um den finanziellen Engpass zu überwinden. Die Fed versicherte, weiterhin die nötige Liquidität bereitzustellen, um das Funktionieren des Finanzsystems sicherzustellen.

Bereits im vergangene Sommer haben zwei Hedge Funds von Bear Stearns, die schwer in Hypotheken-Fonds investiert waren, einen Verluste in Höhe von $1.6 Milliarden verursacht.

Den Todesstoss erhielt die Bank jetzt deswegen, weil über Bear Stearn, die Carlyle Capital Corp. hauptsächlich ihre Geschäfte abgewickelt hat, und jetzt ebenfalls vor dem Zusammenbruch steht, wie ich hier berichtet habe.

Es findet eine Kettenreaktion statt und ein Finanzinstitut reisst das nächste runter. Wir können uns darauf gefasst machen, das ähnliche Fälle demnächst auch europäische Banken treffen wird.

Die Zentralbanken werden irgendwann vor lauter gleichzeitigen Zusammenbrüchen, nicht mehr alle Banken retten können und überfordert sein.

Das ist der grosse Nachteil der Globalisierung

Früher haben die nationalen Grenzen die gleiche Funktion gehabt wie Feuertüren für Gebäude oder wasserdichte Schotte für Schiffe. Sie grenzen die Probleme ein, um die ganze Struktur nicht zu gefährden.

Die Globalisten haben die Feuertüren und Schotte rausgerissen, weil sie damit sich frei im Gebäude oder Schiff schnell bewegen konnten, und so lange kein Feuer oder Wassereinbruch stattfindet, ist alles in Ordnung.

Aber jetzt ist ein Brand entstanden und das Schiff nimmt Wasser auf. Damit brennt das ganze Gebäude Stockwerk für Stockwerk ab oder das Schiff sinkt und geht über den Bug unter.

Es gibt praktisch nichts was dieses Desaster aufhalten kann.

Die welche die Signale rechtszeitig erkannt und früh genug die Notausgänge gefunden haben oder die Rettungsboote aufsuchten, werden überleben.

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" Michael Gorbatschow.

insgesamt 26 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    Es saßen zwei Gestalten auf dem Donnerbalken und sie riefen nach Kloopapier (Dollar)

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werden die Menschen feststellen,
    dass man Geld nicht essen kann.“

    Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree

    Kauft nicht Gold sondern besser
    Saatgut.

  1. Anonym sagt:

    Wer ist eigendlich diese FED?

    Für alle die es noch nicht wissen!

    http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2007/nr36-vom-1092007/weltwaehrungssystem-dollarkrise/

  1. treuni sagt:

    ...es knallt an allen Ecken, Hubschrauber-Ben kann seine Flotten nicht so schnell starten-wie die Brände ausbrechen...
    Und mit jedem "Flug" eröffnen sich neue Hilferufe...
    Es wird eng, meine Damen und Herren, bitte anschnallen...
    Die kommende Woche wird hochinteressant, versprochen !
    @ Kommentar 1
    Saatgut habe ich schon letzten Sommer auf politblog.net geraten, und natürlich gekauft...
    Richtig gelegen !

  1. Anonym sagt:

    ja, ja, wieder ein Tag, an dem man uns Angst machen möchte;-)

    ja, ja, aber es ist nur Puppentheater;-)

    Also wirklich. Was kümmert es mich, wenn die Banken krachen gehen? Fragt mich einer, wie es mir geht? Hä? Die Banken können mich mal, auch alle, die mir mit einer Geldkrise Angst machen wollen.Ja, habt ihr sie noch alle. Steckt euch doch euer Geld in den Arsch oder sonstwohin, aber laßt mich in Ruhe scheißen!

    Habt ihr sie noch alle? Ihr seid wohl plötzlich akut verblödet?

  1. Toks sagt:

    mhm ja wer hier wohl verblödet ist?

    Nur weil du nicht in der Lage bist "komplexere" Zusammensänge zu begreifen und sie nicht auf dein Leben beziehen kannst, musst du noch lange nicht deinen geistigen Müll hier abladen.

    An alle anderen:

    Macht euch bewusst das alles Papier (Doller, Euro, Aktien, zinsbelastete Assests) gegenüber Rohstoffe, Edelmetalle (GOLD, SILBER!!!), Nahrungsmittel massiv abwerten wird. Grade wenn Heli-Ben die Schleusen der Fed weit öffnet und damit losinflationiert wird.

    Wir dürften vor massiven (weltweiten) Veräanderungen stehen.

  1. Anonym sagt:

    @ anonym 14. März 2008 23:48

    Alles ok bei dir? Kritik kann man auch sachlich formulieren... Ist dann effektiver!

  1. Anonym sagt:

    @all und freeman:

    Immer mit der Ruhe:

    Siehe:
    http://www.initiative.cc/Artikel/Ueberlebensregeln.pdf

  1. Anonym sagt:

    @1 - bei Saatgut aber bitte dran denken, keine von MONSANTO manipulierten Sorten zu erwischen, sonst wirds zwar eine Ernte geben, aber DIESES Korn läßt sich nicht vermehren ... man hat dann im 2.Jahr zwar grüne Halme, aber mit NULL Ertrag (zB Mais, Soja, Reis...)

    Kartoffeln hingegen sind (noch) ein Selbstläufer und machen satt und schmecken ;-)

  1. capote sagt:

    @14. März 2008 23:48
    Ich lege dir nahe den Film "Fabian gib mir die Welt plus fünf Prozent" anzusehen, dann würdest du auch auf sachlicher Ebene mitreden können.

  1. Anonym sagt:

    okay ich bin auch kein freund dieser panikmache vorallem habe ich kein geld was ich anlegen kann.
    Für alle die jetzt mehr als 1000€ auf der bank haben ist es schon praktisch darüber nachzudenken was passiert. ökonomisch denken ist immer gut. aber im ernst, ich sitze in wien und ich werde mir sicherlich nicht im keller irgendwelche vorratsdosen kaufen. österr. is aber sozial auch ganz anders als zB dtschl. die wirds glaub ich härter erwischen. schweiz sollte auch nicht so schlimm werden sind ja nicht bei der eu... (oder freeman?)

  1. Anonym sagt:

    "It's only the choice between fear and love!" - Bill Hiicks

    das leben ist wie eine fahrt in einem vergnügungspark. wenn ihr die fahrt beginnt und denkt es wäre die realität, dann ist unser gehirn problemlos in der lage es real erscheinen zu lassen.

    die fahrt geht hoch und runter, hin und her, mal nervenkitzel, mal kalter schauer, sie ist sehr hell und in farbe und es ist ziemlich laut und es macht spass - eine weile lang.

    einige, die schon lange auf dieser fahrt sind, beginnen sich zu fragen: "ist das echt, oder ist das nur eine fahrt?"

    andere erinnern sich, und sie kommen zu uns und sagen:

    "macht euch keine sorgen und habt NIEMALS ANGST, denn das ist nur eine fahrt."

    und wir bringen diese leute um.

    -----------------------------------

    laute zwischenstimme:

    "bringt ihn zum schweigen! ich hab in diese fahrt investiert!

    schaut euch meine sorgenfalten, mein dickes bankkonto und meine familie an,

    das muß echt sein"!


    ----------------------------------

    es ist nur eine fahrt. aber wir bringen die guten jungs um, die uns das sagen. wir lassen stattdessen die dämonen um uns herum amok laufen.

    aber das macht nichts, denn es ist nur eine fahrt, die wir jederzeit ändern können. es ist nur die wahl. kein aufwand, keine arbeit, kein job, keine ersparnisse. nur die wahl, hier und jetzt,

    zwischen ANGST und LIEBE

    die revolution ist jetzt


    die freiheit der wahl


    ein film über die eigene freiheit die letzendlich doch jeder hat trotz äußeren zwängen...

  1. Anonym sagt:

    "Auf der Suche nach dem Richtigen kann man viel Spaß mit dem Falschen haben" oder anders formuliert:
    Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden: "Wo kämen wir hin?" und niemand ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
    http://www.youtube.com/watch?v=sZl_50oHJTI

  1. Anonym sagt:

    Ich hätte eine Frage bezüglich der nationalen Grenzen, die früher als Sicherheit fungiert haben. Wie sahen diese Grenzen denn vorher aus? Gab es Gesetze, die soetwas verboten, oder wie kann ich mir das vorstellen?

    Vielen Dank für deine Antwort und schreibe weiter so informative Artikel, ich bin begeistert!

  1. Freeman sagt:

    Es geht doch nicht um Verbote, sondern früher waren die einzelnen Länder selbständig, atonom, die Wirtschaft war geschützt, hatten eine eigene Währung, Finanzpolitik und Regeln.

    Die Wirtschaft war auch nicht so verkettet, sondern jede Volkswirtschaft für sich. Wenn ein Land ein Finanzproblem hatte, dann blieb es dort eingegrenzt und sprang nicht rüber uns steckte andere Länder an.

    Aber die Weltverbecher, die Globalisten, die welche die Neue Weltordnung wollen, die welche als Ziel eine Weltregierung haben, wo alles eins ist und und es keine souveränen Länder mehr gibt, sie haben alle Grenzen und Schutzmechanismen zerstört, damit sie wie die Heuschrecken grenzenlos überall einfallen und plündern können.

    Dazu gehören alle EU-Politiker, wie früher Kohl, jetzt Merkel, Sarkozy, Brown und wie die Landesverräter alle heissen. Die EU ist die Vorstufe zu Weltunion.

    Jetzt wo wir wirtschaftlich zusammenhängen, es die globalisierte Welt gibt, keine Grenzen mehr, ist es so, wenn die USA eine Grippe hat, denn werden wir alle angesteckt und bekommen eine Lungenentzündung. Es gibt keine Mauer die uns schützt, keine Abwehr mehr vor einer Epidemie.

    Deshalb wird bei uns genau so alles passieren, ein Flächenbrand, nur mit etwas Zeitverzögerung.

  1. Gangarth sagt:

    Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn das ganze bisherige Finanzsystem in sich zusammenbricht. So bemerken dann endlich alle das der Kapitalismus gescheitert ist und wir können endlich ein neues System ausprobieren. Hoffentlich dann ein besseres, wo wir dann alle vorher begangenen Fehler der alten Systeme ausmerzen.

    Gruß
    Gangarth

  1. Anonym sagt:

    Kann der Mittelstand denn überhaupt aus einer Weltwirtschaftskrise wie sie uns bevorsteht profitieren?
    Ich denke es kann gerade für die Informierten die nicht an die beschönigenden Lügen der Medien glauben und die Möglichkeit haben vorzusorgen, für uns, Vorteile bieten. Vorteile die über Lebensmittellagerung hinausgehen.
    Denkt ihr wirklich, dass es richtig ist das System als Beobachter kollapieren zu lassen oder habt ihr Maßnahmen für einen persönlichen Vorteil getroffen?

  1. Anonym sagt:

    Gangarth`

    Auch die Stippenzieher möchten die
    Wirtschaft und die Finanzsysteme
    in ein Chaos stürzen um aus diesem Chaos gestärkt herauszutreten.
    Zuerst müssen (wollen) sie aber alle Realwerte (Bodenschätze,Nahrung,Grundstücke,
    Wasser, Immobilien usw.)
    durch ihr Kloopapier (selbstgedruckte Geldwährung) in
    ihren Besitz bringen.
    So denken sie, daß sie dann die Welt besitzen, um dann ihre Politik
    und Gesetze die zu einer Sklaverei
    führen durchzusetzen.
    Sie bedenken aber nicht daß wenn die Menschen merken daß alles nur gestohlen ist ihre Macht zu Ende
    ist.
    Natürlich wäre es ihnen am liebten wenn sie die absolute Gedankenkontrolle über die Menschheit hätten (Sie arbeiten hart daran)denn dann hätte die Menschheit keine Chance mehr zu
    reagieren und wären humanoide Robotersklaven.
    Sie werden dieses Ziel nie erreichen und darum früher oder später verlieren!

  1. Anonym sagt:

    @ 17:24

    Es ist sicher nicht schlecht, sich einen Vorrat an physischen Gold und Silber zuzulegen. Habe ich jedenfalls gemacht.

    Über Lebensmittelbevorratung und andere Maßnahmen werde ich nach den ersten fetten Bankenzusammenbrüchen bzw. Kollabieren des USD weiter nachdenken.

  1. Gangarth sagt:

    Es ist mir schon klar, dass auch die „Elitären“ versuchen werden daraus Profit zu schlagen. Aber muss es denen denn gelingen. Wenn Geld nihcts mehr Wert ist, können sie sich auch nicht mehr schützen und dann könnten schon die normalen Bürger die Gesetze machen. Wenigstens habe ich noch einen Glauben daran. Wie man mit solchen Leuten und deren Besitztümern umgeht ist eine ganz andere Frage. Ich glaube nicht, dass diese Personen um jeden Preis wollen, dass das jetzige Finanzsystem zusammenbricht. Das können sie nämlich auch anders erreichen. Einfach kein Geld mehr ins marode System stecken. Ohne funktionierendes Finanzsystem würde nämlich erstnal nicht mehr laufen, also auch keine Kriege usw. Vielleicht liege ich da auch falsch. Würde mich dann über eine Richtigstellung freuen.

    Gold als Wertanlage finde ich auch nicht wirklich gut, da man dieses nun mal weder essen kann noch hält es einen warm. Andere Tauschgegenstände werden da sicher mehr gefragt sein, sollte alles zusammenkrachen.

    Gruß
    Gangarth

  1. Anonym sagt:

    200 Milliarden für Bear Stearns.

    Der hochgelobte Freie Markt ohne
    Einmischung der Staats gildet
    nur für die kleinen Leute!

    Der Kapitalkommunismus in Reinform
    ist gerade im Liberalen Vorzeigeland USA sichtbar.

    Wasser predigen und Wein saufen
    und sich dabei wie ein Fähnchen im Wind drehen.

    Wenn die Leute jetzt immer noch nicht merken daß sie verarscht werden, dann ist ihnen nicht mehr zu helfen.

    http://www.radio-utopie.de/2008/03/16/200-mrd-dollar-fuer-bear-stearns/#more-645

  1. Mentalo sagt:

    MANAGER MAGAZIN: Die Dresdner Bank steht vor der Spaltung!

    So macht mir das Spaß, denn dummer weise bin ich bei der Dresdner Bank. Meine 1. Reaktion am Freitag: Gesamtes Guthaben abgehoben.

    O-Ton:
    ...Offen ist den Kreisen zufolge, wie lange die Marke "Dresdner Bank" überhaupt noch bestehen bleibt. So sei es denkbar, dass im Fall des Verkaufs der Firmenkundenbank das Privatkundengeschäft in die Allianz integriert werde.

    Nach einem möglichen Kauf der Postbank sei auch ein "unbelasteter" neuer Name möglich. Damit wäre dann das Ende der Dresdner Bank besiegelt, die 1872 in Dresden gegründet wurde...


    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,541499,00.html

  1. Anonym sagt:

    Es gibt Hoffnung,
    denn SIE brechen zusammen...

    http://video.google.com/videoplay?docid=-3704527408635856046&q=rockefeller+interview&total=202&start=0&num=10&so=0&type=search&plindex=2

  1. Infokrieger sagt:

    kannst du den link zu deinem video nochmal posten? das video ist nicht verfügbar auf googlevideo

  1. Freeman sagt:

    Funktioniert doch... manchmal hat Googlevideo ein Problem oder man muss die Seite aktualisieren, einfach Geduld habe und nochmal probieren.

  1. Anonym sagt:

    nochmal ;-)
    -------
    http://video.google.com/videoplay
    ?docid=-3704527408635856046
    &q=rockefeller+interview
    &total=202&start=0&num=10
    &so=0&type=search
    &plindex=2
    -------
    alles zusammensetzen

  1. Gerhard sagt:

    Angefangen mit Northern Rock und der IKB sind nun auch die USA betroffen. Zuerst waren es nur ein paar kleinere Unternehmen, die Subprime Hypotheken verkauft haben, nun trifft es eine renomierte US Investmentbank.

    Ich persönlich denke auch, dass dies erst der Anfang sein wird und bin sogar der Meinung, dass immense (unlösbare?) Probleme auf uns zukommen werden.
    Neben der finanziellen Vorsorge sollte man die persönliche Vorsorge für einen Krisenfall nicht zu kurz kommen lassen: http://www.krisenvorsorge.com/krisenratgeber/index.html