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Muss bei diesem knappen Ausgang nachgezählt werden?

Montag, 18. Mai 2009 , von Freeman um 10:25

Nur gerade 5504 Stimmen gaben den Ausschlag für ein Ja zum biometrischen Pass. Nun stellt sich die Frage, ob nachgezählt werden muss.

Es ist äusserst selten, dass Schweizer Abstimmungen derart knapp ausgehen. Seit der Gründung der modernen Eidgenossenschaft 1848 kam dies lediglich dreimal vor – das letzte Mal im November 2002, als das Volk die Asylinitiative der SVP mit einer hauchdünnen Mehrheit verwarf. Damals ergab sich am Abstimmungstag eine Differenz von 3422 Stimmen, worauf in mehreren Gemeinden nachgezählt werden musste – insbesondere dort, wo die Stimmzettel nicht gezählt, sondern gewogen wurden. Das Wägen erwies sich allerdings als unproblematisch. Dennoch veränderte sich das Resultat: Statt 3422 gaben am Ende 4208 Stimmen den Ausschlag zugunsten der Gegner.

Die Bundeskanzlei ging damals davon aus, dass sich das Ergebnis beim Nachzählen um bis zu 10'000 Stimmen verschieben kann. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass das Ja zum biometrischen Pass noch in ein Nein kippen könnte. Erst müssten die Gegner aber Stimmrechtsbeschwerden auf kantonaler Ebene erheben. Ob sie das tun ist bisher unklar, es müsste ein konkreter Verdachtsfall für eine Unregelmässigkeit auftauchen, sagen sie.

insgesamt 19 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    beim tagesanzeiger steht heute: "Und er schliesst sich der Forderung der Grünen an, es jedem Einzelnen freizustellen, ob er seine Fingerabdrücke in der zentralen Datenbank speichern lassen will oder nicht. Wer sie löschen lässt, würde im Gegenzug auf einen raschen Ersatz verzichten, wenn sein Pass verloren oder vergessen geht."

    kann mir das jemand erklären? ist damit das löschen des rfid chips auf dem pass gemeint? und was noch wichtiger ist. ist ein biometrischer pass noch gültig, wenn der rfid chip defekt ist (was bei regelmässiger nutzung ziemlich schnell der fall sein dürfte..)? wenn ja, was bringt mir denn der sch**** bio-pass betreffend sicherheitsaspekten (fälschungssicherer), wenn dann alle gefälschten biometrische pässe einfach mit defektem rfid chip im umlauf sind?!?!

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Biometrischer-Pass-Muss-nachgezaehlt-werden/story/19522111

  1. Anonym sagt:

    Was bedeutet das die Stimmen wurden "gewogen"?!

  1. Anonym sagt:

    Ja was wohl? Man wiegt einen Stimmzettel. Dann wiegt man einen Stapel und weiss wieviele das sind. Einfaches dividieren. Dadurch muss man sie nicht zählen und es geht schneller dadurch.

  1. JP sagt:

    coole sache, werd also demnächst auf meinen stimmzettel irgendetwas draufkleben damit die stimme mehr als einmal zählt oder wie?!

    gibt dem ausspruch einige Stimmen haben "mehr Gewicht" eine ganz andere Bedeutung ;)

  1. Anonym sagt:

    Es ist ein Witz! Diese knappen Abstimmungsresultate erinnern mich immer wieder an die Bush-Wahl in Florida. Glaubt ihr eigentlich, dass die Abstimmungen in der Schweiz sauber sind - in diesem SauBären Land???!!!

    MadChengi - Pingpongkungfu!

  1. Anonym sagt:

    Ja sie wiegen deine stimme,wieviel Gewicht denn deine Stimme so hat.
    Die Stimme wird grundsätzlich am wert des gläsernen Bürgers gemessen.
    Ein sozialempfänger zum beispiel hat keine so schwere stimme wie die eines
    Notars.Liegt doch auf der Hand oder?
    Das ganze hat den vorteil dass das lästige zählen wegfällt was in ihren Augen so wie so ungenau ist.
    Und diese methode hat auch noch den vorteil dass manch ungewünschte Stimme wie ein Echo in den schweizer Alpen verloren geht.
    Und das kann unter umständen Lawinen auslösen.

  1. Anonym sagt:

    Soweit ich weiß, ist der Pass auch gültig wenn der Chip defekt ist. Zur Sicherheit kann man ihn ja manuell zerstören mittels EMP (Einwegfotoapparat und kleine Spule, "RFID Zapper") Aber schon bei Abgabe des Fingerabdrucks kann man schummeln, indem man sich einfach den Fingerabdruck von Schäuble auf den Finger klebt. Das ist in D noch nicht mal illegal

  1. Anonym sagt:

    Falls in der Schweiz geschummelt würde, wären wird dann nicht längst schon in der EU?

  1. Stephan sagt:

    Zitat (18. Mai 2009 09:44) aus den Kommentaren zu "Ganz knappes ja zum biometrischen Pass":

    Ich suche noch fieberhaft im Internet, wo Fulvio Pelli am 17.5.2009 war. Falls jemand weitere Informationen diesbezüglich hat bitte hier posten. Die Agenda auf seiner Internetseite jedenfalls sagt nicht sehr viel aus: Agenda von Fulvio PelliDurch die Bücher von Jean Ziegler weiß ich, dass die FDP (Freisinnig Demokratische Partei) besonders viele mächtige Menschen "beherbergt". Von daher wäre es kein Wunder, wenn Pelli in Griechenland dabei gewesen wäre.

    Zum Verlauf des Abstimmungsergebnisses von Anonym (aus dem gleichen obigen Artikel: 17. Mai 2009 17:13):

    Wann hatten denn die Wahllokale geschlossen?
    Gab es noch während der Wahl schon Prognosen?
    Betraf die Änderung der Prognosen jeweils einen ganzen Kanton oder ging das einfach nach Uhrzeit?

    Erstaunlich ist, dass sich das Ergebnis am Ende noch einmal um gut 12 Prozent veränderte, obwohl es vorher nur Änderungen von maximal 3,8 Prozent gab.
    Für diese große Änderung benötigte es auch sehr viele Stimmen, weil die Gesamtzahl der ausgewerteten Stimmen auch ständig wuchs.
    D.h. diese letzte Änderung in der Liste auf 50,1 Prozent mußte entweder aus einem sehr großen Kanton (?) mit sehr vielen Ja-Stimmen oder aus einem Kanton (?)mit einem sehr starken Unterschied von Ja zu Nein (z.B. 90% Ja, 10% Nein) stammen.

  1. mhhh, sehr verdächtig die ganze Sache, kann leider keiner nachprüfen ob alle NEIN Stimmen gezählt oder vernichtet wurden.

    Wo entsorgen die eigentlich ihren Müll?^^

  1. Anonym sagt:

    Ob der RFID-Chip nun hinterher vom Besitzer zerstört wird oder nicht spielt eigentlich nur noch die zweite Rolle.

    Das wichtigstes ist, dass man seine biometrischen Daten von vorn herein nicht abgeben muss, denn die können sonst irgendwann in die USA oder sonstwo in eine Bevölkerungsdatenbank gelangen. Vielleicht gelangen sie auch in die Hände von Konzernen. Die Möglichkeiten sind unendlich.

    Also am besten Gesichts-Scanning, Fingerabdruckabgabe usw. aus dem Weg gehen.

  1. Anonym sagt:

    Was jammert ihr noch über diese Abstimmung, es ist möglich, das die ein bisschen nachgeholfen haben, ich traue es dieser Bande jedenfalls zu, es ist doch schon zum vornherein beschlossene Sache, wie es mit der Schweiz weitergeht. Vielleicht als nächstes, muss der Schweizer nach dem WK sein Gewehr abgeben?
    Noch etwas, wer nach Brasilien auswandern will, zum erhalten des permanent Ausweis werden seine Fingerabdrücke verlangt. Nur für diejenigen, die nach Brasilien auswandern wollen um der Fingerabdrücke zu entgehen.

  1. Anonym sagt:

    "Erstaunlich ist, dass sich das Ergebnis am Ende noch einmal um gut 12 Prozent veränderte, obwohl es vorher nur Änderungen von maximal 3,8 Prozent gab.
    Für diese große Änderung benötigte es auch sehr viele Stimmen, weil die Gesamtzahl der ausgewerteten Stimmen auch ständig wuchs.
    D.h. diese letzte Änderung in der Liste auf 50,1 Prozent mußte entweder aus einem sehr großen Kanton (?) mit sehr vielen Ja-Stimmen oder aus einem Kanton (?)mit einem sehr starken Unterschied von Ja zu Nein (z.B. 90% Ja, 10% Nein) stammen."

    spricht eher gegen eine manipulation, weil angesichts des knappen ergebnisses das ausmaß der nötigen stimmverschiebungen nicht gut vorauszusehen war.

    überhaupt sind so knappe ergebnisse eher das resultat von schlamperei. wenn man abstimmungen manipuliert, geht man ja wohl auf nummer sicher, und nicht auf nummer "vielleicht klappts ja". und da die umfragen im vorfeld eine erhebliche ungenauigkeit haben, MUSS man als wahlfälscher es so hindrehen, daß man sicher 5-10% der GESAMTmöglichen stimmen manipuliert. einfach weil man faktoren wie das wetter nicht vorausberechnen kann. das würde aber in diesem fall bedeuten, daß eine manipulation rund 20% aller abgegebenen stimmen hätte betreffen müssen, um auf jheden fall erfolgreich zu sein!

    jetzt haben wir die große debatte, aber wenn man 51:49% hätte zusammenfälschen können, wären z.b. 58:42% durchaus auch drin gewesen. bei einem solchen ergebnis hätte es weder nachzählungen gegeben noch signifikante öffentliche zweifel.

    mit "abwägen" ist hier gar nichts zu wollen. was für ein unfug; wer hat sich das bitte ausgedacht? es sind ja teilweise wenige (ein dutzend oder so) stimmzettel die den ausschlag geben, so genau kann man kaum wiegen!

    da muß manuell nachgezählt werden.

    mehrmals.

    alle freiheitsliebenden eidgenossen sind also dringend aufgefordert, druck zu machen, denn 3 wochen presse lassen sich aus dem thema locker herausholen.

    wenn man schon im vorfeld keine anständige öffentliche diksussion hinbekam, dann ist hier die chance, das wieder zurechtzurücken. und wenn die schlampereien bei der auszählung zu groß sind, wird man eine neuabstimmung erzwingen müssen - und da wird der vorschlag hoffentlich abgelehnt...

  1. Che sagt:

    Ich schliesse mich hier einigen in der Aussage an: Das Ergebnis stand vorher fest, eine Farce das ganze ! Es gibt keine freien Wahlen, wenn viele in der Opposition sind (70-80%, oder gar95%) dann gewinnt man ebend mit einer ganz knappen Mehrheit.
    Die lassen sich doch nicht vom Volk bremsen, seit 2001 läuft (fast)alles nach Plan-Thinktank.

    Vertragen RFID-Pässe Neodyme ?
    Wenn nicht, alle Nase lang hingehen und sagen, das Du einen neuen schicken RFID-Pass willst, weil der komischerweise immer kaputt geht.

  1. Anonym sagt:

    Alleine im Kanton Zürich waren es 13127 mehr Ja- als Nein-Stimmen.(Wobei zu berücksichtigen ist, dass der Kanton Zürich der bevölkerungsreichste Stand ist, und dass andere Kantone, in Prozenten ausgedrückt, eindeutiger zugestimmt haben als die Zürcher.)
    Also ohne den Kanton Zürich wäre das Referendum gegen die "Chip-Pässe" glatt durchgekommen....Naja, ihr lieben Zürcher....

  1. Anonym sagt:

    Das Ergebnis einer manipulierten Abstimmung wäre ja doppelt, erstens das Resultat an und für sich und Zweitens denkt jeder das seine Mitbürger blöd sind und er alleine dasteht.Habt ihr das schon mal so überlegt? Wenn manipuliert wurde (Was ich persönlich so denke und empfinde) ist das schon schlimm genug. Wenn wir da raus wollen und die Wahrheit ans Licht soll dürfen wir nicht denken die andernen hätten dafür gestimmt und wären blöde. Das ist die doppelte Manipulation die uns nicht zu einer geballten Einheit werden lässt. Ich wünsch uns viel Licht um deren dunkle Machenschaften aufzudecken und abzustellen.

  1. Anonym sagt:

    @ newsletter@freiheitskampagne.ch


    Aus aktuellem Anlass machen wir Sie auf folgende Aktion aufmerksam:


    Stimmrechtsbeschwerde gegen die Abstimmung über die biometrischen Pässe19.05.09 - Geistige Landesverteidigung
    http://www.geistige-landesverteidigung.chNeuauszählung der Abstimmungsergebnisse Biometrie19.05.09 - Facebook.com
    http://www.facebook.com/group.php?gid=95967583372Wer etwas unternehmen will, muss es HEUTE noch tun. Es liegt jetzt an jeder Bürgerin und jedem Bürger, selber Initiative zu ergreifen und nicht zu warten, ob vielleicht andere etwas tun.

  1. Che sagt:

    @19. Mai 2009 13:51

    Stimmt, das ist ein ganz wichtiger Faktor !

    Manchmal denke ich , das die geheimen Wahlen, nur von Nutzen für die Veranstalter sind. Vielleicht sollte man sich mit T-shirts, Cappy's, ganz offen zu erkennen geben, weg mit der Angst !!!