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Israel erlaubt Ägypten Truppenstationierung im Sinai

von Freeman am Montag, 31. Januar 2011 , unter , , | Kommentare (8)



Laut israelischen Offiziellen haben sie einer Stationierung von ägyptischen Soldaten auf der Sinai-Halbinsel zum ersten Mal seit Unterzeichnung des Friedensvertrages vor 30 Jahren zugestimmt. Der Grund seien die andauernden Protestaktionen welche das ägyptische Regime gefährden. 800 Soldaten sollen in den Sinai verlegt werden, ägyptisches Gebiet, welches bisher entmilitarisierte war. Israel ist über seine Südgrenze besorgt und die Palästinenser könnten die Ereignisse in Ägypten nutzen, um Waffen rein zu schmuggeln, meinen sie. Die ägyptischen Soldaten sollen das verhindern.

Der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten beinhaltet damals die Klausel, Israel räumt den Sinai, den sie durch den Krieg erobert hatten, dafür stationiert Ägypten keine Truppen dort. Das jetzt Israel so schnell doch ägyptische Truppen erlaubt, ist ein Zeichen, wie besorgt sie über einen Sturz ihres befreundeten Diktators sind.

Der israelische Präsident Shimon Peres bestätigte mittlerweile die positive Einstellung des Landes gegenüber Mubarak und sagte: “Wir haben bisher und haben immer noch einen hohen Respekt“ für Mubarak. „Ich sage nicht, er hat alles richtig gemacht, aber er hat eines gemacht, für das wir ihn alle danken: Er hat den Frieden im Nahen Osten erhalten,“ sagte Peres am Montag.

Was Israel unter Frieden versteht, ist aber nicht was man sonst darunter meint. Es ist die Friedhofsruhe mit tausenden palästinen- sischen Gräbern und einer entrechteten Bevölkerung, die im grössten Freiluftgefängnis der Welt dahinvegetiert.

Eine Kugel in den Rücken durch Uncle Sam

Israelische Zeitungskommentatoren drücken ihren Unmut über die Vorgehensweise von Washington gegenüber Mubarak deutlicher aus und nennen es ganz offen Verrat. Aviad Pohoryles der Zeitung Maariv schrieb einen Artikel mit der Überschrift: „Eine Kugel in den Rücken durch Uncle Sam“. Darin beschuldigt er Barack Obama und Hillary Clinton, sie würden eine naive, selbstgefällige und engstirnige Diplomatie, ohne Beachtung der Risiken, betreiben.

Wer berät die eigentlich?“ fragte er, „der Mob auf den Strassen von Ägypten? Wie kann man den Kopf der Person verlangen, der vor fünf Minuten noch ihr bester Alliierter war ... und fast die einzige zurechnungsfähige Stimme im Nahen Osten?

Und Ari Shavit sagte in der Haarez, Obama hat einen „moderaten ägyptischen Präsidenten, der loyal zu den Vereinigten Staaten steht,“ verraten, „der Stabilität und Zurückhaltung fördert.

Um die arabische Bevölkerungsmeinung zu gewinnen, riskiere Obama den Status der Supermacht und eines verlässlichen Alliierten, meint er.

In ganz Asien, Afrika und Südamerika sehen die Staatsführer, was zwischen Washington und Kairo abläuft. Jeder versteht die Botschaft: Amerikas Wort ist wertlos ... Amerika hat sie nicht mehr alle.

Wie ich schon in meinem vorhergehenden Artikel berichtet habe, Israel ist in Panik über was in Ägypten passiert und will den Status Quo der Diktatur erhalten, egal ob die ägyptische Bevölkerung einen demokratischen Wandel wünscht. Die angebliche "einzige Demokratie" im Nahen Osten will keine Demokratie bei den Nachbarn. Ist ja auch klar warum, mit Diktatoren lässt es sich besser Vereinbarungen treffen, die das Volk nicht will.

Aber Israel muss sich da keine Sorgen machen. Washington ist ja nicht dumm, sondern sie ziehen eine Show ab, um den Anschein auch gegenüber ihren eigenen Leuten zu wahren. Die Verhandlungen zwischen Pentagon und der ägyptischen Armee laufen auf Hochtouren. Sie haben ihnen nicht umsonst Milliarden an Militärhilfe gegeben. Wahrscheinlich wird gerade bestimmt, wer der Nachfolger von Mubarak sein soll, damit das ägyptische Volk beruhigt ist. Die hörige Machtstruktur soll die gleiche bleiben.

Ob die Ägypter das durchschauen und akzeptieren, ist eine andere Frage. Was man bisher beobachten kann, werden sie sich nicht abspeisen lassen.

Folgendes Video zeigt den neuen Stolz der Ägypter auf ihr Land und die Solidarität untereinander. Das Motto lautet: "Ägypten sauber halten!"

Israel warnt davor Mubarak fallen zu lassen

von Freeman am , unter , , | Kommentare (34)



Die israelische Regierung hat die Vereinigten Staaten und eine Reihe von europäischen Länder dazu aufgerufen, ihre Kritik an Hosni Mubarak einzuschränken, um die Stabilität in der Region nicht zu gefährden. Es wäre im Interesse des Westens das Regime aufrecht zu erhalten.

Diese Warnung kam, nach dem einige westliche Politiker die Absetzung von Mubarak unterstützen. So sagte zum Beispiel Obama am Sonntag, die USA wünschen einen friedlichen Machtwechsel, was auf eine Abkehr von Mubarak hinweist, ohne es ausdrücklich zu sagen.

Die Warnung Israels zeigt, sie haben kein Interesse daran, dass in Ägypten die Diktatur verschwindet und demokratische Verhältnisse einkehren, sondern wollen ihren kooperativen „Freund“ weiter an der Macht sehen.

Am Samstagabend hat das israelische Aussenministerium ihren Botschaften in den USA, China, Russland und in einigen europäischen Ländern den Auftrag gegeben, sie sollen die Wichtigkeit der Stabilität von Ägypten betonen. In einer speziellen Depesche wurden die Botschafter angewiesen, diese Warnung so schnell wie möglich an die Regierungen weiterzuleiten.

Die Amerikaner und Europäer werden durch die öffentliche Meinung beeinflusst und denken nicht an ihre echten Interessen,“ sagte ein israelischer Offizieller. „Auch wenn sie kritisch gegenüber Mubarak sind, müssen sie ihren Freunden das Gefühl geben, sie sind nicht alleine. Jordanien und Saudi Arabien sehen die Reaktionen im Westen, wie alle Mubarak fallen lassen, und das wird ernste Konsequenzen haben.

Netnajahu hat bei einer Kabinettssitzung am Sonntag bereits seine Bedenken ausgedrückt und gesagt, seine Regierung mache sich grosse Sorgen über was in Ägypten passiert.

Wir beobachten die Ereignisse in Ägypten und in der Region sehr genau und unternehmen Schritte um die Sicherheit und Stabilität zu erhalten.

In Israel scheint richtig Panik zu herrschen und sie waren offensichtlich nicht auf die Proteste der ägyptischen Bevölkerung vorbereitet. In der Jerusalem Post erschien sogar ein Artikel mit der Überschrift:

Die Krise in Ägypten ist die schlimmste Katastrophe seit der iranischen Revolution

Darin steht, die Begeisterung im Westen beruht auf der Tatsache, die Demonstranten sind führerlos und spontan, die Proteste kommen aus dem Volk. Aber das wäre genau die Situation, wo jemand mit Führungsqualität und guter Organisation, der weiss was er will, übernehmen könnte, schreibt die JP.

Die Experten und Medien im Westen sind zu optimistisch, schreiben sie, so wie sie damals gegenüber dem Iran waren. Wunschdenken würde eine seriöse Analyse ersetzen. Der Ausgang könnte sein, ein islamisches Ägypten, wenn nicht jetzt dann in einigen Jahren.

Ist klar, mit diesem Schreckgespenst versucht Israel den Westen zu überzeugen, ja nicht einen demokratischen Wechsel mit unbestimmten Ausgang zuzulassen und das bisherige für sie gut funktionierende Arrangement mit den arabischen Diktatoren, und speziell mit ihrem Kollaborateur Mubarak, aufrechtzuerhalten.

JP schreibt, sogar El Baradei sagt, wenn er Präsident wird, würde er die Hamas als Führung des Gaza anerkennen und alle Sanktionen gegen sie beenden.

Dabei hat sich die in Frage kommende Gruppe die Israel meint, die Muslimbruderschaft, sich in der Vergangenheit nicht an Gewalttätigkeit oder Terrorismus innerhalb Ägyptens beteiligt. Die JP schreibt dazu, der Grund dafür wäre nur, weil das Regime in Ägypten ihre Führung zermalmt hat, sie ins Gefängnis gesteckt, gefoltert und sogar exekutiert hat.

Eine neue demokratischere Regierung in Ägypten, die schwächer wäre, würde das nicht machen können und die politischen Aktivitäten und Ausbreitung der Muslimbruderschaft erlauben müssen. Das darf nicht sein.

Proteste auch in Saudi Arabien

von Freeman am Sonntag, 30. Januar 2011 , unter , | Kommentare (27)



Sollte sich der Aufstand wirklich auch auf Saudi Arabien ausbreiten, dann bricht das diktatorische Kartenhaus des Westens völlig zusammen. Das saudische Köningshaus ist nur durch die USA seit 40 Jahren an der Macht. Das war der Deal, den die Amerikaner mit ihnen abgeschlossen haben: "Haltet den Ölpreis stabil, gebt unseren Ölkonzernen das Monopol, verkauft das Öl nur gegen Dollars und recycled die Dollars in dem ihr unsere Staatsschulden kauft, dann sorgen wir für euren Schutz," gegen die Bevölkerung.

Wie eng die Beziehungen der saudischen Regierung auch zu Israel sind, zeigen die von Wikileaks veröffentlichen diplomatischen Depeschen. Dort steht, zusätzlich zu den vertraulichen Gesprächen zwischen beiden Regierungen kam auch zu Tage, dass der Chef des Mossad, Meir Dagan, damit beauftragt wurde, geheime Gespräche mit Saudi Arabien zu führen. Es ging um die Überflugrechte für den Angriff auf den Iran und sogar den Aufbau einer geheimen Militärbasis auf saudischen Territorium.

Hier Aufnahmen einer Demo aus Jeddah:



Die Scheichs haben offensichtlich grosse Angst vor der Bevölkerung, denn aus Kuwait wird berichtet, die Regierung hat verkündet, sie wird jedem Bürger 3'500 Dollar pro Monat und Gratisessen für ein Jahr geben, um sie ruhig zu halten.

Warum der Westen im Nahen Osten alles falsch macht

von Freeman am , unter , , | Kommentare (10)



Die Regierungen des Westens haben in den letzten Jahrzehnten diktatorische Regime in der arabischen Welt gestützt und am Leben erhalten, welche die eigene Bevölkerung unterdrückt und alle Formen der Demokratie verhindert haben. Mit den Aufständen die in Tunesien begannen, jetzt in Ägypten fortgesetzt werden und auch auf Jordanien, Saudi Arabien und Jemen überschwappen können, sind Washington, Paris, London und Berlin in der Zwickmühle, weil sie aufs falsche Pferd gesetzt haben.

Jetzt müssen sie einerseits ihre Alliierten und Partner an der Macht halten, andererseits müssen sie so tun, wie wenn sie die Freiheits- wünsche der Bevölkerung unterstützen und geben ihre heuchlerischen Sprüche ab. Sie wissen nicht, ob sie hinter Mubarak oder hinter der ägyptischen Bevölkerung stehen sollen. Zur Erinnerung, der Westen hat ja auch den Schah unterstützt, bevor er im Iran vom Volk gestürzt wurde. Warum haben sie das gemacht und dabei die von ihnen immer propagierten Menschrechte verraten? Warum stehen sie immer auf der falschen Seite?

Es ist ganz klar warum, weil die Aussenpolitik des Westens und speziell von Amerika, was den Nahen Osten betrifft, nur den Interessen Israels dient, ausschliesslich. Egal wie viel Unrecht in den arabischen Staaten damit schon seit 60 Jahren verursacht wird, nur was Israel will bestimmt die Politik des Westens. Eigentlich hätten sie ihre Aussenministerien direkt nach Tel Aviv auslagern können, denn dort wird gesagt wo es lang geht. Sie haben dadurch Despoten an der Macht gehalten, die mit Israel zusammenarbeiten und das eigene Volk unterdrücken und verraten. Nur, diese Politik rächt sich jetzt und sie wissen nicht was sie tun sollen. Deshalb dieses vorsichtige Taktieren und halbherzige Herumeiern.

Man kann aber die Wünsche und Rechte der Bevölkerung nicht ewig mit Repressalien unter dem Deckel halten. Jetzt kocht der Topf über und die Menschen drücken ihren Unmut auf der Strasse aus, verlangen nach Reformen und lassen sich nicht mehr den Mund verbieten. Die Ägypter haben es satt, seit 30 Jahren mit Mubarak unter Armut, Arbeitslosigkeit, Zensur und Unterdrückung zu leben. Der beste Freund des Westens und Israels muss gehen.

Die Lüge der Despoten, entweder unterstützt ihr uns weiter oder es kommen die Islamisten an die Macht, zieht nicht mehr. Diese Möglichkeit besteht gar nicht, denn die Religiösen sind eine politische Minderheit, wurden brutalst verfolgt und sind nur minimal vorhanden. Die Revolution in Tunesien und in Ägypten werden vom ganzen Spektrum der Bevölkerung getragen und hat mit dem Islam nichts zu tun, sondern mit dem Wunsch nach Freiheit.

Man merkt an den Reaktion der Politiker und den hörigen Medien, wie sie sich jetzt laufend Sorgen um Israel machen, was denn der Wandel in den arabischen Ländern für Israel bedeutet. Sie müssen nach Aussen so tun, wie wenn die demokratischen Bestrebungen, Absetzung der Diktatoren und Wahl einer neuen demokratischen Regierung etwas gutes ist und sie es befürworten. Gleichzeitig verschwinden aber damit die pro-israelischen Regime, was ihre bisherige Aussenpolitik in einem Scherbenhaufen verwandelt.

Es wurde zum Beispiel gemeldet, der Chef des ägyptischen Geheim- dienstes traf sich fast jede Woche mit seinem israelischen Gegenpart und sie besprachen, wie sie gemeinsam gegen die Palästinenser vorgehen können. Ohne der aktiven Mithilfe Ägyptens, konnte die Blockadepolitik Israels gegen Gaza gar nicht aufrecht erhalten werden. Die von Wikileaks veröffentlichen Diplomatendepeschen haben auch gezeigt, Ägypten wurde vorher über den Angriff und der Bombardierung des Gaza informiert, wie man die Hamas damit vernichten kann und wie die pro-israelische Verräter der Autonomiebehörde dann an die Macht kommen, was ihnen aber nicht gelang.

Der Geheimdienstchef Omar Suleiman wurde von Mubarak zum Vizepräsidenten ernannt. Ausgerechnet ihn, der mit den Amerikanern das ganze Rendition- und Folterprogramm durchgeführt hat. Er stellte die Geheimgefängnisse zur Verfügung, in denen die von der CIA entführten „Verdächtigen“ hingebracht und gemartert wurden. Er sorgte für die „Geständnisse“, bevor die Gefangenen dann den Amerikanern zurückgegeben und nach Guantanamo verfrachtet wurden. Aber Suleiman ist nicht nur derjenige, der für Washington die Drecksarbeit macht, sondern er ist wegen seiner Englischkenntnisse, der Verbindungsmann für alle „speziellen Beziehungen“ zwischen Kairo und dem Weissen Haus.

Die Aussenpolitik des Westens im Nahen Osten ist völlig gescheitert und die Menschen in den arabischen Ländern wissen genau, wem sie die jahrzehntelange Unterdrückung durch Diktatoren zu verdanken haben und auch warum. Die Politiker des Westens sind als doppelzüngige Heuchler entlarvt worden, die Despoten stützen, solange sie das machen was den Interessen Israels dient, egal ob darunter die Bevölkerung leidet. Aber damit ist jetzt Schluss. Der beste Fluchtort für Mubarak und seiner ganzen Drecksbande ist nicht Saudi Arabien, sondern Israel, dort ist er als ihr langjähriger Freund sicher herzlich willkommen.

Israel kann nur existieren, wenn rundherum Diktaturen sind, die so tun wie wenn sie Feinde wären, dabei voll kooperieren. Damit kann man den Militärapparat und jede Aggression gegenüber den Palästinensern rechtfertigen und auch durchsetzen. Arabische Staaten die demokratisch sind, vom Willen der Bevölkerung getragen werden und ihre Souveränität zurückgewinnen, sind aus Sicht Israels das schlimmste was ihnen passieren kann. Dann verschwindet die Ausrede und Rolle als armes Opfer, die sie so dringend benötigen.

Warum soll Netanjahu sonst als erste Reaktion am Sonntag gesagt haben, "Israel beobachtet sorgenvoll" die Entwiklung in Ägypten und laut Beobachtern laufen seine ganzen Minister rum wie aufgescheuchte Hühner, weil sich die ganze Lage plötzlich ändert. Mich würde es nicht wundern wenn Israel die Ereignisse als Grund nimmt, um in Gaza oder in den Sinai aus "Sicherheitsgründen" einzumarschieren.

Foto des Tages - Demonstraten tragen einen ägyptischen Offizier im Rang eines Majors auf den Schultern, der ihre Forderungen lautstark unterstützt:

Studentenproteste in Grossbritannien gehen weiter

von Freeman am , unter , | Kommentare (1)



Zehntausende Studenten gingen am Samstag in London und anderen britischen Städten auf die Strasse, um gegen die massive Erhöhung der Studiengebühren weiter zu protestieren. Die Studenten sagen NEIN zu den 9'000 Pfund an Kosten pro Jahr die sie nicht zahlen können oder die ihre völlig Verschuldung durch das Studium verursachen:



In Manchester stürmten die Studenten durch die Stadt und die Polizei konnte sie nicht aufhalten und waren hilflos:

Obama gibt Mubarak Ratschläge die er selber nicht hält

von Freeman am , unter , , | Kommentare (9)



In seiner Rede vom 28.1. über die Situation in Ägypten, hat Obama auf demokratische Prizipien und Rechte der Meinungsäusserung hingewiesen und Mubarak aufgefordert sie einzuhalten, die er selber in den USA nicht einhält und es nicht gibt.

Genau so verhält es sich mit der Internet-Zensur. Sobald es gegen die US-Regierung geht, wird das Internet zensiert und Webseiten wie Wikileaks blockiert. Leute welche für Transparents sorgen und Dokumente veröffentlichen, werden verhaftet und mit dem Tode bedroht. Gleichzeitig fordert man aber Mubarak auf nicht das selbe zu tun und die Internet-Zensur aufzuheben.

Folgendes Video zeigt was diese Marionette in Weissen Haus sagt und wie es wirklich ist:



Oder die selben Leute die vorher gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan sich auflehnten, damals als Freiheitskämpfer bezeichnet wurden und Ehrengäste im Weissen Haus waren, werden jetzt wo die USA der Besatzer in Afghanistan ist, als böse Terroristen verfolgt und getötet.

Wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe. Oder, tu das was ich sage und nicht das was ich mache. Oder, Gesetze gelten nur für andere, nicht für uns.

Die US-Regierung darf die Freiheitsrechte einschränken, Leute verfolgen, einsperren und sie foltern, andere Länder überfallen und Kriege führen. Sie meint sich an kein Gesetz halten zu müssen. Aber gleichzeitig gibt sie anderen Ländern laufend Lektionen wie sie sich verhalten sollen. Wie glaubwürdig ist das denn?

Diese Doppelmoral und Heuchelei ist zum kotzen.

Obama, shut the fuck up, you are full of shit!

Die Revolution des ägyptischen Volkes:

Live aus Stuttgart - K21 Demo

von Freeman am Samstag, 29. Januar 2011 , unter , | Kommentare (3)



Heute Grossdemonstration der Befürworter des alternativen Konzeptes “Kopfbahnhof 21″ (K21), die um 14 Uhr vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof mit einer Kundgebung beginnt:








Live video chat by Ustream

Hallo du passiver Kollaborateur

von Freeman am , unter , | Kommentare (51)



Ja, damit bist du gemeint, ja du, der diese Zeilen gerade liest und vor dem Bildschirm sitzt. Jeden Tag kommst du vorbei und ziehst dir die neusten Nachrichten rein, siehst welche üblen Sachen schon wieder auf der Welt passiert sind. Die Unterdrückung, Ausbeutung, Versklavung, Ungerechtigkeit, die zu Leid, Zerstörung und Tod führt.

Wer ist schuld daran? Na du, du bist schuld das all dies passiert. Du wirst dann empört fragen, wieso ich? Ich tu ja gar nichts. Genau das ist es. Mit deiner Passivität hilfst du den globalen Mächten ihre Verbrechen zu begehen und ihren Plan umzusetzen. Nichtstun ist genau das was sie von dir wollen. Du bist dann ihr Diener, ihr passiver Kollaborateur.

Es ist aber deine Pflicht ihnen nicht zu dienen, nicht willenlos alles was sie von dir wollen zu akzeptieren. Benutze deinen freien Willen, denke für dich selber, bekämpfe die Lüge und stehe für die Wahrheit ein, widerstehe ihren Verlockungen und werde unabhängig und souverän. Sei mutig und zuversichtlich, nicht verängstigt und zögerlich.

Wenn du die Welt verändern willst, fang bei dir selber an. Ändere dein Denken, ändere dein Verhalten, mach dich frei von allem unnötigen Ballast. Sei ein Vorbild und überlege wem du helfen kannst. Wenn du etwas anfängst, dann bring es zu Ende. Setz dir ein Ziel. Mach lieber mehrere kleine Schritte dort hin, statt einen grossen.

Nutze deine Rechte und verteidige sie. Entscheide selber was für dich richtig ist. Unterwerfe dich nicht dem Willen der globalen Mächte. Sag nein, das akzeptiere ich nicht, nein das will ich nicht, nein das mache ich nicht. Jeder muss wählen ob er ein aktiver Kämpfer für die Freiheit sein will oder ober er sich zurücklehnt, nichts tut und damit ein passiver Kollaborateur wird.

Wenn du wirklich wissen willst, wer für den Zustand der Welt verantwortlich ist und wer aber auch alles ändern und verbessern kann ... dann schau in den Spiegel.

"Der Mann im Spiegel" von Michael Jackson



Ich werde etwas ändern, wenigstens dieses eine Mal in meinem Leben. Und ich bin überzeugt, hinterher werde ich mich gut fühlen und wenn ich es richtig anstelle, dann werde ich auch etwas damit bewirken.

Als ich so durch die Strassen ging und den Kragen meines Wintermantels hochschlug, blies der Wind auf einmal meine Gedanken frei. Ich sah die Strassenkinder, die nicht genug zu essen haben und fragte mich: Wer bin ich eigentlich, dass ich davor die Augen verschliesse und ihre Not nicht bemerke?

Der Sommer zieht unbeachtet vorbei, hier ein abgebrochener Flaschenhals, dort eine einsame Seele. Sie alle folgen einander dorthin, wo der Wind sie eben hinträgt, weil sie sowieso nirgendwo hingehen können.

Und darum sollst du jetzt wissen: Ich werde mit dem Mensch dort im Spiegel beginnen, ihn darum bitten seine Ansichten zu ändern. Denn eines ist mir jetzt klar geworden: Wenn du die Welt zu einem besseren Ort machen willst, dann fang zuerst einmal bei dir selbst an, etwas zu verändern.

Ich war ein Opfer meiner Selbstverliebtheit. Es wird höchste Zeit zu erkennen, dass da einige sind, die weder ein Zuhause, noch einen Cent in der Tasche haben. Kann denn das wirklich ich sein, der sich hier einredet, diese Menschen wären nicht einsam?

Tiefe Narben, hier ein gebrochenes Herz, dort ein geplatzter Traum, sie alle folgen dem Wind, weil sie sowieso nirgendwo bleiben können.

Deswegen fange ich jetzt bei mir an: Ich werde mit dem Mensch im Spiegel beginnen und ihn darum bitten, seine Ansichten zu ändern. Denn eines steht fest: Wenn du die Welt zu einem besseren Ort machen willst, dann fang zuerst einmal bei dir selbst an, etwas zu verändern.

Du kannst vielleicht dein Herz verschliessen, nicht aber deinen Verstand. Und darum werde ich diesen Mann dort auffordern, sich zu ändern, und zwar hier und jetzt.

Massenprotest in Albanien nach Tötung

von Freeman am Freitag, 28. Januar 2011 , unter , | Kommentare (12)



In der albanischen Hauptstadt Tirana kam es am Freitag zu einer Massendemonstration die schweigend ablief, zur Ehrung der drei Getöteten von vergangener Woche. Am 21. Januar kam es zu Protesten gegen die Regierung wegen der Armut und weil sie die Nöte der Bevölkerung nicht Ernst nimmt. Dabei haben die Demonstranten die Polizei mit Steinen beworfen, die scharf zurückgeschossen hat. Dabei wurden drei Menschen von Kugeln tötlich getroffen.

Hier die Aufnahme welche den verhängnisvollen Hergang zeigt. Gleich am Anfang hört man zahlreiche Schüsse und sieht einen Mann von einem Schuss getroffen zu Boden fallen. Einer liegt bereits am Boden.



"Wir hatten eine Revolte von frustrierten Menschen am 21. Januar," sagte Nertilla Agolli, eine 21-jährige Studentin.

"Das Land wird immer ärmer und ärmer und die Politiker reicher und reicher. Ich befürchte, die Armen werden eine Botschaft senden, sie bleiben nicht mehr länger ruhig, wenn der Staat weiter nicht ihre Bedürfnisse anspricht," sagte Agolli.

Laut Organisatoren nahmen 200'000 Menschen am Freitag an der Kundgebung gegen die Tötung der drei Demonstranten teil. Andere Beobachter meinen, es waren mehrere Zehntausend. Das Zentrum von Tirana in der Nähe der Regierungsgebäude füllte sich, um die Ansprache des Oppositionsführers Edi Rama zu hören, den Bürgermeister der Hauptstadt.

Er rief zur Ruhe auf, aber die Menschen auf der Strasse äusserten ihre Angst, dass eine wachsende Unzufriedenheit mit der politischen Elite neue Gewalt auslösen könnte.

In Tirna am 21. Januar 2011:



Vergangenen Freitag folgten Tausende einem Aufruf von Rama, um zu protestieren und den Rücktritt der Regierung wegen Korruption und Wahlbetrug zu verlangen. Beim Zusammenstoss zwischen den Sicherheitskräften und den Demonstranten, wurden drei Personen erschossen und ein vierter schwer verletzt.

Albanien ist NATO-Mitglied seit 2009 und hat vor drei Jahren einen Antrag auf den Beitritt zur EU gestellt. Die langanhaltende politische Krise wegen der Anzweiflung der Wahlresultate vom Juni 2009, hat bisher die Aufnahme des Landes durch Brüssel erschwert.

Auf der Strasse in Ägypten erschossen

von Freeman am , unter , | Kommentare (19)



Folgendes Video der AP zeigt am Anfang eine schockierende Szene. Jugendliche werfen Steine auf Polizisten, plötzlich fällt ein Schuss und einer der jungen Männer bricht auf der Strasse zusammen. Wurde er von einem Scharfschützen der Polizei getötet?



Ägypten von der Aussenwelt abgeschnitten

Ägypten scheint vom Internet nach aussen und nach innen abgeschnitten zu sein. Seit Freitagmorgen 00:34 Uhr sind ca. 88 Prozent der ägyptischen Seiten nicht mehr erreichbar. Vorher wurden einzelne "unliebsame" Seiten wie Facebook und Twitter gesperrt, über die Demonstranten Infos ausgetauscht haben und was vorgeht berichteten. Jetzt ist das ganze Netz gesperrt. Der Polizeistaat versucht alles um den Massenprotest zu unterdrücken.

An dieser Grafik von Arbor Networks sieht man wie die Internet-Aktivität massiv in den letzten 12 Stunden zurückgegangen ist.



Ein Analyst von Renesys sagt, die den Zugriff auf das Internet beobachten, "jeder ägyptische Provider, jede Firma, Bank, Internet Cafe, Webseite, Schule, Botschaft und staatliche Behörde, die über die vier grossen ägyptischen ISPs ins Internet gehen, sind nun von der Welt abgeschnitten. Link Egypt, Vodafone/Raya, Telecom Egypt, Etisalat Misr und alle ihre Kunden und Partner sind nicht mehr auf Sendung".

Der einzige Provider der noch funktioniert ist die Noor Group, bei dem alle 83 Router noch den Verkehr über Telecom Italia ermöglichen. Rensys sagt, um 22:34 UTC oder 00:34 Lokalzeit, haben sie den gleichzeitigen Verlust aller Zugänge auf ägyptische Netzwerke beobachtet. Praktisch alle ägyptischen Internetadressen sind nicht mehr erreichbar.

Warum bildet die Noor Group eine Ausnahme? Rensys sagt, es ist ihnen nicht bekannt, aber die ägyptische Aktienbörse würde noch auf einer Noor-Adresse funktionieren.

Agent Provokateure unterwegs

Al Jazeera bestätigt, in einigen Armenvierteln von Kairo wurden von der Regierung angeheuerte Schläger dabei gesehen, wie sie Benzin über Autos schütteten um sie später anzuzünden. Damit wollen sie die Demonstranten als Feuer legende Chaoten hinstellen, um eine Ausrede zu haben gewaltsam gegen sie vorgehen zu können.

In der vergangenen Nacht wurden hunderte politische Aktivisten in ihren Wohnungen verhaftet, was nach einer gross angelegten Operation aussieht. Fast alle Anführer der Muslimischen Bruderschaft sind eingesperrt.

Nach Freitagsgebet findet die Grossdemonstration statt

Der ägyptische Vertreter der Opposition, ehemaliger Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und Friedensnobel- preisträger (2005), Mohamed ElBaradei, warnte Präsident Hosni Mubarak heute, sein Regime wäre in den "letzten Atemzügen", während Zehntausende sich für eine Grossdemonstration am vierten Tag der Proteste gegen die Regierung sich versammeln.

Die Polizei rennt vor den Demonstranten weg:



Ausgangssperre verhängt

Die ägyptischen Staatsmedien verkünden gerade, ab 18:00 Uhr (in 15 Minuten) bis Samstag 7:00 Uhr Lokalszeit wird eine Ausgangssperre für die Städte Kairo, Alexandria und Suez verhängt. So wie es in den Städten aussieht, mit zehntausenden Menschen auf den Strassen, werden sie wohl nicht dem Befehl folgen. In Alexandria zum Beispiel, stehen die Strassen unter der Kontrolle der Demonstranten.

Das ägyptische Staatsfernsehen meldet, Mubarak hat die Armee beauftragt, die Ausgangssperre zusammen mit der Polizei sicherzustellen.

Foto des Tages. Am Nachmittag wurde die Konfrontation zwischen den protestierenden Menschen und den Sicherheitskräften für das Gebet unterbrochen.

Frühindikator für den Welthandel im freien Fall

von Freeman am , unter , , , | Kommentare (7)



Politiker und Medien preisen den Aufschwung des vergangen Jahres in den höchsten Tönen und dieses Jahr rechnen die meisten Experten mit einem robusten Wachstum von mehr als zwei Prozent. Nach Ansicht von Ökonomen wird sich die weltweite Konjunktur weiter erholen und wir gehen rosigen Zeiten entgegen. Wo diese Leute ihren Optimismus herhaben ist ein Rätsel, wahrscheinlich reines Wunschdenken und Propaganda, wegen dem Superwahljahr in Deutschland, denn die Fakten zeigen ein anderes Bild. Einer der Frühindikatoren für den Welthandel ist im freien Fall, nämlich der sogenannte Baltic Dry Index, und der verkündet nichts Gutes.

Dieser angebliche Aufschwung 2010 spürten sowieso nur gewisse Exportbranchen und Experten begründen ihn mit der „internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch Lohnzurückhaltung“, was auf Deutsch bedeutet, weil die deutschen Arbeitnehmer schon seit Jahren keine richtige Lohnerhöhung bekommen oder verlangen, dumme Arbeitssklaven sind und sich ausbeuten lassen.

Während die Lohnstückkosten in Frankreich um 20% und in Griechenland, Italien und Spanien um über 30% gestiegen sind, liegen sie in Deutschland lediglich 5% höher als vor 10 Jahren. Dieser Kostenvorteil ermöglicht es der deutschen Exportwirtschaft wettbewerbsfähig zu sein. Kostenvorteil bedeutet, die Deutschen arbeiten mehr für weniger, als die Kollegen in den EU-Bruderländern. Dafür dürfen die Deutschen auch noch mit Transferleistungen in Milliardenhöhe diesen überschuldeten Ländern aus dem Staatsbankrott helfen. Willkomen in der Transferunion.

Wenn man billige Sklaven beschäftigt kann man auch billige Produkte herstellen, welche im Ausland eher gekauft werden. Deshalb der gute Export. Der Grund für die "Wettbewerbsfähigkeit" ist nämlich, niemand vertritt die Rechte der Lohnsklaven, denn so was wie Gewerkschaften gibt es in Deutschland nicht mehr, sind alle Teil des Systems und Verräter, und die braven Bundesdödel machen sowieso nie den Mund auf, lassen sich bis zur Armutsgrenze ohne Murren ausnehmen.

Dabei geht ja das gnadenlose Lohndumping erst richtig los, wenn ab 1. Mai die EU Arbeitnehmerfreizügigkeit für diverse Ostblockstaaten wirksam wird. Dann werden die Leiharbeiter aus dem Osten mit Stundenlöhnen von 10 Euro (davon kriegen sie 3) das bisherige deutsche Personal verdrängen. Ja, ab in die Arbeitslosigkeit. Das sind die Vorteile der grenzenlosen Europäischen Union.

Aber sie haben es so gewollt, also dürfen sie sich nicht beschweren. Ja gewollt, wenn immer die gleichen EU-Befürworter ins Parlament gewählt werden. Dabei hat von dieser EU nur eine Gruppe alle Vorteile, die globalen Konzerne und sonst niemand. Sie haben einen riesen einheitlichen Markt ohne Hürden und Grenzen zur Verfügung und stehen über nationale Interessen. Das einzige was sie interessiert, ist wie viel Profit sie mit dem geringsten Aufwand für die Aktionäre rausholen können.

Aber ich will ja auf den Absturz des Baltic Dry Index (BDI) hinweisen und erklären was das bedeutet. Der BDI ist ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) auf Standardrouten. Da dieser Index die Verschiffungskosten von Rohstoffen, der Vorstufe der Produktion, ermittelt, misst er präzise das Volumen des Welthandels auf der Anfangsstufe.

Je grösser die Anzahl der zu verschiffenden Güter ist, desto grösser ist die Nachfrage und desto höher der Verschiffungspreis. Eine Aufwärtsbewegung des BDI signalisiert einen Anstieg des globalen Handels, eine Abwärtsbewegung das Gegenteil. Das heisst, da der Baltic Dry Index schon seit mehreren Monaten stark am fallen ist und ein Rekordtief erreicht hat, müssen wir mit einem starken Abschwung der Weltwirtschaft rechnen.

Offensichtlich gibt es wenig bedarf Rohstoffe über die Weltmeere zu fahren. Die Schiffe sind leer und der Frachtpreis ist am Boden. Was heisst das? Die Weltwirtschaft brummt eben nicht, sondern verlangsamt sich. Die Produzenten wollen keine Rohstoffe, weil sie meinen ihre Güter nicht verkaufen zu können, weil die Kunden nichts bestellen. Wer ist einer der Hauptkunden für Rohstoffe und gleichzeitig die Fabrik der Welt? China und die brauchen offensichtlich viel weniger Schiffsladungen als auch schon. Also kühlt sich deren Konjunktur ab. Platzt jetzt die Immobilienblase dort?

Das heisst auch weniger Exporte von deutschen Produkten nach China, wenn dort die Wirtschaft schwächer wird.

Zum Höhepunkt im Mai 2008 lag der BDI bei sagenhaften 11’793 Punkten. Dann stürzte er dramatisch bis Ende 2008 in nur 6 Monaten auf 663 ab, fast ein Totalverlust von 95 Prozent!!! Das war dann der Zeitpunkt des völligen Stillstand der Weltwirtschaft.

Dann erholte sich der BDI etwas im Jahre 2009 als die Weltwirtschaft wieder in Gang kam und stieg auf 4661. Jetzt ist er aber seit Mai 2010 kontinuierlich am sinken und fällt in den letzten Wochen dramatisch. Aktuell liegt der BDI nur noch bei 1'186 USD.

Die Behauptung einiger Leute, der BDI ist so tief, nicht weil die Frachtmenge zurückgegangen ist, sondern weil die Anzahl Schiffe und damit die Kapazität sich erhöht hat, ist falsch. Die neuen Schiffe welche möglichweise eine Überkapazität bewirken kommen erst in einem Jahr. Die sehr tiefen Frachraten bedeuten, die Reeder fahren mit Verlust, denn die Treibstoffkosten sind nicht niedriger, machen aber 25 bis 33 Prozent der Betriebskosten aus. Und der zukünftige Schiffsbau wir dadurch auch negativ beeinflusst.

Das heisst, der weltweite Bedarf an Gütern ist im freien Fall und die Aussichten für die Weltwirtschaft sehen sehr schlecht aus. Was die Politiker, Experten und Medien erzählen, es gehe 2011 aufwärts, ist leeres Geschwätz und widerspricht den Indikatoren. Wir nähern uns wieder dem absoluten Tiefpunkt und es könnte der nächste Crash bevorstehen.

Wenn man so gehasst wird sollte man gehen

von Freeman am Donnerstag, 27. Januar 2011 , unter , | Kommentare (18)



In Ägypten herrscht nicht nur eine vom Westen gestützte Diktatur seit 30 Jahren, sondern auch ein penetranter Personenkult. In jeder Strasse und jeder Ecke ist ein Bild von Hosni Mubarak aufgestellt, genau wie in kommunistischen oder faschistischen Diktaturen.

Der Personenkult ging so weit, die hörigen Medien haben sogar Bilder gefälscht, um ihn wichtiger aussehen zu lassen als er ist. Siehe: "Ägyptische Zeitung photoshopt die Realität".

Guckt euch das Video an, was die Massen jetzt mit seinen Bildnissen machen. Wenn die ägyptische Bevölkerung den Präsidenten so hasst, warum dann noch an der Macht bleiben? Wie ich in einem anderen Artikel geschrieben habe, "Mubarak, pack deine Sachen und hau ab, Saudi Arabien wartet auf dich!"



Hier der Link zu einer Liste von Sprüchen, welche die Demonstranten von sich geben oder auf Plakate schreiben.

"Oh Mubarak, geh für immer oder sonst wirst du morgen getötet"

"Hau ab du Verräter, du hast dein Land an Israel verkauft"

"Erhebt eure Stimme noch mehr, damit jeder Feigling es hört"

"Würde und Freiheit ist die Forderung aller Ägypter"

Laut neuesten Meldungen weilt Mubarak immer noch in Sharm el Sheikh und schwingt dort Reden. Aber seine eigene Regierung fordert ihn jetzt auf vom Amt zurückzutreten.

Für Freitag sind im ganzen Land Grossdemonstrationen geplant.

Foto des Tages, der Tiananmen Moment:

$20 Milliarden an US-Staatsanleihen in Italien beschlagnahmt

von Freeman am , unter , | Kommentare (7)



Die Carabinieri in Rom haben US-Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Dollar beschlagnahmt. Auf die Papiere sind Militärpolizisten zufällig bei einer Kontrolle auf der Raststätte nahe Fermo auf der Autobahn A14 gestossen. Sie waren auf der Rückreise von ihrem Dienst in Norditalien, als ihnen Personen verdächtig vorkamen.

Beim Halt an der Raststätte fielen den Militärs die in Zivil waren ein Gruppe von sechs Männern auf, die mit drei Transportern unterwegs waren. Beim Verlassen der Fahrzeuge wurden die Männer angesprochen, die einen sehr nervösen Eindruck machten. Deshalb beschlossen die MPs die Männer näher anzusehen und einer Identitätsprüfung zu unterziehen. Sie entschieden auch die Fahrzeuge zu durchsuchen. Zu ihrer grossen Überraschung fanden die Militärpolizisten in einem Auto einen Ordner mit 40 US-Staatsanleihen im Nennwert von 500 Millionen Dollar, insgesamt 20 Milliarden, die von der Federal Reserve ausgegeben sind.

Die sechs Männer im Alter zwischen 40 und 50 wurden danach zur Einvernahme festgehalten, um den Besitz dieser Papiere zu erklären. Sie konnten aber keinen plausiblen Grund angeben und wurden deshalb der Carabinieri übergeben. Ihnen wird Hehlerei vorgeworfen. Nach Rückfrage bei den US-Behörden und mit Hilfe des kriminaltechnischen Dienst der Carabinieri, wurde die Echtheit der Papiere überprüft. Es stellte sich heraus, sie sollen angeblich sehr gut gefälscht sein.

Es sind Fakes aber gut gemacht“ sagen die Behörden und man hätte sie verwenden können um Banken zu betrügen. Am Sitz des Oberkommando der Carabinieri in Rom an der Piazza San Lorenzo sollen die gefälschten US-Staatsanleihen der Presse vorgestellt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Italien Staatsanleihen von Reisenden beschlagnahmt wurden. Wir erinnern uns an den Fall vom 3. Juni 2009, „US-Staatsanleihen im Wert von $134 Milliarden beschlagnahmt“. Damals versuchten zwei Japaner sie mit dem Zug von Italien in die Schweiz zu schmuggeln.

Aber das ganze ist sehr dubios, denn es gab viele Anzeichen dafür, die Papiere waren nicht gefälscht, wie ich hier berichtete: „Die beschlagnahmten US-Wertpapiere sind wahrscheinlich echt“ und es handelte sich um japanische Diplomaten, die im Auftrag der japanischen Zentralbank unterwegs waren. Man hat auch seitdem nichts mehr von diesem Fall gehört.

Was will man auch mit Staatsanleihen die in die Milliarden gehen anfangen? Die nimmt doch kein Mensch ab, auch Banken nicht. Wen will man damit betrügen? Das wäre genau so wie wenn man mit einer Banknote auf der 1 Million drauf steht zahlen möchte. Da lacht doch jeder. Deshalb sind diese Vorfälle, die sich in Italien scheinbar häufen, sehr merkwürdig und da muss mehr dahinter stecken als ein simpler Betrugsversuch.

Vodafon blockiert Seiten in Ägypten

von Freeman am Mittwoch, 26. Januar 2011 , unter , | Kommentare (41)



Die Telekomfirma und Internet-Provider Vodafon hat in Ägypten den Zugriff auf eine Reihe von Webseiten blockiert, welche die Demonstranten zur gegenseitigen Information benutzen. Davon betroffen sind: Twitter, Facebook, Gmail, Google Chat und viele andere. Wenn man den Kundendienst anruft und sich beschwert bekommt man die Antwort, dies geschah auf Anordnung der ägyptischen Regierung.

Laut Meldungen von Aktivisten, hat Vodafone Ägypten auch das Handy-Netz in der Stadt Suez abgeschaltet, wo die grössten Proteste des Landes stattfinden und lässt die Menschen ohne Verbindung zueinander.

So leicht knickt Vodafon ein. Sie arbeiten nicht im Interesse der Kunden, die sie bezahlen, sondern für den Polizeistaat, der alle Möglichkeiten der Benachrichtigung untereinander verhindern will. Schönes Demokratie- verständnis. Dies sollte uns zu Denken geben und wir sollten überlegen, ob Vodafon auch hier in Europa weiter benutzt werden soll. Die einzige Sprache die diese Konzerne verstehen ist, wenn es ihnen im Geldbeutel wehtut.

Das Grosskonzerne sofort auf Befehl der Regierung reagieren, haben wir bereits mit dem Boykott von Wikileaks gesehen. Amazon, MasterCard, Visa, PayPal und andere haben die Seite gesperrt, um Wikileaks mundtot zu machen und von den Finanzen abzuschneiden. Daran sieht man auf welcher Seite sie stehen, jedenfalls nicht auf unserer, obwohl "wir" ihre Kunden sind.

Hackers Anonymous hat deshalb einen E-Krieg gegen die ägyptische Regierung und den Telekomfirmen ausgerufen, welche die sozialen Webseiten blockieren. Sie nennen es "Operation Egypt".

Weiter Nachrichten über was in Ägypten passiert:

- In der Stadt Suez brennt es. Laut Berichten benutzt die Polizei scharfe Munition und schiesst damit auf Demonstranten. Es werden Menschen verwundet und getötet.

- Die U-Bahn in Kairo bleibt nicht mehr an der Station des Tahrir Platzes stehen, damit keine Demonstranten dort hinkommen, dem zentralen Ort des Protest in Kairo.

- Trotzdem strömen heute Abend wieder Massen zum Tahrir Platz und andere versammeln sich vor dem Gebäude des "Journalists Syndicate".

- Demonstranten berichten, sie wurden von Stahlschrotkugeln getroffen. Hier ein Foto eines Opfers mit 20 Kugeln in seinem Rücken. Die Polizei hat auf ihn beim Weglaufen geschossen.



- Einer der Toten heute in Suez ist ein 70 jähriger Mann. Er wurde von 12 Schüssen getroffen.

- Ein Reporter von Al Jazeera berichtet, Strom, Mobilnetz, Telefonnetz und das Internet sind in Suez abgestellt. Dort brennt auch das Polizeigebäude und der Protest auf der Strasse ist am grössten.

Freiheit für Ägypten!

Nieder mit der von den USA gestützten Diktatur!

Die welche friedliche Revolutionen verhindern,
machen gewaltsame Revolutionen unvermeidbar (JFK)

Haftbefehl für tunesischen ex-Diktator

von Freeman am , unter | Kommentare (9)



Das tunesische Justizministerium hat Interpol um Hilfe bei der Verhaftung des gestürzten Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali, seine Ehefrau Leila Trabelsi und weitere Mitglieder der Familie gebeten, die aus dem Land geflohen sind. Justizminister Lazhar Karoui Chebbi sagte bei einer Pressekonferenz, Tunesien möchte Ben Ali und seinen Klan vor Gericht bringen, wegen "dem Besitz von 'enteigneten' Eigentum und dem Transfer von Devisen ins Ausland". Einige Mitglieder der Familie die noch im Lande waren sind bereits in Haft.

Mobile Wachtürme für den Polizeistaat

von Freeman am , unter , | Kommentare (21)



Nein, die Vereinigten Staaten sind doch kein Polizeistaat. Wie kann man auf so etwas kommen? Es geht nur um die Sicherheit der Bevölkerung. Deshalb werden mobile Wachtürme aufgestellt, um die braven Amerikaner vor den pösen pösen Terroristen die überall lauern zu schützen.

Könnte es aber sein, die Bevölkerung ist der Feind?

Big Brother is watching you!

"Hier sind wir beim Konzern-Amerika-Sklaven ‚Wal-Mart’ Supercenter in Hickory North Carolina ..." wo ein mobiler Wachturm auf dem Parkplatz steht. "... das ist der totale Polizeistaat," sagt der Macher des folgenden Videos:



Und hier der Werbefilm des Herstellers ICX:



Die Kriegs- und Sicherheitsindustrie ist ein riesen Wachstumsmarkt. Dafür gibt es Geld ohne Ende. Ein typisches Merkmal einer faschistischen Diktatur.

Der ganze Film: "George Orwell- 1984"

Nationaler Streiktag in Ägypten

von Freeman am , unter , | Kommentare (10)



Ein nationaler Streiktag für ganz Ägypten wurde von der ägyptischen Jugend für Heute ausgerufen. Die ganze Nation soll auf die Strasse, um gegen die 30-jährige Diktatur von Hosni Mubarak zu demonstrieren.

Gestern Abend fanden Zusammenstösse zwischen den Demonstranten und der Polizei auf dem Tahrir Platz in Kairo statt. Die Sicherheitskräfte schossen mit Gummigeschossen und Tränengas in die friedliche Menge, die von gepanzerten Fahrzeugen weggedrängt wurde. Hier eine Foto der Massen die gegen Mubarak demonstrierten:



Die Demonstranten schworen den Tahrir Platz so lange zu besetzen, bis das Regime fällt. Die Polizei sagte, sie wird keine Besetzung dulden und die Menschen vertreiben die sich dort versammeln. Hier Aufnahmen der Ereignisse von gestern Abend:



Folgendes Video zeigt das erste Opfer des Aufstandes, die Leiche von Mustafa Ragab Mahmoud (20), der in Suez getötet wurde. Sieht aus wie eine Schusswunde in der Brust. Hier der Link zum Video.

Es gibt unbestätigte Meldungen, der Sohn von Hosni Mubarak, Gamal, ist mit seiner Frau und Tochter nach London geflüchtet. Gamal soll als Nachfolger für seinen Vater als "Präsident" eingesetzt werden.

Suzan Mubarak, die "first lady" von Ägypten, soll heute auf dem Flughafen Heathrow in London angekommen sein. Ist auch unbestätigt.

"Hau ab, Saudi Arabien wartet auf dich!"



Die grosse Frage lautet, wie wird das ägyptische Militär reagieren? Anders als in Tunesien?

Mittlerweile finden landesweite Demonstrationen statt, nicht nur in Kairo. So in Ramses, Tahrir, Nasr City und an vielen anderen Orten. Der Innenminister sagte, es werden keine weiteren Proteste geduldet. Es läuft auf eine Konfrontation hinaus.

Es gibt den Aufruf an alle Ägypter jetzt schon, sich für Massendemonstrationen nach dem Freitagsgebet vorzubereiten, bevor Facebook und andere Seiten geschlossen werden, damit es alle wissen.

Laut Aussagen von einigen Demonstraten die verhaftet wurden, hat die Polizei sie gut behandelt. Sie sagen, bei den Beamten ging es mehr darum Befehle zu befolgen und nicht, ob sie ihre Handlung richtig finden.

Facebook und Twitter sind in Ägypten völlig blockiert. Die Aktvisten werden aufgefordert Proxys zu benutzen, um weiter Informationen austauschen zu können.

Massenproteste in Ägypten gegen Mubarak

von Freeman am Dienstag, 25. Januar 2011 , unter , | Kommentare (16)



Tausende Demonstranten sind in Kairo und anderen Städten auf die Strasse gegangen, um gegen die Regierung Mubarak zu demonstrieren. Offen- sichtlich hat sich der Geist der tune- sischen Revolution auf Ägypten ausgeweitet und die Menschen drücken ihre Unzufriedenheit aus. Die Demon- stranten versammelten sich vor Regierungsgebäuden und eine andere Gruppe marschierte zum Präsidenten- palast von Mubarak in Heliopolis.

In Dar El Salaam, ein dichtbesiedelter Aussenbezirk von Kairo, haben Demonstranten die Polizeistation übernommen. Es herrscht das Gefühl der Begeisterung in den Strassen von Shubra, im nördlichen Kairo, wo die schwerbewaffnete Polizei noch zuschaute und den Demonstra- tionszug passieren lies. Es sieht aus wie die Ruhe vor dem Sturm.

In Alexandria gingen ebenfalls tausende Demonstranten auf die Strasse und nannten es "Der Tag der Wut" gegen Mubarak und dem Mangel an Freiheit unter seinem Regime.

Es gibt bereits ein Logo für den Protest, wie oben zu sehen ist, und der 25. Januar wird als Beginn des Aufstandes damit markiert.

Parallelen mit Tunesien zeichnen sich ab, in dem Aufrufe für die Demonstrationen auf Facebook und Twitter geposted wurden und 90'000 sagten, sie würden teilnehmen. Die Organisatoren sagen, bei dem Protest geht es um "einen Tag der Revolution gegen Folter, Armut, Korruption und Arbeitslosigkeit."

Fast die Hälfte der 80 Millionen Ägypter leben unter der von der UNO festgesetzten Armutsgrenze von 1,5 Euro am Tag.

Frauen mit ihren Kindern marschierten und riefen, "Revolution bis zum Sieg!" während Jugendliche Transparente trugen auf denen stand "RAUS!", was an die Tunesischen erinnerte mit "DEGAGE!" drauf. Andere sprühten Graffiti an die Wände mit der Forderung: "Nieder mit Hosni Mubarak" und Gruppen skandierten "Lang lebe ein freies Tunesien", während sie ägyptische Fahnen schwenkten.

Journalisten sagen, sie haben so etwas seit 1977 nicht mehr gesehen, als es einen Aufstand wegen des Brotpreises gab und es fast zum Sturz der Regierung von Präsident Sadat kam. Es ist noch zu früh um zu sagen, ob es in Ägypten wirklich zu einer ähnlichen Revolution wie in Tunesien kommt, ob der nächste vom Westen gestützte Diktator gestürzt wird, der schon seit 30 Jahren an der Macht ist. Jedenfalls drücken die Menschen ihren Unmut gegen Hosni Mubarak aus, wie in folgenden Video zu sehen und zu hören ist.



Hier ein weiteres Video über die Demo am Vormittag:



UPDATE:

- Die Polizei hat das Feuer mit Tränengas und Gummigeschossen eröffnet.

- Die Regierung zusammen mit Konzernen geht gegen die Demonstraten vor.

- In Kairo haben die Telekomfirmen TEData und Vodafone Twitter blockiert.

- In Qina, Mahalla, Arish und Aswan protestiert auch die Bevölkerung.

- In Tanta wurde der ganze Strom abgestellt, um den Protest zu beenden.

- In Zentrum von Kairo wurde das gesamte Handy-Netz abgestellt.

- In Kairo findet ein "sit-in" auf dem Tahrir Platz statt.

- Auch in Alexandria setzten sich Tausende auf dem Sidi Gaber Platz hin.

- Die Gruppe "Hackers Anonymous" haben eine Hacker-Kampagne gegen Webseiten der ägyptischen Regierung gestartet.

- Während der Demonstration in Suez wurden zwei Menschen getötet, Mustafa Reda Mahmoud Abdelfattah durch Atemnot nach Tränengas und Suliman Saber Ali durch einen Stein. In Kairo soll ein Polizist ebenfalls wegen einen Stein ums Leben gekommen sein.

- Der ägyptische Innenminister, Habib AlAdly, hat der Polizei des Landes den Befehl gegeben, auf die Demonstranten zu schiessen, wenn sie nicht ihren Protest beenden.

- US-Aussenministerin Hillary Clinton sagte in Qatar, die Regierung von Mubarak wäre stabil, trotz der Demonstrationen. Mubarak wäre ein wichtiger Partner der USA im Nahen Osten.

Eindrückliche Bilder die zeigen, wie sich Jugentliche vor dem Wasser- werfer stellen:

Putin lässt sich Goldbestand zeigen

von Freeman am , unter , | Kommentare (16)



Was darf Putin was Obama nicht darf? Den Goldbestand überprüfen, ob es ihn überhaupt gibt.

Der republikanische Senator Ron Paul äusserte sich mal über die Fed und sagte, als Abgeordneter hätte er mehr Zugang zur CIA und bekomme mehr Informationen vom Geheimdienst als von der Federal Reserve. Sie sagen, sie sind niemanden Rechenschaft schuldig und lassen sich nicht in die Bücher schauen. So weis kein Aussenstehender wie viel Gold wirklich in Fort Knox oder wo immer lagert und der Bestand darf nicht überprüft werden. Auch nicht von Obama vermutlich. In Russland schon, denn Putin hat es gerade gemacht. Er besuchte die Zentralbank in Moskau uns lies sich die Goldbarren zeigen.

Laut RIA Novosti hat Wladimir Putin am Montag als erster russischer Ministerpräsident den zentralen Tresorraum der Zentralbank besucht, in dem zwei Drittel der Gold- und Devisenreserven des Landes deponiert werden. Der in den früheren 40ger Jahren errichtete zentrale Tresorraum liegt im Zentrum von Moskau auf einer Fläche von 17'000 Quadratmetern und verfügt über 1'500 Quadratmeter Lagerflächen. Neben den Goldbarren werden dort frisch gedruckte Banknoten gelagert. So konnte sich Putin davon überzeugen, das Gold ist tatsächlich vorhanden.

Gleichzeitig hat Zentralbankchef Georgi Luntowski verkündet, die Zentralbank Russlands plant jedes Jahr mindestens 100 Tonnen Gold zu kaufen.

Im vergangenen Jahr erweiterte die Zentralbank ihre Gold- und Devisenreserven durch den Kauf von 136,6 Tonnen Gold auf dem Binnenmarkt. Der Goldanteil an den russischen Gold- und Devisenreserven vergrösserte sich 2010 von 5,1 auf 7,5 Prozent.

Früher hatte Zentralbank-Chef Sergej Ignatjew mitgeteilt, dass der Goldanteil an den Gold- und Devisenreserven Russlands ständig zunehme: Am 1. Januar 2007 haben die Goldvorräte 402 Tonnen, am 1. Januar 2008 - 450 Tonnen, am 1. Januar 2009 - 519 Tonnen und am 1. Januar 2010 - 637,6 Tonnen betragen. Laut Stand 1. Dezember 2010 betrugen die russischen Goldvorräte 783,72 Tonnen, was einen Wert von ca. 28 Milliarden Euro entspricht.

Russland erhält Terror als Warnung

von Freeman am Montag, 24. Januar 2011 , unter , | Kommentare (20)



Bei einem mutmasslichen Selbstmord- anschlag im internationalen Flughafen Moskau-Domodedowo sind mindestens 35 Menschen getötet und 168 weitere verletzt worden. Der Anschlag wurde nach Angaben der Flughafenleitung gegen 16.32 Uhr Ortszeit in der Ankunftshalle für Auslandsflüge verübt. Der Sprengsatz hatte eine Kraft von rund fünf Kilogramm TNT und war mit Metallkugeln versehen. Man beachte, es war die Ankunftshalle, die an keinem Flughafen der Welt so gesichert ist wie beim Abflug.

Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle in den Rechtsschutzorganen mitteilte, waren die russischen Geheimdienste vor der Möglichkeit eines Terroranschlages in einem Moskauer Flughafen gewarnt worden.

Die Geheimdienste haben eine Information erhalten, dass in einem Moskauer Flughafen möglicherweise ein Terroranschlag verübt werden würde. Die Mitarbeiter der Geheimdienste fahndeten nach drei Verdächtigen, aber denen war es gelungen, ungehindert in das Flughafenterritorium einzudringen, den Augenblick der Explosion zu verfolgen, den ihre Mittäterin ausführte, und dann den Flughafen zu verlassen.“ Das teilte ein Insider der Nachrichtenagentur mit.

Nach allem zu urteilen, sei die Selbstmord-Attentäterin mit einem Auto zum Flughafen gebracht worden, wo sie am Langzeit-Parkplatz ausgestiegen sei, der sich links vom Flughafengebäude befindet, fügte dem der Insider hinzu. Danach, so sagte er, sei die Frau ungehindert aus dem Erdgeschoss über eine Treppe in die zweite Etage gelangt, wo es keine Bewachung und keine Metall-Detektoren gibt.

Wie wir wissen, sind die meisten Terroranschläge inszeniert und nicht von denen gemacht die man beschuldigt. Wir müssen uns immer fragen, wer hat was davon?

Wo war Präsident Medwedew vor wenigen Tagen und was hat er dort gesagt? Er besuchte die palästinensischen Gebiete im Westjordanland unter Umgehung Israels und er bestätigte dort die bereits 1988 ausgesprochene Anerkennung von Palästina durch die Sowjetregierung.

Das darf man natürlich nicht machen und schon folgt die Bestrafung auf dem Fuss als Erinnerung.

Uns dann geht es um die Aussage von Medwedew, Russland erwartet von der Nato noch immer eine Antwort auf seine Kooperations- vorschläge zum Aufbau eines europäischen Raketenschildes. Wenn es keine Einigung gebe, müsste Russland neue Atomraketen aufstellen. Russland würde neue Offensivwaffen aufstellen müssen, sollte die gemeinsame Raketenabwehr mit der Nato scheitern.

Werde nicht frech hier, sonst zeigen wir dir die Grenzen.

Weiter gings mit dem Besuch von Präsidenten Karzai in Moskau und Medwedew versichterte seinem afghanischen Amtskollegen, die Bereitschaft Moskaus, Afghanistan bei der Übernahme der Verantwortung für die eigene Sicherheit und Unabhängigkeit in jeder möglichen Weise zu unterstützen. Der Abzug der ausländischen Truppenkontingente aus Afghanistan und die Übertragung der Funktionen der Sicherheitskontrolle an die afghanischen Sicherheitskräfte wäre für Russland und der ganzen Region wichtig. Sie vereinbarten einen Gegenbesuch von Medwedew in Kabul für Februar.

Was, die Russen wieder in Kabul? Afghanistan gehört uns. Wie wäre es mit etwas Terror, damit du merkst wo es lang geht?

Es ist doch ganz klar, dieser Bombenanschlag kommt nicht von Gruppen innerhalb Russlands, sondern aus dem Ausland. So werden Lektionen erteilt und Länder eingeschüchtert. Meistens wird nur gedroht, so wie im November gegenüber Deutschland, wo Innenminister Thomas de Maizière in Panik vor unmittelbar bevorstehenden Anschlägen warnte. Ausländische Geheimdienste hätten ihn informiert. Wenn die Regierung die Botschaft kapiert und spurt, dann passiert nichts. Berlin versteht immer und folgt schön brav.

Terrorwarnungen sind Drohungen von "gewissen Machtkreisen" gefälligst zu gehorchen ... sonst passiert etwas. Wenn der Empfänger der Botschaft diese Nachricht nicht versteht, oder sie versteht aber ignoriert, dann findet ein Anschlag statt. Die vorbereiteten Attentäter, die auch noch glauben sie sind Martyrer für eine gute Sache, werden dann losgeschickt.

Es läuft wie bei der Mafia mit ihrer Schutzgelderpressung. "Du musst eine Versicherung bei uns abschliessen und Prämie zahlen. Warum und gegen was denn? Ja gegen uns du Depp, damit wir dich vor uns beschützen." Zwischen Staaten läuft es genau so und die globale Mafia macht das.

Und wenn es wirklich sich herausstellt, es waren wieder die Tschetschenen, wer steckt denn hinter ihnen, beliefert sie mit Waffen und Geld? Wer profitiert davon, dass es in Russland Terror gibt und das Land destabilisiert wird? Was wir erleben ist ein Schauspiel, dabei geht es immer um einen versteckten Krieg hinter den Kulissen. Nichts ist so wie es scheint.

Schauen wir uns doch deshalb an, wer für die Sicherheit am Flughafen Domodedowo wenigstens teilweise zuständig war. Es ist die Firma Security Partners Ltd., die russische Tochtergesellschaft von ICTS Europe. Wer ist diese Firma? ICTS ist die Firma die ...

- am Flughafen Schipol in Amsterdam für die Sicherheit zuständig war, als der sogenannten "Unterhosenbomber" Umar Farouk Abdulmutallab auf Flug 253 der Northwest Airlines am 25. Dezember 2009 nach Detroit flog.

- am Flughafen Charles de Gaulle in Paris für die Sicherheit zuständig war, als der sogenannten "Schuhbomber" Richard Reid auf Flug 63 der American Airlines am 22. Dezember 2001 nach Washington DC flog.

- am Flughafen Logan in Boston für die Sicherheit zuständig war, wo zwei der vier Flugzeuge vom 11. September 2001 starteten und die "Terroristen" ungehindert an Bord kamen.

ICTS ist ein israelische Firma mit Sitz in den Niederlanden. Gründer sind ehemalige Mitglieder der israelischen Geheimdienstes Shin Bet und Sicherheitsagenten der El Al. Die Chefs heissen Menachem J. Atzmon, Alon Raich und Dansind Kann. Die Mehrheit der Aktien besitzt mit mehr als 55 Prozent Atzmon.

Kann man alles auf Wikipedia nachlesen.

Und jetzt passiert ein Bombenanschlag am Flughafen in Moskau? Wer weis am besten wie die Sicherheitsmassnahmen aussehen? Wer kann am besten Leute durch die Sicherheitskontrollen schleusen? Und wer hat das grösste Motiv, dass es Terroranschläge gibt und jetzt einen gegen Russland? Klar ... es ist alles nur Zufall selbstverständlich.

UPDATE - 27.01.2011: Der Anschlag auf den Moskauer Flughafen hat nach vorläufigen Angaben nichts mit Tschetschenien zu tun, sagte Wladimir Putin am Mittwoch. Damit werden meine Ausführungen bestätigt.

Das WEF in Davos 2011, die jährliche Schandveranstaltung

von Freeman am , unter , , | Kommentare (17)



Alle Jahre wieder treffen sich die Bonzen aus Politik und Wirtschaft im winterlichen Davos in der Schweiz. Am diesjährigen Treffen vom 26. bis 30. Januar nehmen 2500 Führungs- gestalten aus Politik und Wirtschaft teil. Darunter sind 30 Staats- und Regierungschefs und über 60 Minister. Das 41. WEF steht unter dem Motto "Gemeinsame Normen für eine neue Realität" und die Eröffnungsansprache wird der russische Präsident Dmitri Medwedew halten.

Zu den weiteren Teilnehmern gehören der britische Premierminister David Cameron, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und japanische Premier Naoto Kan. Ihr Kommen angekündigt haben auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon und US-Finanzminister Timothy Geithner. Obama kommt nicht, so wie sein Vorgänger Clinton, da er mit seiner Rede zur Lage der Nation beschäftigt ist ... und die sieht ja ziemlich katastrophal aus.

Ministerpräsident Giorgos Papandreou aus dem krisengeschüttelten Griechenland wird auch ans WEF reisen. Dort wird er sich wohl mit dem EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung Olli Rehn unterhalten.

Wirtschaftsbosse die kommen sind: UBS-CEO Oswald Grübel, CS-CEO Brady Dougan, Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann, Microsoft-Gründer Bill Gates und Google-CEO Eric Schmidt.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sowie Minister aus 19 Staaten der G-20 sind auch dabei.

Bei dem Treffen geht es hauptsächlich um „Networking“, also neben den Vorträgen die stattfinden, Beziehungen untereinander zu knüpfen, plus ein Schaulaufen für die Egos. Der Bevölkerung der Länder die hier vertreten sind bringt dieses Bonzentreffen nichts, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Im Gegenteil, es wird abgesprochen wie man sie noch ärmer macht und sich selber reicher, mit dem Transfer des Vermögens von unten nach oben.

Der Gründer des Forums, Klaus Schwab, der im vergangenen Jahr angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise den Sittenverfall in der Wirtschaftswelt scharf kritisiert hatte, haben viele Verantwortungsträger nicht die richtigen Lehren aus der Krise gezogen:

"Die Einsicht, dass wir es nicht nur mit einer konjunkturellen, sondern vor allem mit einer fundamentalen moralischen Krise zu tun hatten, ist noch immer nicht vorhanden", sagte Schwab scheinheilig.

"Was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf die Werte einer sozialen Marktwirtschaft." In dieser Hinsicht könne man aber weltweit bestenfalls Ansätze einer wirklichen Bewusstseinsveränderung erkennen.

Damit meint Schwab, dass sich die politische und wirtschaftliche Macht von West nach Ost und von Nord nach Süd verlagere und sich die Technologie rasant entwickle.

So hat sich die chinesische Delegation gegenüber den letzten Jahren verfünffacht und jene aus Indien vervierfacht.

Schwab sagt auch, das Weltwirtschaftsforum in Davos, das seit vier Jahrzehnten Ende Januar stattfindet, wird künftig noch früher im Jahr abgehalten. "Wir haben in der Vergangenheit oft viele Absagen aus China bekommen, weil der Termin unseres Jahrestreffens zu nah am chinesischen Neujahrsfest liegt. Deshalb werden wir das WEF voraussichtlich ab 2013 um eine Woche vorziehen."

Seit 2005 vergibt ein Zusammenschluss von Organisationen unter dem Namen "Public Eye Awards" Schandpreise an Firmen, die negativ während des vergangenen Jahres auffallen sind.

Darunter befinden sich die Konzerne BP, Foxconn, Neste Oil, Philip Morris International, Anglo Gold Ashanti und Axpo, welche die Top-Anwärter für den diesjährigen "Public Eye Award" sind.

Aus über 30 Kandidaten wählte eine Fachjury die sechs skandalösesten Fälle aus. Auf der "Public Eye"-Homepage ist es ab Montag möglich, seine Stimme für den Publikumspreis abzugeben. Warum nur diese? Für mich sind alle die dort teilnehmen reif für einen Schandpreis, denn das Ganze ist ja eine Schandveranstaltung.

Alleine die Tatsache, dass die Bankster mit ihren Millionenboni durch den Einsatz von Steuergeldern gerettet wurden und diese ihr Spielkasino seither munter weiter betreiben können, kann nur eine Feindseligkeit gegenüber den Eliten auslösen. Die ganze Weltwirtschaft ist doch das reinste Zockerparadies, wo die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden.

Die Sicherheitsmassnahmen, um die Bonzen "vor dem Pöbel zu beschützen", kosten wenn man alles rechnet mindestens 50 Millionen Franken (sie sagen lächerliche 8 Millionen), die der Schweizer Steuerzahler trägt. Die ganze Schweizer Luftwaffe ist in Alarmbereitschaft und bewacht mit F-A18 Abfangjäger und Hubschrauber mit Wärmebildkameras den Luftraum über Davos, plus tausende Soldaten und Polizisten am Boden. Normalsterbliche haben sowieso keinen Zugang zum Tagungsort und werden schon 25 Kilometer vorher im Tal abgefangen.

Von was hat die globale Elite Angst? Sie sind ja die wirklichen Terroristen der Welt.

Chinesische Tarnkappentechnologie kam von den Amerikanern

von Freeman am Sonntag, 23. Januar 2011 , unter , | Kommentare (16)



Am 11. Januar absolvierte der erste chinesische Kampfjet mit Tarnkappen- technologie seinen Jungfernflug und wurde der Weltöffentlichkeit damit präsentiert. Das Flugzeug mit Namen Chengdu J-20 zeigt den grossen Fortschritt den die Chinesen in moderner Waffentechnologie gemacht haben.

Die Frage die sich viele Militärexperten jetzt stellen, wo kam das Know-How her, um sich vor dem feindlichen Radar „unsichtbar“ zu machen? Die Antwort darauf könnte sein, indirekt von den Amerikanern selber, denn während des Balkankrieg 1999 haben die Serben eine amerikanische F-117 Nighthawk abgeschossen und die Chinesen kamen dadurch an die Trümmerteile ran, um sie zu analysieren und mit „Reverse Engineering“ nachzubauen.

Die F-117A Nighthawk der Firma Lockheed war das weltweit erste Flugzeug, das sich eine Tarnkappen- technik auf Basis der Vermeidung von Reflexion der Radarstrahlung zum Sender zunutze machte. Aber am 27. März 1999, während eines Bomben- angriffs der NATO auf Serbien, schoss eine Flugabwehrrakete der Serben eine Nighthawk ab. Der Pilot kam mit dem Schleudersitz raus und wurde gerettet. Die Trümmer fielen auf serbisches Territorium.

Es war das erste Mal, dass so ein “unsichtbarer” Militärjet jemals getroffen wurde. Das Pentagon meinte, es sei eine Kombination von cleverer Taktik und ausgesprochenes Glück gewesen, welches der sowjetisch gebauten SA-3 Rakete ermöglichte die Maschine zu treffen. Die Trümmerteile waren über ein weites Gebiet verstreut und Zivilisten sammelten diese als „Souvenirs“ auf.

Der damalige Stabchef des kroatischen Militärs, Davor Domazet-Loso, sagt nun, “Zu der Zeit haben wir Geheimdienstberichte erhalten die sagten, chinesische Agenten reisen kreuz und quer durch die Region wo die F-117 auseinanderbrach, kaufen die Teile des Flugzeugs von den Einheimischen auf.

Trümmer der abgeschossenen F-117

Wir glauben, die Chinesen benutzten dieses Material um Einsicht in die geheime Tarnkappentechnologie zu erhalten … und um sie nachzubauen,“ sagte Domazet-Loso der Fox-News in einem Telefoninterview.

Hochrangige serbische Militäroffizielle bestätigen, dass Teile des Wracks von Souvenirjägern gesammelt wurden und einige davon „in den Händen von ausländischen Militärattachés“ landeten.

Teile der abgeschossenen F-117, wie der linke Flügel mit dem Wappen der US Air Force drauf, die Pilotenkanzel, Pilotensitz, Helm und Radio, sind im Luftfahrtmuseum in Belgrad ausgestellt.

Ich weis nicht was mit dem Rest des Flugzeugs passiert ist,” sagte Zoran Milicevic, stellvertretender Direktor des Museums. „Viele Delegationen haben uns in der Vergangenheit besucht, einschliesslich Chinesen, Russen und Amerikaner ... aber keine zeigte Interesse Teile des Jets zu nehmen.

Bekannt ist, das die serbische Regierung regelmässig erbeutetes westliches Militärgerät mit seinen Alliierten Russland und China teilte und die F-117 war sicher an oberster Stelle auf deren Wunschliste.

Der russische Sukoi T-50 Prototyp eines Tarnkappenjets, machte seinen Erstflug vergangenes Jahr und wird in ca. vier Jahren in Dienst gestellt. Möglichweise haben die Russen ihr Wissen ebenfalls von der abgeschossene F-117 erhalten.

Jetzt erscheint ein Ereignis welches auch viele Rätsel damals aufgeworfen hat unter einem neuen Licht. Nur sechs Wochen nach dem Absturz der F-117, am 7. Mai 1999, wurde die chinesische Botschaft von amerikanischen Präzisionsbomben getroffen. Dabei wurden drei Chinesen im Gebäude getötet, was grosse Empörung in der chinesischen Bevölkerung auslöste.

Zerstörte chinesische Botschaft in Belgrad

US-Präsident Bill Clinton entschuldigte sich danach für die Bombardierung und nannte es einen Unfall. Diese Ausrede glaubten die wenigsten kritischen Denker zu der Zeit und sie meinten, es muss einen anderen Grund geben haben. Das war kein Unfall sondern Absicht. Westliche Diplomaten meinten damals, Peking würde einen Geheimdienstposten in der Botschaft unterhalten, der den Serben bei der Abwehr der NATO-Angriffe half.

War die Aneignung der Trümmerteile der F-117 durch die Chinesen der wirkliche Grund für die Bombardierung der Chinesischen Botschaft in Belgrad? Wollten die Amerikaner die Trümmerteile, die sich ihrer Vermutung nach in der Botschaft oder in einem Lagerhaus daneben befanden, zerstören und/oder den Chinesen eine Lektion für den „Diebstahl“ erteilen?

Was sehr interessant ist und die Bombardierung als Verhinderungs- und Bestrafungsaktion vermuten lässt, der damalige Chef der Central Intelligence Agency, George Tenet, sagte später vor einem Kongress- ausschuss über den Angriff auf die chinesische Botschaft aus, es war die einzige Mission, welche die CIA im Balkankrieg organisiert und geleitet hat. Sehr merkwürdig und die soll ausgerechnet ein „Unfall“ gewesen sein, für die sich Clinton entschuldigte?

In den Tagen vor der Bombardierung kursierte eine Akte mit der Aufschrift "Belgrad Lagerhaus 1" zur Genehmigung im Weissen Haus. Die Akte kam von der CIA und beschrieb als Ziel ein Lagerhaus der jugoslawischen Regierung, in dem angeblich Aktivitäten zur "Proliferation" von Waffen stattfinden. Auf Deutsch, Weitergabe von Waffentechnologie, was genau zu dieser Zeit mit den F-117 Teilen stattfand. Der Angriff wurde von Clinton genehmigt.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai starteten B2 Bomber von der Whiteman Luftwaffenbasis in Missouri, bewaffnet mit JDAM GPS-gesteuerten Prezisionsbomben. Die Koordinaten wurden von der CIA geliefert und waren die der chinesischen Botschaft, 440 Meter entfernt. Gegen Mitternacht landeten 5 Bomben gleichzeitig im Ziel, zerstörten den Südteil der Botschaft. Ein Fehler oder trafen sie doch was beabsichtigt war?

Jedenfalls klingt die Aussage von Domazet-Loso logisch, die Chinesen und auch die Russen haben ihr Wissen über Tarnungstechnologie von diesem Abschuss der F-117 über Serbien erhalten, also indirekt von den Amerikanern. Es zeigt aber auch, "unsichtbar" für Abwehrmassnahmen ist sie nun auch nicht.

Ein Film über den medialen Widerstand im Internet

von Freeman am , unter , , | Kommentare (18)



Die ReWASH Filmproduktion hat ihre erste Online-Dokumentation mit dem Titel „Die Ware Wahrheit und der mediale Widerstand im Internet“ veröffentlicht. Die Doku beschäftigt sich mit der Frage, ob die Massenmedien ihre Informations- und Kontrollfunktion noch ausreichend wahrnehmen und was alternative Internetmedien zukünftig bewegen können.

Die nicht-kommerzielle Dokumentation entstand mit wenigen finanziellen Mitteln als Freizeitprojekt und hat insgesamt über ein Jahr Arbeit in Anspruch genommen. Dabei haben die Macher viele nette Leute kennengelernt und interessante Einblicke in die Welt der unabhängigen Internetmedien bekommen. Das Engagement dieser größtenteils nebenberuflichen Hobby-Medienmacher hat sie dazu motiviert, selbst aktiv zu werden und zu Stift und Kamera zu greifen.

Am Film hab ich zusammen mit Kollegen aus den alternativen Medien als Interview-Partner mitgewirkt und möchte ihn euch deshalb empfehlen.









Wenn wir schon beim Theme "Medien" und ihre Glaubwürdigkeit sind, wisst ihr mit was sich die US-Medien gerade total befassen und worüber sie völlig aufgebracht sind? Ob Obama sich für den Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao die Haare gefärbt hat? Das it ja auch ein weltbewegendes Thema. In den letzten drei Tagen sind in den US-Medien rund 14'000 Artikel erschienen, welche sich alle mit dieser Frage beschäftigten. Dabei war gar nichts, nur ein schlecht belichtetes Foto, denn inzwischen erstrahlen Obamas Haare wieder in reifem Grau. Die Bullshit-Medien lenken ständig vom Wesentlichen ab und kann man echt vergessen.

Afghanisches Dorf von der Landkarte getilgt

von Freeman am Samstag, 22. Januar 2011 , unter , , , | Kommentare (49)



Die folgenden Fotos mit vorher und nachher zeigen was die NATO-Koalitionstruppen für einen Horror in Afghanistan anrichten. Das Dorf Tarok Kolache im Tal von Arghandad wurde mit 25 Tonnen an Bomben und Granaten im Oktober 2010 komplett ausradiert.



Laut MailOnline wehrten sich die Aufständischen wiederholt gegen Angriffe der ausländischen Besatzungstruppen. Nach zwei Versuchen das Dorf zu erobern, was zu hohen Verlusten auf beiden Seiten führte, befahl Oberstleutnant David Flynn, US-Kommandeur der Joint Task Force 1-320, die Pulverisierung des Dorfes.

Die Amerikaner verfolgen damit die gleiche verbrecherische Militär- strategie wie in Vietnam, nach dem Motto: “Wir müssen das Dorf zerstören um es zu retten!

Flynn sagte nach dem Angriff: "Es war der einzige Weg wie ich meinen Männern das Vertrauen zurückgeben konnte, wieder in den Einsatz zu gehen!"

Der einzige Weg???

Die amerikanischen Soldaten waren schon immer elende Feiglinge, können nicht kämpfen, ziehen sich beim kleinsten Widerstand zurück und rufen nach Luftunterstützung, damit diese mit einem Bombenteppich alles plattmacht. Das ist nicht einfach eine Behauptung von mir, sondern kommt von persönlicher Erfahrung.

Ich hab mit australischen Vietnam-Veteranen gesprochen, die mir erzählten, wie ihre amerikanischen „Kameraden“ vorgegangen sind. Kaum fiel ein Schuss aus einem Dorf, wurde es mit massiver Feuerkraft ausradiert. Mutig sind sie nur in ihren Hollywood-Filmen, wenn Statisten mit Platzpatronen schiessen.

Wir erinnern uns an die schrecklichen Bilder aus Vietnam von brennenden Kindern durch Napalm. Die Soldaten hatten keinen Mumm ins Dorf reinzugehen, um einen einzelnen Scharfschützen auszu- schalten.

Napalmabwurf auf ein Dorf am 8. Juni 1972 in Trang Bang:



Diese Taktik wird auch im Irak und Afghanistan angewendet und bewirkt eine grausame Zerstörung, die viele tote Zivilisten als „Kollateral- schaden“ verursacht.

Laut Paula Broadwell, eine Absolventin der Militärakademie von West Point, waren die Soldaten von Flynn völlig verängstigt in die umliegenden Obstplantagen zu gehen, um das Gebiet zu räumen, schreibt sie auf ihrem Blog.

Statt das winzige Dorf mit Kampfsoldaten zu betreten, wurde mit einer Welle von Granatschüssen eine Allee bis in die Dorfmitte freigesprengt. Danach wurden aus der Luft insgesamt 49'200 Pfund an Bomben abgeworfen, mit dem das Dorf von der Landkarte getilgt wurde.

Der Oberkommandierende für Afghanistan, General David Petraeus, verteidigte diese destruktive Vorgehensweise und befahl seinen Offizieren, Tarok Kolache als Beispiel zu nehmen.

Unabhängige Analysten konnten die Auswirkung der Bombardierung auf die Zivilbevölkerung wegen Mangel an Zugangsmöglichkeit noch nicht abschätzen. Aber man ist sich einig, diese „extreme“ Vorgehensweise, in dem man ein ganzes Dorf ausradiert, wird die Beziehung der Afghanen zu den fremden Eindringlichen negativ beeinflussen. So macht man keine Freunde.

Broadwell beschreibt die Reaktion der Dorfbewohner auf ihrem Blog so: "Mohamed beschwerte sich in einem theatralischen Anfall bei Flynn, er hätte sein Leben mit der Zerstörung ruiniert."

Wie bitte? Man vernichtet die Häuser und die Lebensgrundlage der Bewohner und nennt dann ihre berechtigte Beschwere theatralisch? Wie würden sie reagieren, wenn ihr Haus und Dorf mitsamt umliegenden Obstgärten, die als Einkommen dienten, ausradiert werden? Haben diese Leute überhaupt noch ein Gefühl und ein Gewissen?

Es gibt sogar Extremisten im US-Militär die sagen, nach 10 Jahren erfolglosen Krieg und gleichbleibenden Widerstand, wäre es am besten ganz Afghanistan mit einer massiven Flächenbombardierung dem Erdboden gleichzumachen und in einen leeren Parkplatz zu verwandeln, dann ist endlich Ruhe. Ja die Ruhe eines Friedhofs.

Mittlerweile geht laut Berichten der US-Armee die Munition aus. Die US-Rüstungsindustrie kommt mit der Produktion von Gewehrpatronen nicht mehr nach, denn für jeden getöteten Rebellen im Irak und Afghanistan werden 250,000 Schuss benötigt, oder insgesamt 1,8 Milliarden pro Jahr, so wirkungslos ballern die US-Truppen vor lauter Angst herum. Sie müssen den Nachschub von israelischen Rüstungslieferanten kaufen.

Übrigens, seit dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946, gilt die Ausrede für einen Soldaten nicht mehr, "ich habe nur Befehle befolgt". Nach Artikel 8 der Nürnberger-Prinzipien, ist das Handeln auf Befehl kein Strafausschliessungsgrund. Ach, ich hab ja vergessen, wir sind ja "die Guten", diese Regel gilt NICHT für "westliche Demokratien" und speziell NICHT für die "einzige Demokratie" im Nahen Osten.

Diese verbrecherischen Kriege müssen endlich beendet werden.

Interview mit dem Botschafter des Iran

von Freeman am Freitag, 21. Januar 2011 , unter , | Kommentare (56)



Am 19. Januar hatte ich die Gelegenheit mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran in der Schweiz, seine Exzellenz, Herr Alireza Salari, ein Interview zu führen. Das Gespräch dauert ca. 2 1/2 Stunden, dabei gab uns der Botschafter einige sehr interessante Information über sein Land. So hatte der Iran bis Ende 2010 den niedrigsten Benzinpreis der Welt, mit 7 Eurocent pro Liter. Dieser wurde stark subventioniert, was aber jetzt aufgehoben wurde, weil zu kostspielig und um Energiesparmassnahmen zu fördern. Der Liter kostet nun 28 Eurocent.



Der Iran investiert viel in alternative Energien. So sind in den letzten Jahren zahlreiche Wasserkraftwerke, Solaranlagen und sogar Erdwärmekraftwerke welche die Geothermie ausnutzen erstellt worden. Der Iran hat eine Einwohnerzahl von 74 Millionen und ist von der Fläche her ca. 4 1/2 grösser als Deutschland. Der Botschafter meint, das Bruttoinlandsprodukt welches in den westlichen Publikationen angegeben wird ist viel zu niedrig mit 383 Milliarden Dollar. Tatsächlich liegt der BIP über 1 Billion Dollar und der Iran ist führend in vielen Bereichen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Iran wird völlig unterschätzt.

Was mir jedenfalls positiv aufgefallen ist, wie offen und freundlich wir in der Botschaft empfangen wurden, völlig konträr zu dem was man beim Besuch anderer offizieller Vertretungen des Westens erlebt. Da wird man wie ein Terrorist behandelt und ihr wisst wen ich meine. Das Interview wurde live geführt, ohne irgendwelche Vorbedingungen. Eigentlich ging es um ein Gespräch um sich kennen zu lernen. Auf die Frage ob ich ein Interview mit ihm führen kann, hat Herr Salari spontan ja gesagt und so kam es zustande.

Freeman: Vielen Dank Herr Botschafter für die Möglichkeit mit Ihnen ein Interview zu führen. Das erste was mich bereits beeindruckt, ist wie offen sie uns empfangen haben. Es gab kein besonderes Protokoll, wir wurden sehr freundlich begrüsst. Ist das so wie der echte Iran ist, ein offenes und freundliches Land?

Botschafter: Die Schweiz ist für uns keine Bedrohung, deshalb, warum sollen wir uns Sorgen machen. Wir sind immer offen für unsere Brüder und Schwestern aus der Schweiz, mit denen wir viele gemeinsame Prinzipien teilen und wir sind der Meinung, wir sollten mehr und mehr kooperieren und das Verständnis erhöhen und gute Beziehungen pflegen.

Freeman: Ich habe die Daten studiert und möchte Sie fragen, können Sie uns etwas über die Fähigkeiten des Iran erzählen und wie sich das Land in den letzten Jahren entwickelt hat?

Botschafter: Mit Gottes Segen hat sich der Iran, der vor 40 Jahren ein sehr unterentwickeltes Land war, zu einem bedeutenden Entscheidungsträger in der Welt gewandelt und speziell zu einem guten Partner in unserer eigenen Region. Wir Iraner erinnern uns noch an die Zeit vor der Revolution, wo wir 6 Millionen Fass Öl pro Tag exportiert haben und dafür alle benötigten Güter und Dienste aus dem Ausland importierten.

Aber jetzt produziert der Iran die meisten Notwendigkeiten selber, die meisten Güter und Dienste welche die iranische Bevölkerung benötigt. Wir sind ein bedeutender Produzent sehr wichtiger Güter geworden, die in der Industrie und im Bausektor verwendet werden. Wir stehen an 12. Stelle in der Liste der Hersteller von Automobilen auf der Welt, was tausende andere Zulieferbetriebe entstehen lies. Der Iran produziert fast 1,5 Millione Fahrzeuge pro Jahr, was die Leistungsfähigkeit der untergeordneten Betriebe die dazu notwendig sind zeigt.

Wir sind der fünfgrösste Produzent von Zement auf der Welt, was zeigt, wie viel im Land gebaut wird. Dann sind wir der achtgrösste Produzent von Eisen auf der Welt, was wiederum zeigt, wie breit gestreut unsere Fähigkeiten geworden sind. Dieser Erfolg wurde erreicht, trotz 32 Jahre Sanktionen, 8 Jahre eines blutigen Krieges der uns aufgezwungen wurde und die schlimmsten Terroraktivitäten die von ausländischen Mächten unterstützt wurden; und das kam dabei heraus. Jedes mal wenn wir mehr gegen die Wand gedrängt werden, lernen wir mehr auf den eigenen Füssen zu stehen und werden Selbstversorger in den verschiedenen Bereichen.

Freeman: Das heisst, die Sanktionen haben geholfen ihre Wirtschaft zu stärken und selbstständig zu werden?

Botschafter: Ja. Die Sanktionen waren am Anfang sehr unangenehm, denn sie entzogen uns die berechtigten Grundlagen des täglichen Lebens. Das war kurzfristig gesehen. Mittel- und Langfristig zwangen sie uns selbstständig zu werden, machten es notwenig unsere Muskeln zu stärken.

Freeman: Haben Sie das Gefühl, unfair von der Welt behandelt zu werden, dass die Weltöffentlichkeit ein völlig falsches Bild vom Iran hat und was das Land für die eigenen Menschen will? Glauben Sie das Bild ist völlig verzerrt?

Botschafter: Sprichwörtlich. Das Bild des Iran ist ständig verzerrt worden, weil eines unserer Motto lautet, Unabhängigkeit ... und Neutralität, betreffend vieler Themen der Welt. Selbstverständlich nicht eine Neutralität gegenüber Unterdrückung. Wir haben alle Menschen die unterdrückt werden unterstützt, so wie es unsere Verfassung verlangt. Das ist die Hauptsünde des iranischen Volkes, weil sie die unterdrückten und unterprivilegierten Menschen der Welt gegen den Willen der Unterdrücker helfen. Deshalb haben die Unterdrücker entschieden etwas gegen diese Kraft zu unternehmen, die aus steigender Unabhängigkeit besteht, die sich nicht ihrer Macht beugt.

Freeman: Sie sagen also damit, weil der Iran sich nicht den Mächten unterwirft und gehorcht, wird er als schwarzes Schaf bezeichnet.

Botschafter: Genau. Der Druck dem wir ausgesetzt sind, ist klein beizugeben. Sie wollen das wir uns diesen schlechten Prinzipien und der Unterdrückung, die auf der ganzen Welt ausgeübt wird, unterordnen. Wir sagen aber Nein dazu, denn wir haben unsere eigenen Prinzipien, unsere eigene Unabhängigkeit, was von diesen Mächten ignoriert wird. Dieses Problem haben viele andere Länder, die auch unabhängig sein wollen. Die Schweiz ist ein Beispiel dafür. Jeden Tag kommt es mehr und mehr unter Druck, wegen seiner Unabhängigkeit.

Freeman: Welchen Zwang muss sich der Iran unterwerfen? Ist es der Befehl, das Land muss die globalen Konzerne ins Land lassen, damit sie die Ressourcen ausplündern können? Oder ist es der Zwang, die westliche Kultur ungehindert ins Land zu lassen?



Botschafter: Es ist eine Mischung aus all diesen Sachen. Es gibt nicht nur eine Facette der Wirtschaft für diese Welt. Wir stellen uns nicht den berechtigten Interessen der Weltkonzerne oder Ländern entgegen. Nur, nach unserer Meinung enden diese egoistischen Interessen an der Grenze eines Landes und man sollte ein ausgewogenes Interesse für Alle auf der Welt einhalten. Man darf nicht die eigenen nationalen Interessen anderen Länder aufzwingen, denn dann ist das Resultat eine Unterdrückung und das sehen wir ja überall. Wir sind völlig dagegen. Wir wollen das Recht der Völker sich selber zu regieren erhalten, die Unabhängigkeit und das Recht auf Souveränität.

Freeman: Die Prinzipien die Sie nennen widersprechen aber völlig den Mächten, denn sie wollen Unterwerfung.

Botschafter: Genau. Sie wollen Diener auf der ganzen Welt, die ihren Befehlen gehorchen. Was aber einige Länder wie der Iran unter keinen Umständen akzeptiert. Wir werden nie unsere Unabhängigkeit aufgeben und uns diesen unterdrückenden Mächten unterwerfen.

Freeman: Was sagen sie zu dieser ganzen Rhetorik, die schon seit Jahren andauert, die Drohungen gegen den Iran, sogar mit Krieg. Ist das nur ein Bluff oder ist das eine echte Drohung?

Botschafter: Wenn es etwas Weisheit hinter diesen Drohungen gibt, dann werden sie zu Bluffs reduziert. Aber wer weiss, vielleicht gibt es verrückte Leute die meinen sie können ihr Glück versuchen. Nur, das wird sie selber treffen, wird sie zurückwerfen, wenn sie so einen Selbstmord begehen. Darin sind wir uns sicher. Denn wir haben Recht, wir wollen nur unsere eigenen Interessen erhalten und keine anderen Interessen verletzen. Und wir halten uns streng and das internationale Recht. Wir halten uns an die Abkommen, die wir mit verschiedenen Ländern und internationalen Organisationen eingegangen sind.

Leider verabschieden die Mächte diese Resolutionen und Sanktionen gegen uns, die eine Art Bestrafung sind. Welche Sünde oder Verfehlung hat der Iran begangen? Wenn es wegen der Berichte der IAEA ist und unseren nuklearen Aktivitäten, dann ist das falsch. Die IAEA hat bisher nur unsere friedliche Nutzung der Atomenergie feststellen können. Deshalb, warum werden wir bestraft, wenn wir keine Sünde begangen haben oder Verfehlung bewiesen wurde? Was hier abläuft ist eine typische Form der Unterdrückung.

Freeman: Das heisst ja, die Westmächte erzählen die selben Lügen wie sie damals über Saddam Hussein erzählt haben, über seine angeblichen Massenvernichtungswaffen und machen das gleich mit Euch.

Botschafter: Das stimmt. Die Länder, die selber Massenvernichtungswaffen haben, geniessen die besten Beziehungen mit den Mächten, die diese Drohungen und Sanktionen gegen uns aussprechen. Gegen den Iran, der gar keine solche Waffen hat und sogar offiziell bestätigt hat, dass die Entwicklung, Herstellung und Anwendung von Massenvernichtungswaffen, speziell von Atomwaffen, ausdrücklich verboten ist. Deshalb, wir stehen genau dieser Unterdrückung gegenüber, in dem wir grundlos und ohne rechtlicher Grundlage bestraft werden.

Freeman: Was glauben Sie ist die Zukunft des Iran, was die Wirtschaft und die Bevölkerung betrifft und auch die Rolle auf der Weltbühne? Glauben Sie die Wahrheit wird irgendwann siegen und die Lüge aufgedeckt werden? In welche Richtung wird es gehen?

Botschafter: Ich bin sehr optimistisch. Erstens verlassen wir uns auf die omnipotente Macht der einen Entität, nämlich auf Gott. Und wir versuchen diesen Weg den Gott uns zeigt zu folgen. Und wir versuchen das umzusetzen was er uns sagt mit seiner Weisheit. Das ist der richtige Weg.

Freeman: Glauben Sie Gott beschützt den Iran?

Botschafter: Gott beschützt jeden der den richtigen Weg einschlägt und hat das auch denen versprochen die nicht andere unterdrücken. Jetzt, die andere Seite macht die ganze Unterdrückung auf der Welt, deren Zeugen wir sind. Der Iran hilf nur den Unterdrückten, das ist unsere grösste Sünde.

Freeman: Sie glauben also der Iran hat eine gute Zukunft vor sich, weil das Land erstens sich selber versorgen kann und zweitens weil es auf dem richtigen Weg ist?

Botschafter: Wir sollen optimistisch sein, laut unserem islamischen Glauben und den Weg den Gott uns vorgibt folgen. Wir müssen keine Angst haben. Und wir hoffen, wenn Gott es so will, dass die welche gegen uns sind, gegen unsere Unabhängigkeit, zur Weisheit gelangen, was sie machen ist nicht richtig, das es ihnen selber mehr schadet als uns. Wenn sie von ihrem falschen Weg abgehen und Einsicht zeigen, sind wir sicher, wird die Wahrheit siegen, die für jeden Wahrheitssucher jetzt schon sichtbar ist.

Freeman: Sind sie der Meinung es wäre eine gute Idee, wenn die Menschen aus dem Westen den Iran besuchen, mit eigenen Augen sehen was dort wirklich passiert, um sich eine eigene Meinung zu bilden?

Botschafter: Sicher. Wir heissen jeden willkommen, der mit einer offenen Einstellung zu uns kommt. Wir haben sogar unsere Nuklearanlagen diese Woche für Besucher geöffnet. Für alle Repräsentanten der wichtigsten Länder, um sich selber zu überzeugen. Die meisten haben diese Einladung angenommen und haben selber gesehen was in den Anlagen passiert. Wir glauben, dass die Weisheit alle diese Probleme und Verzerrungen überwinden wird, welche die unterdrückenden Mächte auf der Welt verursachen.

Freeman: Und aus Sicht des Tourismus, sollen die Menschen in den Iran kommen und die Schönheit und Gastfreundschaft des Landes kennen lernen?

Botschafter: Ja, wir heissen alle willkommen, aus den uns freundlich gesinnten Ländern, aus den neutralen und unabhängigen Ländern, um sich selber ein Bild zu machen. Dann können sie als Botschafter die Wahrheit zurückbringen und verbreiten.

Freeman: Weil es gerade aktuell ist, was sagen Sie über den Stuxnet-Wurm und dass die New York Times berichtet hat, dieser wurde von den USA und Israel entwickelt und gegen den Iran eingesetzt. Hat er eigentlich einen Schaden angerichtet?

Botschafter: Erstens, diese Enthüllung von ihnen selber zeigt, sie sind die wirklichen Schuldigen. Es ist eine Art von Terrorismus. Sie sagen, sie bekämpfen den Terrorismus, dabei stecken sie hinter allen Formen des Terrorismus. Zweitens, glauben wir hat der Wurm keinen nennenswerten Schaden an den Anlagen im Iran verursacht. Vielleicht benötigen sie diese Art von Propaganda um zu zeigen, alles was sie vorher behauptete haben, der Iran nähere sich einer Atomwaffe, stimmt nicht, wir sind jetzt weit entfernt davon. Dabei haben die eigenen Geheimdienst noch in der Bush-Ära bestätigt, wir entwickeln keine Atomwaffen. Also lassen wir sie mit ihrer neuen Propaganda glücklich werden und wir gehen unseren richtigen Weg.

Freeman: Sie meinen also, sie benutzen diese Propaganda um sagen zu können, der Iran ist jetzt sogar drei oder fünf Jahre entfernt von einer Atombombe, also noch weiter weg?

Botschafter: Ja, man kann es positiv sehen. Seit 25 Jahren sagen sie, in einem oder zwei Jahren hat der Iran Atomwaffen. Dann wenn diese Zeit abgelaufen ist, sagen sie es wieder und dann wieder, 25 Jahre lang. Wie kann das sein? Jetzt haben sie wenigstens die Zeit auf fünf Jahre verlängert und machen sich nicht dauernd lächerlich.

Freeman: Wir sind gerade Zeugen der Revolution in Tunesien. Das Volk hat den Diktator abgesetzt und er ist geflüchtet. Was meinen Sie dazu, könnte das ansteckend werden auf andere arabische Länder?

Botschafter: Wir sehen es nicht gerne, wenn Zusammenstösse und Probleme auf andere Länder sich verteilen. Wir wünschen uns, dass die Regierungen die Sorgen und Nöte der Bevölkerung verstehen, das es eine gute Übereinkunft gibt zwischen dem was der Staat als notwendig erachtet und was die Menschen für Sehnsüchte haben.

Was wir hier an Tatsachen nun sehen ist, alle sogenannten demokratischen Länder des Westens, welche die Freiheit so hoch halten, haben die aller besten Beziehung mit dieser Regierung gehabt. Das zeigt den totalen Widerspruch des Westens und ist eine andere Form der Unterdrückung gegen die wir sind. Wir hoffen, die Nachbarländer sehen das als Lektion und es gibt einen friedlichen Wandel in diesen Ländern.

Freeman: Es berichten viele der westlichen Medien negativ über den Iran, die Bevölkerung wird dort unterdrückt, sie können nicht demokratisch wählen und sie zeigten die Bilder über die Demonstrationen nach der letzten Wahl in Teheran. Wie sehen sie den Grad an Demokratie und Freiheit im Iran, im Vergleich zu anderen Ländern?

Botschafter: Der Iran ist eine Demokratie seit der Gründung als islamische Republik bis heute. Wir hatten einen richtigen Diktator vorher, bis er durch diese Revolution vor 32 Jahren gestürzt wurde. Alle diese westlichen Mächte, die immer sagen, sie wären für Demokratie, haben diesen Diktator unterstützt. Es ist sogar so: Einer unserer grössten Sünden ist der Sturz dieses Diktators. Seit Beginn der Revolution haben diese Mächte gesagt, das ist keine Demokratie, so darf es nicht laufen und diese Propaganda verbreiten sie seitdem um uns zu unterdrücken.

Wir hatten eine Wahlbeteiligung von 85 Prozent bei der letzten Präsidentschaftswahl, was die höchste auf der Welt ist bei irgendeiner Abstimmung so viel ich weis. Diese Zahl wurde von allen Parteien, einschliesslich der Opposition, akzeptiert. Vor zwei Monaten hat eine Denkfabrik aus den USA eine Fernumfrage im Iran durchgeführt. Dabei haben mehr als 60 Prozent der Befragten gesagt, sie befürworten die amtierende Regierung des Iran. Bei der letzten Wahl hat der Präsident 63 Prozent der Stimmen erhalten. Zwei Jahre später kommt eine unabhängige Denkfabrik zum ähnlichen Ergebnis. Das zeigt, das Resultat der Wahl war nicht verzerrt, wie behauptet wird. Das einzige was verzerrt wurde war die Berichterstattung im Ausland über die Wahl.

Wir wissen, die US-Regierung hat ein Budget von mehreren hundert Millionen Dollar vorgesehen, für sogenannte pro-demokratische Aktivitäten im Iran. Dies manifestierte sich dann in der Schaffung von Gruppen, die gegen die Wahlen waren und ihren Propagandasprüchen und sogar antiiranischen Sprüchen, die sie von sich gaben. Sie verbreiteten die Gerüchte, mit der Wahl stimme etwas nicht. Die Realität ist eine andere. Alle Wahlen im Iran werden von der ganzen Nation überwacht. Die Resultate auch und sogar vom Ausland. Es sind die echten Zahlen.

Freeman: Was mich bei den Demonstrationen nach den letzten Wahlen gewundert hat, wo kamen diese vielen Plakate plötzlich her, die sehr professionell gemacht und alle gleich aussahen, die auch noch Sprüche auf Englisch zeigten? Die englischen Sprüche waren doch nicht für die Iraner bestimmt, sondern für die TV-Zuschauer im Westen.

Botschafter: Völlig richtig. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Das müsste man mehr bekannt machen. Diese Plakate wurden als Propaganda für das Ausland gemacht, um das Bild des Iran zu verzerren. Wenn der Iran nicht demokratisch regiert wird, dann würde das Volk die Regierung stürzen, genau so wie sie die Diktatur vorher ganz alleine ohne Hilfe aus dem Ausland gestürzt hat.

Das Volk litt 32 Jahre lang unter den schärfsten Sanktionen, sie erlitten 8 Jahre Krieg durch den Irak, dann noch die schlimmsten Terrorangriffe im Inland, welche die ausländischen Mächte veranlassten. So hat keiner dieser Mächte die Ermordung der iranischen Wissenschaftler verurteilt. Das zeigt, sie befürworten die Terroraktivitäten gegen den Iran. Deshalb, wenn der Iran keine Demokratie wäre, nach all diesen Aktivitäten gegen den Iran, wenn die Menschen im Iran nicht die Regierung unterstützen würden, wer unterstützt sie dann? All diese ausländischen Mächte sind doch gegen die Regierung. Wie kann sie sich halten, wenn das Volk sie nicht will?

Es gibt keine Zweifel, der Iran hat eine echte Demokratie und sie wird vom Volk getragen.

Freeman: Der Unterschied zwischen der iranischen Demokratie und der im Westen, ist das Verhältnis zwischen Staat und Kirche. Im Iran gibt es keine Trennung. Jetzt gehen auch hier die Kritiker her uns sagen, das ist schlecht. Was sagen Sie dazu?



Botschafter: Ja, das ist wieder eine andere Dimension der vorher erwähnten Verzerrung. Was soll daran falsch sein? Die Menschen im Iran haben bei einer Wahl dafür gestimmt. Wir haben die legitimste Regierung, die legitimste Verfassung und Gesetze im Iran. Das ist die einzige Revolution in der Menschheitsgeschichte, wo nur 40 Tage nach dessen Sieg, es ein überwältigendes Referendum gab. Dabei haben 98,2 Prozent der Bevölkerung für die Errichtung einer islamischen Republik gestimmt. Und damals gab es noch gar keine staatlichen Institutionen, die irgendwie hätten darauf Einfluss nehmen können. Es wurde der Wunsch der Bevölkerung umgesetzt. Was hätten wir denn sonst tun sollen?

Was bedeutet eine islamische Republik? Es ist eine Republik mit den Gesetzen des Islam.

Jetzt sind einige Regierungen, Denkfabriken und Intellektuelle im Ausland hergegangen und haben einfach behauptet, Staat und Kirche passen nicht zusammen und deshalb muss das Resultat des Referendums verworfen werden. Wir sollen was das Volk will ignorieren. Nur, das ist unmöglich. In einer Demokratie zählt der Volkswille, gibt es Regeln, Gesetze und Prinzipien, die eingehalten werden müssen.

Dann, nach diesem ersten Referendum, hatten wir ein Jahr später ein zweites Referendum, bei der die neue Verfassung der islamischen Republik mit deutlicher Mehrheit vom Volk angenommen wurde, in der Staat und Religion zusammen sind. Es kann sein, dass diese Abneigung des Westens für eine Einheit von Kirche und Staat daher kommt, weil die christliche Welt damit in dessen Geschichte schlechte Erfahrung gemacht hat. Aber das hat mit der Islamischen Republik Iran und dem Islam und dessen Gesetze nichts zu tun.

Wir haben deshalb die ausländischen Kritiker aufgefordert, den Wunsch der Iraner zu respektieren. So denken die Iraner und so wollen sie ihren Staat haben. Sie haben so dafür gestimmt. Lasst sie doch ihr eigens Land so führen wie sie es wollen.

Freeman: Nur wir wissen ja, der Westen ist nur so lange für Demokratie, wenn so gewählt wird wie die Macht es wünscht. Wenn das Resultat einer Wahl anders ist, dann wird es nicht akzeptiert. Ein gutes Beispiel ist Gaza, wo die demokratische Wahl der Hamas vom Westen nicht geduldet wird und die Palästinenser deshalb einer brutalen Kollektivstrafe unterzogen werden. Wenn man das falsche wählt, dann wird man bestraft.

Botschafter: Richtig.

Freeman: Noch eine Sache die gerne benutzt wird um den Iran zu kritisieren, ist die Situation der Frauen oder wie sie behandelt werden. Wie sehen die Iraner die Rechte der Frauen?

Botschafter: Wieder eine grosse Propaganda und Verzerrung des Bildes. Im Iran ist es eine Tatsache, die Frauen entwickeln sich mehr als die Männer. So besteht die Mehrheit der Studenten an den Universitäten aus Frauen. Was zeigt uns das? Es zeigt das Potenzial zur Entwicklung ist grösser für die Frauen. Jahr für Jahr ist der Anteil der Frauen in der Arbeitswelt, in den höheren Ebenen der Gesellschaft gestiegen. Und in all diesen Wahlen, die ich vorher beschrieben habe, haben die Frauen teilgenommen. Die Frauen haben selber dafür gestimmt. Was ist also falsch? Heisst das, nur wenn die Frauen im Iran alle Regeln des Islam missachten und sich so geben wie im Westen, ist das richtig? Nein.

Wir glauben nicht, dass wir in allen Bereichen perfekt sind. Wir haben auch Unzulänglichkeiten. Aber wir sind eine Gesellschaft im Wandel. Für 2'500 Jahren waren wir unter der Herrschaft von Königen und Diktatoren. Seit nur 32 Jahren, mit all den Störfaktoren aus dem Ausland, verfolgen wir etwas von dem wir meinen, dass es gut für unsere Gesellschaft ist. Aber sie lassen uns nicht unseren eigenen Weg gehen.

Freeman: Gibt es etwas was sie meinen Lesern zum Schluss als Botschaft mitgeben wollen?

Botschafter: Islam bedeutet Frieden. Eine Islamische Republik sollte eine für den Frieden sein. Wir wollen nicht andere unterdrücken und wir wollen selber nicht unterdrückt werden. Das ist das Hauptprinzip welches wir verfolgen. Wir beten dafür, dass die ganzen Mächte dieser Welt, die gegen unseren Weg sind, die Situation des Iran verstehen. Wir fühlen keinerlei Animosität gegenüber irgendeinem Land. Wir beten dafür, dass die Mächte die Probleme der Welt friedlich lösen, ihre zerstörerische Kraft nicht einsetzen und in einen Zustand kommen der ihnen gerecht wird.

Wir haben in den letzten 400 Jahren bewiesen, dass wir niemanden angreifen. Auch in den vergangenen 1'500 Jahren unserer Geschichte, haben wir nur geantwortet wenn wir angegriffen wurden. Wir sind eine friedliche Nation, die nur ihren Weg gehen will. Jeder soll in Frieden Leben können und mit Weisheit.

Freeman: Herzlichen Dank für das Interview.

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