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Bewaffnete Deutsche in Tunis festgenommen

Sonntag, 16. Januar 2011 , von Freeman um 20:40

Tunesische Sicherheitskräfte haben am Sonntag in der Hauptstadt Tunis vier bewaffnete Deutsche festgenommen. Sie sind gemeinsam mit weiteren Ausländern in drei Taxis unterwegs gewesen. Dabei soll es sich um Franzosen und Schweden gehandelt haben. In den folgenden Videos sieht man wie die Ausländer überwältigt am Boden liegen.

In ihrem Gepäck wurden Waffen und Munition gefunden. Die schwarzen Koffer sehen aus wie für Gewehre. Sie sollen gesagt haben, sie gehen zur Jagt. Die Tunesier verdächtigen sie als Agenten, die nach Tunesien gekommen sind um Unruhe zu stiften und sie wären Scharfschützen.

In Tunis kam es am Sonntag zu mehreren Gefechten zwischen bewaffneten Anhängern des abgesetzten Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali und Sicherheitskräften der Übergangsregierung. Es herrscht deshalb eine angespannte Atmosphäre und es wurden laufend Schüsse gehört.

Es könnten tatsächlich Jäger sein, denn in Marokko und Tunesien wird Schwarzwild bejagt. Ist nur eine sehr unpassende Zeit mit Waffen durch Tunis zu fahren und bei einer Strassenkontrolle damit erwischt zu werden.



insgesamt 30 Kommentare:

  1. Kate sagt:

    im 1. Video bei ca. 1:25 liegt etwas im Gepäck, was aussieht wie eine Kugelsichere Weste (grau mit gelben Streifen). Braucht man das bei der Jagt?
    Die Patronenfunde im 2. Film sehen aber eher nach Schrot aus - eher nicht geeignet für die Arbeit von Snipern.

    Ist hier jemand, der mal die Beschriftungen der Westen oder die Rufe übersetzen könnte?

  1. Zwiebel sagt:

    Einschätzung:
    die körperliche Verfassung lässt nicht auf Specials schließen und auch die gezeigte Munition ist zum snipern ungeeignet (Schrot)
    Die Koffer sehen wie zivile Schützenkoffer aus -

    welcher Sniper fährt am hellichten Tag mit seinem Gewehr im Taxi durch solch ein Krisengebiet

    ich denke - zur falschen Zeit am falschen Ort ... und Situation total falsch eingeschätzt

    Tunesien hat ne große Küste - für Kommandoaktionen gibts bessere Möglichkeiten

    was soll das snipern dort bringen - Waffen ungeeignet (würd eher n Schnellfeuergewehr mit ZF empfehlen) - und wo sind Pistolen (hat ein Scharfschütze immer dabei) oder weitere kurzläufige Waffen

    ne, ne - denke dat is dumm gelaufen

  1. Bernmanu sagt:

    Völlig Chaotisches Verhalten!!!
    Und das sollen Sicherheitskräfte sein?
    Da wird das Sicherheitspersonal zum eigentlichen Problem!
    Ich sehe auf den Videos, Militär, Polizei, und in Zivil gekleidete mit Pistolen und Maschinengewehre in den Händen- solch ein Verhalten wird denen selbst zum Verhängnis...

    LG

  1. NuID sagt:

    Heute morgen in den Mainstream. Die alten Anhänger fahren wild durch die Straßen und feuern in irgendwelche Richtungen. Angeblich ein Auftrag vom alten Regime. um Angst und Schrecken zu verbreiten. Das Militär war angeblich nie für die Unterdrückung. Das Volk grüßt das Militär freundlich. Die Entwicklung ist sehr interessant.

  1. xabar sagt:

    @Kate

    Kugelsichere Westen braucht man sicherlich nicht zu einer Jagd. Auf den Westen der tunesischen Sicherheitsleute steht 'Polizist'.

    Auch damals im Iran haben sie Sniper eingesetzt, die sieben oder acht iranische Bassiji umgebracht haben, wovon in den westlichen Medien nie die Rede war. Auch Neda wurde nicht von iranischen Milizen, wie ständig behauptet, sondern von einem Agenten ermordet, der kurz nach dem Mord, der nach den Bildern, auf denen man Neda mit 'Blut' im Gesicht versorgt hatte, in einem Wagen passierte, nach London floh.

    Ich würde sagen, dass es sich um westliche Geheimdienstleute handelt, die den Auftrag hatten, die Unruhen anzustacheln so wie 'erf' vermutet.

    Es geht jetzt darum, wer den Machtkampf gewinnt, wer das Machtvakuum füllen kann oder ob die Konterrevolution (die alte Garde von Ben Ali, die natürlich nicht mit ihm geflohen ist, sondern im Land geblieben ist) mit Hilfe westlicher Geheimdienste die Oberhand behält.

  1. Nnn sagt:

    Ich halte die Jagd Begründung für sehr unplausibel. Wir wissen doch, dass unseren westlichen Regimes ein demokratischer arabischer Staat sehr ungelegen kommt - und noch schlimmer viele demokratische arabische Nationen. Hier geht es wieder mal nur um Eigeninteresse. Unsere Politiker haben Wochen geschwiegen, ob in D/F oder CH. Denen ist Tunesien egal. Strand, Sonne, stabile Verhältnisse, ein Bollwerk gegen den zumeist eingebildeten und selbst geförderten Islamismus ... dann ist jeder Diktator hochwillkommen. Ums Volk geht es in keinster Weise.

    Meiner Meinung nach sind das irgendwelche Söldner. Könnte es nicht sein, dass sie gerade deshalb keine Profiausrüstung bei sich hatten, um nicht erkannt zu werden? Es kann doch niemand so blöd sein, mitten in diesem Chaos auf Jagd zu gehen. Wollten Sie wohl Menschen jagen?

    Dieser mickrige Schlappschwanz Ben Ali hat Tunesien verlassen und gleichzeitig Order an seite Privatgarde erlassen, wild auf Menschen zu schiessen - um einen Bürgerkrieg zu provozieren. Hier wird wild aus Autos auf Menschen geschossen! Auf Kinder, Frauen und Alte die nur das Pech hatten im Schussfeld zu sein. Und die absolute Korruption unserer Regierungen sieht man daran, dass sie nichts tun. Hat die Schweiz die Gelder Ben Alis eingefroren, wie seitens Tunesien gefordert?

    Die korrupte Elite will nirgends eine echte Demokratie. Hat für jedes Land ein eigenes System der Unterdrückung. Wir leben im Dark Age. Aber der Mut der Tunesier macht Mut. Wir brauchen einander, wir sind eine Einheit: Denn wir sind das Volk!

    Ich bin in Kontakt mit einer tunesischen Familie in Tunis. Sie haben Angst. Die ganze Nacht Schüsse. Die Ben Ali Garde dringt in Häuser ein und bringt ganze Familien um. Es ist unvorstellbar. Und das alles, damit es nur ja keine Demokratie gibt. Die Korruption des Ben Ali Clans ist unvorstellbar. Es kommen immer mehr Details ans Licht. Es ist zum Grausen.

    Und nur damit hier nie mehr nette Kommentare zum ach so lieben Ghadaffi kommen. Sein Kommentar zum Geschehen:
    'Der libysche Machthaber Muammar Gaddafi hat kein Verständnis für den Aufruhr in Tunesien. Er singt ein Loblied auf den vertriebenen Herrscher Ben Ali und empfiehlt das libysche Modell für das Nachbarland' Mir fehlen echt die Worte!

  1. fethulgulub sagt:

    Hier und da liest man, dass diese Menschen keine Agenten sein können, weil sie nicht in der körperlichen Verfassung seien.

    Diesen Leuten kann ich nur sagen, dass sie zu oft James Bond-Filme gesehen haben. Genau so sehen Agenten aus. Unscheinbar, hässlich, fett, keiner beachtet sie. Sie sehen nicht aus wie Sean Connery oder Daniel Craig.

    Also, das sitzt BND-Agenten, die von der Bundesregierung den Auftrag haben, das Land ein bisscchen aufzumischen. Mit den Snipern gehen sie ja wohl nicht angeln.

  1. Bartje sagt:

    Also ich habe ein bisschen jagdliches Wissen und Hintergrund. Ich kann auf den Bildern nur Utensilien und Munition von Jagdturisten erkennen. Die Weste ist ne typische JAgdweste wie sie öfters benutzt wird. Mit der gezeigten Munition trifft man kein Ziel das weiter als hundert MEter entfernt ist.

  1. simorre sagt:

    Auf den Westen steht schurTi (das bedeutet Polizist).
    Die Menschen im Maghreb sind extrem arm. Man kann für Geld alles haben. Ich habe von Ausländern gehört, welche wirklich vor nichts haltmachen. Da geht es nicht bloss um Jagd auf Wild sondern vielleicht auf Menschen. Menschenschänder kennen keine Grenzen.

  1. Nnn sagt:

    @Bartje
    Und 100 Meter reichen, um aus dem Auto ziellos auf Menschen zu schiessen, nicht? Kann sein, das es Jagdtouristen waren, ich bezweifle es sehr.

  1. xabar sagt:

    War es ein Jagdausflug?

    Vielleicht sollte man mal etwas intensiver recherchieren. In der spanischen EL País von heute war zu lesen, dass zwei Schweden und ein Tunesier 40m vom Sitz der PDP (eine der tunesischen Oppositionsparteien, Partei des Demokratischen Fortschritts) entfernt verhaftet wurden. In ihrem 'Jagdgepäck' nach Angaben eines Offiziellen:

    "Gewehre kürzerer und längerer Reichweite".

    Das wahrscheinliche Ziel dieser 'Jäger': Nejib Chebbi und/oder Maja Joribi, die führenden Köpfe dieser Partei, einen Kopf kürzer zu machen anlässlich ihres touristischen Jagdausflugs.

    Die Wachsamkeit der Tunesier ist schon erstaunlich. Die Strategie der Konterrevolution und der Ben Ali-Milizen, die in Tunis wüten:

    Ein Chaos zu erzeugen, um dann als 'Ordnungsmacht' auftreten zu können, um das Ruder so noch mal herumzureißen.

    Die Strategie des Westens, einschl. Frankreichs:

    1. Zu versuchen mit Hilfe der Jasmin-Revolution Gaddafis Regime zu stürzen, das wie kaum ein anderes Land die Palästinenser in Gaza mit Hilfskonvois unterstützt;
    Der vorletzte Gaza-Konvoi kam z. B. aus Libyen.

    2. Zu verhindern, dass der Funke der Revolte auf Jordanien, den Jemen oder Ägypten überspringt.

    Hier liegen die Interessen des Westens, der jetzt vorgibt, das 'tunesische Volk' zu unterstützen, so Obama, aber auch Sarkozy. Obwohl Sarkozys Innenminister noch kurz vor dem Abgang ihrer Marionette nach Saudi Arabien, Hilfe für die tunesischen Sicherheitskräfte bei der Niederschlagung der Revolte angeboten hatte! Jetzt wechseln sie das Pferd und setzen auf 'Demokratie', um ihre Interessen in dem Land zu wahren.

    In Ägypten zündete sich heute ebenfalls ein Mann an. Es bleibt abzuwarten, ob diese Tat auch dort den Funken für eine landesweite Revolte überspringen lässt. Es wäre zu hoffen.

  1. Nnn sagt:

    @xabar
    Ich finde Deinen Kommentar gut, ausser die Lobeshymne auf Ghadaffi.

    Diesen grössenwahnsinnigen Diktator, der sich der König von Afrika nennt, darf man nicht noch unterstützen. Dass er Hilfskonvois schickt, dient bestimmt dazu, sein Image aufzupolieren. So wie die Mafia auch Häuser für die Armen baut, um sich als Gutmenschen hinzustellen.

    Ghaddafi ist ein Dikator, punkt schluss. Daran ändern ein paar Essenspackete und seine UNO Reden nichts. Man sollte sich nicht verblenden lassen. Ghadaffis Kommentar zu Tunesien und seine Lobeshymne auf Ben Ali sollten Dir da die Augen öffnen.

  1. TommyHB sagt:

    Wer sich in Gefahr begibt... kommt darin um.

    Es ist durchaus erstaunlich, dass es Menschen gibt, die es wagen bei Revolten und Unruhen, bewusst mit Waffen durch derartige Gebiete zu reisen, um zur Jagd gehen oder fahren zu wollen.
    Man könnte sich auch hinstellen und schreien man sei der Freund des gestürzten Präsidenten und muss sich dann nicht wundern, wenn es einem so ergeht wie es in den Clips zu sehen ist.

    Ich denke auch mittlerweile, dass die BRD so verkommen ist, genauso wie andere westliche Geheimdienste zu arbeiten. Das Politik, Wirtschaft und Banken, fördern wenn sich Söldner aus Deutschland dazu hinreißen lassen, in Krisengebiete zu reisen um dort zu provozieren. Geld stinkt nicht und es ist alles nur eine Frage des Preises.

    Wir in Deutschland wissen doch überhaupt nicht mehr was abläuft. Es gibt denke ich sehr wenige Seiten die sich mit dem Inneren und Äußeren der BRD beschäftigen, mit Korruptionen, Geheimdiensten, Banken usw. Zumindest kenne ich leider nur ein, zwei, drei Seiten. Das war es dann auch schon.

    Sollte es sich hier um Söldner handeln oder Geheimdienstakteure, so haben diese selber schuld, mit dem was ist und mit dem was Ihnen passieren wird. Geld kann Leben nicht aufwiegen... und wer meint das es doch so geht, wird sich sicherlich irgendwann wundern und seine Einstellung bereuen.

    Warten wir auf weitere Infos.

  1. TommyHB sagt:

    Nun berichtet ja auch Spiegel Online über das Erreignis....


    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,739848,00.html

  1. Freegaza sagt:

    Die Unruhen haben am 15.12.2010 begonnen - und wenns am schlimmsten ist gehen diese noch mit Waffen durch die Stadt...
    Habe mit einigen Freunden in Tunesien telefoniert - es glaubt niemand wirklich daran dass diese Toursisten sind...

    @Nnn - Wir wissen doch, dass unseren westlichen Regimes ein demokratischer arabischer Staat sehr ungelegen kommt - und noch schlimmer viele demokratische arabische Nationen -
    Ganz deiner Meinung...

  1. KPAX sagt:

    Ich denke es waren tatsächlich Jäger.

    Typische Touristen Volldeppen.
    Mit Schusswaffen und Munition im Taxi da rumkutschieren.

  1. xabar sagt:

    @Nnn

    Auch ich stimme mit dir in fast allem, was du schreibst, überein, würde aber dazu raten, die Propaganda zu Gaddafi kritisch zu hinterfragen.

    Ich verbreite auch keine 'Lobeshymnen' über ihn, wenn ich darauf hinwies, dass er den palästinensischen Widerstand und Gaza politisch und materiell unterstützt und dem Einfluss des Zionismus in Afrika seit mehr als dreißig Jahren inzwischen entgegen arbeitet.

    Nur ein Detail, das du aber nur findest, wenn du dir Sachbücher besorgst und keine Tageszeitungen, die über Libyen so gut wie nichts berichten, außer ihre Verleumdungen zu Gaddafi:

    Das Pro-Kopf-Einkommen in Libyen ist laut 'Fischer Weltalmanach 2011 - Zahlen, Daten, Fakten' in Libyen mit jährlich 12.380 Dollar angegeben. In Ägypten liegt es bei 1.800 Dollar, in Tunesien bei 3.500 $.

    Das liegt daran, dass in Libyen die Einkünfte aus dem Öl auch der Bevölkerung zugute kommen, während die anderen beiden arabischen Länder von ausländischen Konzernen ausgesaugt werden und nichts von ihren Reichtümern abbekommen, außer die kleine, raffgierige Elite, die eng mit dem Ausland verbunden ist.

    Die zionistische Propaganda bezeichnet nicht nur Gaddafi als 'Verrückten', sie hat auch Saddam Hussein als 'Hitler' oder 'Verrückten' bezeichnet oder einen Mann wie Mahmoud Ahmadinejad (der neue 'Hitler'). Alle, die den Imperialisten im Wege stehen und die ihre Sache relativ gut machen, werden auf diese Weise verteufelt und stigmatisiert.

  1. Nnn sagt:

    @ThommyHB
    Sehe ich genau so! Das vereinte Deutschland, die zentrale Rolle Deutschlands beim Schutz der Heroinproduktion in Afganistan und auch die scheinbar uneingeschränkt verfügbaren - selbstverständlich durch höchste Verschuldung des Bürgers finanzierte - Ressourcen, um die EU zu retten... und last but not least diese Elitenmarionette Merkel, die immer mehr nach Frankenstein Produkt denn nach Mensch aussieht, sind meiner Meinung Hinweise auf die predominante Rolle der BRD im NWO Plan.

    Und Schweden? Mit der abstrusen, seitens Schweden kriminellen Julian Assange Geschichte und z.B. dem Druck, alles Bargeld zu verbieten und durch Plastikkarten zu ersetzen... macht auch Schweden sich zum sicheren NWO Musterland.

    Das Agenten oder Söldner nicht wie James Bond daherkommen, ist ganz klar. Da gebe ich Dir vollkommen recht, fethulgulub.

    Es können die dümmsten, idiotischten Wildjänger der Welt sein, die in so einer Situation voller Waffen mit Taxis durch Tunis fuhren - oder aber gut getarnte Söldner oder Agenten. Das letzere erscheint aufgrund der Situation plausibler.

  1. erf sagt:

    Also ich kann es auch aus Tunesien berichten, dass man jetzt dabvon ausgeht, dass es wirklich Jäger sind.

    Sie hatten ein Dokument der inneren Sicherheit bei sich, das ihnen die Jagd erlaubt und sollen auf dem Weg zurück vom Flughafen Tunis gewesen sein, wo sie nicht ausfliegen konnten.

    Allerdings sind sie am 9.Januar eingereist. Gerade dann, wo es die ersten Tote durch Schüsse gab.

    Unpassender geht es kaum.

    Natürlich muss man da mistrauich sein in einer solchen Situation sowieso.

  1. tonnebaer sagt:

    Im deutschen Mainstream-TV heist es, es seien Schweden gewesen und keine Deutschen. Aber was soll man in dieser Welt noch glauben ...

  1. Alfred sagt:

    Auch wenn es keine deutschen sondern schwedische Jagd-Urlauber waren, ist deren Verhalten suspekt und unvernünftig.
    Auf eigene Faust mal eben während einer Revolte auf die Jagd zu gehen grenzt an Dummheit und Gewissenlosigkeit. In so einem Fall hat man doch als gewissenhafter Jäger die Pflicht vom Hotel die Behörden zu informieren - Wir sind Jagdurlauber, haben Jagdausrüstung und die notwendigen Dokumente und wollen so schnell und sicher wie möglich das Land verlassen. So wird ausgeschlossen das die Waffen in fremde Hände geraten und man selbst in Schwierigkeiten gerät. Hier in Deutschland und mit grosser Sicherheit in Schweden auch halten sich die Jäger an die Waffengesetze und Auflagen - Auflagen gibt es auch in Tunesien (Jagdaufsicht, Treiber, Hunde, etc.) erst recht und dann so Was?

  1. wirklich dumm gelaufen für die ...Wildschweinjäger.
    Mit eine wenig Gripps im Hirn wäre die besser sofort zum Hotel und von dort aus mit tunsischen Begleitern zum Flughafen gefahren.

    Zuerts dachte ich an Mossad-Agenten mit Schwedischen Pässen(:-)

  1. Freegaza sagt:

    Habt Ihr eigenlicht mal wieder was gehört von diesen "Jägern"..?
    Sind diese wieder in Ihrer Heimat angekommen? Wurden mal Namen genannt? Konnte nichts finden..
    Normalerweise erzählen solche Leute nach der Heimreise von Ihren Erlebnissen, treten im TV auf etc.. vielleicht kommt dies ja noch... ?

  1. Job Killer sagt:

    Kate und Zwiebel, Ihr schreibt, die Munition sei nur Schrot gewesen. Dies würde aber gar nicht zur Darstellung der Opfer passen, auf Wildschweinjagd gewesen zu sein. Wenn man nämlich mit einer Schrotflinte auf ein Wildschwein knallt, dann ist nicht viel passiert, außer vielleicht, daß man das Wildschwein stinksauer gemacht hat.

    Mir ist schleierhaft, wie so eine Wildschweinjagd (in Tunesien) überhaupt abläuft. Offenbar hatten jene angeblichen Jäger zwar ihre Waffen dabei, aber von irgendwelchem tiefgekühlten Wild war keine Rede (von Ausfuhrbeschränkungen ganz zu schweigen). Genügt es jenen "Killern" also, die Tiere zu töten - und posierend ein Urlaubsfoto von sich schießen zu lassen? Lassen die also das Wild an Ort und Stelle verrotten? Falls es jemand zu seinen Urlaubsfreuden zählt, Tiere totzuschießen, dann fällt mir die Empörung über eine gehörige Tracht Prügel schwer.

    Ich find's merkwürdig, daß Hinz und Kunz per Sondermaschine ausgeflogen wurde, nur eben jene Schützen nicht. Zitat aus: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,739976,00.html vom 17. Januar: »Wie das Auswärtige Amt (AA) am Montag mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen mehr als 6000 Urlauber mit verschiedenen Flügen zurückgebracht. Man gehe davon aus, dass "alle diejenigen, die zurückwollten, auch zurückgekehrt sind", sagte Ministeriumssprecher Andreas Peschke. [...] Der Reiseveranstalter Thomas Cook hatte über das Wochenende insgesamt rund 2100 Urlauber mit 14 Sonderflügen zurück nach Deutschland geholt. [...] Auch Rewe Touristik flog bis Sonntagabend 2100 Urlauber mit zwölf Sondermaschinen zurück nach Deutschland.«

    Ich gehe davon aus, daß jene Schützen aufgrund ihrer Erfahrung das weithin hörbare Gewehrfeuer in der Stadt ohne weiteres also solches erkannt haben dürften, bevor sie zum Flugplatz fuhren. Warum also fährt man mitten im Bürgerkrieg im Taxi zurück in den Hexenkessel? Die offizielle Begründung lautet, sie hätten ihren Flug verpaßt. Das ist merkwürdig, denn in jenen Tagen scheinen
    die Airlines im Akkord Leute rausgeflogen zu haben.

  1. Zwiebel sagt:

    @ JobKiller

    hast du die Munition in den Schrotpatronen erkannt ? Wenn du dich auskennst weißt du um Flintenlaufgeschosse ( gut 40 Gramm Blei)- d.h. mit der Schrotknarre legst du jede Wildsau um ... übersehen ?
    (wenn du oder sonst jemand Infos über Waffen oder Munition brauchen bitte fragen - ich helfe gerne)

    Ich bleib dabei - falsche Zeit und falscher Ort

  1. Abdallah sagt:

    das sind definitiv agenten oder söldner, ich hab mich mit einigen tunesiern unterhalten die wissen nichts von irgendwelcher wildsau jagden in tunesien.

  1. Zwiebel sagt:

    @ Abdallah

    das Argument, dass nicht alle Tunesier über die Wildschweinjagd Kenntnis haben, möcht ich zur Annahme .Agent oder Söldner. nicht annehmen -

    es gibt genug Dinge in Deutschland, von denen die Masse der Bevölkerung keine Ahnung hat (zumeist weil sie das nicht interessiert oder nicht betrifft)

    ich räume natürlich ein, dass die Gefangennahme von Agenten oder Söldnern spannender ist als die Festnahme von ein paar ungeschickten Jägern ...

  1. Job Killer sagt:

    Die verprügelten Schützen wären ja unverdächtig, sollten die Schußwunden der Demonstranten zu keiner ihrer Waffen passen. Seit Tagen warte ich darauf, daß ihre Rückkehr in die Heimat verkündet würde - es herrscht aber das Schweigen im Walde.

    Da ich schwedisch spreche, zitiere ich im folgenden aus der schwedischen Presse.

    http://www.expressen.se/nyheter/1.2295758/ud-forstarker-med-personal-i-tunisien

    > "Enligt Erik Eckhardt har UD skickat ner en representant
    > för att följa upp händelsen. Särskilt med tanke på att två
    > i gruppen är majorer i svenska armén, säger han."

    "Wie Erik Eckhardt [das ist irgendein Sicherheitsverantwortlicher der Gruppe] sagte, hat das [schwedische] Auswärtige Amt einen Vertreter runtergeschickt, um den Vorgang zu untersuchen. Insbesondere deswegen, da zwei aus dieser Gruppe Angehörige des Militärs im Range eines Majors sind."

    http://www.expressen.se/nyheter/1.2295549/misshandlade-jagarna-pa-vag-mot-sverige

    > Klockan 15.30 på tisdagen lyfter deras plan som ska ta dem till Zürich,
    > för att där byta plan och fortsätta till Stockholm Arlanda. Vid 22.30
    > väntas jägarna landa i Sverige.
    > [...] Publicerat 18 jan 2011 11:20 Uppdaterad 18 jan 2011 13:17

    "Um 15:30 am Dienstag hebt deren Flugzeug ab, was sie nach Zürich bringen soll, um dort umzusteigen und die Reise fortzusetzen nach Stockholm Arlanda. Um 22:30 Uhr wird die Landung der Jäger erwartet."

    Diese Webseite wurde aber publiziert am 18 jan 2011, 11:20 Uhr und später editiert um 13:17 Uhr ... der Abflug der Gruppe lag zu dem Zeitpunkt also noch in der Zukunft.

    Nur: Aufgrund der (mir) vorliegenden Nachrichten haben offenbar jene Militärs nebst ihren Begleitern weder den Flug angetreten noch wären sie bislang in Schweden angekommen. Es wäre durchaus hilfreich, wenn die Medien hier mal Klarheit schaffen würden, aber sämtliche Berichterstattung endete jäh am frühen Nachmittag des 18. Januar.

  1. tahfoona sagt:

    auf dem video wird auch gesagt,dass der taxifahrer gefragt wurde wo er sie hätte hinbringen wollte und er sagte" die wollten angeln gehen".. als sie die insassen baer fragten antworteten diese wir gehen wildschweine jagen..hhmmmm?? und es sind nicht alle polizisten die dort zusehen sind sondern männer/nachbarn, die sich zu einer bürgerwehr postiert haben um die nachbarschaft gemeinsam zu beschützen.
    ich kenne die stelle an der die männer festgehalten wurden! und glaubt mir wildschweine jagt man nicht in einer dichtbesiedelten gegend 13km von tunis entfernt..und selbst in 20km unkreis wäre dies undenkbar..

  1. Jabroni120 sagt:

    Moin,

    was ich in den videos verstanden hab, waren sie überwiegend wegen der zahlreichen munition aufgebracht und über die waffen. im hintergreund hörte ich noch jemanden sagen: sie hatten/haben es auf zivilisten abgesehen.

    was mich persönlich wundert ist das die deutsche regierung doch alle touristen aus tunesien geholt hat weil sie dort nicht länger bleiben können aufgrund der unruhen...wenn also schon für pauschaltouristen unsicher ist...wieso nehmen sich dann einige "jäger" vor zu so einer zeit jagen zu gehen?