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Das WEF in Davos 2011, die jährliche Schandveranstaltung

Montag, 24. Januar 2011 , von Freeman um 12:05

Alle Jahre wieder treffen sich die Bonzen aus Politik und Wirtschaft im winterlichen Davos in der Schweiz. Am diesjährigen Treffen vom 26. bis 30. Januar nehmen 2500 Führungs- gestalten aus Politik und Wirtschaft teil. Darunter sind 30 Staats- und Regierungschefs und über 60 Minister. Das 41. WEF steht unter dem Motto "Gemeinsame Normen für eine neue Realität" und die Eröffnungsansprache wird der russische Präsident Dmitri Medwedew halten.

Zu den weiteren Teilnehmern gehören der britische Premierminister David Cameron, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und japanische Premier Naoto Kan. Ihr Kommen angekündigt haben auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon und US-Finanzminister Timothy Geithner. Obama kommt nicht, so wie sein Vorgänger Clinton, da er mit seiner Rede zur Lage der Nation beschäftigt ist ... und die sieht ja ziemlich katastrophal aus.

Ministerpräsident Giorgos Papandreou aus dem krisengeschüttelten Griechenland wird auch ans WEF reisen. Dort wird er sich wohl mit dem EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung Olli Rehn unterhalten.

Wirtschaftsbosse die kommen sind: UBS-CEO Oswald Grübel, CS-CEO Brady Dougan, Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann, Microsoft-Gründer Bill Gates und Google-CEO Eric Schmidt.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sowie Minister aus 19 Staaten der G-20 sind auch dabei.

Bei dem Treffen geht es hauptsächlich um „Networking“, also neben den Vorträgen die stattfinden, Beziehungen untereinander zu knüpfen, plus ein Schaulaufen für die Egos. Der Bevölkerung der Länder die hier vertreten sind bringt dieses Bonzentreffen nichts, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Im Gegenteil, es wird abgesprochen wie man sie noch ärmer macht und sich selber reicher, mit dem Transfer des Vermögens von unten nach oben.

Der Gründer des Forums, Klaus Schwab, der im vergangenen Jahr angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise den Sittenverfall in der Wirtschaftswelt scharf kritisiert hatte, haben viele Verantwortungsträger nicht die richtigen Lehren aus der Krise gezogen:

"Die Einsicht, dass wir es nicht nur mit einer konjunkturellen, sondern vor allem mit einer fundamentalen moralischen Krise zu tun hatten, ist noch immer nicht vorhanden", sagte Schwab scheinheilig.

"Was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf die Werte einer sozialen Marktwirtschaft." In dieser Hinsicht könne man aber weltweit bestenfalls Ansätze einer wirklichen Bewusstseinsveränderung erkennen.

Damit meint Schwab, dass sich die politische und wirtschaftliche Macht von West nach Ost und von Nord nach Süd verlagere und sich die Technologie rasant entwickle.

So hat sich die chinesische Delegation gegenüber den letzten Jahren verfünffacht und jene aus Indien vervierfacht.

Schwab sagt auch, das Weltwirtschaftsforum in Davos, das seit vier Jahrzehnten Ende Januar stattfindet, wird künftig noch früher im Jahr abgehalten. "Wir haben in der Vergangenheit oft viele Absagen aus China bekommen, weil der Termin unseres Jahrestreffens zu nah am chinesischen Neujahrsfest liegt. Deshalb werden wir das WEF voraussichtlich ab 2013 um eine Woche vorziehen."

Seit 2005 vergibt ein Zusammenschluss von Organisationen unter dem Namen "Public Eye Awards" Schandpreise an Firmen, die negativ während des vergangenen Jahres auffallen sind.

Darunter befinden sich die Konzerne BP, Foxconn, Neste Oil, Philip Morris International, Anglo Gold Ashanti und Axpo, welche die Top-Anwärter für den diesjährigen "Public Eye Award" sind.

Aus über 30 Kandidaten wählte eine Fachjury die sechs skandalösesten Fälle aus. Auf der "Public Eye"-Homepage ist es ab Montag möglich, seine Stimme für den Publikumspreis abzugeben. Warum nur diese? Für mich sind alle die dort teilnehmen reif für einen Schandpreis, denn das Ganze ist ja eine Schandveranstaltung.

Alleine die Tatsache, dass die Bankster mit ihren Millionenboni durch den Einsatz von Steuergeldern gerettet wurden und diese ihr Spielkasino seither munter weiter betreiben können, kann nur eine Feindseligkeit gegenüber den Eliten auslösen. Die ganze Weltwirtschaft ist doch das reinste Zockerparadies, wo die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden.

Die Sicherheitsmassnahmen, um die Bonzen "vor dem Pöbel zu beschützen", kosten wenn man alles rechnet mindestens 50 Millionen Franken (sie sagen lächerliche 8 Millionen), die der Schweizer Steuerzahler trägt. Die ganze Schweizer Luftwaffe ist in Alarmbereitschaft und bewacht mit F-A18 Abfangjäger und Hubschrauber mit Wärmebildkameras den Luftraum über Davos, plus tausende Soldaten und Polizisten am Boden. Normalsterbliche haben sowieso keinen Zugang zum Tagungsort und werden schon 25 Kilometer vorher im Tal abgefangen.

Von was hat die globale Elite Angst? Sie sind ja die wirklichen Terroristen der Welt.

insgesamt 17 Kommentare:

  1. TommyHB sagt:

    Sie haben einfach nur Angst vor Tunesien II.

  1. Peter.Hacke sagt:

    [zitat Freeman]

    Das 41. WEF steht unter dem Motto "Gemeinsame Normen für eine neue Realität"

    /[Zitat]

    Haben die eine Macke?

    Normen für welche "neue Realität" bitte? (hab mit der aktuellen Realität schon genug)
    Klingt irgentwie nach: Unterwerft euch der "Neuen Welt Ordnung"

    da kann für die Völker nur schlimmes herauskommen ....

  1. vielleicht hätte man das Wort 'Krise' noch öfter verwenden sollen

  1. cloedu sagt:

    "Gemeinsame Normen für eine neue Realität" ist 'Neusprech' und bedeutet soviel wie "Unsere Ideen wie Ihr nach dem Umgestaltungsprozess zu leben habt". Neusprech ist vielfach anzutreffen in den Interviews und Reden vieler Politiker. Achtet euch einfach mal. Mit ein bisschen Übung versteht man diese sprache sehr gut.
    Typisch für die verfloskelte und verschnörkelte Ausdrucksweise unserer Führer. Gute Ansätze zur erwähnten Marktwirtschaft und zum "Neusprech" (find den ausdruck super^^) im Buch von Olver Janich 'Das Kapitalismus Komplott' interessante Lektüre =)

    gruzz

  1. akira05 sagt:

    Hallo an alle,
    es ist das erste mal das ich mein Kommentar hier abgebe.
    Es hat jetzt nicht unbedingt mit dem Thema zu tun,aber ich muss etwas loswerden das mir am herzen liegt.
    Wo sonst wenn nicht hier.
    Ich habe mich die letzten Jahre intensiv mit der Welt beschäftigt.

    Über die Weltgeschichte bis hin zur Politik, Wirtschaft,Technologien,Raumfahrt, Gesundheit und Wissenschaft.
    Zum Teil wurde mein altes gemütliches Weltbild völlig Zerstört. Es ist sehr schwer die Wahrheit anzunehmen, was für mich verständlich ist warum viele Menschen einfach die Augen verschliesen. Aber es führt früher oder später kein Weg daran vorbei.

    Wie einst ein Ausenstehender meinte: "Erst wenn es keine Kriege mehr auf dieser Welt gibt,werden die Menschen zu den Sternen reisen". Dieser Satz ruft gänsehaut bei mir hervor,den genau das ist mein streben und vieler anderer auch.

    Durch die Weltgeschichte habe ich gelernt das sich eigentlich nicht viel verändert hat bis heute. Das Volk(den sie wissen nicht was sie tun) denkt, wir leben in einer Zivilisierten Welt wegen des Fortschritts(doch genau der Fortschritt macht es umso gefährlicher).Was ich damit sagen will ist je Fortschritlicher eine Zivilisation desto dümmer das Volk.

    Wie einst einer meinte:"Gott hat uns erschaffen(auf Kohlenstoffbasis)damit wir neues Leben erschaffen(auf Siliziumbasis).

    Viele erkennen einfach nicht das,dass Haupwerkzeug der(Oligarchen,Illuminaten usw, das TEILE UND HERRSCHE prinzip ist.
    Ob bei Kriegen auf der Welt(Jugoslawien>gespalten),Politik oder beim MK-Ultra Programm der Geheimdienste.Verwirre und Terroriesiere einzelne Personen derart,bis sich die Persönlichkeit verängstigt zurückzieht und zu mehreren spaltet und du sie anschließend kontrollierst.

    Zur CO2 lüge: Politiker wollen mit sätzen wie ,wir sind schuld für die verpestung der Welt, schuldgefühle in uns herbeirufen,damit wir freiwillig und guten gewissens zahlen.

    Was den Menschen aber nicht bewusst ist, ist das die Erde kein Glashaus ist, in der sich die Wärme anstauen kann.Wenn die Erde zu viel Hitze anstaut gib sie sie einfach in den Weltraum ab.Die Erde ist ein lebender Organismus,wenn wir sie zu sehr vermüllen, dann reinigt sie sich mit der Zeit von selbst(Ölkatastrophen,überschwemunngen,Hurricans usw).Die gesetzte gelten im mikrokosmos sowie im Makrokosmos(außer es geht in die Quantenmechanik).Wenn der Mensch sein Körper verdreckt mit allerlei substanzen,dann reinigt er sich auch selber(Krankheiten-Immunsystem, schwitzen,erbrechen usw.)
    Forschungen der NASA geben den wahren Grund an, und zwar die Sonne. Die NASA steht vor einem Poblem,den die Sonne strahlt die letzten Jahrzente heller und stärker, was laut verständniss der Wissenschafltler nicht sein kann, weil die Sonne ja mit der Zeit seine Energie verlieren müsste bis sie irgendwann erlicht.
    Vielen ist nicht bekannt das in unserem Sonnensystem alle Planeten heller leuchten durch die bestrahlung der Sonne als vor einigen Jahrzenten. Sogar Pluto das sich immer weiter von unserem sonnensystem entfernt leuchtet heller und gibt automatisch mehr wärme von sich,was eigentlich nicht sein kann weil wenn sich etwas weiter von einer Energiequelle enfernt es auch mehr abkühlen müsste. Das ist der Grund der erwärmung,die "Sonne" und nichts anderes. Die heutzutage stärkeren sonnencremes haben nichts mit Ozonlöcher zu tun,sondern einfach nur stärkere sonnenbestrahlung durch die Atmosphäre.(Geldmacherei)

  1. Nnn sagt:

    Und doch erstaunt immer wieder, wie viele Schweizer dem WEF völlig kritiklos gegenüber stehen!

    Sowieso ist der Rückhalt der Bevölkerung sobald es irgendwie um Wirtschaft und Arbeitsplätze geht hoch. Das Nestlé Mini-Bilderberg, CERN und das WEF sind hier nur einige gute Beispiele.

    So hat es die Schweizer Wirtschaft auch relativ unbehelligt geschafft, bis in die letzten Wehen des Südafrikanischen Apartheitregimes munter weiterzugeschäften.

    Schweizer können zwar mitfühlend und weltoffen sein - oder gar humanitär, wie es offizell genannt wird - aber beim eigenen Geldsack hört's dann offenbar (eine Minderheit ausgenommmen) auf!

  1. xabar sagt:

    Einen Eklat wie vor zwei Jahren, als Recep Tayyip Erdogan Shimon Peres auf seine Rede für die Gaza-Bombardierung (27.12-22.01.09, mit 1400 Toten, darunter 300 Kindern) antwortete, wird es wohl dieses Mal nicht geben. Erdogan damals, kurz bevor er den Saal verließ:

    "Ich kommt nicht noch mal nach Davos."

    Da gehört auch ein solcher Politiker von Format nicht hin.

    Peres durfte damals 25 Minute lang sprechen und das Gaza-Massaker verteidigen und erntete den Applaus der Anwesenden. Der Mensch von der Washington Post, der das Treffen moderierte, wollte Erdogan erst gar nicht sprechen lassen, gönnte ihm dann jedoch einige Minuten. In der Bild-Zeitung war dann von einer 'antisemitischen Hassrede' des türkischen Ministerpräidenten die Rede. Hier ein Auszug aus Erdogans Rede:

    "Entschuldigung bitte. Nur eine Minute. Herr Peres Sie sind älter als ich. Sie haben sehr laut gesprochen. Ich weiß, der Grund dafür ist Ihr Gefühl der Schuld. Ich werde nicht so laut sprechen, nur damit Sie es wissen:

    Wenn es ums Töten geht..Mit dem Töten kennt ihr euch sehr gut aus. Wir wissen, wie ihr Kinder am Strand getötet und erschossen habt.. Bitte unterbrechen Sie mich nicht!

    In der Thora ist das 6. Gebot: 'Du sollst nicht töten! Aber dort wird getötet."

    Dann zitierte er den israelischen Musiker Gilad Atzmon: 'Die israelische Barbarei übertrifft manchmal noch die Grausamkeit.'

    Schließlich entzog der Moderator ihm das Wort. Erdogan darauf:

    "Ich komme nicht mehr nach Davos!"

    Das ist auch gut so. Sollen sie unter sich bleiben und ihre neuen 'Normen' diskutieren, die da heißen: 'Ihr müsst den Riemen enger schnallen. Wir dürfen ihn weiter machen, weil wir so weitermachen.'

  1. info sagt:

    Wen würde es denn ernsthaft wundern, wenn "Neue Realität" sprachlich und von seiner Absicht her und in seiner Schlagrichtung in die gleiche Kerbe schlägt wie zum Beispiel das Wortungeheuer "Initiative neue soziale Marktwirtschaft"?
    Klassisches Orwellsches Neusprech!

    Mit jedem Tag der vergeht, wird die Sehnsucht nach der französischen Lösungsmethode von 1789 größer... und größer... und größer.

    Als ich am Wochenende kleine Zettel mit diversen Namen (z.B. Merkel, Bernanke, Ackermann, etc.) an die Laternenpfähle in meiner Straße klebte, wurde ich von einem Nachbarn angesprochen:
    Nachbar: Warum gibst du den Laternen Namen?

    Ich: Ich gebe ihnen keine Namen, ich reserviere. Man nennt das auch "Arbeitsvorbereitung".

    Nachbar: Wozu?

    Ich: Für den Tag an dem uns das ganze System um die Ohren fliegt und eine Phase der Anarchie beginnt. Dann kann ich endlich meine Liste abarbeiten. *grins*

    Nachbar: Diese Laternen sind gute deutsche Wertarbeit, da kannste mindestens 2 Namen pro Mast hinhängen. *noch breiter grinsend*

    So lernt man neue Freunde kennen

  1. Admin sagt:

    Schlechtes Omen für das WEF: Medvedev bleibt zu Hause, wegen dem Bombenanschlag auf dem Flughafen Moskau.

  1. Der 4. Weg sagt:

    Viele Köche verderben den Brei!
    Die neuen Normen sind: Herrenmenschen haben Krawatte zu tragen. Untermenschen Latzhose.

  1. Weiß einer noch wie der Türkische Ministerpräsident Erdogan In Davos Shimon Peres dem Israelischen Präsidenten die Leviten gelesen hat?

    http://www.youtube.com/watch?v=nYVEzTRJnT4

  1. Medwedew nimmt dieses Jahr nicht teil. Sehr vernünftig!

  1. Nnn sagt:

    @xabar
    Danke für Deine interessanten Kommentare. Ich lerne viel - und lerne gern ;-)

  1. skywalker sagt:

    @ der Istanbuler
    ja, daran erinnere ich mich zu genau, das hat er gut gemacht, die anderen Krawattenträger haben ja keine Eier in der Hose sowas mal zu tun.
    Die Antwort aus Israel kam prompt, der Mordanschlag der Israelis auf die Mavi Marmara...sozusagen als Rache..., pervers kann man nur sagen.

  1. fethulgulub sagt:

    @skywalker

    Hakan Albayrak, ein Korrespondent, der auf der Mavi Marmara war und den israelischen Terroranschlag überlebt hat, hat berichtet, dass die israelischen Terrorkommandos "One Minute" geschrien haben, als sie auf die Menschen schossen.

    Wir erinnern uns, genau an dem Tag ist der Bundespräsident, Horst Köhler, vom Amt zurückgetreten, weil er zugegeben hatte, dass der Afghanistaneinsatz zur Sicherung des deutschen Lebensstandards dient und nicht mit Terrorbekämpfung o.ä. zu tun hat. So hat man in Deutschland fast in keiner Zeitung von dem israelischen Terroranschlag gelesen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    "One minute" sagte der türkische Ministerpräsident, Recep Tayyip Erdogan, damals in Davos und brachte damit Peres zum Schweigen, und sagte ihm, was sie für Mörder sind (s.o. @xabar).

  1. Rockwater sagt:

    Regierungsverbrecher aller Länder vereinigt euch.

    Sie haben nun mitbekommen, das es besser ist nicht mehr gegeneinander zu kämpfen, sondern wie die Mafiagangs mit gegenseitiger Unterstützung zu agieren.
    So kann man die Energie besser auf die auszubeutene Masse richten.

    Ich las das in Zürich die Behörden 84 Millionen in einem Jahr für Verkehrsordnungswidrigkeiten kassierten. Das sind 23000 Franken pro Tag.

    So die Schweizer wissen wer auszubeuten ist.

  1. drdre sagt:

    "Der Bevölkerung der Länder die hier vertreten sind bringt dieses Bonzentreffen nichts, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Im Gegenteil, es wird abgesprochen wie man sie noch ärmer macht und sich selber reicher, mit dem Transfer des Vermögens von unten nach oben."

    Genau das ist der Punkt, wie auch bei den Bilderberg Treffen oder G8, G20 und wie diese alle in der gleichen Kategorie laufen..