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Ron Paul verteidigt Wikileaks im Kongress

Samstag, 11. Dezember 2010 , von Freeman um 00:05

Jetzt ist die Ikone der "Truth-Bewegung" auch ein Teil der "bösen Verschwörung", in dem er Wikileaks und Julian Assange verteidigt ... und das sogar vor dem amerikanischen Kongress! Tja, dann wird wohl Alex Jones ihn nicht mehr wie bisher als begeehrten Interview-Gast in seine Show einladen können. So ein Mist auch, sein bestes Zugpferd ist ihm verloren gegangen.

Das ist speziell deshalb schmerzhaft, weil Ron Paul jetzt zum Vorsitzenden des House Financial Services (HFS) Kommittees gewählt wurde, welches die Federal Reserve überwacht und Paul ein Gesetz eingebracht hat, um die Fed ganz abzuschaffen.

Zu Erinnerung, Alex Jones hat mehrmals Wayne Madsen interviewt der behauptet, Wikileaks ist eine CIA-Front, dem Jones zugestimmt hat. Auch Webster Tarpley behauptete auf seiner Show am 5. Dezember, Wikileaks ist eine Operation zur Desinformation und Jones sagte, die Depeschen werden benutzt, um den Krieg gegen den Iran zu pushen und das Internet zu zensieren.

Dabei erwähnt Jones nicht, die Möglichkeit das Internet zu schliessen hat sich Obama schon vor der Veröffentlichung von Wikileaks selbst gegeben. Ausserdem hat Bush mit diesen Machtbefugnissen zur Zensur angefangen. Dann wurden unliebsame Seiten bereits vor der neuesten Veröffentlichung der Diplomatendepschen blockiert. Wenn Washington die Information auf dem Internet einschränken will, dann machen sie es so oder so, dazu brauchen sie nicht Wikileaks als Ausrede.

Im Gegenteil, wenn sie es jetzt machen, dann kommt ihre faschistische Fratze endlich zum Vorschein und alle sehen es. Und ein US-Angriff auf den Iran hat sich erledigt. Wenn sie es gewollt hätten, hätten sie es schon längst gemacht. Die schaffen es ja nicht mal einen zerlumpten Haufen in Afghanistan zu besiegen. Das US-Militär ist ein aufgeblasener Papiertiger der nur wehrlose Länder angreift. Wie kann man überhaupt Wikileaks in den Rücken fallen, wenn sie sich für Transparenz einsetzen und eine ganze Reihe von namhaften Persönlichkeiten die ausser Zweifel stehen sich hinter ihnen stellen?



Hier seine Ansprache:

WikiLeaks release of classified information has generated a lot of attention in the past few weeks. The hysterical reaction makes one wonder if this is not an example of killing the messenger for the bad news. Despite what is claimed, the information that has been so far released, though classified, has caused no known harm to any individual, but it has caused plenty of embarrassment to our government. Losing our grip on our empire is not welcomed by the neoconservatives in charge.

There is now more information confirming that Saudi Arabia is a principal supporter and financier of al Qaeda, and that this should set off alarm bells since we guarantee its Sharia-run government. This emphasizes even more the fact that no al Qaeda existed in Iraq before 9/11, and yet we went to war against Iraq based on the lie that it did. It has been charged by experts that Julian Assange, the internet publisher of this information, has committed a heinous crime, deserving prosecution for treason and execution, or even assassination.

But should we not at least ask how the U.S. government should prosecute an Australian citizen for treason for publishing U.S. secret information that he did not steal? And if WikiLeaks is to be prosecuted for publishing classified documents, why shouldn't the Washington Post, the New York Times, and others also published these documents be prosecuted? Actually, some in Congress are threatening this as well.

The New York Times, as a results of a Supreme Court ruling, was not found guilty in 1971 for the publication of the Pentagon Papers. Daniel Ellsberg never served a day in prison for his role in obtaining these secret documents. The Pentagon Papers were also inserted into the Congressional record by Senator Mike Gravel, with no charges of any kind being made of breaking any national security laws. Yet the release of this classified information was considered illegal by many, and those who lied us into the Vietnam war, and argued for its prolongation were outraged. But the truth gained from the Pentagon Papers revealed that lies were told about the Gulf of Tonkin attack. which perpetuated a sad and tragic episode in our history.

Just as with the Vietnam War, the Iraq War was based on lies. We were never threatened by weapons of mass destruction or al Qaeda in Iraq, though the attack on Iraq was based on this false information. Any information which challenges the official propaganda for the war in the Middle East is unwelcome by the administration and the supporters of these unnecessary wars. Few are interested in understanding the relationship of our foreign policy and our presence in the Middle East to the threat of terrorism. Revealing the real nature and goal of our presence in so many Muslim countries is a threat to our empire, and any revelation of this truth is highly resented by those in charge.

Questions to consider:

Number 1: Do the America People deserve know the truth regarding the ongoing wars in Iraq, Afghanistan, Pakistan and Yemen?

Number 2: Could a larger question be how can an army private access so much secret information?

Number 3: Why is the hostility mostly directed at Assange, the publisher, and not at our governments failure to protect classified information?

Number 4: Are we getting our moneys worth of the 80 Billion dollars per year spent on intelligence gathering?

Number 5: Which has resulted in the greatest number of deaths: lying us into war or Wikileaks revelations or the release of the Pentagon Papers?

Number 6: If Assange can be convicted of a crime for publishing information that he did not steal, what does this say about the future of the first amendment and the independence of the internet?

Number 7: Could it be that the real reason for the near universal attacks on Wikileaks is more about secretly maintaining a seriously flawed foreign policy of empire than it is about national security?

Number 8: Is there not a huge difference between releasing secret information to help the enemy in a time of declared war, which is treason, and the releasing of information to expose our government lies that promote secret wars, death and corruption?

Number 9: Was it not once considered patriotic to stand up to our government when it is wrong?

Thomas Jefferson had it right when he advised 'Let the eyes of vigilance never be closed.' I yield back the balance of my time.

Fast 500'000 Menschen haben die Avaaz-Petition "WikiLeaks: Stop the crackdown" innerhalb von nur 24 Stunden unterschrieben, in dem die US-Regierung aufgefordert wird, aufzuhören Wikileaks zu verfolgen und die demokratischen Prinzipien und das Recht auf Meinungsfreiheit zu respektieren. Hier könnt ihr euch auch eintragen.

FREE ASSANGE!

insgesamt 14 Kommentare:

  1. tearsofallah sagt:

    Ron Paul for President!!!

    not in 2012 but RIGHT NOW!!!!

  1. REBELL sagt:

    ich hab mich auch eingetragen, ist doch klar das ich da mit mache, ist das mindeste was ich tun kann

  1. xabar sagt:

    Es gibt doch noch Demokraten im US-Senat und dieser Demokrat ist ein Republikaner! Well done, Ron!

    Ron Paul erwähnt die Pentagon Papers von Daniel Ellberg, die er damals, 1971, zusammen mit Anthony Russo herausbrachte. Auch Ellsberg wollte man anklagen. Aber das höchste US-Gericht, der Supreme Court, blockierte es. Auch damals beriefen sich die Hexenjäger auf das Spionage-Gesetz aus dem Jahre 1917 so wie heute auch. Als ob dieses antiquierte Anti-Arbeiter-Gesetz, das dazu diente den Arbeiterführer Dobb und seine Leute dingfest zu machen, die US-Verfassung aushebeln könnte, die die Meinungsfreiheit garantiert.

    Howard Zinn, 'A People's History of the United States' beschreibt, wie sie damals mit den gleichen Mitteln die Pentagon Papers verhindern wollten, in dem die Vietnamkriegs-Lüge beschrieben wird: Die Tonkin-Affäre.

    Der damalige Präsident Johnson benutzte eine CIA-Aktion vor der vietnameischen Küste für seinen Krieg gegen das kleine Vietnam. Johnson und sein Verteidigungsminister Mc Namara belogen die amerikanische Öffentlichkeit und erzählten ihr, dass vietnamesische Schnellboote den US-Zerstörer Maddox in internationalen Gewässern angegriffen hätten.

    "The US Maddox underwent an unprovoked attack."

    Die Maddox war ein Spionageschiff, das sich direkt vor der Nordvietnameischen Küste aufgehalten hatte und auf das keinerlei Torpedoes abgefeuert worden waren. Und als ob diese Lüge nicht ausreichte, erfand man zwei Tage später einen weiteren Angriff auf ein US-Schiff.

    Aber die Tonkin-Affäre ermöglichte eine Kongress-Resolution, die Johnson freie Hand gab für seinen Krieg. Nur im US-Senat gab es zwei Leute, die 'nein' sagten - die Ron Pauls von damals.

    40.000 US Soldaten starben in Vietnam, 2 Millionen Vietnamesen.

  1. Looking sagt:

    Auch: "Ron Paul for President".
    NUR, ein Mann an der Spitze bewegt nichts, sein gesamter Stab müsste zu ihm stehen, komme und koste es, was es wollte.
    Und genau das ist in USA und anderswo das Problem.
    Irgendwo hatten sich immer bestimmte "Elitelobbyisten" und/oder ihre willfährigen Schergen eingenistet.
    Und damit den Kurs ihres Presidenten und seiner Mitarbeiter
    verseucht,untergraben und sabotiert.
    Der Wandel muss in der kleinsten Zelle beginnen und das sind wir, bzw. jeder einzelne Mensch, bzw. das Volk.

  1. Ketaner sagt:

    hatte bereits unterschrieben =)

    Ja ich denke ale jones und ein paar andere haben sich da in etwas verlaufen, jetz wird es interessant ob sie so stark sind fehler einzugestehn oder weiter ihren kurs aufgrund des ego´s beibehalten...

    Jedenfalls ist es schon sehr bedenklich wenn ron paul anderer ansicht ist als alex jones =)

    Greetz Ketaner

  1. drdre sagt:

    Danke für die Adresse, habe mich eingetragen.. und eine kleine Spende abgegeben... hoffe diese kommt auch an die richtige Adresse. Denn man kennt die Orgas ja nicht alle.
    mit solidarischen Grüssen

  1. o sagt:

    ich hoffe auch meine spende kommt bei den richtigen an...

    es wird noch richtig spannend werden.

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
  1. xabar sagt:

    Ron Paul schwimmt gegen den Strom und die Australier erzeugen eine Welle der Solidarität mit ihrem Landsmann:

    In ganz Australien gingen Tausende für Julian Assange und Wikileaks auf die Straße, in Melbourne, in Brisbane..

    Auf den Transparenten konnte man lesen:

    - Julian Assange is my Big Brother

    - Free Assange!

    - Hands off Wikileaks!

    - We deserve the truth!

    - Support democracy by supporting
    Wikileaks!

    - Julian Assange is our best
    journalist.

    Nicht nur Kevin Rudd verteidigt Assange.

    Übrigens:

    Die Anwälte von Assange, Mark Stephens und Jennifer Robinson werden vor ihrem Haus von Leuten beobachtet, die man wohl ohne weiteres dem MI5 zurechnen darf.

    Die britische Friedensbewegung setzt sich ebenfalls für ihn ein. Die 'Stop the War Coalition' brachte eine Petition heraus.

  1. SR sagt:

    Ron Paul spricht hier mutig, direkt im Hexenkessel, die Wahrheit aus – nicht nur zu WikiLeaks. Aber es wäre eine Illusion zu glauben, er könnte als bürgerlicher Politiker das Los der Entrechteten als Präsident ändern oder die hinter seinem Rücken wirkenden ökonomischen Gesetze mit Reformen aufhalten. Die letzte Illusion endete bei Obama, und es gibt immer noch viele die sich damit trösten, dass er nur zu schwach ist gegen die rechten Hardliner anzutreten. Seitdem sind die USA weiter nach rechts gedriftet und die Wirtschaftskrise hat sich verschärft.

    Auch der Stalinist schloss überall seine „Volksfrontbündnisse“ mit („)progressiven(“) bürgerlichen Politikern, Gruppierungen etc. und inszenierte Schauprozesse usw. gegen die Kritiker. Ergebnis davon waren verpatzte Revolutionen, Militärdiktaturen und nicht verhinderte faschistische Regime.

    Die richtigen Leute erkennt man daran, ob sie die Lohnarbeiterklasse und andere soziale Schichten die zunehmend dasselbe Los mit ihr teilen favorisieren; oder eben, ob sie diese absolute Mehrheit des Volkes bevormunden, übergehen, verachten oder gar verleumden. Auf diesem Wege wird natürlich so mancher progressiver bürgerlicher Politiker die Seiten wechseln, zumal dieses Profitsystem in die „Selbstzerstörungsphase“ übergeht – aber das muss er erst einmal tun und nicht erst, wenn alle von einer neuen Sache/Richtungsänderung „überzeugt“ sind.

  1. Freidenker sagt:

    Sollte Wikileaks wirklich ein Instrument der Elite sein, mit welcher man bewusst die Masse steuern will, so ist dieser Versuch gründlich misslungen!

    Denn womit die evtl. Schöpfer nicht gerechnet haben ist, dass es nun mehrere Bewegungen gibt, welche die Sache an sich (Informationsfreiheit etc.) verteidigen.

    So muss man nur an Anonymous denken, welche in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt haben. Sie kämpfen für die Sache, für die Wikileaks damals stand und meiner Meinung nach auch noch steht!

    Und alle die sagen DDoS-Attacken sind furchtbar schlimm, sollte evtl. mal darüber nachdenken, ob dies nicht eine Form von Protest ist, welche man mit einer Sitzblockade vergleichen kann! Nur bietet man hierbei den Schlägertruppen auf beiden Seiten keine Bühne.

    viele Grüße

  1. TALisMAN sagt:

    Ich kann mich auch nur tearsofallah anschließen und sagen Ron Paul for President. Man kann nur froh sein, dass es noch solche Politiker gibt, die im Sinne der Gründerväter handeln :).

  1. couchlock sagt:

    Also, ich muß gestehen, daß ich auch erst skeptisch war, was wikileaks angeht.Die Berichterstattung der Massenmedien ,um genau zu seien.Die Geschehnisse der letzten Tage haben mir gezeigt, daß wikileaks auf der richtigen seite steht.Ich habe selbst in den freigegebenen Akten geschaut-sehr interessant(die "secret" Abteilung!)Das meiste ist ja noch gar nicht online-warum also diese Vorverurteilung???Aber ich finde es auch blöd, daß manche hier auf den Leuten rumtrampeln, die anderer Meinung sind.A.Jones z.B. hat in meinen Augen ganz gute Sachen gemacht.Warum der ganze Hass, nur weil er eine andere Meinung über wikileaks hat??Am Anfang bestand doch zumindest die theoretische Möglichkeit, daß das ganze eine genial eingefädelte Aktion war.Aber wie gesagt, die letzten Tage waren eindeutig, abgesehen davon:Hätte wikileaks was mit der c.i.a. zu tun, hätten sie KEINE Geldprobleme...

  1. Nnn sagt:

    @Freidenker
    Ich bin absolut Deiner Meinung. Während ich selbst vermutlich nicht an einer DDos Attacke mitmachen würde, finde ich Deinen Vergleich mit einem Sitzprotest sehr überzeugend.Es wird selbstverständlich dramatisiert. Und eben, das Internet abschalten können sie schon lange, technisch gesehen. Ich sehe eher das Problem, dass die Publikationen von Wikileaks bestimmte vorgefertigten Meinung über den Haufen werden. Und z.B. wie Putin Wikileaks gegenübersteht - obwohl Russland in den Cables als ne Art Mafiastaat dargestellt wird - d.h. mit Respekt und in Verteidigung - ist cool. Und eben ein Ron Paul, ein Cerald Celente - welche ich beide hoch schätze. Da ist der AJ eine Nummer zu Bildzeitung mässig. Als wären Verschwörungen eine Art Hobby oder so. Ich selbst habe das jedenfalls nie so gesehen, mich nervt, mich mit stupiden NWO Plänen auseinanderzusetzen. Ich würde lieber spazieren gehen und von mir aus mit Vögeln quatschen und so. Und deshalb stehe ich AJ inzwischen schon sehr kritisch gegenüber. Ich ärgere mich sogar täglich über ihn. Denn ein sogenannter alternativer Sender mit so viel Publikum hat auch ne Verwantwortung wahrzunehmen. Eine Organisation wie Wikileaks einfach mittels ein paar seniler Männer vorzuverurteilen, während ihr mutiger Gründer hinter Gittern schmort, ist einfach... SCH..E! Also eben, Streu und Weizen trennt sich hier komplett. Das Wikileaks infiltiert ist oder werden kann ist immer theoretisch möglich, als Wachsamkeit schon. Aber nicht komplett paranoides Getue. RON PAUL FOR PRESIDENT !!