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Hallo Frosch, merkst du was?

Donnerstag, 23. Dezember 2010 , von Freeman um 12:05

Es sass ein Frosch im Kochtopf, aber das Wasser war noch kalt und er fühlte sich wohl.



Dann kam der 11. September und der Herd wurde eingeschaltet. Der Krieg gegen Terra begann.

Langsam wurde das Wasser warm.

Die Kriege gegen Afghanistan und dem Irak wurden mit Lügen begründet, eine nicht existierende Gefahr erfunden, die Bombardierung mit "Shock and Aw" eingeleitet und der Überfall auf die Länder vollzogen.

Es wurde wärmer.

Der Polizeistaat wurde eingeführt, die Sicherheitsmassnahmen verschärft, die Überwachung ausgeweitet. "Wir sind alle Terroristen", heisst nun das Motto, der Staat sieht die Bevölkerung als Feind.

Die Temperatur des Wassers stieg aber es war noch angenehm.

Der Lissabon-Vertrag wurde gegen alle demokratischen Regeln durchgesetzt, die Staaten und Parlamente entmündigt, eine nicht gewählte Zentralregierung in Brüssel bestimmt nun alles. Wir haben nichts zu sagen und die Demokratie ist eine Farce.

Das Wasser wurde immer wärmer, war aber immer noch auszuhalten.

Dann kam die Finanzkrise, die Börsen stürzten ab, Banken gingen pleite und wurden mit Billionen an Steuergeldern gerettet. Die Gewinne wurden privatisiert, die Verluste sozialisiert.

Jetzt wurde es langsam heiss.

Nun waren die Länder dran, die Staatsverschuldung nahm astronomische Ausmasse an, es wurden Sparmassnahmen eingeführt, Löhne und Renten gekürzt, Steuern erhöht, die Arbeitsplätze vernichtet. Die Politiker erzählten uns, wir sollen den Gürtel enger schnallen.

Die Temperatur erreichte bald den Siedepunkt.

Der Eurozone stand vor dem Auseinanderbrechen, die Gemeinschaftswährung verlor immer mehr an Wert. Die Menschen gingen auf die Strasse um zu protestieren und waren empört, fragten warum sie die Rechnung für die Krise zahlen müssen und nicht die Bankster, die sie verursacht haben. In Griechenland flogen die ersten Brandbomben. Die Polizei ging massiv mit Gewalt gegen einfache Bürger vor, schützt die Verbrecher.

Nun kocht das Wasser.

Die Zensur steht for der Tür, andere Meinungen werden unterdrückt, die welche Transparenz bringen und Informationen über die Verbrechen des Staates veröffentlichen werden verfolgt. Die Medien sind kontrolliert und bringen nur Propaganda. Das Getöse der Kriegsmaschinerie ist zu hören. Die Machthaber haben ihre Maske abgelegt und die böse Fratze des Faschismus ist zum Vorschein gekommen.

Der Frosch wird immer schläfriger, lässt sich durch die Blasen einlullen und hin und her schaukeln, er döst und träumt vor sich hin, merkt gar nicht was rund um ihn passiert.

HALLO FROSCH, WACH ENDLICH AUF UND MACH SOFORT ETWAS, ODER DU WIRST BEI LEBENDIGEN LEIB GEKOCHT!!!

Wir kennen die Parabel, wenn man einen Frosch ins kochenden Wasser fallen lässt, dann springt er sofort raus weil zu heiss. Wenn man ihn aber ins kalte Wasser legt und dieses langsam erhitzt, dann liegt er still da und passt sich an. Er wird in einen friedlichen Stumpfsinn verfallen und ohne Widerstand sich zu Tode kochen lassen.

Bis du der Frosch?

Wenn wir alle Einschränkungen unsereres Lebens und den ganzen negativen Gesellschaftsumbau, den wir in den letzten 10 Jahren erfahren haben, innerhalb kürzester Zeit erlebt hätten, dann würden wir uns wehren, auf die Barikaden gehen und es uns nicht gefallen lassen. Wir würden sofort erkennen, das ist nicht gut für uns. So aber wurden wir langsam mit Salamitaktik gefüttert, die kleinen Happen haben wir geschluckt, uns an das Gift gewöhnt, bis es uns schädigt und am Schluss umbringt.

Der Faschismus schleicht sich immer in kleinen Schritten an, immer nur so viel, wie wir gerade verkraften können. Unsere Toleranz wird immer um etwas erhöht und wir finden für alles eine „plausible“ Erklärung, Entschuldigung und Ausrede, bis es dann zu spät ist. Dann sitzen wir mitten drin in der braunen Suppe, dann heisst es nur noch Maul halten oder eingesperrt werden oder Gewehr fassen und in den Krieg ziehen.

Da die Menschheit nichts aus der Geschichte lernt, ist sie verdammt sie zu wiederholen.

insgesamt 18 Kommentare:

  1. farid sagt:

    interessant
    gut beschrieben
    leider schlafen die meisten noch...

  1. NuID sagt:

    Irgendwie lustig, wenn man bedenkt, dass man in Frankreich Frösche isst.
    Aber die Theorie mit dem Frosch im Wasser ist nett, aber leider springt ein Frosch nicht aus dem kochenden Wasser. ;-) Oder täusche ich mich ?

  1. ghostwriter sagt:

    ... was aber würde passieren, wenn der mainstream plötzlich gegen den strom schwämme? wenn er nicht mehr propagandistische aussagen tätigte, die (bei genauem hinsehen) rein erfunden oder gar verfälscht sind.

    WAS WÜRDE SICH ÄNDERN??

    wäre die menschheit frei?

    was käme als nächstes??

    fragen über fragen. es ist leicht, das geschriebene und gesprochene wort des mainstreams zu verurteilen und dagegenzuhalten,

    ABER was ist die alternative??

  1. Denk Mal sagt:

    Darf ich dem Frosch auch noch die virtuelle Ansprache unserer Bundesmutti ans Herz legen? Sie befasst sich dort auch eingehend mit dem Euro und warum das alles so wichtig ist und warum wir gute und brave Staatsbürger brauchen und keine denkenden Individuen.

    Also lenken wir den Blick nochmals darauf worum es eigentlich geht und was beim Herrschen zu beachten ist. Hier kann dem geneigten Leser das virtuelle Gedankengut unserer Bundesmutti auf die Sprünge helfen:

    „Königin Merkel ruft das Volk zur Ordnung“ … Link

    Also dann mal allen Leuten eine fröhliche Weihnacht und denkt nicht zu viel über staatstragende Probleme nach, denn erstens werdet ihr nicht dafür bezahlt und zum anderen lebt es sich unwissend viel ruhiger, denn nur die Herrschaft weiß was gut für uns ist. Seid also tapfere und brave Bürger und nie die Weisheit der Herrschaft anzweifeln, lieber verhungern … die legendäre Staatstreue bis in den Tod.

  1. xabar sagt:

    Welches ist die Alternative?

    Erst mal sich selbst ändern: An sich arbeiten, sich z. B. eine Sprache aneignen, um an gute Informationen heranzukommen; Worte und Taten in Übereinstimmung bringen; mehr Geduld haben, den historischen Optimismus nicht verlieren und an sozialen Bewegungen teilnehmen, sich als Teil des Ganzen fühlen, was wir ja auch nur sind und auf keinen Fall resignieren.

    Allen ein frohes, besinnliches Fest.

  1. gizmo sagt:

    @ghostwriter:
    endlich mal jemand, der die richtigen Fragen stellt :-) In allen Trutherblogs wird viel Energie verschwendet, dieses System in die Knie zu zwingen, jedoch keine Lösungen gebracht, wie es nach erreichen des Ziels weiter gehen soll.

    Eine mögliche Alternative wäre meiner Meinung nach ein utopisches Gesellschaftssystem namens Panokratie. Das kostenlose Buch dazu gibt es hier.

  1. Colombelle sagt:

    Eigentlich währ mehr oder weniger alles in ordnung hier auf der Welt wenn wir nur diesen Kriegshetzer und Mörder los wären.
    Wir hätten,haben alle möglichkeiten ein Paradies zu realisieren.
    Nur dieser Klotz steht uns im Weg.
    Ich geb die hoffnung nicht auf,auch wenn wir es vielleicht nicht erleben werden,dass eines Tages die gesamte Menschheit sich von diesem Müll befreit.
    Ich glaube fest daran dass der Tag da kommen wird.
    Und dass das gute siegen wird..
    Frohe Weinachten an alle.
    Bleibt gesund und munter!

  1. Die Finanzkrise war schon klar ersichtlich, als die Europäische Börse mit der New Yorker fusionierte. Wozu hätte es auch sonst gut sein sollen. Ausserdem war da schön anzumerken, wie weit die USA die EU im Griff haben. Der Frosch, er merkt das Wasser, es kann ihm auch jemand von der Flamme erzählen, aber er hat keine Ahnung wer ihn eingeschaltet hat oder wem er serviert wird. Solange dies niemand klar recherchiert ist der Feind unsichtbar. NWO, was soll das sein, für mich ist das eine Techno Crew. Bilderberger, versammlung von mächtigen, die andere ihres Schlages treffen wollen.
    Doch die Wahrheit liegt viel tiefer.
    Und solange die keine neue Direktive bekommen, machen sie so Weiter, die Frontmänner des Kapitals, des Adels und der Privilegierten.

  1. Sehr gut geschrieben. Aber, der Frosch wurd doch grad erst ins kühle Wasser gelegt?! Da geht noch viel mehr. Nur jetzt können wir noch recht gefahrlos etwas unternehmen bzw. uns sammeln. Die Methoden der Verfolgung und des Aufspürens, werden immer Effizienter. Die NWO ist uns 5 Jahre vorraus, schätze ich.

    Vorher wars eine Kuh die gut gemolken wurde. Erst wenn sie nun, keine verwertbare Milch geben kann, wird sie zum Frosch.


    @ghostwriter,gizmo

    Die Frage nach der Alternative. :-) War es denn für Westeuropa, speziell West-Deutschland so schlecht von 1949-1984?

    Nur weil wir schon alles aufgebaut haben, müssen wir uns alles Stück für STück kaputtmachen und wieder nehmen lassen?

    Die Alternative zu Mainstream ist:
    Selber Denken, Eigeninitative aufbauen, sich re-sozialisieren und mit jedem solidarisieren der in unserem Umfeld in Not gerät. Aber fern ab von Social Networks und all den betäubenden Zerstreuungen. Denn nur Kontakte in RL können was bewegen, grad Internet und Games dienen hervorragend zur Impulskompensation.

    Statt in RL aktiv zu werden, bei Avaaz.org unterschreiben, so hat man ja was getan. Aber weder persönlich noch im Umfeld etwas bewirkt und gesellschaftlich schon garnicht.

    Davon ab, eine rethorische Frage nach Alternativen, lässt den Wissenden an deinen Motiven zweifeln.

    Trotz und wegen allem wünsch ich allen Lesern und natürlich auch dir Freeman ein schönes Weihnachtsfest.

    Lebe jedes Weihnachten als wäre es dein letztes.

  1. Kama sagt:

    @gizmo
    Hab mal kurz reingelesen, schaut interessant aus das Buch, danke für den Link!

    @xabar
    Aus reiner Neugierde, was meinst du mit 'historischen Optimismus'?

  1. Nach dem Lesen des Artikels kam mir spontan dieses Bild in den Kopf:

    http://thelunaticarms.files.wordpress.com/2010/03/fascism-obvious.jpg

    Je mehr alternative Aufklärung dem westlichen Faschismus entgegengesetzt wird, desto mehr zwingen wir ihn seine häßliche Fratze zum Vorschein zu bringen. Es gab niemals den freien, demokratisch verfassten Rechtsstaat! Sie konnten ihn nur gut durch die Massenmedien und andere Ablenkungen simulieren und deshalb gewisse Freiheiten vortäuschen. Aber jetzt wird es für sie auch immer enger. Wir sollten jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Vielleicht sind ja auch die autokratischen Faschisten an der Spitze der Hochfinanz, der Massenmedien, der Politik und der Konzerne der metaphorische Frosch im Wasser? Und wir erhöhen gerade die Temperatur, bis es kracht? Interessanter Gedanke, oder?

    Es gibt ein kleines Traktat namens "Der kommende Aufstand" eines französischen, anonymen Kollektivs, das dezidiert die Widersprüche dieses Systems beschreibt, welches seine Halbwertszeit schon längst überschritten hat. Aber die Möchtegern-Eliten merken es nicht, dass sich der Zorn und die Wut "am Boden" immer mehr aufstaut. Es gab in diesem Jahr sogar in der BRD schon einige Vorzeichen und seht, wie hilfslos sie reagiert haben. Ich kann jedenfalls dieses Schriftstück nur empfehlen, man kann es kostenlos im Internet lesen. Das ist die Zukunft, fernab von Profit und Verwertungsinteresse.

  1. drdre sagt:

    Richtig, dazu passt wie die Faust aufs Auge die gestrige Einlassung des Präsidenten des Verfassungsgerichts Kirchhoff. Dieser spricht sich dafür aus die Bundeswehr "unter besonderen Umständen" auch im Inland einzusetzen.
    Begründung wie sollte es anders sein.. der Terrorismus. Na klar, wir sehen uns ja schon von hunderten von Taliban und Hisbolla Anhängern bedroht.
    Nein es geht um die alte Forderung der Handlanger des Grosskapitals der CDU mit dem Hintergedanken die Bundeswehr , die ja jetzt dank v.Guttenberg eine Söldnerarmee wird, gegen die Bevölkerung bei Sozialen Unruhen einzusetzen. Der Anfang den Faschismus in Deutschland mit Gewalt durchzusetzen. Wie weiland damals die Junker und Schlotbarone Adolf Hitler in den Sattel gehoben haben.

  1. Justa Ment sagt:

    Das wird Dir nicht gefallen, aber es geht nicht um Faschismus oder dessen (Wieder-) Einführung!
    Faschistische Regime sind viel zu kurzlebig oder um in Deinem Bild zu bleiben, der Druck im Kessel ist aufgrund der zu hohen Betriebstemperatur zu hoch - die Frösche würde regelrecht heraus geschossen und dann kann man sie nicht mehr kochen, weil nicht mehr drin.

    Nein, es geht um Feudalismus bzw. um Restauration der nahezu vollständigen sozialen Immobilität (nur Kinder von Managern und Reichen werden Manager und wieder reich). Diese Immobilität ist selbst von den staatstragenden Medien für z.B. Deutschland als mit am extremsten ausgeprägt benannt worden (weniger als 5% der Menschen aus einer Schicht überwinden die Grenzen, das ist noch stärker ausgeprägt als im Feudalismus des Mittelalters. Selbst im römischen Reich war die soziale Mobilität größer). Aber selbst in der Schweiz, mit ihrer direkter Demokratie, ist dieses eindeutige Merkmal des Feudalismus (soziale Immobilität) sehr stark bzw. wieder sehr stark ausgeprägt.
    Man kann die Restauration des Feudalismus auf der ganzen Welt beobachten. Es geht schlicht darum, dass die Produktivkräfte in offen diktatorischen Verhältnissen sich nur für sehr kurze Zeit (ein paar Jahre, bestenfalls Jahrzehnte) nutzen lassen, danach sinkt die Produktivität wegen zu vieler gesellschaftlicher Friktionen (man erinnere sich z.B. an den Spartakusaufstand). Dagegen lassen sich feudalistische Verhältnisse über einen sehr langen Zeitraum (gerne auch mal Jahrhunderte) durchsetzen. Dabei ist die Ausbeute im Feudalismus kaum geringer als im Faschismus/Diktatur. Siehe z.B. Bau der Pyramiden: über Jahrtausende! und - wie man heute weiß - weitestgehend eben ohne Sklaven sondern willige Untertanen. Und das alles, damit ein paar erbärmliche Leichen aufbewahrt werden können/konnten. Das ist wirklich erfolgreich. Im Gegensatz zu z.B. südamerikanischen Diktatoren, die alle nach ein paar wenigen Jahren vor Gericht und im Gefängnis lande(t)en.
    Wenn einem klar geworden ist, dass es um Feudalismus und nicht um Faschismus geht, erkennt man auch nahezu überall die Menetekel. Sei es, dass sog. (und selbst ernannte!) Adelige auf den Thron akklamiert (Akklamation) werden, die Zeitung praktisch nur noch über die Schönen und Reichen berichten, die selbst ernannten Königshäuser inklusive usw. usf. Und dieser wieder offen zur Schau getragene Feudalismus (Du nennst das manchmal NWO) wird lange halten, sehr lange.
    Wenn in ein paar Jahren wirklich der letzte Untertan begriffen hat, dass es halt doch nicht so warm geworden ist wie seit einiger Zeit gebetsmühlenartig deklamiert, dann braucht es solche Mediengesetze wie z.B. jetzt in Ungarn um zu verhindern, dass irgend ein dummes Kind wieder laut und vernehmlich ausruft: "Ja aber der Kaiser ist ja nackt! Es ist ja im Gegenteil statt wärmer sogar kälter geworden!"
    Übrigens, der Feudalismus des Mittelalter war auch nicht allein auf Europa beschränkt! Der gesamte Nahe und Mittlere Osten (Sultanat), in China die Ming-Dynastie und selbst die Inkas in Mittelamerika und die Azteken in Mittelamerika, überall: Feudalismus! Und die Afrikaner haben sich auch schon damals als Skalven über die ganze Welt verschieben lassen (müssen).

    Und weil heute Weihnachten ist und sich gefälligst keiner einen Heiligenschein aufsetzen soll: der Untertan ist nicht etwa der andere! Der Untertan, das bin ich, Du, wir! Der Untertan steckt in meinem, in Deinem, in unser aller Kopf! Wer behauptet kein Untertan zu sein, der laufe über die Wasser!

  1. Justa Ment sagt:

    (... Fortsetzung2)
    Wenn in ein paar Jahren wirklich der letzte Untertan begriffen hat, dass es halt doch nicht so warm geworden ist wie seit einiger Zeit gebetsmühlenartig deklamiert, dann braucht es solche Mediengesetze wie z.B. jetzt in Ungarn um zu verhindern, dass irgend ein dummes Kind wieder laut und vernehmlich ausruft: "Ja aber der Kaiser ist ja nackt! Es ist ja im Gegenteil statt wärmer sogar kälter geworden!"
    Übrigens, der Feudalismus des Mittelalter war auch nicht allein auf Europa beschränkt! Der gesamte Nahe und Mittlere Osten (Sultanat), in China die Ming-Dynastie und selbst die Inkas in Mittelamerika und die Azteken in Mittelamerika, überall: Feudalismus! Und die Afrikaner haben sich auch schon damals als Skalven über die ganze Welt verschieben lassen (müssen).

    Und weil heute Weihnachten ist und sich gefälligst keiner einen Heiligenschein aufsetzen soll: der Untertan ist nicht etwa der andere! Der Untertan, das bin ich, Du, wir! Der Untertan steckt in meinem, in Deinem, in unser aller Kopf! Wer behauptet kein Untertan zu sein, der laufe über die Wasser!
    (Finis)

  1. nitro sagt:

    meine frage, was kann ich dagegen tun? ich halte diesen wahnsinn nicht mehr aus. eben erst wieder nachrichten geschaut und ich bin so wütend geworden. die sagen in irak hätten zu saddam zeiten die christen ihre feiertage feiern können wie die muslime ihre feiertage in christlichen länder feiern. dann sagen sie damals wären es über 1.5 millionen christen in irak nun aber nur noch 500.000 da sehr viele ausm land geflüchtet sind wegen irgend einer "al qaida"..an so einem tag wie heute noch weiter zu giften und solchen scheiss zu erzählen ist echt nicht mehr erträglich. ich meine die sagen selbst das irak vorher doch gut war und nun haben sie den terror ins land gebracht und schieben der erfundenen "al qaida" alles in die schuhe und die kranken leichtgläubigen "deutsche" in deutschland glauben den dreck. wie soll man sich da als moslem fühlen wenn man solche lügen im fernsehen schaut? wie kann ich mich selbst stärken damit mich sowas nicht mehr schmerzlich trifft?

    mfg

  1. xabar sagt:

    @Justa Ment

    Auch wenn es dir nicht gefallen wird - aber ich muss dir widersprechen:

    Feudalismus ist nicht allein dadurch gekennzeichnet, dass es keine soziale Mobilität mehr gibt. Feudalismus bedeutet: soziale Herrschaft der Aristokratie, des Land- oder Feudaladels (weltlicher und klerikaler) wie im Mittelalter, bedeutet Leibeigenschaft für die abhängige, bäuerliche Bevölkerung, die an die Scholle gebunden bleibt, zwar nicht mehr versklavt ist wie in der Sklavenhaltergesellschaft, nicht mehr Eigentum des Landlords ist, aber dafür völlig besitzlos und leibeigen.

    Vieles von dem, was wir heute erleben, gleicht allerdings dem Feudalismus: z. B. die ungehörige Anhäufung von Reichtum in den Händen immer weniger, das Fallen unter die Armutsgrenze (in den USA inzwischen 41 Millionen) von immer mehr Menschen. Aber Feudalismus ist eben mehr als nur das.

    Wir leben in einer spätkapitalistischen Gesellschaft, in der die Leibeigenschaft nicht mehr existiert und nicht der Landadel, sondern der Finanzadel oder die Finanzelite die politische Macht besitzt und diese Macht heute mit teilweise faschistischen Methoden (Terror, Folter, Verschleppung, Internierung ohne Anklage - vgl. Guantánamo, Bagram.. - Abschaffung der Persönlichkeitsrechte...) ausübt.

    Was heute stattfindet, ist eine Faschisierung: ein schleichender Übergang zur Herrschaftsform des Faschismus unter Beibehaltung der kapitalitischen oder wenn du so willst imperialistischen Gesellschaftsform, die durch die Verschmelzung von Industrie- und Bankkapital und die von Monopol- und Staatsmacht charakterisiert ist. Die erste Stufe ist die Schaffung eines Polizeistaates, um die Ausplünderung durch die Finanzaristokratie reibungsloser durchzusetzen, die zweite Stufe wird der offene Terror dieser Kräfte sein, die sich den Staat inzwischen völlig untergeordnet haben. Sie werden dafür das Demonstrationsrecht in dieser zweiten Stufe abschaffen, soziale Kräfte mobilisieren: Sturmtruppen, Sicherheitsfirmen, Heimatschutzverbände, wie es sie in den Staaten schon gibt.

    All dies sind Keimformen des Faschismus.

    Faschismus kann auch sehr langlebig sein: In Portugal und Spanien waren die Faschisten (unter Salazar und Franco) jahrzehntelang an der Macht.

    Mit Feudalismus hat das, was wir heute erleben, jedoch wenig zu tun.

  1. simdartha sagt:

    Statt dem Frosch kann man übrigens auch die eigene Hand nehmen bzw. einen ganzen Menschen. Funktioniert genauso.

    ...grund ist, daß die Temperatursensoren der Nerven nur Temperaturunterschiede (z.b. Griff auf heisse Herdplatte) registrieren. Änderungen über längere zeit merk man kaum.

    :-)

  1. Blacky sagt:

    ich hab mich heute hier in meiner neuen/alten heimat gemeldet.
    die staatsbeamtin im EMA sagte dass der euro höchstens noch bis april 2012 hält und wir danach wieder die DM haben.


    sie sagt : staatsbankrott (auch deutschlands) ist inzwischen unabwendbar...
    sie ist bereits seit den späten 70ern staatsbeamte und hat daher einigen einblick...