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Die Geschichte von Wikileaks - der Film

Samstag, 11. Dezember 2010 , von Freeman um 21:57

Der folgende Film erzählt die Geschichte von Wikileaks. Ein Kamerateam vom schwedischen öffentlichen Fernsehen Sveriges Television AB (SVT) begleitete Assange über eine Zeitraum von zwei Jahren.

Was ich interessant finde, Julian Assange erklärt, warum er mit den Medien zusammenarbeitet. Am Anfang ging er davon aus, die von Wikileaks veröffentlichten Geheimdokumente würden von der "Internet-Community" analysiert und ausgewertet. Die Information alleine nutzt ja nichts, sondern sie muss geordnet, ausgewertet und im Zusammenhang erklärt werden. Das passierte aber nicht zu seinem Bedauern. Deshalb wurde entschieden, mit den Medien zusammenzuarbeiten, denn die haben das Motiv und auch die personellen Ressourcen, um eine Auswertung vorzunehmen. Damit ist die Frage beantwortet, warum die fünf grossen Medien, Guardian, Spiegel, New York Times, Le Figaro und EL Pais die Dokumente erhalten haben und veröffentlichen.

Das heisst, im Prinzip sind "wir" schuld, warum die alternativen Medien nicht als Plattform benutzt werden. Die Behauptung, es handelt sich um eine "Verschwörung" zwischen Wikileaks und den Medien, stimmt eben nicht. Oder sind wir zu langsam? Wenn man überlegt, ausser Thierry Meyssans Buch "L'Effroyable imposture" 2002, fing die richtige Analyse über 9/11 erst 2004 an, drei Jahre nach dem Ereignis und grossflächig erst ab 2005 mit "Loose Change".

WikiRebels – The Documentary (57 Minuten):



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FREE ASSANGE!

insgesamt 20 Kommentare:

  1. neograf sagt:

    Fantastico! Danke Freeman!

  1. Hans sagt:

    Hi,
    also ich habe den Film noch nicht gesehen, werde ich die Tage nachholen. abe rwas Du schreibst freeman kann ich nicht ganz konform gehen. Natürlich haben die Medien angeblich die personelle Stärke etc. um die Daten aufzuarbeiten, aber welche der 5 Medienanstalten (von Nachrichtenagenturen kann man ja fas tnicht mehr reden), hat denn in letzter Zeit "Enthüllungsjournalismus" betrieben. Da macht ja selbst die Vanity Fair noch mehr, siehe Gaza und der angebliche Putsch der Hamas und Executive Force. Sie haben damals die Daten zu Transferleistungen der amerik. Armee/Behörden für die Fatah aufgezeigt. Da wurden Milizen ausgebildet, in den USA, Geld, Waffen etc. inen geliefert. Israel wäre natürlich "not amused" aber ließ es über sich ergehen und schleuste die Fatah-Milizen nach Gaza.
    Gleichzeitig wurden Protokolle der Hamas zu Dahlan und Co., dem fatah-Folter/Tötungsapparat, der selbst 1.5 Jahre nachdem die Wahl in den pal. Autonomiegebieten schon entschieden war nicht nur gegen Hamas-Mitglieder (egal ob Miliz oder politisches Mitglied) sondern auch Zivilisten verfolgte, inhaftierte, folterte und eben auch tötete, präsentiert.

    Und genau hier sehe ich Schwäche und Kritik gegenüber Wikileaks.

    Nur als Beispiel es gibt das verteilte Rechnen und z.t. mittlerweile GalaxyZoo etc. wo man z.B. alte Schiffsbücher von Schiffen der letzten 1-2 Jahrhunderte durchgeht (Blatt für Blatt) und diese nach wetterdaten einordnet etc. Warum wird dies nicht zusammen mit allen Medien, eben auch die der "alternativen Szene" durchgegangen. Du selbst bringst es doch hier auf den Punkt, dass es allein schon Unterschiede in der berichterstattung zwischen den Ländern gibt. Durch diese Erweiterung hätte jeder auf alles Zugriff. Aber nein es werden dann die 5 "renomiertesten" (ich denke jeder kann sich denken, wieso renommiert in "" und in welcher Hinsicht ich das schreibe, wobei der Guardian durchaus auch mal kritisch berichten kann...) Medienagenturen genutzt, die bei der Zensur (natürlich nur Namen...) mitwirken dürfen. Finde ich sehr gewagt. Mitmachen lassen durchaus, aber einzig allein dranarbeiten lassen und zensieren lassen. Nun ja...dann muss man sich nicht wundern dass es auch kritische Stimmen dazu gibt.

    Bye

  1. Freeman sagt:

    Was Assange über den Mangel an Mithilfe sagt, kann ich nur bestätigen. Die Leser die mir mal geholfen haben, kann ich an einer Hand abzählen. 99% von euch sitzen nur vor dem Bildschirm, lassen andere die Arbeit machen, sich alles mundgerecht, gratis und frei Haus servieren und stellen dann auch noch Forderungen, "warum machst du nicht das und das solltest auch noch tun." Ich finde es schon bedauerlich, wie einseitig konsumorientiert ihr seid. Statt Mithilfe und Teamarbeit, wird von anderen immer gefordert, verlangt und erwartet. So kommen wir nirgends hin und man bekommt nur das was man verdient.

  1. Die Wahrheit bzw. die Lüge welche durch die angebliche Wahrheit aufgebaut wird, ist schlimm genug! Aber wie sollte und was sollte die Wahrheit überhaupt für die Menschen definieren? Ich denke die Wahrheit liegt immer dazwischen. Natürlich ist die Wahrheit Leben zu erhalten, Wahrheit ist leben zu verlängern, Wahrheit ist was den Menschen positiv denken und leben lässt, Wahrheit ist nicht greifbar und durch keine Statistik oder wissenschaftliche mathematische Formel zu beweisen. Wahrheit passiert und wird immer im Kopf jedes einzelnen Menschen individuell verarbeitet und setzt sich aus persönlichen Sinneseindrücken in den individuellen verschiedenartigen Lebensräumen des Homo-Sapiens zusammen. Da unsere globale Welt durch die Elite-Sapiens mehr oder weniger durch sie selbst in Erst-, Zweit- und Drittländer aufgeteilt wurde, entstehen erst all diese sinnlosen Diskussionen und werden weiterhin ausgebreitet. Die geschaffenen Konflikte sind keine Zufallserscheinungen, es sind Nebenerscheinungen der natürlichen Evolutionsentwicklung. Während die Industrienationen über Ihre Währung, das Im- und Exportvolumen sprechen und den Luxus haben über die Wahrheit zu philosophieren, spüren und spürten die Menschen der Drittländer die Wahrheit schon immer. Das Kapital muss keine Krankheit sein, wenn es gesund und im Sinne der Wahrheit für und mit den Drittweltländern gemeinsam eingesetzt wird.

  1. Die Kriege sind nicht immer Schuld des Kapitalismus, die Kriege sind nur das Resultat bzw. Schattengestalten der übertriebenen Sinneswahrnehmung des Kapitalismus. Wenn aber demokratische Errungenschaften dazu verwendet werden die spürbare Wahrheit zu unterdrücken, dann werden der Druck und das Verlangen nach Gerechtigkeit immer stärker. Naja und die Geschichte hat es gezeigt, wenn die Mehrzahl der Menschheit sich dazu entschließt, die spürbare Wahrheit zu ermitteln, endet dieses Unterfangen in einer Tragödie. Aber Angst, Feigheit und Desinteresse wird das Gleichgewicht egal welcher Wahrheit noch schneller ins Wanken bringen, deshalb sind Aufklärung, die Bereitschaft zur offener Diskussion die unumgänglichen Schritte, um den Zusammenhalt der Menschen in friedlicher Mission weltweit zu sichern und wenn möglich und von Artgleichen auch gewünscht für sie und mit Ihnen zu erweitern.

    Freeman und andere Aktivisten betreiben sehr gute Aufklärung und motivieren neugierige Menschen sich Ihres eigenen Verstandes und damit des Urteilsvermögens zu bedienen, damit fortschrittliches kritisches Denken nicht aufhört!

    Dafür ein riesen DANK!

  1. sosmsos sagt:

    Informationen nutzenn halt nichts wenn sie die "Kritische Masse" nicht erreichen.
    deswegen wäre auch eine Veröffentlichung über alternative Medien sinnlose gewesen.

    Auch jetzt bleibt fraglich ob diese Informationen überhaupt was bewirken können, auch wenn drin stehen würde das USA einen Anschlag auf Europa plane, solange die Medien nur das rausfiltern was in ihr Programm passt.

  1. Jan sagt:

    sehr guter dokumentarbeitrag - hätte ich den Schweden gar nicht zugtraut ;-)
    Was ich besonders interessant finde ist, wieso man überhaupt allen Fokus auf Assange richtet... Das veröffentlichte Material müsste doch eigentlich einen Aufschrei an Protest GEGEN die USA auslösen... Assange ist auch nur ein Mensch, der Spass am Sex hat, vielleicht ein bisschen "Höhe" im rampenlicht bekommen hat - NA UND? um ihn geht's doch eignetlich überhaupt nicht. Warum es ALLEIN geht sind die ungerechtfertigten KRIEGE dieser grössenwahnsinningen Elite... und warum? Ist doch ganz klar: Die Banken verdienen am Krieg!!!
    Staaten leihen sich Geld (mit Zinsen) von den CentralBANKSTERN um Kriege zu führen was die dann uns als Steuern auflasten...

    FREE ASSANGE?? Ja, OK.
    FREE PRESS AND FREE INFORMATION!!!!

  1. Blotterart sagt:

    Ich finde es immer wieder erstaunlich wie mitlerweile gegen alles und jeden Geschossen wird, immer unter Berufung von anderen Experten die ja eher das Vertrauen der hiesigen Scene genießen. Und ich muss freeman recht geben und sage das auch immer wieder. Es gibt Menschen die haben für alles und Jeden eine Theorie und scheuen nicht in Vollzeit die Kommentarlisten zu füllen. Kann es nicht auch gut sein, dass Fachleute aus den Staaten, die eher dienlich für unsere Sache schreiben auch Luftnummern schießen weil sie sich in Opposition zur dortigen Regierung befinden, wie bei uns in D die Linke dienlicher für die Scene arbeitet als die CDU? Keiner würde glauben die haben einen Bezug zur Wahrheitsbewegung und jeder weiss, das machen die für ihr politisches Ziel. Bei einem US-Fachmann kommt dies keinem in den Sinn. Nebenbei gibt es auch in unseren Kreisen Leute die wichtige Fakten aus den Leaks gezogen haben aber überall steht Schmutzwäsche mehr nicht? Schon seltsam. Wenn man sich mal auf den Arsch setzt kommt vieleicht auch mal vertrauen in eine Produktive Zusammenarbeit mit unseren Kreisen. Doch man liest nur Weisheiten in Kommentarform von immer den gleichen Leuten die weiter nix vor zu haben scheinen, außer ihr fachmännisches Wissen zuzusteuern. Jedoch kann ich euch versichern, dass es noch Leute gibt die sich den Arsch aufreißen und durch immer mehr Arbeit auch immer mehr zusammenarbeiten um voranzukommen. Natürlich kommt bei den meisten zu erst der Punkt, dass das Interesse schwindet wenn man auch mal gradlinig jeden Tag 12 Stunden in Projekte steckt und kein achso verhasstes Geld dafür bekommt sondern nur die Freude am voranschreiten. Zum Beispiel ist seit dem 09. eine Petition vom Netzwerk Volksentscheid, für Bundesweite Volksentscheide geschalten die es bis jetzt auf sage und schreibe 80 Mitzeichner gebracht hat. Wenn man sich dann noch anhören muss, dass Leute nicht mit ihren Daten mitzeichnen können weil sie zu infokriegerisch der Gefahr ausgesetzt sind später ausgespäht zu werden und sie durch ihr wichtige Arbeit (meines erachtens Kommentare schreiben) unbedingt anonym halten müssen bekomm ich echt den Hass und frage mich was man dann will wenn man eh nie was machen kann, weil man so Brandheiß durch Leben wandeln muss. wie wollt ihr dann gegen EU und CO vorgehn? Mit Komments? ich habe die letzten Tage mit extremer Schnodderseuche von Morgens bis Abends gerattert weil es eindeutig an Leuten fehlt die wirklich mal was umsetzen. gestern z.B. von 7-23 und das ohne Geld nur für das kleine Gewissen. Und es geht anderen genauso und schlimmer. Also nehmt euch das nicht als Angriff an sondern als Bitte. Schließt euch zusammen und kommt aus den Latschen. Fühl mich immer schlecht wenn ich sowas schreibe, aber vieleicht bringts ja was das mal direkter anzusprechen. 10 Leute können wenn sie gut englisch können doch einiges an Leaks durchrecherchieren? Und wenn nicht es gibt genug Ansätze außerhalb von Wikileaks wo Leuten die Arbeit aus den Ohren läuft. Nun könnt ihr mich steinigen... aber wie gesagt will keinem vorn Kopf stoßen

  1. hab gelesen, anonymous hat jetzt seine strategie geändert: keine ddos attacken mehr gegen wikileaks-feindliche dienste, stattdessen gemeinsames analysieren und aufbereiten der 250.000 diplomaten depeschen.

  1. neograf sagt:

    Wenn der Film bei einigen hier einfach nicht laufen will (wie bei mir): Es gibt auch einen Mirror auf Youtube!

    Hier ein Link über Wikio:

    http://www.wikio.de/video/wikirebels---the-documentary-4743028

  1. also so ganz kann ich assange da nicht nachvollziehen, es gibt doch mittlerweile eine große bandbreite an alternativen medien und da hätte man bestimmt was bewirken können um die dokumente zu bearbeiten...etwas stutzig macht mich das schon. Außerdem sollten diese dokumente nicht von irgendwelchen leuten (lesern) ausgewertet werden, sondern schon von historikern bzw. qualifizierten menschen.Hätte ja schon gereicht wenn man die großen alternativen mit einbezieht wie heise.de usw. Die massenmedien werden die ganz drastischen depeschen natürlich weglassen

  1. SR sagt:

    Freeman hat hier ganz Recht. Hinzu kommt denke ich, dass als WikiLeaks die Daten an die Mainstream-Medien weitergab, sie damit das rechtliche Risiko stark reduzieren, bzw. geschickt verteilen wollten.

    Viele Einzelheiten der Absprachen kennen wir zudem gar nicht – zum Beispiel Geld – denn die Organisation benötigt nun mal Geld. Andererseits, auch wenn WikiLeaks die Presse nicht berücksichtigt hätte, was würde sich an deren Auswahlverhalten heute ändern?

  1. Yvonne sagt:

    @ Freeman

    Ich gebe Dir einerseits Recht, viele lesen einfach passiv, was in den Blogs so steht und tun nichts.
    Ich bin selbst teilweise zwar sehr aktiv (Bsp. Al-Kreida-Aktion, Verteilen von Flugblättern etc.)merke aber, dass mein Umfeld bestenfalls über solche Aktionen schmunzelt, schlimmstenfalls gar nichts davon wissen will.

    Mein Gefühl ist mehr und mehr, dass sich die breite Masse nur dann bewegt, wenn's gar kein Geld mehr gibt, Punkt. So lange es sich noch bequem im Fernsehsessel rumzappen läßt, der Weg zu Arbeit immer gleich ist, der Bankautomat funktioniert....Hey, wen interessiert denn dann wirklich, ob Wikileaks nun von den großen Medien zensiert wird oder von den Alternativ-Medien wahrheitsgetreu widergegeben wird??? Fakt ist doch Wikileaks- Infos bewirken außer der Befriedigung einer kurzweiligen Sensationslust bei der breiten Masse rein GAR NICHTS. So lange die Menschen in Ihrer grenzenlosen Bequemlichkeit vor sich hindämmern und ihrem gewohnten Tagesablauf nachgehen und sich dem Konsumrausch hingeben können, erreichen sie diese ganzen Infos überhaupt nicht, egal in welcher Form! Selbst die Ermordnung von Assange würde daran nichts ändern. Traurig aber vermutlich wahr.

  1. So ist es --leider- freeman.
    Das Mindeste ist es aufzuklären , selber mitzurecherchieren, abwägen,hinterfragen.Natürlich ist es so in blogs-das es Gegenmeinungen gibt.Allerdings bitte konstruktive Kritik und nicht troll- gemäß alles runterziehen.
    Ich erlebe das selber im Bekanntenkreis etc.bezüglich GWZ, Zensus 2011.Gebäude +Wohnungszählung läuft ja jetzt schon.Dann kommt 2011 dei Volkszählung.Und was bekomme ich als feedback.Desinteresse!Ich recherchiere auch quer:Wie sehen die Volkszählungen in den anderen Ländern aus usw.Wo gibt es Klagen Petitionen, Widerspruch...Wikileaks ist für mich noch nicht ergiebig ergründet-deshalb bin ich weiter pro Assange-Aufklärung solange das Gegenteil(eines Fakes) nicht erwiesen ist wie z.B. bei der 9/11.truth-Bewegung.Da ist doch viel passiert und an die Öffentlichkeit gekommen.Da hats funktioniert mit der Aufdeckung.Es dauert seine Zeit die Wahrheit herauszufinden...

  1. Julian sagt:

    Gut gemachter Film über Wikileaks und die momentane Diskussion.

    Besonders gut hat mir die sehr differenzierte Herangehensweise an das Thema gefallen.

    Es kommen auch Kritker zu Wort, ihnen wird genug Zeit gelassen ihre Kritik auch auszusprechen, freie Mitarbeiter und Helfer von Wikileaks kommen oft zu Wort und vor allem wird Assange nicht als selbstloser Held stilisiert.

    Besonders gut kommt das am Ende raus.
    Hier wurde auch meine Vermutung über Assange bestätigt: der Mann kämpft für seine Ideale ohne sich wirklich um die Konsequenzen zu scheren, stellt sich unglaublich gerne in der Vordergrund und führt Wikileaks praktisch als Alleinherrscher an. Und ein bisschen selbstherrlich ist er anscheinend auch. Es dreht sich um ihn, nicht um das eigentliche Projekt.

  1. Warum ist überall das Gesicht zu sehen? Der Raum für die Veröffentlichung in den Medien ist begrenzt. Irgenwann sind die Normalbürger es leid das Gesicht und den Namen Wikileaks zu sehen. Die unangreifbare Plattform wird reduziert auf eine Person, die sehr wohl angreifbar ist und gewiss keine Symphatie beim Normalbürger auslöst. Hacker, Vergewaltiger, Snop. Ist das was leider hängen bleibt.
    Die Enthüllung selbst gerät zur Nebensache und bekommt zudem einen unglaubwürdigen Beigeschmack in den Augen der breiten Masse.
    Was den Frust angeht, das grade Er nicht auf die alternativen Medien gesetzt hat und es mit nicht ausreichender Unterstützung begründet. Das kann ich verstehen. Auf 5 Aktivisten treffen 40 Mitläufer alles Menschen deren Hauptinteresse nicht in Journalistischer/ PR Arbeit liegt. Die zudem nichts bekommen, wenn sie ein Risiko eingehen und eben keine Experten sind.
    Zudem wurden wir konditioniert untätig zu sein, wenn etwas kein Geld, aber Risiko bringt.
    Die alternativen können noch nicht Millionen auf die Straße bringen.
    Deine gute Aktion in Spanien und weitere haben dir das ja gezeigt.
    Ich hatte gestern 10 Stunden Fahrt zu einer Demo die praktisch nicht stattgefunden hat.
    Doch nach dem Video hier, weiss ich, die Fahrt war nicht vergebens.
    Assange und Wikileaks können verunglimpft und gestoppt werden. Doch das System dahinter, wird sich Fortsetzen. Mit Open Source hats ja schon seinen ersten Nachahmer gefunden.
    Allen Aktiven weiterhin viel Mut und Engagement. Lasst euch nicht spalten und verzagt nicht, unser Gegner ist immerhin ungeschlagen seit über 2000 Jahren. Doch unsere Vorfahren und wir konnten ihm immer mehr abtrotzen.
    Kann Internet nicht auch ebenso spaltend und lähmend sein? Wer denkt schon noch selbstständig/kritisch und handelt im RL couragiert?

  1. @yvonne

    sehe ich genauso... Bequemlichkeit und Feigheit lassen den Normalbürger lieber in seinem Fernsehsessel verrotten als mal genauer hinzugucken oder gar mitanzupacken... aber die Endzeithysteriker machen es nicht besser man kann auch seine Zeit mit "Unheilsmeldungen" verbringen oder auf den "Erlöser" warten. Wir müssen das schon selber TUN und vorallem endlich mal oder zumindest konkreter eine positive Vision oder Version unserer Zukunft entwickeln. Wikileaks ist nur EIN Aufklärer der es aber zumindest in die breite Öffentlichkeit schafft.

  1. sara sagt:

    weiß einer, warum einige sich von Wikileaks getrennt haben? Z.B der Danile Domscheit-Berg. Ist das alles eine Kampagne gegen Wikileaks oder was steckt wirklich dahinter?

  1. Thomas sagt:

    @sara: Darauf wird in dem Film doch auch eingegangen: Daniel Domscheit-Berg gibt an, Julian Assange wäre zu autoritär vorgegangen. Er selbst hätte es besser gefunden, die Informationen langsam, aber stetig zu veröffentlichen, anstatt die "Knüller" sofort and die Öffentlichkeit zu bringen, Julian Assange sah das anders und das Ergebnis ist ja nun seit Jahren öffentlich. Als es anderen Mitgliedern, die Daniel Julien ggü. Assange nicht nennen wollte auch so ging, trennten sie sich vom Team und gründeten eine eigene Platform, die ebenfalls das anonyme Veröffentlichen solcher Informationen ermöglicht.

    Herbert Snorrason steht z.B. auch hinter openleaks.org. Die Seite ist aber noch nicht online - das ganze ist ja auch noch nicht allzulange her. Siehe hierzu z.B. http://berlinnow.org/?p=854

    Das ganze ist keine Kampagne gegen WikiLeaks, sondern ein Versuch, eine ähnliche Platform zu gründen, die nach den Prinzipien von den Gründern Domscheit-Berg, Snorrason, u.a. funktioniert, welche sich mit jenen von J. Assange nicht vereinen ließen.

    Google spuckt dazu einiges aus.

    Ich würde es auch nach dem Motto sehen: "Je mehr, desto besser"

  1. sara sagt:

    @Thomas:Danke für die Antwort, mittlerweile habe ich es auch herausgefunden, genauso, wie du meintest. Naja, je mehr desto besser, das stimmt schon.