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Das zweite vorgetäuschte Kriegsende im Irak

von Freeman am Dienstag, 31. August 2010 , unter , , , , | Kommentare (21)



Obama wendet den gleichen Trick an wie Bush. Er täuscht ein Kriegsende vor, das gar keins ist. Heute endet zum zweiten Mal offiziell der Krieg im Irak und Vizepräsident Biden ist aus diesem Anlass nach Bagdad gereist und Obama wird heute Abend eine Rede zur Nation aus dem Oral Office halten. Dabei ist das ganze nur eine inszenierte Show für das kriegsmüde amerikanische Publikum und soll den Anschein erwecken, der immer unpopulärer werdende Präsident hält sein Wahlversprechen. Ist alles nur Taktik wegen der bevorstehenden Senatswahlen.

Am 1. Mai 2003 hat Bush auch das Kriegsende mit seinem berühmt berüchtigten Spruch „Mission Accomplished“ auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln verkündet. Dabei ging das Sterben danach erst richtig los. Diese Ankündigung war genau so wenig echt wie die jetzt von Obama. Tatsächlich bleiben 50'000 Soldaten dort, die nur eine andere Bezeichnung bekommen. Statt Kampftruppen heissen sie ab jetzt Ausbildungskräfte. Nur kämpfen müssen sie trotzdem und der Krieg geht weiter.

Für die US-Soldaten die im Irak bleiben ändert sich nichts. Die müssen sich ganz schön verarscht vorkommen, wenn sie morgen wieder in Kampfeinsätze gehen, dabei verletzt oder sogar sterben werden, obwohl laut Obama gar kein Krieg mehr sein soll. Diese Täuschung der amerikanischen Bevölkerung und der ganzen Weltgemeinschaft ist ein Skandal. Aber das sind wir ja mittlerweile gewöhnt, wie die politische Kaste mit Hilfe der Medien uns den ganzen Tag belügen und eine falsche Realität vorgaukeln.

Obama hat einfach eine Brigade medienwirksam vor laufenden TV-Kameras abgezogen, damit er behaupten kann, der Krieg ist zu Ende. Der grosse Rest mit neuen Namen, sowie die hunderttausend Mann starke private Söldnerarmee bleibt. Dabei war der vergangene Juli der gewalttätigste Monat seit zwei Jahren. Aber Obama hat ja schon bei seinem Empfang des Kriegsnobelpreises gesagt, „Krieg ist Frieden“. Wir müssen sein Orwelsches Neusprech nur endlich verstehen und ihn nicht immer so wörtlich nehmen.

Und eines muss man wissen, wenn man die Amerikaner einmal als "Gast" hat und sie einen "befreien", dann wird man sie nie mehr los. Die nisten sich für immer ein und machen sich breit wie wenn ihnen der Laden gehört. Darüber können viele Länder ein Lied singen, wie Deutschland at al. Das einzige Land wo sie wirklich abgezogen sind war Vietnam. Dort haben sie auch so was von eine in die Schnauze bekommen, das tut heute noch weh und ist ein Trauma für sie. Die Afghanen könnten die nächsten sein, die ihnen ein zweites Vietnam bescheren.

Hat sich für die Iraker durch die Beglückung mit der amerikanischen Version der Demokratie etwas verbessert? Absolut nichts. An oberster Stelle der Missstände ist die miserable Stromversorgung, mit stunden- oder tagelangen Ausfällen. Die Amerikaner haben in sieben langen Jahren es nicht geschafft den Irakern dieses wichtige Grundbedürfnis zu garantieren. Ist ja auch klar warum, zu Hause in ihrem Disneyland schaffen sie es ja auch nicht und die Infrastruktur bricht überall zusammen.

Der amerikanische Steuerzahler hat fast 60 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Irak bezahlt, nur gemacht wurde sehr wenig damit. Einige Pseudobauten die nutzlos herumstehen oder bereits Ruinen sind. Das meiste Geld ist in dunkle Kanäle verschwunden, haben sich Subunternehmer, Lieferanten, Berater, hohe US-Offiziere und irakische Politiker unter dem Nagel gerissen. Wie in einem Supermarkt, wo jeder sich nach belieben bedienen konnte, war der Krieg ein Weg sich richtig Kohle zu greifen.

Laut US Congressional Budget Office (CBO), was einem Rechnungshof entspricht, hat der Krieg im Irak bisher 709 Milliarden Dollar gekostet. Laut CBO war 2008 das teuerste Jahr, mit 140 Milliarden Dollar. Mit Afghanistan haben die beiden Kriege zusammen über 1,1 Billionen Dollar gekostet und kein Ende ist in Sicht.

Viele Iraker haben den Abzug der verhassten Besatzer lange herbeigesehnt, nur der findet einfach nicht statt. Die gigantischen Militärbasen sind permanent und fremde Soldaten bestimmen den Alltag. Die von Bush versprochene Demokratie, die man ihnen in Aussicht gestellt und mit der man den Krieg begründet hat, ist nicht umgesetzt worden. Ein halbes Jahr nach den letzten Wahlen hat das Land noch immer keine neue Regierung. Die beiden korrupten Pseudoparteien sind in einem endlosen Machtkampf verkeilt.

Insgeheim wünschen sich viele die Zeit unter Saddam Hussein zurück, da hat wenigstens das tägliche Leben gut funktioniert, die Lage war völlig sicher und Anschläge gab es überhaupt keine. Das Chaos kam erst durch den Angriffskrieg und der US-Besatzung. Der grösste Fehler damals war, das ganze irakische Militär einfach aufzulösen und Heim zu schicken. Was sollten die arbeitslosen Soldaten ohne Einkommen anders machen, ausser das was sie gelernt haben? Sie schlossen sich den verschiedenen Widerstandsgruppen an und bekamen dadurch etwas Geld um ihre Familien zu ernähren.

Dann haben die Amerikaner auch noch die drei Volksgruppen aufeinander gehetzt und der Konflikt zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden ging los, der bis heute andauert. Trotzdem war für sie der Eindringling der gemeinsame Feind, der parallel dazu bekämpft wurde. Das US-Militär konnte eine empfindliche Niederlage und hohe Zahl an Gefallenen nur deshalb verhindern, weil sie ganze Gruppen von Widerstandskämpfern mit grossen Geldsummen ruhiggestellt haben. Der selbst ernannte „Erfolg“ wurde gekauft und sobald das Geld nicht mehr fliesst gehen die Kämpfe wieder los.

Die Amerikaner haben nichts erreicht, ausser Tod, Zerstörung und Elend. 4 Millionen Menschen haben durch die Kriegsfolgen ihr Zuhause verloren und 1,3 Millionen ihr Leben. Südlich von Bagdad befindet sich der grösste Friedhof der Welt, der Wadi-us-Salaam oder das Tal des Friedens, mit einer Fläche von 6 Quadratkilometer und 5 Millionen Gräbern!

Der Irak ist eine apokalyptische Hölle, mit ganzen Landstriche die durch DU-Munition radioaktiv verseucht sind. Die Folgeschäden in der Bevölkerung mit noch nie gesehenen Krankheiten und Missbildungen bei den Neugeborenen sind unfassbar. Was der Westen dort angerichtet hat, kann man nur einen Völkermord und ein Kriegsverbrechen nennen.

Der Krieg geht weiter und die Anzahl Toten auf beiden Seiten wird steigen. Das zweite vorgetäuschte Kriegsende im Irak wird daran nichts ändern.

Zur Erinnerung, der Krieg im Irak beruht auf einer gigantischen Lüge. George W. Bush behauptete, Saddam Hussein hätte Massenvernichtungswaffen und stelle damit eine grosse Bedrohung für Amerika und seine Nachbarn dar. Deshalb wäre ein präventiver Angriffskrieg gegen den Irak notwendig. Es wurden aber keine Waffen gefunden und Bush hat die Welt bewusst ins Gesicht gelogen. Deshalb muss er wegen Massenmord vor Gericht gestellt werden.

Staatsanwalt Vincent Bugliosi - Die Strafverfolgung von George W. Bush wegen Mord:


Ergänzung: Innerhalb von nur 48 Stunden ab vergangenen Freitag sind in Afghanistan 21 US-Soldaten durch Anschläge getötet worden, die höchste Anzahl in diesem blutigen Sommer.

ISAF sagt dazu, der Anstieg an Gefallenen wird mit der Erhöhung der Truppenstärke und mit deren häufigeren Einsatz begründet, welcher der Militärführung ermöglicht, in die Hochburgen des Widerstandes einzudringen, die vorher nie betreten wurden und die Rebellen würden einen erbitterten Widerstand leisten.

Der Oberkommandierende aller NATO-Truppen, General David Petraeus, warnte, "der Kampf wird härter bevor er leichter wird."

Die Synagoge am anderen Ground Zero

von Freeman am , unter , , | Kommentare (37)



Einer für die Demonstranten wichtigster Slogan, die gegen den Bau des muslimischen Kulturzenrums in Manhattan lauthals protestieren, lautet:

Solange keine Kirche und Synagoge in Mekka gebaut werden darf, wird auch keine Moschee am Ground Zero gebaut.

Das hat sogar der ehemalige republikanische Kongressabgeordneter Newt Gingrich wiederholt, der möglichweise sich für das nächste Präsidentenamt bewirbt.

Das soll ein Argument sein? Das ist so ein absurder Vergleich, er spottete jeder Beschreibung. Die Spitze von Manhattan ist alles andere als ein heiliger Ort der durch ein Kulturzentrum "entweiht" wird, sondern der Mittelpunkt des verbrecherischen Finanzkapitals und der Wall Street Bankster. Dort wird Gott Mammon angebetet. Dann rund um Ground Zero findet man Pornogeschäfte, Striplokale, Kneipen und Fastfoodstände. Ausserdem ist der geplante Bau zwei Strassenzüge weit enfernt in einer alten Kleiderfabrik. Mekka ist aber ein heiliger Ort für die Muslime und nicht zu vergleichen.

Dann dreh ich mal den Spruch um und sage:

Solange keine Moschee und Synagoge im Vatikan gebaut werden darf, wird auch keine katholische Kirche in Hintertupfing gebaut.

Na, wie wäre es damit? Wir sehen, dieses Argument der Schreihälse in New York zieht einfach nicht und ist lächerlich.

Es gibt aber im Nahe Osten einen Ground Zero wo eine Synagoge wiederaufgebaut wurde, mitten unter den „bösen Terroristen“. Ja, da staunt der gehirngewaschene, intolerante, ängstliche Kleinbürger mit Spatzenhirn, der nur nachplappert was einem die Hetzer ins Ohr flüstern.

Wo? Im Libanon, in der Hauptstadt Beirut, denn die Menschen dort betrachten das Zentrum der Stadt auch als ihr Ground Zero. Dort haben israelische Bomben 1982 alle Gebäude zerstört. Die Stadt wurde von israelischen Soldaten besetzt und zu Trümmern reduziert.

Nach dem Abzug der Besatzungstruppen hat man die Stadt einigermassen wieder aufgebaut, aber kaum war die Normalität eingekehrt, ging es wieder los. Im August 2006 hat Israel den ganzen Libanon in die Steinzeit gebombt, 1 Millionen Libanesen mussten flüchten, 1'200 Zivilisten wurden getötet und 5'000 verwundet.

Wenn man die Bevölkerungszahl des Libanon mit Amerika vergleicht, dann wären die 1'200 Toten wie 90'000 tote Amerikaner am 11. September. Jetzt kann man verstehen, welche enorme Wunden die israelischen Angriffe im Libanon hinterlassen haben.

Man müsste meinen, die Libanesen würden deshalb niemals den Wiederaufbau einer Synagoge genau dort fünf Jahre danach erlauben. Das haben sie aber getan, haben eine hergerichtet, mitten in Beirut.

Beim erneuten Aufbau der Stadt wurde 2008 der Wiederaufbau der Maghen Abraham Synagoge beschlossen und im Juli 2009 wurde im Stadtteil „Solidere“ damit begonnen. Zerstört wurde sie von israelischen Piloten, welche das Gebetshaus bombardierten, weil sie ein Waffenlager dort vermuteten.

Sie steht nicht irgendwo versteckt, damit die Christen und Moslems nicht „aufgebracht“ sind, so wie die New Yorker sich masslos über ein ungelegtes Ei echauffieren, sondern steht ganz prominent für alle zu sehen.

Hier Bilder der Synagoge fast fertig ...



... und während den Restorationsarbeiten:







Es ist ein grosses traditionelles Gebäude, wunderschön restauriert mit allen Ornamenten als Ort der Andacht für die Juden die in Beirut leben. Ja es gibt sie dort, wo doch die Hizbollah, die von den westlichen Medien immer mit dem Zusatz „radikal islamisch“ versehen wird, auch nebenan ist.

Und was sagt der Chef der Hizbollah, Hassan Nasrallah dazu? „Wir respektieren das Judentum, genauso wie das Christentum. Wir haben nur ein Problem mit Israel.

Ein arabisches Land, mit einem Muslimen als Premierminister und einen Christen als Präsidenten, erlaubt den Wiederaufbau einer Synagoge mitten im Zentrum ihres Ground Zero, wo vorher Tausende israelische Bomben alles platt gemacht haben. Der Libanon ermöglicht eine Synagoge für seine im Land lebenden Juden, damit sie einen Ort haben wo sie ihre Religion ausüben können. In New York wollen die Islamhasser keine Moschee erlauben, im ach so freien Amerika.

Die Libanesen und die Hisbollah können sogar zwischen ihren jüdischen Nachbarn und den israelischen Soldaten die ihr Land zerstörten unterscheiden und werfen sie nicht in einem Topf wie dort.

Was für armselige Würstchen doch die Gegner eines muslimischen Kulturzentrum in Manhattan sind, oder überhaupt die, welche irgendwo sich über eine Moschee aufregen. Die, welche immer als gewalttätige primitive Untermenschen und als Terroristen bezeichnet werden, sind hundertmal toleranter und grosszügiger als die Heuchler die sich wegen dem Islam aufregen.

Chinas Zentralbankgouverneur geflohen?

von Freeman am Montag, 30. August 2010 , unter , | Kommentare (6)



Es gibt weitverbreitete Gerüchte in China, der Gouverneur der chinesischen Zentralbank oder People's Bank of China (PBC), Zhou Xiaochuan, könnte aus dem Land geflüchtet sein und in den USA sich aufhalten.

Die Gerüchte fingen an, nach dem am 28. August die in Hong Kong ansässige Nachrichtenagentur Ming Pia meldete, dass die PBC Verluste von ca. 430 Milliarden Dollar mit US Treasury Bonds erlitten hat und die chinesische Regierung will einige Verantwortliche der PBC deswegen bestrafen, einschliesslich Zhou.

Dieser Verlust ist gigantisch und wir wissen, die Todesstrafe wird in China für weniger verhängt. Das Gerücht über eine Flucht wurde später dementiert, aber in der Zwischenzeit ist der Name von Zhou in den chinesischen Internetsuchmaschinen blockiert, was eine Bestätigung dafür sein könnte.

Wegen dieser Nachricht sprang der Goldpreis vorübergehend auf sagenhafte 3'401 Dollar:



Es ist bekannt, dass Zhou hochgesteckte politische Ambitionen hat und dieses Gerücht mit der Erneuerung der gesamten chinesischen Führungsriege 2012 im Zusammenhang steht. In der Vergangenheit gab es schon mehrmals Gerüchte über seine Entlassung, da er angeblich in einigen hochrangigen Finanzskandalen verwickelt sein soll.

Es kann sein, egal ob dieses Gerücht wahr ist oder nicht, die Bekanntgabe dieser Nachricht hat mit einem Machtkampf innerhalb des Wirtschaftsflügels der Kommunistischen Partei zu tun.

Und es ist durchaus möglich, die PBC hat zu lange auf den Schuldscheinen der USA gesessen und dadurch so einen hohen Verlust eingefahren. Einer muss jetzt den Kopf dafür herhalten.

Der letzte Sichtung von Zhou war im TV am 26. August, wo er bei einer Konferenz mit dem chinesischen Premier Wen Jiabao teilnahm. Das Gerücht kann ganz einfach durch einen öffentlichen Auftritt widerlegt werden.

In diesem Zusammenhang ist es jetzt auch verständlich, warum die PBS vor wenigen Tagen vorgeschlagen hat, den US Dollar als Reservewährung durch ein neues globales System, welches durch den IWF kontrolliert wird, zu ersetzen. Das haben sie bereits mehrmals gesagt, aber jetzt wird das Verlangen immer lauter.

In dem Essay von Zhou Xiaochuan stand, das Ziel ist eine Reservewährung zu schaffen "welche nicht mehr mit individuellen Ländern verbunden ist, die langfristig stabil ist, um damit den Mangel zu beseitigen, der mit den auf Schulden basierenden nationalen Währungen verursacht wird."

Übersetzt heisst das, wir haben es satt mit dem Dollar laufend Verluste zu erleiden und wollen was wertstabileres als Ersatz. Kann sein, dass dadurch die US-Schuldenblase platzt.

Die Konsequenz aus diesem angeblichen Verlust wird interessant sein. Die chinesische Regierung muss jetzt entscheiden, entweder weiter US Treasury Bonds zu kaufen, um die USA als Kunden aufrecht zu erhalten, aber mit ständigen Verlusten dabei rechnen, oder sie hören auf Schuldscheine zu akzeptieren, um keine Verluste zu haben, was aber das Ende des Dollar bedeutet.

Die Märkte nehmen die Gerüchte jedenfalls ernst, denn die chinesischen 1 Monat Interbank Repos sind um fast 50 Prozent gestiegen.

Am 4. und 5. September treffen sich die stellvertretenden Finanzminister der G-20 Länder in Gwangju, Südkorea, als Vorbereitung des G-20 Gipfels der Staatschefs im November dort. Eines der Themen am kommenden Treffen, welches von der EU als wichtig erachtet wird, ist die zu langsame Umsetzung der versprochenen Aufwertung der chinesischen Währung.

UPDATE - 31.08.2010: Der Sprecher der japanischen Finanzaufsichtsbehörde, Toshiharu Mashita, bestätigte, dass deren Chef, Shozaburo Jimi, den chinesischen Zentralbankchef Zhou am Montag in Peking getroffen hätte. Wenn man dieser Aussage glaubt, dann ist die Fluchtmeldung falsch.

Aber der Verlust kann stimmen. Der ehemalige Investmentbanker und Kolumnist, Jake van der Kamp, analysierte die CEIC-Daten und sagte, es gibt tatsächlich eine Lücke von 460 Milliarden Dollar zwischen dem Dollarwert der Devisenreserven der PBC ($2,45 Billionen) und dem Dollar-Gegenwert in Yuan die in den Büchern der PBC stehen (2,91 Billionen).

Die Differenz von 460 Milliarden Dollar ist ca. 140 Mal das Kapital der PBC. "Wenn das eine normale Handelsbank wäre, dann wären ihre Direktoren im Gefängnis, da sie fahrlässig über einige Jahre die Operation weiterführten, mit dem Wissen, sie wären völlig insolvent," sagte van der Kamp. Aber da es sich um eine Zentralbank handelt, können sie das Geld drucken, fügte er hinzu.

Die Glühbirne wird ab 1. September ausgemustert

von Freeman am , unter , , | Kommentare (30)



Ab Mittwoch wird es keine Glühbirnen über 75 Watt mehr geben und matte sowieso nicht mehr. Ein Jahr später dann die ab 60 Watt und ab 1. September 2012 gar keine Glühbirnen mehr. Das sieht eine EU-Verordnung vor, welche auch die Schweiz übernommen hat. Wer noch welche für die Zukunft benötigt muss sich eindecken.

Die Klimahysteriker haben sich durchgesetzt und ein angebliches Einsparungspotenzial an Kohlendioxid sich ausgerechnet, um die „Klimaziele“ zu erreichen. Dabei hat CO2 mit dem Klima überhaupt nichts zu tun. Dann sparen die Energiesparlampen gar nichts und sind auch noch schädlich, wie ich in meinem Artikel hier aufgezeigt habe. Eine völlige Idiotie.

Dann liegt der Anteil des Atomstrom in der EU bei 31 Prozent, in Frankreich sogar über 70 Prozent, der angeblich kein CO2 produziert. In der Schweiz erfolgt die Stromproduktion fast ausschliesslich durch CO2 freie Energiegewinnung, durch Atomstrom 40 Prozent und durch Wasserkraft 54 Prozent. Was machen dann die angeblichen CO2-Sparlampen für einen Sinn? Ich bin kein Befürworter von Atomstrom, nur wenn man das CO2-Sparagument bringt, um die Glühbirne zu verbannen, dann muss man sich anschauen wie Strom überhaupt produziert wird.

Dann hat sich gezeigt, wenig genutzte Lampen, wie in Abstellräumen, amortisieren sich erst nach 30 Jahren. Ein wirklicher Spareffekt tritt nur bei Dauerbetrieb ein. Also Leute, setzte Energiesparlampen ein und lasst sie immer brennen, dann spart ihr. Das ist die verdrehte Logik der Verhaltensdiktatoren. Und sie sind ja soooo gemütlich mit ihrem kalten Licht.

Hier noch einige interessante Fakten über die Glühbirne.

Die Glühbirne wurde 1880 von Thomas Edison patentiert und ihr Prinzip hat fast unverändert die Zeit überdauert. Die am längsten leuchtende Glühbirne brennt schon seit 109 Jahren ununterbrochen bis heute. Sie wurde 1901 zum ersten Mal installiert und eingeschaltet und befindet sich im Feuerwehrgebäude der Fire Station 6 an der East Avenue 4550 in der Stadt Livermore, Kalifornien.

Die Lampe wurde von der Shelby Electric Company produziert und leuchtet mit 4 Watt. Sie wurde ständig als Leuchte über die Feuerwehrautos Tag und Nach eingeschaltet und steht im Guinessbuch der Rekorde als älteste funktionierende Glühlampe der Welt.



Die Stadt Livermore und die Feuerwehr von Livermore-Pleasanton haben die Absicht sie so lange wie möglich brennen zu lassen. Man kann das Feuerwehrhaus besuchen und sie betrachten.

Es gibt noch weitere Lampen die "ewig" leuchten. Eine wurde im Byers Opera House in Fort Worth Texas montiert und 1908 eingeschaltet. Eine andere in New York in einer Eisenwarenhandlung 1912 und eine im Feuerwehrhaus in Magnum Oklahoma 1926.

Was sagt uns das? Die Glühbirne ist eine geniale Erfindung und wenn die Hersteller es wollten könnten sie mehr oder weniger eine unbegrenzte Lebensdauer ermöglichen. Nur das wollen sie nicht. Wäre ja schlecht fürs Geschäft wenn die Konsumenten nur einmal im Leben Glühbirnen kaufen würden. Deshalb hat man extra die Lebensdauer verkürzt, damit sie kaputt gehen und man immer neue benötigt. Das Glühbirnen nach einem Jahr durchbrennen ist bewusst so gemacht.

Diese eingebaute Kurzlebigkeit ist übrigens bei vielen Produkten so. Ihr glaubt doch nicht das Autos und alle anderen Konsumartikel so schnell ihren Geist aufgeben, wenn das nicht extra so vorgesehen wäre. Nur wenn die Konsumenten gezwungen sind immer neues zu kaufen brummt das Geschäft.

Pentagon Chef - die Verschuldung ist die grösste Bedrohung

von Freeman am , unter , , | Kommentare (25)



Die amerikanische Staatsverschuldung ist die einzelne grösste Bedrohung der nationalen Sicherheit, laut Admiral Mike Mullen, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs. Die Steuerzahler werden 600 Milliarden Dollar an Zinsen für die Staatsschulden bis 2012 aufbringen müssen, erzählte er Studenten und politischen Führern in Detroit am vergangen Dienstag. „Das ist so viel wie das Verteidigungsbudget für ein Jahr“, sagt er und er fügte hinzu, das Pentagon muss die Ausgaben reduzieren.

Das bedeutet, nicht der Feind von aussen, nicht die Russen oder Chinesen, nicht der Iran oder Nord Korea und nicht die Widerstandskämpfer in Afghanistan und die „bösen Terroristen“ sind die grösste Bedrohung für Amerika, sondern der Feind ist im Inland, es ist die astronomische Staatsverschuldung, die sie selber verursacht haben.

Eine ähnliche Einschätzung hat bereits der Chef aller US-Geheimdienste, Dennis Blair, im Februar 2009 von sich gegeben, in dem er sagte, die globale Finanzkrise wäre die grösste Bedrohung für die nationale Sicherheit Amerikas. Jetzt nennt Mullen es genauer, in dem er die totale Überschuldung als grösste Gefahr ansieht.

Es ist schon sehr heuchlerisch und ironisch, wenn ausgerechnet der Chef des Pentagon das äussert, da gerade das Verteidigungsbudget und die Kriege die Amerika seit 20 Jahren führt, hauptsächlich zu dieser gigantischen Verschuldung beigetragen haben. Die USA geben mehr fürs Militär aus, alle anderen Staaten der Welt zusammen. Und 600 Milliarden Dollar nur für die Zinsen der Schulden ist fast doppelt so viel wie Deutschland als gesamtes Staatsbudget pro Jahr ausgibt.

Mullen äussert diese Warnung weil er natürlich Angst hat, es wird der Tag bald kommen, wo man ihm das Budget notgedrungen streicht, denn so kann es nicht weitergehen. Mullen sagte, die Schulden werden von Jahr zu Jahr grösser und am Ende wird das Verteidigungsbudget gekürzt werden müssen, um die Schulden bedienen zu können.

Aber es führt kein Weg daran vorbei, Amerika wird an dem Gewicht der Schulden demnächst zusammenbrechen. Dann ist der Traum eines Weltimperiums mit der Stationierung von Soldaten in 130 Ländern und die ständige Kriegsführung ausgeträumt.

Das absurde ist ja, die Chinesen waren bisher die grössten Kreditgeber, damit Amerika überhaupt diese Schuldenwirtschaft und Kriegsmaschinerie aufrechterhalten konnte. Wie mir Paul Craig Roberts, ehemaliger US-Vizefinanzminister, im Interview vor kurzem sagte, könnten die Chinesen in 10 Sekunden Amerika zerstören. Sie müssten nur verkünden, keine Schuldscheine Washingtons mehr zu akzeptieren, dann bricht der Dollar sofort zusammen.

Auf meine Frage, warum sie es nicht tun, antworte Roberts, weil sie kein Interesse haben eine Weltkrise herbeizuführen. Ich meine dazu kommt noch, die Chinesen, aber auch die Russen, haben ein ganz anderes Zeitdenken, sie haben Geduld und müssen nur warten und zuschauen, wie sich Amerika selbst zerstört. In der Zwischenzeit schichtet China die gigantischen Dollarbestände langsam um und baut seine Wirtschaft und Verteidigung aus.

Wenn keiner mehr den USA Kredite gibt, die Soldaten, Treibstofflieferanten und Rüstungsbetriebe nicht mehr bezahlt werden können, dann ergeht es ihnen wie dem römischen Imperium, es implodiert und löst sich auf. Als Kenner der Geschichte weiss das Mullen auch.

Es ist nämlich ein Trugschluss, Kriege sorgen für eine brummende Wirtschaft. Das mag für kurze Kriege zutreffen, aber nicht wenn diese Jahrzehnte andauern, so wie sie Amerika schon seit langem führt. Ausser einen Schuldenberg, bringen ihnen die Kriege nichts.

Das ist genau so wie wenn jemand behauptet, wenn man auf Kredit Feuerwerksraketen kauft, dann kurbelt man die Wirtschaft an. Nach dem sie alle verschossen wurden und der Pulverdampf verzogen ist, hat man für das Geld nur einen Knall bekommen und am Schluss nichts ausser Schulden.

Der einzige Weg um die nationale Bedrohung die Mullen aufzeigt abzuwenden, ist wenn sie sofort die Kriege beenden, alle weltweiten Militärbasen auflösen und die Truppen nach Hause holen. Nur, das werden sie nicht machen, da sie ja glauben Amerika sei unbesiegbar. Die Römer haben gleich gedacht, denn die letzten Münzen die geprägt wurden hatten den Spruch darauf, „Roma Invicta“, Rom ist unbezwingbar.

Sänger wegen Auftritt vor gemischten Publikum ausgepeitscht

von Freeman am Sonntag, 29. August 2010 , unter , , , | Kommentare (100)



Zur Zeit läuft in New York eine regelrechte Hysterie gegen die Errichtung eines moslemischen Kulturzentrums in Manhattan. Die Gegner sind aufgebracht, weil sie eine Moschee in der Nähe von Ground-Zero als Beleidigung gegenüber den Opfern von 9/11 empfinden. Dabei ist sie von den Stadtbehörden genehmigt und viele der Hinterbliebenen haben nichts dagegen und sich auch so geäussert. Es handelt sich um eine Kampagne und diese Islamophobie in Amerika nimmt gefährliche Züge an, hat mit den in der Verfassung garantiertem Recht auf Religionsfreiheit nichts mehr zu tun.

Als Begründung wird von den Gegnern des Islam behauptet, diese Religion sei intolerant und rückständig. Dann unterstellen sie, Moscheen wären eine Brutstätte für Terroristen und sie würde Gewalt gegenüber anderen predigen. Solche falschen Behauptungen werden durch die Medien genährt, welche nur schlecht über Moslems reden. In New York regen sich am meisten die Unterstützer Israels auf und sind voller Hass. Dabei, wenn man die Errichtung einer Moschee verhindert, dann ist das der erste Schritt auch andere Gotteshäuser zu verbieten und Kirchen und Synagogen kommen als nächste dran.

Dabei wissen wir, Moslems hatten mit 9/11 gar nichts zu tun, die Täter waren andere, die von dem „Angriff“ profitierten, um damit ihren „Krieg gegen den Terror“ begründen zu können. Die welche am meisten mit dem Finger zeigen und Kriege verlangen, sind selber die einzig wirklichen Terroristen.

Einer der sich als grösster Hetzer gegen Moslems in letzter Zeit hervorhebt, ist Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin (SPD). In neuesten Interview mit deutschen Medien vertrat er die Ansicht, die Ursachen für die schlechte Integration von Muslimen seien nicht ethnisch, sondern lägen offenbar in der Kultur des Islams. In seinem neuen Buch mit dem Titel "Deutschland schafft sich ab" redet er bewusst nicht von Türken oder Arabern, sondern von muslimischen Migranten. Der Bielefelder Soziologie-Professor Wilhelm Heitmeyer warf Sarrazin im Südwestrundfunk vor, er bediene mit seiner Wortwahl "eindeutig ein rechtspopulistisches Potenzial".

Am Samstag fand eine gewaltsame Demonstration durch die rechtsradikale English Defense League (EDL) in Bradford statt, einer grössten muslimischen Gemeinden des Landes. Steine und Flaschen wurden von ca. 700 Teilnehmern gegen die Polizei geworfen und es kam zu den schlimmsten Ausschreitungen seit langem. Sie protestieren gegen die "Islamisierung Englands". Interessant ist, zu den Mitgliedern der rechtsradikalen EDL gehört auch eine "jüdische Abteilung", welche Israelfahnen bei den Auftritten schwenken. Die Faschisten und Zionisten haben sich zusammengetan und einen gemeinsamen Nenner gefunden, der Hass gegen den Islam.

Dazu gehört auch der rechtsradikale holländische Islamgegner Geert Wilders, der den Koran verbannen will, ein beliebter Gast in Israel. Und das "Dove World Outreach Center", eine selbsternannte "neutestamentliche Kirche" in Gainesville (Florida), plant am 11. September einen "Tag der Koran-Verbrennung". Was sind denn das für hasserfüllte Christen? Hier läuft eine Provokation nach der anderen ab.

In den USA ist die Stimmung gegen Moslems so aufgeheizt, ein Taxifahrer wurde am 24. August in New York von einem Gast mit einem Messer schwer verletzt. Nach dem er eingestiegen war, fragte der 21-jährige Michael Enright den Fahrer Ahmed Sharif 43 ob er Moslem sei. Als er Ja sagte, stach Enright mit einem Messer ihn in den Hals, schlitzte seine Lippe bis zur Nase auf und verletze Arm und Hand. Sharif lebt seit 25 Jahren in Amerika, fährt seit 15 Jahren Taxi und hat 4 Kinder die dort geboren sind. Enright ist wegen Hassverbrechen mit versuchten Mord angeklagt.

Viele sind auf den Zug der Hetze gegen Moslems aufgesprungen, einschliesslich Autoren, Verlage und Webseiten auf "unserer Seite". Damit werden niedrigste Instinkte bedient, ein Sündenbock für die Probleme der Gesellschaft gesucht und es dient der reinen Ablenkung von den wahren Tätern der ganzen Krisen. Ein Geschäft kann man auch noch damit machen. Unsere "Feinde" sind doch nicht die Moslems, sondern die welche uns ausbeuten und versklaven, die welche die Arbeitslosigkeit und Geldentwertung verursachen, Staaten mit einer Schuldenwirtschaft in den Bankrott treiben und die Welt mit Kriege überziehen.

Die einseitige und falsche Darstellung des Islam als mittelalterliche Religion ist eine geplante Schmutzkampagne, die in allen westlichen Ländern abläuft. Wenn man will kann man in jeder Glaubensgemeinschaft einzelne Auswüchse finden die grotesk und nicht akzeptabel sind. Hören tun wir aber nur von einer, oder ab und zu auch noch was im Christum passiert. Aber ganz sicher wird uns nichts vom Judentum erzählt, wo manche Sekten Sachen praktizieren, welche einem nur den Kopf schütteln lassen. Hier ein Beispiel das gerade aktuell ist, aber in unseren Medien nie erwähnt wird.

Wie die Jerusalem Post berichtet, wurde ein Sänger der vor einem „gemischten Publikum“ auftrat, also wo Männer und Frauen dabei waren, 39 Mal aufgepeitscht, damit er seine Tat bereut, nachdem ein Rabbiner-Gericht ihn am vergangenen Mittwoch dazu verurteilt hat. Der Rabbiner Amnon Yitzak, Gründer der Shofar Organisation, hat das Ziel die Juden “zurück zur Religion” zu bringen und er hat sich die Aufgabe gestellt, gegen Musikdarbietungen vor Frauen und Männern vorzugehen. Sein “Gericht”, zusammen mit Rabbi Ben Zion Mutsafi und anderen Mitgliedern, verurteilten Erez Yechiel zu 39 Peitschenhieben, damit er „seine Sünden los wird.

In einer Videobotschaft, die auf der Webseite der Shofar veröffentlicht wurde, sagte Ben Zion, dass die welche andere zum Sünden animieren, wie Künstler, die Männer und Frauen zu Darbietungen verleiten oder sie zum Tanzen auffordern, haben keinen Platz in der kommenden Welt.

Er zeigte eine Lederpeitsche, die wie er sagte, sein Vater aus dem Leder von einem Maultier und einem Bullen gemacht hat, mit dem Yechiel ausgepeitscht wurde.

Yechiel, der sagte, “ich akzeptiere die Peitschehiebe für meine Sünden,” wurde befohlen sich vor einem Holzpfahl zu stellen und nach Norden zu schauen “in die Richtung aus der böse Neigungen kommen”. Seine Hände wurden mit einem türkisfarbenem Seil gebunden, „ein Symbol der Vergebung”, und das „Urteil“ wurde an ihm vollstreckt.

Man stelle sich vor was für Schlagzeilen um die Welt gingen, wenn eine Auspeitschung wegen des Vergehens des Singens vor Frauen und Männern durch Moslems passieren würde. Die Medien könnten sich vor lauter Empörung gar nicht mehr erholen und alle Islamophoben würden es als typisches Beispiel nennen, wie grausam doch diese Religion ist.

Ein anderes rückständiges und diskriminierendes Beispiel hab ich bereits hier aufgezeigt, nämlich die Trennung von Männern und Frauen in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Israel. Diese Menschrechtsverletzungen werden von den westlichen Medien nicht berichtet, da politisch nicht korrekt und es die manipulierte Meinungsbildung stören würde.

Wenn man will kann man immer Auswüchse in jeder Religionen finden, die nicht in Ordnung sind und gegen die Menschenrechte verstossen. Nur, was wir in den letzten Jahren erleben, ist eine einseitige Verleumdung gegen den Islam. Die Absicht ist, mit dieser Propaganda alle Gewaltmassnahmen und Kriege gegen moslemische Länder rechtfertigen zu können, einen Hass gegen die Menschen dort zu schüren, die man ohne Bedenken töten kann.

Wie ist es sonst zu erklären, dass im Irak über 1,3 Millionen Zivilisten, Frauen, Männer und Kinder, durch den Angriffskrieg der „zivilisierten“ westlichen Staaten in unserem Namen getötet wurden und die wenigsten regen sich darüber auf? Das tagtäglich durch Bombenangriffe der NATO-Staaten in Afghanistan hunderte Unschuldige ermordet werden? Diese Gleichgültigkeit und Gefühllosigkeit gegenüber unseren Mitmenschen dort ist ein Skandal und wir sollten uns schämen.

Verwandte Artikel: Der wirkliche Grund für den Krieg gegen den Terror, Über Gott und die Welt

Hinter feindlichen Linien bei den Taliban

von Freeman am Samstag, 28. August 2010 , unter , , | Kommentare (28)



Der norwegischer Journalist Paul Refsdal begab sich in die Berge zu den Taliban und Kommandant Dawran Safi erlaubte ihm ihren Alltag zu filmen, einschliesslich Angriffe auf US-Konvois in der Nähe des Khyber-Pass. Er hat auch die menschliche Seite des Leben der Taliban festgehalten, wie sie zusammen gegessen, gebetet und einfach sich ausgespannt haben.

Refsdal berichtet seit 1984 über Kriege und ist darauf spezialisert Guerillakämpfer in Europa, Asien und Lateinamerika zu filmen.

Refsdal sagt: „Die Überfälle auf die Amerikaner sind ein tägliches Ritual. Von ihrer Position hoch in den Bergen greifen sie die ganze Zeit die Konvois an.

In der Reportage erzählt Kommandant Dawran, wie eine benachbarte Gruppe 30 Amerikaner mit Kalaschnikows getötet hätten und über den Mordversuch an ihm. Wie sie einen Verräter erwischten, der im Auftrag der Amerikaner für ein Kopfgeld von 400'000 Dollar ihn ermorden sollte.

Dawran sagte: „Der Verräter wurde aus dem Auto gezerrt und mit einem Gewehrkolben geschlagen, aber ich beendete das.“ Dann erzählte er: „Als wir an der Brücke ankamen, sagte ich den Jungs, hier ist der Ort. Es gab einige hohe Felsen. Ich sagte, erschiesst ihn und schmeiss ihn vom Felsen.

Dawran änderte aber seine Meinung und sagte: “Ich schaute ihn an und die Hälfte meines Hasses verschwand, als ich seinen jämmerlichen Zustand sah. Ich legte meine Hand auf seine Schulter und sagte, Jan Pacha, im Namen Allahs den Allmächtigen der uns beide geschaffen hat, ich vergebe dir in seinem Namen. Hau ab. Er konnte es nicht glauben.

Der Luftraum über dem Gebiet wo die Taliban sich befinden wird den ganzen Tag von Kampfjets und Drohnen umkreist. Am meisten Sorge bereiten ihnen die C-130 Gunships wegen ihrer Feuerkraft.

Die Filmaufnahmen wurden vom australischen Programm SBS Dateline gesendet und zeigen auch das Familienleben des Kommandanten mit seiner Frau, die man nicht zu sehen bekam, und seinen drei Kindern.

Am Ende der kurzen Reportage forderte der Kommandant alle auf sofort in die Berge zu flüchten, denn ein Überfall wurde erwartet. Als sie zurückkamen erreichte sie die Nachricht, eine US-Sondereinheit hätte das Haus des stellvertretenden Kommandanten und ein Dutzend Personen getötet, einschliesslich seine Familie und Kämpfer.

Refsdal musste dann nach Kabul zurückkehren. Später erfuhr er, die Amerikaner hätten das Haus von Dawran bombardiert. Er überlebte aber zwei seiner Kinder wurden dabei getötet.

Der Krieg in Afghanistan aus Sicht der Taliban:

(Das Video ist bereits blockiert. Hier der Link zur Sendung)



Hier eine verkürzte "ZDF-Version":

Israel bestellt Unmengen an Treibstoff

von Freeman am Freitag, 27. August 2010 , unter , , | Kommentare (25)



Am 5. August informierte die US Defence Security Cooperation Agency (DSCA) den US-Senat, dass Israel grosse Mengen an verschiedenen Treibstoffe für militärische Zwecke bestellt hat. Dabei handelt es sich hauptsächlich um den Düsentreibstoff JP-8, mit dem Kampfflugzeuge betankt werden. Die Grossbestellung hat einen Wert von 2 Milliarden Dollar und beinhaltet über 1 Milliarde Liter JP-8, 227 Millionen Liter Bleifreibenzin und 378 Millionen Liter Diesel. Jetzt wird vermutet, diese Menge kann nur für einen militärischen Konflikt sein.

Die DSCA ist Teil des US-Verteidigungsministeriums und liefert finanzielle und technische Hilfe, sowie das gesamte Material für militärische Zwecke. Dazu Ausbildung und Dienstleistung für die Alliierten und fördert die Beziehungen zwischen den verschiedenen Militärstreitkräften. Laut DSCA handelt es sich um eine Anfrage, aber bisher wurde noch nie eine abgelehnt.

JP-8 ist das militärische Equivalent von Jet A-1 für die zivilen Jets.

Sollte Israel wirklich vorhaben den Iran anzugreifen, dann benötigen sie diesen Vorrat an JP-8 Treibstoff für ihre Bomber und Kampfjets. Es erklärt aber nicht die gleichzeitige Bestellung von Benzin und Diesel, ausser es wird eine Bodenoffensive mit Panzern und Truppentransportern ebenfalls geplant.

Den Iran mit israelischen Bodentruppen anzugreifen ist nicht möglich. Deshalb liegt die Vermutung nahe, es muss sich um eine Besetzung des Gaza, Westjordanland und Libanon handeln. Es ist sowieso aus israelischer Sicht logisch, wenn sie den Iran angreifen wollen, müssen sie den Rücken frei haben, müssen sie zuerst oder gleichzeitig die benachbarten Territorien mit einem Einmarsch ausser Gefecht setzen und die Hizbollah und Hamas ausschalten.

Mit der Grossbestellung stellt sich die Frage, steht eine grössere Konfrontation bevor? Und wenn nicht, für was sind diese Riesenmengen sonst gedacht? Denn speziell das JP-8 hat nicht so eine lange Lagerzeit. Laut Flugexperten soll man den Düsentreibstoff innerhalb von 6 bis 8 Monaten verwenden.

Anmerkung: Ich mach mal eine Milchmädchenrechung. Ein F-15, der Standartkampfjet der IDF, fasst je nach Modell ca. 5500 Kilo Treibstoff, mal 0,8 Kilo pro Liter sind 6875 Liter. Insgesamt hat die IDF ca. 450 Kampfjets und bis zu 8 Boeing Tanker. Die genaue Zahl und wie viele davon einsatzfähig sind weiss man nicht. Nehmen wir das Maximum, 450 x 6875 Liter sind 3,1 Millionen Liter. 1000 Millionen durch 3,1 sind 322. Das heisst, wenn alle Maschinen für einen Angriff in die Luft gehen, dann können alle 322 Mal mit den 1 Milliarde Liter starten. Oder andersrum gesagt, 145'000 einzelne Flüge durchführen, oder bei drei Missionen pro Tag über 100 Tage lang Krieg führen. Dann ist ja diese Treibstoffbestellung wahnsinnig viel und hat mit normalem Trainigsbetrieb nichts zu tun!

James Cameron, mach deine Filme und halt sonst die Klappe

von Freeman am Donnerstag, 26. August 2010 , unter , | Kommentare (33)



Eines der Dinge die viele Promis auszeichnet, ist wie sie uns „kleinen“ Leuten erzählen wie wir zu leben haben, zum Beispiel wie „grün“ wir uns verhalten sollen, aber selber führen sie einen Lebensstiel der völlig verschwenderisch ist und nicht die Spur von umweltgerechtes Verhalten zeigt.

Einer dieser „Oberlehrer“ ist der Filmregisseur James Cameron, bekannt für die Filme „Titanic“ und „Avatar“. Er ist einer der grossen Warner über die Gefahren der Klimaveränderung und er sagte am 15. April, diese sei „genau so eine Bedrohung wie die welche die Vereinigten Staaten im II. Weltkrieg gegenüberstand.

Finde ich irgenwie ein falsches Beispiel, weil Amerika wurde von niemand bedroht. Ach doch, die Japaner in Pearl Habour, aber das haben sie zugelassen. Da merkt man den Hollywood-Regisseur, die glauben sogar ihre eigene Propaganda, die sie mit bombastischen Filmen verbreiten.

Im März dieses Jahres forderte Cameron alle Kritiker der Behauptung über eine vom Menschen verursachte Klimaerwärmung heraus, in dem er sagte, „ich möchte alle diese Verweigerer um 12 Uhr Mittags auf der Strasse treffen und mit diesen Armleuchten es ausschiessen“, ein Duell bei High-Noon also.

Damit brachte er eine Debatte ins Rollen, die aber keine wurde, in dem Cameron die Filmemacherin Ann McElhinney, den Klima-Blogger Marc Marono und den Webmaster Andrew Breitbart zu einer Diskussion anlässlich des AREDAY Gipfels herausforderte, eine Veranstaltung hinter der Prominente stehen, wo es um erneuerbare Energielösungen geht, die zwischen dem 19. und 22. August in Aspen Colorado ablief.

Zur Erläuterung, Ann McElhinney hat einen Dokumentarfilm gedreht, der sich kritisch mit dem Al Gore Film „Eine unbequeme Wahrheit“ auseinandersetzt. Darin sagt sie, es gibt keine Beweise für eine vom Menschen verursachte Klimaerwärmung. Marc Marono betreibt die Webseite ClimateDepot.com, die auch die Behauptungen der Klimahysteriker auseinandernimmt. Und Andrew Breitbart hat die Seite Breitbart.com, in der er die Berichterstattung der Mainstreammedien kritisch betrachtet.

Aber als diese drei Personen die Einladung zur Konferenz akzeptierten, fing Cameron an zurückzubuchstabieren. Seine Liste an Forderungen die er als Bedingung vorlegte, kann man nur die einer Diva nennen, denn er änderte sie laufend und sie wurde immer restriktiver. Am Schluss verlangte er keine Kameras, keine Tonaufzeichnung, keine Medien und keine Öffentlichkeit. Von was hatte er Angst, wenn er doch soooo von seinen Argumenten überzeugt ist?

Seine völlig unakzeptablen Bedingungen wurden aber akzeptiert. Trotzdem, als es zum Treffen kommen sollte, um über die globale Erwärmung zu diskutieren, hat sich der lautstarke Umweltschützer aus dem Staub gemacht und abgesagt. Das hat aber Cameron nicht davon abgehalten, die Kritiker auf übelste Art anzugreifen. Er bezeichnete sie als solche, die schweinisches DNA in sich haben.

Dann beschimpfte er sie weiter hinter ihrem Rücken und er sagte, er möchte nicht durch seine Teilnahme an der Diskussion diese Leute „legitimieren“. Seine Überheblichkeit gipfelte mit der Begründung für seine Absage, in dem er sagte, diese Leute hätten nicht „den Status in der Gesellschaft der gleich ist wie meiner“, sie wären unter seinem Niveau. Wie bitte? Nur weil er Kassenschlager gemacht hat bildet er sich ein er wäre was besseres?

Diese Arroganz und Feigheit ist typisch für die obersten Vertreter der Klimareligion und Cameron benimmt sich wie Al Gore, der sich auch nie einer Diskussion stellt, wo namhafte Wissenschafter und Klimaexperten mit ihm in aller Öffentlichkeit diskutieren können. Sie verstecken sich hinter ihrer Prominenz und gehen nur zu Veranstaltungen, wo ihre Gläubigen ihnen zu Füssen liegen, über 1'000 Euro pro Eintrittskarte bezahlen, damit sie die Lügen ihres Guru aufsabbern können.

Den heuchlerischen Lebensstiel von Al Gore hab ich ja schon aufgedeckt, in dem ich Fotos seiner 9 Millionen Dollar teuren Villa zeigte, eine von vier die er hat, die in Kalifornien am Meer liegt. Der Panikmacher hat offensichtlich keine Angst vor dem rapiden Anstieg des Meeresspiegels, vor dem er aber wegen dem bösen CO2 bei seinen Vorträgen immer warnt. Das zeigt wie er die Leute total verarscht.

Schauen wir uns jetzt aber an, wie der Planetenretter James Cameron lebt, der doch in seinem Film „Avatar“ so eindrücklich in 3D uns die Zerstörung der Flora und Fauna durch den bösen Menschen aufgezeigt hat.

Ja, da staunt der arme Schlucker, James hat eine Villa in Malibu auch am Meer, mit fast 800 Quadratmeter Wohnfläche, mit 6 Schlafzimmer, 7 Bädern, grossen Innenhof, Swimmingpool, Tennisplatz und Garten. Eine typische überdimensionale Behausung für eine Hollywood-Ikone.



Sehen wir auf der Luftaufnahme irgendwelche Sonnenkollektoren auf dem Dach? Oder wo sind die Propeller zur Stromerzeugung? Diese bescheidene Hütte muss ja Energie verbrauchen ohne Ende. Man müsste doch erwarten, dass er alle diese alternativen Energiequellen selber auch einsetzt. Geld dafür hat er ja genug. Sein Haus sollte ein Musterbeispiel für umweltgerechtes Wohnen sein, ist es aber nicht.

Dann hat doch dieser Oscar-Preisträger Filme gemacht, die jeweils 1 Milliarde Dollar eingespielt haben, wie zum Beispiel „Titanic“. Dabei ist ihm wohl der Spruch „I am the king of the world“ zu Kopf gestiegen. Wenn man sich das Film-Set für „Titanic“ in Mexiko anschaut, dann hat er dort ein riesiges Gelände überbaut, mit Hallen und gigantischen Wasserbecken, wo er die massstabsgetreu Kopie des Schiffes absaufen lies.



Übrigens, die Filme "Pearl Harbour" und "Master and Commander" wurden auch in den Baja-Studios gedreht.

Laut Aussagen der lokalen Fischer auf der Halbinsel Baja, haben die riesigen Mengen an Chlorwasser aus dem Becken welches ins Meer floss, die Fischbestände beschädigt. Ja, das ganze Verhalten von Cameron zeigt, er ist wirklich sehr für den Schutz der Umwelt besorgt.

Oder ist er nur wieder ein Heuchler, der Wasser predigt und selber Wein säuft? An ihren Taten sollt ihr sie messen. Wenn sie wirklich an ihren eigenen Schmarren den sie verzapfen glauben würden, die Welt geht unter wenn man nicht sofort was unternimmt und der Mensch ist schuld, dann würden sie nicht so extravagant leben, sondern ein gutes Beispiel sein.

James Cameron, mach deine Filme und halt sonst die Klappe.

Wikileaks veröffentlicht CIA-Dokument über US-Terrorexport

von Freeman am , unter , , , | Kommentare (17)



Beim neuesten Dokument welches Wikileaks gestern veröffentlicht hat, geht es um eine Analyse über den Terror der von den USA aus in die Welt exportiert wird und wie betroffene Regierungen darauf reagieren könnten. Es handel sich um ein Dokument vom 2. Februar 2010, welches von der CIA-Abteilung „Red Cell“ geschrieben wurde.

Das Dokument ist als "SECRET//NOFORN" klassifiziert, was geheim und nicht für Ausländer bedeutet, egal welche Freigabe sie haben.

Red Cell wurde vom ehemaligen CIA-Direktor George Tenet nach dem 11. September 2001 gegründet, um Gedankenspiele ausserhalb der normalen Denkart zu erarbeiten. Es geht dabei um internationale Szenarios und wie die Weltöffentlichkeit über gewisse Handlungen denkt, wenn die USA zum Beispiel Kriege führt. Neben der Analyse der öffentlichen Meinung ist es aber auch die Aufgabe dieser Abteilung gezielt die Meinung der Welt zu Gunsten Washingtons zu manipulieren.

Dieses neue Dokument hat die Überschrift:

Was ist wenn Ausländer die Vereinigten Staaten als Exporteur von Terrorismus ansehen?

Allgemein wird der Weltöffentlichkeit vorgegaukelt, der Terrorismus entsteht nur in „bösen Ländern“, speziell die welche moslemisch sind, und Amerika wird von dort bedroht und die Terroristen wollen ins Land kommen, um ihre Angriffe durchzuführen. Dabei ist es tatsächlich so, Amerika exportiert genauso Terroristen und sie sind nicht unbedingt nur islamische Radikale. Es wird der Eindruck erweckt, Terror entsteht nur in den unterentwickelten, undemokratischen Ländern, aber niemals in einer „freien, multikulturellen und demokratischen“ Gesellschaft, wie die der Vereinigten Staaten.

Der Bericht analysiert eine Reihe von Fällen, wo die USA Terrorismus exportiert hat, einschliesslich in den USA beheimatete jüdische, irische und muslimische Gruppen.

So listet der Bericht folgende Fälle als Beispiele auf:

- Vergangenes Jahr sind fünf muslimische Amerikaner aus Virginia nach Pakistan gereist und haben sich den Taliban angeschlossen.

- Im November 2008 hat der pakistanisch-amerikanischer Doppelbürger David Headley Aufklärungsarbeit für den Mumbai-Angriff durchgeführt.

- 1994 haben jüdische Gruppen in den USA Baruch Goldstein dabei unterstütz, Gewaltakte gegen Palästinenser durchzuführen. Er ging nach Israel, schloss sich der Extremistengruppe Kach an und ermordete 29 Palästinenser während der Gebetsstunde in einer Moschee in Hebron.

- Amerikaner irischer Abstammung haben über eine langen Zeitraum finanzielle und materielle Unterstützung der IRA gegeben, damit sie Terrorakte in Grossbritannien durchführen konnten. Erst als London mehrmals darum gebeten hat und beim US-Bombenangriff gegen Libyen 1980 mithalf, haben die USA die amerikanische Unterstützung der IRA beendet.

Der Bericht führt auch auf, die Freiheiten in Amerika ermöglichen es für Terrorgruppen innerhalb des Landes Mitglieder zu rekrutieren und Ausbildungslager einzurichten, die dann ins Ausland gehen um Anschläge zu verüben.

Er kommt zu Schluss, der Eindruck des Auslands, die USA als Exporteur von Terrorismus anzusehen, zusammen mit der Doppelmoral was die Anwendung des internationalen Rechts betrifft, könnte zu einer Verweigerung der Kooperation was die „Renditions“ (Entführung und Transport von Verdächtigen in Geheimgefängnisse) betrifft führen. Ausserdem könnte es zur Verhaftung von CIA-Agenten kommen und zur Entscheidung, keine geheimdienstlichen Informationen mehr mit den USA zu teilen.

Dann wird als mögliche Gegenreaktion beschrieben, ausländische Regierungen könnten amerikanische Staatsbürger, die sie des Terrors verdächtigen, entführen und ausser Landes bringen. Oder sie könnten Agenten schicken die einreisen und sie ermorden. Als Beispiel nennt der Bericht die Tatsache, dass der britische Geheimdienst während des II. WK deutsche Agenten in Amerika liquidiert hat.

Hier der Link zur PDF

Kommentar: Die im CIA-Bericht erwähnten Beispiel sind nur die, welche allgemein bekannt sind und wo die CIA nicht die Hand im Spiel hat. Gut wäre es wenn eine Liste mal auftaucht, wo die geheime Unterstützung von eigenen Terroristen die Anschläge verüben aufgedeckt wird, wie zum Beispiel die welche gerade im Iran Bomben hochgehen lassen.

Die Flucht in den Schweizer Franken

von Freeman am Mittwoch, 25. August 2010 , unter , , , , | Kommentare (14)



Der Franken hat heute einen historischen Höchststand erreicht, denn die Angst treibt die Märkte in eine wertbeständige Währung. Vergesst die Meldungen der deutschen Medien, „die Wirtschaft brummt“. Das ist nur Schöngerede und spiegelt höchstens ein vorübergehendes kleines Hoch. Tatsächlich sehen die Kapitalmärkte einen Sturm aufziehen und gehen in den sicheren Hafen.

Heute fiel der Euro gegenüber dem Franken auf 1,29, ein Wertverlust von über 3 Prozent in nur einer Woche. In den vergangenen 12 Monaten hat der Euro 14 Prozent verloren und in den letzten drei Jahren sogar über 20 Prozent. Die Talfahrt geht weiter, trotz angeblicher Erholung, die nur ein Strohfeuer ist und sowieso nur die Exportwirtschaft betrifft. Und der Dollar ist mit dem Franken fast pari, bei 1,02, hat in den letzten drei Monaten über 11 Prozent verloren.

Die Märkte flüchten deshalb in den Franken, weil alle Wirtschaftsindikatoren der USA ein extremes Minus zeigen. Die Menschen dort konsumieren nicht, weil sie Angst um ihren Job haben, über 20 Prozent arbeitslos sind und die, die Arbeit haben, sowieso schon länger weniger verdienen. Ausserdem ist die astronomische Schuldenwirtschaft nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Wenn aber Amerika weniger Waren kauft und importiert, dann trifft es hauptsächlich die Exportländer, wie Deutschland, dann wird es auch dort mit Zeitverzögerung zu einem erheblichen Rückgang kommen. Und der Ersatzkonsument China lässt auch nach, denn dort ist auch eine Abkühlung der Konjunktur zu verzeichnen. Deutschland erlebt doch nur ein Sommermärchen das sich bald rächen wird, da alleine nur vom Export getrieben.

Grund für die Frankenstärke sind die Konjunkturängste, die sich auf allen Finanzmärkten immer mehr ausbreiten. Das zeigt sich besonders deutlich an den rekordtiefen Langfristzinsen, aber auch am steigenden Goldpreis und an den Verlusten der Aktienmärkte.

Alle Wirtschaftsdaten zeigen ein düsteres Bild der amerikanischen Wirtschaft. Rekordarbeitslosigkeit, Rekordpleiten, Rekordverschuldung. Dann sind die Anzahl Hausverkäufe um 27 Prozent per Juli im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, der niedrigste Wert seit 15 Jahren, obwohl Immobilien billigst angeboten werden und die Hypothekenzinsen sehr niedrig sind. Ein Zeichen die Menschen sehen keine rosige Zukunft für sich oder können sich sogar diese Schnäppchen nicht leisten.

Wenn die USA mit der Wirtschaftsleistung die ein Viertel jener der ganzen Welt ausmacht so krank ist, dann werden alle angesteckt. Laut neuester Vorhersage des Trendforschers Gerald Celente, geht Amerika nicht in eine weitere Rezession, auch nicht in eine leichte Depression, sondern in die grösste Depression die man sich überhaupt vorstellen kann und er hat in den letzten 20 Jahren fast immer mit seinen Vorhersagen recht gehabt.



Celente erwähnt die Stampede in Atlanta vom 11. August, wo über 30'000 Menschen sich um Anträge für Wohngeld schlugen. Um ein Formular zu ergattern standen Bedürftige drei Tage in der Schlange. Bei über 30 Grad mussten 62 Menschen medizinisch versorgt werden und 20 wurden ins Spital eingeliefert. Das sogenannte Section 8 Programm subventioniert die Mieten für arme Menschen, für Familien die weniger als $16'000 pro Jahr verdienen. Dieser unglaubliche Bedarf an Unterstützung zeigt wie schlecht es den Amerikanern geht.

Ist ja auch klar warum. Kein einziges Problem hat Obama gelöst. Im Gegenteil, er hat in den kurzen zwei Jahren seiner Amtszeit die Staatsverschuldung VERDOPPELT und die kostspieligen Kriege ausgeweitet. Er macht auch nichts um die heimische Wirtschaftsleistung wieder in Gang zu bringen. Nur wenn Amerika wieder etwas produziert was die Welt kauft, kann eine Erholung stattfinden. Aber sie haben ja die ganze Industrie demontiert und ins Ausland outsourced. Übriggeblieben sind McJobs, nach dem Motto: „du wäscht meine Wäsche, ich wasch deine.“ Aber nur mit lokaler Dienstleistung kommt man nirgends wohin, wird keine echte Wertschöpfung erreicht.

Im Moment sind noch viele im Urlaub, einschliesslich die Wirtschaftsbosse und Politiker. Ab September, wenn alle wieder zurück sind, dann kommen die echten Zahlen auf den Tisch. Dann kann man nicht mehr die schlimmen Tatsachen über den Zustand der Bankbilanzen in den PIIGS-Ländern und der Staatsfinanzen verheimlichen. Es kracht und knirscht in der Eurozone. Ob süd- oder osteuropäische Staaten, die sind völlig bankrott und die Fassade kann nicht mehr länger aufrechterhalten werden. Wir können uns auf einen heissen Herbst gefasst machen, mit Hiobsbotschaften und Massendemonstrationen in den betroffenen Ländern.

Deshalb, Vorsorge treffen und sich absichern, solidarisieren und Netzwerke bilden.

Jetzt in eigener Sache. Wegen dem starken Wertverlust des Euros, kann ich meinen T-Shirtpreis nicht mehr aufrecht erhalten. 20 Prozent Verlust kann ich nicht tragen. Deshalb muss ich den Euro-Preis erhöhen. Aber, ich mache ab sofort eine Aktion. Wer jetzt bestellt bekommt sein T-Shirt noch für 20 Euro. Ihr wisst ja, der Verkauf von T-Shirts ist einer der wenigen Wege wie ihr mich unterstützen könnt. Wer meine Arbeit schätzt, soll doch so gut sein und ein T-Shirt bestellen. Ist auch ein schönes Geschenk für jemand den ihr gern habt, für den Geburtstag und Weihnachten ist ja auch nicht mehr so weit weg. Danke.

Hier geht’s zur Bestellung.

Als die Terroristen noch Freiheitskämpfer waren

von Freeman am Dienstag, 24. August 2010 , unter , , | Kommentare (17)



Am 22. März 1982 startete die Raumfähre Columbia ins Weltall und Präsident Ronald Reagan widmete den Start den tapferen Menschen Afghanistans, die sich gegen die sowjetischen Besatzer wehrten. Er sagte:

"Die Columbia repräsentiert der Menschheit grösstes Streben auf dem Feld der Wissenschaft und Technologie. Genau gleich repräsentiert der Kampf der afghanischen Bevölkerung der Menschheit grösstes Streben nach Freiheit."

"Ich widme den Start der Columbia am 22. März im Namen der amerikanischen Bevölkerung den Menschen in Afghanistan."

Im März 1985 empfang Ronald Reagan sogar eine Gruppe von Anführern des afghanischen Widerstandes im Weissen Haus:



Damals waren die heutigen Taliban gefeierte Helden und Freiheitskämpfer. Seit September 2001 werden sie als Terroristen bezeichnet. Der Unterschied, es ging um den Kampf gegen den Feind der USA, gegen die Sowjetunion als Besatzer. Seit bald 10 Jahren sind die Amerikaner aber selber die Besatzer.

Für die Afghanen gibt es aber keinen Unterschied, egal wer gerade ihr Land besetzt.

So wurden die Freiheitskämpfer mit massiver Propaganda zu Terroristen umgemünzt.

Haben die Afghanen die Sowjetunion angegriffen? Nein. Haben die Afghanen die Vereinigten Staaten angegriffen? Auch Nein. Warum sind beide dann ins Land eingefallen? Hat wohl mit Geostrategie und Eroberung zu tun und alle anderen angegebenen Gründe sind Märchen.



Präsident Reagan spricht im Video über die Opfer welche die Afghanen durch die sowjetischen Truppen erlitten haben und sagt, "hier haben wir einen Mann, der aus einem Dorf kommt, wo 105 Menschen massakriert wurden." Dann sagt er, "sie sind hier um der freien Welt zu erzählen, was wirklich in Afghanistan passiert."

Jetzt ist alles umgekehrt. Genau die gleichen Massaker an der afghanischen Zivilbevölkerung die in die Tausende gehen führen die US- und NATO-Besatzungstruppen schon seit 10 Jahren durch, aber niemand hört zu und die Afghanen könnnen es nicht der "freien" Welt erzählen.

Wenn "unsere" Truppen Morden und Zerstören, dann ist das natürlich was ganz anderes, dann ist es den Leuten "Demokratie" bringen und sie "befreien". Nur, auf diese Art von westlicher Demokratie und Befreiung wollen die Afghanen verzichten, sie bringt nur Tod und Verderben. Deshalb raus aus Afghanistan, aber sofort!

Geschlechtertrennung im öffentlichen Verkehr




Was würdet ihr sagen, wenn man in europäischen Städten in Busse und Strassenbahnen getrennt nach dem Geschlecht sich hinsetzen müsste? Also Frauen müssen hinten einsteigen und sitzen und Männer vorne. Wenn eine Frau doch vorne Platz nimmt, wird sie barsch nach hinten verjagt. Würdet ihr auch sagen, das ist unmöglich und eine Diskriminierung, völlig unakzeptabel und eine Verletzung der Menschenrechte? Ja sicher würdet ihr das sagen.

Nur, diese Praxis gibt es wirklich. Wo? In einem moslemischen Land, würde einem als Antwort sofort einfallen. Ja, vielleicht in der Türkei oder wo immer der Islam die Frauen angeblich diskriminiert. Sicher nicht in einer westliche Demokratie. Dann passt mal auf, diese Geschlechtertrennung findet in der angeblich einzigen Demokratie im Nahen Osten statt, ja in Israel, denn dort müssen auf immer mehr Buslinien die Frauen hinten sitzen und es findet eine strikte Geschlechtertrennung statt.

Dieses Plakat zeigt, der Bus ist nach Männern und Frauen getrennt:

Hier ein Fall: Am Freitag den 5. Januar 2010 stieg eine 60-jährige Frau in einen Bus in Ashod ein und setzte sich vorne hin. Ein 18 jähriger orthodoxer Jude sah das und forderte die Frau auf sich nach hinten zu begeben. Sie weigerte sich und die verbale Auseinandersetzung begann. Nach dem sie mehrmals angeflucht wurde, sagte die Frau zum ihm, „halt den Mund“ und sie fügte hinzu, „was geht dich das an wo ich sitze?

Nachdem der junge Mann weiter sich beschimpfte und bedrohte, nahm sie einen Pfefferspray aus ihrer Handtasche und sprühte dem Aggressor ins Gesicht. Der Busfahrer stoppte und öffnete die Türen um zu lüften. Der junge Mann rief über Handy die Polizei und die Frau wurde verhaftet und wegen Tätlichkeit angezeigt.

Das passiert tagtäglich in Israel, speziell in den Gebieten wo die orthodoxen Juden die Mehrheit bilden. Es gibt dort immer mehr sogenannte „religiöse oder koschere Busse“ wo eine strikte Geschlechtertrennung herrscht. Und wenn eine Frau diese Regel missachtet, wird sie übelst beschimpft und angegriffen.

Stadtbahn getrennt nach Geschlecht

Gestern hat die Firma welche die Bahnlinie durch Jerusalem baut verkündet, sie will die Wagen strikt nach Geschlechtern trennen, um die Forderung der ultraorthodoxen jüdischen Bevölkerung zu erfüllen. Die Bahn, welche nächsten Frühling in Betrieb gehen soll, wird getrennte Abteile für Frauen und Männer einrichten, sagte Yair Naveh, Chef von CityPass.

Der Zug wird alle befördern,“ sagte er, „aber es ist kein Problem jeden dritten oder vierten Wagen als mehadrin (koscher) Wagen zu bezeichnen.

Unter dem Druck der einflussreichen und wachsenden ultraorthodoxen Bevölkerung haben einige Buslinien in Jerusalem Geschlechtertrennung eingeführt, wo Frauen hinten sitzen müssen. Dies hat zu einer weiteren Auseinandersetzung mit den Stadtbehörden geführt, denn die Bahngesellschaft hat bereits mit einer Umfrage für Wirbel gesorgt. Sie fragte die Bewohner von Jerusalem, ob sie sich belästigt fühlen, wenn es auch Haltestellen in den arabischen Stadtteilen geben wird, wenn die Linie die Siedlungen in Ostjerusalem anbindet.

Ich weiss jetzt nicht was das Resultat dieser Umfrage war, aber alleine so eine Frage zu stellen ist ja ein Skandal. Man stelle sich vor, in Berlin würde man die Bürger befragen, ob die S-Bahn in den Bahnhöfen von Kreuzberg oder Wedding halten oder einfach durchfahren soll, die Viertel mit den meisten türkischen Bewohnern.

Eine andere Fragte die gestellt wurde: „Alle Passagiere, Juden und Araber, können den Zug frei betreten, ohne Sicherheitskontrollen. Ist das für sie in Ordnung?

Ofra Ben-Artzi, die Schwägerin von Sara Netanyahu, die Frau des Premierministers, war einer der Befragten. Sie antworte dem Befrager: „Stellen sie sich vor, diese Fragen würde man in New York oder London stellen. Es zeigt den Grad von Rassismus den wir hier erreicht haben,“ sagte sie der israelischen Zeitung Haaretz. Die Stadtverwaltung beschuldigte CityPass daraufhin des Rassismus und sie würden damit Konflikte in der Stadt schüren.

Nur, dieses Verlangen nach Geschlechtertrennung oder sogar Rassentrennung greift in Israel immer mehr um sich und die Betreiber des öffentlichen Verkehrs müssen dem nachgeben. Es gibt wohl Widerstand gegen diese Diskriminierung, aber die Religiösen gewinnen immer mehr die Oberhand.

Bis vor zehn Jahren gab es so was nicht, aber jetzt gibt es 90 Buslinien im Land die nach Geschlechter trennen. Die orthodoxen Juden sagen, sie fühlen sich unwohl in der Anwesenheit von Frauen und es dürfen nur ihre Ehefrauen, Töchter und nahe Verwandte des weiblichen Geschlechts sich ihnen nähern. Neben einer fremden Frau zu sitzen und von ihr sogar berührt zu werden ist völlig unakzeptabel.

Und dann reitet man immer auf den Moslems rum und schimpft darüber wie sie die Frauen behandeln. Von dieser anderen Religion hört man aber nie was.

Solltet ihr nach Israel als Touristen reisen, dann rechnet damit, dass eure Ehefrau oder Freundin nicht neben euch im Bus sitzen darf, sondern getrennt von euch nach hinten verbannt wird.

War da nicht mal was in Südafrika mit Apartheid und der Rassentrennung? Und gab es nicht in den Südstaaten der USA den „Montgomery Bus Boycott“ gegen die Politik der Rassentrennung im öffentlichen Verkehr in den Jahren 1955 bis 1956, welcher der Bürgerrechtsbewegung zum Durchbruch verhalf und Martin Luther King weltweit bekannt machte?

Und was war wieder der vorgeschobene Grund für den Krieg in Afghanistan, auf den alle Feministen und Grünen und überhaupt die Gutmenschen reingefallen sind? Ach ja, die Diskriminierung der Frauen dort zu beenden. Genau.

Das mobile Röntgenauge

von Freeman am , unter , | Kommentare (29)



Die Firma AS&E American Science and Engineering Inc. aus Billerica Massachusetts hat ein mobiles Röntgenauge entwickelt, dass wie ein Kleinlaster aussieht und damit völlig unaufällig die Strassen abfahren und alles durchleuchten kann. Es funktioniert mit Backscatter oder Rückstreuung, in dem es Röntgenstrahlen aussendet, die reflektierten Wellen wieder auffängt und ein Bild anzeigt. Laut Hersteller kann man damit alle Objekte die auf oder neben der Strasse stehen anschauen und sehen was sich darin befindet, wie wenn sie durchsichtig wären.

Verkauft wird das Spezialfahrzeug mit dem Argument: hochmodernes Röntgengerät um Terrorismus und Schmuggel zu bekämpfen. Einsetzbar in Häfen, Grenzübergängen, vor gefährdeten Gebäuden und auf Veranstaltungen. Kann auch Radioaktivität und Atombomben aufspüren.

1,5 Millionen Dollar kostet so ein Ding, denn Sicherheit kann uns nicht teuer genug sein.

Kunden sind:

- Das US-Heimatschutzministerium (US-Gestapo)
- Das US-Verteidigungsministerium (US-Kriegsmaschine)
- Die NATO (Nordatlantische Terrororganisation)
- Diverse Zollbehörden (Helfer des Drogenschmuggel)

Der Backscatter Van (ZBV):


Das heisst, wenn so ein Laster vorbeifährt, wird man ohne gefragt zu werden mit Röntgenstrahlen bombardiert. Dann muss es der Traum für alle Lustmolche sein, wenn sie sich die Menschen auf der Strasse völlig nackt anschauen können. Mit diesem mobilen Röntgenauge wird nicht nur die Intimsphäre verletzt, sondern auch die Gesundheit gefährdet und in die Privatspähre eingegriffen. Die können damit durch Wände schauen und beobachten was man dort so treibt.

Es ist schlimm genung am Flughafen von einem Ganzkörper-Scanner durchleuchtet zu werden. In Zukunft soll man überall den Blicken der Konrollfreaks mit ihren schädlichen Strahlen ausgesetzt sein. Was fällt diesen sicherheitsgeilen Perverslingen noch alles ein?

"Big Brother is watching you" in seiner Vollendung!

Die schmutzigen Tricks der Kriegshetzer

von Freeman am Montag, 23. August 2010 , unter , , , , , , | Kommentare (35)



Die Schmutzkampagne gegen Julian Assange und Wikileaks ist voll im Gange und hat das erreicht was sie sollte. Statt das Augenmerk auf die Kriegsverbrechen die in Afghanistan durch die NATO-Streitkräfte begangen werden zu konzentrieren, welche durch die Veröffentlichung der Militärprotokolle ans Tageslicht gekommen sind, steht jetzt das Sexualverhalten von Assange im Mittelpunkt, „hat er oder hat er nicht jemand vergewaltigt“. Die Ablenkung ist perfekt und die Medien bedienen die Voyeure.

Genau das gleiche passiert auch mit der mutmasslichen Quelle der Afghanistan Protokolle, mit dem 23-jährigen Soldaten Bradley Manning, dem man Homosexualität oder Bisexualität unter vorgehaltener Hand vorwirft, denn er hätte angeblich einen Freund der eine Transe ist. Ausserdem hätte er sich über die intolerante Politik des Pentagon gegenüber den Homosexuellen unter den Soldaten auf seiner Facebook-Seite beschwert. Das sagt natürlich alles über seinen „amoralischen“ Charakter und erklärt seinen „Verrat“.

Das ist die typische pervertierte Moraleinstellung der Amerikaner, die aber auch hier gang und gebe ist. Diese Obsession mit dem Privatleben und die Verurteilung wegen eines „abartigen“ Sexualverhalten. In den Augen der Amerikaner ist ein Präsident der sich im Oval-Office einen blasen lässt hundertmal schlimmer als einer der das Land in Kriege mit unverschämten Lügen über nicht vorhandene Massenvernichtungswaffen reinzieht und dabei Millionen umbringt. Ein nackter Busen ist ein Skandal, aber das Abschlachten von Zivilisten nicht.

Es gibt Dutzende Beispiele wie man in Amerika jemand fertigmachen kann, in dem man das Thema „Sex“ aufs Tapet bringt. Der ehemalige Generalstaatsanwalt und Gouverneur von New York, Eliot Spitzer, hat man auch so fertig gemacht und er musste zurücktreten, weil er angeblich mit öffentlichen Geldern ins Puff gegangen ist und sich dort vergnügte. Ist ja auch schlimm so etwas. Diese Enthüllung kam genau 14 Tage nach dem er in der Washington Post einen Artikel über die Korruption und Machenschaften der Wall Street und die Verbindung zur Bush-Regierung geschrieben hatte. Was für ein Zufall.

Im Nachhinein stellte sich heraus, es gab keine Beweise für einen Missbrauch von öffentlichen Geldern und das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt. Der Zweck der Verleumdung wurde aber erreicht und man war ihn los.

Zuerst hat das Pentagon und ihre bezahlten Schreihälse in den Medien Julian Assange und Wikileaks beschuldigt, sie hätten „Blut an den Händen“, weil sie mit der Veröffentlichung der Protokolle das Leben von amerikanischen Soldaten und deren afghanischen Kollaborateure gefährden würden. Dabei hat Wikileaks dem Weissen Haus angeboten, bei der Streichung von Namen die in den Protokollen auftauchen mitzuhelfen. Dies wurde aber abgelehnt. Ausgerechnet die Kriegsverbrecher, die Hunderttausende Zivilisten durch den illegalen Krieg in Afghanistan ermordet haben, echauffieren sich und spielen die Moralapostel.

Nach dem diese Beschuldigung ins Leere lief, hat man nun die Sexkarte gezogen und es ist auf sehr dubioser Weise zu den Vergewaltigungs- und Belästigungsvorwürfen in Schweden gegenüber Assange gekommen. Diese wurden innerhalb weniger Stunden von der Justiz wieder zurückgezogen, mit der Begründung, die wachhabende Staatsanwältin, die den Haftbefehl veranlasste, hätte nicht alle Informationen gehabt. Die Vergewaltigungsvorwürfe wären grundlos, aber wegen Belästigung wird noch ermittelt.

Damit war aber der Schaden angerichtet und der Dreck klebt nun.

Die Quelle dieser Anschuldigungen sind zwei Frauen die bisher anonym geblieben sind, deren Märchengeschichte sehr dubios ist. Laut den bisher bekannten Aussagen, haben sich die beiden „Damen“ bei einem Vortrag von Julian Assange „zufällig“ getroffen und dabei „Erfahrungen“ ausgetauscht. Sie waren sich dann einig zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten, haben sich dabei gegenseitig bestätigt. Schwesterliche Solidarität im Interesse des Pentagon.

Aber der Feminismus ist sowieso einer der „Trumpfkarten“ welche die Kriegstreiber ausspielen, um den „Befreiungskrieg“ in Afghanistan zu verkaufen. Sieht man am letzten Titelbild des „Time Magazine“, eine reiner Propagandaaktion übelster Machart. Dabei befreien sie mit ihren Bombenangriffen nicht die Frauen, sondern töten sie willkürlich zu Tausenden oder machen sie zu Witwen und die meisten Frauenrechtler fallen auf diese Lügen rein, wollen nicht sehen was ein Krieg wirklich ihren „Schwestern“ antut.

Die Beschuldigungen gegen Assange stinken zum Himmel. Da kommen zwei Frauen ausgerechnet zu einem Vortrag von ihrem angeblichen Peiniger, treffen sich zufällig, und während sie sich unterhalten entdecken sie, sie sind beide von diesem „Monster“ vergewaltigt worden. Wie wenn es normal wäre, dass sich Vergewaltigungsopfer nachträglich als Zuhörer zum Täter begeben. Warum? Weil sie masochistisch veranlagt sind und noch ein Autogramm von ihm wollen?

Assange erzählte dazu einer schwedischen Zeitung, er kenne diese Frauen gar nicht und wenn er Sex gehabt hätte, dann immer nur im beidseitigen Einverständnis.

Dann wird diese Anzeige von der Staatsanwältin, die als erste mit dem Fall betraut wurde, sofort am Freitag dem grössten Boulevardblatt Schwedens gesteckt und die bringen die dramatische Geschichte um 5 Uhr Früh am Samstag, was dann als Schlagzeile rund um die Welt ging.

Normalerweise würde man in einem Rechtsstaat solche Anzeigen aus Gründen des Personenschutzes erstmal vertraulich behandeln, bis der Beschuldigte seine Version der angeblichen Vorkommnisse aussagen kann und echte Beweise vorliegen. Jeder kann jeden anzeigen, damit ist doch nichts bewiesen. Ausserdem gehen sie der Öffentlichkeit sowieso nichts an.

Wie ist Assanges Name und der Inhalt der Anzeige sonst zu den Medien gekommen? Damit hat die Staatsanwalt ganz klar das Gesetz gebrochen, wenn sie es waren. Oder waren sie es gar nicht und jemand mit bösen Absichten hat die Information weitergeleitet? Wer kann das wohl sein und wer hätte ein Motiv?

Jeder der jetzt meint, diese Geschichte ist kein Zufall, sondern eine geplante Schmutzkampagne der amerikanischen oder schwedischen Geheimdienste, ist ein „Verschwörungsspinner“, was eine der Frauen gesagt haben soll.

In ihrem Interview mit Aftonbladet wies sie die Idee zurück, bei dem Vergewaltigungsvorwurf handele es sich um „schmutzige Tricks“, weil Wikileaks die US-Regierung blossstellt. Sie sagte: „Die Anzeigen gegen Assange sind selbstverständlich nicht vom Pentagon orchestriert.

Natürlich nicht, ist alles reiner Zufall, dass die Anzeigen just zu dem Zeitpunkt kommen, wo Wikileaks weitere 15'000 Dokumente und ein weiteres Video über ein Massaker der US-Streitkräfte veröffentlichen will und die Juristen des Pentagon und des Weissen Haus sich krampfhaft überlegen, wie sie Assange und seine Helfer mit irgendeinem Paragrafen über „nationale Sicherheit“ mundtot machen und ins Gefängnis bringen können.

Die ganze Welt beschäftigt sich jetzt NICHT mit den Afghanistan-Protokollen, mit dem was drin steht über Killerkommandos, wie Taskforce 373 der Amerikaner und Taskforce 47 der Deutschen, die Todeslisten exekutieren, über die Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung, die in Afghanistan begangen werden, sondern wird mit dem Sexualverhalten von Assange und Manning abgelenkt.

Es soll nicht bekannt werden ...

- Dass die US-Streitkräfte eng mit den Drogenhändlern zusammenarbeiten und die Drogengeschäfte im eigenen Interesse fördern, dafür als Gegenleistung jeden ermorden den die Drogenhändler als Problem betrachten.

- Dass die Afghanen sagen, die Amerikaner sind viel schlimmer als die Russen jemals waren, denn die Russen haben wenigstens nicht Frauen aus ihren Häusern gezerrt, vergewaltigt und danach einfach erschossen.

- Dass viele US-Offiziere sich die Taschen vollstopfen, Kulturgüter plündern und die Gelder des amerikanischen Steuerzahlers, die für den Aufbau vorgesehen sind, stehlen und als Millionäre nach Hause gehen.

- Dass Transportmaschinen mit Nachschub reinfliegen und mit Tonnen an Drogen und Paletten an Dollarnoten wieder rausfliegen.

- Dass es mittlerweile in den sogenannten "Steueroasen" nur so von ehemaligen US-Offizieren wimmelt, die ihre Millionen irgenwie anlegen wollen, die sie in den Kriegsgebieten geraubt haben.

- Dass auch in Afghanistan DU-Munition einsetzt wird und deshalb ganze Landstriche radioaktive verseucht sind, Menschen an Krebs sterben und Babys mit schlimmsten Missbildungen geboren werden.

- Dass überhaupt Afghanistan als Testgelände für neue Waffen werwendet wird, einschliesslich Phosphor- und Wolframbomben, welche die übelsten Schäden an Mensch und Natur anrichten.

Das sollen wir alles nicht wissen, sondern uns mit "intimen Details" beschäftigen.

Schaut euch die Fotos von Dr. Mohamed Daud Miraki hier an, aber Vorsicht, sie sind heftig!

Und hier sein Video über das Massaker der US-Streitkräfte vom 22. August 2008, bei dem über 90 Bewohner des Dorfes Azizabad ermordet wurden:

Teil 1:


Teil2:

Adéu, Espanya

von Freeman am Sonntag, 22. August 2010 , unter , | Kommentare (17)



Es rumort in Spanien, speziell in Katalonien, wo das Verlangen nach Unabhängigkeit immer grösser wird. Die Menschen dort protestieren einerseits gegen die Zentralregierung und verlangen mehr Autonomie. Andererseits steigt der Widerstand gegen die harten Sparmassnahmen der spanischen Regierung, die wegen der Wirtschaftskrise der Bevölkerung auferlegt wird.

"Katalonien ist nicht Spanien" steht auf dem Transparent.

So fand am 10. Juli 2010 einer der grössten Demonstrationen gegen Madrid in Barcelona statt, die Spanien je erlebt hat. 1,5 Millionen Menschen gingen auf die Strasse hinter einem Banner mit dem Slogan: „Wir sind eine Nation, wir entscheiden“. Der Protestmarsch wurde von 500 Gruppen unterstützt, einschliesslich 88 Prozent der Parteien welche das katalanische Parlament ausmachen.

Das heisst, 20 Prozent der Bevölkerung von Katalonien marschierten und protestierten für mehr Unabhängigkeit.

Die ablehnende Haltung der Zentralisten gegenüber einer Autonomie wird mit der Befürchtung begründet, Spanien würde dann als Nationalstaat auseinanderfallen. Nur, diese strikte Ablehnung der Unabhängigkeitsbestrebung der einzelnen Regionen, die neben Katalonien auch das Baskenland und Galicien einschliesst, bewirken noch mehr Zorn und Ablehnung gegenüber der Zentralregierung.

Bereits im 17. 19. und 20 Jahrhundert gab es ähnliche Rufe für eine unabhängige katalanische Republik, wie jetzt wieder verlangt wird. Wenn Madrid diesen Volkswillen nicht ernst nimmt und weiter mit allerlei Tricks versucht die Selbstverwaltung zu unterdrücken, wie unter dem Terrorregime des Faschisten Franco, dann wird der Widerstand nur noch mehr steigen.

Wenn man sich diese Grossdemonstration in den Strassen von Barcelona vom 10. Juli anschaut, bei dem auch viele Gewerkschaftler und linke Organisationen mitgemacht haben, dann ist das nur der Vorlauf zu einem viel grösseren Protest. Am 29. September ist ein landesweiter Generalstreik geplant, um gegen die Sparpolitik der Zapatero-Regierung zu protestieren, bei dem viele Millionen auf die Strasse gehen werden. Spanien wird voraussichtlich einen heissen Herbst erleben.

Bericht über den Massenprotest vom 10. Juli in Barcelona:



Am Samstag fand eine Protestkundgebung gegen die Regierung am Rande eines Festes in Barcelona statt. Die Polizei ging massiv gegen Demonstranten vor, die trotzt eines Verbots, die Freilassung einer katalanischen Politikerin feierten, welche neun Jahre im Gefängnis sass, weil sie angeblich der ETA (Euskadi Ta Askatasuna, links orientierte, separatistische baskisch-nationalistische Untergrundorganisation) geholfen haben soll.

Die Demonstranten versammelten sich auf der Plaça del Raspall im Vorort von Gràcia, am Rande eines lokalen Festes. Sie wollten die Freilassung von Laura Riera feiern, was aber von einem Gericht wegen der damit verbundenen Glorifizierung ihrer abgeblichen Verbrechen verboten wurde. Als die Demonstration um 17:00 Uhr begann, schritt die Polizei ein und verhinderte die Verlesung eines Manifest zu ihren Gunsten.



Die schwarzen Ninja-Turtles der "Mossos de Esqadra" hab ich auch in Sitges erlebt, als ich von dort im Juni über die Bilderberg-Konferenz berichtete.

Rote Armee spielt Michael Jackson

von Freeman am , unter , , | Kommentare (12)



Aus dem Land welches uns die Mao-Bibel und die Kulturrevolution gebracht hat, hier ein Auftritt des Orchesters der chinesischen Volksbefreiungsarmee und ihrer Version des Michael Jackson Hit:

Der Ladevorgang dauert etwas ... kommt ja aus weit her, aus China:

Haftbefehl gegen Assange aufgehoben

von Freeman am Samstag, 21. August 2010 , unter | Kommentare (14)



Heute Morgen wurde Julian Assange noch verdächtigt in einer Vergewaltigung und einem Fall von sexueller Belästigung verwickelt zu sein und es wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Jetzt am Nachmittag ist der Haftbefehl aufgehoben worden. Die Chefanklägerin in Stockholm, Eva Finné, sagte: "Ich glaube nicht, dass ein Grund zur Annahme besteht, er ist in einer Vergewaltigung involviert."

Als Antwort auf die Kritik, warum zuerst ein Haftbefehl ausgestellt wurde, den man wenige Stunden später wieder aufhob, sagte Karin Rosander, die Sprecherin der Justizbehörde: "Die Staatsanwältin die den Fall übernahm liegen mehr Informationen vor und deshalb hat sie die Sachlage anders beurteilt als die Person die im Pikettdienst war."

Der ehemalige Chefankläger Sven-Erik Alhem kritisiere in der Zwischenzeit die Staatsanwälte wegen ihrem "Umgang mit den Medien." Es wäre sehr ungewöhnlich und nicht gut einen Haftbefehl so zu veröffentlichen und in die Welt zu posaunen. Es gehe nicht an, eine bekannte Person einer schweren Straftat zu verdächtigen ohne sie angehört zu haben, denn die Auswirkungen wären beträchtlich.

Die falschen Anschuldigungen haben aber schon zu Konsequenzen geführt. So sollte morgen Sonntag die erste Kolumne von Assange in der Zeitung Aftonbladet erscheinen. Der Herausgeber Jan Helin hat aber beschlossen die Veröffentlichung zu stoppen und eine weitere Zusammenarbeit auf Eis zu legen, bis der Hintergrund der Anschuldigungen aufgeklärt wird.

"Jetzt ist es wichtig, dass er seine Version der Vorwürfe abgeben kann", sagte Jan Helin, der mehr von Assange wissen will, als das kurze Dementi welches er Helin heute Morgen schickte. "Ich muss einfach mehr wissen," sagte er.

Um 5:00 Uhr berichtete das schwedische Boulevard-Blatt Expressen zum ersten Mal darüber und um 10:00 Uhr ging eine erste Reaktion von Assange ein. "Natürlich sind die Vorwürfe der Vergewaltigung nicht wahr", schrieb Assange in einer E-Mail an Aftonbladet.

"Die Glaubwürdigkeit der Dokumente aus Afghanistan sind durch die Vorwürfe der Vergewaltigung natürlich nicht betroffen, aber ich habe ein Unbehagen über die ganze Situation", sagte der Herausgeber von Aftonbladet.

In einem E-Mail-Interview mit der norwegischen Zeitung Dagbladet sagte Assange, dass er das Opfer einer Verschwörung sei und dass ihm die Anschuldigungen nicht bekannt waren, bis er heute Morgen aus den Medien davon gehört hätte.

Er hat auch eine E-Mail an die Zeitung DN geschickt in der stand: "Warum kommen diese Vorwürfe zu dieser Zeit, ist eine interessante Frage. Ich bin nicht von der Polizei kontaktiert worden. Die Behauptungen sind falsch."

Die Piratenpartei steht zu Wikileaks, egal welche Vorwürfe gegen Assange erhoben werden. Die Beschuldigungen gegen eine einzelne Person haben keinen Einfluss auf die Zusammenarbeit. "Die Organisation macht eine wichtige Arbeit für die Demokratie", sagte Anna Troberg, die stellvertretende Parteivorsitzende.

"Wir werden weiterhin die Organisation unterstützen. Wikileaks Arbeit ist heute ebenso wichtig wie gestern, denn es geht um den Schutz der Demokratie in der Welt", sagte Troberg.

Kommentar: Was neben einer möglichen Verschwörung von Gegnern von Assange und Wikileaks sein kann, ist ein Kampf der schwedischen Medien untereinander. Es sieht so aus, wie wenn gewisse Zeitungen die Zusammenarbeit zwischen Assange und Aftonbladet torpedieren wollen. Entweder auf Befehl von "Aussen" oder aus purem Neid wegen der Auflage. Das ist ihnen jedenfalls im Moment gelungen.

Julian Assange in Schweden wegen Vergewaltigung gesucht

von Freeman am , unter | Kommentare (35)



Wikileaks Gründer Julian Assange ist wegen Vergewaltigung von zwei Frauen in Schweden angezeigt worden und wird von der Polizei gesucht, das melden mehrere Zeitungen dort. Auf Anfrage hat der Staatsanwalt John Kjellsson der Zeitung SvD am Samstagmorgen das bestätigt.

"Ja ich kann bestätigen, er wurde angezeigt, aber da es eine sensible Untersuchung ist, habe ich keinen weiteren Kommentar, "sagte Kjellsson aus dem Büro der Staatsanwaltschaft in Stockholm der Zeitung.

Laut der Zeitung Expressen sind zwei Frauen im Alter von 20 und 30 Jahren am Freitag zur Polizei gegangen und haben den Beamten erzählt, was sie angeblich mit Assange erlebt haben. Sie wollten ihn aber aus Angst nicht anzeigen, meldet die Zeitung. Es ist deshalb nicht klar, wer die Anzeige genau gemacht hat, aber am Freitagabend waren die Verdachtsmomente so gross, es wurde ein Haftbefehl ausgestellt.

Laut Zeitung traf eine Frau Assange vergangenes Wochenende in Stockholm. Die andere behauptet ihn in Enköping am Dienstag getroffen zu haben. Johan Kjellsson wollte diese Details nicht kommentieren.

Es soll sich um zwei getrennte Fälle handeln, eine Anzeige wegen mutmasslicher sexueller Belästigung und eine wegen Vergewaltigung. Die Frauen scheinen sich aber zu kennen.

Den Aufenthaltsort von Julian Assange ist zurzeit nicht bekannt. Die Zeitung SvD hat vergeblich versucht Vertreter von Wikileaks in Schweden, Grossbritannien und USA für eine Aussage zu erreichen.

Julian Assange war nach Schweden gereist um an Vorträgen teilzunehmen. Er dozierte im LO-Schloss in Stockholm zum Thema "Erstes Opfer des Krieges ist die Wahrheit". Am vergangenen Sonntagabend traf Assange den Chef der Piraten Partei, um einen Vertrag wegen des Hostings der Wikileaks-Server zu unterzeichnen.

"Wir hatten ein Abendessen am Sonntag, bei dem wir den Vertrag unterzeichneten, die Vereinbarung zwischen Wikileaks und den Piraten", sagte Rick Falkenvinge.

Die für Bürgerrechte im Internet eintretende Piratenpartei will künftig Wikileaks mehrere Server zur Nutzung bereit, auf denen das brisante Material der Enthüllungsseite gelagert werden kann. "Kostenfrei, versteht sich", sagte Falkenvinge, der von Assange als einem "netten Zeitgenossen" spricht. "Wir sind froh, dass wir mit einer Organisation zusammenarbeiten können, mit denen wir viele Werte teilen", so Falkenvinge. Zusätzlich stellt die Piratenpartei Wikileaks Bandbreite zur Verfügung, um die immer grösser werdenden Datenmengen schnell transportieren zu können.

"Wir sind alle glücklich darüber und Julian erzählte uns, er würde Schweden am Mittwoch verlassen." sagte Falkenvinge.

Am Dienstag hatte der 39-jährige Assange noch verkündet, er wird sich künftig in Schweden als Zeitungskolumnist betätigen. Der Australier teilte mit, er werde zweimal im Monat für die Boulevardzeitung Aftonbladet schreiben. Sie ist eine der auflagenstärksten schwedischen Tageszeitungen. Im Interview mit Aftonbladet sagte Assange, er werde in seiner Kolumne vor allem über die Pressefreiheit schreiben. Dazu wolle er Dinge beleuchten, die rund um die Welt geschehen.

Ausserdem erzählte er bei einer Pressekonferenz, Wikileaks würde 15'000 weitere geheime Dokumente in den "nächsten Wochen" über den Krieg in Afghanistan veröffentlichen.

Am Donnerstag wurde Julian Assange noch mit dem "Sam Award for Integrity" ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird von ehemaligen US-Militär- und Geheimdienstpersonal für mutige Whistleblower vergeben. Der diesjährige Preis wurde ihm einstimmig zugesprochen.

Das Pentagon und das US-Justizministerium schiesst sich jetzt auch auf Wikileaks ein. Deren Rechtsberater haben am Samstag verkündet, sie prüfen die Möglichkeit Assange und andere wegen der Anstiftung zum Diebstahl von geheimen Unterlagen die dem Staat gehören ein Strafverfahren anzuhängen. Das sind übrigens die gleichen Rechtsanwälte welche es als rechtlich vertretbar ansehen Gefangene in den Geheimgefängnissen zu foltern.

Laut neuester Radiomeldung ist der schwedische Haftbefehl mittlerweile auf Interpol ausgeweitet worden.

Julian Assange schreibt auf Twitter: "Wir wurden gewarnt 'schmutzige Tricks' zu erwarten. Jetzt haben wir den ersten." Dann sagte er weiter: "Diese Beschuldigungen sind ohne Basis und ihr Auftauchen ist im Moment sehr beunruhigend."

Auf dem offiziellen Blog steht folgende Reaktion auf die Beschuldigungen:

Am Samstag den 21. August sind wir auf die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Julian Assange aufmerksam gemacht worden, dem Gründer dieses Projekts und einer seiner Sprecher.

Wir sind sehr besorgt über diese schwerwigenden Beschuldigungen. Wir, die Leute hinter Wikileaks, schätzen Julian hoch ein und er hat unsere volle Unterstützung.

Während Julian sich auf seine Verteidigung konzentriert und seinen Namen reinwäscht, wird Wikileaks ihre normale Arbeit weiterführen.

Das Wikileaks Team


Kommentar: Machthaber gehen immmer in drei Schritten vor um unliebsame Personen zum Schweigen zu bringen. Zuerst versucht man sie mit Geld zu kaufen. Das funktioniert meistens. Wenn die Bestechung nicht gelingt, dann wird die Person verleumdet und mit Dreck beworfen. Antisemitismus, Kinderporno oder Vergewaltigung funktionieren dabei bestens. Und wenn die Person das auch überlebt, dann passiert ein "Unfall" oder man wird "Selbstermordet". Gegen Julian läuft gerade der zweite Schritt ab.

Was ich am schlimmsten finde ist, das aus "unseren eigenen Reihen" Wikileaks und Assange in jüngster Zeit mit Dreck beworfen wurden und man ohne einen Funken an Beweisen zu haben ihm Unredlichkeit unterstellt hat. Ein Armutszeugnis und krasser Fehler.

Verwandter Artikel: Ja der Bote ist wieder der Täter

Hier der Vortrag von Assange vom 14. August in Stockholm:



Ergänzender Artikel:
Was in Schweden als Vergewaltigung gilt