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Geschlechtertrennung im öffentlichen Verkehr

Dienstag, 24. August 2010 , von Freeman um 12:00

Was würdet ihr sagen, wenn man in europäischen Städten in Busse und Strassenbahnen getrennt nach dem Geschlecht sich hinsetzen müsste? Also Frauen müssen hinten einsteigen und sitzen und Männer vorne. Wenn eine Frau doch vorne Platz nimmt, wird sie barsch nach hinten verjagt. Würdet ihr auch sagen, das ist unmöglich und eine Diskriminierung, völlig unakzeptabel und eine Verletzung der Menschenrechte? Ja sicher würdet ihr das sagen.

Nur, diese Praxis gibt es wirklich. Wo? In einem moslemischen Land, würde einem als Antwort sofort einfallen. Ja, vielleicht in der Türkei oder wo immer der Islam die Frauen angeblich diskriminiert. Sicher nicht in einer westliche Demokratie. Dann passt mal auf, diese Geschlechtertrennung findet in der angeblich einzigen Demokratie im Nahen Osten statt, ja in Israel, denn dort müssen auf immer mehr Buslinien die Frauen hinten sitzen und es findet eine strikte Geschlechtertrennung statt.

Dieses Plakat zeigt, der Bus ist nach Männern und Frauen getrennt:

Hier ein Fall: Am Freitag den 5. Januar 2010 stieg eine 60-jährige Frau in einen Bus in Ashod ein und setzte sich vorne hin. Ein 18 jähriger orthodoxer Jude sah das und forderte die Frau auf sich nach hinten zu begeben. Sie weigerte sich und die verbale Auseinandersetzung begann. Nach dem sie mehrmals angeflucht wurde, sagte die Frau zum ihm, „halt den Mund“ und sie fügte hinzu, „was geht dich das an wo ich sitze?

Nachdem der junge Mann weiter sich beschimpfte und bedrohte, nahm sie einen Pfefferspray aus ihrer Handtasche und sprühte dem Aggressor ins Gesicht. Der Busfahrer stoppte und öffnete die Türen um zu lüften. Der junge Mann rief über Handy die Polizei und die Frau wurde verhaftet und wegen Tätlichkeit angezeigt.

Das passiert tagtäglich in Israel, speziell in den Gebieten wo die orthodoxen Juden die Mehrheit bilden. Es gibt dort immer mehr sogenannte „religiöse oder koschere Busse“ wo eine strikte Geschlechtertrennung herrscht. Und wenn eine Frau diese Regel missachtet, wird sie übelst beschimpft und angegriffen.

Stadtbahn getrennt nach Geschlecht

Gestern hat die Firma welche die Bahnlinie durch Jerusalem baut verkündet, sie will die Wagen strikt nach Geschlechtern trennen, um die Forderung der ultraorthodoxen jüdischen Bevölkerung zu erfüllen. Die Bahn, welche nächsten Frühling in Betrieb gehen soll, wird getrennte Abteile für Frauen und Männer einrichten, sagte Yair Naveh, Chef von CityPass.

Der Zug wird alle befördern,“ sagte er, „aber es ist kein Problem jeden dritten oder vierten Wagen als mehadrin (koscher) Wagen zu bezeichnen.

Unter dem Druck der einflussreichen und wachsenden ultraorthodoxen Bevölkerung haben einige Buslinien in Jerusalem Geschlechtertrennung eingeführt, wo Frauen hinten sitzen müssen. Dies hat zu einer weiteren Auseinandersetzung mit den Stadtbehörden geführt, denn die Bahngesellschaft hat bereits mit einer Umfrage für Wirbel gesorgt. Sie fragte die Bewohner von Jerusalem, ob sie sich belästigt fühlen, wenn es auch Haltestellen in den arabischen Stadtteilen geben wird, wenn die Linie die Siedlungen in Ostjerusalem anbindet.

Ich weiss jetzt nicht was das Resultat dieser Umfrage war, aber alleine so eine Frage zu stellen ist ja ein Skandal. Man stelle sich vor, in Berlin würde man die Bürger befragen, ob die S-Bahn in den Bahnhöfen von Kreuzberg oder Wedding halten oder einfach durchfahren soll, die Viertel mit den meisten türkischen Bewohnern.

Eine andere Fragte die gestellt wurde: „Alle Passagiere, Juden und Araber, können den Zug frei betreten, ohne Sicherheitskontrollen. Ist das für sie in Ordnung?

Ofra Ben-Artzi, die Schwägerin von Sara Netanyahu, die Frau des Premierministers, war einer der Befragten. Sie antworte dem Befrager: „Stellen sie sich vor, diese Fragen würde man in New York oder London stellen. Es zeigt den Grad von Rassismus den wir hier erreicht haben,“ sagte sie der israelischen Zeitung Haaretz. Die Stadtverwaltung beschuldigte CityPass daraufhin des Rassismus und sie würden damit Konflikte in der Stadt schüren.

Nur, dieses Verlangen nach Geschlechtertrennung oder sogar Rassentrennung greift in Israel immer mehr um sich und die Betreiber des öffentlichen Verkehrs müssen dem nachgeben. Es gibt wohl Widerstand gegen diese Diskriminierung, aber die Religiösen gewinnen immer mehr die Oberhand.

Bis vor zehn Jahren gab es so was nicht, aber jetzt gibt es 90 Buslinien im Land die nach Geschlechter trennen. Die orthodoxen Juden sagen, sie fühlen sich unwohl in der Anwesenheit von Frauen und es dürfen nur ihre Ehefrauen, Töchter und nahe Verwandte des weiblichen Geschlechts sich ihnen nähern. Neben einer fremden Frau zu sitzen und von ihr sogar berührt zu werden ist völlig unakzeptabel.

Und dann reitet man immer auf den Moslems rum und schimpft darüber wie sie die Frauen behandeln. Von dieser anderen Religion hört man aber nie was.

Solltet ihr nach Israel als Touristen reisen, dann rechnet damit, dass eure Ehefrau oder Freundin nicht neben euch im Bus sitzen darf, sondern getrennt von euch nach hinten verbannt wird.

War da nicht mal was in Südafrika mit Apartheid und der Rassentrennung? Und gab es nicht in den Südstaaten der USA den „Montgomery Bus Boycott“ gegen die Politik der Rassentrennung im öffentlichen Verkehr in den Jahren 1955 bis 1956, welcher der Bürgerrechtsbewegung zum Durchbruch verhalf und Martin Luther King weltweit bekannt machte?

Und was war wieder der vorgeschobene Grund für den Krieg in Afghanistan, auf den alle Feministen und Grünen und überhaupt die Gutmenschen reingefallen sind? Ach ja, die Diskriminierung der Frauen dort zu beenden. Genau.

insgesamt 40 Kommentare:

  1. Ruit sagt:

    Hallo Freeman,

    wieder ein Dank an Deine Berichterstattung.

    Superbia (Hochmut) ist eine Todsünde. Egal wie diese geartet ist. Und dazu gehört auch eine hochmütige Kirche oder deren hochmütige, weil radikale Ausprägung.
    Und da können wir die Satanisten genauso wie die Juden und die Moslems genauso wie die christiliche Kirche in einer lange Reihe von Aufzählungen nennen.

    Was wir wirklich brauchen ist ein neues Verständnis von Leben und deren Wertigkeit. Wenn der imperialistische Westen nicht begreift, dass Wind säen Sturm ernten bedeutet, dann haben wir diese langsame Aushöhlung aller Werte vorher provoziert.

    Und das alles nur, damit ich MEHR BESITZE als mein Nachbar. Das wir dabei immer ärmer werden, vor allem was unsere gesellschaftliche Bindung untereinander betifft, sieht niemand. Kinder die ferngesteuert sich den MSM hingeben und nicht mal wissen, dass eine Kuh Milch produziert...
    getrimmt um sich in der "Multi-Tasking-Welt" zurechfindet.
    Ausführen: ja, bitte ("Sie haben nur einen Job? Können sie davon leben??")
    Nachdenken: nein, bitte nicht!

    Oh, Mann, what a crazy world!

    Pp

  1. xibsilon sagt:

    Interessant finde ich, daß die einzige Demokratie im Nahen Osten - der Iran - ausgerechnet von den "Verteidigern der Demokratie" USrael korrumpiert wurde...

  1. http://www.youtube.com/watch?v=ckPdJrhF0iw

    hier ist visueller Stoff dazu ;)

  1. Warum können Frauen und Männer nicht nebeneinander im gleichen Bus fahren?
    Warum hat eine Nation, von der soviel Leid in der Welt ausgeht, ausgerechnet Angst vor einer 60-jährigen Frau?
    Einfach nur unnatürlich!

  1. Haniel sagt:

    @xibsilon

    Danke für den Iranhinweis. Offenbar gibt es inzwischen in der westlichen Welt immer mehr Menschen, welche den Iran begreifen, was er ist: Eine extreme Gefahr für den Zionismus, denn Ahmadinejad hat schon einiges ausgesprochen. Natürlich wird er als irr und gefährlich hingestellt.
    Ich habe es vor wenigen Tagen hier geschrieben: Der Iran liegt von einer US-Amerikanerin, welche in vielen islamischen Ländern gelebt hat, an aller erster Spitze bezogen auf die Freiheit, welche eine westlich Frau dort genießt.
    Ich persönlich glaube den westlichen Medien überhaupt nichts mehr.

  1. Die Zeichen der "Endzeit" mehren sich. Die Dualität und die damit einhergehende Trennung der Menschen untereinander, auch "Zivil-Isolation" genannt, gewinnt gerade ein nie gekanntes Ausmaß.

    Solange wir uns wie Kinder im Sandkasten benehmen, uns dort Sandfestungen bauen, mit dem Finger auf unsere Nachbarn zeigen und sagen: "Meine Sandburg ist viel größer und schöner als wie Deine, Du Doof", dann wird kaum Frieden Einzug halten. Daraufhin nehmen wir unsere Schäufelchen und bewerfen den "bösen" Nachbarn mit Sand und irgendwann mit größeren Gegenständen. Und irgendwann fließen Blut und Tränen, sofern nicht vorher die Mutter (Natur) zu Hilfe kommt und uns tüchtig mit Blitz und Donner den Hosenboden versohlt.

    Muß es wirklich soweit kommen?

    Stammt nicht alles aus einer Schöpfungsquelle? Sind wir nicht alle Gottes Kinder? Und warum benehmen wir uns dann wie skrupellose Egoisten?

    Seit Jahrtausenden funktoniert eine Methode der Dunkelkräfte, welche heute Illuminati heißen, hervorragend. Erst wird ein Problem geschaffen, daraufhin Angst und Panik geschürt und Simsalabim ein Erlöser aus dem Hut gezaubert. Ob dieser Erlöser Pepsi, Coke, CDU, SPD, Hitler, Bush oder Obama heißt oder ein graubärtiger Sektenguru ist, die Methode ist immer gleich. Jeder deren Jünger glaubt sich im Besitz der "absoluten Wahrheit", die es mit Zähnen und Klauen zu verteidigen gilt und weiß nicht, daß er blind in die Erlöserfalle getappt ist.

    Der Gehirnwaschserie namens Akte X soll uns suggerieren, daß die Wahrheit irgendwo da draußen sei. Das ist genau der Trick des Teufels - Ablenkung von uns selbst, von unserem göttlichen Wesen. Freiheit und Wahrheit finden wir nicht im Außen, sondern bei uns selbst. Ich hoffe, daß die Menschheit baldmögichst ZU SICH kommt, bevor sie geschlossen über den Jordan geht.

  1. Christian sagt:

    Die Frage die man sich stellen sollte, ist folgende:
    "WARUM gibt es überall auf der Welt derartige Ausprägungen von Fanatismus (muss nicht religiös begründet sein), Egoismus, Abneigung gegen alles Anderslebende/ -denkende/ -fühlende und WARUM wird (will) das keinem bewusst (werden)?"

    Ich hab leider keine Antwort bzw. nur eine die man akzeptieren müsste.

  1. swizzly sagt:

    Ich hasse solche Religionsvolldeppen, egal aus welchem Land ...

  1. sappalot sagt:

    @ Christian
    WARUM es diese Ausprägungen gibt?

    Ganz einfach, weil wir seit dem ersten Tag unserer Geburt auf diese Denkmuster dressiert wurden.

    Keiner kommt mit diesen Denkmustern auf die Welt!

    Eltern, Schule, Radio, TV, Zeitungen, Gesetze ... alles ist darauf ausgerichtet, uns von uns selbst abzulenken.
    Du bist glücklich wenn du ein Haus hast, du bist glücklich wenn du ein besseres Auto als dein Nachbar, Freund... hast.
    Du bekommst Anerkennung wenn du dich nach dem letzten Modeschrei kleidest...
    Aber keiner erklärt dir:
    Du bringst bei deiner Geburt nichts mit auf die Welt, und wenn du stirbst nimmst du nichts mit!

    Milliarden von Jahren konnten die Natur und die Tiere ohne den Menschen leben, der Mensch könnte ohne die Beiden keine 5 Minuten überleben!

    Wenn man sich das einmal auf der Zunge zergehen hat lassen, dann verschieben sich automatisch die Prioritäten.

    Aber wer will das schon, dann wäre ja das "Spiel" zu ende.

  1. Zwiebel sagt:

    @ Euli - da hast du Recht bzw. das seh ich genau so wie du

    "Freiheit und Wahrheit finden wir nicht im Außen, sondern bei uns selbst"

    Dazu - solange sich das noch nicht rumgesprochen hat müssen wir/ bzw. werde ich versuchen diese destruktiven Kräfte nach meinen Möglichkeiten zu bekämpfen

    Man - da regen mich die Zionisten so auf wie die Islamisten
    Ja ... mir ist bekannt, dass es auch heftige Christen gibt, jedoch werden die Christen am meisten verfolgt und leiden unter dieser extremistischer Intoleranz am heftigsten (www.portesouvertes.ch)

    Danke für diesen Bericht -
    er zeigt mal wieder, dass es in allen Lagern solche und solche gibt, die ihre Wahrheit noch nicht in sich gesucht, und sicher auch noch nicht gefunden haben

    Zum Abschluß: Die Zeichen mehren sich, dass sich die Lage in Europa und der Welt zuspitzt und in einer Gewaltorgie endet - es werden dabei wie immer sehr viel "Unschuldige" zu Leide kommen.

    Vielleicht muß der alte Baum aber auch zuerst umfallen und verrotten, bis auf dessen Überreste ein neuer schöner Baum wachsen kann .....

  1. Skeptiker sagt:

    extreme und radikale einstellungen sind immer befremdlich, egal ob politisch links oder rechtsgerichtet bzw religiös motiviert.

    vor nicht allzulanger zeit war es bei uns in katholischen kirchen im ländlichen raum ein ungeschriebenes gesetz das frauen links und männer rechts des mittelganges sitzen mussten

  1. Der 3. Weg sagt:

    Die Herren welche Frauen nicht ehren sind keine Männer. Sind fehlgeleitet von irgendwelchen religiösen Einflüssen. Haben keine eigene Ehre und keinen Charakter. Sind halbe Menschen.

    In Kulturen wo der grosse Geist in allem gesehen wurde und wird war die Frau die Priesterin. Hoch geachtet und geehrt. Man wusste, dass sie das Ergänzende ist. Mann und Frau getrennt war undenkbar.

    Was sich in Israel abspielt ist der Spiegel der Seele von fehlgeleiteten und irren Fanatikern und der Stiefelabdruck einer menschenverachtenden Religion.
    Mir tun die menschlich gebildeten Israelis zutiefst leid.

  1. Sehr interessanter Bericht freeman!
    Männer, die solche Probleme aus religiösen Gründen haben ...wie die Orthodoxen können ja nicht mehr normal sein.Israel demontiert sich jetzt weiter mit einer "Affengeschwindifkeit"!
    Was deine Bemerkung angeht:..wenn Ihr mal nach Israel reist..
    Wer will schon noch nach Israel (oder die USA)?Ich muss nicht und will nicht.

  1. xabar sagt:

    Heinrich Heine:

    "Sonderbar! Und immer ist es die Religion und immer die Moral und immer der Patriotismus, womit alle schlechten Subjekte ihre Angriffe beschönigen."

    Die Israelis sagen: Unsere IDF (Israeli 'Defense' Force, israelische Armee) ist die 'moralischte' der Welt. Gleichzeitig morden sie in einem 22-Tage Krieg 1400 Palästinenser in Gaza, darunter 400 Kinder und töten jeden Tag Zivilisten in Gaza, darunter Fischer, die in den ihnen durch Israel willkürlich auferlegten und den Osloer Vereinbarungen widersprechenden Zonen fischen wollen.

    All das ist 'moralisch', denn es dient der 'Verteidigung Israels' gegen seine Feinde.

    Ein Teil der Israelis, die Orthodoxen, praktizieren jetzt die Apartheid gegenüber dem anderen Geschlecht, verbieten die humanistische Literatur in ihren Buchläden (Hugo, Shakespeare..) in ihren Vierteln und begründen das mit der Thora, also mit ihrer Religion, obwohl das heiligste Gebot der Religion, auch der jüdischen, die Gleichheit vor Gott ist.

    Lew Tolstoi:

    "Christus hat den Menschen offenbart, was sie schon immer wussten: dass alle Menschen gleich sind, weil derselbe Geist in ihnen wohnt."

    Welch ein Ungeist in der 'einzigen Demokratie des Nahen Ostens' (zionistische Selbstbeschreibung) eingezogen ist!

    Der Staat Israel wird an seiner eigenen Unfähigkeit, alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Rasse, Religion und politischen Einstellung gleich zu behandeln, zugrunde gehen und einem palästinensisch, jüdischen Einheitsstaat auf demokratischer, antirassistischer und antidiskriminatorischer Basis (auch was Frauen angeht) langfristig Platz machen müssen.

  1. Kassandra sagt:

    Klingt wie ein Witz. Geschlechter-
    trennung bei den Ultraorthodoxen.
    Und das im 21. Jhdt. Man faßt es
    nicht, wohin religiöser Wahn führen
    kann. Abgeschottet von der realen
    Welt, bilden sie das koschere
    Pendant zu den Amish in den USA.
    Ob die sich für die Auserwählten
    halten, die auf den "richtigen
    Messias" warten?
    An der Aufmachung, die wie aus dem
    Kostümverleih wirkt,finde ich am
    eindrucksvollsten die langen soge-
    nannten "Schillerlocken". Wie tref-
    fend, wo doch Schiller einer der
    größten Freiheitskämpfer war!
    Wie funktioniert denn die Paarsuche
    bei diesen Orthodoxen? Wenn jemand
    ein Weib finden will, ist doch zu-
    nächst jede Frau eine Fremde, in
    deren Nähe sie sich unwohl fühlen.
    Also, da wär' ich gern mal
    Mäuschen.
    Zur Erinnerung: Noch in den 60ern
    gab es in den USA zwar keine Ge-
    schlechter-, aber strikte Rassen-
    trennung Schwarz/Weiss in öffent-
    lichen Verkehrsmitteln und auf
    öffentlichen Toiletten.
    Und jetzt gibt's einen Oooohbama!

  1. drdre sagt:

    Wirklich ein Hammer, aber hier sieht man was Fanatismus bewirkt.

    Das hatten wir ja auch schon mal. Möglicherweise etwas krasser, aber immer fängt es irgendwo an.
    Am Schluss steht die Bücherverbrennung und schlimmeres.
    Intoleranz und Heuchelei gehen ihren Weg.

  1. yyy2007 sagt:

    Die Itzaks wieder...läuft deren Freischein auch mal irgendwann ab?!
    :IRONIE AUS

    Solche "Kleinigkeiten" wie Geschlechtertrennung sind doch nur die Spitze des Eisbergs!

    Das die ultra-orthodoxen Juden dort immer mehr die Oberhand gewinnen und das mal irgendein fehlgeleiteter Ultrarechter durchdreht und den Roten Knopf drückt macht mir mehr Sorgen...

    Ich weiß nicht ob das hier schon besprochen wurde:

    http://www.youtube.com/watch?v=lCtOaMS6jkg

    Sehr guter Vortrag zum Thema "Radikalismus" in Religionen, am Beispiel Israels...und hier wird ausnahmsweise mal nicht von fundamentalistischen Strömungen sondern den Messianistischen geredet! Und diese haben es wirklich in sich...

    SNAFU

  1. google-ad sagt:

    @sappalot: Treffende Beschreibung, auf den Punkt gebracht! Aber da ist noch mehr:

    Die Religionsführer vereinen die Religiösen unter sich, weil diese ihnen ihre Freiheit abgeben. Wenn es keine Religiösen gäbe, oder keine mit dem Willen zur Religion, die ihr Denken quasi abgeben, gäbe es keine Religionsführer! Das machen fast alle Menschen in irgendeiner Art oder Form, ausser die, DIE FREI SIND. http://freiheitsforum.ch/

    Übrigens, off-Topic: Zurzeit machen NZZ und BAZ und andere Zeitungen wieder Telefonwerbung; gute Gelegenheit, ihnen zu sagen, wieso es einen nicht interessiert: Weil sie völlig mainstreamig sind. Der NZZ-Redaktor hat protestiert...

  1. lola sagt:

    Ähm, in Deutschland verdienen Frauen 25 Prozent weniger als Männer. Und für diejenigen, die behaupten, Männer verdienten deshalb mehr, weil sie in anstrengenderen und gefährlicheren Berufen arbeiten: Im gehobenen Management, wo sich die Arbeit wirklich gleicht, verdienen Männer bis zu 40 Prozent mehr.
    Frauenverachtung ist ein globales Problem, welches sich in unterschiedlichen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise manifestiert.

  1. Seth sagt:

    Aber diesen ultraorthodoxen Vollpfosten ist schon klar das sie ohne Frauen garnicht existieren würden?! Ihrem Glauben nach währen sie ja dann von dem Moment an wo sie aus dem Schoß einer Frau kriechen ebenfalls "Unrein", woll! Also, merzt euch bitte sofort selber aus,zackzack!

  1. Ella sagt:

    @Kassandra:
    Also die Amish mit den orthoxen Juden in einen Topf zu werfen, finde ich gelinde gesagt einen sehr ungluecklichen Vergleich.

    Meine Freundin hat amishe Nachbarn, die ich auch schon besucht habe und was die mit Sicherheit nicht tun ist Frauen und Maenner trennen.
    Alle machen die selben Arbeiten und auch die Frauen fahren die Kutschen und verkaufen ihr ( ungespritztes und nicht Genmanipuliertes Gemuese,Eier, Honig usw. dass ich am liebsten kaufe) auf den Maerkten.
    Sie sind die besten Nachbarn die man sich denken kann hilfsbereit und freundlich ( und sehr gute Handwerker.) Als der Mann meiner Freundin schwer krank war, haben sie ihr geholfen den Hof zu bewirtschaften und auch Tiere voruebergehend uebernommen und versorgt.

    Ich freue mich wenn das Hufeklappern ihrer Pferde hoere, wenn sie an meinem Haus vorbei fahren.
    Natuerlich haben sie ihre eigne religoese Ideologie.
    Doch sie lassen den Rest der Welt damit in Ruhe. Sie zwingen niemanden ihre Relgion auf oder erwarten, dass andere danach leben und sind tolerant.
    Sie leben voellig autonom und ohne jede staatliche Hilfe. Sie wollen keine Almosen und leben nach ihren Gesetzen.
    Sie sind so ueberzeugt von ihrer Lebensweise, dass amishe Jugendliche fuer eine Weile in die "Welt" hinausgehen um zu sehen, wie das Leben draussen ist und sich dann entscheiden koennen, ob sie wieder tradtionell amish oder amerikanisch leben wollen.
    "Rumspringe" nennt man dass.

    Vor ca. zwei Jahre ein Attentaeter in Pennsylvania soweit ich mich erinnere acht amishe Kinder erschoss und einige schwer verwundete. Waren sie es, die von Vergebung sprachen und diese auch leben.
    Sie halfen z.B. der mittellosen Witwe und den Kindern des Attentaeters finanziell und mit Essen aus.
    Dies war fuer viele Amis die dem Rachegedanken verfallen sind undenkbar und unverstaendlich.

    Natuerlich haben sie ihre Run ins mit dem Gesetz, hier wenn es z.B. um Bauvorschiften geht, da sie z.B. keine Elektriztaet oder fliessend Wasser in ihren Haeusern haben.
    Doch sie lassen andere Menschen mit ihrer Relgion und ihren Ansichten in Ruhe.

    Und dass ist genau der Punkt, leben und leben lassen und icht wie andere Religionen den Leuten ihre Gesetze und Moralvorstellungen aufzwingen.

    Und was die Rassentrennung in den USA betrifft, die funktioniert immer noch unterschwellig und erfolgt von beiden Seiten, den man lebt halt am liebsten in der gleichen Neigbourhood.

    Es gibt uebrigens auch Juden wie " the Guardians of the City" oder "Neturei Kartei" Torah Jews against Israel, die gegen den Staat Israel sind und deren Vorfahren in Frieden in Palestina mit den Arabern lebten.
    Einer ihrer Rabis war in der Regierung Jasir Arafats und man kann im Internet Bilder eines ihrer Rabis sehen wie er Ahmadinedschad umarmt.

    Was mir Angst macht ist die Ideologie der Ueberrasse dieser Orthodoxen und die Moeglichkeit der Samson Obtion,die auch aus diesem Denken heraus resultiert.

  1. ugurisik sagt:

    Mann darf das aber nicht durch die ultraenge Hornbrille sehen!
    Es gibt Frauen die sind froh darüber das der nach Alkohol stinkende ungepflegte verschwitzte Geier nicht nach hinten in den Buss zu den Frauen darf.Oder die Gang aus rebellischen halbstarken sich nicht zu den Girls nach hinten in den Buss setzen kann.Oder der haessliche Pornobessesene August mit fettigen Haaren und langen braunen Fingernaegeln sich nicht zu den Ladys setzten kann um sie zu begaffen.Es gibt viele sogar sehr viele Frauen die in der Tokio U Bahn zwischen den ganzen Geier Kerlen betatscht und entwürdigt wurden.Auch wenn das im Bericht gennante Beispiel ziemlich Krass ist,wette ich das auch viele Frauen das gutheissen weil sie dadurch auch ihre Ruhe von all dem obengenannten Gesöcks haben.Bin selber oft Buss gefahren,da ist schon ne Menge los.Zumindest in den Grosstaetten.Also immer lockerbleiben.Wenn hier von Frauenrechten usw geredet wird sollte man mal auch darüber nachdenken wie die FRAU auf Plakaten und WERBUNG als Sexspielzeug und Nakedei entwürdigt wird!!!

  1. kieselsteine sagt:

    Hier habe ich einen gläubigen Juden gefunden auf youTube, der die ganze Tragik des sogenannten jüdischen Staates in wenigen Sätzen auf den Punkt bringt. Er kämpft gegen den Zionismus.
    Nicht das religiös sein oder das nicht religiös sein, entscheidet über unwürdevolles Denken, sondern der Fanatismus, der sich immer wieder unter dem Deckmantel aller Religionen und auch der Wissenschaft in Exzessen auslebt.

    http://www.youtube.com/watch?v=ixV63jchem8&feature=player_embedded

    Es lohnt sich diesem Mann ein paar Minuten zu zu hören.

  1. Fahrenheit sagt:

    Geschlechtertrennung in den Verkehrsmitteln wird hier in Grossstädten auch praktiziert. Natürlich nicht aus religösen Gründen, sondern weil die sexuelle Degeneration seitens der Machos Formen angenommen hat, die das Reisen in ÖV für Frauen teilweise zum Spiessrutenlauf werden lässt. Raub, Nötigung, Vergewaltigung und verbale "Sexzesse" sind keine Seltenheit.

    Über die Geschlechtertrennung aus religösen Gründen kann ich eh nur den Kopf schütteln, in welchem Jarhundert leben die eigentlich?
    Brain-Salad-Surgery!

    Hochmut kommt vor dem Fall!

  1. Kai sagt:

    Warum werden eigentlich ultraortodoxe Juden als ultraorthodoxe Juden bezeichnet, waehrend ultraortodoxe Islamglaeubige als Islamisten oder Extremisten beschimpft werden?

    Wir sollten diese Juden als Extremistenjuden bezeichnen, damit das mit dem Newspeek bezihungsweise Dialektik offenkundiger wird.

  1. Bernman sagt:

    Oh Mann!

    So viele Wirrköpfe....

    Dank an Freeman

  1. xabar sagt:

    @Kassandra

    Der Vergleich mit den Amish-People in Pennsylvania hinkt tatsächlich.

    Als Student unternahm ich eine Tramp-Tour durch Kanada und die Staaten und traf unterwegs eine Familie aus Philadelphia, die mich zu sich einlud. Ich fuhr hin und sie erzählten mir von den ganz in der Nähe lebenden Amish und sprachen von ihnen in den höchsten Tönen. Neugierig wie ich war bin ich hingefahren, um sie und ihre Lebensweise mir mal anzusehen.
    Von Diskriminierung des weiblichen Geschlechts war nichts zu spüren. Sie haben die moderne Zivilisation abgelehnt, einschließlich Strom, die ihrer Meinung nach die Werte der Religion und eine menschliche Lebensweise zerstören würden.

    Irgendwo haben sie sogar Recht.

  1. Ali Haydar sagt:

    Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag
    am Samstag, den 4. September 2010

    Treffpunkt: 14.30 Uhr am Adenauerplatz
    Wegstrecke ab 15.00 Uhr: über Kudamm, Joachimstaler Strasse, Kantstrasse bis Saviny-Platz (Abschlusskundgebung)

    Der Weltkrieg ist voll im Gange, was nun?

    den neuen Teil des dritten Weltkrieges gegen den Iran verhindern und die laufenden Teilkriege beenden!
    Terror und Gewalt stoppen, Vertrauen und Frieden verbreiten!
    Hass und Feindschaft bekämpfen, Vernunft sprechen lassen!
    Die kriegstreibenden Politiker/innen abwählen. Die Demokratie retten!
    Vor allem Millionen Menschenleben retten!

    Die Antikriegsdemonstration am Qudstag ist der Marsch für den Frieden. Die „Herren der Welt“ suchen anscheinend, nach alten Rezepten aus denm 20. Jahrhundert, den Ausweg aus der selbstverschuldeten Krise in dem Krieg. Die Vernunft sagt uns, dass die Wirtschaft dem Wohlstand und das Militär der Sicherheit für die Menschen dienen soll. Aber wenige tausend unter uns 6,5 Miliarden Menschen verfügen unberechtigter Weise über den größten Teil der materiellen Macht.
    Seien es Politiker, Staatsmänner u. Staatsfrauen oder die Mächtigen der Wirtschaft. Sie scheinen fest entschlossen, schrittweise einen dritten Weltkrieg mit Millionen von Toten und weiteren verheerenden Folgen zu führen.
    Ein Krieg, der schon 2001 begann und ettapenweise fortgeführt wird. Afghanistan, Irak, Libanon, Palästina, Pakistan, Jemen, Sudan und nun Iran.
    Was für ein Zufall, dass alle Teilkriege vom Westen, also von den „freiheitlich demokratischen“ Staaten und ihrem Vorposten in der islamischen Welt, nämlich von Israel, ausgehen. Wiederum rein zufällig wird Krieg gegen die islamischen Länder geführt! Sind wir schon bei der Inszinierung der „Clash of civilizations“?
    Oder befinden wir uns bereits mitten in den neuen, modernen Kreuzzügen? Dabei ist eins sicher: der erste Verlierer des dritten Weltkrieges ist die Demokratie, die dem blutigen Wahnsinn der Mächtigen geopfert wird.
    Wir dürfen unser eigenes Schicksal und das der gesamten Menschheit nicht den bösen Kriegstreibern überlassen!
    Aus diesem Grunde appelieren wir an alle Buergerinnen, sofern sie noch bei gesundem Menschenverstand sind und nicht von den Medien verzaubert wurden,
    an der diesjährigen Qudsdemonstrationen in Berlin teilzunehmen.

  1. Fatima sagt:

    Diesem Artikel und den meisten Kommentaren auch kann ich mich diesmal leider überhaupt nicht anschließen. Was ist so schlimm daran, wenn Frauen im Bus unter sich bleiben? Im Iran ist das auch der Fall, und das ist gut so! Ich wünschte, das gäbe es in den chronisch überfüllten Straßenbahnen in Istanbul auch. Statt dessen wird man ständig von irgendwelchen Männern gerempelt, furchtbar. Das , unfreiwilliges Berühren und auch sexuelle Belästigung soll damit verhindert werden. Gläubige Muslimas wie Jüdinnen mögen es nun mal nicht, von fremden Männern berührt zu werden, und das ist der ganze Hintergrund.
    @Christian:

    "WARUM gibt es überall auf der Welt derartige Ausprägungen von Fanatismus (muss nicht religiös begründet sein), Egoismus, Abneigung gegen alles Anderslebende/ -denkende/ -fühlende und WARUM wird (will) das keinem bewusst (werden)?"

    Die Abneigung gegen Andersdenkende kommt leider auch bei vielen Kommentatoren zum Tragen. Wenn ihr euch wehren würdet, wenn jemand so etwas in Deutschland oder der Schweiz verlangen würde, dann hättet ihr Recht. Aber wenn die Iraner oder auch die Juden in Israel ihre Religionsgesetze anwenden, dann gibts hier allgemeines Kopfschütteln, dass das "nicht mehr normal sei", "religiöser Wahn" usw. Wer bestimmt denn, was "normal" ist? Da ist er wieder, der westliche Herrenmensch. Die meisten haben sich nicht geändert, schade.

  1. Karsten sagt:

    Liebe Fatima,
    es macht einen Unterschied ob Frauen in einem Bus aus freien Stücken unter sich bleiben oder ob sie dazu per Gesetz oder per Religion gezwungen werden.
    Und es ist unglaublich, daß man so etwas in 2010 hat, während um 1900 die Frauenrechtlerinnen für allgemeine Gleichberechtigung auf die Straße gekämpft haben.
    Das war für mich die Botschaft dieses Artikels. Freeman kann mich gerne korregieren, sollte ich falsch liegen.

    Meine persönliche Meinung dazu ist:
    Der Mix machts. Monokulturen sind weder in der Land- und Forstwirtschaft noch anderswo besonders förderlich. Was spricht denn dagegen, Alt und Jung und Mann und Frau gemischt zusammensitzend? So ist die Natur hier auf dieser Erde. Ich versteh nicht, was Mensch immer daran herumbasteln muß mit irgendwelchen an den Haaren herbei gezogenen Gesetzen?

  1. Autor sagt:

    Ich finde das vollkommen in Ordnung, nein, im Gegenteil - davon sollte es noch mehr geben.

    Denn: Weshalb beschwert sich z.B. niemand über Frauentaxis, Frauenbibliotheken(!), Frauensaunas, Frauenbadetage, Frauenhotels und sogar ganze Frauenwohnanlagen (alle aufgezählten Frauenboni finden in Deutschland statt) oder Frauenzugwaggons (z.B. in Japan)? Und das im 21. Jahrhundert?

    Wieso beschwert sich niemand darüber, dass Männer von Fluglinien pauschal wie potentielle Triebtäter behandelt werden: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/maenner-duerfen-nicht-neben-kindern-fliegen/1589342.html ?

    Im Rahmen all dieser Maßnahmen unterstellt man allen Männern - Ihnen, liebe Männer, und mir - pauschal, sie seien Spanner, Belästiger, Stalker, Triebtäter, Kinderschänder und was weiß ich noch.

    Ich finde es nur noch heuchlerisch: Sobald es um Frauen geht, kommen die "weißen Ritter" von überall hervor.

    Auch der Fall Sakineh Mohammadi e Ashtiani ist bezeichnend für die herrschende Ignoranz gegenüber Schicksalen von Männern. Während seit Wochen (zum Glück!) von den westlichen Ländern gefordert wird, die Frau von einer Steinigung zu verschonen, dürften die meisten Leser hier nicht mal wissen, dass mit ihr auch 6(!) Männer gesteinigt werden sollen. Wo wird darüber berichtet? Wer setzt sich für sie ein?

    Interessiert niemanden, das sind nur Männer - die werden schon irgend wie schuldig sein.

    All das nennt man Sexismus, hier wird Menschenwert nach Geschlecht selektiert. Tut mir leid, aber es widert mich nur noch an.

    Nein, es ist nicht richtig, Menschen nach Geschlecht in Bussen zu verteilen - wir sollten aber im eigenen Land anfangen.

    Ich studiere ASUR nahezu täglich - heute aber musste ich auch mal schreiben.


    Es grüßt -

    der Müller

  1. xabar sagt:

    @Fatima

    "Was ist schlimm daran, wenn Frauen im Bus unter sich bleiben?"

    Wenn man es so formuliert, natürlich nichts. Aber die Frauen zu zwingen, hinten Platz zu nehmen und das auch noch religiös zu verbrämen, ist etwas ganz anderes: Es ist eindeutig übelste Diskriminierung nach dem Geschlecht - eine Diskriminierung, die an die der Schwarzen in den USA vor der großen Bürgerrechtsbewegung Anfang/Mitte der sechziger Jahre erinnert, als Schwarze nicht vorne in den Bus einsteigen durften, sich nicht auf bestimmte Parkbänke setzen durften usw., worauf Freeman in seinem Artikel hinweist. Ob die Diskriminierung nach der Hautfarbe oder nach dem Geschlecht erfolgt, spielt keine Rolle: Es bleibt Diskriminierung. Es hat mit Religion gar nichts zu tun, derzufolge ja alle Menschen gleich sind vor Gott. Es hat etwas zu tun mit Überresten aus einer patriachalischen Gesellschaft. Um diese Relikte zu rechtfertigen, zitiert man Religionstexte - eine alte Geschichte.

    Dass Sie das in Bezug auf den Iran annehmen und verteidigen, macht mich sehr nachdenklich. Ich möchte Ihnen dazu Folgendes erzählen:

    Ich sah irgendwo vor zwei Jahren im Internet Bilder von zweiklassigen, nach Geschlechtern geteilten iranischen Zügen und wunderte mich darüber, dass es dort so etwas noch gibt. Ich hielt die Bilder für eine Montage und fragte meinen netten iranischen Konditor, bei dem ich oft meine Brötchen kaufte, ob es so etwas tatsächlich heute im Iran noch gibt und er stritt dies ganz energisch ab. Nun lebt er schon etwas länger in Deutschland, und hat nicht mehr so viel Kontakt zur Heimat, aber ich glaubte ihm dennoch.

    Wir sollten dies klären. Sollte dies tatsächlich so sein, wäre dies eine eindeutige Menschenrechtsverletzung, die ich aufs Schärfste verurteilen würde, obwohl ich ein Freund des Iran, seiner Revolution, seiner Menschen, seiner hohen Kultur und neuerdings auch seiner technischen Errungenschaften bin.

  1. genauso werden ja nun auch die männer gezwungen, vorne zu sitzen oder nicht?
    verstehe die logik nicht, warum es bei dem einen geschlecht eine diskriminierung sein soll und beim anderen nicht.
    ich finde das was dort geschehen ist mit der alten frau natürlich schlimm, sowas ist total widerlich.
    trotzdem: wenn man sich ansieht, wie es der müller schon sagt, was den frauen alles für sonderkontionen gewährt werden (weil müssen, beispiel vergewaltigungen - oder wurde schon einmal einer der herren hier sexuell belästigt?? - oder auch intimsphäre allgemein, ja auch in der "öffentlichkeit"), dann sollte man sich fragen, wo der grund dafür liegt.
    die gesellschaft scheint ja nicht das beste aus den "errungenschaften" von gleichberechtigung und frauenrechten gemacht zu haben, wenn frauen mehr und mehr zu sexsymbolen verkommen und diskriminierung am arbeitsplatz noch immer ausgesetzt sind, aber jeder sich hier aufspielen kann, was doch andere kulturen für frauenfeinde sind!

  1. Guy Fawkes sagt:

    "Die spinnen die (ultraorthodoxen) Juden"!
    Ein Volk, dass selbst einmal so vielen Diskriminierungen ausgesetzt war sollte es besser wissen!

    Ja, genau'! Geschlechter müssen getrennt werden und das Zölibat soll hochleben! Und weil die Herren Religionsfanatiker dann dem anderen Geschlecht völlig entfremdet sind, müssen dann vielleicht wehrlose Kinder zur Erfüllung ihrer sexuellen Gelüste herhalten!
    Es gibt sicher einen Gott! Nur, der hat mit solchen Pfaffen, Rabbis und Mullahs bestimmt nix am Hut!
    Das typische Paradebeispiel von "Gutmenschen"!
    Hach, wie schön, war ich ein paar Wochen weg und merke mal wieder, es hat sich nichts geändert, in unserer hochentwickelten, westlichen Hemissphäre! Deutschland soll jetzt uniformierte Berufsdeppen bekommen, der Wirtschaft gehts gut, lach! Freemans "beste Freundin" Angi-Fernlenk-Hosenanzug ist auch noch am Drücker und ich habe gottverdammt nochmal keine noch so kleine, verfickte Insel gefunden, wo diese beschissenen Schaumschläger nicht ihre Spuren hinterlassen haben! ;-)
    "Anything is o.k."! :-)
    Macht Euch nicht allzuviel draus, die Scheisse wird uns zwangsläufig so richtig um die Ohren fliegen!
    Wer noch ernsthaft glaubt, die Nummer geht friedlich ab, der hat es nicht kapiert! So langsam machen die Tabularasa! Berufsarmmeen, internationale Polizei-Prügeltruppen, gesetzliche Vorbereitungen! Sorry, es muss dann eben an diesem Tag X, für bestimmte Leute ordentlich was auf die Fresse geben. Ansonsten haben wir alle ein interessantes Leben vor uns. BigBrother ohne Preisgeld, Babys aus der Retorte, echtes Ficken für Privelegierte, ja, dann mal viel Spass! ;-)
    Huhu Freeman, schön dass es Dich noch gibt! Hoffe, Dir geht es gut!

  1. CS sagt:

    @Fatima
    Um die Frauen ging es meines Erachtens auch gar nicht. Es wurde eine Feministin losgeschickt, um die Busse mit Geschlechtertrennung zu testen. Und selbst um die Geschlechtertrennung ging es eigentlich gar nicht. Die einzige weitere Frau hat sich über Diskriminierung wegen HINTENSITZEN beklagt. Es gibt wohl eine neue Gruppe "Böser".

    Erstaunlich, dass die Medien derartige "Reportagen" mit dieser Wortwahl bringen und niemand ihnen Antisemitismus vorwirft. Immerhin geht es um Juden, die in Israel leben. Und gar nicht einmal so wenige.
    Sogar die Schuld am Siedlungsbau in Ostjerusalem schiebt man ihnen in die Schuhe.

  1. Pundito sagt:

    @Fred, @all,

    bitte sagt mir, dass es sich bei dem Video um ein Satiresendung handelt.
    Dass viele Laender (vielleicht sogar die meisten) noch nicht aus dem Mittelalter entkommen konnten wissen wir.
    Aber ist dies nicht das gleiche, als wenn man jemandem einen gelben Stern aufnaehen wuerde und feststellt, dass Individuen mit gelben Stern dies oder das nicht duerfen ?!? Nur ist hier der Stern nicht noetig, da vor allem die sekundaeren Geschlechtsmerkmale diesen ersetzen.

    Also nochmals meine Bitte: wer liefert den Beweis, dass es sich um einen schlechten Scherz handelt, damit ich nicht verzweifele ?

    Guten Abend noch,
    Pundito

  1. Mich hat an dem Bericht besonders aufgeregt, dass dieser Fanatiker nicht nur nach Ihren veralteten Regeln leben, sondern diese Regeln auch den anderen aufzwingen, oder die anderen Kulturen einfach rausekeln mit stiller aber auch richtiger Gewalt. (sieht mal auf YouTube auch die zwei letzten Teile) Kein Wunder, dass eine Gegengewalt entsteht. Ich würde meine Lebensweise verteidigen und würde mit Gewalt antworten(wenn der Staat nicht imstande ist mich von dieser Gewalt zu verteidigen) und den Wiederstand auch besser organisieren. Es wäre auch sinnvoll wenn man die Gewalt einfach nur spiegeln würden. Im ernst, stellt euch doch mal vor, man steigt in den Buss mit der Frau und mit der Tochter und wird von solchen Holzköpfen gedrängt sich aufzuteilen. Dass ist doch ein massiver Eingrief in das Familienleben. Ich wäre dann praktisch gezwung meine Frauen als minderwertig zu behandeln. Ne.., erst wenn die mich bewustloss zusammenschlagen. Heute Busstrennung, und Morgen Säure im Gesicht. Kulturtoleranz hat auch ihre Grenzen.

  1. Fatima sagt:

    @xabar:
    Im Iran ist es ein wenig anders. Familien können zusammen sitzen, ich saß ja auch neben meinem Mann, aber alleinreisende Frauen, die einfach keinen manchmal unvermeidlichen Körperkontakt mit Männern wünschen, nehmen im hinteren Teil Platz. Das beugt sexueller Belästigung und ungewollten Berührungen vor. Dass wir hinten sitzen, hat nichts damit zu tun, dass wir irgendwie "minderwertig" sind, sondern weil wir keine bohrenden Männerblicke im Rücken haben wollen, ergo wir wollen uns nicht beobachtet fühlen. So ist es ja auch beim Gebet, die Frauen beten hinter den Männern aus genau dem gleichen Grund.
    Was die Züge angeht, hat meine Tochter eine Zugfahrt von Teheran nach Mashhad gemacht mit ihrer Gastfamilie, und da waren alle zusammen in einem Abteil.

  1. xabar sagt:

    @Fatima

    Gut, dass wir jetzt wissen, dass es im Iran keine Gesetze gibt, denen zufolge Frauen hinten in den Bussen und Zügen einsteigen müssen, sondern dies nur oft freiwillig tun. Und das ist ja hier auch so, wo sich Cliquen gerne hinten in die Busse setzen, um untereinander zu sein. Dies hätte mich auch sehr gewundert. Es klang aber in deinem Beitrag so, als ob dies im Iran generell so sei. Wir wollen hier ja keine Vorurteile gegen den Iran aufbauen, denn die gibt es schon zur Genüge.

    Dann ist das jetzt geklärt und mein iranischer Bäcker hatte doch Recht.

    Ich halte deine Angst, Männerblicken ausgesetzt zu sein, für übertrieben. Umgekehrt ist dies oft ebenso der Fall, dass Frauen oder Mädchen Männer anglotzen. Sollten sich dann die Männer ängstlich zurückziehen? Frauen und Männer müssen lernen, kameradschaftlich und respektvoll miteinander umzugehen, und das kann man nur lernen, wenn man aufeinander zugeht, zusammen ist und den Kontakt nicht meidet. Nicht jeder Kontakt ist gleich ein Flirt. Nicht alles hat gleich eine sexuelle Komponente. Hier sind unbegründete Ängste im Spiel.

  1. Aleksa B. sagt:

    Ich bin so was von Sprachlos un d suche noch nach passenden Worten.
    Erstes: jedes Extreme bedeutet nichts gutes! Ob es die Juden, Moslems, Christen oder sonst noch wer ist! Warum thematisierst du das nicht in diesem Zusammenhang? Ich frage mich das weil ich leicht den Eindruck hatte, die Ultraorthodoxen wären da die Ausnahme und sonst existiert das Problem nicht. Achso, wenn manIslam als Beispiel nimmt wird es der Islamhetze gleichgestellt.

    @Fatima
    Ohne dich persönlich angreifen zu wollen... , deine Aussagen, die ich bis jetzt gelesen habe, lassen mir die Haare zu Berge stehen.
    ES ist nichts schlimmes dran wenn Frauen unter sich bleiben möchten, dazu sollten sie das Recht immer haben genauso wie Männer auch. ALLERDINGS sollten sie die Wahl haben ob sie es wollen.

    Noch ein Wörtchen an Herrn Müller.
    Ihre Vergleiche tun nichts zur Sache. Frauen und Männer sind nur mal verscheiden und empfinden vieles anders. Das hat aber nichts mit Grundrechten und freien Wahl zu tun.