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Stützt die SNB den Euro nicht mehr?

Dienstag, 22. Juni 2010 , von Freeman um 10:30

Am vergangenen Mittwoch den 17. Juni veranstaltete das Präsidium der Schweizer Nationalbank (SNB) eine Pressekonferenz in Genf. Die Präsidiumsmitglieder Thomas Jordan, Philipp Hildebrand und Jean-Pierre Danthine verkündeten der erstaunten Presse, sie sehen weniger Risiken für die Schweizer Wirtschaft und angesichts der jüngsten "erfreulichen Entwicklungen ist in der Schweiz das Deflationsrisiko weitgehend verschwunden".

Die Devisenmärkte haben das als Signal aufgenommen, die SNB stützt den Euro nicht mehr und sie machen nichts gegen eine Aufwertung des Franken. Darauf hin stürzte der Euro massiv ab und der Kursverfall hält seit dem kontinuierlich an.

Die SNB verzichtete in ihrer Mitteilung auf ein explizites Bekenntnis, eine Aufwertung verhindern zu wollen. Man kann daraus nur schliessen, der Euro wird fallen gelassen und nicht mehr gestützt. Bisher haben Stützungskäufe von über 130 Milliarden Franken das Absacken des Euro gegenüber den Franken verhindert. Das scheint vorbei zu sein.

Einen Tag vor der Presskonferenz kostete ein Euro noch 1.4040 Franken. Danach stürzte er auf 1,3726 ab. Seit dem geht der Kursverfall weiter und der Kurs liegt heute bei 1,3649. Das heisst, innerhalb einer Woche hat der Euro fast 2 Prozent an Wert gegenüber dem Franken verloren, in einem Monat 5,37 Prozent und in den letzten 12 Monaten fast 10 Prozent.

Das Vertrauen in den Euro nimmt weiter ab und es findet eine Flucht in scheinbar stabiläre Währungen oder Sachanlagen statt. So hat der Goldpreis in den vergangenen Tagen kurzeitig die Rekordmarke von 1'260 Dollar die Unze überschritten, liegt jetzt bei 1'235 oder in Euro bei 1'004 die Unze.

Beim Kurs gegenüber dem Dollar ist es ähnlich. Ende November 09 kostete der Euro noch über 1,50 Dollar. Heute liegt der Kurs bei 1,2297, ein massiver Wertverlust in wenigen Monaten.

Für mich sieht es aus, wie wenn die Finanzoligarchen den Euro auf Parität mit dem Dollar runter prügeln wollen. Wenn der Kurs 1 zu 1 ist, dann ist die Vorraussetzung für eine einheitliche Weltwährung gegeben.

insgesamt 15 Kommentare:

  1. a sagt:

    "Wenn der Kurs 1 zu 1 ist, dann ist die Vorraussetzung für eine einheitliche Weltwährung gegeben."

    Ich glaub das heisst sowas wie:" Der scheiss Countdown läuft!"

  1. SamHaido sagt:

    Hier der Grund:

    Am 14. Juni habe ich im Blog die Vorbereitung eines Gesetzesartikels in den USA besprochen, welcher neben China auch die Schweiz betreffen würde. Gemäss einem Gesetzesentwurf im US Senat, eingebracht durch Senator Charles Schumer, hätten alle Länder welche ihre eigene Währung nicht den ‘freien Marktkräften’ aussetzen wollen, Handelssanktionen durch die USA zu erwarten. Der Gesetzes-Artikel werde innert den nächsten zwei Wochen im Senat behandelt.

    Nun hat China offenbar im Vorfeld des G20 -Gipfels darauf reagiert, um den vorangekündigten Handelssanktionen durch die USA möglichst zu entgehen.

    Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hatte auf seinem Blog US Senator Charles ‘Chuck’ Schumer angefeuert, mit den Sanktionsentwürfen ernst zu machen.

    Auch die Schweizer Nationalbank hat auf die Bedrohung reagiert, indem sie angekündigt hat, dem Markt das Zeppter über den Handel mit sFr. gegen Euro, zurückzugeben.

    Gegenüber der Öffentlichkeit geben weder China noch die Schweiz die drohenden Handelssanktionen aus den USA als einer der Gründe an, weshalb sie ihre Währungen wieder vermehrt ‘dem Markt’ überlassen wollen. Am 6. Juni liess der Chinesische Handelsminister allerdings noch verlautbaren, dass der Gesetzesentwurf Schumers gegen WTO-Regeln verstossen würde, am 10 Juni gab es dazu noch einen Artikel in ‘China Economic Review’. Bei den Schweizern herrscht bisher totales ‘Stillschweigen’, so als würde Schumers Gesetz die Schweiz und deren Nationalbankpolitik nicht betreffen.

    Der Gesetzesentwurf sieht vor:

    * Länder die massiv Währungensmanipulation betreiben, werden identifiziert
    * Bericht an den Kongress zweimal pro Jahr über künstlich manipulierte Währungen
    * Land bekommt 90 Tage, um Massnahmen zu ergreifen, um die Korrektur einzuleiten
    * Anti-Dumping-Zölle, wenn nicht unverzüglich reagiert wird
    * Der Fall würde zudem vor die WTO gebracht, wenn nach 360 Tagen kein Erfolg sichtbar wäre.

  1. SamHaido sagt:

    Sollte der Gesetzesentwurf wie erwartet, trotzdem noch von den USA verabschiedet werden, so hätte dies für das Weltwährungssystem denoch weitere Folgen. Länder wie China, aber auch die Schweiz, würden einen wichtigen Mechanismus gegen Währungsspekulanten verlieren. Kein Wunder warnte vor Kurzem die SNB vor einer drohenden Immobilienblase in der Schweiz. Der ‘freie Markt’ könnte den SFr., mehr noch als den chinesischen Renminbi, für Spekulationszwecke einsetzen.

    Für die Schweiz bedeutet dies eine enorme Gefahr, da dessen Exportwirtschaft einerseits einen hohen Anteil am BIP des Landes trägt, andererseits die Schweiz entgegen China einen viel kleineren Binnenmarkt besitzt. Während sich China in Zukunft vermehrt auf den Ausbau seiner Binnenmärkte ausrichten kann, ist dieser in der Schweiz bereits gesättigt.

    Natürlich könnte die Schweiz die US-Gesetze übergehen und die SNB weiterhin den Wert des sFr. ‘überwachen’. Das Geflecht der politischen Beziehungen zwischen der USA und der Schweiz würde dadurch aber weiter belastet, nachdem die UBS-Steuerhinterziehungsaffäre bereits jetzt den Fokus auf den Schweizer Finanzmarkt gerichtet hat.

    Der Schweizer Narr würde deshalb Mittelfristig einerseits eine höhere Volatilität beim Wert des sFr. erwarten, andererseits einen erhöhten Druck auf das exportierende Gewerbe des Landes. Das Wirtschaftswachstum wird sich vermutlich abflachen, die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ansteigen.

    Die “Handelsungleichgewichte”, welche derzeit den Welthandel zwischen Ländern mit Exportüberschuss und Exportdefizit bestimmen, werden durch die Freigabe der Währungen an den Markt vermutlich zurückgehen, allerdings auch eine Gefahr für kleinere Export-orientierte Länder wie die Schweiz darstellen. Aber auch Deutschland wird hier Federn lassen müssen, denn dessen mit ‘faulen’ Krediten im Europäischen Handelsraum abgesicherten Exportwirtschaft wird die Luft immer dünner.

    Für die Bürger im Westen (USA, Europa) heisst dies aber auf jeden Fall, dass sie sich auf eine beachtliche Inflation bei Handelsprodukten einstellen müssen, weil sich Exportgüter aus Ländern wie China stark verteuern werden. Die Jahrzehnte, wo der Westen aus dem aufstrebenden Asien mit billiger Waren versorgt wurde geht nun vorüber, womit auch die Deflation in bestimmten Warensegementen wie ‘elektronischer Artikel’ zu Ende ist.

    Wenn es China zudem gelingen sollte seinen Binnenmarkt für die breite Masse anzukurbeln, sind auch höhere Rohstoffpreise zu erwarten. Sollte China zudem wie erwartet beim IWF ein grösseres Gewicht für die aufstrebenden Märkte durchsetzen (werde am G20 Gipfel besprochen), so wird es auch zu einer weltweiten wirtschaftspolitischen Machtverschiebung kommen.

    Nicht nur der Schweizer Narr stellt sich die Frage, welchen Stellenwert ‘die Demokratie’ in der zukünftigen Weltordung noch haben wird. Der in Europa kursierende Begriff ‘Wirtschaftsregierung’ erscheint mir als Vorbote in eine Welt, in welcher Demokratie als regulierender Faktor für den Finanzmarkt immer geringer wird. Auch das Schweizer Parlament, ansonsten zu demokratischen Entscheidungsprozessen bereit, schloss die Schweizer Bevölkerung im Umgang mit der UBS bis hin zum Abkommen mit den USA vom Mitspracherecht aus. Es ist nicht zu hoffen, dass Demokratie sich in Zukunft zu ‘nationalen Steckenpferden’ entwickelt, während auf internationaler Bühne der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den G20 den Takt angeben wird, nämlich die undemokratischen Spielprinzipien des ‘freien Marktes’ zwischen den Superreichen.

  1. SamHaido sagt:

    Hier der Grund: (vom Blog des Schweizer Narren)

    Am 14. Juni habe ich im Blog die Vorbereitung eines Gesetzesartikels in den USA besprochen, welcher neben China auch die Schweiz betreffen würde. Gemäss einem Gesetzesentwurf im US Senat, eingebracht durch Senator Charles Schumer, hätten alle Länder welche ihre eigene Währung nicht den ‘freien Marktkräften’ aussetzen wollen, Handelssanktionen durch die USA zu erwarten. Der Gesetzes-Artikel werde innert den nächsten zwei Wochen im Senat behandelt.

    Nun hat China offenbar im Vorfeld des G20 -Gipfels darauf reagiert, um den vorangekündigten Handelssanktionen durch die USA möglichst zu entgehen.

    Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hatte auf seinem Blog US Senator Charles ‘Chuck’ Schumer angefeuert, mit den Sanktionsentwürfen ernst zu machen.

    Auch die Schweizer Nationalbank hat auf die Bedrohung reagiert, indem sie angekündigt hat, dem Markt das Zeppter über den Handel mit sFr. gegen Euro, zurückzugeben.

    Gegenüber der Öffentlichkeit geben weder China noch die Schweiz die drohenden Handelssanktionen aus den USA als einer der Gründe an, weshalb sie ihre Währungen wieder vermehrt ‘dem Markt’ überlassen wollen. Am 6. Juni liess der Chinesische Handelsminister allerdings noch verlautbaren, dass der Gesetzesentwurf Schumers gegen WTO-Regeln verstossen würde, am 10 Juni gab es dazu noch einen Artikel in ‘China Economic Review’. Bei den Schweizern herrscht bisher totales ‘Stillschweigen’, so als würde Schumers Gesetz die Schweiz und deren Nationalbankpolitik nicht betreffen.

    Der Gesetzesentwurf sieht vor:

    * Länder die massiv Währungensmanipulation betreiben, werden identifiziert
    * Bericht an den Kongress zweimal pro Jahr über künstlich manipulierte Währungen
    * Land bekommt 90 Tage, um Massnahmen zu ergreifen, um die Korrektur einzuleiten
    * Anti-Dumping-Zölle, wenn nicht unverzüglich reagiert wird
    * Der Fall würde zudem vor die WTO gebracht, wenn nach 360 Tagen kein Erfolg sichtbar wäre.

  1. wheezzl sagt:

    Stimme dir zu Freeman, das Ziel ist ein 1:1 Kurs Euro:Dollar... die ideale Ausgangslage für die Weltwährung... Die Frage ist jetzt nur, ob die SNB ihre Anteile an Euro schnell verkaufen kann bevor der Kurs nochmehr stürzt und die SNB einen Riesenverlust einfährt den wir als Steuerzahler dann wieder tragen dürfen... die hätten diese Strategie besser von Anfang an gefahren und nicht noch Unmengen an Geld reingepumpt... war ja abzusehen, dass es nur ein vorübergehendes Hoch war...

  1. Sly sagt:

    Du schreibst: "Wenn der Kurs 1 zu 1 ist, dann ist die Vorraussetzung für eine einheitliche Weltwährung gegeben."

    Ich hoffe ja, dass es zu nationalen Lösungen kommen wird und die das mit ihrer Weltwährung nicht packen!

    Nichts desto Trotz: Köpfe einziehen Leute! Anscheinend wird's jetzt bald ernst mit dem Euro-Zerfall!

  1. El. sagt:

    €U aufkaufen

    "Für mich sieht es aus, wie wenn die Finanzoligarchen den Euro auf Parität mit dem Dollar runter prügeln wollen. Wenn der Kurs 1 zu 1 ist, dann ist die Vorraussetzung für eine einheitliche Weltwährung gegeben."

    Ich glaube nicht, dass eine Weltwährung so schnell installiert werden kann. Viel mehr geht es den grössten $-Besitzter (China) darum, ihre $-Vorräte gegen die reelle Wirtschaft in €U preisgünstig zu tauschen, sprich in €U heftig akquirieren, ob unsere U$-Freunde das gleiche mit den neu gedruckten Scheinen auch tun werden, hängt davon ab, ob ihre chinesischen Freunde damit einverstanden sind.

    Die Schüler von Meister Kong steigen bereits in das Spiel der Finanzspekulation und wir haben schon seit 2 Jahrzehnten mit neuen Akteuren in der Weltwirtschaft z tun. Gucken wir genauer in unseren Betrieben, um die Verchinesung der Wirtschaft zu erkennen. Die Schwerpunkte verschieben sich unbemerkbar aus Wall Street weiter nach Osten, das 911 Feuerwerk war vielleicht zur Ehre von Beijing.

    Signed El.

  1. Impulslogik sagt:

    Offtopic...

    Und die Mühlen drehen sich weiter!

    Während die Nation im Fußballnirvana schwebt, wird einfach mal so am Rande beschlossen, dass ab 2013 (Deutschland) eine GEZ-Zwangsgebühr für alle Haushalte eingezogen werden soll. Ohne Rücksicht darauf, ob jemand ein Fernseher, Radio, PC oder sonst ein “Rundfunk-Empfangsgerät” bereit hält.

    Freut Euch, denn dann darf jeder seinen Teil zur Volksmanipulation und zur Volksverblödung beitragen. Von den nebenher laufenden Werbeeinnahmen, die eigendlich für öffentlich Rechtliche nicht zulässig sind ganz zu schweigen.

    Übrigens gibt es dann noch die IHK-Zwangsmitgliedschaft für Selbständige, GEMA-Abgaben für Musiker/Künstler. Da knallen dann nur so die Champagner-Korken bei gewissen Chef-Etagen wenn wieder eine Erhöhung der Gebühren kommt.

    Betrachtet man sich das aufgeblähte System der Öffentlich Rechtlichen kann einem nur Schlecht werden (ARD, ZDF, Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Mitteldeutscher Rundfunk, Norddeutscher Rundfunk, Radio Bremen, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Saarländischer Rundfunk, Südwestrundfunk, Westdeutscher Rundfunk, die Spartenkanäle ARTE, Phoenix, 3sat, KI.KA, die Unzähligen Radioprogramme wie hr3, Deutschlandradio, Deutschlandradio Kultur, DRadio Wissen, Deutschlandfunk und diverse Internetauftritte)!!! Und diese Liste ist sicherlich nicht komplett. Das schreit doch geradezu nach Vetternwirtschaft!!! Wer kann da noch vom Grundversorgungsauftrag und von Wahrung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit sprechen.

    Politisch eingeforderte Zwangseinnahmen werden über Steuern eingezogen und in wenigen Tagen pulverisiert (Kriege, Korruption, Volksmanipulation, Subventionen für größte Konzerne...)

    Wir leben in einer Diktatur...

  1. m. sagt:

    Das wäre aber unschön für die US-Exportwirtschaft

  1. Mike sagt:

    und wer stuetzt diese Menschen ?
    http://www.youtube.com/watch?v=U9KE--0r1rY
    In Westafrika sterben die Menschen wir die Fliegen da sie nichts zu fressen haben
    und in Suedafrika wird Fussball gespielt und Milliarden zum Fenster rausgeschmissen
    Das ist alles echt krank!

  1. Unexpectable sagt:

    Jetzt muss ich echt mal mit euch schimpfen Leute!!! Was soll denn die Panik? Der Wirtschaft und dem Haushalt geht es doch nicht schlecht, es gibt überhaupt keine Anzeichen einer Depression. Also ehrlich, im Gegenteil, der Aufschwung kommt! Seht selber, die Bild schreibt es:
    http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/06/22/deutschlands-wirtschafts-sommermaerchen/weniger-schulden-mehr-auftraege-job-wunder.html

    (Nicht aufregen, nurn Spass, aber is doch Hammer wie dreist die Propagandamaschine läuft oder?)

    Übrigens gibts neues von Georg Schramm... einfach einmalig (wie immer :D )

    http://www.youtube.com/watch?v=c1WIJQOaMsI

  1. skynine666 sagt:

    Die Weltwährung kommt !

    Durch die Hintertür will der IWF eine neue Weltwährung schaffen. Das Kunstgebilde heisst "Sonderziehungsrechte". Was sich allerdings hinter dem Wortungetüm verbirgt, ist mehr als explosiv.

    Aber was sind "Sonderziehungsrechte"?

    Sonderziehungsrechte ist praktisch die Kunstwährung des International Monetary Fund (Iinternationaler währungsfonds / IWF). Es ist Geld, das quasi aus dem Nichts geschaffen wird und sich aus den Weltleitwährungen zusammensetzt. Und das macht die Aktion brisant.

    Das Sonderziehungsrecht (SZR/SDR) (Special Drawing Right) ist eine künstliche Währungseinheit, die nicht auf den Devisenmärkten gehandelt wird.

    Nach dem Euro droht nun neues Ungemach. Denn die Werteverteilung des "Sonderziehungsrechts" bevorzugt eindeutig den Dollar - entgegen den selbstauferlegten Statuten des IWF in Sachen SZR.

    Als Maßstab für die Höhe des Betrages und damit des Gewichts der einzelnen Währungen dienen der Anteil des betreffenden Staates bzw. Währungsraumes am Weltexport und die in dieser Währung gehaltenen Reserven der IWF-Mitglieder.

    Der eigentliche Skandal an dieser Berechnung ist allerdings, dass der Dollar in diesem Währungskorb eine sehr hohe Gewichtung hat - obwohl er praktisch wertlos ist.

    So stellt diese neue Kunstwährung de facto eine Enteignung der Starkwährungsländer dar, insbesondere des Euro - in Verbindung mit Deutschland als starke Exportnation. Deutschland hat einen höheren Anteil am Weltexport als die USA!)

    Mit einem Exportwert von fast 1 Billion (!) Euro und einem Handelsüberschuss in Höhe von 199 Milliarden Euro war Deutschland 2007 das Land mit dem größten Weltmarktanteil (preisbereinigt gemessen an den Exporten).

    Der IWF soll die globale Zentralbank werden mit Gelddruckmacht aus dem Nichts wie sie die nationalen Zentralbanken auch haben. In den 70ern ging das damals schief und die SDRs gerieten in Vergessenheit bzw. außer Mode.

    Aber mit der neuerlichen Aktion des IWF erleben wir gerade den nächsten Versuch, diese Sonderziehungsrechte als Allheilmittel gegen die Wirtschaftskrise wieder aufleben zu lassen. Der nächste Schritt wird sein, dass die SDRs Dollar und Euro ersetzen und einen eigenen Namen erhalten.

    Dann ist die neue Weltwährung offiziell geboren!

    Greezi

    Skynine666

  1. Fahrenheit sagt:

    Für mich "riecht" die Weltwährung nach der Geschichte der diversen Schwachköpfe (und Gefolge) die in der Vergangenheit die Weltherrschaft angestrebt haben. Das wahnsinnige daran ist, dass alle die das probiert haben, nach und wegen unsäglichen Gemetzeln und Verlusten, schliesslich kläglich gescheitert sind. Die Idee "Weltwährung" ist schon rein wegen ihrer unnatürlichen und krank-perversen Veranlagung zum scheitern verurteilt. Wenn jemand die Welt regiert dann sind das Insekten, Pilze, Mikroben...

    Ist natürlich kein Grund Gelassenheit oder Ignoranz aufkommen zu lassen, würde dieser Finanzdinosaurier kippen, würde es für UNS alle verdammt ungemütlich werden. Die Insekten, Pilzen und Mikroben wiederum täten daran sicherlich Gefallen finden. Nehme ich mal an.
    Eurollar, Dollro oder Globo? Das Geschwätz von der freien Marktwirtschaft.

  1. Warum lassen die Europäer sich eigentlich jede, für Sie negatives politisches Diktat aus den USA gefallen?
    Egal ob es nun das "SWIFT-Abkommen" oder die entstehende Weltwährung ist...?
    Die hohe Dankbarkeit für den Marshall-Plan kann es doch bei unseren Gedächtnissen nicht sein, oder?
    Die NATO dient ja auch ausdrücklich amerikanischen Interessen, sonst hätte man vielleicht die Türkei unterstützen müssen. Was denkt ihr?


    Redpill Community

  1. tonycat sagt:

    Kleiner Einwand: die Notenbanken konnten eigentlich noch nie sich länger als ein paar Tage gegen den gesamtem Markt stemmen. Fakt ist nunmal 1) die amerikanischen Haushalte sehen grottenschlecht aus und
    2) es gibt wahnsinnig viele US-Dollars (soviele, daß die Geldmenge nicht mehr veröffentlicht wird)
    3)der Markt macht was er will und das hängt häufig mit irgendwelchen Aussagen (geheim oder öffentlich) oder Emotionen bzw. deren Wiederholungen zusammen - und natürlich von den Einschätzungen über künftige Entwicklungen - und da sehe ich für USA und England ziemliche Probleme aufkommen, es sei denn sie rauben sich das Geld weiterhin zusammen...es lebe die Realwirtschaft ohne spekulativen Überbau (Raubrittertum siehe Goldman Sucks).