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Warum Biobenzin die Lebensmittel verteuert

Freitag, 7. September 2007 , von Freeman um 14:03

...oder die Wahrheit über das gar nicht so umweltschonende Bioethanol

Falls ihr es noch nicht gemerkt habt, Lebensmittel werden massiv teuerer. Sogar Aldi hat jetzt angekündigt, sie werden die Preise bei der Hälfte des Stammsortiments erhöhen und die anderen Lebensmittelketten wollen dem Beispiel von Aldi folgen und ebenfalls die Preise anheben. Als Begründung werden die höheren Rohstoffpreise angegeben.

Warum ist das so? Weil die Nachfrage nach den wichtigsten Getreidesorten auf der Welt drastisch zugenommen hat, da es profitabler ist statt Lebensmittel, lieber Biobenzin daraus zu machen. Dank der Umweltschützer, Grünen, Linken und Gutmenschen die den Planeten retten wollen und was von CO2-Reduktion daherfaseln, werden die Menschen in der dritten Welt nichts mehr zu essen haben und verhungern und wir werden hohe Lebensmittelpreise zahlen. Eine völlige Absurdität!

Die Schüssel mit Müsli oder Cornflakes am Frühstückstisch, der Teller Spaghetti, der Käse und das Fleisch werden alle teuerer, so sicher wie die Sonne im Osten aufgeht. Willkommen in der neuen Welt des Lebensmittelpreisschocks, passend zum Ölpreisschock den wir schon haben.

Mark Twain sagte mal “Kauft Land… sie haben aufgehört es zu produzieren.“ Heute kann man fast das Gleiche über Weizen und Mais sagen. Die Welt steht vor der grössten Preiserhöhung bei allen Getreidesorten, einschliesslich Reis und Soja welche in den letzten 30 Jahren stattgefunden hat.

Was ist der Motor für die Verteuerung? Jetzt wird’s interessant. Die Bushregierung führt eine grössere Werbekampagne durch, um die Welt davon zu überzeugen, sie sind jetzt auch „umweltfreundlich“ geworden. Viele der Planetenretter da draussen sind auf den Schwindel reingefallen, einschliesslich auf den Oberdemagogen in Sachen Klima, Al Gore.

In Zentrum dieses Programms, welches im Januar verkündet wurde, ist die Verringerung des Benzinverbrauchs in den USA um 20% bis 2010. Der offizielle Grund ist die „Reduktion der Anhängigkeit von importierten Öl“ und die Verringerung der „Treibhausgase“. Das ist natürlich nicht der Fall, aber es klingt gut als PR. Wiederhole es oft genug und die meisten Menschen werden es glauben, ja die Grünen haben sich diese Einstellungsänderung sogar als ihren Erfolg an die Fahnen geheftet. Aber die Bevölkerung wird’s schon merken, wie diese Subvention durch Steuergelder für die Produktion von Ethanol aus Getreide, den Preis für ihr tägliches Brot durch die Decke treiben wird.

Der Präsident plant eine Erhöhung der Produktionskapazität auf 113 Milliarden Liter Ethanol bis 2017 pro Jahr. Damit das passiert erhalten die Bauern, die grossen Agrarkonzerne und David Rockefeller grosszügige Steuergeschenke in Form von Subventionen um Biobenzin zu produzieren statt Lebensmittel. Der Kongress hat bereits im Jahre 2005 beschlossen, dass Ethanol aus Mais Priorität hat und im grossen Stil forciert werden soll. Zurzeit erhalten Ethanol-Produzenten eine Subvention von 51 Cents pro Gallone, ausbezahlt an die Ölmultis, welche den Ethanol zum Benzin mischen.

Als Resultat dieser Politik der US-Regierung die Bioethanol-Produktion zu subventionieren, haben die US-Raffinieren massiv in den Bau von Ethanol-Destillerien investiert. Die Anzahl die im Moment gebaut werden übertrifft die Anzahl Ölraffinerien die in den USA in den letzten 25 Jahren erstellt wurden. Wenn diese in den nächsten 2 bis 3 Jahren in Betrieb gehen, wird der Bedarf an Getreide und Mais um Ethanol für Autos zu produzieren sich verdoppeln im Vergleich zu heute.

Die Verwendung von Ackerland auf der ganzen Welt für Bioethanol, was ja bedeutet es ist besser Lebensmittel als Treibstoff zu verbrennen, statt es den Menschen und Tieren zum Essen zu geben, wird in Washington, aber auch in Südamerika, Asien und in der EU als wichtige Wachstumsindustrie betrachtet und massiv gefördert.

Dabei ist das ganze absurd und eine Lüge!

Biobenzin aus Lebensmittel wird als DIE LÖSUNG für das Problem der globalen Erwärmung hochgejubelt. Lassen wir mal bei Seite, dass diese Behauptung aus wissenschaftlicher Sicht sowieso nicht haltbar ist, es gäbe eine Gefahr aus der Erderwärmung und das vom Menschen produzierte CO2 ist ein Klimakiller, und es um ganz andere Interessen geht, wie noch mehr Steuern einnehmen zu können, bringt Biobenzin aus Ethanol in der ganzen Energiebilanz überhaupt keine Vorteile, sogar unter den besten Bedingungen. Die Behauptung der Klimahysteriker Biobenzin kann „bis zu 60% der CO2 Emissionen einsparen“ stimmt einfach nicht.

Auch die Behauptung der Grünen, Biobenzin ist umweltfreundlich und ein besserer Treibstoff als normales Benzin ist ebenfalls unhaltbar, wenn nicht sogar klarer Betrug. Je nachdem wer die Tests durchführt, hat Ethanol wenig oder gar keinen Effekt auf die Abgaswerte bei den jetzigen Autos. Es beinhaltet sogar mehr giftige Gase wie Formaldehyd und Acetaldehyd, ein Neurotoxin welches als krebseregent in Kalifornien verboten wurde.

Ethanol ist nicht irgendeine harmlose Flüssigkeit, so wie uns die Propaganda glauben lassen will. Es ist hochkorrosiv in allen Leitungen, sowie an den Dichtungen und Treibstoffsystemen der Autos. Deswegen werden neue Materialien in den Fahrzeugen und spezielle Tankstellen dafür gebaut werden müssen, was alles viel Geld kostet.

Aber das Killerargument gegen Ethanol ist, dass es 30% weniger Energie in sich trägt, im vergleich zu Benzin aus Öl, was den Verbrauch pro Kilometer drastisch um 25% steigen lässt. Und keiner der Advokaten der Biobenzin-Hysterie sprechen die grossen sozialen Kosten welche den Esstisch der Bevölkerung treffen wird an. In den USA und Europa explodieren die Lebensmittelpreise, weil der Bedarf für Weizen, Mais, Soja etc. astronomisch steigen, um damit Biobenzin zu produzieren. In Mexico können sich die Menschen kein Maisbrot mehr leisten, das Hauptnahrungsmittel, weil Mais lieber in Benzin verwandelt wird. Die dritte Welt bezahlt mit ihrem Leben wiedermal, damit die erste ein "gutes Gewissen" hat.

Der Glaube, dass die Welt ihre Abhängigkeit vom Öl durch „Anpflanzen von Biomasse" und Ersetzen durch Biobenzin erreichen kann, ist ein PR-Gag und eine Lüge. Tatsächlich ist es die Absicht der Regierungen und der Agrarkonzern, auf diesem Weg die ganzen genmanipulierten Getreidesorten mit wohlklingenden Pseudoargumenten beim Volk durchzudrücken.

Die Bauern sollen Biobenzin-Fabriken werden statt Lebensmittel produzieren

Der Grund warum die Preise für Getreide so stark gestiegen sind ist, dass mittlerweile in den USA, die ja der grösste Getreideproduzent der Welt sind, die Bauern ihre Landfläche zu 48% auf Biobenzin umgestellt haben, ohne einen Ersatz für die Lebensmittelproduktion zu schaffen. Die Steuersubventionen machen es viel lukrativer Getreide für Ethanol anzubauen als für das Essen der Menschen.

Seit 2001 ist der Anteil an Mais der für die Bioethanol in den USA verwendet wird um 300% gestiegen und der Trend geht weiter. Tatsache ist, im Jahre 2006 wurde genau so viel der Maisernte für Bioethanol verwendet wie in die Welt exportiert wurde, und im diesem Jahr wird der Anteil noch erheblich steigen. Die USA ist der grösste Exporteur von Getreide, das meiste für die Tiermästung in der EU und anderen Ländern. Jetzt wo die Anbaufläche sich zu ungunsten der Lebensmittelproduktion verlagert, werden die Mengen für den Export sinken und die Preise steigen. Damit werden alle Tierprodukte, wie Fleisch und Milch erheblich teuerer.

Brasilien und China verstärken diesen Trend und schalten ebenfalls von Lebensmittelanbau auf die Bepflanzung für Biobenzin um. Das Resultat wird sein, explodierende Getreidepreise, dadurch steigende Verarmung und Unterernährung, aber keine Senkung des Ölverbrauchs. Eine Absurdität höchsten Ranges.

Da China händeringend nach neuen Energiequellen sucht, sind sie gross in der Bioethanol Initiative und reduzieren die Fläche für die Lebensmittelproduktion zugunsten Biobenzin. Auch in der EU wird der Anbau von Raps stark dafür gefördert, was den Anteil für die Tierfütterung erheblich reduziert. Die EU hat das Ziel, dass ein Minimum von 10% des Bezins durch Bioethanol ersetzt werden muss, was bedeutet 18% der Anbaufläche werden verbrannt statt gegessen. Völlig idiotisch!

Die grossen Ölkonzerne fördern auch die Biobenzin Propagandamaschine. Professor David Pimentel der Cornell Universität hat herausgefunden, die Energieabgabe von Bioethanol ist weniger als was an Erdöl verbraucht wird um es herzustellen. Wenn man zusammenaddiert was es an Diesel für die Traktoren auf dem Feld, den Dünger, den Transport zur Raffinerie und die Herstellung des Ethanol benötigt, so ist es mehr als der Brennwert der daraus resultiert. Ein Energieverlust von -22%. Es wird mehr Energie benötigt als herauskommt. Dies bedeutet deshalb wenig Gefahr für die Ölkonzerne und sie lachen sich schief, da der Bedarf für Erdöl sich nicht verringern wird. Im Gegenteil, sie werden noch mehr Erdöl pumpen und fahren rissige Profite ein, in dem sie die Subventionen kassieren und gleichzeitig sich noch als Hersteller der “Grünen Energie” verkaufen können. Die völlige Verarschung.

Das ganze ist ein Paradies für die Ölmultis wie ExxonMobil, Chevron und BP geworden und sie sind alle im Biobenzingeschäft. Auch für die Agrarmultis sind goldene Zeiten angebrochen, da der Biobenzinmarkt grosses Wachstum garantiert. Es ist ein Schlaraffenland für die grossen Agrarkonzerne wie Cargill, ADM und Monsanto, Syngenta.

Wir sind jetzt in der Situation, dass Lebensmittel und Benzin austauschbare Handelswaren sind, weil man Weizen, Zucker, Soja… alles in Treibstoff für Autos umwandeln kann. Damit sind die Lebensmittelpreise direkt vom Ölpreis abhängig. In den 70er Jahren sagte der damalige US-Aussenminister und Protege der Rockefeller Familie und ihren Konzernen (Exxon, Chase) Henry Kissinger: „Kontrolliere das Öl und du kontrollierst ganze Länder. Kontrolliere die Lebensmittel und du kontrollierst die Menschen.” Das sind die gleichen Verbrecher die uns den Irakkrieg gebracht haben, das Rennen nach den letzten Ölreserven, die genmanipulierten Pflanzen und jetzt sogar das Terminator-Selbstmord-Saatgut, und die dauernd die Probleme der „Überbevölkerung der Welt“ beklagen und eine drastische Bevölkerungsreduktion wollen. Sie sind die welch die Umwandlung der Lebensmittel in Treibstoff fördern, eine todbringende Agenda!

Die Klimaretter, Grüne und Linke merken nicht, wie sie seit Jahren aus dem Hintergrund manipuliert wurden und sich freiwillig vor den Karren der Konzerndiktatoren haben spannen lassen.

Ich sage deshalb schon lange „Gutmenschen sind das grösste Übel dieser Welt. Sie glauben subjektiv ihre Taten sind gut, dabei richten sie objektiv den grössten Schaden an.“

insgesamt 2 Kommentare:

  1. Biodiesel ist ein Skandal.
    Tankt russisches Gaz.

  1. Anonym sagt:

    Man sieht doch immer wieder, dass die Politiker ihr Geld nicht wert sind!
    Wir sollten dieses eingefahrene Parteiensystem verbieten und nur noch einzelne Personen in die Regierung wählen, die keine Nebenjobs ausüben dürfen und auch nach ihrem Amt ausschließlich von der eigentlich doch recht üppigen Pension leben! Nur so gäbe es überhaupt eine Chance, dass die Interessen der Bevölkerung einigermaßen berücksichtigt werden. Diese ganzen verlogenen Parteien, die sich immer vor einer Wahl Scheinkämpfe liefern, aber schon kurz danach alle Zusagen vergessen, um dann ins gleiche Horn zu stoßen, machen keinen Sinn!