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Die US Wirtschaft – Eine Horroroshow

Montag, 24. September 2007 , von Freeman um 08:38

Der US Federal Reserve Chef Bernanke hat die Sicherheitsstöpsel aus dem Banksystem rausgezogen, in dem er die maximale 10% Kapitalbeteiligung an „Off Balance Sheet“ Verbindlichkeiten aufgehoben hat. Das ist genau der Trick welche die Enron Pleite verursacht hat, in dem Schulden in Off-Shore Firmen versteckt wurden, die in der Bilanz nicht sichtbar waren.

Dies hat er für EINE Bank am Anfang des Jahres gemacht, aber neulich hat er es auch vier anderen Grossbanken erlaubt. Offensichtlich sieht Bernanke die grosse Gefahr einer „Implosion“ des Bankensystems und will durch Zinssenkung und einer Freigabe aller Sicherheitsregeln dies verhindern.

Nur… was sagt uns das? Die Finanzheinis haben mehr als Panik… der Damm ist am brechen!

Und hier noch mehr in der Bullshit Abteilung…

Im Devisenhandel hat der Dollar einen neuen Rekordverlust diese Woche gesehen, nicht seit November 1988… 3% Verlust gegen den kanadischen Dollar und 1.5% gegen den Euro.

Damit sind unsere Wertpapiere billig für ausländische Investoren“ sagt Bartley Barnett, einer der Chefhändler bei Morgan Keegan Inc. in Memphis Tennessee. „Ein schwacher Dollar fördert US Exporte ausserdem noch.“

Was für ein Blödsinn, das stimmt doch nur wenn man keine Wertpapiere hat und jetzt kaufen würde. Wenn man aber voll in den US Wertpapieren drin ist, dann ist das ein Wertverlust.

Das ist die gleiche Scheisse welche uns die Wall Street Kriminellen vor dem Platzen der Internet-Blase im Jahre 2000 erzählt haben. Damals haben sie uns gesagt, jetzt macht man ein Schnäppchen, als die Aktienwerte nur noch die Hälfte wert waren.

Schnäppchen? Die Preise gingen dann auf 5$ runter... oder es gab einen Totalverlust!

Wer denkt die Hypothekenkrise ist vorbei und die Immobilienpreise gehen nicht weiter runter der irrt. So wie es aussieht wird sich der US Häusermarkt für die nächsten Jahre nicht mehr erholen.

Wie sollen die Leute durch die Belehnung der Immobilien weiterhin den Konsum anheizen… wenn sie kein Geld mehr von der Bank kriegen? Die können ja nicht mal mehr die Zinsen zahlen, geschweige denn mehr Geld ausgeben. Damit bricht der auf Schulden aufgebaute Kaufrausch der letzten Jahre ein.

Und dann kommt ja noch die Inflation dazu… alle Preise werden steigen durch den Verfall des Dollars und der Verteuerung der Importe… wie Öl. Es besteht sogar die Gefahr einer Hyperinflation, da die Fed Milliarden an Rettungsgeldern in den Markt gepumpt hat. Die Menschen werden sich einfach nichts mehr leisten können, denn die Löhne werden sicher nicht entsprechend steigen.

Dies ist der Weg in eine Rezession!

Wenn die Menschen in den USA realisieren was ihnen bevorsteht und sie keine Vertrauen mehr ins Bankensystem haben, dann kann das gleiche passieren wie mit Northern Rock in England… eine Sturm auf die Banken.

Eins muss man wissen, die US Zentralbank ist überhaupt nicht unabhängig, so wie uns die Banker immer erzählen. Wie Greenspan in seinem neuesten Buch verraten hat, er stand oft unter politischen Druck gegen jede Vernunft zu handeln. Diese politisch gesteuerte Finanzpolitik, die von der Bush-Regierung kam, hat ja erst die ganze Katastrophe angerichtet. Und es gibt keinen Grund zu glauben, bei seinem Nachfolger Bernanke ist es anders. Ihm wurde ganz sicher vom Weissen Haus befohlen die Zinsen zu senken, obwohl es gegen jede vernünftige Finanzpolitik ist. Nur jetzt in der Panik wird alles probiert um das sinkende Schiff zu retten.

Und dann geht der französischen Präsidenten Sarkozy her und fordert, wie letzte Woche, die europäische Zentralbank soll sich ein Vorbild an der Fed nehmen und auch privatisiert werden. Der hat doch keine Ahnung von was er spricht, nur weil Frankreich völlig pleite ist, will er auch mit Beschiss die Situation für sein Land retten.

In den USA, in England und in Frankreich kracht es... und in Deutschland sieht es nicht besser aus!

Hier noch eine interessantes Video, welches den Markt am Wocheschluss analysiert. Hört genau zu was er sagt…

insgesamt 7 Kommentare:

  1. Ghostwriter sagt:

    Sarkozy weiß genau was er will.
    Er will die europäische Zentralbank
    in die gleichen Hände bringen in der die FED ist. Damit sie den Euro auch an die Wand fahren können. Man müsste Ihn mal fragen was er dafür bekommen würde.

  1. Ghostwriter sagt:

    Würden die Marktteilnehmer wissen, dass unser Geldsystem letztlich am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und Missbrauchswünschen der grossen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen.
    Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der grössten Geldvermehrung aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermassen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher übernahme zu fast jedem Preis.
    Und nicht nur die US-Grossfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein, sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven anzunehmen.
    Mit Sachwerten zu Monopolen.
    Die hinter der FED stehende Grossfinanz hat auf diese Weise durch gezielte Sachwertpolitik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen bzw. -oligopolen entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation, Gasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien, Nahrungsmittel (Nestlé, Coca-Cola), grosse Teile der Rüstungsindustrie und der Luftfahrt usw.
    Die Großfinanz (Weltbesitzer) wollen(werden?) natürlich auch bestimmen wenn die Dollarblase platzen soll nämlich dann wenn sie genügend Realwerte gehortet haben.
    Die momentane Gefahr eines zu frühen Währungscrashs paßt ihnen
    vermutlich gar nicht.Denn ihr Raubzug ist noch nicht abgeschlossen.

  1. Hotzebär sagt:

    Der Einzelne kann nichts anderes tun, außer eine First-Strike-first-Hit-Strategie zu fahren: Aktienportfolios sofort verkaufen, so lange sie noch so gut bewertet sind, Geld von der Bank in Bar abziehen, Schulden zurückzahlen und in Edelmetall physisch und Cash physisch (Euro+SFr, kleine Scheine) gehen. In Argentinien war das für die Angehörigen der Mittelschicht die einzige Möglichkeit, sich vor herben Verlusten durch Enteignung durch Kontensperrung und Zwangsumtausch und durch Inflation zu schützen.

    Insbesondere das Abheben von Bargeld ärgert die Verantwortlichen sehr.

  1. Anonym sagt:

    Ein Dollar oder Eurocrash hat andere Dimensionen als ein Währungscrash in Argentinien.
    Der kann die ganze Weltwirtschaft lahmlegen und auch die Nahrungsmittelversorgung in Frage stellen zumindest in den Städten.

  1. joblack sagt:

    Wenn der Dollarkurs fällt sind die börsennotierten Unternehmen nicht automatisch mehr oder weniger Wert. Falls sich ansonsten nichts ändert passt sich der Aktienkurs einfach an (d.h. der 'Sachwert' der Aktie bleibt gleich).

    Mit dem Goldpreis ist das ähnlich (das ist auch der Hauptgrund für den anscheinenend Anstieg des Goldpreises - für Eurobesitzer ist er gleich geblieben).

    Ausser diese kleine falsche Aussage ein ganz guter Artikel.

  1. Freeman sagt:

    Muss widersprechen! Der DOW ist seit 2001 nicht entsprechend gestiegen, also hat jeder der US Aktien investiert hat in den 7 Jahren einen massiven Wertverlust erlitten, mit Inflation und Währungsverlust gerechnet erst recht. Alles im Dollar-Raum hat an Wert verloren. Und Gold ist auch in Euros gestiegen. Alle Commodities sind teuerer geworden und in Dollar gerechnet sowieso.

  1. Anonym sagt:

    Freeman hat recht.
    Außerdem ist eine Aktie kein Sachwert und nicht direkt an den realen Wert einer Firma (AG) gebunden. Der scheinbare Wert der Aktie stützt sich fast hauptsächlich auf den Glauben daß die Aktie einen Wert darstellt.Übrigens ähnlich wie bei Geld. Sachwerte sind außschließlich materielle Güter. Versucht doch mal nach einem totalen Wirtschaftcrash für eure Aktie ein Brot zu kaufen. Das ist die Ilusion Werte zu besitzen.