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CO2 Steuer kommt bis spätestens 2009

Samstag, 22. September 2007 , von Freeman um 11:44

Wie ich in meinem Artikel "Warum die CO2 Steuer den Planeten nicht rettet" geschrieben habe, geht es den Regierungen bei diesem Thema nur um zwei Dinge, Kontrolle und eine neue Steuerquelle anzuzapfen. Jetzt kommt die Steuer.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat den 1. Januar 2009 als Start für die neue Kfz-Steuer nach CO2-Ausstoß im Blick. Das sagte Tiefensee bei einer Veranstaltung der IG Metall am Rande der IAA. "Wenn es eher gehen sollte, an mir soll es nicht liegen. Vielleicht schon Mitte 2008."

Zuvor müsse sich der Bund aber mit den Ländern einigen, denen die Kfz-Steuer zustehe. Hier stünden "noch schwierige Verhandlungen" an. Die Umstellung solle für die Länder aufkommensneutral gestaltet werden. Details zur möglichen Höhe und Ausgestaltung der Steuer wollte der Minister nicht nennen. Die IG Metall fordert von der EU eine umfassende Strategie zur Verringerung der Emissionen.

Neue Motoren, bessere Kraftstoffe und integrierte Verkehrssysteme müssten gefördert werden, sagte IG-Metall-Chef Jürgen Peters auf der Konferenz vor 300 Teilnehmern. "Nur so kann es gelingen, Tausende von Arbeitsplätzen in der Automobilbranche für die Zukunft zu sichern“, sagte Peters. Jeder siebte Arbeitsplatz hänge von der Autobranche ab.

insgesamt 11 Kommentare:

  1. Marco sagt:

    Okay, sie rettet den Planeten nicht, keine Frage (Muss man den Planeten retten...? Aber das nur am Rande). Dennoch: Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: die Autofahrer werden spätestens wenns direkt ins Geld geht verbrauchsärmere Modelle bevorzugen und unsere Abhängigkeit vom Öl nimmt ab :)

  1. Marco sagt:

    Nachtrag: Wir haben heute nur so viel Leistung aus wenig Hubraum, weil sich die Steuer seit über 100 Jahren am Hubraum entwickelt und die Hersteller seit damals daran interessiert sind, dass sich die Menschen die Autos leisten können. (Zu Beginn waren wenn ich mich recht erinnere ca. 20PS aus 2 Liter Hubraum Maß der Dinge - heute ist das 10-fache und mehr möglich)

  1. Ghostwriter sagt:

    Hallo Marco

    überlege doch mal, der Spritpreis
    steigt schon lange ständig und trotzdem werden immer schwerere und Ps-stärkere Autos gebaut.
    Wenn das stimmen würde daß man Umweltschutz über den Geldbeutel steuern kann hätte sich das schon längst bewiesen. Die grünen haben vor ca 10-15 Jahren gesagt der Liter Sprit muß 3DM kosten dann ändert sich alles. Und nun?
    Es gibt genug Leute die sich auch noch höhere Preise leisten könnten und weiter Ihren 5 Liter(Hubraum) Geländewagen Sonntags durch die Landschaft eiern. Die Verlierer sind die ärmeren Leute die ihr Fahrzeug brauchen um zur Arbeitzu kommen.Die meisten Leute kaufen nicht das was vernünftig ist sonder das was ihnen durch Werbung ins Hirn gebrannt wird. Oder glaubst du daß Miliarden in die Werbung gesteckt wird wenns nichts bringt.Rate mal womit die Autoindusrie mehr verdient mit einem verbrauchsgünstigen Kleinwagen oder einem 12 Zylinder mit 5 Liter Hubraum und 3 Tonnen Gewicht.

  1. Anonym sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die CO-2-Steuer effektiv auf den Klimaschutz wirkt. Schließlich ist es die Politik, die sich durch die großen Auto- und Ölkonzerne korrumpieren lässt und deren Interessen insgeheim vertritt. Zahlen wird die Zeche der kleine Bürger - wie immer. Das Geld, dass durch die CO-2-Steuer eingenommen wird, wird mit Sicherheit nicht dort verwendet werden, wo es (nach der Politikpropaganda) verwendet werden soll. Die Leute im Land sollten sich langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass die Politiker einem zwar lächelnd versprechungen machen, hinterher aber jeden bescheißen (sorry, aber anders kann mans nicht vormulieren). Der Politiker ist ein Schmarotzer, der von den erwirtschafteten Leistungen der Leute zehrt, sich wichtig macht, den Menschen vorgaukelt, dass er unverzichtbar sei, ständig bemüht ist, seine Machtbasis auszubauen und ständig neue Probleme "erfindet", um dann wieder "Lösungen" anbieten zu können, die die nächsten "Probleme" schon beinhalten. Schließlich muss der Politiker seine Existenzberechtigung dem Volk gegenüber begründen können. Nun ist es halt das CO-2, der sprichwörtliche Teufel, der die Menschheit vernichten wird, und den man mit Steuern "austreiben" will!

  1. David sagt:

    Holt die Freien Energie Motoren aus der Schublade!.....wenn ihr an Klimaschutz und Freiheit fürs Volk interessiert seid! Ach seid ihr nicht? Ok, dann Öl und Ökosteuer.

  1. Anonym sagt:

    Warum nur Autos besteuern, warum nicht gleich jeden Menschen. Pro Atemzug 10 Cent! Jede Blähung 30 Cent (bei nachweislicher Verdauunsgstörung auf Antrag nur 20 Cent). Vielleicht kann man auch CO2 reduzierende Kaugummis erfinden, welche nicht nur beim Einatmen sonder auch beim Ausatmen für frische Luft sorgen.

  1. Anonym sagt:

    Kühe,Schafe und Rinder sollte man auch besteuern denn
    wenn es um die größten Klimasünder geht, denken die meisten Menschen zuerst an rauchende Schlote, dampfende Kühltürme oder spritschluckende Autos. Die Kuh dagegen taucht in der Liste der Umweltsünder meist nicht auf. Was ein Fehler ist. Denn kein anderer Bereich stößt weltweit mehr Klimagase aus als die Landwirtschaft. Knapp 31 Prozent aller Treibhausgase geht auf ihr Konto. Darauf haben nicht zuletzt die UN-Experten des Weltklimarates in ihrem jüngsten Bericht hingewiesen.
    Allein durch die Rodung von Wäldern für Weide- und Ackerland entstehen nach Angaben der Welternährungsorganisation 2,4 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr. Noch schädlicher für das Wetter ist ist das Klimagas Methan, das Wiederkäuer wie Kühe bei der Verdauung freisetzen. Die weltweit 1,5 Milliarden Rinder und 1,7 Milliarden Ziegen und Schafe produzieren so 80 Millionen Tonnen Methan im Jahr. Daneben entstehen in der Viehwirtschaft Lachgase durch die Gülle der Tiere und durch die Düngung der Böden. Letztere sind fast 300 Mal so schädlich wie CO2.

  1. Anonym sagt:

    Glaubt ihr ernsthaft, dass die Einführung der CO2-Steuer nur wegen der Umwelt erfolgt? Das war bei der Einführung der Ökosteuer auch nicht der Fall!

    Was ist denn das größte Verkehrsproblem?
    Doch nicht der CO2-Ausstoß.

    Es sind die vielen Autos, die die Straßen verstopfen und die Länder und den Bund zwingen, ihr Straßennetz für gigantische Beträge immer weiter auszubauen. Da käme es doch günstig, wenn das Autofahren an sich so teuer wird, dass es sich immer weniger Leute leisten können. So spart man sich viele Reparaturen und Neubauten im Straßennetz. Der Verkehr fließt besser, da es zu weniger und kleineren Staus kommt. Und die Umwelt hat natürlich auch was davon, wenn der finanzschwache Bürger im Bus eingepfercht seine Fahrten zur Arbeit usw. versieht, anstatt in seinem Kleinwagen, den er sich gerade noch so leisten kann, den Oberklasselimousinen den Weg zu versperren.

    Warum wohl sind ökologisch günstige Fahrzeuge im Vergleich zu den sogenannten Stinkern so teuer, dass es sich nur ein paar Idealisten leisten wollen, diese zu kaufen? Warum werden Autos mit extrem niedrigen Schadstoffausstoß nicht so steuerlich gefördert, dass der einfache Bürger nicht daran vorbeikommt sich so ein Fahrzeug zu kaufen?
    Warum werden CO2-neutrale Kraftstoffe nicht so günstig verkauft, dass man an der Zapfsäule geradezu als Idiot dasteht, wenn man was anderes tankt?

    Die Realität sieht so aus, dass Ökoautos meistens teurer sind als vergleichbare Dreckschleudern und Ökosprit nur unwesentlich billiger ist, als nicht CO2-neutraler Brennstoff.

    Also, geht es der Regierung nicht darum, möglichst viele Ökoautos auf die Straße zu bringen. Es geht in erster Linie darum, einen Grund dafür zu haben, den Leuten das Autofahren zu vermiesen, um die Folgekosten des steigenden Straßenverkehres einzudämmen!
    Hat schon einer mal gemerkt, dass die Politik ihre Ziele immer nur mit dem Mittel der Kostenerhöhung durchsetzt? Man könnte doch auch in anderer Richtung vorgehen und die Ziele der Politik durchsetzen, indem man Dinge dafür einfach billiger macht. Aber das gäbe ja wieder weniger Steuereinnahmen. Außerdem ist der Zwang auf den Bürger durch höhere Preise viel stärker, als wenn man ihm einfach eine preisgünstige Alternative vorgesetzt. Immer schön die finanziellen Daumenschrauben noch weiter zudrehen. Nur aufgepasst, dass die Finger nicht brechen. Wer kein Geld mehr hat zum konsumieren, ist zum Schluss nur noch ein Kostenfaktor!

  1. Freeman sagt:

    Für Diskussionen rüber ins Forum gehen bitte... hier ist nicht der geeignete Ort, danke.

  1. Anonym sagt:

    Bietet das Forum auch anonym zu posten oder muss man sich erst wieder anmelden?

  1. Freeman sagt:

    Anmelden muss man sich schon, aber da man angeben kann was man will, ist man anonym.