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Sechs weitere Banken pleite, macht 130 bis jetzt in Amerika

Samstag, 5. Dezember 2009 , von Freeman um 11:50

Trotz Schweingrippepanik und Klimaerwärmungspanik als Ablenkung für die Massen, der Crash des Finanzsystems geht im Hintergrund munter weiter. Die amerikanische Aufsichtsbehörde hat sechs weitere Banken die pleite sind geschlossen, was die Gesamtzahl auf 130 dieses Jahr erhöht.

Die Federal Deposit Insurance Corp. oder FDIC hat am Freitag die AmTrust Bank aus Ohio, die viertgrösste Bank welche ihre Schalter dieses Jahr schliessen musste, mit einer Bilanzsumme von $12 Milliarden und $8 Milliarden an Einlagen, übernommen. Alleine diese Schliessung in Cleveland wird dem Einlagensicherungsfonds $2 Milliarden kosten.

Ebenfalls von der FDIC übernommen sind drei Banken im Bundesstaat Georgia: Buckhead Community Bank in Atlanta, mit $874 Millionen an Bilanzsumme und $838 Millionen an Einlagen; dann die First Security National Bank aus Norcross, mit jeweils $128 Millionen und $123 Millionen; und die Tattnall Bank aus Reidsville mit $49,6 Millionen und $47,3 Millionen.

Dazu noch die Benchmark Bank in Aurora, Ill., mit einer Bilanzsumme von $170 Millionen und Einlagen von $181 Millionen, und die Greater Atlantic Bank in Reston Va., mit $203 Millionen und $179 Millionen.

Alleine in Georgia sind 2009 bisher 24 Banken pleite gegangen.

Durch die Wirtschaftskrise, hoher Arbeitslosigkeit und der Absturz der Immobilienpreise, haben sich die Bankenpleiten beschleunigt und Milliarden aus dem Einlagensicherungsfonds der FDIC gesaugt. Dieser ist schon länger im Minus.

Die FDIC erwartet, dass die Kosten der Bankpleiten auf $100 Milliarden über die nächsten vier Jahre anwachsen wird. Notfalls muss das US-Schatzamt einspringen, also der Steuerzahler, um die Guthaben der Sparer, die bis zu $250'000 pro Konto gesichert sind, zu garantieren.

Ist doch lustig, damit garantieren die Bankunden im Endeffekt ihre eigenen Einlagen.

Der grösste Verlustbringer für die Banken sind die notleidenden Hypothekenkredite, jetzt wo auch immer mehr gewerbliche Immobilien wie Büros und Einkaufszentren leerstehen und die Besitzer ihre Kredite und Zinsen wegen der fehlenden Mieteinnahmen nicht mehr zahlen können.

Aber das gröbste kommt noch wenn die Wirtschaft sich nicht bald erholt. Fast $500 Milliarden an Kredite für gewerbliche Immobilien sind auf der Kippe und werden fällig. Experten rechnen das tatsächlich zwischen 500 und 2'000 Banken in ernsten Schwierigkeiten sind und eine riesige Lawine an Pleiten noch kommen wird.

Mit der Schliessung der 130. Bank in diesem Jahr, sind mehr Banken pleite gegangen als 1992, dem Höhepunkt der Savings-and-Loan Krise. Der FDIC haben diese Pleiten bisher mehr als $28 Milliarden gekostet, im Vergleich zum vergangenen Jahr mit $25 Milliarden und „nur“ $3 Milliarden 2007.

Kommentar: Man kann den amerikanischen Sparern nur raten ihr Geld vorher abzuziehen, bevor auch der Staat die Einlagen nicht mehr sichern kann, denn irgendwann gehts nicht mehr auf, kann nicht endlos Geld in das schwarze Loch reingeschmissen werden. Bald wird es heissen, "sorry, no we can't" und dann steht man vor verschlossenen Türen.

insgesamt 6 Kommentare:

  1. Da wünscht man sich, daß über das Geldsystem mehr öffentlich debattiert wird. Diese Seite will das fördern und arbeitet gerade an einem Relaunch und mehr Interktivität:

    www.liebeangelamerkel.de

    Eine interessante Seite in Zusammenhang mit der Geldschöfung ist auch: www.monetative.de

    Beste Grüße, danke und ein schönes Wochenende!

  1. Turbo sagt:

    Oma hatte doch recht.
    Trau keiner Bank. Ihr gewisses Odeur war schon damals "bekannt".
    Die beste Methode ist und bleibt, Goldtaler sammeln - und unter die Matraze einbunkern, oder so ähnlich.

    Auch sogen. "Geldfachleute" können diese einfach klingende und seiende "Argumentationskette" nicht aushebeln, widerlegen oder gar "toppen". Ich habe fertich.
    Trapper Toni

  1. Ja, aber wenn der US Bürger sein Geld von der Bank abzieht und es sich unters Kopfkissen legt, ist ihm aber immer noch nicht so richtig geholfen. Genau wie der US Bürger sollten auch wir Menschen in Europa unser Geld schnell in Sachwerte investieren. Zumindest solange man für sein Geld noch etwas kaufen kann. Nicht das es uns später so geht wie China.. China hat nämlich bereits jetzt schon ernsthafte Probleme die unliebsame Dollarschwemme loszuwerden. Die investieren bereits ganz groß in Afrika, kaufen dort Goldminen und andere Sachwerte. Hauptsache man hat endlich für den ständig an Wert verlierenden Dollar einen Gegenwert. In Afrika gibt es noch Abnehmer für den Dollar, noch! Der private Bürger sollte sein überschüssiges Geld, wenn noch vorhanden, wirklich in Sachwerte investieren. Gold ist eine gute Investition, aber lasst es bitte nicht auf der Bank liegen. Wer in einer Krise sein Gold von der Bank haben möchte, der geht leer aus, das ist ja wohl klar. Ach übrigens, kleiner Tip!! Wer Kunde bei der Sparkasse ist, der kann dort mit einer Wartezeit von ein paar Wochen noch Krügerrand Goldmünzen erwerben. Dies ist bei der Postbank nicht mehr möglich, hier bekommen Normalbürger kein Gold mehr, wahrscheinlich behalten die das Gold selbst. Kurz, behaltet nur so viel Geld auf der Bank, wie ihr zum Leben braucht. Mit dem Rest investiert in Sachwerte, sonst steht ihr nach einer eventuellen Währungsreform mit leeren Händen da.

    Herzliche Grüße

  1. Tja mittlerweile gilt die USA als Billiglohnland. Deshalb wird dort demnächst die C-Klasse gebaut. Und 100 Mio.$ vom Staat gibts obendrauf.

  1. Stanley sagt:

    Da es 130 mal schon gut gegangen ist, suggeriert das Ganze einen "natürlichen" Konsolidierungsprozess.

    Nur bedeutet das, dass die Entropie im Bankensystem verschwindet. Es entstehen Megakreditinstitute, die bereits jetzt ein Kartell bilden und mit einer Hand regiert werden.

    Und das "Beste" daran ist, die Menschen zahlen selbst dafür und freiwillig, denn Angst ist ihr Berater.

    Wer unnötig Geld in einer Bank hält, oder Kredie unterhält (v.a. Dispo/Kreditkarte) ist ein Narr, der dasa Monster mit seiner Lebensenergie füttert.

  1. Ella sagt:

    Den Megainstituten gehts auch nicht gerade gut.
    Citybank war eine der Banken die beinahe kippte, aber dann to big to fail war.
    Gerade die Megabanken haben alle ordentlich Bailout Money erhalten.

    Die lokalen Genossenschaftsbanken und Creditunions stehen meistens auf sicheren finanziellen Fuessen.(Was wird wenn es eine Hyperinflation geben wird steht auf einem anderen Blatt)

    Sie haben auch die Morgages nicht gebuendelt an irgendwelche Hedgefonds und europaesches Banken weiter verscherbelt,so dass niemand mehr weiss wo die Papiere abgeblieben sind bzw. welche Bank nun den Hauskredit haelt. Sie bedienen ihre Kredite "in House und local" und mit den noetigen Sicherheitsvorgaben an Kreditnehmer.
    Sie haben keine Subprimemorgages vergeben.

    Leider ist es sehr schwer die Leute zu ueberzeugen ihre Lebensversicherungen und Sparkonten, CD's usw. zu kuendigen.
    Mir wurde deswegen schon mal die Bekanntschaft aufgekuendigt. Es ist halt sehr schwer fuer viele lebenslange "Glaubensysteme" zu aendern und vor allen Dingen zu zugeben, dass man sich geirrt hat oder auch ueberhaupt mal Rat anzunehmen.
    Due Deutschen sind da schon weiter.
    Dies haengt jedoch auch mit der Disninformation der Medien ueber die Finanzkrise und vor allem die fehlende Info ueber die Auswirkungen auf den "kleinen" Mann zusammen.

    Sehr gute Website dazu "the silverbearcafe.com " Hier schreiben z.B. Ron Paul oder Bob Chapman oder Paul Craig Roberts.