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Türkei klagt sechs Terroristen wegen Sarin an

Samstag, 14. September 2013 , von Freeman um 17:00

Der Staatsanwalt im türkischen Adana hat eine Anklageschrift bestehend aus 132 Seiten gegen sechs Mitglieder der mit der Al-Kaida verbundenen al-Nusra Front und Ahrar ash-Sham eingereicht. Bei den Angeklagten handelt es sich um einen Syrer und fünf Türken, die versucht haben Chemikalien zu erwerben, mit der Absicht daraus den chemischen Kampfstoff Sarin zu produzieren.


Die türkische Zeitung Radikal berichtet, die Verdächtigen standen unter Beobachtung der türkischen Polizei, nach dem sie den Tipp bekommen haben, Mitglieder der al-Nusra versuchten Chemikalien zu kaufen, die einer staatlichen Kontrolle unterstehen. Insgesamt wurden 11 Personen am 23. Mai 2013 in einem Haus in Adana verhaftet, das als Versteck für die Terroristen diente, nach dem sie Chemikalien einkauften.

Am 31. Mai berichtete ich in meinem Artikel "Terroristen der CIA mit Giftgas erwischt" darüber, die Terroristen wären mit 2 Kilo Sarin in ihrem Besitz verhaftet worden. Fünf der Verhafteten wurden von der türkischen Polizei nach einem Verhör und Überprüfung des Hintergrund freigelassen. Laut Medienberichten haben die fünf Türken kurz nach ihrer Freilassung sich der al-Nusra Front in Syrien angeschlossen.

In der Anklageschrift nennt der Staatsanwalt den 35-jährigen syrischen Staatsbürger Hytham Qassap (Codename “Abu Salah”) als Ankäufer und Anführer der Gruppe. Die Türken Halit Usta 52, Halit Ünalkaya 47, İbrahim Akça 50, Bekir Karaoğlan 43 und Raif Ay 40, dienten als Logistiker für Qassap. Er wird als "Mitglied einer Terrororganisation" angeklagt und wegen den Versuch "Waffen für eine Terrororganisation zu erwerben". Die anderen fünf Mitglieder sind wegen letzteren angeklagt. Falls schuldig gesprochen erwarten Qassab 25 Jahre Gefängnis. Seine Mitangeklagten jeweils 15 Jahre.

In der Anklageschrift wurde folgendes Material aufgelistet, welches die Terroristen sich beschafft haben:

Zeitzünder, Chromrohre, Thionylchlorid (SOCL2), Kaliumfluorid (KF), Methanol (CH3OH), Isopropanol (C3H8O), N-Methylethanolamin (C3H9NO), weisser Phosphor (P4), medizinische Glukose und Bauxit.

Mit diesen Chemikalien ist es durchaus möglich Sarin herzustellen. Dazu kommt noch, weisser Phosphor ist für sich alleine hochgiftig, schon 50 mg sind für den Menschen tödlich. Insgesamt sollen 10 Tonnen an Material bestellt worden sein, mit dem man eine riesige Menge an Sarin hätte produzieren können.

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Folgende Karikatur zeigt wie für die USA es gute und böse Terroristen gibt. In Syrien sind es gute Terroristen die "Rebellen" heissen, die mit Waffen und Geld versorgt werden. Sie dürfen Terror im Land verbreiten, weil es ja um den Kampf gegen Assad geht. In Afghanistan, aber auch in Pakistan, Jemen und Mali handelt es sich um böse Terroristen, die mit NATO-Truppen oder Killerdrohnen bekämpft werden.

insgesamt 4 Kommentare:

  1. FfmAuenz sagt:

    hoffentlich kriegen sie alle die höhststrafe und ein qualvollen tot!


    die Karikatur ist fast schon zuuu gut :)

  1. Anonym sagt:

    Hoffentlich kommen mal die Richtigen vor ein Kriegsverbrechertribunal.

  1. Anonym sagt:

    Die Aggression gegen Syrien geht hauptsächlich von der Türkei aus. Erdogan sollte eigentlich mit der türkischen Armee in Syrien einmarschieren, was er sich aber alleine nicht traut. Unklar warum die, von Erdogan trainierten, Terroristen jetzt von ihm selber vor Gericht gestellt werden; entweder blickt er nicht mehr durch oder ist geisteskrank.

  1. Viktor sagt:

    US-Militär bestätigt, Rebellen hatten Sarin.

    http://www.wnd.com/2013/09/u-s-military-confirms-rebels-had-sarin/