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Die Olympische Spiele in Vancouver – Der dunkle Schatten der Macher

Sonntag, 14. Februar 2010 , von Freeman um 11:55

Unser ASR-Volksreporter Jo berichtet exklusiv aus Vancouver Kanada für uns:

Es ist ein schöner Tag in Vancouver. Ausnahmsweise mal kein Regen und die Straßen sind nur mäßig voll. Es sind nur noch eineinhalb Wochen bis zu den Olympischen spielen. Wäre ich hier herkommen, ohne das kritische Denken, dass durch Blogs wie ASR und Infokrieg geweckt wurde, würde ich sagen, es Läuft hier alles nach Plan. Vancouver steht in den Startlöchern für die Spiele. Nur noch die Obdachlose von den Strassen scheuchen, oder sie gnädigerweise in Heime stecken, dann kann’s losgehen.

Ich habe damals (als ich vor 3 Jahren schon einmal in Vancouver war) schon mitbekommen, dass, abgesehen von den Obdachlosen, so einiges im Gange ist, was eigentlich so nicht hingenommen werden kann. Ich habe es persönlich erfahren, als ich (täglich) von Vancouver nach Squamish gefahren bin. Die Straße trug damals zurecht den Namen „Sea to the Sky-Highway“! Ungelogen: Es war einfach traumhaft, diese Strecke zu fahren. Jeden Tag aufs Neue“

Hier ein Bild von dem Highway:


Doch da diese Straße die einzige! Verbindung zwischen Vancouver und Whistler (der Ort, an dem die meisten Spiele ausgetragen werden) ist musste eine Lösung für unsere Chevrolets aus dem Hause GMs her. Es wurden, ganz neben bei, 4371 Fahrzeuge für die Olympiade von GM „zur Verfügung gestellt.“ Ich mein, wenn man schon auf der Welt mit den größten „Companies“ zusammen arbeitet, warum nicht?

Das Ende vom Lied war, dass man die Sea to the Sky-Straße vergrößern musste und dafür brauchte man Unmengen von Sprengstoff. Es wurde die Natur katastrophal zerstört. Mich hat es damals schon gewundert, dass die „Officials“ das so einfach durchboxen konnten. Aber .. da ja alles von Oben regiert wird, macht es dann am Ende auch wieder Sinn.

Hier ein Bild von mir selbst von der Verwüstung der Natur zwischen Vancouver und Squamish:


Kurz um: Es wurden für die Olympischen Spiele sprichwörtlich Berge bewegt. Aber natürlich alles im „grünen Umfang.“ Das versteht sich ja von selbst ;-)

Als ich damals Vancouver verlassen habe, hieß es, dass die gesamten Spiele ca. 6 Milliarden CAD kosten werden. Jetzt habe ich erfahren, dass es um das Doppelte teurer wurde. Finanziert und gesponsert wurde die Olympiade größten teils aus den Taschen der Kanadier. Das restliche „Kleingeld“ kam von PetrolCanada, RBC (Royal Bank of Canada), McDonalds, Bell/Telus (Beides Mobilfunkanbieter) … ich mein… was braucht man mehr? Geld, Essen, Mobiltelefon, Sprit?

Als ich jetzt zum 2. Mal hier in Vancouver angekommen bin, habe ich bemerkt, dass die Euphorie schon so richtig im Gange ist. Ganz Vancouver will jetzt endlich die Spiele erleben, für die sie ca. 8 Jahre geschuftet haben. Doch irgendwie gab es da dummerweise eine Gruppe von Leuten, die ganz und gar nicht so einverstanden waren mit dem, was über ihre Köpfe hinweg beschlossen wurde.

Als ich dann am 12. Februar 2010 gekommen bin, traf ich auf eine Demo, die (meines Erachtens) sehr gut organisiert war.

Erstaunlich, dass die kanadische Polizei nicht härter durch gegriffen hat. Aber dadurch dass Medienaufkommen, waren die armen Polizisten dazu verdonnert, die Protestanten aus der 2. Reihe anschauen zu müssen.



Hinzu kam, dass auf Grund der Eröffnungsspiele die Stadt schon voll mit Touristen war und Gewalt (die hier wohl gerne praktiziert werden würde) wohl bei den ganzen Touri-Familien nicht so gut angekommen wäre.

Aber die Präsenz von oben war natürlich auch da:


Und deutsches Fernsehen darf auch nicht fehlen:


Für mich eine echt (bestätigende) Erfahrung, dass es diesen ereignisgeilen Journalisten überhaupt nicht mehr um die Sache an sich geht, sonder nur um die Kohle, die damit zu machen ist. Ich hab die drei gefragt, woher sie sind, in welchem Auftrag sie da sind und ob es sie persönlich interessiert. Die Antwort war recht simpel: „We’re from NewYork and we work for a co-company of the ARD, which sells tapes to Germany and other German speaking countries.(Österreich, Schweiz!?) Interested? Fuck no, why should I?

Die Demonstranten haben auch gegen die CocaCola Company demonstriert und speziell gegen die Wintergames 2014 in Sotschi (Russland), wo im 19 Jahrhundert ein Genozid an der tscherkessischen Bevölkerung begangen wurde. Es leuchtet auch ein, dass auf einem solchen Grund und Boden nicht gerade internationale Spiele ausgetragen werden sollten, da zudem die Regierungen immer noch nicht offiziell von einem Genozid sprechen.






Auf dem Platz waren aber nicht nur die zahlreichen Demonstranten, ein paar Police Officers sondern auch noch einige Männer in Schwarz (siehe oben). Ich habe mich gefragt, was deren Aufgabe in diesem Spiel wohl sein mag. Ich bin hingegangen und hab gefragt. Er wollte mir zuerst nicht so recht eine Antwort geben, bis ich dann aber erfahren habe, dass eine „privat security guard“ angeheuert wurde, um den Platz und die Demo „zu überwachen“. Es ist schlimm, wirklich schlimm. Überwachung, Angst, Terror. Das ist ein verdammter Teufelskreis.

Ich habe dann noch eine Demonstrantin gefragt, ob ich sie über die Hauptgründe der Demo interviewen darf, worauf sie freundlich zugesagt hat:


"Ich gehöre zu dem Olympic Resistance Network, welches geholfen hat, diese Runde hier heute zu organisieren. Was wir machen… Wir stehen hinter dem einheimischen (Natives) Volk von British Columbia und das hier ist kein zugesprochenes Land und die Companys die hier her gekommen sind um die Spiele zu veranstalten, sind dazu nicht berechtigt. Wir stehen also in Solidarität (mit den Einheimischen). Sie gehören zu den ärmsten Gruppen in Kanada. Sie leben in Armut. Es ist deshalb auch eine Schande, dass die 'Natives' bei der Eröffnungsfeier mithelfen. (Kommentar: Wer die Eröffnungsfeier angeschaut hat, weiß was sie meint). Des Weiteren sind wir hier, weil wir hunderte von Obdachlosen auf den Straßen von Vancouver haben und anstatt nach den Ärmsten und am tiefsten Gesunkenen zu schauen bereiten sie (die Regierung) den Großen wie Royal Bank of Canada, GM, McDonalds ein Leben wie Gott in Frankreich… damit die Zusammenarbeit (dort) verbessert wird. Diese Runde ist schon seit einiger Zeit in unseren Kreisen aktiv. Und das hier ist unsere Woche und unser Tag um 'ihnen' zu zeigen, wie wir uns fühlen und um die Party stillzulegen."

Kurz: Die Großkonzerne, Polizei und natürlich die offiziellen Medien verdammen die Gerechtigkeit, achten nicht auf Menschenrechte und schneiden sich damit ganz langsam aber sicher in ihr eigenes Fleisch. Geld und auszuübende Macht ist ein viel, viel interessanteres Spielzeug als nur „so“ einen Wettkampf unter Athleten auszutragen. Dieses ganze „Drum Herum“ hat wohl nur zwei Gründe: Geld und Macht über uns.

In einem Vlog hat eine Kanadierin es einfach genial auf den Punkt gebracht: „The olympics is a new world order thing because everywhere it goes it brings he police state with it and then the police never leaves.“!!!

Ich persönlich finde die Grundidee solcher Spiele lobenswert. Im/über Sport die Kräfte zu messen und Menschen für ihr Erreichtes zu loben. Leider ist es zu einem Geld-Machtsumpf verkommen und wenn es so weiter geht, darf bald keiner mehr hingehen, da wir ja – wenn wir aufwachen – ja schlechthin nur noch eine Gefahr für „sie“ sind.

Ich war sehr positiv überrascht über die Offenheit der Kanadier, die wohl zumindest teilweise aufgewacht sind und sich nicht mehr vom „Vorbild“ Obusha leiten lassen. Ich fand und finde es sehr beruhigend, dass die Botschaft, die wir ja durch ASR und andere Blogs verbreiten auch am anderen Ende der Welt ihren Platz gefunden hat und hoffentlich bald noch mehr Menschen davon überzeugt, welche Werte wirklich zählen.



Ich werde dranbleiben und versuchen weiterhin zu berichten!

Euer Jo

insgesamt 17 Kommentare:

  1. tmello sagt:

    ...und dabei habe ich mich beim mitternächtlichen Ansehen der Eröffnung-Show noch gefragt, wo wohl der Haken an der ganzen Olympia-Geschichte ist.
    Auf der einen Seite bin ich entsetzt, dass ich auf so etwas gedanklich nie stossen würde. Auf der anderen Seite bin ich echt froh darüber, niemals nicht solch machtgeilen Gedanken zu hegen!
    Danke an den Bericht und die Fotos, möge noch mehr Menschen ein Licht aufgehen! ;)

  1. jo, vielen herzlichen dank für diesen guten bericht!
    [...und ´nen zeigefinger richtung arte,ard und konsorten: hier bitte nicht klauen! beachten sie das copyright!] ;-)

  1. Ben Elazar sagt:

    Danke für den Bericht. Brot und Olympische Spiele lenken also nicht nur ab, sondern auch hin zu einem verschärften Überwachungssystem. Toller Nebeneffekt. Sportwettbewerbe aller Art sind in meiner Wahrnehmung ein kultureller Luxus, allenfalls ein sozialer Kitt. Seit den Tagen des Alten Roms werden sie dazu benutzt, um Menschen davon abhalten, sich über den Sinn ihres Tuns und Lassens allzu viele Gedanken zu machen. Da 2010 solche Gedanken nun wirklich nicht braucht, werden bei Olympiade und Fußball-WM wohl alle Register gezogen, um einen größtmöglichen Verblendungs- und Vernebelungseffekt in den Gehirnen der Menschen aufrechtzuerhalten.

    ... meint Ben

  1. "...(Russland), wo im 19 Jahrhundert ein Genozid an der tscherkessischen Bevölkerung begangen wurde."
    OMG, wie dämlich ist das denn!? Und das kommt ausgerechnet aus der Ecke, wo man die Ureinwohner fast komplett ausgerottet oder gewaltsam assimiliert hat. Heute haben Tscherkesen in Russland sogar eigene Republik, was man von Cheyenne, Comanche, Irokesen o.ä. nun wahrlich nicht sagen kann.

  1. anonym sagt:

    Wo sind da die schwarzvermummten Krawallmacher gewesen, die mit Flugzeugen von Europa "Co²-arm" nach Vancouver gereist sind, um ihren Frust an ortsansässigen Kleinbetrieben auszulassen?
    Der olympische Gedanke ist sowieso seit langem pervertiert. Die Menschen, die wirklich am Sport interessiert sind und viele der Sportler werden an der Nase rumgeführt - obwohl, viele der Sportler auch sehr gut damit leben können.
    Guter Bericht, endlich einmal jemand, der auch die Schattenseiten aufzeigt - dafür sind politische Blogs da. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Straßenverbreiterung nur aufgrund der angekauften "breiten Vehicel" gemacht wurde. Das kann ich nicht beurteilen.

  1. Tobias1974 sagt:

    Man nimmt solche Sportveranstaltungen so schnell einfach hin. Alltag. Ich persönlich halte mittlerweile rein gar nichts mehr von diesen Sportveranstaltungen. Erster, Bester, Schnellster. Von wegen "Dabeisein sei alles". Es ist schwierig geworden, sich überhaupt eine Gesellschaft vorzustellen, in der es »andere« Werte geben könnte oder sollte. Sport ohne Wettstreit? Leben ohne Wettstreit! Leben ohne Leistungsdruck! Einfach Leben! Lässt sich gar nicht mehr denken. Statt dessen wird uns besonders über den Sport täglich eingetrichtert, wie wundervoll es ist, zur Elite der Bestleistenden zu gehören. Eine Gehirnwäsche ganz besonderer Art. Sozialdarwinismus. Die letzten kommen weder aufs Treppchen noch in die Kamera – und schon gar nicht ins Bewusstsein. Wir fiebern mit. Wir wetten mit. Wir bringen uns damit ums Leben. Ganze Generationen wurden durch diesen unseligen Geist bereits zugrunde gerichtet. Aber wie wir ja lesen dürfen (nicht nur hier), wird der Geist der Olympiade von ganz anderen Kräften angefeuert, die sich wahrlich darüber freuen können, das wir allesamt so 'sportbegeistert' und leistungsbereit sind. Tatsächlich ist es eine Begeisterung über den eigenen Weg in den Abgrund. Denn die Goldmedailien sind schon lange verteilt. Da ist wenig Platz auf so einem Podest… Es wäre Zeit, dass die Menschen das verstünden. Aber man ist ja sportbegeistert… Also macht man auch mit. Will ja kein Spielverderber sein. Was werden diese Generationen dereinst von sich sagen können? Es war so schön, wenn sie um die Wette eiferten? Es war so schön, als unsere Kinder am Leistungsdruck ihr Leben verspielten? Es war doch alles nur ein Spiel? Nein, so einfach wird es nicht sein...

  1. Ella sagt:

    @Jo:
    Erstmal Danke fuer den interessanten Bericht und die vielen Fotos.

    Ich habe mich auch gewundert als ich die First Nations bei der Eroeffnung gesehen habe.
    doch Sie denken anders, sie wollen Frieden und Freude fuer alle Menschen und einfach ihren Segen dazugeben.

    Ich lebe ja im Nordosten ca. 30 Miles entfernt von der canadischen Grenze und hier gibt es eine grosse grenzuebergreifende Reservation des Iroqouis voelkerverbundes,naehmlich der Mohawks.
    Wie sie behandelt werden und wie sie leben, habe ich ja auch schon in Posts beschrieben und auch dass sie sich z.B. im letzten Jahr dagegen gewehrt haben, dass canadische Grenzer auf ihrem Gebiet Waffen tragen. Daraufhin wurde der Grenzuebergang(Bruecke) ueber den St.Lawrence monatelang geschlosssen und die Leute mussten grosse Umwege machen um auf ihr eignes Stammesgebiet in Canada zu kommen.
    Es gab in den neunzigern einen Aufstand der canadischen Mohawks, da auf einem ihrer Burielgrounds eine Strasse gebaut werden sollte. Da ist sogar die canadische Armee angerueckt um den Widerstand zu brechen.

    Ja die First Nations haben es weder in den USA noch in Canada einfach und sind meistens sehr arm, falls sie nicht Spielcasinos betreiben.


    Zu Big Business und Spiele:
    Gestern habe ich auch Bilder des canad. Fernsehens von der Demos gesehen und es wurde auch gezeigt, das vermummte Demonstranten mit Stuehlen Glasscheiben von Geschaeften einwarfen.

    Ansonsten haben die Behoerden Vancouvers ja Uebung wie sie gegen Demonstranten vorgehen. Erinnert Ihr Euch noch an den Weltwirtschaftsgipfel( ich glaube 2003), und die Brutalitaet der Polizei gegen die Demonstranten?

    Einer der Sponsoren der Spiele scheint auch BMW zu sein, denn gestern lief laufend auf NBC, dem Ami Sender, der die Spiele uebertraeg, deren Werbung.

    Man darf nicht vergessen, dass Canada, wie auch Australien Kronkolonien der englischen Koenigin und somit auch der City sind.
    Ich denke deswegen steht der canadische Dollar auch noch ganz gut da, im weltweiten Meer der Verschuldung.
    Canadas Banken haben keine Bailouts benoetigt. ( doch dass nur am Rande)

  1. ObiWan sagt:

    Zu diesem Thema gab es heute ein durchaus kritischen Beitrag bei ZDF.Umwelt (man glaubt es kaum)
    http://www.umwelt.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,8031867,00.html
    Oben rechts kann man sich den Beitrag auch in der Mediathek anschauen.

    Der Beitrag geht in die gleiche Richtung, wie der Verfasser hier.

  1. Quadrillion sagt:

    Zum Verbreiten:

    http://www.youtube.com/watch?v=5qvNUZhqHnc&feature=youtu.be&a

    Warnung:
    Alex Jones: weltweite Internetsperren (In Deutsch)

  1. David sagt:

    Gut, dass Du dieses Thema aufgreifst, Freeman!

    Vom Resistance-Movement gibt es noch ein Video, dass die Punkte noch einmal zusammenfasst:

    http://vimeo.com/4872922

  1. in den Nachrichten vorhin waren es Typen mit schwarzen Klamotten die die Schaufenster einschlugen. War das der Auftrag vom Securityservice um die gut organisierte Demonstration und das Anliegen zu diskreditieren? Warum die Leute dort auf die Straße gehen sagten sie nicht. Es waren nur ein paar Plakate zu sehen in dem kurzen Ausschnitt.

    Jup, mein Mozilla kotzt auch immer bei den Videos. Alles andere Zeugs spielt er ab aber wenns um bestimmte kritische Videos oder Dokus geht speichert er anscheinend nicht zwischen sondern verschlägt dem Redner die Sprache teils bis zur Unkenntlichkeit des Berichts. Aber wir haben ja Geduuuuuld....
    Wieso bilden sich eigentlich manche Leute ein sie wüssten was gut für mich ist? Chemotherapie hilft gegen Krebs und Politiker machen Politik und Zitronenfalter falten Zitronen. Ich hab diese Bevormundung von Seiten dieser Leute so dicke!

  1. Phantom sagt:

    Zu den Themen Überwachung, Angst und Terror fällt mir noch folgendes ein:

    Schon bei der Sommerolympiade 1972 in München, als das Massacker damals stattfand, gab es schon viele Hinweise, die dafür sprachen, dass das Ganze von Geheimdiensten inszeniert wurde. Sogar die deutsche Polizei mußte sich von israelischen Staatsbediensteten sagen lassen, wie sie gegen die "Terroristen" vorgehen sollte (Auch wenn die Massenmedien heute etwas anderes erzählen). Das anschließende Blutbad erbrachte schöne Nebeneffekte, auch wenn 11 Sportler, 6 Terroristen und ein Polizist umkamen. Israel konnte sich in aller Welt als das arme Opfer darstellen, die Palästinenser waren dann die Dreckschweine und das Geschrei nach mehr Sicherheit und Kontrolle war riesengroß, was in den folgenden Jahren, dann immer schlimmer wurde. Sogar über den Bombenanschlag in Atlanta 1996 kennt man bis heute nicht die wahren Hintergründe.

    Zum Einfluß der mächtigen Konzerne bei olympischen Spielen fällt mir noch ein, dass die Veranstaltung von 1984 in Los Angeles eine rein privat finanziertes Ereignis war. Demnach dürfte klar, wer das Sagen über die Organisation von A bis Z hatte (Mc Doof, Coca Cola etc).

  1. Ben Elazar sagt:

    @Tobias1974

    Volle Zustimmung! Diese Sportwettkämpfe haben einen festen Platz im Plan der Elite. Ich habe meinem Geist Olympia-Abstinenz verordnet.

    ... meint Ben

  1. ...wie der Report aus Vancouver (BC) erzählt, sind die Kanadier sehr offen und opponieren immer öfters gegen politisch motivierten Schwachsinn. Sehr ausgeprägt kann man dies in den zahlreichen Radiosendungen mit Zuhörerbeteiligung verfolgen. Diese, auf hohem Niveau produzierten Wortsendungen, sind ein Barometer für das Volksempfinden. Kommt schon mal vor, das ein Zuhörer sich genötigt fühlt, gewisse Politiker korruptes Pack zu nennen...

    Freundlichst grüssend aus Atlantic-Canada Daniel

  1. drdre sagt:

    Ein wirklich guter und aufschlussreicher Bericht. Ich schau mir diesen Zirkus sowieso nicht an. Hier gehts doch garnicht mehr um Sport sondern um den Medallienspiegel, Werbeverträge etc. Es ist die Geschäftemacherei die durch hohe Preise noch auf den Knochen der Bevölkerung ausgetragen wird.
    Wobei als Nebeneffect der Überwachungsstaat noch gleich mitgeliefert wird.
    Nein danke , solche spiele braucht keiner.

  1. metalfist616 sagt:

    es lebe der sport

    oder

    es lebe die kommerz!

    die kanadier fahren ja voll auf diesen inhaltslosen scheissdreck ab.

    und "the mint" rückt bald die letzte der 12 spezial 1/4 dollar stücke raus

    auf arbeit haben wir unsere eignen olympischen spiele , popcorn zur eröffnung, das ging mir so am donis vorbei ... und tischhockey unnd weiss der geier was. haben se in panel pro 2 freiwillige pro schicht gesucht, die sich als spielleiter bereitstellen, hat sich bis jetzt keiner gemeldet, sollte letzten freitag sein.

    na wenigstens is olypmia mal wieder in nem land, wo die leute nicht öffentlich hingerichtet werden.

    und einer meiner kollegas durfte die fackel tragen, ehre ehre ...

    lieber gruss aus kanada

  1. Paladin sagt:

    Guten Rosenmontag, ich habe wieder die gigantische Macht/ "Kronen"-Demonstration - wieder ein technisches Meisterwerk - bei der Eröffnung gesehen und es war schon fast religiös zu nennen mit soviel Halleluja und "völkerverbindendem" Pathos; die hochgedrillten Athleten wurden als die größten Vorbilder für die Jugend der Welt hin gestellt.
    Und das Ereignis als Volks-verbindend? Eher eben doch "Brot und Spiele"...
    Verdient macht sich, wer nicht aufmuckt und dem Land "Ehre" durch sportliche Leistung bringt.
    Fühle mich immer wieder so "d'accord" mit Euch, kann außer den Anfangs- und Schluß-Zeiten fast keiner SportArt - keinem Wettbewerb - außer den künstlerischen und spektakulären was abgewinnen. Und das dann vielleicht 10 Min. lang.

    Danke an die Auslands-"Korrespondenzen" - ganz super