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Erste Bankenpleite in 08

Montag, 28. Januar 2008 , von Freeman um 08:40

Die Aufsichtsbehörde in den USA hat am Freitag die erste Bank in diesem Jahr geschlossen, nachdem die Douglas National Bank in Kansas City zahlungsunfähig wurde.

Die Douglas Bank hat einen Überhang an faulen Krediten und nur noch 1.5 Millionen an gesicherten Kapital.

Die Büros der Bank wurden vom Office of the Comptroller of the Currency geschlossen und die Federal Deposit Insurance Corp. (Einlagensicherungsfond) wurde als Liquidator bestellt. Laut OCC (Aufsichtsbehörde) “Es gibt keine Aussicht, dass die Bank noch genug Kapital erhält ohne Bundeshilfe.”

Die FDIC (Anlagensicherungsfond) sagte die Liberty Bank and Trust Co. in New Orleans würde alle Einlagen der Douglass Bank übernehmen, die $53.8 Millionen ausmachen, und die drei Niederlassungen der Bank würden am Montag als Liberty Filialen eröffnen.

Die Liberty Bank hat sich bereit erklärt, die Werte der Douglas Bank zum Buchwert zu übernehmen, abzüglich einem Abschlag von $6.1 Millionen. Die FDIC sagt sie würden ca. $2.8 Millionen an Werten behalten.

Die FDIC meint, diese Bankenpleite würde der Einlagenversicherung ca. $5.6 Millionen kosten.

Dies ist jetzt die erste Bankenschliessung nach einer relativ ruhigen Zeit. Es gab drei im Jahre 2007.

Aber Experten sagen voraus, die Probleme wegen der Hypothekenkrise werden noch weitere Banken dieses Jahr treffen. Faule Kredite wurden als Grund für die Pleite zweier Banken letztes Jahr angegeben, eine in Höhe von $2.5 Milliarden der NetBank in Alpharetta Georgia im September, und die $86.7 Millionen Miami Valley Bank of Lakeview Ohio im Oktober.

Kommentar:
Leute, viele Banken sind am Ende, die Börsen auf der ganzen Welt sind am abstürzen, der Schuldenberg zu gross, es ist zu viel Geld im Umlauf und es hat keine reale Deckung, die Weltwirtschaftskrise ist da.

Goldman Sachs hat heute verkündet, Japan ist bereits in einer Rezession.

Sie können diese Tatsachen nur für eine gewisse Zeit kaschieren und das Finanzsystem künstlich aufrechterhalten. Denkt an den schlimmsten Fall. Ich hab mein Geld gerettet, eine Reserve angelegt und Edelmetalle für den Notfall besorgt. Wenn ihr meint ich spinne, ok, macht was ihr wollt. Und sollte ich mich irren und alles gut verlaufern, dann hab ich trotzdem nichts falsch gemacht. Lieber Vorsorge und es passiert nichts, als nichts tun und dann blöd dastehen.

Kleiner Witz zum aufmuntern:
"Auch wenn du Paranoiker bist, heisst nicht es verfolgt dich keiner!"

insgesamt 10 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    @Freeman

    Zu Deiner Beruhigung: Nein, Ich denke nicht, dass Du spinnst;)

    Geht doch nichts über ein bisschen gesunde Paranoia.

  1. Anonym sagt:

    Hier ein äußerst lesenswerter Artikel des Spiegel zum Thema Geldentwertung "auf die harte Tour":
    http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1278/zeit_ist_geld.html

  1. swisstiger sagt:

    Deinen Kommentar zu Deinem Artikel kann ich voll und ganz unterschreiben. Übrigens - auch die Schweiz befindet sich bereits in einer Rezession. Nur merkts fast keiner weils den meisten Leuten (noch)zu gut geht.

  1. Die Finanzkrise der USA läuft unter Abschreibung, aktuell machen die Banken doch guten Umsatz also im operativen Geschäft.

    Igor

  1. messageman sagt:

    Ich hab nix und kann auch nix verlieren. Ist auch ne Lösung!

  1. ReNature sagt:

    Hallo Freeman,

    zur Ergänzung: es ist rational richtig materielle Reserven anzulegen, wenn nicht unvorhergesehenes passiert, z. B. aus einer bislang unbekannten Quelle das Angebot an Edelmetallen sprunghaft ansteigen wird und somit der Wert verfällt.

    Ob das passieren könnte? Entscheide selbst, hier eine Bestätigung dieser These:

    http://www.torindiegalaxien.de/b0108/agenda2008.html

    Ich würde daher die Flucht in Edelmetalle nicht als einzigst richtige Lösung ansehen. Das Leben ist vielseitig. Die kommenden Umstände sind es vielleicht auch. Ende des Jahres wissen wir mehr.

    Vielleicht hilft es auch sämtliche materiellen Aspekte nicht mehr zu hoch zu bewerten. Ganz wie messageman dargestellt hat: "Ich hab nix und kann auch nix verlieren. Ist auch ne Lösung!": nach meiner Ansicht ein großes Stück Freiheit, das vielen anderen fehlt!

    Alles Gute!

  1. Freeman sagt:

    Nicht an materielles denken kann man nur wenn man alleine ist. Wenn man aber Frau und Kinder hat, dann sieht es ganz anders aus. Dann muss man schon daran denken wie man eine Not überbrückt, was man dazu benötigt und wie man vorsorgen kann. Wenn man Mäuler stopfen muss, dann sind die Prioritäten ganz anders.

  1. isegrim sagt:

    merkel zur finanzkrise:
    http://www.bundeskanzlerin.de/nn_46996/Content/DE/Podcast/2008/2008-01-26-Video-Podcast-Boersenturbulenzen/2008-01-26-video-podcast-boersenturbulenzen.html

    Man achte auf ihre Hände...

    Dazu:
    http://de.youtube.com/watch?v=7oAZmpNaGVM

  1. Anonym sagt:

    renature ... hör auf, solche Halluzinogene zu schlucken

  1. azcycu sagt:

    Ich habe seit einem dreiviertel Jahr meine Schwiegermutter ( Jahrgang 29 und unbelehrbar) vor den kommenden Börsenturbulenzen gewarnt. Keine Chance, trotz detailirten Informationen die ich ihr zukommen lies, keinerlei Einsicht in den Ernst der Lage trotz ihres Doktors in Betriebswirtschaft. Unfassbar wie die Gehirnwaschmaschinen auch hier ganze Arbeit leisten. Ich habe kein mitleid mehr mit diesen fällen, bis auf, dass die Dame mal so eben 100tausende von unserem Erbe an den Börsen verzockt hat, aber egal in 15 Jahren sind die Papiere vielleicht wieder was wert und bis dahin nehmen wir sie dann bettelarm bei uns auf : ))