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Das ist erst der Anfang

Donnerstag, 17. Januar 2008 , von Freeman um 03:37

Nachdem die ersten zwei amerikanischen Grossbanken ihre Ergebnisse für das 4. Quartal verkündet haben, und Merrill Lynch $15 Milliarden und Citigroup $18 Milliarden an Abschreiber meldeten, fragen sich viele Finanzexperten, war's das schon oder kommt da noch mehr? Die Antwort lautet, es hat noch gar nicht richtig angefangen. An der Wall Street, der City von London und anderswo ticken noch Zeitbomben, wenn die explodieren, dann wird man die wichtigsten Finanzzentren der Welt nicht mehr wiedererkennen.

Insgesamt belaufen sich die Hypothekenschulden der amerikanischen Immobilienbesitzer auf ca. $11 Billionen (11 tausend Milliarden). Wenn die Hauspreise nur um 15 bis 20% fallen, was sie bereits getan haben, dann bedeutet das leicht eine Notwendigkeit von Abschreibern in Höhe von mindestens 1 Billion, also tausend Milliarden. Bis jetzt haben aber die Banken, einschliesslich der Zahlen der oben erwähnten zwei, nur insgesamt $100 Milliarden abgeschrieben.

Auch wenn die Banken nur einen Teil dieser Hypothekenkredite in ihren Büchern haben, ist da noch ein grosser Abschreibungsbedarf vorhanden. Man rechnet, dass die US-Banken ca. $300 Milliarden verlieren werden und die anderen $700 Milliarden werden wohl Investoren, Fonds, ausländische Banken, und die Hausfinanzierer wie Fannie Mae und Freddie Mac tragen müssen.

Wie wir sehen, kommen da nicht nur weitere gigantische Beträge auf amerikanischen Finanzinstitutionen zu, die sie abschreiben müssen, sondern auf die Europäischen noch viel mehr. Da können wir uns auf was gefasst machen, und die Grossbanken hier hängen da voll mit drin. Man stelle sich aber vor, wenn die Immobilienpreise in den USA noch mehr fallen als oben angegeben, dann geht's rund!

Die 25 Milliarden Pfund, welche die Bank von England als Kapitaleinschuss in die kaputte Northern Rock gesteckt hat, sind verloren und diese Institution, die so leichtsinnig faule Kredite vergeben hat, ist nicht mehr zu retten. Dabei haben die Immobilienpreise in Grossbritannien erst angefangen zu sinken und die Verluste aus den Hypotheken wurden bisher versteckt. Der bekannte Spruch mit der Spitze des Eisbergs ist eine masslose Untertreibung. Wegen der jahrelangen angeheizten Immobilienblase rechnet man mit einem Preisverfall von bis zu 50%. Die Kreditausfälle, die daraus resultieren, werden umglaublich sein und die britische Bankenwelt in ihren Fundamenten treffen.

Man bedenke, dass die Immobilienkrise in Japan, damals nach 1990, die Preise um bis zu 70% sinken lies. Demnach ist nichts undenkbar, was den Preisverfall in den USA und Grossbritannien betrifft.

Aber es geht noch weiter.

Die Probleme der Wall Street und der City sind damit nicht zu Ende. Dazu kommen noch die ganzen Ausfälle aus Konsumkrediten, Kreditkartenschulden, Leverage-Buyout-Krediten und den Forderungen aus dem Emerging Market, welche die Bilanzen der Banken belasten werden. Und nicht zu vergessen, der ganze giftige Müll aus den Derivaten und Private-Equity Geschäften auch noch.

Wie wollen die Banken das überleben? Wie konnte die FED überhaupt als Bankenaufsicht es zulassen, dass die Banken mehr in fragwürdige Papiere investieren durften als sie Kapital hatten?

Die grosse Frage ist deshalb, wie hoch werden die Verluste insgesamt sein.

Zurzeit wird versucht die Löcher durch reiche ausländische Fonds in China, Fernen- und Nahen Osten zu decken. Die Chefs der Grossbanken sind nur noch dabei, fieberhaft Investoren überall zu suchen, die bereit sind Kapital einzuschiessen. Ob das reicht, ist fragwürdig. Damit wechselt natürlich auch der Besitz und das Sagen bei den Banken, zu den Leuten, die sie früher nicht so gerne gesehen haben. Es ist schon ironisch, dass jetzt ein Ausverkauf der namhaftesten Institutionen in den USA und Europa stattfindet und ausgerechnet die Kommunisten in China und die arabischen Ölscheichs als Retter angefleht werden.

Aber noch ist nichts sicher, denn so dumm sind die Chinesen und Araber auch wieder nicht, ihr Geld in einem schwarzen Loch zu verlieren, wo man sowieso nichts mehr retten kann.

Jetzt gebe es natürlich noch den Staat, der die Banken retten könnte, aber bei einem so grossen Budgetdefizit wegen der ganzen Verschuldung für die Kriege, sind die Staatskassen in den USA und in Grossbritannien mehr als leer.

Dabei war alles vorhersehbar. Das Wirtschaftsmagazin "Economist" beispielsweise hat in den letzten drei Jahren kaum eine Ausgabe veröffentlicht, ohne dabei die Botschaft zu verkünden: Es gäbe in den USA eine gefährliche Immobilienblase.

Kein Wunder herrscht jetzt eine Wut auf die Banken. Zuerst Milliarden verdienen und dann Billionen vernichten.

Ich meine, wenn der grosse Knall kommt und sich der Rauch verzogen hat, wird es eine ganze Reihe von bekannten Institutionen in Amerika und auch in Europa nicht mehr geben, entweder weil sie schliessen müssen oder gezwungen werden sich übernehmen zu lassen.

Wenn nicht schon längst geschehen, sollte man überlegen sein Geld zu sichern.

Weitere Abschreiber und Verluste der Finanzinstitute:

17.1.08 Merrill Lynch muss $15 Milliarden abschreiben und verkündet den grössten Betriebsverlust in ihrer 94 jährigen Geschichte. Dazu kommen noch der Kurverlust der Aktie um 50% seit letzten Jahr, was eine Vernichtung des Vermögens der Aktionäre um $40 Milliarden bedeutet.

20.1.08 Die Schweizer Pensionskassen verlieren 30 Milliarden durch Kursverluste.

insgesamt 34 Kommentare:

  1. Raoul.Duke sagt:

    Tja, und wer bei diesen Banken als kleines Licht beschäftigt ist kann u.U. Hartz IV beantragen, sein Auto verkaufen, in eine "angemessene" Wohnung ziehen.

    Die verantwortlichen für diese Misere hingegen chillen in ihren Villen an der Cote d' Azur, in der Karibik oder sonstwo.




    Es wird Zeit, dass die Funktionäre aus Wirtschaft und Politik die Verantwortung übernehmen! Jedes Mittel ist da Recht.

  1. Anonym sagt:

    Frage an Freeman:Wenn Sie 10000 Euro auf der hohen Kante haben, wie wollen und könnten sie diese sichern?

  1. Anonym sagt:

    Wieso besteht Abschreibungsbedarf wenn die Immobilienpreise fallen ? Solange die Hypotheken bedient werden, besteht noch rein gar kein Handlungsbedarf ... erst wenn sie notleidend werden !

    Das wäre ja schön, wenn sich Häuslebauern anhand von Marktpreisverfall auch die Hypothekenschulden entsprechend reduzieren würden ... tun sie aber nicht.

    Ich gehe mal davon aus, das die jetzigen Abschreiber einen Großteil der notleiden Hypotheken wiederspiegeln - sicher werden noch etliche nachfolgen, da massiv Stellen abgebaut werden und somit den betroffenen Schuldnern die Möglichkeiten zur Tilgung genommen wird, ob das dann die von Dir benannte Größenordnung sein wird, steht jedoch vielleicht im Kaffeesatz, aber wohl kaum an Börsentafeln.

  1. Freeman sagt:

    Das ganze System in den USA und England basierte auf immer steigende Preise. Geld wurde auf Hypotheken aufgenommen, mit der Annahme, der Wert des Hauses steigt unaufhörlich.

    Jetzt gehts aber in die andere Richtung. Damit bricht das Schneeballsystem zusammen.

    In den USA sind die meisten Hypotheken zu 100% belehnt. Sobald der Preis der Immobilie fällt, muss ja die Sicherheit erhöht werden, heisst eine Tilgung erfolgen in höhe des Wertverlustes oder was anderes hinterlegt werden. Nur das ist nicht vorhanden, also wird der Kredit notleidend.

    Die Banken verkaufen die Kredite als Paket an Heuschreckenfonds, mit einem grossen Abschlag. Dieser Verlust muss abgeschrieben werden. Oder sie verwerten selber. Es folgen Zwangsversteigerung usw.

    Dadurch kommen noch mehr Häuser auf den Markt, die Preise fallen noch mehr. Die Banken erziehlen durch den Zwangsverkauf nicht die Deckung des Kredites, also müssen sie Abschreiber machen.

    Je mehr die Preise fallen, je mehr Verluste haben sie und müssen es in der Bilanz korrigieren. Das frisst ihr Kapital auf, bis nichts mehr da ist. Dann sind sie bankrott. Entweder finden sie einen Dummen der ihen Kapital einschiesst oder sie machen zu. Dann ist das Geld der Sparer weg.

  1. Anonym sagt:

    @Anonym auf die "10000 Euro"-Frage:

    War nicht an mich gerichtet, aber um auch mal meinen Senf dazuzugeben:

    Mit Gold (physisch unterm Kopfkissen aufbewahren und zu niemandem ein Wort) (oder evtl. auch Schweizer Franken) müsste der Wert dieser (imaginären?;) 10000 Euro für die nächsten Jahre von der Inflation verschont bleiben.

    Mit etwas Glück kann man sich in 5 Jahren vielleicht auch schon einen S-Klasse-Mercedes kaufen für 'ne Unze Gold;)

  1. Lohengrin sagt:

    Wie man 10000 Euro sichert? Kauf dir etwas Nützliches. ZB Nahrungsmittel, die viele Jahre lagerbar sind. Für 10000 Euro bekommt man jetzt drei Tonnen Corned-Beef in 340g-Dosen.
    Ein Wärmetauscher auf dem Dach, mit dem man die Heizung unterstützt ist auch gut.
    Nützliche Kleidung. Es gibt Winterklamotten, damit kann man bei -20°C draußen stehen und friert nicht.
    Werkzeug ist auch wichtig. LED-Lampen und dazugehörige Akkus mit Ladegerät. Ein Stromgenerator, den man mit Holz befeuern kann.
    Zahnersatz. Kaputte Zähne sind in Krisenzeiten besonders lästig.

  1. die Zahnfee sagt:

    eine bestechend gute Idee für größere und damit teure Reparaturen an seinen Zähnen:
    http://www.zahngebot.de/
    http://www.2te-zahnarztmeinung.de/

    ^^

  1. Anonym sagt:

    hey Lohengrin, was soll jemand mit 3 to Dosenfleisch ... das ist soviel Chemie drinnen, daß man sicher todkrank wird und nach 1-2 Jahren hat man vielleicht noch die Gammelfleisch-Untersuchungskommission im Haus ^^

    bau Dir lieber einen größeren Hasenstall und pachte oder kauf ein Stück Grünland und ne altbackene Sense dazu ... die Karnickel werden auch mit nur Gras/Heu fett und vermehren sich gut ... da ist immer frisches !! Fleisch auf dem Tisch ;-)

  1. Brainstorm sagt:

    Um 10000 Euro zu sichern, die man auf der Kante hat, stellt sich zuerst die Frage, was mit der "Kante" gemeint ist. Sollten sich die 10.000 Euro auf der Bank befinden, kann nur dazu raten, sich diese schnellstmöglich in bar auszahlen zu lassen. Das Verhältnis zwischen Buchgeld und Bargeld liegt ca. bei 9:1. D.h. von den 100% bei den Banken befindlichen Guthaben sind nur 10% durch Bargeld gedeckt. Der Rest sind nur Zahlen im Computer oder auf dem Papier. Bei einem ordentlichen Crash löst sich das Buchgeld in Luft auf und das Bargeld könnte sogar vorübergehend an Wert gewinnen. Etwas von den 10.000 Euro in Gold umzuwandeln, ist nie verkehrt, dann allerdings in kleinen Einheiten, wenn man dies
    wirklich mal als Zahlungsmittel benötigt. Dieses Gold muss man natürlich in physikalischer Form besitzen und nicht etwa ein Stück Papier von der Bank, auf dem geschrieben steht, dass man so und so viel Gold bekommt, wenn man
    dies am Bankschalter vorlegt. Dieses Papier löst sich nämlich bei einem Crash genauso in Luft auf, wie das Buchgeld. Andere sinnvolle Beispiele wurden ja zuvor schon genannt.

  1. Anonym sagt:

    Genau!, 3T Dosenfleisch, Du spinnst ja! (nicht böse gemeint, hab' nichts gegen Spinner;)

    Man könnte sich auch mittels Solarzellen u.ä. von den Stromkonzernen unabhängig machen und, wie bereits erwähnt, durch eigene Bestellung von Land und Viehzucht fast völlige Autarkie vom Rest der Welt verschaffen. Wäre auch noch ein Zugewinn an Lebensqualität (Back to the roots).

  1. Lohengrin sagt:

    Drei Tonnen Dosenfleisch.
    Ich gehe davon aus, dass Dosenfleisch sehr teuer werden wird. Wenn die EU nicht mehr subventioniert, und die Brasilianer nicht mehr so gnadenlos über den Tisch gezogen werden, dann muss man auch in Deutschland für so eine Dose wieder eine Stunde arbeiten. Die Dosen halten sich offiziell fünf Jahre und inoffiziell ewig. Die Rationen sind in passender Größe für Tauschhandel.

  1. Mentalo sagt:

    @ letzter Anonym,

    es klingt vielleicht für Einzelne zu Rambo-Klischee-lastig - Lohengrin hat völlig recht, mit dem Dosenfleisch war ja nur ein Beispiel.

    Ich habe zB. IMMER für ca. 4 Wochen Konservendosen (Gemüse, Obst, Wurst, Fisch etc) zu Hause. Dazu noch Trockenwaren wie Nudeln, Reis, Kartoffelflocken, Tee & Getränke.

    Stell dir vor, alle Banken schließen mit einem großen Knall von heute auf morgen und das Geld(Euro als Zahlungsmittel) ist nicht mal das Material wert, wo es drauf ist (Metall/Papier).

    Wie willst du weiter leben? Es wird definitiv Bürgerkrieg geben, die Läden sind/werden geplündert & musst damit rechnen, wenn du dich in einer Stadt/größeren Ort bewegst, dass du über den Haufen geschossen wirst.

    Werkzeug, Batterien, (richtige) Messer & wetterfeste Kleidung ist auch wichtig - Schlafsäcke sollten für jeden da sein. Auf Stromversorgung sollte man nicht unbedingt bauen.

    Es MUSS bei diesem Supergau damit gerechnet werden, dass alle Versorgungsströme, Energieversorgung sowie das gesamte öffentliche Leben etc zusammenbrechen.

    Ansonsten ist der Umtausch in Gold(nicht auf dem Papier) auch gut - besser wäre aber eine reale feste Währung wie SFR, zwecks besserer Zahlungsmöglichkeit, bei den steigenden Goldpreisen, scheinen sich schon eingige mit dieser Währung einzudecken.

    Wenn sich die Lage stabilisiert hast, nimmst du dein Gold & kaufst für kleines Geld ein Haus - das hatte nach dem Schwarzer Donnerstag auch schon funktioniert.

  1. Anonym sagt:

    @lohengrin:

    Zigaretten taugen viel eher als Tauschmittel. Sucht ist stärker als Hunger;)

  1. Anonym sagt:

    Find' ich schon interessant, dass es noch mehr Leute, außer mir, da draussen gibt, die wirklich mit dem Schlimmsten rechnen (Notvorräte anlegen, etc.)

    Gib' solche Gedanken mal beim nächsten Treffen mit Deinen Kumpels oder im Kollegenkreis kund. Die werden Dich sofort einweisen lassen.

    Eigentlich Wahnsinn, wie schnell Menschen vergessen. In D haben wir im 20. Jh. 2x alle Ersparnisse verloren, aber alle glauben tatsächlich, die Menschheit wäre weiser und klüger geworden und so etwas könne nie wieder passieren.

    Oh Mann, wie blöd können Menschen nur sein?

  1. Anonym sagt:

    ah ja leute, wenn einige von euch jetzt wirklich so einen total crash erwarten, wo geld nix mehr wert ist und so, dann herscht chaos. stellt euch einfach nur mal ein bürgerkriegsland vor. also, da hilft euch dann kein gold, keine tonnen von nahrungsmitteln, da gehts dann nach dem Motto "der stärkere gewinnt". also ihr crashprophezeier, kauft euch dann lieber waffen. der mit der waffe braucht kein Gold, der holt sichs. der mit der Waffe holt sich die Lebensmittel.

    und da wir hier im Westen seit Jahrzehnten im Wohlstand leben, werden wir mit so einer Situation viel weit weniger umgehen können als die armen Menschen in diesen Ländern, die leider schon jahrzehnten in so einem Chaos leben.

    also beim einem wirklich total crash mit abermillionen von arbeitslosen bricht auch das sozialsystem komplett zusammen und das schlimmste Chaos bricht aus.

  1. Anonym sagt:

    Von was für Billionen ist denn hier die Rede, von US-Billionen=10 hoch 9 oder "hießigen" Billionen=10 hoch 12? Denn sonst würden aus $11 Billionen schnell $11 Milliarden bzw. 7.492.176.830,60 Euro.

  1. Anonym sagt:

    Sag mal, kannst du nicht lesen? Freeman hat die Zahl sogar ihn Klammern ausgeschrieben, Billion = 1000 Milliarden, damit es jeder versteht. Also sind das hiessige Billionen, schliesslich ist der Text auf Deutsch.

  1. Anonym sagt:

    Doch, ich kann lesen, sonst könnte ich wohl kaum schreiben.
    Und das es ein deutscher Text ist, sagt noch lange nichts über die Billionen aus. Es gibt den genannten Unterschied zwischen US-Billionen und, sagen wir, europäischen Billionen. Die Zahlen in Klammern sollten wohl auch mehr die Höhe des Betrages verdeutlichen.
    Diese Frage wird man doch stellen dürfen, ohne gleich angepöbelt zu werden.

  1. Ryder sagt:

    Was für Geld sichern ?
    Ich habe kein Geld, das ist meine Sicherheit .
    Wut auf die Banken ?
    Hm das riecht nach s
    Sozialismus/Kommunismus und einem Retter mit Wolfsblut im Schafsgewand.
    Der Staat die Banken retten ?
    wtf r u talking about ?

    also ich sage es mal so:
    die Dokumentationen The Money Masters und Money as Debt sowie hunderte und tausende von Büchern über die sog. internationalen bankiers sollten doch eigentlich alle Fragen beantworten, ich meine , Alter das ist weiß-gott nicht der erste Crash den sie inszenieren würden oder wie siehst du das ? der letzte, ja das könnte sein. der big bang, das ist scho neher wahrscheinlich, bald wird sich die schlange in ihren eigenen schwanz beißen, lange dauert es nicht mehr.

  1. schnarch sagt:

    na ein glück, dass ich kein geld habe, das ich verlieren kann.

  1. Faibel sagt:

    tja schnarch, so´n "glück" aber auch - dann hast du ja nicht mehr viel zu verlieren, außer vielleicht dein leben!

  1. Lohengrin sagt:

    Bzgl Chaos, Gold, Nahrungsmittel und Waffen.

    Ich würde sicher nicht ein Kilogramm Gold mit mir rumschleppen. Selbst eine Unze ist viel zu groß, um damit zB Brot zu kaufen. Für zehn Dosen Corned-Beef wird man wohl noch nicht totgeschossen. (Leute, die wegen so etwas töten, werden sehr schnell selbst getötet.)
    Am Besten ist es, nach dem Eichhörnchen-Prinzip an vielen (50?) Orten Vorrat anzulegen. Wenn dann einer ein paar Kilo Dosenfleisch, ein paar Gramm Gold, einen Kanister Benzin und eine warme Hose findet, sei es ihm vergönnt.

  1. Anonym sagt:

    @Lohengrin:

    Einmal richtig, einmal falsch:

    RICHTIG: Einheiten zu je einer Unze Gold (ca.28g) zur Bezahlung von lebensnotwendigen Produkten zu verwenden, wäre sicherlich nicht angebracht, da 28g Gold dann einen immensen Wert haben werden.

    FALSCH: Unter solchen Umständen wirst Du schon für ein Stück Brot "kaltgemacht" und erst recht für 3 Dosen Fleisch (siehe Johannesburg und einige Innenstädte der USA heutzutage).

    Außerdem musst Du Dir vor Augen führen, dass bei einem Zusammenbruch des Finanzsystems auch der Staat zusammenbrechen wird, da die Beamten nicht mehr bezahlt werden. Es wird kein funktionierendes Justizwesen oder Polizeisystem mehr geben.

    Diese Leute werden sich dann auch nur um sich selber kümmern. Als Polizist oder Angehöriger der bewaffneten Streitkräfte würde ich logischerweise meine Knarre behalten, um mich gegen Plünderer zu schützen bzw. im Notfall (um beispielsweise meine Familie ernähren zu können) mir mit Waffengewalt denjenigen vorknöpfen, der über 3 Tonnen Dosenfleisch verfügt(ich komm' immer noch nicht drüber weg über Deine Idee, absolutely hilarious!;).

    Die Philosophie des Survival of the Fittest (das Überleben des Angepasstesten, des Arschkriechers und Schleimers), welches in unserem System für das gesellschaftliche Überleben notwendig ist, wird wieder durch das Überleben des Stärkeren ersetzt werden...,was wahrscheinlich der Typ mit der Knarre sein wird, denkst Du nicht?

  1. Anonym sagt:

    Mal ganz blöd gefragt...

    Wenn ich mir Besipielsweise einen Kredit über 10000 Euro geben lassen würde (jetzt). Ich würde mir die Kohle auszahlen lassen und damit Gold kaufen (echtes,nicht auf Papier). Dann kommt die bevorstehende Krise...

    Ist das Kreditgeld, was ich bekommen habe nach der Krise weniger wert oder wie wirkt sich das ganze aus?

    Wenn das Papiergeld an Wert verloren hat, würde ich ein Stücken von meinem Gold verkaufen, den Kredit damit zurückzahlen und dann noch ne Menge Gold übrig haben..

    Oder hab ich das alles TOTAL mißverstanden? Welche Folgen hätte denn ein Börsencrash für uns (den "normalen" Bürger? Und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um diesen bereits jetzt ersichtlichen Crash gut zu überstehen bzw. sogar noch davon zu profitieren?

    Vielen Dank schon Mal für eure Antworten :)

  1. Anonym sagt:

    @ Anonym bzgl. 10.000 Euro pumpen für Gold:

    Ja, das ist eben eine Medaille mit zwei Seiten. Viele Leute glauben, wenn der Crash kommt, wären sie auch ihre Schulden los, aber eigentlich ist es immer nur der Staat, welcher aus der ganzen Sache fein rauskommt und am Ende (nach dem Crash) könnten Deine Gläubiger immer noch zu Dir kommen und auf Rückzahlung pochen.

    Falls natürlich die gesamte Währung mit den Bach runtergeht (Totalcrash) und wie beispielsweise in Deutschland die Reichsmark durch die DM ersetzt wird, dann hast Du natürlich mit dem Gold eine gute Ausgangsposition. (Ausnahme: Es kann Privatpersonen verboten werden, Gold zu besitzen, wie in den Staaten zwischen den 30-ern und 70-ern), aber das macht ja nichts, wenn Du das Zeug z.B. in einem ausländischen Tresor verwahren würdest.

  1. Freeman sagt:

    @anonym 17:58 Dein Modell stimmt im Prinzip, wenn das Geld dramtisch an Wert verliert, dann kannst du für ein Äppel und ein Ei den Kredit zurückzahlen.

    Nur, trotzdem würde ich keine Schulden machen um Gold zu kaufen, denn du musst ja Zinsen dafür zahlen und Gold bringt dir keine Zinsen im Gegenzug. Ausserdem wird sich die Elite sicher etwas einfallen lassen um dich in der Schuldenfalle zu halten, wie die Zinsen auf 1000% erhöhen. So einfach wird man nicht davon kommen.

    Und in gewissen Ländern gibt es Gesetze, da wird das Gold konfisziert, wie in Amerika. Also anonym kaufen und niemanden sagen.

    Der totale Crash der Aktienmärkte bedeutet, viele Firmen werden schliessen und die ganze Belegschaft entlassen. Sieht man ja an den Banken, wie Citigroup wo 25'000 jetzt die Kündigung bekommen. Also verliert man seinen Job und damit sein Einkommen. Ausser man ist beim Staat als Beamter angestellt, nur da werden sie auch einen Weg finden, weil der Staat ist ja auch pleite dann.

    Am besten ist, Lebenskosten runterschrauben, unabhängig werden, Vorrat anlegen, was fürs Leben notwendig ist, wie Essen, Wasser, Kochen, Heizung, Medikamente usw.

    Die Einfachheit ist gefragt, und Fähigkeiten die was bringen, wie ein Handwerk.

    Sich in der Umgebung zusammentun, gegenseitig helfen und absichern, Nachbarschaftshilfe ist dann sehr wichtig.

    Tauschbare Sachen haben mit denen man handeln kann. Goldmünzen zum Beispiel und sicher keine Goldbarren, viel zu gross.

    Hey, es ist dann "back to the roots", zurück auf was es ankommt. Wer sechs Monate autonom überleben kann, hat es fast geschafft.

    Und wenn nichts passiert, dann hat man ja auch nichts falsch gemacht. Lieber einen Plan B haben der nie benötigt wird, als keinen zu haben und man sitzt dann da mit Hunger im Bauch, im Dunkeln und friert sich den Arsch ab.

  1. Anonym sagt:

    Richtig!, mit einem "richtigen" Beruf, der tatsächlich darauf abzielt, einen Mehrwert zu schaffen (Schlosser, Zimmermann oder Landwirt) kommt man am Besten durch solch einen Schlammassel.

    Nur, viele Leute haben ja nur Schrott gelernt und studiert, wie Accounting, Steuerberater, Akten verwalten, Banking usw. (muss zugeben, zu diesen Leuten gehöre ich auch;).

    Das sind die Gewinner von heute (die wertschöpfenden Berufstätigen müssen deren (recht üppige) Gehälter ja mitfinanzieren, da diese Schlipsträger selber keine Werte schaffen), aber wenn es darauf ankommt (in der Krise), sind deren "Berufe" absolut wertlos. Solcherart Dienstleistungen wird dann kein Mensch mehr brauchen.

  1. Anonym sagt:

    West LB braucht 2 Milliarden!
    http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/wirtschaft/news/523051

  1. Lohengrin sagt:

    anonym 20080118T1702, du hast eine seltsame Vorstellung von den Menschen in Johannesburg und usamerikanischen Innenstädten. Da werden Leute überfallen, die aussehen als hätten sie Geld dabei. Aber erschossen werden die Ausgeraubten dabei selten. Menschen haben da eine Hemmschwelle, und die kommt vor allem davon, dass so etwas ein Echo hervorbringt.
    Wenn A weiß, dass B erst tötet und dann ausraubt, dann fühlt sich A bedroht sobald B in seiner Nähe ist. Das wird B nicht lange überleben. Für so etwas braucht man keine Polizei.

    In Johannesburg wir aus anderen Gründen getötet. Da haben zB letzten März die Taxi-Clans ihren Konkurrent, die städtischen Busse eingeschüchtert. Ein paar Busfahrer wurden massakriert. Darauf weigerten sich die Busfahrer Bus zu fahren bis die Armee ihnen hilft.
    Jetzt wo die Armee auch aus Schwarzen besteht, kann das Ergebnis bei uns nicht mehr als Rassismus verkauft werden.
    Weiterhin werden in Joburg Leute getötet, die Widerstand gegen das Kartell aus ANC und Konzernen (besonderns Strom und Wasser) leisten.

    Warum sollte jemand einen umbringen, der drei Tonnen Dosenfleisch in 50 Depots verbundkert hat? Schlimmstenfalls verliert das Eichhörnchen die Ladung die es zu Markte trägt.

  1. Anonym sagt:

    @Lohengrin

    Jo'burg und LA/NY/etc. Downtown waren nur Beispiele meinerseits für "pretty fucked up places".

    Ich verstehe Deine Logik nicht ganz. Liegt evtl. an diesem Blog-Slang?

    Wie auch immer, ich will Dich nicht beleidigen, aber ich habe den Eindruck, Du scheinst in Richtung "Finanzcrash" nicht ganz verstanden zu haben, inwieweit sich die Laune des Durchschnittsbürgers in einem solchen Fall von
    "HAPPY"
    zu
    "EXTREMELY UNHAPPY"
    wandeln kann und diese Leute komplett ausrasten werden, wenn sie von einem Moment zum nächsten über keine Existenzgrundlage/Ersparnisse mehr verfügen.
    Dann verteidige Dein Dosenfleisch mal gegen einen solch wütenden Mob!;)

  1. Lohengrin sagt:

    Der Mob weiß doch gar nicht wieviel Dosenfleisch das Eichhörnchen hat.
    Selbst wenn jemand das zehnte mal das Eichhörnchen dabei erwischt, wie es 20 Dosen Fleisch vertickt, dann wird dieser das Eichhörnchen nicht töten, sondern es verfolgen in der Hoffnung, den Hort zu finden.

  1. Anonym sagt:

    Ihr seit witzig :-)
    Weder am 1.1.2000 (Y2K) noch am 11. September ist die Wirtschaft zusammengebrochen und das wird auch nicht passieren.
    Das was jetzt passiert ist ein ganz normaler Konjunkturverlauf der sich mit unterschiedlichen Zyklen regelmäßig wiederholt. Bis es die Börse mitbekommt überregiert sie.
    Um Kostolanys zu zitieren "Das Verhältnis von Börse und Wirtschaft ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund. Der Mann geht langsam vorwärts, der Hund rennt vor und zurück.". Seit heute rennt der Hund wieder zurück.

  1. Anonym sagt:

    @21. Januar 2008 19:52

    und irgendwann stirbt der Hund.

    (Nicht mein Bild, deines)

  1. Lohengrin sagt:

    und irgendwann stirbt der Hund.
    dann braucht Arthur einen neuen Butz.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d7/Arthur_Schopenhauer_by_Wilhelm_Busch.jpeg