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Deswegen heissen sie Medienhuren

Donnerstag, 24. Januar 2008 , von Freeman um 00:44

Erstaunlich, ein Journalist der “respektablen” New York Times gibt zu, seine Zeitung hat Schmiergeld von der CIA angenommen und gewünschte Artikel geschrieben.

Hier die Übersetzung des Artikels von Barry Gewen über eine Buchbesprechung:

So viel ich weis, habe ich nie Geld von der CIA angenommen (obwohl ich für einige Organisationen gearbeitet habe, die Verbindungen zur CIA haben, einschliesslich, offensichtlich, mein derzeitiger Arbeitgeber). Das selbe kann man aber nicht über eine ganze Reihe von prominenten Schreibern und Künstlern sagen, von Arthur Schlesinger Jr. bis Jackson Pollock.

Während der frühen Jahre des Kaltenkrieges, wurden sie unterstützt, manchmal aufwendig, immer geheim, durch die CIA als Teil ihres Propagandakrieges gegen die Sowjetunion. Es war wahrscheinlich die erfolgreichste Einsatz von „Soft Power“ in der amerikanischen Geschichte. Nur als die Fakten im Jahre 1967 raus kamen, wurde die Episode eine Quelle für Skandale und Kontroverse, was bis zum heutigen Tag hervorbrodelt. Wie nahe sollten mutmasslich unabhängige Intellektuelle zu ihrer Regierung sein?

Viele Bücher und Artikel sind über all dies bis 1990 geschrieben worden, bis ein Buch, Frances Stonor Saunders “Cultural Cold War” das Feld räumte. Saunders war sehr kritisch über die „Krake CIA“ und über die Intellektuellen welche es erlaubten sich als Bauern im Spiel der Regierung im Kaltenkrieg benutzen zu lassen. Obwohl ihr Buch sehr sorgfältig recherchiert und energisch vertreten wurde, ist es nicht das letzte Wort- weil dieses Thema nicht ein letztes Wort erlaubt.

Jetzt ist der Historiker Hugh Wilford mit “The Mighty Wurlitzer” herausgekommen und man kann es als direkte Erwiderung zu Saunders sehen. Die Story, sagt Wilford, ist komplizierter. Die Intellektuellen auf der CIA Gehaltsliste waren nicht Bauern sondern freiwillige Teilnehmer in was sie als legitime Sache gegen die Sowjettyrannei sahen. Sie nahmen das Geld obwohl sie es sowieso gemacht hätten, die CIA ermöglichte es einfach für sie es effektiver zu machen. Wer hat wen benutzt? Sogar komplizierter ist die Frage der Geheimhaltung. Viele, wenn nicht die meisten Nutzniesser wussten nicht wo das Geld herkommt (oder wollten es nicht wissen). Sie zeigten Entrüstung als die Wahrheit rauskam. Hatten sie recht, aufgebracht zu sein?

Es gibt hier genug ethische Treibsand um eine ganze Flugzeugträger zu versenken. Es ist klar, dass der Kulturkrieg der CIA nicht annähernd so effektive gewesen wäre, wenn er publik geworden wäre (wenn nicht der Kongress zugestimmt hätte die amerikanischen Liberalen, europäischen Sozialisten und die Avantgard-Künstler zu unterstützen, welche die CIA gerne unter ihre Fittiche genommen hat.)

Die Kontroverse über die Geheimhaltung scheint auf die Mittel und den Zweck hinauszulaufen: Der Zweck war die Vorherrschaft des Kommunismus in Europa zu beenden, die Mittel waren was die Geheimdienste, aber nicht Künstler und Schreiber, gewohnt waren anzuwenden. Wilford selber hätte es vorgezogen wenn das Programm öffentlich gewesen wäre, aber sein Buch deutet an, wir sollten vorsichtig sein bevor wir ein vorschnelles Urteil uns erlauben. Er zitiert einige unverfrorene Teilnehmer, einschliesslich Diana Trilling: „Ich mochte die Geheimhaltung nicht, aber war gewillt damit zu leben, weil ich dachte wir machen eine nützliche Arbeit.
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"Man konnte einen Journalisten billiger haben als ein gute Hure, für einige hundert Dollar im Monat." erzählte ein CIA-Agent dem Redakteur Philip Graham der Washington Post, über die Bereitschaft und den Preis von Journalisten die gewillt waren CIA-Propaganda zu verbreiten und Artikel zu schreiben. Aus dem Buch "Katherine The Great," von Deborah Davis, 1991

Kommentar:
Das Journalisten, Buchautoren und Künstler auf der Gehaltsliste der CIA stehen hat nicht aufgehört, sondern läuft so bis heute. Viele linke, feministische und unabhängige Verlage wurden von der CIA mitfinanziert, auch in Deutschland, und sie kontrollieren die Meinung der Leserschaft damit. Eine davon ist der Schmiergel! Die Macht hat schon immer eine mögliche Opposition korrumpiert und benutzt, um damit die Kontrolle über dieses politischen Spektrum zu haben.

Siehe dazu meinen Artikel über die Operation Mockingbird.

insgesamt 8 Kommentare:

  1. Messageman sagt:

    Freeman, niemand bringt so gut wie Du (darf ich Du sagen?) auf den Punkt, was im Politischen Sache ist. Dein Blog ist ein Meilenstein.
    Mit der Kritik an der massenmedialen Gleichschaltung durch das große Geld und der allzu leichten Käuflichkeit vieler armer Journalisten liegst Du absolut richtig und meiner Meinung nach auch ganz nahe am Zentrum der Wurzel aller Übel in der Politik: der Bestechlichkeit. Klar, das ist keine große Neuigkeit. Nicht nur Agenten, die tatsächlich glauben, es wäre legitim, für eine gute Sache auch das Gesetz zu brechen, weil sie nur Machtpolitik für das einizige Gesetz halten, sondern nahezu jeder läßt sich doch irgendwo und irgendwie von irgendetwas ab einer bestimmten Summe oder ab einer bestimmten Reizstärke bestechen. Ist es nicht so? Dennoch gibt es Unbestechlichkeit und immer noch Leute, die ganz bestimmte Sachen auch für Milliarden nicht tun würden. Genau auf die kommt es an. Auf die müssen wir bauen. Ich glaube, Freeman, Du bist so einer.
    Aber zurück zur Medienproblematik:
    wir nutzen doch auch Medien hier, das Internet. Und wir wollen doch auch möglichst viele erreichen, quasi mit unserer (höheren?) Vernunft auch Macht haben, das heißt etwas bewirken, zum Besseren, oder nicht? Also müssen wir uns fragen, wie wir mit unserer Aufklärung möglichst effektiv sind. Maximaler Wahrheitsgrad ist essenziell, macht aber auch unglaublich viel Arbeit. Da stellt sich die Frage: wenn nun alle maximal aufgeklärt wären, aber trotzdem keiner den Finger rührt gegen die Mafia der Machtelite? Manchmal ist man über die wahren Tatsachen über die geheimen Machenschaften der wahren Strippenzieher hinter den Kulissen der Politik so empört, daß man sie alle in die Luft jagen wollte. Aber das brächte höchstwahrscheinlich auch nichts, denn der Hydra wachsen zehn neue Köpfe nach. Terror kann nicht mit Terror bekämpft werden. Also müssen wir schauen, daß wir mit friedlichen, aufklärerischen Mitteln möglichst viele und damit doch viel und vielleicht das einzig Mögliche erreichen: mehr Bewußtsein darüber, wie es sich in Wahrheit verhält. Da frage ich Dich: würde es Dir gefallen, wenn ich Massenmails mit kurzen politisch aufrüttelnden Statements, die alle auf Deine Seite verweisen, an alle möglichen Leute versenden würde?

    Gruß von Christoph.Hans.Messner@gmx.de

  1. Anonym sagt:

    messageman, Du bist echt lustig; sagen wir mal so: meinst Du wirklich, daß ein Schlachter sein Unterfangen freiwillig beendet, selbst wenn er weiß, daß alle seine potentiellen Opfer wissen, was er tut, aber trotzdem regungslos dastehen ? Wohl eher nicht !

    Wissen allein hilft nicht - stille Empörung auch nicht - wohl nur ein Mob, der die Hydra wutentbrannt "auffrißt" stoppt die perverse Elite

    aber btt: Atomkrieg als Option im »Manifest« zur Reform des westlichen Militärbündnisses (auch wenn die Meldung aus einer unterwanderten Linken kommt)

    http://www.jungewelt.de/2008/01-24/001.php

  1. messageman sagt:

    Hallo anonym,

    Du magst recht damit haben, daß man den Drachen nicht mit Wissen allein erledigen kann. Ich denke aber, ohne Wissen geht es auch nicht. Nur wie der Mob wutentbrannt irgendwie auf den Drachen einzuhauen, ohne Köpfchen, ohne Lanze, ohne genaue Herz-Ziel-Sticherfassung, das hat noch nie irgendwas geändert, siehe Geschichte der Menschheit. Was ich vorgeschlagen habe, ist ja keine "stille" Empörung, sondern Massenaufklärung durch Massenmails.
    Wenn die alte Doktrin des Balance of Power nun durch die uralte Doktrin Erstschlagkapazität auch in der NATO ersetzt wird, dann frage ich Dich: was tust Du dagegen?

    Gruß von messageman

  1. Anonym sagt:

    gute Frage ... erstmal Montags wieder demonstrieren gehen

  1. messageman sagt:

    Hallo anonym,

    bringen heutzutage Demonstrationen draußen auf der Straße noch was? Ist man da nicht gleich von vornherein abgestempelt und in eine Schublade geschoben? Ist die effektivste Form der Demonstration in einer Zeit, in der fast alle vorm Fernseher oder vorm Computer sitzen, die gezielte Wahrheitsverbreitung durch Massenmails und dann die massenhafte Konfrontation der Leute, die in Schlüsselpositionen sitzen, damit?
    Übrigens, die E-Mail-Adresse des Papstes ist: benediktxvi@vatican.va

    Ich glaube, das, worum es heute geht, ist die Idee für die wahrhaft gute Ordnung im Kopf und im Herzen zu behalten und da reicht das Demonstrieren, das Bild alleine nicht aus, da muß man auch philosophisch in sich nachdenken, welche Ordnung man eigentlich will.

    Gruß von messageman

  1. Anonym sagt:

    Die NATO ist reif dafür aufgelöst zu werden, genauso wie der Warschauer Packt ende der 90 ér.
    Europa braucht eine eigenständige Verteidigungs- Institution ohne Einmischung von außerhalb.
    Dieses Verteidigungsbündnis soll nur auf Europa beschränkt sein, und eine Einmischung in anderen Regionen sollte strick Verboten sein.
    Beistandpakte außerhalb Europas nicht statthaft, politische Institutionen die dieses Verbot unterlaufen, sollten vor einen Internationalen Gerichtshof zitiert werden ohne wenn und aber.
    So kann ich mir ein Europa in 50 Jahren auch noch vorstellen, nicht in der Art wie es heute zu Tage Läuft.

  1. Anonym sagt:

    Hi,
    habe gerade in den Nachrichten vernommen, dass der Spiegel eine neue Leitung bekommen hat. Die Doppelspitze besteht aus Mathias von blumencron und Georg Mascalo...
    Wer Lust hat, tippt die Namen in Verbindung mit Begriffen der NWO in eine Suchmaschine...
    Offensichtlich müssen die Massen auf bevorstehende Dinge noch besser "vorbereitet" werden.

  1. Anonym sagt:

    Hi
    Ich Denke das es nichts wird mit Europa aus der Nato aussteigen.
    Wenn man die Europa Gesetze sieht,
    (wenn sie kommen sollten)das die dann in eine Revoltierende
    Menge Schiesen dürfen,wird mir schlecht,Hitler läst Grüßen.
    Zu finden in Politblog.