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Das gleiche ist nicht das selbe

Mittwoch, 3. Oktober 2007 , von Freeman um 22:26

Wenn die Bush-Regierung ein Verbrechen begeht ist das was anderes

Die Lügensprecherin des Weissen Haus Dana Perino wurde um eine Erklärung über die Situation in Burma von der Presse gefragt. Hier ihre Antwort:

Tja, leider kann Einschüchterung und Gewalt eine friedliche Demonstration auflösen. Und Berichte über sehr unschuldige Menschen die in Gefängnisse geworfen werden, wo sie für Jahre gehalten werden ohne Vertretung oder ordentlichem Verfahren, ist beunruhigend. Und wir hören einige Klöster sind geschlossen worden. Jetzt, offensichtlich, wieder eine abschreckende Wirkung auf die Demonstranten hat, aber wir rufen alle auf Zurückhaltung zu zeigen und denen die sich in Burma ausdrücken wollen, erlauben es zu tun.“ (WH)

Es ist eine unverschämte Frechheit und unglaublich zynisch wie das Weisse Haus die menschenverachtenden Methoden andere Länder kritisiert, sie aber gleichzeitig genau das gleiche machen „…unschuldige Menschen die in Gefängnisse geworfen werden, wo sie für Jahre gehalten werden ohne Vertretung oder ordentlichem Verfahren…“.

Offensichtlich ist so was in Ordnung wenn man zur Bush-Verbrecherbande gehört, nur andere dürfen das nicht machen.

Auf der US Militärbasis Guantanamo Bay auf Kuba vegetieren hunderte unschuldige Menschen seit vielen Jahren, werden gefoltert, erniedrigt und geschändet, ohne ein ordentliches Gerichtsverfahren zu bekommen.

Wie kann man es wagen andere Regierung zu kritisieren und zu verurteilen, wenn man genau diese Verbrechen und noch viel schlimmeres selber macht. Mich wundert warum die Decke des Presseraumes im Weissen Haus vor lauter Lügen nicht auf Frau Perino gefallen ist.

insgesamt 5 Kommentare:

  1. Free Burma! sagt:

    Free Burma!
    International Bloggers' Day for Burma on the 4th of October

    Blog- und Website Betreiber aus aller Welt bereiten einen Aktionstag zur Unterstützung der friedlichen Revolution in Burma vor. Wir wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und den Menschen, die ihr grausames Regime ohne Waffen bekämpfen, unsere Sympathie bekunden. Diese Blogger haben vor, am 4. Oktober 2007 ihre normalen Blog-Aktivitäten einzustellen, um nur einen einzigen Artikel zu veröffentlichen: Ein rotes Banner mit dem Text „Free Burma!“.

    www.free-burma.org

  1. Anonym sagt:

    Den Leuten in Burma zu helfen ist sehr ehrenwert. Aber wir solten dabei nicht vergessen vor der eigenen Türe zu kehren.
    Für die westlichen Politiker ist Burma ein willkommenes Ereigniss um von sich abzulenken

  1. Freeman sagt:

    Genau so ist es... ein Ablenkung... denn tatsächlich geht es um die Vorherrschaft im Drogenhandel, ein Kampf zwischen der Militärregierung und der CIA. Die Cocain Import Agency duldet keine Konkurrenz und deshalb muss sie mit allen Mitteln die Generäle stürzen... unterstützt die Opposition... streut Propaganda in den Medien. Wie immer geht es nur ums Geschäft.

  1. mr.t?ness sagt:

    Ist euch eigtl. aufgefallen, dass je mehr Brutalität dort an den Tag gelegt wird, desto weniger darüber berichtet wird (verhältnismäßig). Als der friedliche Aufstand noch NUR eine Demonstration tausender Mönche (und Aufgeweckter) war, war dies sogar Titelblätter wert, aber die brutale Niederschlagung der Junta-Gegner geht im Vergleich dazu völlig unter...

  1. Fatman sagt:

    Um auf solche Diskrepanzen zu stoßen, dass bei anderen verdammt wird, was man selber tut, braucht man nicht in die Weltpolitik zu gehen, das ist hier bei uns in der Kommunalpolitik genau so. Und wie in der großen Politik kommt es auch hier nur darauf an, auf wessen Seite die Presse ist.
    Ich begreife solche Vorgänge auch nicht, aber es scheint ein Naturgesetz zu sein.