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Mossad rekrutierte Terroristen getarnt als CIA-Agenten

Samstag, 14. Januar 2012 , von Freeman um 00:05

Es ist erstaunlich mit welcher Offenheit das Foreign Policy Magazine der CFR in letzter Zeit uns hinter die Kulissen schauen lässt. Ich habe schon mehrmals wie hier und hier daraus zitiert. Im neuesten Artikel von Mark Perry beschreibt der Autor, wie Agenten des israelischen Geheimdienst Mossad sich als CIA-Agenten ausgegeben haben, um Jundallah Terroristen zu rekrutieren, damit sie Terrorangriffe gegen den Iran durchführen. Diese Tatsache ist hochaktuell, wegen der Ermordung eines vierten Atomwissenschaftlers in Teheran vor wenige Tagen, wobei Israel dahinter stecken soll.



Laut CIA eigenen Angaben soll Jundallah für eine Reihe von Mordanschlägen gegen Offizielle innerhalb des Iran verantwortlich sein. Dabei wurden auch Frauen und Kinder getötet. Aus internen Dokumenten der CIA geht hervor, die Israelis, vollgestopft mit amerikanischen Dollars und mit gefälschten US-Pässen, gaben sich als CIA-Agenten aus, um Mitglieder der Jundallah anzuheuern. Dies als Tarnung, denn direkt für Israel würden die Islamisten wohl nicht arbeiten.

Jundalla ist eine extremistische sunnitische Organisation, die aus Pakistan operiert. Sie als nützliche Idioten gegen die Schiiten des Iran aufzuhetzen und einzusetzen liegt nahe. Diese Rekrutierung erfolgte 2007 und 2008 ganz frech unter der Nase der CIA, hauptsächlich in London, wo der Mossad die beste Unterstützung des britischen Geheimdienst MI6 geniesst.

Die US-Offiziellen wissen nicht ob dieses Rekrutierungsprogramm heute noch existiert, sie waren aber erstaunt mit welcher "Chuzpe" sie vonstatten ging. "Es ist erstaunlich mit was die Israelis meinten davonkommen zu können," sagte ein CIA-Insider. "Ihre Rekrutierung erfolgte fast in der Öffentlichkeit. Es war ihnen völlig egal was wir darüber dachten."

Interviews, die in den letzten 18 Monaten mit sechs Agenten die noch ihm Dienst sind oder welche die pensioniert sind geführt wurden, halfen die Lücke über diese Operation unter falscher Flagge zu schliessen, schreibt der Autor. Zusätzlich sagt er, die Existenz dieser Operation wurden ihm von anderen Offiziellen aus dem US-Geheimdienst bestätigt.

Mark Perry berichtet weiter, man kann es nicht leugnen, es gibt eine geheime, blutige und andauernde Kampagne, um das iranische Atomprogramm zu stoppen. Obwohl der neueste Mordanschlag gegen Mostafa Ahmadi Roshan vom 11. Januar, bei dem sein Fahrer auch seinen Verletzungen erlag, in dem ein Motorradfahrer eine Haftbombe an das Auto anbrachte, nicht mit Jundallah in Zusammenhang gebracht werden kann, sagt Perry.

Die Information über die israelische Operation unter falscher Flagge ging durch alle Instanzen bis ganz nach oben, zur CIA-Führung und ins Weisse Haus. Bush soll "völlig ausser sich" gewesen sein, als er darüber informiert wurde.

"Der Bericht machte dem Weissen Haus grosse Sorgen, weil das israelische Programm das Leben von Amerikanern in Gefahr bringen würde," erfuhr Perry. Ausserdem war Bush bis zu seinem Amtsende besorgt, die Israelis würden damit die brüchigen Beziehungen zu Pakistan gefährden. Der Iran hatte nämlich grossen Druck auf Pakistan ausgeübt, gegen Jundallah vorzugehen.

"Es ist verständlich warum Bush so erbost war," sagte ein Geheimdienstler. "Es ist schwer mit einer ausländischen Regierung zu verhandeln, wenn sie der Meinung sind, man bringt ihre Leute um. Wenn man damit angfängt, dann meinen sie das gleiche tun zu können."

CIA intern gab es Kräfte die verlangten, man müsse scharf gegen Israel vorgehen, aber es passiert nichts. Man stritt sich, in dem die einen fragten, "auf welcher Seite sind die Israelis eigentlich?", und die anderen meinten, "der Feind meines Feindes ist mein Freund."

Angeblich soll das Thema Jundallah dann beim Amtsantritt von Obama erledigt worden sein. In der ersten Woche als Präsident hat er das gemeinsame Programm zwischen USA und Israel mit dem Iran als Ziel zurückgefahren. Es soll nur auf technischer Ebene ein Informationsaustausch zwischen den beiden Staaten stattfinden, was das Atomprogramm des Iran betrifft, aber keine gemeinsamen Sabotageaktionen, schreibt Perry.

Auch das Aussenministerium betont sehr vehement, die US-Regierung hatte und hat keine Beziehungen zu Jundallah. Hillary Clinton betonte auch am Freitag wieder, die USA hat mit dem neuesten Mordanschlag in Teheran nichts zu tun. Sie würden keine Terroranschläge veranlassen oder selber durchführen, sondern mit der internationalen Gemeinschaft gegen die Unterstützer von Terror arbeiten, um die Gewalt gegen Zivilisten zu verhindern.

Dieses Abstreiten einer Beteiligung fällt nur schwer zu glauben, wenn man die Drohungen die sonst gegen den Iran ausgesprochen werden hört. Aber im Artikel von Perry scheinen die CIA-Offiziellen ziemlich sauer auf Israel zu sein, weil sie es ohne ihre Zustimmung tun.

"Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passierte, aber es ist der schlimmste Fall von dem ich gehört habe," sagte der ehemalige Chef von CENTCOM, General Joe Hoar, über die israelische Operation. "Operationen unter falscher Flagge sind wohl nichts neues, sie sind aber sehr gefährlich. Man benutzt die Freundschaft mit einem Alliierten für eigene Zwecke. Israel spielt mit dem Feuer. Es verwickelt uns in ihrem verdeckten Krieg, ob wir es wollen oder nicht."

Was der General hier sagt erinnert mich sehr an DIE Operation unter falscher Flagge überhaupt und man könnte auf die Idee kommen, er meint auch damit 9/11, von wegen "Man benutzt die Freundschaft mit einem Alliierten für eigene Zwecke". Was ist mit der Gruppe von Mossad-Agenten, die am 11. September in New York verhaftet wurden, weil sie mit einem Transporter voll mit Sprengstoff und einen Haufen Bargeld erwischt wurden? Das lässt doch mindestens vermuten, der Mossad war bei 9/11 involviert. Aber dieser Spur ist im Sand verlaufen.

Jedenfalls sind laut Perry viele eben erst pensionierte CIA-Offizielle sehr frustriert über die Mordanschläge und Sabotageaktionen im Iran, hinter denen Israel steckt. "Es wird ziemlich schwer für die USA sein sich von einem israelischen Angriff auf den Iran zu distanzieren, wenn solche Sachen passieren," erzählte einer von ihnen Perry.

Dieser Artikel im Magazin der CFR, der Israel und den Mossad völlig blossstellt, passt für mich zur der erstaunlichen Aussage von Verteidigungsminister Leo Panetta vom 8. Januar, wo er in einem Interview bestätigte, der Iran baue keine Atombombe. Auf die Frage, was er denn tun würde, wenn Israel unilatteral angreifen würde, sagte Panetta, "dann würden wir unsere Truppen schützen." Er sagte NICHT, die USA würden dann mitmachen. Man muss genau auf die Worte achten.

Jedenfalls werden hier zwei unterschiedlich Signale von Insidern gesendet. Washington signalisiert der israelischen Regierung, fangt ja keine Krieg gegen den Iran an, in der Meinung, Amerika damit reinziehen zu können. Auf der anderen Seite die ständigen Drohungen und das Auffahren der US-Navy mit Flugzeugträgern vor der iranischen Küste als Provokation und dann noch das Ölembargo, was an sich schon ein Kriegsakt darstellt.

Ist das nur Wahlkampftaktik von Obama, um nicht als schwach gegenüber den Gegnern aus der Republikanischen Partei dazustehen, oder wollen sie wirklich einen Krieg, tun nur scheinheilig und warten den richtigen Zeitpunkt ab? Egal, was Washington und Tel Aviv ganz sicher wollen ist ein "Regimewechsel" im Iran. Israel will regionale Supermacht sein und Amerika die globale mit der Kontrolle über alle strategischen Ressourcen der Welt. Die Elite tolleriert keine unabhängigen Staaten, die nicht nach der Pfeife der Finanzmafia tanzen.

insgesamt 6 Kommentare:

  1. REBELL sagt:

    die amerikaner sind sowas von verlogen das sich die balken biegen, offiziell können die sagen wir waren das nicht, das war israel, dabei sind die es doch die in afganistan, irak, libyen oder wo sonst sie auch krieg führen, foltern und morden

  1. Kasandroo sagt:

    Die Meldungen überschlagen sich und machen nur eines: Verwirren!

    Natürlich will man vor den Wahlen gut aussehen und zwar als "Gutmensch". Deshalb wird ja auch wieder das Guantanamo-Thema aufgegriffen und darüber aufgeklärt, dass es ja nicht so einfach wird es zu schließen. Warum nicht einfach? Man muss doch nur die Gefangenen frei lassen, sie entschädigen und die Türen hinter sich zu schließen, besser noch das ganze Lager sprengen.

    Egal wer in den USA wieder die Wahl gewinnt. Wenn die Wahlen vorbei sind, gibt es irgendein Ereignis, was irgendjemanden dazu "nötigt" den Iran anzugreifen, denke ich. Das hat ja die Vergangenheit gezeigt: Man kann den Schauspieler wählen aber nicht den Regisseur und deshalb ist es fast schon egal, wer im Iran Terror schürt. Fakt ist: In der Öffentlichkeit und den "Großen Medien" waren es radikalislamistische Terroristen, wer sonst, die waren es schon immer. Und diese werden ganz traditionell von der "Freien Welt" bekämpft. Ich bin nur gespannt wie lange die "Freie Welt" damit noch durchkommt. Das Drehbuch wird irgendwie immer mehr vom Film abweichen. Irgendwann wird es fast jeder merken, weil der Film so schlecht ist. Was dann aber passiert, kann man sich denken, deshalb ja diese blöden Gesetze wie NDAA und im Lissaboner Vertrag.

    Danke Freeman.

    Friede!

  1. xabar sagt:

    Weitere Aktionen des Mossad sind zu erwarten:

    1. Hinweis:

    Benny Gantz, Generalleutnant und Generalstabschef der Israelischen IDF:

    "Der Iran sollte auf weitere unnatürliche Ereignisse vorbereitet sein im Jahre 2012", zitiert I. Salami den israelischen Oberkommandierenden auf PressTV.

    2. Hinweis:

    James Fetzer und Joshua Blakenay sprechen in einem gemeinsamen Artikel zum Thema 'False Flag'-Attacken, dass 'nach zuverlässigen Quellen' eine Attacke auf den inzwischen ausrangierten Flugzeugträger 'Vincennes' (CG-49), der 1988 ein iranisches Passagierflugzeug abschoss (290 Tote, darunter 60 Kinder), geplant sei, um einen Vorwand für einen massiven Angriff der US auf den Iran zu liefern. Ein Angriff gerade auf dieses Schiff sei ideal, denn damit könnten die USA dem Iran ein glaubwürdiges Motiv unterschieben, als Racheakt für die Attacke von 1988.

    Mossad werde diese Attacke selbst durchführen und den Iranern in die Schuhe schieben.

    Als Quelle wird ein ehemaliger isralischer Geheimdienstoffizier namens Avi Perry angegeben.

    In dem Artikel heißt es auch, dass

    "Mossad was implicated in 9/11".

    Mossad sei in die Anschläge von 9/11 verwickelt gewesen.

    (Quelle: PressTV, 14.1.).

  1. archelys sagt:

    Danke, freeman, so langsam kommen wir zum Kern der Sache...

  1. freethinker sagt:

    Ob es nun direkt eine Absprechung gab und/oder gibt bezüglich irgendwelcher Terroranschläge von USrael oder nicht. Diese beiden "Eliten" sind so stark miteinander verfilzt, dass es schwer fällt bestimmte israelische von amerikanischen Terroraktionen zu trennen. Hieraus folgt z. B., das die Beiden, die USA als auch Israel in 911 involviert waren und nicht nur die US-Regierung.

  1. xabar sagt:

    @freethinker

    Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: Israel hält die USA als Geiseln, zwingt ihnen ihre Politik, ihre verbrecherische Politik auf und plündert das Land aus.

    Jemand hat mal treffend gesagt:

    "Capitol Hill is Israel's occupied territory."

    Sehr wahr: Der Kongress wird vollständig von Israel und den Neocons beherrscht. Kein Präsident der USA kann es sich leisten, gegen die Israel-Lobby zu agieren (schon Truman bekam das zu spüren), ohne dass ihm Konsequenzen für die nächste Wahl drohen.

    Sie sind alle von den steinreichen jüdisch-zionistischen Milliardären, die z.B. die gesamte Medienlandschaft beherrschen, abhängig. Hinzukommt der Einfluss der Neocons, Israel's fünfter Kolonne und die der mit diesen verbündeten evangelikalen christlichen Zionisten, zu denen der geistig Retardierte George Dabbelju Bush gehörte.

    Literaturtipp:

    Greg Felton, 'The Host & The Parasite. How Israel's Fifth Column Consumed America', Bad Bear Press 2010.

    Felton beschäftigt sich in seinem Buch damit, wie das alles in den 80iger Jahren unter Reagan angefangen hat, geht den Ursprüngen nach und kommt zu dem Ergebnis, dass

    "Die US-Republik, die 1776 gegründet wurde, heute keinerlei Ähnlichkeit mehr hat mit dem antidemokratischen Polizeistaat, der seinen eigenen Bürgern den Krieg erklärt hat, der für Israel unnütze Kriege im Mittleren Osten provoziert."