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Megaupload zeigt, die Wolke ist eine Falle

Samstag, 21. Januar 2012 , von Freeman um 18:00

Der bekannte deutsch-finnische Hochstapler und Betrüger Kim Schmitz wurde in Neuseeland verhaftet, zusammen mit seinen drei Kumpanen, die schon wegen Adressbuchschwindel aufgefallen sind, und seine Seite "Megaupload" wurde wegen Urheberrechtsverletzung und Geldwäscherei geschlossen. Mich interessieren die Machenschaften von Tim Dotcom, wie er sich auch nennt, eher weniger, sondern mit dem Fall will ich auf eine Gefahr hinweisen. Megaupload wurde neben dem Angebot für illegale Downloads von Musik und Filmen auch als Datenspeicher für private Daten benutzt. Das war ja die Tarnung. Durch das Abschalten der Webseite sind aber die privaten Daten für Millionen von Benutzer für immer verschwunden.

Ich bin und war schon immer für Lokalisierung statt Zentralisierung, für lokales Denken statt globales, egal ob es um Politik, Wirtschaft, Geld, Lebensmittel oder wie hier, um die Datenspeicherung geht.

Die Benutzer von Megaupload sind jetzt total aufgebracht, weil ihre ganzen persönlichen Dateien, die nichts mit einer Copyright-Verletzung zu tun haben, aber auf dem File-Sharing-Dienst von ihnen abgelegt wurden, nicht mehr im Zugriff sind. Sie sind wenn man es genau nimmt, vom US-Polizeiapparat über Nacht enteignet worden, denn die Daten sind ja ihr Eigentum. Das ist der grosse Nachteil von Cloud-Computing.

Ein Nutzer von Megaupload beschrieb auf Twitter seinen Unmut so: "Ich hatte Datein dort ... für immer verschwunden ... sie waren persönliche Aufzeichnungen! Keine Copyright-Verletzung!" Ein anderer beklagte den Verlust seiner ganzen Arbeitsunterlagen und viele fluchen jetzt über ihre Situation ohne Daten dazustehen.

Das kommt davon, wenn man "die Wolke" als Datenspeicher benutzt und nicht mehr auf seinen eigenen Computer ablegt. Dabei wurde der PC, Abkürzung für Personal Computer, gerade als Gegenstück zu den Grosscomputern damals Anfang der 80-ger Jahre ins Leben gerufen und deswegen als Vorteil gepriesen. Man ging vom einem grossen zentralen Rechnersystem zu einem kleinen und persönlichen über. Jetzt sollen wir die Rolle rückwärts machen und die Cloud wird uns als "die Lösung der Zukuft" verkauft.

Der Computer auf dem Schreibtisch war lange Jahre der wichtigste Ort zur Speicherung und Verarbeitung von Daten. Eigene Dokumente, Fotos und Filme konnten so erstellt und gespeichert werden. Aber Applechef Steve Jobs hat als "Visonär" diese Ära für beendet erklärt, obwohl selber mit dem Mäc gross geworden. Appel macht zur Zeit sehr viel Werbung für ihr iCloud-Konzept. Die iGeräte sollen nur noch Daten darstellen aber nicht mehr speichern.

Cloud-Computing bedeutet, dass Nutzer ihre Daten nicht mehr selbst verwalten, sondern die Speicherung einem nicht näher definierten Rechnernetzwerk überlassen, zu dem sie via Internet Zugang haben. Alle Daten und Informationen, die jemand in ein Gerät eingibt, werden dabei in Rechenzentren irgendwo auf der Welt abgelegt und können vom Nutzer mit jedem Gerät abgerufen werden – solange es einen Internetzugang hat.

Der Vorteil, wird uns gesagt, liegt an der ständigen Zugriffsmöglichkeit, egal wo man sich auf der Welt befindet und mit welchem Gerät man darauf zugreifen will, ob PC, Laptop, Tablet oder SmartPhone. Apple verkauft diese Idee in ihrer Werbung mit dem Argument, eine Datei die man auf einem Gerät speichert, ist sofort auf allen anderen auch vorhanden, natürlich nur die von Appel. Die Clouds der verschiedenen Betreiber sind untereinander ja nicht kompatibel.

Google bietet solche Lösungen seit Jahren an, genau wie Amazon und IBM. Microsoft ist auch dabei. Was sie aber uns nicht erzählen, sie machen uns damit völlig von ihnen abhängig, und wie der Fall Megaupload zeigt, sehr verwundbar. Das ist ja auch das Ziel dieser Konzerne, eine Monopol zu schaffen und Abhängigkeit.

Sie erzählen uns, ein File-Sharing-System mit unseren Daten irgendwo in der Wolke ist besser, weil wir dann von einem Crash unserer Harddisk geschützt sind und die Kapazit nicht beschränkt ist. Ausserdem, der Zugriff wie oben beschrieben wäre von überall möglich. Klingt irgendwie gut auf dem ersten Blick, solange man nicht an die Konsequenzen denkt und was dahinter steckt.

Das Konzept der Wolke ist der Versuch uns wieder ins alte Modell zu zwingen, in die Zeit der zentralen Mainframe-Computer, wo unsere Daten in den Händen der Konzerne und damit des Staates liegen. Es ist eine Zentralisierung und damit ist unser Eigentum nicht mehr unter unserer Kontrolle. Sie können uns nach Belieben abschalten und den Zugriff verweigern. Ausserdem können sie unsere Daten studieren und sich daraus ein Bild über uns machen.

Ich hoffe deshalb, dass die Schliessung von Megaupload einigen von euch die Augen öffnet, was dieses Konzept überhaupt bedeutet und warum er so forciert wird. Nichts ist gratis auf der Welt und wenn Konzerne uns das als "die Lösung für den mobilen Menschen" andrehen wollen, dann hat es einen Grund. Das gleiche trifft auch auf die bargeldlose Gesellschaft zu und überhaupt der Drang nach Outsourcing, Globalisierung und Zentralisierung.

Dabei, nur was man in der Hand hat gehört einem wirklich. Nur Bares ist Wahres. Egal ob Geld, Gold, Lebensmittel, oder Dokumente, Fotos und Filme, sobald man es einer externen Organisation zur Aufbewarung gibt, gehört es einem nicht mehr und ist weg. Wenn dann auf der Tür steht, "wegen Zu geschlossen!" oder auf dem Bildschirm "Zugriff verweigert!" steht man dumm da und ist ein handlungsunfähiger Sklave.

Wir wollen aber keine Sklaven sein, sondern freie, unabhängige und jederzeit handlungsfähige Menschen. Deshalb, die Wolke ist schlecht und Lokalisierung gilt für alle Bereiche. Behaltet eure Daten im eigenen Zugriff, auf eigenen Datenspeichern und damit ausser Sicht vor fremden Augen.

insgesamt 35 Kommentare:

  1. phatsphere sagt:

    alles richtig, nur gibts auch etwas hoffnung. manche hoster verschlüsseln die daten schon am client bevor sie überhaupt hochgeladen werden.

    die konsequenz ist, dass nichtmal dann wenn deren ganze hardware untersucht wird, etwas von den eigentlichen inhalten bekannt wird.

    bestes beispiel http://wuala.com/

  1. Ist so meiner Meinung nach nicht ganz korrekt (Aber im Kern richtig). Man muss unterscheiden zwischen"Wolken" zum Zwecke der reinen Datenspeicherung, und Wolken zum Zwecke der Synchronisierung ... Die Apple-iCloud dient rein der Synchronisierung und nicht zu Backup-Zwecken. Auf den Komfort der drahtlosen Synchronisierung werden wohl in Zukunft die wenigsten verzichten wollen. Datenschutz hin oder her. Einziger Ausweg wäre der eigene Sync-Server, den z.B. auch Apple mit OSX Server anbietet. Hiermit sind alle Funktionen der iCloud im eigenen Heim abbildbar. Ökologisch ist das wiederum auch nicht. Oder man nutzt z.B. http://owncloud.org. Läuft auf Mietservern.

  1. Shiryuu sagt:

    Bin da der selben Meinung Cloudcomputing ist schwachsinnig und macht letztlich nur abhängig, sofern man sich darauf verlässt.

    Als Alleinige Festplatte oder zur Datensicherung sind clouddienste Komplett ungeeignet, da die, wie schon gesagt, verbindung mal einfach geblockt werden kann, der Server kann auch ausfallen oder man hat selber kein internet gerade. Dann ist das ganze nutzlos. Man wird also abhängig von seiner Inetleitung und dem Anbieter. Super.. Dazu haben dann Konzerne Einsicht in meine Daten, besonders heikel bei geschäftsgeheimnissen oder sehr pikanten Privatfotos.
    Außerdem sind Festplatten heute so derbe billig, da kann mir keiner erzählen, dass diese zu teuer seien.

    Wenn man aber wirklich öfters große Dateien tauschen muss/will, kann man sich auch selber nen server machen, so teuer ist dass dann auch nicht. Wenn man diese Dienste dennoch nützen will um Sachen abrufbar zu haben für andere, dann verschlüsselt man das ganze mit AES über Truecrypt(keine backdoors bekannt) und sehr sehr gutem Passwort. Dann kann auch keiner die Daten einfach ausspionieren.

    Moral von der Geschichte:
    wenn man gut verschlüsselt die Sachen ablegt, kann man das durchaus auch als zusätzliches backup verwenden oder um mal zu tauschen. Aber eben nur mit verschlüsselung. Als alleinige Festplatte oder alleinige Arbeitsfläche komplett ungeeignet.

    Ich wiederhol mich zwar, aber ich versteh es echt nicht, wie man in Zeiten von sehr sehr billigen Festplatten unbedingt die Cloud als Arbeitsfläche oder Festplatte nützen will. Für 2 TB zahl ich grade 120€, vor der Thailandflut wesentlich weniger(hab für 2tb extern 80€ gezahlt)(tolle Globalisierung, wenn dann die Produktion von Festplatten z.B. fast komplett in Thailand ist und von dortigen begebenheiten abhängig ist).

  1. Kane Bock sagt:

    Vollkommen richtig. Ein weiterer Versuch, sich die Menschen untertan zu machen.
    Ich wusste schon, warum ich meine Macs nicht von SL auf Lion upgedated habe. Auf die iCloud kann ich getrost verzichten.

  1. Danke Freeman, für diesen wichtigen Artikel. Sehr korrekt geschrieben und ich schließe mich dem Nachdruck an!
    Wieso zum Teufel sollen wir denn in fremden Wolken unsere Daten abliefern??
    Jeder USB 3.0 32GB Stick ist besser! Oder eine 2 TB Platte als externe. Da könnt ihr euch alles drauf packen was ihr wollt... Speicher ist verdammt günstig geworden!(okay nicht "jetzt" nach der Flut) Wieso soll ich dann meine Daten auf einem öffentlichen Marktplatz abstellen. Dazu ist sowas absolut Hackunsicher. Kein einziges PC System ist sicher! Keins.
    Diese ganze Cloud Geschichte ist wieder ein Beispiel wie ahnungslos und bequem die Mainstreamnutzer sind. Alles ja schön easy und so synchron. WOW. Cool.
    Leuuuuuuuute, die Daten sind woanders! Ihr gebt anderen eure Rechte ab! Ich glaube sogar, dass bei den Messengern Yahoo oder Icq alles Geschriebene und Übertragene auch mit deren AGB so rechtlich entfremdet werden kann; man gibt also sein geistiges Eigentum ab.
    Aber die Leute raffen nix, weil sie nicht recherchieren.

    Ach ja, dieser miese Kim Schmitz größenwahnsinnige Gangster.(Börsenbetrug mit Let´s Buy it; Geld vom Rotlichtmilieu angenommen, also dreckiges Menschenhändler Geld, dazu fahrlässiges (Töten) bei den Gumball Rennen,etc...)
    Ich erinnere gerne mal dran, dass er skrupellos ist! Ein hoch darauf, dass dieser kranke Typ im Knast ist!
    An die Anons:"Ihr macht hier einen Fehler! Ihr solltet eure Loic nicht für diesen Kimpire Typen einsetzen. Er hat es nicht verdient!Er ist ein schlechter Mensch."

  1. icebear sagt:

    Tja selbst dran schuld wen mann seine daten aus der hand gibt. ich brauch zum glück keine clouds ............ hab hier 4 externe festplatten mit jeweils 3 tb ...... aber selbst wen ich nur ne 10 gb festplatte hätte würd ich clouds nicht nutzen .... allein schon die unsicherheit nicht zu wissen was mit meinen daten passiert wen ich sie auf irgend einem server ablege .....

  1. Freenet sagt:

    Wie nennt man das auch?

    DATEN-BANK!

    Nun ja, Aufklärung ist weitestgehend zwecklos: WISSEN ist nicht gleich ERKENNTNIS! Letztere wird anders gewonnen ...

    Wir hatten gerade eine Diskussion darüber ob der Widerstand schon verloren hat und sind zu dem Ergebnis gekommen:

    Ja, der Kampf ist vorbei!

    Wer es bisher nicht kapiert hat, der wird es auch in Zukunft NICHT KAPIEREN WOLLEN. Betonung liegt auf WOLLEN, nicht KÖNNEN.

    Und da gibt es tatsächlich noch eine Minderheit die immer noch meinen eine "Flucht nach vorne" sei möglich um das bestehende System zu retten. Ich sagte darauf: Klar, ein Wunder ist nicht UN-MÖGLICH!

    Wie sagt man so: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Aber interessant ist, dass Leute wie Freeman hier oder Jens in IKN oder Mroos in mmnews entscheidend für die Niederlage des Widerstands sein werden. Sie haben dafür gesorgt, dass es auch ganz sicher keine Prioritäten und keine gemeinsame Speerspitze geben kann welche den Welt-Kriminellen je gefährlich werden könnte.

    Bei den Dingen die wirklich wichtig waren, wurde immer kräftig vorbei gerudert, damit es auch sicher nie ein festes Thema werden könne was der Elite DANN wirklich zu einer Gefahr hätte werden können.

    Ich bin nicht neu in diesen alternativen Szene und ich sage das aus Erfahrung und nicht aus Spekulation. Dennoch muss ich für Freeman in diesem ganzen Sauhaufen von uneinigen Indianerstämmen ein Statement zu seinen Gunsten abgeben: Er war derjenige der mit 911 10 Jahre lang die Stange gehalten hat, dass etwas daran hyperfaul ist.

    Und wenn Freeman der neue Sitting Bull für diesen Sauhaufen wäre, ich würde ihm folgen. Aber durch Familie etc. ist er dafür vermutlich nicht geeignet. Der Sitting Bull unserer Zeit der uns vor den neuen Reservaten bewahrt, das ist ein Mann der keine Familie hat und frei ist, der keine Angst vor dem Tod hat, denn mit letzterem muss jener Mensch jeden Moment rechnen.

    Mir ist eines ganz klar: Gibt es keine gemeinsame Linie der Prioritäten, keine Konzentration der Heeresspitzen, dann sind wir in etwa 1-2 Jahren verloren! SOPA etc. wird ausgebaut. Am Ende wird man frei definieren können was man als "Lizenz" definieren will.

    Ich will Euch nochmals aufmerksam machen, dass wir bei diesem NDA-A und SOP-A nicht mehr von LAW, sondern von A = Acts sprechen.

    Mich hat das spontan an 2 Leute erinnert:
    a) Pjöter Pervi, also Peter der I von Russland und
    b) die Zeit der Besatzung Deutschlands nach dem 2. WK

    Diese NEUEN ACTs sind DIREKTIVEN, das hat mit demokratischen Entwicklungen nichts mehr zu tun, das sind ERMÄCHTIGUNGEN. ACTs oder DIREKTIVEN sind Ermächtigungen, wenn eine Demokratie nicht mehr funktioniert.

    Denkt nach was das in Folge bedeuten wird.
    Die Tage sind jetzt schon gezählt!

  1. Abu Din sagt:

    du hast zu 100% recht.

  1. Freenet sagt:

    Ich will es mal konkreter formulieren:

    Das Spiel läuft, auch wenn es keiner wahr haben will, in Kürze darauf hinaus, dass die einen bereit sein werden für Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit zu sterben und die anderen nicht.

    Das ist die ganze Logik!

    Nur ist 99% die Tragik der Geschichte nicht bewusst!

  1. TALisMAN sagt:

    Da kann ich dir nur zustimmen Freeman. Gerade in der heutigen Zeit, in der es jetz schon externe Speicherplatten mit über ein Terabyte gibt, sollte es doch kein Problem für jederman sein, seine persönlichen Daten sicher aufzubewahren.

  1. Abu Din sagt:

    Meiner meinung mach ist es egal ob der eine sicher oder nicht sicher ist.
    Wichtig ist dieses System zu stoppen, den es word Schritt für Schritt schlimmer. Es reicht irgendwann muss doch Schluss mit dieser Evolution.
    Ich dachte immer ich wurde dadurch das soviel Technik da ist weniger arbeiten und damit mehr Zeit für Familie zuhaben. Nein im Gegenteil ich muss noch mehr dafür arbeiten was mir das leben "erleichtert".
    Mit einem iPhone kaufe ich Haufen Einstellungen und dinste und Passwörter. Ich gehe kapput langsam.
    Wo er recht hat hat der recht. Alles was nutzt ist gut, aber darf mich nicht zu sklaven machen.
    Wir leben 60 bis 70 Jahre und schissen 5 Mio Fotos wann sollen wir die den uns ansehen? Also paar Fotos alle 3 Monate das man sieht wie man älter wird reicht doch:)

  1. dontpanic sagt:

    Das mit der "Wolke" war noch nie vertrauenswürdig. Allein, dass so ein entfernter Server im Bereich anderer, nationaler Gesetzgebungen steht, macht das Ganze schon unzuverlässig. Kleinkram passt auf USB Sticks und falls man wirklich etwas mehr Speicherplatz benötigt, kann man auch was in den eigenen vier Wänden mit Webzugriff erstellen. Wer sich solche, Überraschungen ersparen will, sollte dafür immer etwas Geld übrig haben. Gewinnoptimierer der großen Absahnerbranchen vernachlässigen diese Handfesten Dinge gern. Da steht der Firmenserver auch mal unter dem Waschbecken auf'm Damenklo. So wursteln sie sich durch. Da verschwindet auch mal was.

  1. Die jüngsten Ereignisse um Megaupload zeigen, dass man nicht zu gierig werden sollte, wenn man eine Site betreibt, die hauptsächlich dazu dient, rechtlich geschütztes Material auszutauschen. Bei allem legalen Anstrich, den sich Megaupload geben wollte, wussten die Betreiber (und auch jeder sonst im Netz) ganz genau, wozu der Serive tatsächlich dient. Immerhin hat man sie zwei Jahre gewähren lassen, während denen sich die Beteiligten eine goldene Nase verdient haben. Hätten sie früh genug aufgehört, wäre womöglich nichts weiter passiert, aber man hat den Hals eben nicht voll genug bekommen und war sogar gerade im Begriff, Anzeigen gegen andere Piraterieseiten vorzubereiten, um den Wettbewerb auszudünnen.

    So wenig ich für meine Daten auch auf Clouds vertraue, ist Megaupload ein schlechtes Beispiel, da der Cloudservice dort eher als Tarnung neben dem Kerngeschäft mit betrieben wurde. Dumm für die User des Cloudspeichers gelaufen,... in diesem Fall kann ich aber wirklich nur sagen: Selbst schuld. Ihr habt definitiv dem Falschen vertraut.

  1. freethinker sagt:

    Datensicherung ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Jeden. Oft wird diese Datensicherung vernachlässigt. Und selbstverständlich gehen private Daten niemanden etwas an. Also klar: Private Daten sind privat, also auf eigenen Datenträgern, sicher zu speichern. Und es geht auch nicht darum, was für Daten dies sind, sondern es gilt einfach: Es geht andere Leute nichts an. Das US-Regime z. B. schnüffelt schon längst viel zu viel in unseren Daten herum. Diesen Spinnern muss ein Riegel vorgeschoben werden. Die kommen immer über die Bequemlichkeit der Leute, um sie auszuspionieren und zu versklaven. Es ist für mich eine prinzipielle Frage: Was geht mein Leben andere Leute an? NICHTS! Deshalb kann man seine Daten auch zusätzlich verschlüsseln, aber sicher!

  1. LinQ sagt:

    Freeman & Freenet, ihr habt beide Recht. Private Informationen werden enteignet und gegen uns verwendet. Facebook und Apple lassen grüßen. ich brauch keine Cloud, ich hab meine Files auf externen HDDs. Und was den Kampf gegen Windmühlen betrifft, sieht man ja an der Occupy-Bewegung. Der Widerstand wird lächelnd zur Seite geschoben, Stuttgart 21 ist nur ein Beispiel. Der Volkeswille ist irrelevant. Wer etwas bewegen will, für den läuft es auf bew. Widerstand heraus. Am Besten wenn die NWO installiert und zentralisiert ist. Bis dahin hätte man Zeit seine Ressourcen zu bündeln. Alles Andere hat keinen Sinn.

  1. foehnix sagt:

    Grundsätzlich stimme ich der Einschätzung zu. Tatsächlich kann es leicht sein, dass man in der Cloud die Kontrolle über seine Daten verliert. Wobei man da sicher auch differenzieren muss: es gibt Cloud-ähnliche Server-Modelle, die den Vorteil der Flexibilisierung ohne den Nachteil des Kontrollverlustes bieten. Das sind dann ganz normale (virtuelle) Webserver, bei denen man auf Knopfdruck die Ressourcen (Speicherplatz, RAM etc.) auf die gerade herrschenden Bedürfnisse anpassen kann. Es ist also nicht alles schlecht, wo Cloud drauf steht.

    Umgekehrt treffen viele der Aussagen über die Cloud-Nachteile auch auf andere Systeme zu. Beispiel Blogs: ich wundere mich ehrlich gesagt, dass so viele kritische Blogger ausgerechnet Google vertrauen (blogspot.com/blogger.com). Dabei kann es hier auch jederzeit passieren, dass einem Google von einem Tag auf den anderen das Licht ausschaltet. Dann sind nicht nur Daten und Kontakte weg - sofern man keine eigene Domain verwendet hatte (was man unbedingt tun sollte!), sind auch die ganzen über Jahre aufgebauten Backlinks futsch.

    Ich habe schon etliche Blogs erlebt, die von einem Tag auf den anderen ohne Vorankündigung weg waren und ich konnte nicht mal mehr den Blogger kontaktieren und nachfragen, was los ist.

    Ich wundere mich, dass es nicht schon längst irgendwelche unabhängigen, zensurresistenten Gemeinschaftsprojekte (gerade von kritischen Bloggern/Nerds) gibt, um die Blogosphäre dem Klammergriff von Konzernen und Regierungen zu entreißen.

  1. Mastermar sagt:

    @Freenet: Hey wie stellst Du Dir denn Widerstand vor? Wenn Du Dich vernetzt, bist du angreifbar, unterwanderbar und reibst Dich an Deinen "Freunden" oder Feinden auf.
    Mein Weg ist anders: Ich mache nichts von dem Kramladen mit. Da brauche ich keine Organisation für und die gehen daran kaputt. Einfach mal sich beschränken, keine Euro verwenden und schon geht das BSP runter und der Spuk ist vorbei.

  1. Quantum sagt:

    @phatsphere
    Du kannst verschlüsseln was immer du willst.Für 99% der Menschheit sicher nicht zu entschlüsseln, doch diejenigen, die in der Lage sind solche Dienste zu sperren, können alles entschlüsseln.
    Daher am besten persönliche Daten auch persönlich verwahren.
    Mit den Portablen Apps ganz leicht möglich.
    Auch all die Mail-Provider sind transparent ob du das jetzt willst oder nicht, sie sind es.

  1. karatoto sagt:

    ich stimme dir größtenteils zu freeman, bin aber der meinung das es nicht die primäre anlaufstelle für datensicerung ist. wer sie dennoch so nutzt ist einfsch nur dumm.
    es gibt heute viele progrmme mit denen ein 4096-bit verschlüsselung möglich ist, da kommt man nich so schnell ran an die daten.
    zudem sollte man schon mehrere spiegelungen haben wenn die daten soooooo wichtig sind.
    auch bemerkenswert an dieser stelle, in den usa war es lange zeit nicht erlaubt seine e-mails mit mehr als 56-bit zu verschlüsseln. der grund dafür: echtzeit entschlüsselung.^^
    das ausmass der daten zentralisierung wird aber vorallem schon an facebook ersichtlich.
    die daten liegen dort sooo ewig lange, das ist auf alle fälle ein großes mancko.
    mich würde aber an der stelle interessieren warum andere hoster nicht abgesägt wurden.
    eine erklärung bietet evtl. dieser beitrag: http://www.heise.de/newsticker/foren/S-MegaBox-90-fuer-die-Kuenstler/forum-220064/msg-21319425/read/

  1. mojo-100 sagt:

    Daten leght man auf einer eigenen Festplatte ab. Die Kopsten für 1Terrabite sind lächerlich und die Teile passen heute in die Hemdtasche.

    Wenn ich Daten habe, auf die mehrere zurückgreifen müssen, dann miete ich mir einen eigenen Server, behalte jedoch eine Kopie auf einer externen Festplatte. Einen Server gibt es für kleines Geld anzumieten und auch Cloud ist ja nicht kostenlos.

  1. Unknown sagt:

    Liebe Leute,

    kauft Euch eine NAS. Der Stromverbrauch ist ja wirklich fast zu vernachlässigen. Bindet die über DynDNS ein und sodann habt Ihr Eure eigene Cloud. Kein Gezerre mehr mit irgendwelchen Diensten bei denen ich mir ohnehin nicht sicher bin was mit meinen Daten passiert.
    Ich kann dazu nur sagen - selbst schuld wer sich darauf einlässt.

  1. dorn-broder sagt:

    Externe Festplatte kaufen, Daten drauf, verschlüsseln und vom Rechner abklemmen. hier die Anleitung für das Beste verschlüsselungsprogramm

    http://www.fixmbr.de/truecrypt-anleitung-container-und-hidden-volume/

  1. Kasandroo sagt:

    Danke Freeman. Mir fällt nur eines dazu ein:

    "Wer denkt er bräuchte eine Cloud, weil sie so praktisch ist, der wird auch über ein Fremdes Gehirn nicht böse sein, was für ihn denken wird, weil es ja so praktisch ist."

    Friede

  1. KPAX sagt:

    Habe,ausser vielleicht lnks,niemals Daten aussen gelagert,sehe darin keinen Sinn.
    Wirklich wichtige Sachen vor allem Famillienbilder u.ä. habe ich dreifach lokal gespeichert.
    Auf Festplatte Stick und dann noch externe ´HD.

    Warum outsourcen ?
    blödsinn sowas.

  1. Tja dumm gelaufen ..der Kleinkriminelle Kim Schmitz konnte es mal wieder nciht lassen.
    Aber das ist bei der sache tatsächlich nur ein Nebenkriegsschauplatz!

    Aber der Trend geht ja heute in Richtung Bequemlichkeit!Wer seine "Stimme abgibt"bei Wahlen, seine Daten, Bilder etc. an fuckbook-Zuckermän , und das öffentliche "Zwitschern(twitter) nicht lassen kann...sollte sein Gehirn auch gleich bei der NSA, Zuckermann, oder Billy the Gates(to hell) abgeben!
    Es wurde schon oft vor den Gefahren gewarnt...nun haben sich die"Wölkchen" aufgelöst und das Jammern ist gross.

    freeman hat im Kern vollkommen rechet ..dezentral+lokal statt Zentralisierung/Global

  1. Julian sagt:

    Videospiele entwickeln sich auch in diese Richtung. Valve hat mit Steam das Tor aufgestoßen und eine Verknüpfung von Spiel, Internet und der eigenen Software möglich gemacht. Fällt z.B. das Internet oder Steam aus, dann wars dass mit dem Spiel. EA hat nachgezogen und Origin (Spyrigin) auf den Markt geworfen und Ubisoft hat praktisch die halbe Gamer-Community mit seinem Game Launcher gegen sich aufgebracht.

    Neuerdings kann man auch komplette Spiele online spielen, und ich meine nicht MMOs oder Multiplayerspiele. Ich meine dass das Spiel auf einem Cloud-Rechner berechnet wird und die Daten dann per Internet an den Benutzer geschickt werden. Das Argument: "Sie brauchen keinen High-End PC mehr!"

    Leider krankt das System an vielen Ecken und Enden. Man braucht eine sehr gute Internetverbindung. Ohne mind. 6 Mbit/s geht nichts. Die Rechenzentren müssen auf dem gleichen Kontinent sein. Server in den USA und Spielen in Europe ist also nicht möglich. Die Spiele sind genau so teuer wie Spiele die man im Laden erhält.
    Doch mein größtes Problem ist dass man keine Ware mehr erhält, sondern nur die Rechte dieses Spiel zu spielen. Wenn ich ein Spiel kaufe dann will ich dieses auch Besitzen. Es ist mein Eigentum dass rechtlich mir gehört.
    Zudem besteht die Gefahr das Dienste wie OnLive oder Gaikai eines Tages abschalten oder abgeschaltet werden. Der Zugang ist dann weg, ebenso das erworbene Spiel. Natürlich hat man rechtliche Mittel einen Ersatz oder eine Wiedergutmachen zu bekommen, aber fürs Erste ist man der Dumme. Ähnlich wie wenn das System einer Bank ausfällt. Online Banking und EC Karten sind dann nutzlos.

    Cloud Speicherung hat Vorteile sowie Riskiken. Zum Tauschen von kleineren, nicht kritischen, Daten nutze ich es gerne. Meine gesamte Bilder, Filme und Dokumentensammlung würde ich da allerdings nicht speichern.
    Und für Transporte gibt es ja externe Festplatten. Die funktionieren auch ohne Internet, sind zuverlässig und kosten nicht die Welt.

  1. Entwickelt analog Bilder und druckt alles aus. Dann rein in den Tresor im Keller. Dann haben auch Atombomben keine Change...Schöne digitale Welt.

  1. Kalas sagt:

    man sollte deshalb nur eine kopie seiner daten auf einem icloud server hochladen und es nicht als einziger datenträger verwenden. alternativ kauft man sich ein eigenen webserver und speichert da seine daten ab, wie ich das z.b mache. bei apples icloud befindet sich nur meine iphone back-up daten als kopie, die ich gebräuchten könnte falls meine eigene festplatte kaputt geht. also ist die idee von icloud eigentlich ganz gut, wenn irgend welche idioten es aber falsch verwenden sollte man icloud nicht die schuld geben, sondern die, die es falsch verwenden.

  1. Da Troubler sagt:

    Eine Alternative in Richtung dezentralisierung stellt meiner Ansicht nach Retroshare da. Das wäre auch eine gute Idee, dass sich die Schall und Rauch leser zusammen ein Ntzwerk aufbauen um vor Zensurmaßnahmen sich zu sein. Denn wir dürfen ja nicht vergessen, dass auch sur auf einem zentralen Server liegt:
    http://www.gulli.com/news/16852-retroshare-neue-version-vereinfacht-einstieg-in-gefahrloses-filesharing-2011-08-13

  1. AndreasGrosz sagt:

    sehr richtig, freeman!
    Dazu kommt noch folgendes: man wird in der Cloud nicht nur von dem Cloudbetreiber abhängig, sondern auch von dem Internetanbieter bzw. der Regierung, die entscheiden kann, wer welche Sites erreichen darf und wer nicht. Wenn man plötzlich abgeschaltet wird, kommt man nicht mehr an seine Daten.
    Und in Aegypten wurde der Fall als Notstandsübung einmal durchexerziert. Und glaube nicht, dass das hier nicht passieren kann. Und eventuell auch mal nur gegen Einzelne, die die Regierung als "nicht vertrauenswürdig" erachtet.
    Wir sollten auf diese Szenarien vorbereitet sein: mit dezentralen, alternativen Kommunikationslinien. Vielleicht einem Notfall-Internet, analog zum Notfunk, das auch ausserhalb der Regierungskontrolle noch funktioniert.
    Gruss
    Andreas

  1. EfKa sagt:

    Alles nur "digital"
    Die Bilder sind keine Bilder, die Musik ist keine Musik und die Daten sind auch nichts anderes als pixel, einsen und nullen.
    ALLES irreal!
    Wir sehen Bilder, die keine sind
    Wir hören Töne und Gerede, das keines ist

    und Glauben daran, dass es real ist!

    Wie krank ist die Menschheit!

    und wenn der Strom ausfällt ¿

    Alles fort.



    Kauft Bücher - das ist hardware, die auch bei Kerzenschein funktioniert!

    efka

  1. Unknown sagt:

    tja, ich hab da kein mitgefühl; wer sich in der heutigen zeit alles abnehmen lässt, nur noch bequemlichkeit will und kommentarlos zur schlachtbank führen lässt ist selbst schuld. ich will - ich will - ich will ----- geht nicht mehr. den denkapparat einschalten, leute, dann erst erst reden und agieren. ich gebe doch meinen hausschlüssel auch nicht einen fremden, geschweige denn speichere ich alle meine persönlichen daten auf irgendeinem server irgendwo in übersee nur weil es bequem ist. ganz klar wird hier alles kopiert und für eigene zwecke verwendet, seid doch nicht so naiv. nutzt die technik für sinnvolle dinge in eurem leben und lasst euch mit ihr nicht ausnehmen, ausspionieren, überwachen und kontrollieren ... das ist nur meine meinung. jeder soll machen wie er will.

  1. Tja, bis zur jetzigen Festnahme hielt ich Cloud Lösungen auch für gut. Grundsätzlich sind sie nicht schlecht, wenn man es auf einfache Daten beschränkt, die man woanders zwischenspeichert.
    Aber das generelle Zugriffsrisiko ist eindeutig, spätestens jetzt!

  1. Petra Raab sagt:

    Es wird nicht lange dauern, dann wird das Ganze auch noch etwas kosten.
    Wie kann man eigentlich so blöd sein und seine ganzen privaten Dateien einem Fremden zur Aufbewahrung geben? Dass wäre so, wie wenn ich einem Fremden auf der Straße meinen Geldbeutel in die Hand drücke und sage, wenn ich etwas brauche, dann komme ich zu ihm oder einem Nachbarn meinen Wohnungsschlüssel gebe und immer erst in die Wohnung kann, wenn er auch zufällig da ist, mit dem Vertrauen, dass er auch ja nicht ohne mich darin rumstöbert.
    Das ist ja der größte Blödsinn den ich je gehört habe, wer denkt sich denn so einen Schwachsinn aus?

  1. Marco Moock sagt:

    Die Daten kann man auch auf dem PC daheim Speichern und per VPN darauf zugreifen. So würde ich das tun. Sie müssen nicht bei der NSA und beim BND liegen.