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Euro bald 1 zu 1 zum Dollar?

Montag, 9. Januar 2012 , von Freeman um 20:00

Was hat Merkel noch Ende November gesagt? "Wir wollen den Euro, wir wollen einen starken, stabilen Euro, einen Euro, der in der Weltgemeinschaft der Währungen geachtet ist." So wie es aussieht ist der Euro weder stark, noch stabil und er wird auch nicht geachtet, denn er fällt und fällt, verliert immer mehr an Wert. Zum Dollar ist der Euro auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten gesunken und zum Yen ist er so schwach wie seit Dezember 2000 nicht mehr.

Ein Euro wurde übers Wochenende mit 1,2709 Dollar bewertet, nach zuletzt rund 1,2719 Dollar in New York. Zeitweise war der Euro bis auf 1,2666 Dollar gesunken. Zur Erinnerung, im Mai 2011 lag der Kurs noch bei fast 1,50. Dabei war dieser Stand weniger ein Zeichen von Stärke, sondern vielmehr eine Dollar-Schwäche, denn ein Vergleich mit anderen Währungen, etwa dem japanischen Yen, zeigt wie schwach beide sind. Der Dollar fällt, nur der Euro fällt noch schneller.

Merkel und die anderen Euro-Gläubigen werden dauernd der Lüge gestraft. Was sie von sich geben ist reines Wunschdenken und hat mit der Realität nichts zu tun. Die Menschen in der Euro-Zone werden laufend belogen und sie werden bestohlen. Ein fallender Euro bedeutet alle Importe werden teurer, speziell Öl natürlich. Was ist denn nicht vom Öl abhängig? Wenn der Spritpreis steigt, werden sich alle Preise erhöhen, also Inflation. Die Kaufkraft schwindet, man bekommt weniger für sein hart verdientes Geld.

Um die Stabilität der Währungen zu beurteilen, machen wir doch einen Preisvergleich heute mit damals, mit einem Produkt das es schon lange gibt und jeder kennt. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Golf GTI erinnern, den ich 1976 zum Preis von 14'000 D-Mark gekauft habe, also 7'000 Euro. 10 Jahre später 1986 kostete der Golf II GTI als Nachfolgemodell ungefähr 25'000 D-Mark oder 12'500 Euro. Der Golf III GTI kostete 1996 ca. 34'000 D-Mark oder 17'000 Euro. Was kostet ein Golf GTI heute? Mindestens 29'000 Euro, oder 58'000 D-Mark.

Der Preis eines VW Golf GTI hat sich in 35 Jahren mehr als vervierfacht! Vergessen wir mal die bessere Technik. Das nur als Beispiel wie die Geldentwertung voranschreitet. Sind die Löhne und Gehälter in dieser Zeit gleich viel gestiegen? Wohl kaum. Eine Nullrunde nach der anderen.

Wann wachen die Bewohner der Euro-Zone, aber speziell die Deutschen, endlich aus ihrem Delirium auf und merken, wie ihnen das Geld durch Inflation aus der Tasche gezogen wird? Denn die Bundesbank und die Europäische Zentralbank machen alles andere, nur nicht ihre Hauptaufgabe, für die Geldwertstabilität zu sorgen.

Diese Geldentwertung wirkt sich überall aus, aber speziell bei den Ersparnissen, den Lebensversicherungen, Rentenfonds und Pensionskassen. Überall worin man für später einzahlt, mit dem man hofft seinen Lebensabend finanzieren zu können, schmilzt über die Jahre dahin. Man bekommt einen Bruchteil der Kaufkraft im Erlebensfall ausbezahlt, den man sich mal ausgerechnet hat.

Apropos Renten, die Rücklagen für die deutschen Beamtenpensionen in sogenannte Versorgungsfonds, die der Staat über die Jahre eingezahlt hat, werden in einigen Bundesländern schrittweise aufgelöst. Das heisst, das Geld für das Alter wird den Beamten gestohlen. Niedersachsen und Rheinland-Pfalz lösen diese Rücklagen auf zur kurzfristigen Entlastung ihrer Landeshaushalte, weil pleite. Wer selber nicht eine eigene Vorsorge trifft, wird von der Rente nicht leben können.

Am Montag beraten Angela Merkel und Nicolas Sarkozy über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise. Dabei geht es nicht nur um die Umsetzung des „Fiskalpaktes“, der die Euro-Länder sowie EU-Staaten zu mehr Haushaltsdisziplin verpflichten soll. Es geht auch darum, mit welchen Schritten man mehr Wachstum generieren kann. Wenn ich das Wort "Wachstum" schon höre, immer die selbe Leier. Denen fällt auch nichts ein.

Da können sich die beiden noch so oft treffen, um den Euro zu retten, die Märkte bewerten die Situation immer pessimistischer. Die Lage eskaliert in den hoch verschuldeten südeuropäischen Staaten. Griechenland benötigt alleine 130 Milliarden Euro, sonst ist der Staat im März zahlungsunfähig. Dann haben die Finanzierungskosten von Italien und Spanien am Bondmarkt ein Niveau erreicht, die Griechenland, Irland und Portugal um Rettungspakete ersuchen liess.

Die ganze Euro-Zone, einschliesslich Deutschland, sind in einer Rezession. Wie soll man so aus der Schuldenkrise herauskommen? Diese Aussicht veranlasste die Ratingagentur Standard & Poor’s zu der Warnung, dass die bislang mit „AAA“ benotete Bonität von Deutschland und Frankreich heruntergestuft werden könnte.

Der sinkende Eurokurs spiegelt den weltweiten Mangel an Vertrauen in die Einheitswährung und in die EU-Führung generell, die Staatsschuldenkrise zu bewältigen. Die labern nur kopflos rum, gehen von einer Krisensitzung zur nächsten, aber echte Lösungen kommen nicht dabei raus. Man muss meinen, die machen das mit Absicht, lassen den Euro einfach abstürzen.

Was ich überhaupt nicht verstehe ist, wie die Schweizer so ruhig sein können, wenn der Präsident der Schweizer Nationalbank (SNB) den Franken an den ertrinkenden Euro anbindet und dadurch gleichzeitig mit dem Euro an Wert verliert. Es ist sogar so, die SNB wird von den Politikern und Medien für diese katastrophale währungspolitische Entscheidung in den Himmel gelobt. Haben die überhaupt eine Ahnung von was sie reden?

Wenn der Trend des Kursverlust weiter so anhält, dann läuft es auf eine Parität mit dem Dollar hinaus. 1 Dollar = 1 Euro. Dann ist die Vorraussetzung für eine Weltwährung gegeben, das eigentliche Ziel der globalen Elite, die Zerstörung von Dollar und Euro mit ihrer Lösung einer globalen Einheitswährung. Den Preis dafür bezahlen wir alle mit Inflation und Verarmung.

insgesamt 14 Kommentare:

  1. SigmaEpsilon sagt:

    Habe gerade einen Bericht hier gelesen, ueber den Plan den Euro in GR mit dem Dollar zu ersetzen. So wuerde man GR an den Dollar binden, und so die Stabilitaet unseres Landes absichern, jetzt wo der Euro fast am Boden liegt. Es soll die neue Drachme eingefuerht werde, aber die ersten fuenf Jahre nicht als Zahlungsmittel verbreitet sein, sondern man muss dafuer den Dollar nehmen. Es wuerde eine Ratio von ca. 30:1 fuer die Drachme/Dollar geben. Schoene Aussichten, meint Ihr nicht??

  1. zenkhari sagt:

    Hallo Freeman,

    zunächst vielen Dank für deine Arbeit.
    Ich möchte aber einen leisen Kritikpunkt loswerden.
    Es wäre sehr hilfreich wenn du auch mal zeigen würdest, wie man es besser macht. Wie soll man sich zum Beispiel am besten für das Alter absichern?

    Wäre sehr aufschlußreich!

    Lg

  1. humanity sagt:

    bei welt-online 17.dez.2007 gelesen:
    "Die 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen befinden sich erstmals mehrheitlich in der Hand ausländischer Investoren. Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) bestätigte entsprechende Berechnungen des „Handelsblatt“. Die Zeitung schrieb, der Anteil des ausländischen Kapitals an den Dax-Konzernen sei in diesem Jahr auf 52,6 Prozent gestiegen, noch 2001 betrug er nur gut ein Drittel."

    mfg :-)

    leider nix aktuelles gefunden, doch vor ca. 4 jahren wurde das im i-net getextet: was besagt dies eigentlich für das €:$-verhältnis?!

  1. ErekoseSK sagt:

    Es ist wichtig zu erwähnen, warum die japanische Währung zum EUR so stark ist.

    Denn durch die ganzen Katastrophen musste ziemlich viel Kapital für den Wiederaufbau beschaffen werden. Dies erhöhnt die Nachfrage an die japanische Währung und dadurch wird sie teurer.

  1. BATTERIE sagt:

    Die machen das auf jeden Fall mit Absicht so... wie besprochen.

    Und wieso macht niemand etwas dagegen? Weil die meisten schlichtweg nicht können. Wer das System nicht trägt wird weggesperrt. Das ist Fakt. In jedem Land! Die Verpackung ist einfach anders.

    Niemand will riskieren eine Stufe auf der Pyramide nach unten zu gehen - oder zwei oder ganz weg weil er das System nicht mehr trägt oder ankrazt. Die auf der untersten Stufe sind tot wenn sie nicht weitertragen - auch kommen sie nicht aus eigener Kraft nach oben. Je weiter oben desto weniger Gewicht und enger wird der Platz etc. Es ist immer das selbe. Somit trägt sich das System von selbst - es schwebt auf den unteren die sich auch noch gegenseitig fertig machen. Man ist immer unten, egal wie weit oben man ist.

    Alle machen einfach immer weiter.

    Es müssten alle abspringen. Die obersten zuerst.

    Der Sinn ist nicht dass die unten dann nach oben gehen (Problem!) , sondern dass die untersten immer weniger gewicht haben und plötzlich keines mehr - sie sind dann die letzten Systemträger die frei sind. Dann kann man mal durchatmen und es macht klick.

    Wir werden eine Lösung finden, alle miteinander, sonst kommt das Zeitalter der Barbarei und Rauferei wie sie es wünschen.

    Einstein sagte er wisse nicht wie der 3. Weltkrieg geführt wird; doch im 4. werden sie wieder mit
    dem Knüppel aufeinander losgehen.

  1. Peter.Hacke sagt:

    Hallo Freeman,

    ich möchte dein Golf GTI beispiel gerne um den VW Käfer ergänzen.


    Der erste Käfer (KDF-Wagen) kostete 990 Reichsmark.

    Werbeslogen damals "5 Mark die Woche musst du sparen, willst du einen Wagen fahren"

    Beispielrechnung ohne Zinsen:
    990(RM)/5(RM/Woche)=198(Wochen)=16,5 (Jahre)

    Heute kostet der Käfer (neudeutsch New Beatle) 16.950 Euro.
    http://www.autorild.de/neuwagen-blog/zweituerer/198.html

    Wie viele Währungsreformen etc. in dem Zeitraum waren kann jeder selbst recherchieren.

    Beispielrechnung ohne Zinsen 5 EUR pro Woche Sparen:

    16950(EUR)/5(EUR/Woche)=3390(Wochen)=282,5(Jahre)

    Damit können bei 5 EUR eure UrUrUrenkel noch für den Wagen bezahlen. Hoffentlich hält der Wagen auch so lange.

    Macht euch klar was das für eure Altersvorsorge bedeutet.

  1. Kurzdump sagt:

    Die EZB wird ALLES unternehmen um die Refinanzierung der Staatsschulden der südlichen Peripherieländer und Frankreichs zu sichern. Wenn dazu die ein oder andere Bank auch noch gerettet werden muss, greifen die jeweiligen Staaten ein. Am Ende läuft es auf ein weiteres exzessives Anwachsen der Staatsschulden und der Bürgschaften hinaus.

    Im Gegensatz zu den USA hat unsere Währung aber nicht die Eigenschaft einer Leitwährung. Wir können die Ausweitung der Geldmenge durch die EZB nicht weltweit exportieren und damit zB die Rohstoffpreise erhöhen. Der Euro wird mittelfristig immer weiter aufgeweicht und verliert Wert zum USD (1 USD = 1 EUR wäre tatsächlich bald möglich), was die Kosten für Importe immer weiter ansteigen lassen wird. Das könnte zu Stagflation führen. Die Option, in dieser Situation die Zinsen zu erhöhen wird es nicht geben. Ergebnis kann nur eine schwere Depression sein.

    Es dürfte klar sein dass den EU-Politikern bewusst ist was uns bevor steht. Momentan sind alle Weichen in Richtung Eurobonds gestellt. Das wird zwar etwas Druck aus der Euro-Krise nehmen, die wirtschaftliche Situation droht sich aber weiter zu verschlimmern und der Euro könnte trotz Eurobonds bald wieder unter Druck geraten.

  1. Denk Mal sagt:

    In diesem Zusammenhang sollte man dem dem gesamten Lügenpack im Bundestag, nebst der Kanzlerin einen Kommentar stellvertretend für die 83 Millionen Deutschen täglich unter die Nase reiben, um die Politiker an die Begleichung ihrer Schuld(en) gegenüber dem Volk zu erinnern:

    „Keine Heiligen nötig – Niveau ist keine Hautcreme“ … Link

    Der Kommentar, von einem ZEIT Foristen ist so gut, der verdient es viral verbreitet zu werden, weil er die Situation angesichts der desaströsen und bürgerfernen Politik derart aus dem Ruder ist, dass man schon alle sogenannten Volksvertreter aus dem Bundestag jagen sollte.

  1. technisch stand mal der euro zum pfund stirling (silber, ach wie schön das mal war/rohstoffbindung)
    pari! nur kurz, aber es war so. dann wieder unter 0,9
    dollar sollte fair gesehen (15 jahre) bei 1:1,15 € stehen
    applewucher rechnet schon immer mit 1:1 dollar euro um. nett oder?
    um die weltwährung (digital-lastig) einzuführen bedarf es einer kurzen aktionszeit. angst ist immer gut. wenn sie wollen, könnten sie das schnell machen. ist nicht schwierig für ne digital/virtuell lastige währung....
    muss man dazu warten bis die drei pari sind? oder die beiden?
    hmmmm, netter ließ es sich schon verkaufen. immerhin ist die kaufkraft nahezu identisch.
    ach wie schön das niemand weiss,
    dass bald das geld globo heisst!

    :D

    und immer wieder kann man die rockefellers ausgraben. wenn sie die geldentstehung in den händen haben, interessiert sie wenig wer die politik macht. sie machen es im hintergrund, sonst kugel im kopf.
    R.I.P. J.F.K :(
    wir wissen alle, dass in den nächsten jahren/jahrzehnten (naher zukunft) eine weltwährung kommen soll. sie versuchen es irgendwie schon....egal wie. koste es was es wolle. willst du die welt beherrschen musst du eben eine eineweltwährung haben.(jedes land was da nicht mitmacht,ist aussen vor und dementsprechend keine chance zu überleben mit einer nwo/iwf/biz)
    bargeld ist auf dem rückzug. italo/griechen "mafia heult", alles muss digital bezahlt werden(höhere summen)
    die zukunft ist digital.
    near field communication/chip: bezahlung mit berührung(handy/chip)
    der feuchteste traum von allen bankstern.
    DIGITALES (schuld)GELD
    die zweite kreatur von jekyll island, jummy jummy :( :/

  1. AVIREX sagt:

    Im Bezug auf den Golf,hatte letztens irgendwo auch mal ein Test gesehen wo Sie einen Golf 1
    und einen Golf Blue Motion auf 100km getestet haben, wer mehr verbraucht.
    Mal abgesehen vom Gewicht hatte der Golf 1 weniger verbraucht.
    Das war schon erstaunlich und zeigt irgendwie auch, wie wir alle
    verarscht werden.
    Sie hatten auch den VW Vorstand auf einer Autoausstellung damit konfrontiert, natürlich kein Kommentar.
    (ich glaube das war auf Phoenix:
    125 Jahre Automobil)

  1. drdre sagt:

    Der Sachlage Freeman ist nichts mehr hinzuzufügen. Die Lügerei und Trickserei von Merkel und Schäuble ist ja offensichtlich. Die sog. Südlichen Staaten müssen sich auf Druck von IWF und EZB kaputtsparen zum Schaden ihrer Bevölkerung. Die EZB wird von Draghi weiter zur Bad Bank umfunktioniert. Die Sprüche, dass die EZB Geld druckt um die Banken mit den Mitteln zu versorgen, damit diese die heimische Wirtschaft mit Krediten versorgen kann, ist schlechtweg gelogen. Denn diese Spekulieren lieber mit dem Geld, anstatt es für Kredite aufzuwenden. Der Bürger und Steuerzahler haftet dafür. Ich weiss auch nicht mehr was ich dazu sagen soll, es kann einem nur noch schlecht dabei werden. Mögliche Aufschlüsse erhoffe ich mir von der Konferenz in Stuttgart von Prof. Hankel und Schachtschneider u.a. die vom Kopp Verlag veranstaltet wird. Aber wesentlich Neues wird dort wohl auch nicht gesagt werden, aber möglicherweise werden einige Denkanstösse dabei herauskommen. Wie gesagt , die Hoffnung stirbt zuletzt. In diesem Sinne..

  1. Weisser sagt:

    Viele glauben, das wir in nächster Zeit ein Zusammenbruch des System erleben werden. Vieles deutet auch darauf hin, wenn wir die Geschehnisse im letzten Jahr sehen.Jedoch ist dabei ein großer Denkfehler enthalten.

    Die Krise die wir heute erleben ist lanciert also gesteuert. Sie hat weder natürliche Gründe, noch soll sie das System als solches in Frage stellen.

    Die Hoffnung vieler auf Veränderung ist natürlich zu verstehen (Ich würde gerne eine grundlegende Veränderung) , jedoch sind die Bürger für die Politiker und Konzernbosse leider nur Schröpftiere die nur gut sind wenn man sie ausbeuten kann.

    Die Krise wird veranstaltet um die Macht der Falschgeldmafia (Hochfinanz) noch umfassender werden zu lassen. Der Prozess der schrittweise Beseitigung der Nationalstaaten hin zur Weltregierung bedarf die Zerstörung nationaler Souveränität. Die Verschuldung der Staaten sind das Mittel die Souveränität dieser zu beseitigen und entsprechende Leute an bestimmte Positionen zu bringen.

    Wenn eine IWF-Delegation in ein Land kommt und den Abbau sozialer und wirtschaftlicher Einrichtungen als Voraussetzung für die Gewährung von Krediten verlangt, unterscheidet sich das nicht besonders von der physischen Zerstörung durch NATO-Bombenangriffe. Der IWF verlangt die Schliessung von Krankenhäusern, Schulen und Fabriken. Von den Kosten her ist das natürlich viel effizienter als die Bombardierung dieser Krankenhäuser, Schulen und Fabriken, wie sie es in Jugoslawien betrieben haben, aber das Ergebnis ist ziemlich gleich: die Zerstörung des Landes. Der IWF verfügt über das MAI – das Multilaterale Abkommen über Investitionen. Das ist das endgültige Abkommen betreffend Investitionen. Die Unterschrift unter dieses hat die wirtschaftliche Zerstörung des angepeilten Landes zur Folge. Und – Krieg ist einfach die letzte Konsequenz aus dem MAI.

    Die die Occupy Bewegung wird nicht als Bürgerbewegung verstanden, sondern als ein staatsfeindliches Gebilde angesehen, das es zu bekämpfen gilt. Eine grundlegende gesellschaftliche Neuorientierung wird als Angriff auf das bestehende betrachtet.

    1928 bei der ersten Weltwirtschaftskrise dachten auch viele, das nun das Kapitalistische System gescheitert sei. Nein, es wurden riesige Profite eingefahren wie heute auch. Die Gestallter dieser Giergesellschaft zerstören nicht ihr eigenes Spielfeld (Monopoly) und werden auch nicht aufgeben und sich als gescheitert hinstellen.

    Man kann das ganze auch mit der Pharmamafia vergleichen. Wenn ihre Medikamente die Leute gleich töten würde, dann machen sie kein Geschäft mehr. Also arbeitet man mit "Nebenwirkungen" um die Leute dauerhaft krank zu machen und so der Konsum ihrer Medikamente stetig erhalten bleibt. Um den Umsatz zu steigern erfindet man einfach mal eine Pandemie. So hat man das Zeug noch verkauft, sonst hätte man es so in den Müll werfen müssen.

    Also ist es voreilig zu glauben das das System zusammen bricht. Und wenn es geschehen sollte, dann soll man sich gewiss sein, das es gewollt ist um ein anderes System zu etablieren.

  1. xabar sagt:

    Da der Dollar noch stärker durch die Schuldenkrise bedroht ist, kann es durchaus sein - und darauf wies der bekannte Journalist und Finanzexperte in 'Russia Today', Max Kaiser, hin, dass sich der Euro bald wieder, im Verhältnis zum Dollar, erholt und der Dollar noch weit mehr an Wert verlieren wird.

    Aber die Messlatte ist nicht das Verhältnis zum Dollar, sondern das Verhältnis zum Gold.

    Meiner Meinung nach ist der Euro noch längst nicht am Ende. Alles hängt davon ab, wie sich der Widerstand in Ländern wie Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien entwickelt. Gelingt es der EU, die Krisenlasten auf die Mitgliedsländer ungestraft abzuwälzen, ohne dass es zu größeren sozialen Unruhen kommt, wird sich der EURO auch wieder erholen. Wir haben es hier nicht nur mit einer ökonomischen Frage, sondern auch mit einer sozialpoitischen zu tun.

  1. Dachte erst an einen Scherzbeitrag:

    http://www.welt.de/finanzen/article136398465/Euro-erlebt-das-groesste-Erdbeben-aller-Zeiten.html