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Offener Brief einer Irakerin an die Amerikaner

Sonntag, 27. Januar 2013 , von Freeman um 13:00

Seit längerem finden im Irak Protestkundgebungen gegen die Maliki-Regierung statt. Sie demonstrieren gegen die unhaltbaren Zustände, gegen den Mangel einer funktionierende Infrastruktur, gegen den Ausschluss aus dem politischen Mitspracherecht, gegen die Unsicherheit und gegen den täglichen Terror.



Die irakische Regierung sagt wiederum, die Demonstranten werden vom Ausland gesteuert und gegen die Regierung aufgehetzt. Tatsache ist, in den letzten Tagen sind zahlreiche Menschen bei Demos von Soldaten erschossen worden. Darüber wird in den westlichen Medien kaum berichtet, denn der Irak ist ja vom Westen befreit worden, hat eine vom Westen genehmigte Regierung und negative Meldungen passen nicht ins Bild. Dies als Hintergrundinformation. Wenn im Irak Demonstraten erschossen werden (keine Medienberichte) dann ist das was ganz anderes als wenn es in Syrien passiert (Medien überschlagen sich).

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Also, ihr habt den Ozean mit Tausenden Soldaten überquert, die grösste Truppenbewegung seit dem II. Weltkrieg, um uns von einer "Diktatur" zu "befreien" ... und was für eine Befreiung ist es geworden, oder noch ist ...

Ich sagte zu mir selber, ich werde nichts mehr schreiben. Es ist sinnlos - Tausende vegetieren in geheimen Kerkern, werden gefoltert, vergewaltigt und getötet ... in euren Augen die neue Demokratie, euer Model für den Rest der arabischen Welt. Ihr habt nicht dabei mit den Augen geblinkt ... ihr habt absolut nichts fundamental falsch an all dem gesehen ... das Leben geht für euch weiter, so wie in der Vergangenheit, so wie in der Zukunft ... wen kümmerts? ... euch nicht ... sicher auch nicht den anderen Arabern und ganz sicher nicht den widerwärtigen sektiererischen Hunden die ihr installiert habt ... in eurer Modelldemokratie.

Wir sollten euch in höchsten Tönen loben für eure noblen Bemühungen ... noblen Handlungen von sehr noblen Menschen ... wir geniessen eure Modelldemokratie .. den Duft der Freiheit gibt uns immer noch eine Gänsehaut der Ekstase ... wer hätte gedacht, wir werden jetzt so frei atmen, nicht in unseren wildesten Träumen.

Heute haben wir eure Modelldemokratie ausprobiert und geschmeckt - so wie wir es seit 2003 tun - Tausende unbewaffnete Zivilisten gingen auf die Strasse in ganz Irak - in Kirkuk, in Mosul, in Ramadi, in Fallujah, in Bagdad ... es ist die Geburt der "No Retreat" Proteste (kein Nachgeben).

Sie finden schon seit einiger Zeit statt mit sehr geringer Medienberichterstattung ... ich verstehe, es ist nicht in eurem Interesse solche Proteste aus eurer Modelldemokratie zu zeigen ... vergangene Woche sind vier junge Männer vor der Abu Hanifa Moschee in Adhamiya in Bagdad getötet worden. Niemand sagte ein Wort darüber. Sie wurden von der "frei gewählten Regierung" des neuen Irak getötet. Los, lasst uns euer Lachen sehen, oder wenigstens ein Grinsen? Nein? Wie wäre es mit dem folgenden dann ...

In diesem Video schiessen die "irakischen" Soldaten auf Demonstranten, die "das ist ein friedlicher Protest" rufen.



Immer noch nichts? Ok, lass uns was anderes versuchen. Wie wäre es mit folgendem ... heute wurden in Fallujah 10 unbewaffnete Zivilisten von eurer Modelldemokratie erschossen, 70 wurden verwundet ... einer davon ist Omar Ali Al-Ani aus Fallujah. Hier ist seine Facebook-Seite.

Hier ein Video wie er tot im Spital in Fallujah liegt.



Und hier eine Liste von Namen der getöteten und verwundeten.



Nicht das es irgendeinen Unterschied für euch macht, wie auch nicht in der Vergangenheit ... trotzdem fühle ich die Notwendigkeit es festzuhalten, um sie zu ehren, wie diejenigen die vor ihnen gingen, und als Erinnerung für mich und vielleicht auch für euch, dass unsere Befreiung noch nicht vorbei ist ...

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Dieser offene Brief einer Irakerin bestätigt was ich schon lange sage, wo immer die Amerikaner oder der Westen generell ein Land "befreien", werden die Zustände noch schlimmer als sie vorher waren. Nicht nur ist das ganze Land durch die Luftangriffe und dem Bodenkrieg völlig zerstört, sondern auch das Regime, welches den "Beglückten" aufs Auge gedrückt wird, ist nicht viel besser als das von dem sie "befreit" wurden.

Interessant ist, im Irak hat die Regierung in den Wochen vor der US-Invasion 2003 jede Menge Schusswaffen samt Munition unters Volk verteilt. Das Regime hatte keinerlei Angst davor, als Folge dieser Verteilung von den unterdrückten Massen gestürzt zu werden. Offensichtlich war sie davon überzeugt, die Bevölkerung sah die Amerikaner und Briten auch als eindringende Feinde an, die gemeinsam abgewehrt werden müssen, und nicht als Befreier.

"Regimewechsel" bedeutet in Tatsache nur, eine Diktatur die nicht den Befehlen von Washington gehorcht durch eine zu ersetzen die es tut. Von Demokratie keine Spur. Nur Gutmenschen, die alles was die Medien erzählen schlucken, meinen wir tun was gutes mit den Angriffskriegen. Es ist so in Afghanistan, in Libyen, in Syrien und aktuell in Mali. Unsere Regierungen sind die wirklichen Terroristen auf dieser Welt. Sie töten Millionen, hinterlassen nur verbrannte Erde und erzählen uns dazu wie "menschlich" ihr Handeln ist.

insgesamt 32 Kommentare:

  1. "Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht um zu sehen, werdet ihr sie gebrauchen, um zu weinen"
    J.P. Sartre

    Casualities der Washingtoner Kabale im Namen der Demokratie:
    -Dresdener Bombeninferno: 13.02.1945
    -Atombombe Hiroshima/Nagasaki: 08.1945
    -Iran/Operation Ajax: Sturz von M. Mossadegh 1953
    -Agent Orange Vietnam: ab 01.1965
    -Diktaturen in Südamerika, die Förderung von Todesschwadronen in den 1970-1980 durch the School of America in: Argentinien, Chilie, Paraguay, Uruguay, Bolivien, Brasilien.
    Drohneneinsätze seit 2001 in: Afghaistan, Pakistan und Jemen

    Die Liste läßt sich sicherlich erweitern, und die Ungeheuerlichkeiten gegen die Menschlichkeit nimmt nicht ab, sondern werden immer perfider.
    Aber Irak, bei solch einer Scheinheiligkeit möchte man nur speien. Es gibt Tage da denke ich an die Kinder in Falludscha, die keine Zukunft haben, an die Mütter, deren Kinder dank dem Depleted Uranium kein Leben haben.

    Für was? Für den schnöden Mammon, den Petrodollar?
    "Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!"
    Matthäus 6 / 24

    Lug, Trug und Täuschung schon immer da gewesen.
    Und die, die versuchen ja sogar dafür kämpfen, dass die Wahrheit ans Licht kommt, werden deskreditiert, diffamiert oder gar getötet.

    Es tut mir im Herzen weh, liebe unbekannte Irakerin zu sagen, dass wir die Wissend sind, gegen soviel Hass seitens der Elite gegen Euch, machtlos sind.
    Denn die Wahrheit ist nicht mehr en voque.
    Denn die Wahrheit ist unbequem.
    Die Wahrheit ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    Mark Twain hat den Zustand der Ignoranz und Blindheit unserer Gesellschaft am Besten beschrieben. Und leider hat sich bis heute nichts geändert.
    "Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die Schuld der angegriffenen Nation zu zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschung, die dass Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozeß grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann."

    Mea Maxima Culpa!

  1. xabar sagt:

    Das ist aber nur die eine Seite der Medaille:

    Im ganzen Land fanden auch Demonstrationen FÜR die Regierung Maliki statt. Zehntausende nahmen an diesen Veranstaltungen im ganzen Land teil.

    Dann ist die Frage, welches der Auslöser für die Anti-Maliki-Demonstrationen war, nämlich ein Gesetz, das verbietet, dass Leute, die an Saddams Husseins Regierung beteiligt waren, keine öffentlichen Ämter bekleiden dürfen. Ein ehemalige General Husseins, der beim Krieg gegen den Iran dabei war, rief dann zu den regierungsfeindlichen Demonstrationen gleich mit auf.

    Also ich glaube, hier werden falsche Positionen bezogen.

    Für die zahlreichen Terroranschläge ist nicht die irakische Regierung verantwortlich, sondern von Saudi Arabien gesteuerte 'salafistische' Gruppen. Ein Anführer dieser Terroristen namens Al Hashemi floh vor einem Jahr in die Türkei und fand dort Zuflucht bei Meister Erdogan. Die Türkei bombardiert regelmäßig irakisches Territorium, um kurdische Rebellen zu verfolgen.

    Der Grund für Iraks Probleme ist der Klima der Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten, das künstlich von außen durch die Saudis und die USA angeheizt wird, damit das Land nicht aus dem Quark kommmt und sich nicht entwickeln kann. Das gleiche machen sie in Syrien.

    Die irakische Regierung unterstützt die syrische Regierung und verhaftet bewaffnete Terroristen bei ihren Versuchen, sich nach Syrien einzuschleusen.

    Eine einseitige Schuldzuweisung an die angebliche Marionettenregierung Maliki - heute ein enger Verbündeter des Iran - ist nicht angebracht.

  1. weissnix sagt:

    @axbar. stimme dir zu. maliki -schia , ergo problem.

  1. freethinker sagt:

    Der Schatten des Westens ist der Teufel.

  1. Eckart sagt:

    Die Regierung des Iraks hat den Fehler begangen die Amis nicht konsequent aus ihrem Land zu verweisen. So sind diese provozierten Aktionen leicht jederzeit in dieser aufgeladenen Athmosphäre loszutreten.

    Was mich wundert, ist die Tatsache, das kaum einer über die schweren Explosionen in den Atomanlagen von Fordo im Iran berichtet. In den Katakomben sollen über 200 Angestellte dort eingeschlossen sein.

  1. couchlock sagt:

    Wenn man mich die Sanktionen vor dem Krieg dazunimmt, durch.die hunderttausende Kinder verreckten, nicht starben sondern verreckten und die Urangeschosse, dann ist das Bild monströs, was für ein Verbrechen...wie schon die Ungeheuerlichkeiten des ersten Irakkrieges, als u.a. tausende irakische Soldaten lebendig begraben wurden, da es ja nicht gegen die Genfer Konferenz verstösst...viel schlechtes Karma würde ich sagen...

  1. jeff sagt:

    Danke Freemann für ihre Arbeit!!!
    Diese verlogenen Politiker und Medienmarionetten lassen sich selber Versklaven.

    Daisy Schmitt: Danke sehr guter Beitrag!

  1. Wie gross muss die Verzweiflung sein, dass die Leidtragenden aus Irak in das Land auswandern, die Ihre Heimat zerstoert hat.Seit 2 Jahren lebe ich in der Tuerkei und seitdem sind schon alleine 13 Irakis aus den Haus meines Vaters weiter in die US als anerkannte Fluechlinge ausgepflogen. In meiner Heimatstadt mit ca. 400.000 Einwohnern gibt es alleine ueber 2000 irakische Fluechtlinge, aus Syrien kommen sie auch immer mehr. Dabei sind viele jahrelang in den Foltergefaengissen misshandelt worden, zuerst von den Amerikanern, dann von der Shias, also vorwiegend Sunniten. Gefolterte Aramaeer oder Schias, oder Kurden habe ich noch nicht angetroffen.

  1. Fatima sagt:

    @xabar: Bingo, so ist es. Und gerade in Falluja grassiert nur so das Salafistenvirus.
    Hier wird die Lage leider eindeutig falsch eingeschätzt.
    Um nicht falsch verstanden zu werden: Grundsätzlich hat die Irakerin Recht, der Einmarsch der USA war eine Katastrophe und hat die Zerwürfnisse unter den einzelnen Volksgruppen nur noch befeuert.ALLE leiden darunter!
    Saddam war aber auch kein Waisenknabe, das vergisst man heute leicht.Er unterdrückte nämlich gerade die Schiiten und Kurden mit aller Brutalität.
    Ich habe irakische Freunde, und die sagen, dass die sogenannte "sunnitischen Revolutionäre" auch Reisebusse angreifen, in denen Schiiten sitzen,die zu Pilgerfahrten in den Süden unterwegs sind. Ich bin auch kein Freund von Maliki, aber wenn Zivilisten attackiert werden, haben dieses "Revolutionäre" jegliche Legitimation verloren. Zumal sie nichct nur mit Saddam-Portraits auf die Straße gingen, sondern auch mit der al-CIAda-Flagge.
    Der Westen spielt ein blutiges Spiel. Erst wird die eine, dann die andere Gruppe unterstützt, so dass sie beständig miteinander im Krieg sind.
    Ayatollah Sistani, der oberste Schiitenführer im Irak, forderte die Regierung auf, den Forderungen der Demonstranten stattzugeben, solange sie nicht im Gegensatz zur Verfassung stünden, und machte politische Gruppen für die Unruhen verantwortlich.
    Außerdem kann der sogenannte Aufstand der Sunniten auch mit Syrien zusammenhängen...man müht sich nach Kräften, antiiranische Gruppen zu stärken.

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/215792-ayatollah-sistani-politische-gruppen-sind-f%C3%BCr-jetzige-krise-im-land-verantwortlich

  1. Eckart sagt:

    Nachtrag zu meinem Kom.27. Januar 2013 22:50
    Die Meldungen über die Explosionen in der Atomanlage in Fordo im Iran waren wohl propagandistische Falschmeldungen westlicher Medien.

  1. Unknown sagt:

    Belgischer Abgeordneter:

    http://www.youtube.com/watch?v=e5fsWKbUn5Y

  1. Kervan sagt:

    Tolle Demos Freeman, nur zu dumm das die Demonstranten pro FSA sind und das die bei den Demos die Schiiten im Volk beleidigen man nennt die Schiiten Kinder der Unzucht und dann sagen sie auch noch wir wollen von keinen Hussayn oder einer Zaynab beschuetzt werden, dass sind typische schiitische Namen deswegen.
    Al Maliki wurde gewaehlt und hat fair gewonnen, was die paar Leute wollen ist irrelevant wenn die Mehrheit fuer ihn ist.
    Al Maliki ist mit Syrien verbuendeg und mkt dem Iran, wie kann er also eine Marionette sein?

    Was ich auch sehr dreißt finde ist das man sagt das al Maliki die Sunniten unterdrueckt, ja womit den? Den Schiiten wurden von Saddam verboten Pilgerstaetten zu besuchen und in dujail wurde ein Dorf abgeschlachtet, da haben sie aber die Fresse gehalten.

  1. Freeman sagt:

    Na und? Rechtfertigt das die Erschiessung von Demostranten? Ihr kapiert gar nichts und fallt wieder in diese säktierische Falle von Schiiten gegen Sunniten rein. Genau was Washington als lachende Dritte will. Es geht in diesem Artikel um die kriminelle Vorgehensweise der Amerikaner und wie sie "failed states" produzieren, wie sie die Menschen gegeneinander aufhetzen und verbrannte Erde hinterlassen. Wie sie vorgeben Demokratie zu verbreiten, dabei aber nur Chaos, Leid, Elend und Tot verursachen.

  1. xabar sagt:

    @Fatima

    "Außerdem kann der Aufstand der Sunniten auch mit Syrien zu tun haben."

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass jetzt, wo ihnen in Syrien die Felle davonschwimmen (Bashar al-Assad: 'Wenn es keine Infiltrationen über die Türkei gebe, wären wir in 14 Tagen mit ihnen fertig'), sie sich wieder stärker auf den Irak konzentrieren. Der Irak unterstützt das Vorgehen der syrischen Armee, deshalb will man dort auch einen 'Regime Change'.

    Man muss Syrien und den Irak als Einheit sehen, und der Iran besitzt heute großen Einfluss im Irak. Er unterstützt Al Maliki, den demokratisch gewählten Präsidenten. Allerdings ist der irakische Staat sehr schwach, was ausländische Kräfte, vor allem die Saudis und Qatar, einlädt, sich ständig einzumischen. Sie unterstützen dort genauso die Terroristen, wie sie es in Syrien tun. Sie verüben jeden Tag wahnsinnige Anschläge immer mit 40 bis 50 Toten je Anschlag.

    Die nationale Einheit, für die die Regierung Al Maliki eintritt, soll zerstört werden, wie sie in Syrien zerstört werden soll. Die Kurdengebiete sollen völlig vom Staatsverband abgetrennt werden. Die Türkei unterstützt dies, obwohl es ein Bumerang für sie selbst werden kann.

    Ich hörte neulich auf Press TV einen Kommentator, der meinte, die Geschichte mit den Bodyguards sei von langer Hand, zwei Monate im voraus, geplant gewesen, um jene Demonstrationen gegen die Regierung zu provozieren. Wenn das stimmt, dann haben sie gute Arbeit geleistet.

    Inzwischen gibt es jedoch auch Demonstrationen für die Regierung und die Lage scheint sich beruhigt zu haben. Es waren die schiitischen Organisationen, darunter die von Al Sadr, die zur Einheit zwischen Sunniten und Schiiten aufriefen. Die Schiiten sind nicht sektiererisch. Sie setzen sich für die nationale Einheit ein. Es sind sunnitische Extremisten und Al Qaida, die auf diese Karte setzen.

    Die Sadr-Milizen haben übrigens den stärksten Widerstand gegen die US-Besatzung geleistet, um das Land zu retten. Heute unterstützen sie Al Maliki. Wenn dieser noch eine 'Marionette' der USA wäre, würden sie dies nicht tun.

    Aber es gibt noch 50.000 US-Söldner im Land und auch die MKO, die nicht entwaffnet werden darf, was Maliki vorhatte, aber von den USA verhindert wurde. Ich glaube, dass diese anti-iranische Terrororganisation auch eine Rolle spielt im Hintergrund.

    Ergo:

    Die Regierung al Maliki ist ein stabilisierender Faktor, und man sollte sie deshalb unterstützen, auch wenn sie sicherlich Fehler begangen hat.

  1. Freeman sagt:

    Aha, und wem unterstehen Saudi-Arabien und Katar? Doch nur Washington. Die machen nichts ohne Genehmigung und Auftrag.

  1. Hallo...
    Geehrter Freeman, solch einen Freien Brief zu veröffentlichen ist schön und gut, nur bitte ich dich dringendst alles nochmal zu recherchieren.
    Vorallem "Posts" von Kritikern aus Saddam Freundlichen Cliquen würde ich zweimal sezieren.

    Weiters, dein Fan Yasser

  1. Maghreb sagt:


    @xabar
    wenn man Deine Kommentare liest, könnte man als nicht Muslim glauben, dass die Schiiten die guten und die Sunniten die schlechten sind.
    "der Iran besitzt heute großen Einfluss im Irak. Er unterstützt Al Maliki, den demokratisch gewählten Präsidenten."
    ach so, der schiitische Iran unterstützt den schiitischen Al-Maliki, vielleicht hat er dank dieser Unterstützung die Wahlen gewonnen. Dass er vom Iran unterstützt wird, heißt nicht unbedingt, dass er kein Diktator ist und nicht auf sein Volk schießt. Ich weiß nicht wer geschossen hat, war nicht dabei, das kann nur jemand beantworten, der dabei war.
    Es macht mich jedes Mal wütend, wenn ich lese, wie diese Unmenschen, die in Syrien und Irak wüten als "sunnitische" Terroristen bezeichnet werden. Als ob nur nicht Sunniten die Opfer dieser kriminellen Bande sind.
    Und war nicht dieser Al-Sadr, der veranlasst hat, dass Saddam ausgerechnet am opferfest, dem wichtigsten Fest in der islamischen Welt, aufgehängt wurde. Das empfinden viele Muslime als grausam und ist mit den islamischen Werten nicht vereinbar.
    Ich stimme Freeman zu, dass man hier gerne die Kernbotschaft übersieht und stattdessen für eine oder andere Religionsgemeinschaft Partei ergreifen.
    Diese Terroristen sind einfach bezahlte Söldner, die überall dort wüten, wo Amerika ihre Interessen verteidigen will, das ist in Mali und auch in Algerien und ich wüsste nicht, dass es dort Schiiten gibt.

  1. eet sagt:

    Das hat die wunderbare Laila Anwar geschrieben. Mit einer unerhörten Energie greift sie dieses Mafia-Regime an, das von Washingtons Gnaden (und Waffen) überlebt. Empört sich über das Schweigen in der achso zivilisierten Welt. Schreit ihre Wut in die Welt hinaus. Aber wer hört schon zu?
    Das Neue an diesen Demonstrationen ist nicht nur die ungeheure Zahl an Menschen, sondern auch die Versuche von allen Seiten, das vom Westen in Szene gesetzte Sektierertum zu überwinden. Das wäre ein Segen, aber natürlich erst der Anfang für die Überwindung der fürchterlichen Lage, in der sich das ganze Land befindet.

  1. Ich war im Dezember übers Neujahr zum 'Arbaeen' selbst im Irak in Nadjaf und Karbala und dort habe ich mit vielen Leuten (hauptsächlich Schiiten) gesprochen und sie zu ihrer Haltung gegenüber der Maliki-Regierung befragt und wie sie zu den Sunniten, Christen und Kurden stehen.
    Sie stehen Loyal zu al-Maliki weil er eigene Entscheidungen trifft und sich für den Abzug der Amerikaner eingesetzt hat und keine Verlängerung der US-Besatzung aktzeptierte.
    Sie sehen den Frieden im Irak nur unter einer Regierung der nationalen Einheit. Schiiten, Sunniten, Christen und Kurden sollen zusammen arbeiten und aufhören gegeneinander zu arbeiten.

    Al-Maliki ist meiner Meinung nach auch keine US-Marionette. Er ist wie gesagt gegen den Sturz von Bashar Al-Assad und bietet Terroristen seine Grenzen nach Syrien nicht an, wie es Erdogan in der Türkei tut. Zudem setzt er sich für eine Zusammenarbeit mit dem Iran ein. Damals im Irak-Iran Krieg hat er sogar mit der iranischen Armee gegen Saddam gekämpft.
    In den letzten Tagen habe ich im Fernsehen viele Bilder gesehen, wo sehr viele Menschen für Maliki demonstriert haben.
    Er ist vielleicht nicht perfekt, aber das geringste Übel und Faktor für eine gewisse Stabilität und Sicherheit im Irak. Daran sollte man festhalten.

  1. dimak121212 sagt:

    @Freeman

    "Aha, und wem unterstehen Saudi-Arabien und Katar? Doch nur Washington. Die machen nichts ohne Genehmigung und Auftrag"

    Und wem untersteht Washington????

    Und da wären wir an der Quelle!!!

    "Wir, das jüdische Volk, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das." (Ariel Sharon, israelischer Premierminister im Radiosender Kol Yisrael)

  1. Fatima sagt:

    @Maghreb und andere:

    "Sunnitische Revolutionäre" habe ich absichtlich in Anführungszeichen gesetzt. Damit soll nicht gesagt werden, dass die Schiiten die Guten und die Sunniten die Bösen sind, aber Fakt ist, und da sind wir uns denke ich doch einig, dass die Amerikaner alle Volksgruppen gegeneinander hetzen wollen und das auch schaffen. Dabei ist die Zugehörigkeit austauschbar.In Indonesien werden Muslime gegen Christen gehetzt, in Mali sind es dann halt andere, die sich gegeneinander ausspielen lassen, wie Tuareg, verschiedene Stämme, Sufis etc.
    Und wenn mit Saddam-Bildern demonstriert wird, muss das andere Iraker wiederum provozieren, womit die Hetzer das Ziel erreicht hätten. Das wäre so, als würde man hier mt Hitler- Bildern herumlaufen oder im Iran mit Schah-Bildern....
    Und wie gesagt, wer Zivilisten angreift, ist nicht besser als die, gegen die er demonstriert
    Imam Khomeini hat gesagt: "Wer die Muslime in Sunniten und Schiiten spalten will, ist keiner von beiden, sondern ein Feind des Islam."

  1. xabar sagt:

    @Dimak

    Sehr richtig!

    Es gibt kluge Leute, die den US-Kongress und den US-Senat, also die US-Legislative, als 'besetztes Gebiet' Israels bezeichnen.

    Als Bibi Netanyahu vor nicht allzu langer Zeit vor dem Kongress sprach, erhielt er über 20 stehende Ovationen mehr als Obama.

    Wer dort etwas gegen Israel und die Israel-Lobby sagt, wird konsequent aus der Politik verdrängt, wie es der schwarzen Abgeordneten Cynthia MacKinney erging, die sich als Kongressabgeordnete an Gaza-Flottillen beteiligte.

    Die USA werden von Israel kontrolliert.

    @Maghreb

    Der Eindruck ist falsch.

    Ich stelle hier nicht die Sunniten als böse und die Schiiten als gut hin. Das ist eine Unterstellung deinerseits. Du wirst keinen Eintrag von mir finden, durch den du das belegen könntest.

    Aber was ist Fakt?

    Der Beweis dafür, dass sich Schiiten für die religiöse und politische Einheit einsetzen, ist die Revolution in Bahrain, die von Schiiten, größtenteils von schiitischen Frauen angeführt wird.

    Es gibt dort keinen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten innerhalb der Bewegung, keine Anschläge gegen Sunniten. Alles verläuft friedlich. Die einzigen, die Gewalt einsetzen, sind die Büttel der herrschenden sunnitischen Khalifa-Dynastie, die schon über 100 friedliche Demonstranten umgebracht haben, die Giftgas gegen sie einsetzen und die Folter praktizieren und die die Saudis und die Qataris im Land dulden.

    Ein weiterer Beweis wäre die islamische Revolution im Iran. Iman Khomeini hat nie gegen Sunniten gehetzt, er hat immer die religiöse islamische Einheit betont. Diese Einheit war die Garantie für den Sieg über die USA und umgekehrt: Die Spaltung und der Bruderkampf ist das Unterpfand für die Niederlage.

    Wer sind die Opfer von Terroranschlägen im Irak? Die meisten Opfer sind Schiiten. Die Bomben gehen in schiitischen Moscheen hoch. In Pakistan genauso, wo regelrechte Hetzjagden von aufgehetzten Sunniten gegen Schiiten stattfinden, wo Massaker an ihnen stattfinden. Und die Bombenleger sind von Saudi Arabien finanzierte und ausgebildete Al Qaida-Leute, also Wahabis.

    Du musst den Tatsachen ins Auge sehen, und aufhören, Dinge zu unterstellen.

  1. Fatima sagt:

    Sayyed Sistani ruft zur Einheit auf!

    "es gibt keine wirklichen Auseinandersetzungen zwischen den Schiiten und der Ahl as-sunnah"

    Das religiöse Vorbild der Nachahmung Ayatollah Sayyed Ali al-Hussaini al-Sistani im Irak hat betont, dass es keine wirklichen Auseinandersetzungen zwischen Shiiten und Suniiten gibt und fügte hinzu, dass er ein Diener der gesamten irakischen Gesellschaft sei.

    Er sagte: „Ich liebe sie allesamt und die Religion ist die Liebe. Ich bin verwundert darüber, wie die Feinde es geschafft haben, zwischen den verschiedenen islamischen Rechtsschulen Zwietracht zu stiften.“

    Außerdem sagte er: „Diese Sitzungen und Treffen sind wichtig und nützlich, sodass alle dadurch wissen, dass es keine Auseinandersetzungen zwischen ihnen (Sunnah und Shia) gibt. Die Unterschiede zwischen den Suniiten und Shiiten sind rein rechtswissenschaftlicher Natur (Fiqhiyya) und sind bei allen Rechtsschulen vorhanden.“

    Und ebenso sagte Sayyed al-Sistani: „Es ist wichtig, dass die Shiiten die gesellschaftlichen Rechte der Suniiten beschützen und verteidigen, bevor es die Suniiten selbst tun.“

    Und auch sagte er: „Unsere Botschaft ist der Aufruf zur Einheit und ich habe stets gesagt, sagt nicht „unsere Brüder die Suniiten“, sondern sagt: „unsere Selbst die Suniiten“. Ich höre mir die Freitagspredigten der Ahl al Sunnah öfters an, als die Freitagsreden der Shia. Wir unterscheiden nicht zwischen Araber und Kurden und der Islam vereint uns alle.“

    Ebenso sagte Ayatollah al-Sistani: „Wir sind allesamt vereint durch eine Kaaba und ein Gebet und ein Fasten. Als mir damals einige Söhne der Ahl al Sunnah gesagt haben, dass sie nun Shiiten geworden sind, habe ich nach dem Grund gefragt. Sie haben geantwortet: „Für die Wilaya zur Ahl al Bayt.“ Daraufhin habe ich ihnen gesagt: „Die Imame der Suniiten haben stets die Wilaya zur Ahl al Bayt (a.) verteidigt.“

    Dann fügte er hinzu und sagte: „Die Grabstätten gehören sowohl den Suniiten als auch den Shiiten. Ich bin für all diejenigen, die ihre Rechte einfordern.“


    http://www.sistani.org/index.php?p=914883&id=684

    das ist die offizielle Seite seines Büros.

  1. skywalker sagt:

    ich stimme "Magrheb" zu, hier wird teilweise unterschwellig tatsächlich der Eindruck erzeugt: Sunniten = radikal und Schiiten liberal.

    Wenn man sich aber die Fakten ansieht, dann sind bisher moderate, ursprünglich säkuläre sunnitische Länder von der Nato überfallen worden wo dann Dummkopf-Marionetten der NATO installiert wurden, bzw. werden.

    Der Brief von der Irakerin spiegelt die Wirklichkeit wieder so wie sie wohl im Irak derzeit auch ist, danke für die Veröffentlichung!!

    Nur weil Maliki ein Schiit ist, heißt das noch lange nicht daß er frei gewählt wurde, bestimmt wurde er von den US Strategen zur Wahl vorgeschlagen, wer weiß das schon!?

    Das ist alles unter dem Yinon Plan der Zionisten zu finden.
    Die Christen im Irak unter Saddam Hussein haben völlig frei gelebt, niemand wurde verfolgt, daß jetzt Schiiten gegen Sunniten in Stellung gebracht werden ist eindeutig eine von westl. Geheimdiensten, also CIA, inszenierte künstliche Sähung von Zwiehtracht und Feindschaft.

    Wer in Libyen und jetzt in Syrien (zuvor in Ex-Yugoslavien) Zivilisten ermordet und Sabotage gegen die Regierung führt, sind bezahlte Söldner die unter Federführung der Nato rumwüten.

    Wie Freeman schon richtig kommentierte, stecken dahinter die Regierungen von Saudi Arabien, Qatar und dahinter wiederum Washington und Tel Aviv... so schauts leider aus.
    Das sind Mörder Söldner die sich jedwedes religiöse Gewand überstülpen um ein Land ins Chaos zu stürzen.

  1. Fatima sagt:

    @Skywalker: der erste Staat, der mit Krieg überzogen wurde, war der Iran, der einzige islamisch - schiitische Staat. Das ist wohl etwas in Vergessenheit geraten.
    Damit so ein Staat auf keinen Fall wieder entsteht, mussten "Maßnahmen" ergriffen werden.
    Ben Ali und Mubarak waren keinesfalls "moderat", sondern schlicht lupenreine Diktatoren. Das Volk wollte sie loswerden, und da der Westen sie nicht mehr brauchte, wurden sie fallengelassen. Um zu retten, was noch zu retten ist, werden Versuche gemacht, "islamische" Diktaturen zu installieren (Libyen,Ägypten, Syrien, auch die Türkei geht in die Richtung), damit die Völker hier wie dort den Islam hassen.

  1. xabar sagt:

    @Skywalker

    Der US-Imperialismus geht nicht danach, ob eine Regierung schiitisch, christlich oder atheistisch ist. Das ist denen völlig gleichgültig. Sie gehen danach, wer ihrem Hegemoniestreben Schranken setzt oder wer dies nicht tut und eine Marionette bleichen will.

    Der Iran hat dies nach der Revolution von 1979 sehr konsequent getan (Verstaatlichung der Öl-und Gasindustrie...). Die Folge: ein Jahr später hat man das Land mit einem achtjährigen Krieg (1980-88) überzogen und dabei sich Saddam Husseins bedient, ein ehemaliger Mitarbeiter der CIA.

    Der gleiche Saddam, der zwar die Christen in Ruhe ließ, vertrieb durch die planmäßige Entwässerung der Marschlandschaft im Euphrat- und Tigris-Delta 150.000 Schiiten, die dann in den Iran flüchteten.
    (Quelle: Harenberg Länderlexikon, 1995-96. Die Welt in Fakten, S. 174). Das heißt: Er spielte das Teilungsspiel der US-Imperialismus mit und durfte dafür an der Macht bleiben.

    Wir müssen wegkommen von dem Denken in religiösen Kategorien, Schiiten gegen Sunniten usw.

    Es geht um Machtfragen. In dem Moment, wo große Teile einer Bevölkerung Widerstand leisten gegen den US-Imperialismus, versucht man in diese Bevölkerung zur Schwächung dieses Widerstands einen Keil zu treiben und hetzt die Menschen gegeneinander auf, mal nach religiösen Kategorien, mal nach rassischen, mal nach anderen, was sich gerade anbietet.

    Saddam Hussein war ein geeignetes Werkzeug dafür. Er hat seine Rolle bis 1988 gut gespielt. Dann änderte sich die US-Politik auf Druck Israels, weil Saddam Israel mit Scud-Raketen beschossen hatte. Israel forderte einen Politik-Wechsel im Pentagon und bekam ihn, herbeigeführt durch den Druck der zionistischen Lobby in den USA. Von dann ab war er plötzlich der Bösewicht, der WMDs hatte. Vorher durfte er die Kurden und Iraner mit Giftgas umbringen, das ihm von Westen geliefert wurde.

    Also weg von diesem unseligen Schiiten-Sunniten-Schema. Denken wir politischer! Der Gegner tut es auch!



  1. skywalker sagt:

    @ xabar

    wie Du weißt sind wir vom gleichen Kaliber, mir geht es nicht um schwarz-weiß-Denken oder die Symptome zu untersuchen, mir geht es um die wahren Ursachen...

    Bei "Saddam" und den Schiiten im Irak sei auch an den Irak-Iran gedacht, bei den Kurden gehts um Seperatismus d.h. Zerteilung der Einheit des Landes, sicher Giftgas ist Unmenschlich aber wer hat das denn geliefert!?
    Hatten die USreal-Geostrategen nicht auch den Iran und Khomeini mit Waffen beliefert!? Stichwort Iran-Kontra-Affäre...

    Ich denke daß Ayatollah Khomeini nicht so ganz gegen einen Krieg mit dem Irak war, denn kaum war er aus dem Exil in "Paris" zurück im Iran und schon ging der Krieg gegen den Irak los, ich denke da haben beide Dreck am stecken... Profiteur des Krieges war wiederum das Empire...

    @ Fatima
    Sorry Fatima, habe wirklich nichts gegen Dich persönlich, aber ich versuche die Dinge auch objektiv zu sehen.

  1. Fatima sagt:

    @Skywalker: "Ich denke daß Ayatollah Khomeini nicht so ganz gegen einen Krieg mit dem Irak war, denn kaum war er aus dem Exil in "Paris" zurück im Iran und schon ging der Krieg gegen den Irak los, ich denke da haben beide Dreck am stecken... Profiteur des Krieges war wiederum das Empire..."

    Nehm ich dir ja gern ab, dass du denkst. Nur frage ich mich aber schon, warum es dir dann nicht auch zu denken gibt, dass kaum dass die junge islamische Republik, geschwächt durch Revolutionswirren, in die Existenz kam, der Krieg gegen sie losgetreten wurde. Du vertauschst leider Täter und Opfer. Denn nicht Iran war es, der den Krieg begonnen hat! Es erschüttert mich ehrlich gesagt sehr, dass das sogar aufgeklärten Leuten wie dir nicht klar zu sein scheint - und das nach 34 (!) Jahren!

  1. xabar sagt:

    @Skywalker

    Wenn es dir um die wahren Ursachen geht, dann darfst du nicht spekulieren und sagen, 'ich denke dass, ich nehme an, dass...', dann musst du der Sache gründlich und penibel auf den Grund gehen.

    Und allein eine logische Überlegung hilft:

    Kann der Iran, der damals nach der Revolution mit sich selbst beschäftigt war, Interesse an einem Angriff auf den Irak gehabt haben? Er hatte ein Interesse an der Konsolidierung der Revolution gegen ihre inneren und äußeren Feinde. In einer solchen Situation einen Krieg zu beginnen, ist Selbstmord.

    Der Krieg ist eindeutig und ganz allein von Saddam Hussein ausgegangen, was auch den Vormarsch der Armeen Saddams in den ersten Monaten erklärt. Der Iran war kaum auf einen Krieg militärisch vorbereitet und rang verzweifelt darum, sich auf den internationalen Märkten Waffen zu besorgen.

    Außerdem stimmt einfach nicht, was du sagst:

    "Kaum war er aus dem Exil in Paris heimgekehrt, ging auch schon der Krieg gegen den Irak los."

    Khomeini kam im Frühjahr 1979 aus dem Exil zurück und erst ein Jahr später (1980) begann der Krieg.

    Also auch die Faktenlage stimmt nicht.

    Es tut mir leid, lieber Skywalker, dass ich das so hart sagen muss. Du bleibst mir trotzdem sehr sympathisch.

    Gruß

  1. MastaFu sagt:

    Maliki verhält sich wie ein Diktator!

    http://www.turkishweekly.net/news/146437/iraq-reels-under-intensifying-political-divide.html

    Warum wohl sind die Kurden, Sunniten und auch einige Schiiten GEGEN seine Politik? Er richtet sich GEGEN die irakische Verfassung, die die Gleichbehandlung von allen Bevölkerungsgruppen im Irak vorsieht! Er beschneidet die Rechte der Kurden und Sunniten! Hashemi ist ein Sunnit! Der Finanzminister ist Sunnit! Aber was hat al-Maliki vor einigen Wochen gemacht? Er hat die 10 Bodyguards von dem Finanzminister verhaften lassen! Er schikaniert alle! Es war ein politisch motivierter Prozess gegen Hashemi! Darum werden die Aufstände im Irak nicht aufhören!

    Neulich hat das irakische Parlament ein Gesetz verabschiedet, dass Maliki's 3. Wiederwahl verbietet! Er hat keine Unterstützung durch die gesamte Bevölkerung, sondern nur durch einige Schiiten.

    Muqtada As-Sadr, schiitischer Führer, hat sich ebenfalls GEGEN Maliki gestellt und hatte im Dezember gemeinsam mit Sunniten in einer Moschee gebetet! Er hat damit gezeigt, dass die Bevölkerung zusammenält!

  1. skywalker sagt:

    @ xabar

    ich hab ja auch nicht behauptet daß der Iran den Krieg gegen den Irak begonnen hat, was ich sagen wollte ist daß man beide Seiten kritisch hinterfragen sollte, denn durch die Iran-Kontra Affäre kam doch ans Licht das der Irak als auch der Iran von der gleichen Quelle mit Waffen beliefert worden waren...
    Heutzutage bewundere ich auch die Aussagen von Ahmadinedschad zB seine Reden vor der UNO usw., ich sehe in ihm auch einem Streiter für die Freiheit der Völker neben Putin und Chavez. Grunsätzlich sind meine Ansichten zu Ahmadinedschad und den Iranischen Wächterrat aber verschieden, ich sehe darin keine Übereinstimmung für mich da ich das säkuläre Staatssystem favorisiere.

    Herzliche Grüsse!!

  1. pann peter sagt:

    Feeman genau richtig erkannt!! sehe ich auch so die Leute interessiert nicht das unbewaffnete Demonstranten nieder geschossen wurden!

    Nein sie vergleichen es mit vor 10 j oder religiösen aus Richtungen das Is der Punkt!!! ihr seit so billig zu manipulieren, ihr kennt nicht mal die einfachste Taktik, die ihr schon 1000 Mal gehört habt! wie wohlt ihr Dan den Islam oder Bibel verstehen ??? Denkt mal drüber nach vor ihr weiter macht ???

    Ihr müsst von vorne anfangen! vergessen was war euren hass zu liebe machen oder zu mitleid !
    Ihr müsst bereit sein ein Opfer zu bringen das von euch kommt? Nicht Von Gott das er sie strafft! weil auf erden sind wir alle im selben boot, Gott wird euch schon recht zu kommen lassen!!! wir sind alle Menschen!*

    Wer das nicht kapiert ist arm und wird selbst zu dem was er hasst?!

    Wie sagt man so schön helfe dir selber so hilft dir Gott!

    Wer Menschen Unterdrückung wünscht Seies Aus ...der wird selber unterdrückt!

    Die Realität beweist es jeden Tag aber der Geist will Gott sein und macht über sie haben!

    Lass Jesus in dein Hertz und er macht es dir weich...

    Macht euch frei von den hass, der Gewalt und erkennend das ihr einen Menschheit seit auf einer Erde...der echter Frieden ist nur im Herzen in dieser Menschen Welt weil es gibt nur Menschen Richter wie gerecht können diese sein ??


    mache Die Nicht Zum Richter Über Das !!!Innere!!! Eines Menschen