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IAEA - Keine Explosion in Fordo

Mittwoch, 30. Januar 2013 , von Freeman um 09:00

Das Springer-Schmierblatt "Welt" meldete am Dienstag, "Es muss mächtig geknallt haben im Iran" und brachte ein Schauermärchen über eine gewaltige Explosion an der iranischen Atomanlage in Fordo und beschrieb diese als Resultat eines Sabotageakt. Als Quelle nannte das Blatt amerikanische Geheimdienstkreise und der Schreiberling entzückte sich über den grossen Erfolg des Anschlags.



Jetzt stellt sich heraus wie schon so oft, die ganze Geschichte ist erstunken und erlogen, nichts davon ist wahr. Die UN Atomaufsichts- behörde IAEA hat am Dienstag noch klargestellt, sie haben überhaupt keine Anzeichen für eine Explosion in Fordo feststellen können.

In einer unüblichen Vorgehensweise hat die IAEA in Wien eine Pressemeldung veröffentlicht und stellte damit die Fakten richtig, nach dem Medien von einer erhebliche Explosion und grossen Schaden an der unterirdischen Urananreicherungsanlage berichtet hatten.

Sie sagte, IAEA-Inspektoren besuchen regelmässig die iranischen Atomanlagen, einschliesslich die in Fordo. Nach den Berichten in den israelischen und westlichen Medien hätten sie die Anlage inspiziert und nichts von dem was behauptet wird gefunden.

"Der Iran hat bestritten, dass es ein Ereignis in Fordo gegeben hat. Das stimmt mit unseren Beobachtungen überein," schrieb die Sprecherin der IAEA Gill Tudor in einer E-Mail als Antwort auf Anfragen.

Der Iran wies bereits am Montag die Meldungen zurück. Der Vorsitzende des Sicherheitsausschuss im Majlis (iranisches Parlament) Alaeddin Boroujerdi, beschrieb die Geschichten als westliche Propaganda, mit dem Ziel, die bald stattfindenden Gespräche zwischen dem Iran und der P5+1 Gruppe (Grossbritannien, China, Frankreich, Russland, USA und Deutschland) zu beeinflussen.

Bereits am 6. Januar hatte die BBC über eine Explosion an der Atom- anlage in Isfahan berichtet, was sich auch als falsch herausgestellt hat.

Der Artikel von Michael Stürmer in der Welt strotzt vor Unwahrheiten. Er schreibt: "Fordo ist der Name einer Anlage im Iran, die Uran bis zur Waffenfähigkeit anreichern kann". Das stimmt überhaupt nicht. Die höchste Anreicherung die diese Anlage erzielen kann ist 20 Prozent. Für eine Atombombe ist aber über 95 Prozent reines Uran notwendig.

Dann schrieb er: "Schwachpunkt war immer der Zugang zur Anlage: Tore, Aufzüge, Versorgungsleitungen. Die hat es jetzt getroffen. 'Sabotage' jaulten die Offiziellen in Teheran, bis sie begriffen, dass es nicht klug wäre zuzugeben, dass der Feind es bis in den Kern des Atomprogramms geschafft hatte."

In typischer Springer-Manier wird völlig übertrieben, desinformiert und glatt gelogen. Das soll Journalismus sein? Der Typ schreibt ja pure Fiktion. Das einzig wahre an seiner Geschichte ist die Aussage, die Saudis, Israelis und Amerikaner führen einen unerklärten Krieg gegen den Iran. Das stimmt und diese Falschmeldungen sind ein Teil des Propagandakrieg an dem sich die Medien aktiv beteiligen.

insgesamt 10 Kommentare:

  1. Private sagt:

    Für was berichten die Zeitungen überhaupt, über irgendwelche Konflikte im Iran,Mali und sonstwo.

    Ich kenne keinen der sich überhaupt für sowas interessiert.

  1. Technoman sagt:

    typische springerpresse gegen die pösen iraner !! immer auf die kleinen !! passt zur anti iran propaganda !!

  1. Eckart sagt:

    Man kann diese Geburt einer "Ente" als Lehrbeispiel nehmen.
    Fakt ist, dass ein übergelaufener iranischer Revolutionsgardist namens Reza Kahlili in den USA seine Brötchen mit Vorträgen über das böse iranische Mullah Regime versucht zu verdienen.
    Da ihm offenbar der "Stoff" ausging, hatte er sein Geschäftsmodel mit einer heißen Story auffrischen wollen. - Die Früchte solch einer Handlung kann man an den Auswüchsen der Schmierenpresse ablesen.

  1. xabar sagt:

    2003 wurde vom US-State Department (Außenministerium der USA) ein 'Programm für Öffentliche Diplomatie' für West Europa beschlossen.
    (Quelle: voltairenet.org, 2007)

    Es beinhalt, dass bestimmte Medien, aber auch individuelle Journalisten 'subventioniert' werden, die 'für die atlantische Partnerschaft' eintreten. Dies ist nichts anderes als ein Projekt zur Korrumpierung deutscher Medien und Journalisten.

    Also man hat sich seit zehn Jahren eine hörige Journalistenschaft herangezüchtet, die das schreibt, was z. B. der US-Geheimdienst will, dass es in deutschen Zeitungen steht.

    Die Springer-Presse ist traditionell ganz eng mit den USA und Israel verbunden und damit auch mit den Auslandsgeheimdiensten dieser beiden Terrorstaaten.

    Der Spiegel spielte das gleiche Spiel mit, als er vorletztes Jahr, ich glaube im Dezember, einen Aufmacher zu 'Ahmadinedschads Atombombe' brachte. Man sah auf der Titelseite ein Bild des iranischen Präsidenten mit einem Atompilz dahinter. Also schon von daher eine unmissverständliche Botschaft an den zu manipulierenden Leser.

    Rechtzeitig vor den Wahlen im Libanon vor drei Jahren lancierte das gleiche Lügenblatt eine Meldung dahingehend, dass die schiitische Hisbollah von Seyyed Hassan Nasrallah Schuld sei am Mord an Rafik Hariri, der im Mai 2005 durch eine Bombe in Beirut ermordet wurde, was antisyrische Proteste und den Abzug der syrischen Armee aus dem Libanon nach sich zog. Man wollte verhindern, dass Hisbollah-Abgeordnete ins libanesische Parlament einzogen und dass Israel für den Mord verantwortlich gemacht werden konnte. Inzwischen hat die Hisbollah Beweise vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass Israel Hariri umgebracht hat, um eine antisyrische Stimmungsmache im Libanon zu vertreiben, um dadurch die syrischen Truppen loszuwerden und einen neuen Krieg gegen den Libanon führen zu können, was dann im Sommer 2006 geschah.

    Es ist also alles ein abgekartertes Spiel der Desinformation und Teil des Krieges gegen den Iran, gegen den Libanon, gegen Syrien, gegen die Hisbollah, also gegen die Achse des antizionistischen Widerstands auf medialer Ebene und die deutschen Medienhuren spielen diesen Krieg mit.

    Es sind Instrumente eines nicht erklärten Krieges.

  1. siggi sagt:

    Stürmer..der Name sagt mir was! War das nicht das NS-Kampfblatt von Streicher?
    Vielleicht sollte man mal überprüfen, ob der wirklich so heisst und nicht ein Pseudonym als faschistischer Hetzer angenommen hat!

  1. FuzzyLogic sagt:

    +++ Ausserdem müsste es von solch einer Explosion seismische Aufzeichnungen geben. Die gibt es, allerdings 800 km entfernt u. in 37 km Tiefe:
    http://www.emsc-csem.org/Earthquake/earthquake.php?id=301711

  1. *lol* habe ich heute morgen auch in der gehobenen Blödzeitung gelesen.

    Als ich "Nachrichten kamen aus amerikanischen Geheimdienstkreisen" las, wußte ich eine Zeitungsente wie cool ist das denn.
    Wow, dass ich solch eine plumpe propaganda miterleben darf, ist einfach nur herrlich.
    Da ist der ehemalige DDR Propaganda Sender der "Schwarzekanal" ja süß im vergleich.

    Naja, seit dem us-amerikanischen Eintritt in den II. Weltkrieg und bis heute, ist die US-Presse bzw. Medienanstalten stets mit manipulierenden CIA-Agenten besetzt. Von daher nichts außergewöhnliches.

    Und weil das so gut funktioniert, hat man gleich dieses Arbeitsmodell CIA & Medien 1945 bei der Gründung der West Deutschen-Presse mit übernommen.
    Damals bekamen viele West Deutsche-Verlage Aufbauhilfe vom CIA.
    Man tut was man kann.

    Da aber die wenigsten deutschen Bürger wissen, dass es nie eine freie Presse in West-Deutschland gab, wird ergo alles für bare Münze genommen, was in der sogenannten freien Presse steht.
    C'est la vie.

    Eine interessante Aussage von Osama Bin Laden zu dem Thema "West-Medien"
    Es ist die deutsche Übersetzung eines Interviews, dass O. Bin Laden ende September 2001 der pakistanischen Tageszeitung "Ummat" gab. In diesem Interview stritt er jede Beteiligung an den 9/11 Anschlägen kategorisch ab.
    Zudem sagte er:
    " Die westlichen Medien entfesseln eine solch grundlose Propaganda, die uns überraschen läßt, aber es reflektiert, was in ihrem Herzen ist, und sie werden allmählich selbst zum Gefangenen dieser Propaganda.
    Sie bekommen Angst davor und beginnen selbst Schaden zu zufügen. Terror ist die am meisten gefürchtete Waffe im modernen Zeitalter, und die Medien benutzen sie genadenlos gegen das eigene Volk."

    Was soll man dazu noch sagen.
    Ausser, start everyday with a smile and get it over with.

  1. PapaWanki sagt:

    "Ein erfolreicher Anschlag wäre ein großer Erfolg"

    Einfach nur widerlich dieser Typ. Wie man sich auch noch öffentlich daran ergötzen kann wenn dem vermeintlichen "Feind" eins ausgewischt wird. Daß dabei auch Unschuldige draufgehen hätten können, spielt da plötzlich überhaupt keine Rolle mehr. Merke: Terrorismus gegen Iran = Gut

    Bin ehrlich erleichtert daß an dem Ganzen nichts dran war.

  1. freethinker sagt:

    "Ein erfolgreicher Anschlag wäre ein großer Erfolg!"
    Mit Anschlag ist ein Terroranschlag gegen Menschen und Dinge im Iran gemeint. Darüber freuen sich dann die westlichen Regierungen und ihre Zeitungen. Die westlichen Machthaber stellen sich damit auf die Stufe von Terroristen, und zwar öffentlich; das sagt einiges über diese Regime aus, oder?

  1. xabar sagt:

    Die Springer-Presse hat ein kurzes Gedächtnis:

    Eigentlich müsste der Medienhuren-Konzern wissen, wie es sich anfühlt, wenn man Opfer eines Terroranschlags wird. Alles schon vergessen, Medienhure?

    Tatort:
    Hamburg, 19. Mai 1972.

    Das Kommando 2. Juni verübt einen doppelten Bombenanschlag auf das Springer-Gebäude in Hamburg, nachdem drei telefonische Warnungen gegeben worden waren, das Gebäude zu räumen. Man unterließ aber die Räumung und 17 Personen wurden durch die doppelte Detonation verletzt.

    Die Forderungen der Organisation lauteten u.a.:
    Der Springer-Konzern solle die Hysterie in seiner Bericherstattung gegen Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt unterlassen; er solle seine propagandistische Unterstützung des Zionismus unterlassen; er solle die Lügnerei gegen ausländische Arbeiter in Deutschland einstellen...und schließlich fordert das Kommando:

    ENTEIGNET SPRINGER!
    ENTEIGNET DIE VOLKSFEINDE!

    Die Reaktion der Springer-Presse kann sich jeder hier selbst ausmalen.

    Zum ersten Mal war man selbst Opfer eines Terroranschlages.

    Aber das ist lange her. Heute unterstützt man wie damals den Terrorismus, wenn er im Ausland stattfindet. Damals in Vietnam, heute in Syrien oder im Iran. Das ist guter Terrorismus, wenn es einen selbst trifft wie damals, ist es schlechter, böser, unmenschlicher, krimineller, verwerflicher, bestialischer... Terrorismus.