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Es tobt ein globaler Währungskrieg

Freitag, 18. Januar 2013 , von Freeman um 15:00

Es findet schon länger ein Wettlauf zwischen den Industriestaaten statt, wer seine Währung noch mehr abwerten kann. Aktuell wird der Euro gegenüber allen wichtigen Währungen nach oben gepuscht. Der Kurs des Dollar, Pfund, Yen und Schweizer Franken haben gegenüber den Euro erheblich verloren, oder umgekehrt, der Euro ist gegenüber den wichtigsten Währungen auf eine Hoch wie seit 12 Monaten nicht mehr. Das bedeutet, alle Länder der Eurozone verlieren dadurch auf dem Weltmarkt ihre Konkurrenzfähigkeit. Deshalb hat "Eurowächter" Jean Claude Juncker bei einem Treffen von Wirtschaftsleuten in Luxemburg gesagt, der Wechselkurs des Euro zum Dollar sei „gefährlich hoch“. Der globale Währungskrieg ist voll in Gange.



So hat zum Beispiel der Franken in den letzten Tagen um 5 Rappen zugelegt und ist auf 1,25 gestiegen, hat damit den höchsten Stand seit Mai 2011 erreicht. Auch gegenüber dem Dollar stieg der Kurs des Euro: Er hielt sich knapp unter 1,34 Dollar und damit in der Nähe seines Elf-Monatshochs. Das britische Pfund fiel gegen Euro auf ein Zehn-Monatstief von 1,192 gegenüber den Euro. Beim Yen ist es noch krasser. Seit dem Sommer ist die japanische Währung gegenüber den Euro von 94 auf aktuell 120 Yen gestiegen. Dies bedeutet, im internationalen Vergleich werden die Exporte aus dem Euroraum gegenüber allen wichtigen Währungen teuerer und damit weniger attraktiv.

Das Ziel dieses Krieges ist die eigene Währung noch schneller und brutaler zu entwerten als die anderen es tun. Eine Selbstvernichtung die völlig konträr zur eigentlichen Aufgabe der Zentralbanken ist. Die Währungshüter tun alles, nur nicht die Kaufkraft des Gelds das sie hüten erhalten. Durch die Entwertung der eigenen Währungen versucht man die Schuldlast zu reduzieren, die Wirtschaft zu stimulieren und die Exporte anzukurbeln. Den Preis dafür trägt die Bevölkerung durch Inflation.

Die Verteuerung der Produkte und Dienstleitung der Länder in der Eurozone wird den "Exportweltmeister" Deutschland treffen, aber noch viel mehr die sowieso schon am Boden liegenden Südländer. Sie leiden schon lange von einem für sie überbewerteten Euro und müssten dringend um mindestens 30 Prozent abwerten, so wie sie es früher mit eigenen Währung machen konnten. Ein Kursanstieg des Euros ist jetzt ein weiterer Todesstoss für sie. Wann kapieren die Euro-Turbos endlich, die Zwangsjacke der Gemeinschaftswährung für die EU führt zur Vernichtung der Mitgliedsländer.

Frankreich kann diese Teuerung des Euros ebenfalls überhaupt nicht brauchen. Viele Exportfirmen stehen vor der Pleite. Der Wirtschafts- rückgang in der Eurozone wird sich 2013 noch mehr beschleunigen wenn weniger exportiert wird und in einer totalen Depression enden. Die Autoindustrie hat jetzt schon einen massiven Rückgang der Verkaufszahlen und wird nur durch den Export einigermassen am Leben gehalten. Wenn aber die Preise für die Käufer ausserhalb Europas steigen, wird sicher weniger auch dort verkauft. Egal wie, noch mehr Werke werden stillgelegt und Arbeitsplätze verloren gehen.

Wer steckt dahinter? Es sind die Zentralbanken in den USA, Japan und England die meinen sie können mit Gelddrucken einerseits die Megaschulden weginflationieren und anderseits ihr Wirtschaft ankurbeln, in dem sie ihre Währungen abwerten, auf Kosten Europas. China und Brasilien spielen auch mit den Währungskursen und die Schweizer Nationalbank mischt auch in dieser Kursmanipulation kräftig mit und drückt den Eurokurs nach oben. Mit fast einer Halben Billion an Devisen in der Kasse kann man mächtig in diesem "wie mach ich meinen Konkurrenten fertig" Spiel mitmachen. Sieht aus wie wenn die Zentralbanker sich gegen die EZB und den Euro verschworen haben.

Ein weitere Grund für die Euro-Stärke (lach) soll die Ankündigung der Bundesbank (Buba) vom Mittwoch sein, die Goldreserven von der New York Fed und der Banque de France zurück nach Deutschland zu holen. Als Begründung verkündete die Buba, dieser Repatriierung wäre eine "Präventivmassnahme" im Falle eine "Währungskrise" trifft die Europäische Währungsunion. Obwohl Frankfurt versuchte diese Entscheidung kleinzureden, hat sie wie eine Bombe in den Finanzmärkten eingeschlagen. Drückt es doch einen Vertrauensverlust gegenüber den anderen Zentralbanken aus, was wiederum in den Devisenkursen zum Ausdruck kommt.

Ein Witz der in den Märkten die Runde macht ist folgender: Warum greift Frankreich so kriegerisch plötzlich in Mali ein? Damit die Banque de France mit dem Gold von dort der Bundesbank die Goldbarren liefern kann, weil die Tresore in Paris schon lange leer sind.

Interessant ist, Deutschland macht das gleiche wie die "Schurken- staaten" es bereits in den letzen Jahren getan haben. Venezuela, Libyen und der Iran haben auch schon längst ihr Gold nach Hause geholt, weil sie im Falle eines Konflikts nicht erpressbar werden wollen oder die ihnen feindlich gesinnten Länder es einfach beschlagnahmen. Wenn eine Weltkrise kommt ist es besser den Goldschatz im eigenen statt in fremden Besitz zu haben, ist sicher eine kluge Entscheidung.

Mario Draghis EZB ist die Munition praktisch ausgegangen, um gegen die relative Aufwertung des Euro was zu unternehmen. Relativ deswegen, weil alle Fiatwährungen am Fallen sind, nur mache schneller als andere. Der Zins den die EZB für Einlagen zahlt ist bereits bei null Prozent. Um den Euro unattraktiv zu machen und die Spekulanten in andere Währungen zu treiben bliebe nur ein Minuszins und eine noch massivere Ausweitung der Geldmenge übrig. Den Leitzins zu erhöhen mit dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren liegt ja nicht drin, denn dann wird die Wirtschaft noch mehr abgewürgt.

Die gleiche Situation hatten wir bereits in der Weltwirtschaftskrise 1928 und 1930 als auch die Industrieländer eine Währungskrieg mit Abwertungen gegeneinander führten und das Gold zu sich holten, um ihre abstürzende Volkswirtschaften zu retten. Jetzt ist sich auch wieder jeder der nächste und nimmt keine Rücksicht auf die "Partner". Wie das am Schluss damals endete und jetzt wahrscheinlich wieder enden wird wissen wir. Die Geschichte wiederholt sich. Aus einem Währungskrieg wurde ein Schiesskrieg.

insgesamt 17 Kommentare:

  1. freethinker sagt:

    Was haben sie uns allen versprochen?
    Und was ist die Realität?

    http://german.ruvr.ru/2013_01_14/Uber-50-Prozent-Ungaren-haben-nichts-zu-essen/

  1. MuzWa sagt:

    Die Chinesen investieren in Süd Ost Europa, und wollen ihre Dollar überall los werden auch in Afrika. Sie kaufen Irakische Öl Quellen, auch in Afrika usw..

  1. Chris GG sagt:

    Nun ja, ich stimme dir grundsätzlich zu, nur wer sollte denn in Europa auf wen schiessen? Wir haben alle, trotz erheblicher Aufwendungen für die "Verteidigung", militärisch vollkommen fertig. Die Schweiz dürfte noch über die stärkste Armee verfügen. Die Bundeswehr ist noch nicht einmal in der Lage, die versprochenen, kümmerlichen zwei "Transall" Maschinen bereitzustellen. Die Franzosen haben für ihre hübschen Rafale Flieger keine Munition. Und so weiter und so fort. IN Europa wird nicht geschossen werden - höchstens auf die eigene Bevölkerung. Und so hat die absolute Inkompetenz unserer Eliten für ein Mal auch etwas Gutes.

  1. Max Maxi sagt:

    Das Abwertungs-Rally ist nichts Neues, und es ist krank. Unser Geldrecht, so wie es heute ist, gehört abgeschafft und durch ein vernünftiges ersetzt. Wie immer es gedreht wird, in unserem derzeitigen System sind die gutgläubigen und ethischen Leute die Verlierer. Es ist fürchterlich.
    Ich habe mal versucht die Ideen von Silvio Gesell kurz und verständlich niederzuschreiben, hier ist es. In unserer Welt wäre es ein Quantensprung.
    http://un-chain.blogspot.ch/

  1. Land Wurst sagt:

    Historische Kurse v. 20.01.2010

    1€ = 1,4107$
    1€ = 0,8657£
    1€ = 128,7100¥
    1€ = 1,4727CHF

    Quelle: http://www.finanzen.net

    Wenn man sich die Kurse seit Eröffnung des Euros anschaut, stellt man fest das diese Gefallen sind und jetzt wieder einwenig anziehen! Ich entnehme aus deinem Artikel, dass die Kurse noch NIE so hoch waren wie jetzt, Herr Freeman, dem kann ich nicht zustimmen.

  1. couchlock sagt:


    @Max Maxi
    Das ist mal konstruktiv und 1000 mal besser als sich nur zu beklagen!
    Davon ab sieht man heute, wie sehr Herr Gysell der Zeit vorraus war. Wobei es die heutige Geldproblematik damals auch schon gab, Geldschöpfung aus dem Nichts verliehen gegen Zins und die eingebaute Dynamik dieses (auto-)destruktiven Systems...

  1. couchlock sagt:

    Eine starke Währung bedeuten aber auch billige Importe von Gütern und Energie, so daß es dem einzelnen Menschen finanziell besser geht und ausserdem gibt dies einen Anreiz,.sich technisch immer weiter zu entwickeln, um im kapitalistischen Spiel konkurrenzfähig zu bleiben...genau dies zeichnete Deutschland VOR dem Euro aus.

  1. Freeman sagt:

    Wen interessieren historische Kurse? Das war einmal, na und? Nur wie die Kurse aktuell zueinander stehen ist relevant und steuert die heutige Wirtschaft und die Entscheidungen. Mit dem was mal war kann ich nichts kaufen.

    Auch die Behauptung, eine starke Währung ist gut wegen der billigeren Importe trifft nur auf eine starke Wirtschaft zu. Hat das den Südländern geholfen, dass sie billig einkaufen konnten? Sicher nicht, im Gegenteil. Sie haben sich noch mehr verschuldet und ihre Exporte brachen ein.

    Wenn es euch nicht einleuchtet, eine teure Währung verteuert auch die Schulden, dann habt ihr nichts kapiert. Für die Regierungen gibts nur eines, die Schuldenlast muss durch Geldentwertung weginflationiert werden.

  1. Skeptiker sagt:

    Was mich wundert ist, dass Japan trotz einer über 10 Jahre andauernden Niedrigzinspolitik und Abwertung des Yen (Euro-Yen-Kurs bis 170) nie in eine Inflation geschlittert ist, sondern sich noch immer in einer Deflation befindet.

  1. Land Wurst sagt:

    Natürlich hab ich verstanden, worum es geht und die Gemeinschaftswährung Euro sollte noch vor heute gestoppt werden! Denn durch das Target2-Zahlungsverkehrssystems, unter anderem wird über diese auch der Import und Export verrechnet, wächst auch der Saldo der EZB gegenüber der Buba stätig an und beläuft sich auf mittlerweile über 729 Milliarden Euro. Würde also Morgen die EZB die Türen für immer schließen, würde die Buba auf diesem Saldo sitzen bleiben und dürfte in die Röhre schauen. Und drei Mal darfst du raten, wer dann die Zechen bezahlen darf... Du und mich! Es ist doch ganz einfach, Deutschland soll zerstört werden, ein art moderne Brandschatzung. Die EU-Krise ist künstlich herbeigeführt, auf der einen Seite sitzen die Bänker mit ihrer win-win Situation und auf der anderen die gemeinen Völker der Welt in einer loose-loose Situation. Das Gebilde NWO, der Elite wächst mit jedem Tag der verstreicht weiter an und eigentlich fehlt nur noch der große Knall, der uns alle in das Jahr "1984" katapultiert!

    Im Kapitalismus, schreibt Marx lapidar, müsse der Markt „beständig ausgedehnt werden, sodass seine Zusammenhänge und die sie regelnden Bedingungen immer unkontrollierbarer werden“. Das ist logisch. Eine Sache, die immer mehr wächst, wird immer unüberschaubarer, der schauende Mensch indes wächst nicht ins Unendliche mit, sondern wird ab einer gewissen Stufe des Ausdehnungsprozesses im doppelten Wortsinn fassungslos. Und diese Fassungslosigkeit wird die Elite (Rothschild und Konsorten) charmelos ausnutzen um an ihr Ziel zuglangen.

  1. Land Wurst sagt:

    Die japanische Notenbank wird immer mehr zum Befehlsempfänger der Regierung von Shinzo Abe degradiert. Ein Inflationsziel soll den Weg aus der wirtschaftlichen Einbahnstrasse weisen.


    Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/die-bank-von-japan-akzeptiert-inflationsziel-1.17948240

  1. Fränk sagt:

    Jean-Claude Juncker

    gibt indirekt zu nicht wahrheit gesagt haben zu dürfen:

    http://www.youtube.com/watch?v=nW2TH410hL4

  1. xabar sagt:

    Deutschland macht tatsächlich dasselbe wie die Schurkenstaaten Venezuela und Iran:

    Die Bundesbank will ihr Gold zurück nach einer Meldung der Financial Times!! Wow!

    Wo ist es jetzt? Es lagert seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den USA, aber auch in Frankreich.

    Der Plan der BB:

    Bis 2020 sollen 20% des in den USA aufbewahrten Golds zurückgeführt werden. Zweiter Teil des Projekts:
    Die gesamten in Paris lagernden Bestände sollen bis dahin nach Frankfurt gebracht werden.

    Ein kluger Schritt, nur könnte er noch weiter gehen. Warum nicht die gesamten Bestände zurückholen? Aber da wird man wohl schlechte Karten beim Großen Bruder haben, es sei denn man wollte wirklich zu einem Schurkenstaat werden, was wohl niemand vorhat. Einmal Dresden reicht. Die US-Marionette Merkel und ihre US-hörige Umgebung werden es zu verhindern wissen.

    Auch andere Länder erhöhen ständig ihre Goldbestände, darunter Russland und China. Inzwischen soll mehr Gold in Europa lagern als in den USA.

    Also braucht Frankreich tatsächlich Goldnachschub, wenn es das deutsche Gold rausrücken muss und der Gedanke, dass es deshalb sich an Afrika schadlos halten will, ist gar nicht so weltfremd.

    Wer mehr Gold hat oder auch Silber, hat bessere Karten im globalen Währungskrieg, und in einem solchen Krieg befinden wir uns bereits seit einiger Zeit.

  1. Skeptiker sagt:

    @ xabar

    Ja, du hast recht!
    Gold könnte sich wahrlich als entscheidender Faktor im globalen Währungskrieg herausstllen.

    China, Indien, Russland, Iran stocken ihre Goldkontingente massiv auf.
    Das könnte der Todesstoß für das ungedeckte Papiergeldsystem werden.

    Hoffentlich checken, das die US hörigen Eliten der BRD-GmbH noch rechtzeitig :-)

  1. Wir haben seit 1971 zwischen der US-Notenbabnk Regierung und den europäischen Finanzregierungen, einen Währungskrieg.
    Seit Nixon, um den Vietnamkrieg zu finanziern und Frankreich sein Gold sich holte, sich von Bretton woods verabschiedet hat.
    Und heute? The same procedure.
    Historisch gesehen sind alle Weltreiche durch den verfall ihrer Währungen zugrunde gegangen.
    Zum Beispiel das römische Reich. Um seine Kriege zu finanzieren. Streckte zum Schluss das Reich sein Silber mit billigeren, vorhandenen Metallen und prägte neue Münzen für die Bezahlung des Heeres.
    Frankreich z.Z der Bourbonen, genau das gleiche Spiel, um seine Kriege zu finanzieren verlor der Ecu an wert, und es endete in die französische Revolution.
    Mit dem brit. Königreich nicht anderswir wissen wohin es uns führte: I und folgend II Weltkrieg.
    Die USA Militärmacht & Friends und deren Industrie ergeht es nicht anders.
    Das us-amerikanische Militär ist auf jedem Kontinent dieser Erde präsent. Es muss versorgt werden.
    Ergo der $ verliert an wert.
    (Quelle: http://www.goldseiten.de/artikel/17654--Fallende-Weltreiche-und-ihre-Waehrungen~-Rom-Frankreich-England-und-die-USA.html)

    Und wir Deutschen, wir leben noch im Schein statt im Sein, denn unsere Regierung steht an dritter Stelle in der Waffenproduktion. Und für unsere tollen Exportprodukte erhalten nur wertloses buntpapier.
    Ein interessantes Zitat von unserem antlantikbrücke und bilderberger altkanzler Helmut Schmidt im Wirtschaftsforum der Zeit 2012:
    "Deutschland ist der drittgrößte Exporteur von Kriegsgütern, das heißt, zumindest dieser Teil ist außenpolitischen und sicherheitspolitischen Gründen, allein schon zweifelhaft. Wieso soll ausgerechnet dieses Land in der mitte Europas, der drittgrößte Waffenexporteur in der ganzen Welt sein? Aber darüber hinaus ist der deutsche überschuss der Exporte über die Importe, es hat heute eine Größenordnung von über 5% des Bruttosozialproduktes. Das ist doppelt soviel wie zur Zeit in China. Das ist absolut ungesund - und die Deutschen haben gar nichts davon, denn sie kriegen Papier für Waren. Wir exportieren Waren und kriegen dafüer Papier, da steht drauf: IOU (I owe you) ich schulde dir so und so viele Dollars. Und wir schulden uns in Wirklichkeit die Wohltat von mehr Importen."

    Von daher nüscht neues und nur noch eine Frage der Zeit wann der III Weltkrieg offiziell einen Namen bekommt.
    Wobei ich persönlich meine, dass wir uns schon längst in der pränatalen Phase des III Weltkriegs befinden.
    Denn global gesehen befinden sich alle Währungen im Verfall, und die Länder, die mit Gold dagegen angekämpft haben, wurden durch die US-Regierung und der NATO zerstört bzw. werden gerade zerstört.

    Nebenbei solange die Menschen "glauben" das Monetäre Fiat/Giral-Schuldsystem wäre ein Naturgesetzt, wird sich an diesem Geld-Krieg-Aufbau Kreislauf nichts ändern.

  1. FreeBlogga sagt:

    @Freeman: Ich gebe couchlock recht. Eine starke währung ist gut! Eine schwache Währung bedeutet Geldmengenausweitung \ Inflation v.a. durch niedrigen Zins. Der Preis des Geldes spiegelt sich im Zins wider, deswegen auch "billiges Geld" bei niedrigem Zins. Die Geldmenge wird gegenüber der Warenmenge hochgetrieben und zerstört durch den Kaufkraftverlust schleichend die Ersparnisse der Bürger eines Staates (ähnlich wie bei einer Aktienverwässerung bei AGs, nur dass der Eigentümer \ Bürger hier nicht kompensiert wird). Dadurch kann man den Bürger bestehlen ohne ihm in die Taschen greifen zu müssen!
    Durch die fehlenden Ersparnisse fehlen auch für die Wirtschaft notwendige (RE-)Investitionen, die nun durch private und öffentliche Verschuldung ausgeglichen werden.

    Das kommt der Hochfinanz sehr zu gute. Denn sobald die jährlichen Staatseinnahmen bzw. die Staatskasse bereits erschöpft \ geplündert sind, können
    neben Investitions- auch Konsumkredite an die Privaten und den Staat vergeben werden, die garnicht zurückgezahlt werden können (wie bei den Subprimekrediten in den USA). Stichwort: Geldschöpfung via Kreditvergabe.

    Am Ende werden diese Kredite aber nicht nur durch Steuergelder gedeckt, da diese garnicht ausreichen, sondern es können zusätzliche öffentliche Ersparnisse geplündert werden - wie die Rentenfonds in Spanien. Nicht mehr zurückzahlbares digitales \ aus der Luft geschaffenes Geld wird mittels real über Jahre erspartem (durch Wirtschaftsleistung \ Arbeit geschaffene Ersparnisse) bezahlt.

    Europa hat selbst fast garkeine Rohstoffe \ Ressourcen auf dem Kontinent oder diese wurden bereits ausgebeutet. Mit einer starken Währung werden diese umso billiger, so dass durch die sinkenden Kosten Waren umso billiger produziert und importiert werden können. Eine starke Währung in der Tasche ist bei einem Arbeiter vergleichbar mit einer Reallohnerhöhung, da er sich mit dem gleichen Lohn nun mehr kaufen kann. Der Konsum von Waren findet nun im Inland statt (Binnenkonsum und -Absatz), nicht im oder für das Ausland (wie in China).

    Eine starke Währung wird vom Ausland nachgefragt, der Preis der Währung \ Zins steigt, Ersparnisse "lohnen" sich wieder und schaffen die Voraussetzung für eine Wirtschaft notwendige Investitionen! Diese regen wieder die Produktion an, welche Arbeitsplätze schaffen usw.

    Eine schwache Währung bedeutet eine Verteilung von Ersparnissen und Kaufkraft hin zu Kapitaleinkommen, Aktienbesitzern und Vermögenden, die irgendwelche Realgüter besitzen oder erwerben können (Grundstücke, Immobilien, Gold\Silber\Rohstoffe, etc.). Und die "Reichen", Mittelständler und vielen Kleinbetriebe, die große und kleine Projekte finanzieren und Arbeitsplätze schaffen könnten, lassen sich ihre Ersparnisse nicht durch Inflation\Kaufkraftverlust wegnehmen und ziehen ihr Geld in das Ausland ab oder investieren (durch geringere Produktion) in immer weniger werdende Realgüter und treiben die Preise auch noch für diese hoch.

    Kein rationales Wirtschaftssubjekt (Unternehmer \ Arbeiter \ Sparer \ Konsument) will im internationalen Handel (offene Wirtschaft) eine schwache oder schwächer werdende Währung mehr haben. Investitionen fehlen, die Produktion sinkt, Steuereinnahmen fehlen und Ausgaben werden jetzt nur noch mittels Kredit finanziert mit der Folge von Verschuldung, die nicht bedient werden kann, Steuererhöhungen, Rentenkürzungen usw. Und um am Ende bei geplünderten Staatskassen Staatspleiten zu vermeiden, werden niedrige Zinsen ("billiges Geld") gebraucht, denn sonst würden die Südstaaten sofort Pleite gehen. Solange die Zinsen der Luftkredite irgendwie noch über reale Steuereinnahmen oder Ersparnisse bedient werden können, werden diese halbtoten Staaten auch noch aufrechterhalten. Die Südstaaten werden ihre Schulden höchstwahrscheinlich nie mehr zurückzahlen können. Aber jetzt geht das Spiel über ESM \ Bürgschaften \ Target in die nächste Runde. Denn nun haften die anderen auch noch. Der Parasit hat aber nichts mehr davon wenn der Wirt tot ist.

  1. Bertl23 sagt:

    Der Euro-Kurs ist eigentlich nur im steigen weil den Krisenstaaten die Gelder aus dem ESM ausbezahlt wurden. Wenn die ESM Gelder aufgebraucht sind wird auch der Euro wieder abgewertet, das heisst, dass die Krisenstaaten weitere ESM Gelder brauchen werden um Schulden (!!!!) zu bezahlen. Durch diese Milliarden die dann vielleicht wieder geschickt werden, versinken die restlichen Staaten immer weiter in den ESM Haftungen ....

    So wirds dahin gehn. Traurige Geschichte