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Griechenland geht den Weg der Weimarer Republik

Montag, 8. Oktober 2012 , von Freeman um 12:05

Der griechische Premierminister Antonias Samaras hat mit ungewöhn- lichen Worten davor gewarnt, Griechenland steht vor dem Kollaps und wird auseinanderfallen. Er sagte, die Demokratie selber sei in Gefahr. Es könnten rechte Parteien an die Macht kommen, denn die Gesellschaft "wird durch wachsende Arbeitslosigkeit bedroht, so wie es in Deutschland am Ende der Weimarer Republik passierte." Die Staatskasse ist leer und das Land benötigt dringend finanzielle Hilfe. Diese dramatische Aussage machte er gegenüber dem Handelsblatt, da Merkel morgen zu einem Staatsbesuch nach Griechenland reist.



"Die Bevölkerung weiss, es ist Griechenlands letzte Chance," sagte Samaras, der wiederholt die internationalen Kreditgeber gebeten hat, die harten Bedingungen für einen Rettung zu lockern. Er fürchtet, seine fragile Regierungskoalition wird nicht länger überleben können, denn die Menschen akzeptieren keine weiteren Sparmassnahmen und könnten Parteien in die Arme laufen, die radikale Lösungen versprechen.

Die Stürmung des griechischen Verteidigungsministeriums durch hunderte Werftarbeiter, wie ich am Donnerstag berichtet habe, hat die Regierung schockiert. Die Arbeiter sind aufgebracht, weil sie schon seit sechs Monaten keinen Lohn mehr bekommen haben, von der Werft die hauptsächlich Staatsaufträge für das Militär ausführt, die ihre Rechnungen nicht bezahlt bekommt.

Statt Verständnis für die Notlage der Arbeiter zu zeigen, sprach Samaras von einem Mob, "der nicht die Bedeutung von Gesetz und Ordnung versteht."

In meinem Artikel, "Erst wenn der Magen knurrt gibt’s Revolution" hab ich darauf hingewiesen: "Füttert mich oder ich drehe durch und trete euch in den Arsch." Jetzt passiert der Aufstand in Griechenland, denn ohne Einkommen knurrt tatsächlich der Magen und die Menschen werden wütend.

Nur, wenn der Staat bankrott ist, kann er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die aufgebrachte Bevölkerung wird eine totale Politikänderung verlangen und das Establishment wegfegen. Vor dieser Situation warnt Samaras die "Partner" in der EU mit seinem Weimar Vergleich.

"Die Regierung kämpft an allen Fronten für die Glaubwürdigkeit der Nation und seiner Zukunft, damit die erbrachten Opfer der Griechen nicht verloren gehen," sagte Samaras, in dem er auf die massiven Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen anspielte, die eine Rekordzahl an Arbeitslosen und Massenarmut bewirkt haben.

Viele Offizielle befürchten, die Regierungskoalition wird bei den Verhandlungen mit der Troika zu sehr in die Ecke gedrängt, um ein weiteres Sparpaket über 13,5 Milliarden Euro zu beschliessen, der Preis den das Volk zahlen muss, damit Griechenland weitere Hilfe bekommt.

Samaras muss den Balanceakt vollbringen, einerseits die Kreditgeber aus dem Ausland zufriedenzustellen, während er im Innland die sozialen Unruhen irgendwie in Grenzen hält. Die negative Einstellung gegenüber der EU in der Bevölkerung ist an einem Höhepunkt angelangt, auch bei den Oppositionsparteien und Gewerkschaften. Das wird Merkel am Dienstag zu spüren bekommen.

"Es erwarten sie Demonstrationen. Die griechische Gesellschaft wird sie mit Massenprotesten willkommen heissen," sagte Panos Skourletis, Sprecher für die linke Oppositionspartei Syriza.

Alexis Tsipras, Chef der Syriza, beschimpfte Merkel mit den Worten, "sie kommt nach Athen, um das korrupte, blamierte und unterwürfige politische System zu retten. Sie bekommt den Empfang den sie verdient."

Die Unabhängigkeitspartei, auch vehement gegen die Rettungspolitik, sagte, sie werde die Reparationszahlungen als Hauptthema ihrer eigenen Proteste machen und eine "symbolische Blockade" vor der deutsche Botschaft in Athen während des Besuchs von Merkel durchführen.

Als Antwort auf die Warnungen von Samaras hat am Sonntag das Mitglied der EZB-Direktoriums Jörg Asmussen gesagt, Griechenland kann nicht mehr Zeit bekommen. Dies sei illegal und unlogisch, sagte Asmussen und schlug damit die Tür für ein weiteres Entgegenkommen zu.

Er sagte, die EZB könne die Laufzeit für Kredite nicht verlängern oder die Zinsen reduzieren, da "beide Konzessionen eine Form der Vergebung der Schulden bedeuten würden und deshalb eine direkte finanzielle Unterstützung des griechischen Staates bedeuten."

Nur, genau das benötigt Griechenland, denn Samaras sagte, die Bargeldreserven würden bis Ende November ausgehen. "Der Schlüssel ist Liquidität", sagte er. "Deshalb ist die nächste Kredittranche so wichtig für uns."

Die Sicherheitsmassnahmen in Athen sind für den Besuch von Merkel massiv erhöht worden. 7'000 Polizisten sind aufgeboten und es wurde ein Demonstrationsverbot in grossen Teilen der Stadt verhängt. Wenn die angekündigten Protestaktionen trotzdem stattfinden, wird es zu Auseinandersetzungen kommen. Heute kam es bereits vor der EU-Vertretung zu einem Protest, wobei EU-Fahnen verbrannt wurden.



Die Griechen haben es jedenfalls satt und sehen die EU, den IWF, die EZB, die Bankster generell, die deutsche Bundesregierung und die eigene Regierung als ihre Feinde an, die von ihnen immer schmerzhaftere Opfer verlangen, für eine Staatskrise, die sie gar nicht verschuldet haben. Den Gürtel können sie nur bis zu einem gewissen Grad enger schnallen, dann platz endgültig der Kragen und es kann tatsächlich zu Weimarer Zustände kommen.

Ich sag ja schon lange, die einzige Lösung, um das Leiden der griechischen Bevölkerung und die Zerstörung Griechlands zu beenden, ist ein sofortiger Austritt aus dem Euro. Sie müssen sich von der gigantischen Schulden- und Zinslast befreien, die ständig mehr wird. Hätten sie schon vor 4 Jahren als die Krise begann tun sollen, dann wäre es viel billiger geworden und sie wären bereits aus der Misere raus.

insgesamt 19 Kommentare:

  1. Fatima sagt:

    Die Entwicklungen in Griechenland sind besorgniserregend.
    Sollen die Regierenden weggefegt werden, sie haben es nicht anders verdient, und dass Merkel sich dort keiner besonderen Beliebtheit erfreut, kann ich auch nachvollziehen.
    Aber leider richtet sich der Volkszorn auch gegen die, die am wenigsten für die Krise können, nämlich gegen die Migranten. Es wurden schon welche mit Messern attackiert und verprügelt, ein Ägypter wurde sogar durch die Straßen geschleift.
    Ich möchte nicht wissen, was in Deutschland los ist, wenn es kein Hartz IV mehr gibt.

    Die Schweiz scheint sich auch schon für den Bürgerkrieg zu rüsten.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/07/schweizer-armee-bereitet-sich-auf-unruhen-in-europa-vor/

    Militärische Übungen in der schönen Altmark:

    http://www.jungewelt.de/2012/09-17/020.php

    da kommt noch allerhand auf uns zu...aber wir können es schaffen, wenn wir zusammenhalten und diese Einheit mal über das übliche Festreden-Gebrabbel zum Tag der Deutschen Einheit hinausgehen würde.

  1. Die Griechen brauchen endlich isländischen Mut ;-)
    Sanierung Griechenlands in wenigen effektiven Schritten:
    1) Bilderberg & Soros Connection verklagen/verhaften
    2) Drachme einführen, Abkoppelung vom IWF
    3) EU verbleiben, bis dieses Konstrukt in ein paar Jahren von sich aus zusammenfällt
    4) Strafzölle auf einige Importwaren
    5) Massives Bildungsprogramm
    6) kostenlose Grundversorgungen
    7) 300 Spartiaten entsenden
    ....nur ein paar Ideen.
    HEUTE GENERALSTREIK IN ATHEN!!

  1. xabar sagt:

    "Wenn die oben nicht mehr können und die da unten nicht mehr wollen, gibt es eine Revolution", so schon Wladimir I. Lenin, der wusste, wie man Revolutionen organisiert.

    Es kann aber auch das eintreten, was in Deutschland 1933 eintrat: dass es rechtsextremen Gruppen und Bewegungen oder rechten Militärs gelingt, die schiere Verzweiflung der Bevölkerung in für das Finanzkapaital ungefährliche Bahnen zu lenken, um der Revolution mit einem Rechtsputsch zuvorzukommen.

    Die Folgen des Naziputsches, dem eine False Flag-Aktion in Gestalt des Reichstagsbrands voranging: die Weimarer Demokratie, die ohnehin in den lezten Zügen lag (es wurde zuletzt fast nur noch mit dem Notstandsparagraphen 48 der Weimarer Verfassung regiert), wurde abgeschafft, die linken Organisationen, darunter die KPD und die Gewerkschaften verboten und die ersten KZs (darunter Oranienburg/Berlin) für linke Oppositionelle eingerichtet. Es folgten weitere Parteienverbote und bald bestimmte die Gestapo, morgens um vier abgeholt werden durfte, um die Folterkeller zu füllen.

    Damit war man einer möglichen Revolution zuvorgekommen. Die Konterrevolution hatte mit Hilfe der Deutschnationalen und rechter Sozialdemokraten triumphiert.

    Wird es in Griechenland auch dazu kommen?

    1967 putschte das griechische Militär (unterstützt durch die Nato) schon einmal und schickte die Demokratie und was davon übrig geblieben war nach Hause. Die Straßen waren wieder frei von Demonstranten so ähnlich wie damals in Deutschland und das Finanzkapital konnte durchatmen. Also: Sie haben Übung.

    Nur eine breite Volksfront kann solche Bestrebungen im Keim ersticken. 1934 kam in Frankreich eine solche Volksfront zustande und bewahrte Frankreich vor einem französischen Naziputsch.

    Es gibt eine solche Volksfront aber in Griechenland zur Zeit nicht, und ich glaube auch nicht, dass die Gefahr eines neuen Faschismus in Griechenland in der Bevölkerung, die mit ganz anderen beschäftigt ist, erkannt wird.

    Die einzige Kraft in Griechenland, die in der Lage wäre, so etwas abzuwenden, ist die KKE Griechenlands, die jedoch nur einen kleinen Teil der griechischen Bevölkerung, darunter einen Teil der Arbeiter, hinter sich weiß. Sie will den Austritt aus dem EURO und der EU. Der Rest der Linken will nur kosmetische Veränderungen und einen Verbleib in der EU. Sie vertreten in etwa die Linie der damaligen deutschen Sozialdemokraten, die sich zu keinem Bündnis mit den Kommunisten durchringen konnten. Solange aber die linken Kräfte gespalten sind, wird den rechten Putschplänen Tür und Tor geöffnet.

    Von dieser Schwäche und Konzeptionslosigkeit der Linken profitieren zweifellos die Ultrarechten, die Rassisten und Ausländerfeinde, die sich als Ordnungsmacht aufführen können, um die Kastanien für die Euro-Bankster aus dem Feuer zu holen.

  1. bernd sagt:

    Sie hatten die Möglichkeit wie Island nur wer hat es verhindert?? sich Island als Vorbild zu nehmen!!

  1. Waldpinguie sagt:

    Bestimmt ist es recht leicht im Bezug auf Griechenland mit dem Finger auf andere zu zeigen.
    Bankster,NATO,korrupte Politiker,die Merkel, IWF, kurz auf alle anderen.
    Nur wo war der heutige griechische Sozial-Revolutionär als die fetten Jahre in Land zogen?
    Wer hat seine Stimme erhoben gegenüber der etablierten Politik, in der es üblich war mit üppigen Wahlgeschenken die öffentlichen Ausgaben in die Höhe zu katapultieren?
    Es ist leicht, heute wo das Kind im Brunnen liegt, den Finger auf die Brust des Nachbarn zu drücken. Nur um eben auch mal sich ganz persönlich nicht kritisch hinterfragen zu müssen.
    Griechenland benötigt einen grundlegenden Neuanfang, mit der ausdrücklichen Einbindung aller gesellschaftlichen Kräfte.
    Dazu gehört Mut und nicht ein Stein in der Hand.

  1. Devinitas sagt:

    @xabar

    Was erzählst du bitte für einen Quatsch? Willst du uns jetzt erzählen das die sogenannten "Rechten" Lobby -und Banksterfreunde sind? Die "Rechten" sind also keine Alternative, keine Opposition, sondern völlig "ungefährlich" für das "Finanzkapital", ja sie holen sogar die Kastanien für die Bankster aus dem Feuer? Haha guter Witz.

  1. freethinker sagt:

    Tja, wenn es um das griechische Volk gehen würde, wären sie auch schon längst befreit von der EU-Diktatur. Nur die Nutznießer und NWO-Strategen ist das Volk in allen europäischen Staaten EGAL, da sie nur ihre faschistische Diktatur festigen wollen. Sie werden alle europäischen Bürger verarmen, was das Ziel ist.

  1. Weltkrise sagt:

    Hier geht es immer um 3-13mrd

    während die USA wieder mal 1200 MRD verbratten hat , die sollen mal diese 1200 MRD einsparen, dann will ich mal sehen , was da los ist, 47% der Amis kriegen ja Staats Hilfe !!!!
    Dort ist schon längst Sozialismus...

    der IWF jagt die kleinen Länder wenn sie keine Zinsen mehr bezahlen, aber USA mit Ihren Billionen scheiß egal !!!!

    Wie island einfach keine gelder ,zinsen mehr zahlen !!!!! Zinsen sind ja die risiken, das das Geld nicht mehr zurück kommt :))))) ist ja eh nur erschaffen FIAT GELD

  1. IrlandsCall sagt:

    Ich habe ein paar Hartzer gefragt was sie machen, wenn ihre Bezüge um 30% oder Mehr in 2013 gekürzt werden? Antwort:
    "Hauptsache die streichen nicht meine Miete und Stadtwerke."

  1. xabar sagt:

    @Devinitas

    Eigentlich diskutiere ich nicht mit Leuten, die nicht sachlich bleiben können wie du, aber ich will es trotzdem tun.

    Du hast richtig gehört oder gelesen: Ausländerfeinde, Rassisten, Anti-Immigrationspolitiker und Rechtspopulisten, die sich Anti-Establishment geben, was die Nazis übrigens auch gemacht haben (sie hatten ein 'antikapitistlisches' Programm, um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten zu täuschen) sind keine Alternative zum herrschenden Finanzkapital.

    Ihre Aufgabe ist es, Spaltung in die Volksbewegungen und -proteste hineinzutragen, um diese Bewegungen zu schwächen und um ihnen die klare Sicht auf den Gegner Finanzkapital zu verstellen. Der Gegner der Rechten: Muslime (die neuen Juden), 'illegale' Einwanderer oder andere Minderheiten, die als Sündenböcke herhalten müssen.

    Es gibt kein Beispiel dafür, dass eine ultrarechte Bewegung oder Partei an der Macht an den bestehenden herrschenden finanzkapitalistischen Verhältnissen irgendetwas geändert hätte. Oder hättest du so ein Beispiel?

    Der deutsche Faschismus ist das beste Beispiel: das Finanzkapital, aber auch Krupp und Thyssen, das industrielle Großkapital, finanzierten und sponsorten die Nazis und ihre Kriegsvorbereitungen schon vor 1933. Und die griechischen Putschgeneräle, die 1967 durch einen Militärputsch an die Macht kamen, wurden sogar direkt von der Nato unterstützt, die nicht gerade dafür bekannt ist, antikapitalistische Bewegungen zu unterstützen.

    Ergo:

    Rechte oder sollte ich sagen rechtsextreme Parteien sind nur eine Scheinalternative, aber keine echte Alternative zum bestehenden System. Wenn du eine echte Alternative haben willst, schaue nach Venezuela und sieh dir an, was Hugo Chavez macht.

    Das ist die Alternative:

    El socialísmo! La democracia popular, el poder del pueblo! La Unidad Popular!

    Viva Hugo Chavez-Frías!

  1. couchlock sagt:

    Ein Mob, "der nicht die Bedeutung von Gesetz und Ordnung versteht."

    Soso, spricht der Verräter von seiner Regierung ?

    Die Werftarbeiter haben meinen Respekt, wer sich nicht wehrt, ist schon tot.

  1. saladin sagt:

    Der Vorschlag dass Gr aus dem Euro austreten und zur drachme zurückkehren soll stellt keine lösung des verschuldungsproblems dar, da die neu eingeführte drachme gegenüber dem euro massiv an wert verlieren würde, was wiederum die staatsschulden die nur in euro aufgenommen worden sind ebenfalls in die höhe schnellen liesse.

  1. couchlock sagt:

    @xabar:
    Rechts und Links sind doch zwei Seiten einer Medaille...alles Teile des Spiels “Teile & Herrsche“ .

  1. humanity sagt:

    das eigentliche problem ist das finanzsystem und auf jeden fall nicht nur in griechenland.
    glaubt jemand, dass diese situation in europa bzw. usa nicht eintritt?!
    ist doch ganz logisch: durch das exponentielle ansteigen der schulden durch die kredite und die dadurch folgenden riesigen zinsen u ziseszinsen, ist wie eine "gesetzmässigkeit".
    dass nun versucht wird - durch stetiges verwässern des geldes - (der $ wird ca. zu 80 % ww gehandelt) dies aufzuhalten bzw. das problem in die zukunft zu verlagern, führt zur geld- entwertung und somit dies auch zur wirtschaftsreduzierung und verarmung/enteignung der bürger u der staaten...so einfach ist das. :-((

    bitte widerlegt mir das, schön wärs!

    wir haben alle im relativen wohlstand geschlafen und andere waren aktiv und seeehr raffiniert...................

  1. papa-fox sagt:

    Alle bis zu wenigen Politiker plädieren für den Austritt. Auch die meisten Griechen sind scheinbar dafür.
    Ich frage nicht, warum die es nicht tun ? Was haben sie zu verlieren ? Die meisten haben sowieso ihre Kohle ins Ausland geschafft !
    Was haben alle vergangenen Regierungen unternommen um die Kapitalflucht zu verhindern ? Bis heute !!! Das Land ist nicht mehr zu helfen. Erst die Rückkehr zur billerer Drachmes wird den Tourismus wieder beleben!

  1. xabar sagt:

    @papa-fox

    Um deine Frage zu beantworten:

    Griechenland ist kein souveräner Staat mehr. Nur ein solcher souveräner Staat könnte die Entscheidung treffen, die alte Währung wieder einzuführen.

    Griechenland ist der Gefangene der EZB, des IWFs und der EU, vor allem aber Deutschlands. Weil das so ist, tritt Merkel, die heute in Griechenland ist, so arrogant auf.

    Die Lösung:

    Nur eine Volksrevolution, oder zumindest ein Volksaufstand, kann diese Souveränität wieder zurückerobern, nicht korrupte Politiker, auch nicht pseudolinke Gruppierungen wie Syriza. Aber solange die Griechen diese Leute regelmäßig wieder wählen und sich auf Demos beschränken, statt sich sinnvoll für die Stürmung des Parlaments zu organisieren, auch militärisch, wird es nichts mit dieser Entscheidung.



  1. chrinaom sagt:

    Lieber Freemann, liebe ASR-Leser einen Gruss aus Griechenland.

    @Xabar
    Ich habe deine Kommentare gelesen und finde, dass du in Vielem Recht hast.Klar sind die Rechtsextremisten die letzte Karte, die das polit.-oekonomische System spielt,um sich aufrecht zu erhalten, die Bevoerkerung zu spalten und einen richtigen Aufstand, der zu einer gerechten Gesellschaft fuehren koennte, zu verhindern.Es hat sich mehrmals bewiesen, dass die Rechtsextremisten in Gr. mit den Polizisten zusammen arbeiten und immer bei den Demonstrationen fuer
    Unruhen sorgen. Wenn man im Internet sucht, findet man interessante Informationen ueber deren finanziellen Quellen, solange sie eine Organisation waren.Klar meine ich die gr. Elite. Jetzt sind sie eine Partei und werden vom Staat finanziert. Es ergibt sich auch eine logische Frage: warum hat man ihnen den Weg zum Parlament nicht per Gesetz gesperrt?Klar weil sie sehr fuer das System vom Nutzen sind.Ich habe Angst, dass sie einen groesseren Einfluss gewinnen koennten, weil sie eine soziale Maske tragen: sie verteilen z. B. Lebensmittel-allerdings nur fuer Griechen-, sie begleiten aeltere Leute zur Bank, wenn sie ihre Rente holen moechten, um einen Raub zu verhindern,sie versuchen Jugendiche zu beeinflussen, meistens Kinder aus kapputen Familien, die sich dann in der Gruppe wertvoll fuehlen. Du sprichst ueber die Gefahr eines neuen Faschismus und ich frage mich, kann man zwei Faschismen gleichzeitig erleben? Das ist schon Faschismus, das was wir in den letzten 3 Jahren erleben.

    Als vor einem Jahr die Leute in Gr. ihre vier Waende verliessen und sich am Syntagma-Platz zusammentraffen,war ich richtig optimistisch und dachte endlich passiert was.Da sagten mir Leute, die mehr Erfahrung hatten, dass ohne Organisation, ohne Konzept und Plan keine Veraenderund moeglich ist.Sie hatten Recht.

    Es geht eigentlich nicht darum, dass die Griechen immer die gleichen Leute waehlen, es geht darum, dass ein grosses Teil der gr. Bevoelkerung gar nicht waehlen geht, weil es das ganze politische System verabschaeut. Alle Parteien, auch die linken werden als Teil des Systems empfunden.Auch diese bekommen staatliches Geld und haben Schulden bei den Banken. Geld verdirbt. Es gibt ausser Syriza und KKE auch andere linke Parteien, die nicht im Parlament sind.Die KKe stellt auch keine Alternative dar. Sie demonstrieren immer allein, an anderen Orten
    und haben keinen Versuch unternommen, um die Leute am Syntagma-Platz zu gewinnen.Sie lehnen jeden Vorschlag fuer zusammenarbeit mit anderen linken parteien ab. Sie haben an Stimmen verloren und werden mehr verlieren, wenn sie ihre autoritaere Struktur nicht abschaffen.Wenn die linken Parteien sich zusammentun, wird es eine Alternative sein.Vielleicht kommt es dazu. Wenn es jetzt eine Parei gegeben haette, der das gr. Volk Vertauen schenken koennte, haette schon laengst eine Revolution stattgefunden.Vielleicht ist es ganz weise, dass das Volk noch nicht aufgestanden ist. Nimmt dir Aegypten als Beispiel. 800 Leute sind umsonst gestorben. Ich war im Sommer in Aegypten, weil mein Mann aus Aegypten kommt.Ich kenne daher das Land gut. Die Leute dort sind total unzufrieden mit den
    Moslemischen Bruedern und werden noch mal aufstehen.

    Ich schliesse mit einem Satz von dir "Viva Hugo Chavez_Frias"


    .

  1. chrinaom sagt:

    @Freemannfriend
    Hast du Recht,allerdings mit der Voraussetzung, dass es auch in Griechenland Politiker gibt, die sich fuer das Wohl des Volkes interessieren. Leider ist es hier nicht der Fall.Die Griechen haben durch ihre Demonstrationen nur einen Personenwechsel in der Regierung geschafft,die Politik ist leider immer die gleiche geblieben: unsere Politiker entscheiden fuer der Wohl der Bankster.

  1. chrinaom sagt:

    @Fatima
    Nicht das Volk,liebe Fatima, die Rechtsextremisten verpruegeln Auslaender.Einmal stieg ich in einem Bus ein. Bei der naechsten Haltestelle stiegen 3 Rechtsextremisten ein: breite Schultern, rasierter Kopf, man erkennt sie sofort. Sie sagten: alle Auslaender mussen aufstehen, damit die Griechen sitzen.Weisst du was die Leute gemacht haben? Sie haben die drei rausgeschmischen. Eigentlich stehen nicht nur die Auslaender in Gefahr, ich stehe auch als gr. Kaempferin fuer m
    Menschenrechte in Gefahr, meine Kinder stehen auch in Gefahr, weil sie Halbgriechen sind.

    Es gibt auch das Ganze umgekerht.
    Vor einiger Zeit ist bei mir eingebrochen worden. Ich weine nicht fuers Geld und die elektonischen Sachen, die weg sind, ich weine fuer manche Erbstuecke, die fuer mich einen emotionalen Wert hatten. Ich weiss von der Polizei, wer die Taeter sind, es sind keine Griechen.Was sollen aber die Leute tun, wenn sie keine Arbeit finden? Sind sie nicht zur Kriminalitaet gezwungen?