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Reise durch den Iran - Tag5 (Teil2)

Dienstag, 25. September 2012 , von Freeman um 19:00

So jetzt wird es für die Damen unter den ASR-Lesern interessant. Wie sieht es mit dem Shopping aus. Es gibt in Teheran alle Arten von Geschäfte und Einkaufszentren genau so wie bei uns. Klar ist die Mode auf die Regeln zwecks Bedeckung des Körpers in der Öffentlichkeit ausgerichtet. Manche Frauen sind sehr traditionell ganz in Schwarz gekleidet, speziell die älteren. Junge Frauen sind oft sehr modisch angezogen, mit verschiedenen Farben, tragen Makeup, Handtaschen, lange Fingernägel und Pumps. Im privaten Bereich kann man sowieso machen was man will.



























Selbstverständlich dürfen Frauen im Iran Autofahren. Und das können sie sehr gut bei dem unglaublichen Verkehr in Teheran:





Überall gibt es Stände mit frisch gepressten Orangensaft:



Ich hab mir überlegt, das Alkoholverbot muss ja sehr viele Probleme die wir haben dort gar nicht entstehen lassen. Es gibt keine betrunkenen AutofahrerInnen die Leute totfahren, keine Besoffenen die sich am Morgen vor den Kioske schon volllaufen lassen, keine Schlägerreien die durch Akohol ausgelöst werden, keine kaputte Lebern und keine Ehemänner die den ganzen Lohn versaufen und zu Hause die Frau und Kinder schlagen.

Hier geht's mit dem nächsten Bericht weiter ...

insgesamt 10 Kommentare:

  1. LinQ sagt:

    Ich wär auch für Alkoholverbot. Zumindest in der Öffentlichkeit.

  1. Lieber Freeman, mich interessiert auch als Frau weder Mode noch Schmuck, aber ich möchte dir einfach an dieser Stelle danke sagen, dass du uns Lesern diese andere Sichtweise des Irans näher bringst!

  1. Unknown sagt:

    @LinQ,
    Alkoholverbot in der Öffentlichkeit besteht hier in Spanien schon lange.
    Doch ändert es absolut nichts! Es wird nach wie vor besoffen gefahren und die Frauen vermöbelt.
    Man besäuft sich halt legal in der Kneipe und randaliert dann anschliessend draußen oder zu Hause.

  1. REBELL sagt:

    @LinQ, dem stimme ich zu

  1. Thomas sagt:

    Der Schein trügt! Der Iran hat eine gespaltende Gesellschaft - eine die dem offiziellen Regime gefügig ist und auf der anderen Seite den "Untergrund" und hier spielen Drogen eine große Rolle. So gibt es kein Land der Welt wo es soviel Drogenabhängige gibt wie im Iran. Und auch dort spielt Alkohol eine große Rolle.

  1. Basti-Maxi sagt:

    @ Thomas

    Ja wo kommen denn die Drogen her, besonders das Heroin?

    Ganz zufällig aus dem Nachbarland wo die Amis faktisch das Sagen haben und die Scheisse in den Iran und Andeswo hinbringen um sie lethargisch zu machen.

    Ich bin auch für Alkohlverbot, zumindest alles was über Wein und Bier hinausgeht. Schnapps ist pures Gift und kann Menschen, besonders Kinder, umbringen.

  1. IrlandsCall sagt:

    Ich arbeite oft auf Honorarbasis beimörtlichen Caritas. Dort trinke ich Mittags immer einen Tee bei der "Armenspeisung". Dort bekommt man als Armer für 1 Euro, oder auf Gutschein beim Pfarrer, einen Mittagstisch, mit Nachtisch und Tee satt. Dort verkehren viele Alkoholiker, mangels Geld für Essen. Einer zittert so stark mit der Hand, dass das Essen imemr vom Löffel fällt. Darauf angesprochen, und das er doch aufhören solle zu saufen entgegnet mir der Herr: "Alkohol ist die beste Medizin und gesund. Wenn ich morgens 250ml Vodka trinke geht's mir gut und meine Hände zittern nicht." KEIN WITZ LOL

  1. Fatima sagt:

    Ganz genau, Freeman...das Alkoholverbot im Islam hat ja seinen Sinn und soll nicht als Spaßbremse fungieren. Es vergeht ja kaum ein Tag, wo in der näheren Umgebung niemand aufgrund von alkoholisierten Verkehrsteilnehmern schwer verletzt oder gar getötet wird. In Ballungsgebieten wird es noch mehr sein.
    Die Frau soll sich zu Hause ja auch für ihren Mann schön machen, aber draußen soll sie eben neutral auftreten und nur ihre Persönlichkeit soll zu sehen sein, nicht ihre Weiblichkeit. Kaum eine iranische Frau würde mit Lockenwicklern im Bett liegen oder ihren Mann mit Gurken im Gesicht und im ausgeleierten Jogging-Anzug empfangen, wenn er von der Arbeit kommt. Allerdings müssen die iranischen Frauen auch aufpassen, nicht in die Konsumfalle zu tappen.

  1. kopfdunkel sagt:

    Der war gut ;-) ich bin auch keine Frau die Taschen, Schuhe oder ähnliches sammelt und von topmodisch gekleidet bin ich auch ganz weit entfernt aber trotzdem finde ich den Artikel sehr interessant, es gibt offensichtlich in dem Bereich ein Überangebot, genau wie hier, l G Regina

  1. "Ich hab mir überlegt, das Alkoholverbot muss ja sehr viele Probleme die wir haben dort gar nicht entstehen lassen. Es gibt keine betrunkenen AutofahrerInnen die Leute totfahren, keine Besoffenen die sich am Morgen vor den Kioske schon volllaufen lassen, keine Schlägerreien die durch Akohol ausgelöst werden, keine kaputte Lebern und keine Ehemänner die den ganzen Lohn versaufen und zu Hause die Frau und Kinder schlagen."

    Alkoholismus ist heutzutage ein Riesenproblem im Iran. Eine Volkskrankheit. Nur weil etwas, in diesem Fall der Alkoholkonsum, offiziell verboten ist, heisst es noch lange nicht, dass davon nicht von vielen trotzdem intensivst Gebrauch gemacht wird.

    Ansonsten sehr schöner Bericht, ich wollte diesen mit meinem Kommentar nicht schmälern.