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Die NATO rekolonialisiert Libyen mit Militärbasen

Montag, 3. September 2012 , von Freeman um 18:00

Wir kennen mittlerweile die verbrecherische NATO-Doktrin, die nach ihren Eroberungskriegen umgesetzt wird. Angefangen hat es mit dem Balkan. Mit der Täuschung und Lüge, es gehe um die Verhinderung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wurde Serbien zuerst bombardiert und dann Ex-Jugoslawien in Kleinstaaten aufgeteilt. Rausgetrennt wurde der Kosovo, sofort vom Westen als selbstständiger Ministaat anerkannt und der Balkanmafia übergeben. Gleichzeitig wurde eine der grössten amerikanischen Militärbasen sprich US-Kolonie dort errichtet, Camp Bondsteel. Diese Vorgehensweise heisst Balkanisierung und wurde im Irak danach umgesetzt. Jetzt ist Libyen dran und bald auch Syrien.


Französische Soldaten in Afrika (Elfenbeinküste) unterwegs

Laut der Zeitung L'Expression suchen französische Experten einen geeigneten Standort für Militärbasen in Libyen, natürlich in den Gebieten reich an Erdöl. Die Gegenden in Libyen die voll mit Rohstoffe sind werden abgetrennt und von NATO-Truppen gesichert. Der Rest des Landes kann im Chaos versinken. Um die Ölfelder zu schützen werden Militärbasen der NATO errichtet. Das beweist, die Behauptung der westlichen Staatsführer, beim Militäreinsatz in Libyen ist es nur um den Schutz der Zivilbevölkerung vor dem bösen Diktator Muammar al-Gaddafi gegangen und überhaupt nicht um Eigeninteressen, ist wieder eine unverschämte Lüge.

Die französische Delegation kam am 27. August in Libyen an. Darauf angesprochen sagte ein Offizieller der Al-CIAda, ich meine natürlich der Freiheitskämpfer, ach der neuen libyschen Armee, die französische Mission sei zur Militärausbildung und zur Verbesserung der Situation nach dem Krieg limitiert. Dabei wollte eigentlich die NATO zuerst in Benghazi oder Tripoli eine Militärbasis errichten. Für was soll man sonst Milliarden für einen Bombenkrieg ausgeben, wenn nichts an Beute zurückkommt. Nur Idioten glauben, die NATO handelt aus selbstlosen und rein humanitären Gründen.

Sogar die Israelis haben den Wunsch geäussert, eine Militärinstallation in Libyen errichten zu wollen. Diese Information wurde jedenfalls vom staatlichen libyschen TV-Kanal Al Jamahiriya verbreitet und von der israelischen Zeitung Yediot Aharonot auch. Beide Medien berufen sich auf eine geheime Vereinbarung zwischen dem Nationalen Übergangsrat oder National Transitional Council (NTC) und Israel über den Aufbau einer Militärbasis in Jebel Akhdar oder Grüner Berg in der Nähe der Grenze zu Algerien.

Die Soldaten der israelischen IDF sollen Libyen vor äusseren Feinden schützen. Ja, das ist jetzt kein Witz. Nur, welche äussere Bedrohung gefährdet Libyen, ausser der Westen selber? Ach ja, da ist der Nachbarstaat Algerien mit einer 1'000 Kilometer langen Grenze. Die sind auch bald reif für eine "Befreiung" durch die NATO. Tatsächlich geht es um die Aufsplittung oder Balkanisierung von Libyen, einem brodelnden Zustand von ständigen internen Auseinandersetzungen, mit dem Ziel der Spaltung der libyschen Gesellschaft ... so wie im Irak.

Die Libyer werden sich die Augen reiben wenn sie festellen müssen, nach Gaddafis grüner Revolution, die eine Entkolonialisierung und Befreiung von der europäischen Fremdherrschaft war, werden sie ein von der NATO besetztes Land sein, das von westlichen Ölgesellschaften ausgeplündert wird. Der Geldsegen aus den Öleinkünften den Gaddafi in Form eines Sozialstaates unter die Leute brachte wird es nicht mehr geben. Stattdessen nur zerstörte Infrastruktur, Armut und täglichen Terror durch marodierende Banden, die im Namen des Islam die Menschen hinrichten.

Libyen hat man das Rückgrad gebrochen, das ganze Staatsvermögen wurde geraubt und das Öl wird jetzt gestohlen. Die Moslembruderschaft wird von Katar bezahlt und übernimmt Schritt für Schritt die Kontrolle, so wie in Ägypten und Tunesien. Die Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Elektrizität, Medizin, Lebensmittel usw. funktionieren nicht mehr und die Menschen haben keine Hoffnung für die Zukunft. Die "Befreiung" durch die NATO resultiert wieder in einem Albtraum.

Libyen wird eine Kopie des Irak, wird genau so im Chaos versinken, wo in Bagdad jeden Tag Bomben explodieren, es gibt ja auch kein Öl dort, und dem ölreichen Norden von Kirkuk, wo alles gesichert ist und Frieden herrscht. So wirds von der NATO gemacht und so wird man auch Syrien entsprechend in friedliche Gebiete und in instabile, von Terror geplagte Gebiete aufteilen.

Dort wo die Öl- und Gaspipelines durchgehen und die Raffinerien sich befinden, wird es ruhig sein und es NATO-Militärbasen geben. Im Rest und uninteressanten Teil wird die Hölle los sein. Balkanisierung eben, oder man kann es auch Rekolonialisierung durch den Westen, oder die Schaffung von gescheiterten Staaten (failed states) für Profit nennen.

Es ist schon interessant, wie die westlichen Medien in der Lage sind die Gutmenschen immer wieder zu verarschen und die wahren Absichten der Militäraktionen zu verschleiern. Na ja, man muss sich ja auch mittlerweile bewusst verarschen und für dumm verkaufen lassen. Nach dem man die Vorgehensweise der NATO schon zum x-ten Mal ablaufen sehen konnte, muss es ja den letzten Deppen einleuchten, was die westlichen Staatsführer über den Grund für Kriege erzählen ist alles gelogen.

Sogar Bundespräsident Horst Köhler gab zu, die deutsche Bundeswehr diene hauptsächlich Wirtschaftsinteressen. Wegen dieser Aussage über den wahren Grund für den Sinn und Zweck des deutschen Militärs musste er zurücktreten. Gauck muss das nicht mehr und kann ganz offen für Auslandseinsätze werben. Dies tat er am 12. Juni beim Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Er schimpfte sogar mit den Bundesbürgern und meinte, sie hätten deutsche Gefallene zu ertragen, wenn sie in einer glücksüchtigen Gesellschaft leben wollen.

Das heisst auf Deutsch, wenn wir weiter unsere Autos mit Benzin betanken und in einer Überflusgesellschaft leben wollen, müssen wir es akzeptieren, dass die NATO eben mal Länder überfällt und erobert, sprich rekolonialisiert, die auf Öl sitzen. Bockige Staatsführer die Bezahlung für das Öl haben wollen (wie unverschämt), werden als ganz böse Diktatoren hingestellt, die beseitigt werden müssen, damit man das schwarze Gold dann stehlen kann.

Warum man den Leuten im Westen noch Märchen über die guten Absichten erzählen muss ist mir ein Rätsel. Man kann ihnen ja gleich sagen, ohne Eroberungskriege sprich Wachstum läuft der Laden nicht.

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Hier noch was interessantes aus der Türkei. Eine pro-Assad-Demo in Antakya (früherer Name Antiochia) in der Südtürkei, Hauptstadt der Provinz Hatay. Dann ist die verbrecherische Politik der Erdogan-Regierung gegenüber Syrien nicht ganz ohne Widerstand in der Türkei:

insgesamt 8 Kommentare:

  1. xabar sagt:

    Ich erinnere mich noch an den ersten, oder war es der zweite große Viva Palästina-Konvoi, der von dem britischen Unterhausabgeordneten George Galloway 2009 organisiert wurde und der dann nach langer Fahrt durch Nordafrika auch in Gaddafis Libyen Station machte. Press TV berichtete regelmäßig über den Verlauf der Fahrt.

    Als der Konvoi nach Libyen reinkam, waren es wohl so an die einhundert Wagen, die die Hilfsgüter - hauptsächlich Medikamente, aber auch Schulmaterial und Rollstühle - in das eingeschlossene Gaza, das nur über Tunnel mit der Außenwelt verbunden war, bringen sollten. Dann erreichte der Solidaritätskonvoi also Libyen, und als er wieder aus Gaddafis Libyen heraus- und nach Ägypten hineinfuhr, waren es plötzlich doppelt so viele Wagenm, nämlich nicht nur einhundert, sondern zweihundert Wagen!

    Was war passiert?

    Gaddafi hatte angeordnet, den Konvoi zu unterstützen und tat dies so großzügig und so unbürokratisch, dass plötzlich die doppelte Zahl an Kleinlastwagen und Lieferwagen sich in die Kolonne eingereiht hatte, und jeder Wagen war voll bepackt mit Hilfsgütern für die Menschen in Gaza.

    Diese Unterstützung für das besetzte Palästina würde es heute nicht mehr geben. Gaddafi dagegen hatte immer wieder den Zionismus und das zionistische Regime in Tel Aviv als den Hauptfeind Afrikas angeprangert und sich auch gegen die Apartheid in Süd-Afrika stark gemacht und den Befreiungskampf dort unterstützt.

    Mit dem Fall des Gaddafi-Regimes verlor Israel einen wichtigen Widersacher und macht sich jetzt, ähnlich wie im Südsudan, das unter der Fuchtel Israels steht und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat, breit in der Region, so ähnlich wie es dies in den achtziger Jahren sogar in Mittelamerika tat.

    Roll Back auf zionistisch. Das Gleiche hat man in Syrien vor und die Islamisten, die nützlichen Idioten Israels, spielen das zionistische Spiel mit.

  1. freethinker sagt:

    Schöne Demonstration:
    Der Assad hat immer eine harmonisierende Politik betrieben und die Minderheiten stets berücksichtigt. Jetzt wollen die Natokriegsverbrecher- und Völkermörderhorden auch dieses Volk noch plattmachen.

    SYRER HALTET ZUSAMMEN: ICH BITTE EUCH! DIE KRIEGSVERBRECHER WERDEN NIEMALS RUHE GEBEN! SIE MÜSSEN JETZT GESTOPPT WERDEN!!!

  1. Unknown sagt:

    Saif, was man mit dir macht, ist unwürdig, ungerecht und spottet jeder Beschreibung. Dein Papa wurde ermordet und wir wissen es. Allah sei mit dir. Ma`salam

  1. Siegfried sagt:

    Wenn ich mir so anschaue, wie der Verkehr bei uns auf der Straße abläuft, dann habe ich erlich gesagt nicht den Eindruck, dass irgendwer mit Rücksicht auf Zivilbevölkrungen auf's Autofahren verzichtet. Und auch die Benzinpeise von über 1,70€ scheinen niemanden abzuschrecken. Zumindest ist das hier mein persönlicher Eindruck

  1. Jonny Dee sagt:

    Hallo Leute

    Nach den Thesen von Muammar al Gaddafi sind WIR im Westen eine Diktatur!

    Nun wurde uns von Kind an immer und immer wieder eingetrichert, wie toll doch unsere "Demokratie" ist. Und all die tollen schweizer Schlachten, die wir geschlagen haben, um diese "Demokratie" zu erreichen! Natürlich hinterfragt man sich dies als Normal-Sterblicher erst gar nicht, weil dies von Kind an einem eingetrichtert wird.

    Nun kommt so ein Gaddafi und behauptet das Gegenteil. Klar, da hört erst gar niemand zu! Aber nehmt Euch mal die Zeit und lest sein "Grünes Buch" durch.

    Ich bin zwar erst im ersten Drittel, aber es stimmt wirklich alles was er beschreibt.

    Eine seiner Thesen in Kürze:
    Wenn eine Demokratie aus gewählten Volksvertretern besteht, ist dies eine Diktatur. Weil nach der Wahl werden diese Parlamentarier von den Reichen und den Konzernen gekauft (sprich: Berater, Verwaltungsratmitglied, usw). Die Parlamentarier werden also nicht mehr diejenigen vertreten, die sie gewählt haben, sondern sie werden die Interessen der Reichen und der Konzerne vertreten.
    Ein Parlamentarier wird fast gezwungenermassen vor der Wahl die Wähler anlügen und schönfärben, damit er überhaupt gewählt wird. Nach seiner Wahl wird der Parlamentarier seine Versprechen sowieso nicht einhalten, denn er ist gewählt und kann 4 Jahre machen was er will, bzw.was seine Geldgeber wollen.

    Gaddafi zeigt jedoch nicht nur die Unzulänglichkeiten unserer Staatsform auf, sondern zeigt uns auch gleich die Lösung des Problems.

    Hier das grüne Buch in Deutsch:

    http://julius-hensel.com/2011/09/das-grune-buch-von-muammar-al-quadhafi-auf-deutsch/

    Wer sich von den Anhängern von Gaddafi`s direkt-demokratischen Jamahirya-Regierung informieren lassen will, kann diese Seite konsultieren:

    http://libyasos.blogspot.ch/p/news.html

  1. Die Ölfirmen in Albanien, haben bis heute keinerlei Steuern gezahlt, die Bilanzen werden nicht überprüft. 475 Millionen $ Öl Export aus Albanien, u.a. durch Bankers Petroleum, Wesley Clark ist auch dabei usw..

    Keine Steuern, die haben ihren Öl Reichtum verschenckt mit korrupten Politikern.

  1. Die Ölfirmen in Albanien, haben bis heute keinerlei Steuern gezahlt, die Bilanzen werden nicht überprüft. 475 Millionen $ Öl Export aus Albanien, u.a. durch Bankers Petroleum, Wesley Clark ist auch dabei usw..

    Keine Steuern, die haben ihren Öl Reichtum verschenckt mit korrupten Politikern.

  1. xabar sagt:

    @Jonny Dee

    Danke für den Hinweis. Das 'grüne Buch' wird und wurde hier immer lächerlich gemacht und verschmäht von sog. Journalisten (besser: Lohnschreibern), die es gar nicht gelesen hatten. Vielleicht könntest du hier mal ein paar Kernsätze für uns zitieren, damit wir einen Eindruck von dem Buch bekommen.

    Zur Frage der Demokratie:

    Eine Demokratie kann es nur im Sozialismus geben, wo die Reichen und Mächtigen enteignet und entmachtet sind und eine Regierung an der Macht ist, die systematisch darangeht, die Superreichen und ihren Anhang in Politik und Wirtschaft zu verjagen und zu enteignen. Erst dann kann sich der Volkswille verwirklichen, weil es niemand mehr gibt, der sich Politiker und Medien kaufen kann.

    Demokratie und Kapitalismus zusammen sind nicht möglich. Im Kapitalismus ist nur eine Scheindemokratie möglich, eine formale Demokratie, aber keine wahre Demokratie, weil der unversöhnliche Klassengegensatz zwischen den 1% und den 99% weiterbesteht.