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Reise durch den Iran - Tag2 (Teil 2)

Sonntag, 23. September 2012 , von Freeman um 06:51

Tschehel Sotun oder Vierzigsäulenpalast ist ein Palast aus safawidischer Zeit in Isfahan. Der Palast liegt inmitten einer grossen Gartenanlage nahe vom Ali-Qapu-Palast und wurde unter Abbas II. fertiggestellt. Der Palast gehört zu den schönsten Beispielen safawidischer Architektur. Neben einer Veranda mit zwanzig Säulen aus Zypressenholz, die sich im Becken spiegeln, gibt es einen Spiegelsaal und zahlreiche Fresken mit Darstellungen vom Leben am Hofe der Safawiden und historischen Ereignissen.























Der Meidān-e Emām (Imam-Platz, früher Königsplatz) ist über 500 Meter lang und wird von doppelstöckigen Arkaden eingefasst. An jeder Ecke ist er mit einem Gebäude geschmückt: mit den Prachtmoscheen (Masǧed-e Emām, Lotfollāh), dem Palast ʿĀlī Qāpū („Hohe Pforte“) und dem am nördlichen Ende sich anschließenden Basar gehört er zu den grössten Sehenswürdigkeiten des Vorderen Orients. Er ist weltweit der grösse Platz seiner Art und zählt – wie auch (seit 2012) die viel ältere Freitagsmoschee von Isfahan - zum UNESCO-Weltkulturerbe.























Der Innenhof des Hotel Abbasi:





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insgesamt 19 Kommentare:

  1. Private sagt:

    Es geht wieder los...

    "Iran beschuldigt Siemens, für Nukleareinrichtungen geliefertes Material mit Sprengsätzen versehen zu haben"

    Quelle:

    http://news.yahoo.com/iran-accuses-siemens-nuclear-sabotage-154555976.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

  1. NaSowas sagt:

    Wie sieht es mit der Verfügbarkeit westlicher Produkte aus? Man sieht LG und Nivea, bekommt man das alles problemlos?
    Tolle Fotos vom schönen Iran sieht aus als ob dort jahrhunderte lang verschiedene Relegionen friedlich nebeneinander gelebt haben.
    Da würde ich stundenlang mit der Kamera durch die Straßen laufen.
    Mehr, mehr, mehr

  1. caw rock sagt:

    Danke, hoch interesant!

  1. Rasi sagt:

    Wirst Du nur die Touristenecken besuchen, oder auch das alltaegliche Leben fernab des Schoenen?

  1. kim sagt:

    ich denke bei vielen von uns steht nun der iran auf der liste der reiseziele ganz oben. so auch bei mir.
    das ist wirklich super, dass du uns laufend informierst und man merkt es, du freust dich wie ein kleines kind. ;-)

    ich bin allergiker und reagiere sehr stark auf spritzmittel. mir ist aufgefallen, dass ich praktisch alle nahrungsmittel aus dem nahen osten vertrage, ägypten, libanon, türkei oder indien. ich denke im iran kann man sich sehr gesund ernähren. bei
    lebensmittel aus italien, spanien, china oder usa gehts mir dagegen richtig mies.

    gibt es im iran eigentlich auch regionen, wo man schnorcheln und tauchen kann mit schönen riffen?

  1. Mr. Briggs sagt:

    Vielen Dank für die tollen Bilder und Eindrücke Freeman.
    Wenn man allerdings bedenkt, dass das alles gesehene durch einen Krieg zerstört werden würde, wird einem ganz Übel.
    Es werde Jahrhunderte alte Gebäude und Strukturen verschwinden.
    Hoffen wir das es nicht so kommt!!

  1. mikem777 sagt:

    Teil 1

    Schöne Bilder, Freeman. Was mir hier auffällt ist die enorme Weite auf den Bildern, dieses Gefühl der Freiheit. Das gleiche Gefühl habe ich auch, wenn ich mir alte amerikanische Spielfilme aus den 60er und 70er-Jahren anschaue.

    Entweder es liegt daran, dass Du diese Bilder mit einem Weitwinkel-Objektiv aufgenommen hast, oder daran, dass wir im Westen die Repression und Überwachung schon so gewohnt sind, dass uns sogar der Iran schon sehr frei vorkommt. Wir haben uns an die Enge der Repression schon gewohnt - oder ist es die hiesige Überbevölkerung? Im Vergleich zum Iran ist die Schweiz doch ein winzig-kleines Land. Und ist das Denken der Schweizer nicht auch winzig-klein? Benötigt eine grosse Seele nicht auch ein weites Land?

    Früher hätte ich den Iran nie als ein freies Land bezeichnet, aber das Bild, das ich vom Iran hatte, war natürlich von den Westmedien in meinen Kopf gepflanzt worden. Wir haben eine Meinung über alles und jeden, aber diese Meinungen basieren in der Regel nicht auf persönlichen Erfahrungen, sondern auf Hörensagen.

    Wenn die Menschen sich nur noch auf ihre persönlichen Erfahrungen verlassen würden - es würde die Welt verändern. Wir vertrauen den Experten, den Leitbildern, den Leitmedien, aber wenn wir einmal damit anfangen diese Leitbilder zu hinterfragen, dann erkennen wir, dass wir von ihnen immer nur angelogen worden sind.

    Letztlich kann man sich nur auf seine persönlichen Erfahrungen verlassen, alles andere ist zu unsicher, zu tendenziös, zu einseitig, zu manipulativ, und zu unehrlich.

    Aber unser Denken ist so sehr kontaminiert worden von diesen falschen Experten, dass wir nicht mehr wissen, was nun eigentlich echt ist und was falsch. Selbst unsere persönlichen Erfahrungen sind nicht mehr persönlich, weil in diesen Erfahrungen ja auch alle Vorurteile enthalten sind, die uns von den falschen Experten in unsere Köpfe gepflanzt worden sind.

    Zum Beispiel wird ein amerikanischer Tourist die Menschen im Iran ganz anders betrachten, als ein Tourist aus Deutschland. Wir projizieren unser eigenes Denken, unser eigenes Weltbild in die Menschen und sehen uns selbst in ihnen.

    Unser Wissen über die Welt ist wie eine Wand, die zwischen uns und den Menschen steht, wie eine geistige Isolationsschicht, die einen tieferen menschlichen Kontakt verhindert.

    Wenn man sich bei jedem Menschen, den man antrifft, sagt, dass man in einer anderen Inkarnation genau dieser Mensch hätte sein können, dann wird man die Menschen mit ganz anderen Augen sehen.

    Peter Ustinov hat immer gesagt er sei ein Weltbürger, und das ist vermutlich eine gute Geisteshaltung. Kein nationalistischer Eurofaschist sollte man sein, sondern ein Weltbürger, das ist die richtige Einstellung.

    Im Grunde ist dieser ganze EU-Wahn ja nichts anderes, als der alte aufgewärmte Nationalismus einfach eine Stufe höher auf supra-nationaler Ebene. Wer geglaubt hat, die EU würde dabei helfen den Geist des alten nationalistischen Denkens zu überwinden, der hat sich gehörig getäuscht. Im Gegenteil, die EU ähnelt immer mehr den schlimmsten Formen vergangener nationalistischer Auswüchse von links bis nach rechts.

  1. mikem777 sagt:

    Teil 2

    Ein Weltbürger würde ganz bestimmt keine völkerrechtswidrigen Angriffskriege befürworten oder den bürgerlichen Wohlstand Opfern zugunsten eines supra-nationalistischen Euro-Konstrukts.

    Ich habe übrigens eine Zeit lang den islamischen Sufismus studiert, was ich Euch auch sehr empfehlen würde. Der Islam als Religion ist mir zu kollektivistisch, zu gleichgeschaltet, zu hörig machend, wie auch der Katholizismus, aber der Sufismus ist da ganz anders, eher so wie die christlichen Mystiker, wie Meister Eckhart.

    Je mehr man in den mystischen Kern der Religionen vorstösst, desto ähnlicher werden sie sich. Sind wir nicht alle Kinder Gottes? Und schliesslich gibt es nur den einen wahren Gott. Aber Religionen haben die Tendenz die Menschen zu spalten, sie zu entzweien, aber die Mystik bildet einen Geist der spirituellen Einheit, der wahren Liebe.

    Alles, was die Menschen voneinander entfremdet, ist von Übel, aber alles, was die Menschen einander vertrauter macht, ist als das Gute zu sehen. Das Diabolische ist das Trennende, das Göttliche ist das Verbindende.

    "In illusion there are many, in reality there is only one."

  1. Peter sagt:

    Dein Reisebericht ist hochinteressant, die Bilder Spitze. (Lass mal den Sensor Deiner Kamera reinigen, wenn Du zurueck bist. da hat's einen gewaltigen Dreck drauf.)
    Ich freue mich schon auf den nächsten Tag und weitere Eindruecke und Bilder von Dir.
    Lass es Dir gut gehen und geniesse, was bisher unbekannt.

  1. Dersimtrack sagt:

    GEIL Freemann, weiter so!!!
    Wäre auch sehr schön wenn du mal die stadt Ghom besuchen wüdest! Sofern das in deine planung passt!?
    Ansonsten viel spass noch, und PASS AUF DICH AUF!!!!

  1. iPaxxy sagt:

    Sehr schöner Bericht und eindrückliche Bilder Freeman...

    @Peter: Lass mal deinen Monitor reinigen da hat's einen gewaltigen Dreck drauf! SCNR xD

  1. Lieber Freeman,

    deine Reise in die grenzenlose Weite des Irans und das selbstverständliche Nebeneinander von Islam und des Christustuns zeigt, wie eine seit Jahrhunderten friedliebene Nation vielleicht deswegen in das Visier der NWO geraten ist, weil diese Nation sich aus religiösen Gründen nicht auseinanderdividieren lässt? Das verbindende aller Religionen ist, die in uns allen wohnende Wahrheit zu verkünden. Durch deine Reise in das Zentrum des aktuellen Geschehens entlarvst du die Kräfte, die ein friedliebendes Miteinander aller Menschen verhindern wollen.

  1. zapper sagt:

    Ich war im April mit einer Reisegruppe im Iran und konnte mir ein Bild von diesem wunderbaren Land machen. Die Freundlichkeit und Neugier der Iraner ist beeindruckend. Man kommt zurück mit vielen Fragen in der Art: Warum machen wir es nicht auch so? ZB das Grundeinkommen von 50€, welches jeder bedingungslos erhält. (Man muss es schon explizit ablehnen, um es nicht zu erhalten) - Das führt dazu, dass die ärmeren Iraner geschäftig etwas dazu verdienen und niemand Not leidet. Wenn man das mit unserem HARZ4 vergleicht, welches durch sein Verbot des Zuverdienens die Menschen eher langfristig lähmt... Oder die Entscheidung die Pharma-Industrie zu verstaatlichen (es gibt sehr viel private Wirtschaft - sogar einen Porsche-Händler in Teheran). Verstaatlicht wurde die Pharmaindustrie mit dem einleuchtenden Argument, dass privatwirtschaftliche Unternehmen profit- und umsatzsteigernd arbeiten müssen und das sei nicht notwendigerweise gut für die Patienten!!! Es fragte in den Kommentaren jemand, ob Frauen alleine auf die Strasse dürfen: Selbstverständlich!! Frauen sind alles andere als unterdrückt! Die Mehrzahl der Studenten sind Frauen, die später in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Ein paar Bilder davon sind auf der Homepage, die ich nach der Reise gemacht habe: www.iranreise.justdo-it.de
    Man kann jedem nur raten: Fahrt hin und macht Euch ein Bild! Weiter so Freeman! Ich freu mich täglich auf die Bilder. Einiges davon durfte ich auch schon sehen.

  1. kopfdunkel sagt:

    Ich bin beeindruckt von der Schönheit der Bauten. Auch das alle Religionen friedlich nebeneinander leben können, wenn sie nicht von aussen aufgehetzt werden zeigt Dein Reisebericht ganz klar. Schurkenstaaten gibt es nicht, sondern sie werden künstlich erschaffen, l G Regina

  1. Basti-Maxi sagt:

    Schöne Fotos. Ich mag die Mischung von Moderne und Tradition sehr.

    Schade das der gesamte Nahe und mittlere Osten so ein Krisengebiet ist...was es da alles zu enddecken gibt für Kulturintressierte...

    Da braucht man Jahre für und man hat trotzdem noch nicht alles gesehen.

    Ich als Mann vom Bau finde diese Gebäude (Türme)- die es z.B. im Jemen und auch im Iran gibt- faszinierend die sich durch die Bauweise und "Löcher kühlen" wie wenn man eine Klimaanlage hätte.

    Einfach und genial.

    Lange Zeit waren uns die islamischen Länder weit vorraus, besonders in medizinischen/naturwissenschaftlichen Dingen.

    Der Islam braucht eine Renaissance um dahin wieder anzuknüpfen.

    Hoffe ich werde auch bald diese Ecke mal besuchen können und ich hoffe das es zu keinem Krieg kommt der diese Kultur auslöschen will.

  1. PeWi sagt:

    Die Bilder erinnern mich an Indien.

  1. QWERTZ sagt:

    Danke Freeman,

    am meisten hat mich das siebte Bild beeindruckt. Es ist wohl eine alte Handschrift des Ehrwürdigen Koran. Es sieht für den unbedarften Betrachter beiläufig aus doch ist es Licht, es ist die Rechtleitung, die Unterscheidung, es ist die Warnung, die Ermahnung, die Verheißung, die frohe Botschaft, es ist beseelt. Es ist das was Sunniten, Schiiten, Alawiten, Sufis und wer sich auch immer Gottergeben nett zusammen hält.

    Geheimtipp: Du solltest dir das Freitagsgebet nicht entgehen lassen, da kann man spüren wovon die Menschen im Orient beseelt sind und was einige im Osten und im Westen fürchten wie der Teufel das Weihwasser, nämlich die unerschütterliche Bindung zu Gott.

  1. Fatima sagt:

    @ Qwertz: Das mit dem Freitagsgebet ist ein guter Tip. Das haben wir auch mitgemacht. Für Ausländer wird simultan auf Englisch übersetzt.

    Alle Reiseberichte sind auf zappers Seite zu finden.

  1. Ron Farkas sagt:

    Kein Wunder, daß einige Kulturlose das Land zerstören wollen.