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Reise durch den Iran - Tag5 (Teil1)

Dienstag, 25. September 2012 , von Freeman um 18:00

Wer in den Iran reist kommt an den persischen Teppichen nicht vorbei, denn sie sind ein Grundbestandteil der Kunst und Kultur des Landes. Das Teppichweben ist eine der am weitesten entwickelten Kunstfertigkeiten der persischen Kultur, deren Anfänge bis in die Bronzezeit zurückgeht.

Zufällig findet gerade eine grosse Teppichausstellung im Messegelände von Teheran statt. Die musste ich selbstverständlich besuchen. Alle "Gemälde" die ihr auf folgenden Photos seht sind keine, sondern handgeknüpfte Teppiche. Überhaupt sind alle Teppiche in den Aufnahmen von Hand gemacht.



































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Interessant ist, bei den Schiiten werden die Moscheen recht kreativ und unterschiedlich gebaut. Mal sind sie sehr modern mit einem Minarett oder eher traditionell und haben zwei. Manche haben gar keine.







Überhaupt, obwohl sie sehr gläubig sind, üben die Schiiten die im Iran die Hauptglaubensrichtung darstellen den Islam sehr tollerant und locker aus. Bis auf wenige Regeln an die man sich halten muss ist man frei seinen Glauben auszuüben wie man will. Ich sag ja schon lange, im Westen wird die falsche Meinung verbreitet, alle Moslems sind so wie die saudischen Salafisten, eine extreme und abartige Form des Islam.

Die Iraner sind doch keine hinterwäldnerischen Saudies, die wegen der Ölfunde erst vor 100 Jahren von Beduinenzelten in Häuser wechselten, sondern sie haben ein 4'000 jährige Kultur mit Städtebau und einem grossen Reich, eines der ersten überhaupt.

Hier geht's mit dem nächsten Bericht weiter ...

insgesamt 9 Kommentare:

  1. werner70 sagt:

    Für mich waren die Perser bzw.Iraner schon immer symphatische intelligente Menschen.
    Ich meine damit die Mehrheit.

    Schon alleine die Sekundenanzeige bei den Ampeln beweißt das.

    Da kann man sich drauf einstellen, eventuell den Motor ausmachen und Sprit sparen.

    Hier ist das wahrscheinlich nicht erwünscht.

    Durch die Sanktionen gegen den Iran leiden auch wir.

    Denn wir werden wahrscheinlich nie in den Genuß kommen die vielleicht besten Pistazien der Welt kennenzulernen.

    Abgesehen davon dass die Menschen dort vielleicht zu den Nettesten gehören, bis auf die Ausnahmen.

    Aber die gibt es überall.....

    Lieber Manfred, viel Spass im Iran...


  1. werner70 sagt:

    Alles Gute....den persischen Menschen...

  1. Atlas sagt:

    Hallo Lieber Freeman,

    erstmal Respekt das du diese Reise tatsächlich gemacht hast. Nicht viele haben diese Einstellung die du hast.

    Die Perserteppiche wurden übrigens schon damals immer von Azeris hergestellt. Ab dem 16 jahrhundert waren die persischen Könige alle azeris. Iran ist ein Land mit vielen Nationalitäten die friedlich miteinander zusammen leben.
    Als Beispiel die Kurden, sie werden in keinem anderen Land so gut behandelt wie im Iran. In Isfahan leben übrigens bis zu 80.000 Juden.
    Immerhin befreite Kyros die Juden auf Babylonischer Gefangenschaft und dieses Band zwischen Iranern und Juden hält immer noch.

    Das Land der Arier hat wirklich eine sehr alte Kultur.
    Die Erste Religion dieser Welt war der Zarathruismus und zarathustra war der Prophet.
    Es gibt noch viel darüber zu erzählen aber soviel kann ich nicht schreiben :) dafür eine kurze doku
    http://www.youtube.com/watch?v=9R8F0Im07Dg&feature=related

    vergiss nicht die Persischen Granatäpfel zu probieren.

    Und wenn du Zeit hast besuch mal den Berg Alamut. Dort wo hassan as Sabbah seine Killer Elite, die Assassinen ausbilden lies :)

    Dann würde ich dich gern bitten die älteren Leute zu fragen ob Sie zur zeit des Shahs besser gelebt haben als jetzt oder nicht ? Die Meinungen dazu würden mich Interessieren.


  1. @werner70 eine interessante Hintergrundinfo zu deiner Anmerkung zu den leckeren Pistazien. Die auch noch dazu sehr gesund sind z.B. herz und vor krebsschützend sind und jede menge gesunde Nährstoffe enthalten.

    Die größten Pistazienanbaugebiete befinden sich in Kalifornien, im Iran, in Syrien und in der Türkei.
    Anfänge der amerikanischen Pistazienindustrie


    Im späten 19. Jahrhundert gelangten Pistazien in die USA, wo sie 50 Jahre später zum beliebten Snack wurden.

    Mitverantwortlich dafür war William Whitehouse:

    1930 schmuggelte

    der Züchter 9 kg Pistazien aus dem Iran.



    ins kalifornische Chico und revolutionierte mit der Züchtung

    der Kerman-Pistazie

    die amerikanische Pistazienindustrie. Inzwischen werden in Kalifornien ungefähr 98% aller Pistazien der USA produziert.

    Das kalifornische Pistazienwunder

    quelle: http://www.gesundheitmitpistazien.de/home.html

  1. REBELL sagt:

    Moin Freeman, die Teppiche sind ja toll, sowas hab ich noch nie gesehen

  1. Peter sagt:

    Ja, die Teppiche sind wirklich ein echt herrliches Kulturgut des Iran. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings schon. Je feiner ein Teppich geknüpft ist, desto jünger die Person, die den Teppich geknüpft hat. Sehr oft entstehen solche Teppiche in Kinderarbeit, da nur diese Finger haben, die zart genug sind, die extrem enge Knüpfarbeit zu erledigen.

  1. Ich bin eingentlich ein leser von ASR fast täglich, aber Kommentare noch nicht geschrieben. Ich bin heute von Herrn Freemann enttäuscht. Der Grund ist was Sie behaupten dass die Araber keine Kultur wie die Iraner haben und dass die Araber nur die Zellte kennen. Ich vermute dass Sie die arabische Kutur nicht kennen oder nicht kennen wollen. Sie konnen als Beispiel über die Geschichte der Stadt Sanna,a informieren und dann wird Ihnen klar klar dass die arabische Kultur und Zivilisation sehr alt ist.

  1. Kasandroo sagt:

    @Tarek Kozmanovic

    Ich denke Freeman, hat nicht die Araber oder die Arabische Welt gemeint, sondern vielmehr, die Sichtweise vieler westlicher Menschen, die durch Medien, wie Zeitungen und Fernsehen das Bild haben, dass nahezu alle Menschen aus dem Nahen Osten wilde, wütende Menschen seien, die am liebsten alle Ungläubigen abschlachten würden und überhaupt total primitiv wären. Dass das aber nicht so ist, zeigt ja Freeman hier. Wenn man den Fernseher einschaltet, was sieht man da? Wilde Horden, die rumschreien und aussähen als wären sie im Blutrausch und aber auch nur diese Bilder ansonsten kaum friedliche Menschen aus dem Nahen Osten. Und alle WestWeltBürger haben Angst und Sprüche wie "Ach diese Chaoten - am besten gleich einen Bombenteppich drüber" kommen dann folglich, weil es aber auch so gewollt ist von unseren Medien.

    Also! Bitte nicht falsch verstehen!

    Unglaublich, diese Teppiche - besser als HD und schärfer als die Realität. Hut ab, manche können noch nicht mal so gut malen.

    Danke Freeman, ohne dich hätte ich gar kein Bild vom Iran.

  1. kopfdunkel sagt:

    Die Teppiche sind so edel und gut verarbeitet das sie zum Teil nach Bildern aussehen, sehen echt genial aus, l G Regina