Nachrichten

Ende Jahr ist die USA wieder zahlungsunfähig

Dienstag, 4. Oktober 2011 , von Freeman um 09:00

Wegen der andauernden Finanz- und Schuldenkrise in Europa, hat man etwas die Schuldensituation in den Vereinigten Staaten aus den Augen verloren. Aber der Abschluss des Fiskaljahres per 30. September zeigt wie schlimm die Lage dort ist.

Die Schulden der öffentlichen Hand sind auf sagenhafte 14'790'340'328'557,15 oder 14,790 Billionen Dollar gestiegen, laut veröffentlichter Statistik des Schatzamtes, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1,228 Billionen! Das heisst, die Schulden der USA stiegen um über 100 Milliarden pro Monat oder über 3 Milliarden pro Tag!

Aus folgenden Diagramm sehen wir, vor einem Jahr lagen die Schulden bei 13,561 Billionen Dollar. Jetzt sind es 14,790 Billionen. Wir sehen auch, alleine am letzten Tag des Fiskaljahres stiegen sie um 95 Milliarden!



Aber die Verschuldungsrate beschleunigt sich auf 125 Milliarden pro Monat. Jeden Morgen wenn die Amerikaner aufwachen sind 4'000 Millionen mehr Schulden auf ihrem Kopf. Mit einer Schuldenobergrenze von 15,194 Billionen wird der Staat bereits bis Ende Jahr wieder zahlungsunfähig sein. Dann werden die Politiker wieder das Limit erhöhen müssen und so geht es immer weiter. Das bedeutet, die Schulden werden die 100 Prozentmarke des BIP in einem Monat überschreiten. Wie soll das gute gehen? Unmöglich.

In der Amtszeit von Obama haben sich die Schulden um fast 4 Billionen Dollar erhöht. Er gibt Geld aus das er nicht hat, das er sich von den Chinesen und sonst wer borgen muss. Kein Wunder, denn er führt die teuren Kriege weiter und hat einen neuen mit Libyen angefangen. Das Pentagon kostet alleine 1,2 Billionen Dollar pro Jahr. Die Militärausgaben der USA sind höher als die aller anderen Staaten der Welt zusammen.

Und was hat er im Inland mit dieser Geldverschleuderung erreicht? Bessere Infrastruktur oder Schulen oder Gesundheitssystem? Nein nichts, ausser eine Wirtschaft die im Niedergang ist, hohe Arbeitslosigkeit und steigende Armut. 45 Millionen Amerikaner leben von staatlichen Essensmarken, um etwas auf dem Tisch zu haben. Nur dem Militärisch-Industrielle-Komplex und der Finanzelite geht es blendent, denen wird das Geld der Steuerzahler nachgeschmissen.

Aber es tut sich was. Die Amerikaner sind aufgewacht und merken endlich, die Bankster der Wall Street plündern das Land aus und treiben sie in die Armut. Deshalb die Occupy Wall Street Aktion, die sich über das ganze Land verbreitet und mittlerweile in vielen Städten stattfindet. Sie fordern das Ende des Sklaventums durch das Finanzsystem und die Abschaffung der Fed. Sie kapieren endlich, der amerikanische Traum ist ein Albtraum geworden. Die Revolution in Amerika hat begonnen.

insgesamt 13 Kommentare:

  1. drdre sagt:

    Gut dass die Menschen in USA langsam wachgeworden sind. Seit Jahren werden diese durch die Handlanger der Banken und Konzerne ausgeplündert. Stückweise wurde Ihnen das Volksvermögen entzogen. Dies spielt sich im EU Bereich gerade ähnlich ab. Es ist die Absicht einer kleinen Macht und Geldgeilen Elite sich und ihre Clans auf Jahrzehnte zu sanieren und ihre Machtstrukturen zu verfestigen. Dazu geht man über jede art von Leichen. Die ihnen dabei helfen bekommen gute Posten damit auch sie ausgesorgt haben. Die Korrumpierbarkeit wird grösser werden, wenn immer weniger Geld in der breiten Öffentlichkeit vorhanden ist. Dementsprechend wird Recht, Gesetz und Demokratie leiden. Sowie die Demokratie weiter ausgehöhlt. Wir gehen schwarzen Zeiten entgegen. Aber solange es noch aufrechte Menschen gibt, bleibt uns die Hoffnung.

  1. Roman sagt:

    Ich empfinde zwei Dinge wenn ich sowas lese: Bewunderung + Verachtung . Bewunderung das sich Menschen wie Obama + andere Staatsoberhäupter so locker flockig vor die Allgemeinheit stellen und mal eben verkünden das sie das Schuldenlimit nach oben geschoben haben. Kann ich das Privat auch machen?! Ich geh einfach zur Bank und sag "Hey...mir ist leider mein Geld ausgegangen. Setzt bitte mal die Schuldengrenze 20000€ höher" und lebe dann so weiter wie gehabt?! Wenigstens wird das Volk jetzt wach. Gleiches sollte in Deutschland und anderen EU Staaten auch mal geschehen.

  1. Nachdenker sagt:

    Es ist gut zu hören, dass die Menschen in den USA immer mehr aufwachen. Sogar Spon war gezwungen, darüber zu berichten.
    Natürlich mit der typischen Demagogie. Aber wie dort im Forum zu lesen war, fallen hier die Menschen auf diese Propaganda nicht mehr herein.
    Aber leider gibt es noch genug Schlafschafe bzw. Menschen, die mit viel Geld bestochen werden.

  1. artikulant sagt:

    [#1]
    Über Erscheinungen wie Euro-/Dollarkriese, Finanzkriese, Wirtschaftskriese etc. ständig zu reden wird m.E. nichts an der momentanen Situation ändern. Auch Demonstrationen können daran nur scheinbar etwas ändern.
    Die Menschen gehen nur auf die Straße, weil das Ausmaß der Ungerechtigkeit mehr und mehr an die Oberfläche kommt und damit auch für noch nicht Verarmte sichtbar wird. Sie merken jetzt, daß es auch sie treffen wird. Es ist bei Vielen die nackte Angst, etwas vom bisher Angehäuften zu verlieren. Egal wie unnütz dieser Haufen ist.
    Ich will damit nicht sagen, daß ich nichts von Occupy-Aktionen halte. Im Gegenteil, es "kann" ein Anfang sein. Solange der Grund dafür aber mein vorhin genannter ist, bleibt es mit diesen Aktionen nur bei einer Symptom-Bekämpfung und es wird maximal zu einem System-Reset führen.

    Schon irgendwie komisch, Windoof-User wissen, daß immer mal wieder sich das System mit Blue-Screen verabschiedet und ein Reset nötig ist. Trotzdem kaufen sie immer wieder die nächste, angeblich viel bessere Version. Warum? Weil alle es tun? Dabei finde ich den Vergleich wirklich angebracht, weil mit jeder neuen "besseren" Windoof-Version ist der User wieder ein gutes Stück mehr entmündigt und seiner Rechte beraubt. Sogar der Grund ist der Gleiche: Systemstabilität, bzw. Sicherheit!
    Wie war nochmal die Definition von Irrsin? Immer wieder das Gleiche versuchen, aber jedesmal ein anderes Ergebnis erwarten. Wenn es nicht so real wäre würde ich sogar darüber lachen.

    Das System spiegelt nur den Bewußtseinszustand der Gesellschaft wider. Es geht nur darum, sich als Einzelner gegenüber dem Anderen zu verbessern. Dafür ist das vorhandene Geld-System genau richtig, weil es genau dieses Verhalten fördert. So gesehen ist es einfach nur die "zeitgemäße" Version der natürlichen Auslese, ganz nach Darwin. Wobei heute nicht mehr körperliche, sondern finanzielle Stärke als Ausdruck von Macht über Andere das Weiterkommen sichert.

  1. artikulant sagt:

    [#2]
    In der Vergangenheit mag dieses System durchaus seine Berechtigung gehabt haben. Es ist dafür aber kein Verstand wie wir ihn angeblich haben, nötig. Ohne "uns" und unseren "angeblichen" Verstand war die Natur immer in der Lage Artenvielfalt zu entwickeln, bzw. Überpopulation hervorragend zu regulieren. M.E. ist unser Verstand für ein erfolgreiches Fortführen dieses "altbewähreten" Systems durch den Menschen mit Verstand hinderlich, bzw. sogar sehr gefährlich, weil dies nur den Menschen bevorteilt. Gegensätzlich zu der Meinung vieler Ökonomen bin ich der Auffassung, das jeder Vorteil einen oder viele Nachteile für Andere bedeutet. Es gibt keine Geschäfte oder was was auch immer, wo für alle Beteiligten nur Vorteile resultieren. Es wird nur immer so dargestellt und dabei die Nachteile verschleiert. Kann man keinen Nachteil finden, ist es immer die Natur die benachteiligt ist. Und damit unsere Lebensgrundlage.

    Wozu hat man uns dann mit Verstand ausgestattet?
    Die Antwort ist so offensichtlich daß sie keiner sieht. Wir sollten endlich unseren Verstand nutzen, um ein System zu installieren, daß keinen Bluescreen mehr fabriziert, daß nicht den starken Einzelnen bevorzugt, sondern Alle, angefangen bei Mutter Erde, unserer Lebensspenderin.

    Es ist eine Grundsatzfrage.
    Gesellschaftliche Werte, wie Geld an oberster Stelle, daß voraussetzt, daß man auf seinen Wert vertraut, obwohl es aus Nichts geschaffen ist, sollten grundsätzlich als erstes rückstandsfrei entsorgt werden. Es fördert ein gegenseitiges Mißtrauen. Grundsätzlich wäre das genaue Gegenteil richtig.
    Die Chance es zu ändern wäre genau jetzt!
    Begreift das denn keiner? Geld ist es nichtmal wert darüber zu diskutieren, wo denn an Welcher Börse welcher Index wie weit abgestürzt ist, oder wieviel welche Währung gegenüber der Anderen grade Wert ist.
    Ich bezweifle, daß mich auch nur einer da draußen versteht oder sich ein System ganz ohne Geld, dafür mit umso mehr gegenseitigem Vertrauen, vorstellen kann. Dabei ist es mehr als 5 vor 12. Einen weiteren System-Reboot wird die Menschheit nicht überstehen.

    grüazi

  1. Val Muad sagt:

    They call it "American Dream" for you have to be asleep to believe in it.

  1. urantia sagt:

    Was wird passieren?

    Die Druckerpressen werden wieder einen Gang höher geschaltet werden. Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Aber die Bevölkerung wacht auf, und ich hoffe, dass die Proteste sich ausbreiten und nicht wieder verstummen. Es muss ein Massenprotest werden ganz ähnlich wie bei der Deutschen Teilung.

    So ist z.B. auch ein Protest in Deutschland geplant. Am 15. Oktober soll ein Protest in Frankfurt stattfinden. Jeder, der dort in der Nähe wohnt, sollte dort teilnehmen. Es gibt keine Ausrede um nicht am Protest teilzunehmen.

    Google nach "Occupy Frankfurt".

  1. FlashFan sagt:

    @artikulant: Also ich versteh dich! Hoffe auch, dass wir nach dem crash nicht einfach wieder von vorne anfangen... Wir müssen einen Weg ohne Geld finden! Der Ansastz einer Ressourcen Basierten Wirtschaft klingt für mich gar nicht schlecht! Viel, viel besser als das was wir jetzt haben!

    geschrieben von meinem Arch Linux ;)

  1. Sue sagt:

    Seht euch den untenstehenden link bitte an, auf franzoesisch. Es scheint so als ob die unsichtbare Hand etwas groesseres vor hat und den sogenanten Liberalismus und seine Banken zum Untergehen verdammt hat....
    Was jetzt geschieht ist gewollt, das wisst ihr, aber vielleicht in eine richtung die wir uns bis jetzt noch nicht vorgestellt haben... Wall street wird fallen, weil SIE es moechten. Occupywallstreet hilft unbewusst..... Das bankensystem, aka wallstreet taugt nichts mehr. Es wird bald durch das NWO ersetzt...die unsichtbare Hand braucht die Politiker und Baenker nicht mehr...

    http://liesidotorg.wordpress.com/2011/10/03/et-si-le-cartel-bancaire-voulait-se-debarrasser-du-systeme-liberal/

  1. Dude sagt:

    ...naja - so macht die Presse auf:

    http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/700-Festnahmen-bei-Sozialprotesten-in-New-York

    Man versucht gleich mal wieder Angst zu schüren, vor den Folgen, wenn man sich zur Unzufriedenheit zum System bekennt - lach. Nicht ein Wort zur Anzahl der Demonstranten dieser Gesamtaktion, und das bei den soooo zahlengeilen Schmierblattbesitzern - unglaublich!
    Aber man hat wenigstens mal `drüber geschmiert.

    Nebenbei: wieviel Platz erkennen wir auf dem Foto, um quer über die Brücke zu marschieren um dann gleich festgenommen zu werden? ;-)


    beste Grüsse

  1. MarKus sagt:

    @Urantia

    Danke für den Hinweis auf die Aktion in Frankfurt!

    Ich werde mit einem Freund da sein und ich hoffe auch viele andere mehr! Oder halt in Berlin oder München zum Beispiel! Einen Ort in der Nähe findet fast jeder. Wer jetzt nicht den Popo hoch bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen...! :)

  1. TickTick sagt:

    In hamburg findet auch eine Aktion statt!!!
    15.10. 14:00 Uhr rathausmarkt!!

    http://www.echte-demokratie-jetzt-hamburg.de/

  1. Die Amerikanische Bevölkerung wird langsam aufmerksamer. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Mit viel Geduld sollte es ihnen gelingen, wieder aus der Krise zu kommen. Noch liegt aber ein schwerer Weg vor ihnen.