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Der Korporatismus ist unser Feind

Sonntag, 23. Oktober 2011 , von Freeman um 00:05

Was mir bei der heutigen Teilnahme an der Occupy-Paradaplatz Demo aufgefallen ist und auch wenn ich die Berichte der anderen Occupy-Aktionen weltweit studiere, ist die Aussage, der Kapitalmus muss weg oder der Kapitalismus ist die Ursache für die Finanzkrise. Das setzt aber voraus, dass wir in den westlichen Gesellschaften im Kapitalismus leben. Das tun wir aber nicht. Wie kann man dann etwas anprangern was gar nicht existiert. Wenn man nämlich Kapitalismus mit Marktwirtschaft gleichsetzt, dann haben wir gar keine. Wir haben keinen freien Markt. Tatsächlich heisst das System in dem wir uns bewegen Korporatismus, oder Konzerndiktatur, eine Welt die für und von Konzernen beherrscht wird. Es gibt keine echte Marktwirtschaft.

In der Konzerndikatur ist das meiste Vermögen und die Macht in den Händen von wenigen Grosskonzernen konzentriert und der Staat wird als Werkzeug benutzt um dieses Vermögen und die Macht zu erlangen, auszuweiten und zu schützen. Das Vermögen und die Macht von Individuen und von Mittel- und Kleinunternehmen ist verschwindent klein im Vergleich zu der Dominanz der Konzerne. Mit der Zeit gehört den Konzernen das ganze Vermögen und sie haben die ganze Macht, um jeden Aspekt unseres Leben und der Gesellschaft zu beherrschen. Es ist der Korporatismus oder die Konzerndikatur die uns umbringt und alles zerstört und nicht die Marktwirtschaft.

Deshalb finde ich folgendes Plakat, welches an der Occupy-Stuttgart Demo gezeigt wurde, eher richtig. "Euer Kapitalismus (oder besser Korporatismus) zerstört unsere Markwirtschaft"



Leider ist der Begriff Korporatismus der Allgemeinheit nicht geläufig, wird nicht verwendet, um das uns beherrschende System zu beschreiben. Deshalb werde ich versuchen zu erklären, warum wir in dieser Gesellschaftsform tatsächlich leben, denn von einem freien Markt kann keine Rede sein. Das sieht man schon daran, wie alle Zentralbanken ständig in den Markt eingreifen. Sie manipulieren die Kurse der Aktien, Devisen und Commodities und lassen nicht Angebot und Nachfrage ihren Lauf.

Eigentlich handelt es sich auch nicht um den klassischen Korporatismus unter dem wir leiden, der von den Faschisten in Italien unter Benito Mussolini erfunden wurde, sondern unter dem Neokorporatismus, der nach dem II. WK enststand. Dieser zeichnet sich folgendermassen aus:

Nur die Interessen der Korporationen, also der Konzerne, wird von der Politik und vom Staat vertreten. Sie beherrschen die staatlichen Behörden, das Parlament und die Regierung und wirken auf die Gesetzesentwürfe massiv ein. Mit viel Geld wird die Interessensarbeit durchgeführt, besser bekannt als Lobbyismus, und der ganze Staatsapparat beeinflusst und kontrolliert. Die Politik vertritt nicht das Gemeinwohl, sondern führt nur die Wünsche der Konzerne aus. Das ist die Realität in der wir leben.

Der Korporatismus neuer Prägung ist nicht viel anders als der Kommunismus oder der Faschismus. Sie sind alle "kollektive" Wirtschaftssysteme. Unter dem Korporatismus ist das Vermögen und die Macht sogar noch konzentrieter vereint als unter den vorher erwähnten diktatorischen Systemen. Aber keine dieser sind "egalitäre" Systeme, also gerecht für alle. Unter allen Kollektivsystemen geniesst eine kleine Elite die meisten Vorteile, während die Mehrheit der Bevölkerung leidet.

Mittlerweile sind viele global agierenden Konzerne so mächtig, sie sind grösser als die meisten Staaten dieser Welt, haben mehr Einfluss über unser Leben als Regierungen. Sie erpressen ganze Länder und zwingen sie nach ihrer Pfeife zu tanzen. Sie kümmern sich um keine nationalen Gesetze und schweben über alles.

Sie haben die Globalisierung verlangt und durchgesetzt, die nur zu ihrem Vorteil ist. Die Mittel- und Kleinbetriebe haben nichts davon. Im Gegenteil, nur die Konzerne können ihre Produktion in Billiglohnländer verlagern, dort die Arbeiter als Sklaven ausnutzen und zu Dumpingpreisen ihre Produkte hier verkaufen. Als Folge verschwinden bei uns die Arbeitsplätze und unsere Löhne sinken ständig. Der Mittelstand wird zerstört und wir verarmen immer mehr.

Hier einige Fakten über Konzerne, die sich wie Raubtiere verhalten:

1. Konzerne dominieren praktisch unsere Wirtschaft und die der ganzen Welt. Wie in meinem Artikel "Das Netzwerk der globalen Konzernkontrolle" aufgeführt, hat die Universität Zürich eine neue Studie veröffentlicht die zeigt, 147 Grosskonzerne, die miteinander eng verbunden sind, kontrollieren 80 Prozent des gesamten Umsatzes und 40 Prozent des ganzen Vermögens. Das heisst, weniger als 1 Prozent beherrscht die Weltwirschaft. Diese "Supergruppe" besteht hauptsächlich aus Banken und grossen Finanzinstituten, wie JP Morgan Chase, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America.

2. Diese Dominanz der Weltwirtschaft hat dazu geführt, dass das Vermögen der Welt in ganz wenigen Händen konzentriert ist. Eine Studie der Credit Suisse zeigt, 0,5% der Weltbevölkerung besitzt 40% des gesamten Vermögens. Aber 66% nur 3,3%.

Eine andere Studie des Economic Policy Institute zeigt auf, das Einkommen der obersten 1% stieg um 224% von 1997 to 2007, während das Einkommen der unteren 90% nur um 5% in der gleichen Zeit wuchs. Bei den obersten 0,1 % war der Antieg noch krasser mit 390%

3. Es bewahrheitet sich der Spruch, die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Dabei müssten wir bei dem technologischen Fortschritt den wir haben den Lebenstandard weltweit gleichmässig nach oben bringen können. Stattdessen verbreitet sich die Armut immer mehr und in vielen westlichen Ländern müssen mittlerweile beide Elternteile mehrere Jobs haben, nur um Essen für die Familie auf den Tisch zu bringen.

Noch schlimmer ist die Tatsache, 3 Milliarden Menschen auf dieser Welt leben mit weniger als 2 Euro am Tag. Und während die Ultrareichen ein verschwenderisches Luxusleben führen, finden unbeschreibliche Tragödien wegen der Armut weltweit statt. Alle 3,6 Sekunden stirbt jemand an Hunger und 3/4 davon sind Kinder unter 5 Jahren.

4. Die Grosskonzerne sind so beherrschend geworden, es ist für Klein- und Mittelbetriebe sehr schwer mitzuhalten und zu überleben. Die Anzahl Kleinbetriebe schwindet immer mehr, das bekannte Sterben der Tante-Emma-Läden war eine Folge davon. Statt viele Einzelhandelsgeschäfte gibt es immer mehr gigantische Supermärkte und Einkauszentren auf der grünen Wiese. Dabei müsste unter einer funktionierenden Marktwirtschaft die Anzahl Kleinunternehmen stätig steigen. Aber die marktbeherrschenden Monopole machen alles platt und es gibt immer weniger Wettbewerb.

Wenn ein kleineres Unternehmen eine fortschrittliche Lösung erfindet, welche umweltfreundlich, energieeffizient oder revolutionär ist, diese aber das bisherige Geschäftsmodell eines Grosskonzernes gefährdet, dann wird das Patent aufgekauft und schubladisiert. Konzerne wollen keine Innovationen, sie wollen von bestehenden Technologien so lange wie möglich profitieren und Geld rausziehen. Elektroautos wurden schon vor über 100 Jahen erfunden und funktionierten bestens, haben damals sogar Rennen gewonnen. Stattdessen fahren wir immer noch mit Verbrennungsmotoren herum. Warum einfach und billig (ist kein gutes Geschäft), wenn es auch kompliziert und teuer geht.

Und von der Glühlampe will ich gar nicht reden, die würde ewig halten, wenn man nicht die Selbstzerstörung bewusst einbauen würde. Das trifft auf viele Produkte zu.

5. Die Grosskonzerne kontrollieren völlig die Medien. Fast alle Nachrichten die wir präsentiert bekommen, die Zeitungen und Magazine, die ganzen Filme und überhaupt die Unterhaltung, wird uns von Grosskonzernen geliefert. Sie bestimmen was wir wissen sollen, wie wir denken und was wir gut oder schlecht finden sollen. Sie steuern komplett die Meinungsbildung der Bevölkerung.

Es ist sogar so, die Propaganda ist in den westlichen Ländern viel schlimmer als es je im Kommunismus und Faschismus war. Denn die Menschen unter diesen Systemen wussten wenigstens es sind Lügen. Die Medienkonsumenten in den westlichen Industrieländern glauben aber tatsächlich was ihnen erzählt wird ist die Wahrheit. Dabei wird ihnen eine völlig falsche Realität vorgegaukelt, denn die Nachrichtenmedien werden von einer handvoll mächtigen Grosskonzernen kontrolliert. Grosskonzerne die Waffen herstellen haben gleichzeitig TV-Sender. Klar werden sie dann ihren Zuschauern einen Krieg als notwendig verkaufen.

6. Das Finanzsystem wird ausschliesslich von Grosskonzernen beherrscht. Vor 10 Jahren haben die top 10 Banken in den USA 55 Prozent des Geldvermögens kontrolliert. Heute kontrollieren sie 77 Prozent. Und in Europa findet eine ähnliche Markbehrrschung statt. Die Banken werden immer grösser und sind mittlerweile so gross, sie sind "too big to fail". Sie dürfen gar nicht pleite gehen, weil sie sonst unsere ganze Gesellschaft in den Abgrund reissen, wird behauptet. Nur, wenn das so ist, dann sind sie einfach zu gross und viel zu gefährlich. Es ist untragbar, dass dadurch Staaten erpresst werden und Banken mit Steuergeldern gerettet werden müssen.

Ein weiterer Beweis, wir haben keine Marktwirtschaft, denn dort müsste eigentlich die Regel gelten, wer nicht überlebensfähig ist muss sterben. Wieso haben Banken das Privileg ewig leben zu dürfen? Kein Klein- und Mittelbetrieb wird vor der Pleite durch den Staat gerettet, wenn er Misswirtschaft baut. Auch keine Person die in einen Privatkonkurs getrieben wird. Da ist man knallhart und zieht die Vernichtung voll durch. Aber wenn es Grosskonzerne sind, dann wird ihnen mit Milliarden und Billionen geholfen, die wir im Endeffekt zahlen. Das ist typisch für den Korporatismus.

7. Grosskonzerne dominieren völlig das politische System. Da sie so viel Macht und Vermögen haben, können sie sich die Politiker und Parteien erkaufen, die ihre Interessen vertreten. Sie finanzieren den Wahlkampf und bekommen dann den Einfluss durch die ihnen hörigen Parlamentarier und Regierungsmitglieder. Es ist mittlerweile die Regel geworden, die Kandidaten die am meisten Wahlkampfspenden bekommen und damit am meisten Wahlwerbung betreiben können, sind auch die welche gewählt werden. Oder Grosskonzerne setzen auf alle Pferde die im Rennen sind, also ist es egal wer gewinnt, sie gehen immer als Sieger hervor.

Es ist zum Beispiel bekannt, der grösste Wahlkampspender für Barack Obama war Goldman Sachs. Und was hat er in den drei Jahren seiner Amstzeit gemacht? Nur die Interessen der Wall Street vertreten. Sie haben Billionen bekommen, aber die Millionen von Hausbesitzer nichts, die mit ihren Hypotheken unter Wasser waren und wegen Zwangsversteigerung auf der Strasse landeten. Sein Finanzminster und seine Wirtschafts- und Finanzberater stammen fast alle aus den Führungsetagen der Grossbanken.

Aber alle Grosskonzerne, egal welche Branche sie angehören, haben ihre Lobbyisten im Einsatz, die mit viel Bestechungsgeldern ausgestatt sind. Die meisten Politiker sind gekauft und helfen aktiv der Konzerndiktatur noch mehr Vermögen anzuhäufen und noch mehr Macht zu erhalten. Ob Rüstung-, Chemie-, Pharma, Energie-, oder Finanzindustrie, sie haben die Parlamentarier in der Tasche. Es werden Gesetze verabschiedet, die nur ihrer Bereicherung dienen. Und wenn die Politiker nicht mehr im Amt sind, dann bekommen sie einen lukrativen Posten in der Wirtschaft und werden "Berater".

Die Aufzählung könnte noch viel weiter gehen. Das Gesundheitssystem wird auch von Grosskonzernen beherrscht, sowie die Agrarwirtschaft, ja mittlerweile wird die elementare Grundversorgung, wie Strassen, Energie, Wasser, Müllabfuhr, Reinigung, sogar die Polizei- und Sicherheitsdienste bis hin zur Armee, von Privatunternehmen erledigt. Das nennt man dann Privatisierung oder Öffentlich-Private Partnerschaft. Es gibt bald keinen Aspekt unseres Lebens mehr, welcher nicht durch Grosskonzerne konrolliert wird. Und wir müssen zahlen, für immer weniger Leistung immer mehr zahlen, denn sie müssen profitabel arbeiten.

Aber es gibt einen Lichtblick. Immer mehr Menschen wachen jetzt auf. Die mittlerweile weltweite Occupy-Bewegung ist ein Zeichen dafür. Immer mehr sind wütend auf das System, mit den Banken an der Spitze. Wir müssen aber realisieren, es ist nicht die Marktwirschaft oder der Kapitalismus an sich, der an der Krise und Ungerechtigkeit schuld ist, sondern weil wir von einer Konzerndikatur beherrscht werden. Ist ja auch logisch. Die Aufgabe eines Konzerns ist immer grösser zu werden und immer mehr Profit zu erwirtschaften. Das ist ihre einzige Aufgabe, egal wie. Konzerne haben kein Gewissen, haben keine gesellschaftliche Verantwortung, und je grösser sie sind, je brutaler gehen sie vor. Und demokratisch sind sie auch nicht.

Konzerne wollen auch keinen freien Markt und keinen Wettbewerb. Sie wollen Monopole und Kartelle und jeder der ihnen im Weg steht wird vernichtet. In Endeffekt wollen sie die Welt beherrschen, den globalen Markt erobern. Länder sind ihnen völlig egal. Sie haben keine Loyalität. Für sie gibt es auch keine Demokratie, das ist nur lässtig und stört. Was sie wollen ist aber nicht das was wir wollen. Deshalb müssen wir die Macht der Konzerne völlig einschränken, sie aufteilen und sogar zerschlagen. Es gab mal Kartellgesetze, nur die sind völlig unwirksam und werden gar nicht mehr richtig angewendet.

Einer der Lehren die man aus der letzten Weltwirtschaftskrise 1933 gezogen hat war, die Aufteilung der Banken in den Investment- und Retailbereich, der Glass-Steagal Act. Man wollte damit die Spareinlagen von dem Spekulationsgeschäft trennen und damit schützen. Was hat aber die Wall Street mit massiver Lobbyarbeit und Bestechungsgeldern erreicht? Bill Clinton hob 1999 das Gesetz auf und die Banken fusionierten, wurden wieder gross und konnten ihr Spielkasino eröffnen, spekulierten mit Geld der Anleger, bis sie alles verloren und gerettet werden mussten. Diese Aufspaltung muss mindestens wieder her.

Aber ein Weg wie wir sofort gegen die Konzerne was unternehmen können ist, sie einfach zu boykottieren. Jeder kann entscheiden wo er sein Geld ausgibt und welche Produkte und Dienstleistungen er nutzt und kauft. Wir müssen sie dort treffen wo es ihnen am meisten schmerzt, im Geldbeutel. Schliesslich sind sie auf uns als Kunden angewiesen. Wenn niemand mehr ihre Produkte kauft, sind sie erledigt. Umgekehrt, die Konzerne haben ihre Macht und Grösse nur bekommen, weil wir ihnen dazu verholfen haben. Also sind wir ja schuld.

Wir haben es in der Hand etwas zu verändern, in dem wir Klein- und Mittelbetriebe in unserer Gegend unterstützen, innovative Firmen fördern und unternehmerisches Handeln gutheissen, also eine echte Markwirtschaft. Es ist der Mittelstand, der die meisten Arbeitsplätze schafft. Die Grosskonzerne wollen Monopole und globales Denken, wir müssen aber lokal denken, dort uns engagieren wo wir Einfluss haben und es uns auch umittelbar betrifft. Sie wollen Zentralisierung, wir wollen Dezentralisierung. Sie wollen eine Diktatur, wir wollen direkte Demokratie und Mitbestimmung.

Die Occupy-Aktivisten haben verstanden, dass unser Wirtschaftssystem von Grund auf ungerecht ist. Völlig richtig. Was aber einige nicht verstehen, sie wollen die bestehende Form des Kollektivismus durch eine andere ersetzen. Nur, das ist nicht die Lösung und nicht durchsetzbar. Was wir benötigen ist eine echte Marktwirtschaft, wo ein fairer Wettbewerb herrscht, wo das Individum und kleine und mittlere Unternehmen florieren und sich entfalten können. Wo die Kontrolle über unser Leben wieder zurück zu uns kommt. Der Trend zu mehr Zentralisierung, ja sogar zu einer globalen Machtausübung, wo Entscheidungen weit weg von uns durch eine nicht gewählte Kabale getroffen werden, muss umgedreht werden.

Die Antwort auf eine gescheiterte Zentralregierung wie die EU ist nicht noch mehr Zentralsierung auf Weltebene. Denn was uns klar sein muss, jede Konzentration von Vermögen und Macht ist eine Bedrohung für unsere Freiheiten und unser Wohlergehen, egal wie der ...ismus heisst.

insgesamt 51 Kommentare:

  1. LinQ sagt:

    Da stimm ich dir 100% zu.
    Wir arbeiten immer länger für immer weniger Geld, das wir dann überwiegend in den Konsum stecken.(Miete/Hypothek, Nahrung, Energie, etc.)
    Wir sind längst versklavt und gucken in unserer spärlichen Freizeit auf unserem 55 Zoller RTL in HD, weil uns eingetrichtert wird, es wäre der Sinn des Lebens. Manchmal gönnen wir uns 1-2 Wochen Urlaub in einer überteuerten Touristenfalle, um danach gestresst wieder dösig zur Arbeit zu gehen. Alle Jahre wieder machen wir 2 Kreuzchen auf dem Wahlzettel, der uns vorgaukelt eine richtige Wahl zu haben. Konzerne legen Profile von uns an, kennen unsere Gewohnheiten, Kontakte, Krankheiten, Hobbies, Kontostand, den Inhalt unserer Festplatten und Lieblingsseiten. Auf Grund dieser Informationen werden Risiko- und Konsumprofile erstellt. Sie sagen uns was wir glauben, kaufen, essen, fahren, lesen, wählen, gucken, und hören sollen
    ALLES
    Ich hab die Nase voll zuzusehen wie sich Banken, Konzerne und Länder um MEIN Geld prügeln, das ständig abgewertet und umgelenkt wird.

  1. MinusMaximus sagt:

    Hallo Freeman,

    sehr guter Artikel. Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht.
    Es ist von zentraler Bedeutung artikulieren zu können gegen was man demonstriert. Sonst steht man bei einer ernst gemeinten Diskussion tsächlich als Trottel dar.

  1. lucy sky sagt:

    „Unter allen Kollektivsystemen genießt eine kleine Elite die meisten Vorteile, während die Mehrheit der Bevölkerung leidet.“

    Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass in unserer westlichen Welt die Mehrheit der Bevölkerung (noch) nicht leidet. Und da liegt der Hund begraben. Den meisten geht es so gut, dass sie das System eben nicht in frage stellen und es somit noch unterstützen, indem sie mit ihrer Lebensweise den Großkonzernen erst zu ihrer Macht verhelfen. Und ich habe auch nicht viel Hoffnung, dass sich da etwas ändern wird, da man von Gewohnheiten eben nicht gerne ablässt. Nehmen wir z.B. mal die Ernaehrung: Die meisten von uns wissen sogar sehr genau, wie ungesund das meiste von dem ,was sie sich täglich reinziehen ist (und bei der Ernaehrung geht es direkt um Ursache und Wirkung), essen es aber weiter. Warum sollte also die große (fernsehverblödete) Masse plötzlich anfangen zu denken, zu verzichten, zu lesen um ein System zu verändern, das ihnen (bisher) zu einem durchaus bequemen Leben verholfen hat? Solange Fußballspiele einen größeren Zulauf haben als Demos, solange sehnlichst auf die neuesten Produkte der Elektronik-Unterhaltung gewartet wird, solange Aldi&co so gute Verkaufszahlen haben, sehe ich schwarz.
    Was haben „wir“ denn zu bieten? Düstere Aussichten, Verzicht, schlaflose Nächte aus Angst vor dem was kommen wird…
    Was will die breite Masse? Wie kann man sie am besten erreichen? Das wissen am sichersten die 1%!!!! Die Mehrheit WILL NICHT AUFWACHEN!!!
    So sehr wir auch versuchen sie zu wecken. Die 1% werden täglich mächtiger.
    Trotzdem dürfen wir nicht aufhören zu reden. Und die Wahrheit muss für alle verständlich gemacht und einfach erklärt werden, damit ALLE verstehen was hier gespielt wird. Und noch was: Wir müssen trotz 1000 verschiedener Ideologien zusammenhalten und uns nicht gegenseitig angreifen, sonst arbeiten wir nur für die Gegenseite.

  1. IrlandsCall sagt:

    Die Theorie vom "freien Mark" ist sehr lückenhaft. Im Grunde ist es nicht mal eine Wissenschaft. Denn der Mensch als Teil des Marktes ist unvollkommen. Die freie Markttheorie geht aber von vollkommenen Märkten aus. Vollkommende Information für alle über Preise und Mengen, vollkommende Mobilität, Rationales Handeln etc. sind Eigenschaften die nicht oder nur eingeschränkt auf die Menschen zutreffen. Wie also soll dann der "freie Markt" funktionieren? Bitte nicht misverstehen, ich will auch keinen Kooperatismus etc. Aber die Menschen müssen sich im Klaren sein, dass wir auch mit unvollkommenden leben müssen. Wenn ich jemandem freie Märkte erklären will spiele ich mit ihm gerne Monopolie, aber mit richtigem Geld :D
    Meiner Meinung nach müssen wir weg von einer Geldwirtschaft, hin zu einer Ressourcenwirtschaft. Und es bedarf eines radikalen Wertewandel und Bewusstseinswandel der Menschen. Aber woher nehmen??

  1. AVIREX sagt:

    Sehr gut beschrieben!!!!
    Und das wir das nicht begreifen oder wahrnehmen, dafür sorgen dann
    die Medien-KONZERNE !
    Als Anschauungsbeispiel wäre vielleicht mal gut, wenn man die Weltgeschichte einfach auf den Kopf stellt.
    Afrika hätte sich als erstes entwickelt, quasi zur "Alten Welt".
    Wir Europäer wären kolonialisiert worden und die sogenannten Kreuzzüge wären vom hochentwickelten Kongo geführt.
    ... naja, nur so ein Gedankenspiel.
    Die westliche Welt denkt eh, sie steht über allem!
    Hauptsache ist, das beim dummen Volk die Flimmerkiste läuft,das Auto gewaschen ist und vor der Arbeit schnell an der Tanke die
    Blödzeitung gekauft wird.
    Von dieser Antriebs- und Interessenlosigkeit unserer Bevölkerung wissen die Eliten.
    Solange die Regale voll sind, wird sich leider nichts ändern.

  1. Skeptiker sagt:

    Ein sehr aufschlussreicher Beitrag des Schweizer Fernsehens, der perfekt zu Freemans Artikel passt

    http://www.videoportal.sf.tv/video?id=660c44fa-b8b3-4cf2-bfc3-9d34b70e9852

    Dauer 25 Minuten

  1. Der 4. Weg sagt:

    Endlich einmal eine klare Sicht der Zustände! Eine gute Zusammenfassung der wirklichen Probleme.

    Es sind die Systeme insgesamt die eine solche Konzentration hervorrufen. Das Geldsystem an vorderster Stelle. Und wenigstens das wurde voll erkannt. Das zweite Übel gleich danach sind die Konzentration der Geldmaschinen, genannt Konzerne. Eine Blutbrüderschaft die, wenn man genau hinschaut sich sogar real bestätigt. (Alles ist in der Hand von ein paar Familien).

    Also, nicht nur Boykott der Banken, sondern auch der Konzerne durch Geld- und Kaufentzug!

    Und dezentrale Systeme fordern. Und dies wird natürlich nicht freiwillig geschehen. Aber denken wir an die 99 zu 1 %.

  1. joggler sagt:

    Sehr guter Artikel, ich möchte nur eben noch daraufhinweisen das die Vernichtung der Mittelklasse das Ultimatieve Ziel dieser Geld - und Wirtschaftspolitik ist. Dann ist es erreicht -viele Arm;, wenige Reich, nichts mehr dazwischen. Deswegen die Desindustriealisierung der grossen Wirtschaftsnationen.
    Das lesen dieses Blogs ist doch immer wieder erfrischend...

  1. Sehr interessant zu lesen-wieder mal ein gelungener Beitrag von Dir-Vielen Dank.ASR ist mit abstand für mich die beste informationsquelle.Meine Augen haben sich in den letzten zwei Jahren weit geöffnet.

  1. Dirty Harry sagt:

    "Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst." (Mahatma Gandhi)

  1. 3DVision sagt:

    Hier sieht man zb die Macht eines Konzerns.Diese Verbrecher zerstoeren auch unsere ganze Natur,vom Regenwald biss zum Meer.
    Bp bekommt wieder gruenes licht zum bohren.
    Einfach unglaublich!

    "Erinnern Sie sich noch an den 20. April 2010? Dort havarierte die Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexico. Damaliger Pächter war BP. Bis heute sind die Schäden nicht beseitigt und die Folgen dramatisch, was die US-Administration nicht daran hindert, BP grünes Licht für weitere Bohrungen im Golf von Mexico zu geben. Wer nicht aus der Vergangenheit lernt, ist dazu verdammt sie zu wiederholen, sagte mal ein schlauer Mann."

    Ja und wir muessen die Rechnung zahlen fuer ihre kriminellen handlungen,ob in der vergangenheit,gegenwart oder in der Zukunft.
    Unsere ganzen Fluesse also binnengewaesser der Eu sind total verseucht mit giftigen substanzen!
    Nicht nur wir leiden unter dem joch dieses korporatismus sondern unsere Natur und Tierwelt auch!



    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/10/21/bp-startet-deepwater-horizon-2-0/

  1. R. sagt:

    Das bedeutet aber nicht dass Kapitalismus plötzlich gut ist, oder? Ich wurde sagen es sind zwei Probleme, der erste dass man innerhalb eine kapitalistische Struktur einen Monster herstellt der teuerer ist als was er produziert (das Okishio-Theorem basiert auf einem geschlossenen logischen System und spiegelt nicht das Verhältniss zwischen Natur u. Kultur - man kann es aber ökologisch bzw. ökonomisch 'regeln', was aber nichts
    bringt wenn das wieder von den Machtmenschen getan wird), u. zweitens dass man den Monster besitzen kann so dass er für 'mich' arbeiten kann wenn ich das mit meiner Macht kriegen kann.
    Allerdings stimmt es genau : Macht u. Geld zusammen ist noch gefährlicher als Macht alleine, nur dass Macht allein wieder zum Geld kommt, oder der Monster ist nicht mehr da LOL :)

  1. Vielen dank Freeman! Dies ist meiner meinung nach der beste artikel den du je geschrieben hast und dass will schon was heissen, immerhin ist die qualität deines blogs allgemein schon sehr hoch.

    Und bitte leute, niemals vergessen:
    Kaufen heisst wählen!

    Meine persönliche Boykottliste:
    - Alle Banken (Ausser Raiffeisen und kantonalbanken)
    - Néstle
    - Sony
    - Apple (Nein, Steve Joebbels war KEIN held)
    - Microsoft (so gut wies geht halt)
    - Blizzard, Activision, Ubisoft, EA
    - viele mehr die mir spontan nicht einfallen.

  1. 0815reader sagt:

    Ganz genau!
    dazu: Mittlerweile hängen so viele Menschen vom Staat oder quasi Staatsbetrieben ab. (Hartz4, Beamte, Bahn, Post, Banken, Großkonzerne)
    über 60% der Deutschen Exporte sind Rüstungsgüter - also auch staatlich gefördert. Riesen Teile der "Freien Wirtschaft" hängen an Subventionen, die in Brüssel beschlossen werden. Wie viele Menschen haben ihr eigenes Glück denn noch selbst in der Hand?
    Wie viele können Ihre Meinung frei äußern?
    Wir sind schon lange im Kommunismus angekommen!
    Das wollen die Kapitalismus-Kritiker einfach nicht begreifen.

  1. likeperfect1 sagt:

    "Was wir benötigen ist eine echte Marktwirtschaft, wo ein fairer Wettbewerb herrscht, wo das Individum und kleine und mittlere Unternehmen florieren und sich entfalten können."
    Das ist doch der Punkt der Verfühtung.
    Viele Grosskonzerne haben mal klein angefangen. Man eröffnet eien 2. Filiale, kauft andere Geschäfte auf, setzt auf billigere Produktion ... ihr kennt den Kreislauf.

  1. Nila sagt:

    wow! super artikel!

    "Die Aufgabe eines Konzerns ist immer grösser zu werden und immer mehr Profit zu erwirtschaften. Das ist ihre einzige Aufgabe, egal wie. Konzerne haben kein Gewissen, haben keine gesellschaftliche Verantwortung, und je grösser sie sind, je brutaler gehen sie vor. Und demokratisch sind sie auch nicht."

    wieso muss ich zwangsläufig an ein krebsgeschwür denken? hat beides die selbe definition :-(

  1. artikulant sagt:

    [#1]
    Und was hat diesen Korporatismus ermöglicht?
    Das war die im Kapitalismus eingebettete freie Marktwirtschaft. Und alles zusammen wiederum ist eingebettet im Zinsgeldsystem.

    Es gibt verschiedene Wahrnehmungen von Kapitalismus. In der mentalitätskritischen Wahrnehmung steht Kapitalismus für ein ausschließlich an einer kapitalistischen Rationalität orientiertes Denken, das auf Profit und die optimierte Verwertung der eingesetzten Produktionsmittel abzielt, ohne dabei Aspekte der Nachhaltigkeit, der Ethik und möglicher sozialer Verwerfungen zu berücksichtigen.
    Prinziepiell ist aber Kapitalismus und Marktwirtschaft gleichzusetzen. John Kenneth Galbraith hat nach dem 2.Weltkrieg den Begriff market system gezielt eingeführt weil capitalism nach der Weltwirtschaftskriese in Misskredit geraten war.

    Dieses System basiert nunmal auf Profitmaximierung und bestmögliches Ausnutzen der Produktionsmittel. Wobei zu den Produktionsmittel alle für den Produktionsprozess benötigten Resourcen zu zählen sind. Also auch "menschliche Resourcen", nämlich die Arbeitssklaven. Warum sonst wird die Personalabteilung "Human Resources" oder HR genannt?

    Wer diese Regeln der Profitmaximierung am Besten beherrscht, kann sich mit diesem Profit dann lästige Konkurenz einfach vom Hals schaffen in dem er sie aufkauft (oder deren Aktienmehrheit). Menschen mit welchen Eigenschaften werden es in diesem Business sehr weit bringen? Genau, Menschen ohne Skrupel, dafür aber mit viel krimineller Energie. Gefördert wird diese kriminelle Energie vom Zinsgeldsystem. Mindestens 90% aller Verbrechen werden m.E. wegen Geld verübt. Dazu gehören auch (oder vor allem) Regierungen, die sich durch Kriege die Recourcen ärmerer Länder untereinander aufteilen, was im Prinzip nichts anderes ist als wenn ein Großkonzern ein kleineres (ärmeres) Unternehmen übernimmt und dann für eigene Zwecke ausnutzt.

    Und wenn es jemand in unserer Gesellschaft "zu etwas bringen" will, dann kann er das eben viel besser ohne Skrupel. Ohne Skrupel läßt sich zB. viel leichter auf Grundnahrungsmittel spekulieren, egal wieviel dann deswegen verhungern müssen. Solche Menschen gelten dann in unserer perversen Gesellschaft als Vorbild, weil Erfolg eben ganz oben in der Werteskala steht.

    Der Physiker und Raketentechniker Hermann Oberth hat es treffend auf den Punkt gebracht als er sagte:
    Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schuft stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen. Daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen, und infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt.

  1. artikulant sagt:

    [#2]
    Somit ist das Entstehen von immer größeren, mächtigeren Konzernen systembedingt und somit ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis nur noch eine Handvoll "global player" übrigbleiben und den Markt dominieren und dieser Markt dann eben kein "Freier Markt" mehr ist.
    Ob das Schwein nun Susi, Zenzi oder Alfred heißt ist m.E. nicht von Bedeutung. Es wird immer ein Schwein bleiben und ne Schweinerei zurücklassen!

    Ich wäre ja anstatt für Kapitalismus, Kommunismus oder meinetwegen auch Korporatismus als System einzig und allein für Humanismus. Dazu ist kein Geldsystem nötig. Ganz im Gegenteil, es wäre ein Garant fürs Versagen von Humanismus als System. Um dieses aber zu verstehen ist ein genereller geistiger Wandel der Masse nötig. Und da hab ich so meine Zweifel. Die Menschheit wird sich vorher selber ausrotten als diesen Wandel zu vollziehen! Und bitte(!), dieser Wandel hat absolut gar nix mit Religionen zu tun. Das heißt nicht, daß ich an nichts glaube. Ich glaub nur nicht an Religionen, die sich im Namen des Glaubens gegenseitig umbringen!

    Darum bin ich hier anderer Meinung: Das Geldsystem ist unser Feind! Eine "echte Marktwirtschaft" mit "fairem Wettbewerb" wie Du sie bevorzugst, wird sich auf Dauer niemals ergeben weil "Wettbewerb" nie wirklich "fair" sein wird weil immer Gewinner und Verlierer daraus resultieren. Ergo wird dieser Wettbewerb immer offen für Manipulation zum eigenen Vorteil sein weil keiner freiwillig der Verlierer sein will.

    Zum Schluß noch meine Definition von Ökonomie, die so sicher nicht in den Lehrbüchern zu finden ist:
    Ökonomie = pseudowissenschaftliches Rechtfertigen von Habgier, Mißgunst und Neid!

    grüazi

  1. bernd sagt:

    Jemand aus Berlin hier anwesend?

    Geht bitte heute Abend zur Bilderberger Show beim Jauch:


    http://daserste.ndr.de/guentherjauch/

    und klärt die Menschen über Schmidt und Steinbrück auf .....evt. unters Publikum mischen wenn machbar und dann....

  1. Der Reporter sagt:

    @ Bernd

    Es gibt ja auch noch das Forum. Vielleicht kommen dort viele als "Gäste" und geben auf BB Hinweise.

    http://www.ndr.de/apps/php/forum/showthread.php?t=54611

  1. Freeman sagt:

    Dann träum mal schön von deinem "humanistischen Menschen", der völlig selbstlos und ohne Belohung funktioniert. Das haben die Kommunisten schon versucht und sind daran gescheitert, weil es widernatürlich ist. Menschen sind nun mal Egoisten und werden nur durch Belohnung motiviert etwas zu tun. Die ganze Natur ist so und ist der Motor der Evolution. Ich erlebe es jeden Tag mit den sogenannten Freiwilligen, die mir am Anfang für die Sache der Aufklärung gratis helfen wollen, aber nach kurzer Zeit mit ihrer Begeisterung nachlassen, aufgeben und verschwinden. Schaffst du umsonst, nur wegen edlen Motiven für die Gesellschaft? Es fühlt sich gleich jeder ausgenutzt, wenn er nichts für seine Leistung bekommt. Ein Geldsystem als Tauschmittel ist nötig, es sind die Exzesse, das man mit Geld Geld verdienen kann, was schlecht ist. Und Markwirtschaft ist gut und funktioniert, nur auch da sind die Extreme schlecht und einzugrenzen. Sogar Bienen werden für ihre Arbeit der Bestäubung durch Nektar belohnt. Ohne dem würden sie keine Blume anfliegen. Wer meint, den Menschen kann man zu einem selbstlosen Wesen umbauen und alle Instinkte unterdrücken und abtrainieren, ist schlimmer als die Elite. Man muss mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie, das gilt auch für den Menschen.

  1. Nicht der Kapitalismus oder die Unternehmen, die NATÜRLICH ein Monopol errichten wollen ist negativ für uns alle, sondern der Staat des es den Unternehmen erst ermöglicht hat diese Monopole zu schaffen, denn der Staat selbst ist ein Monopol. Sogar das gefährlichste Monopol - er spricht nicht nur als letzte Instanz was Recht und was Unrecht ist, er verfügt auch als einziger die Macht alle Entscheidungen mit Gewalt durchzusetzen - auch gegen den Willen der Individuen. Kapitalismus und Marktwirtschaft sind absolut nicht unser Feind. Wenn ich in den Supermarkt gehe oder Klamotten kaufen kann ich 100% selbst entscheiden was ich kaufe oder ob ich überhaupt etwas kaufe. Der Staat lässt mir diese Entscheidung nicht. Er verfügt über die Macht einfach so und natürlich werden die Unternehmen diese Macht versuchen für ihre Zwecke zu nutzen.
    Bitte seid nicht so naiv zu glaube die Unternehmen wären die bösen. Ich hab noch niemals von Starbucks-Truppen auf die Fresse bekommen um es mal salopp auszudrücken.

  1. Gribaldi sagt:

    Exzellenter Artikel!

  1. sascha91 sagt:

    Das Geld als Tauschmittel ist doch eine geniale Erfindung. Das Problem liegt nicht direkt im Geld als Tauschmittel, sondern daran, dass Geld durch Zinsen zu denen fließt, die schon das meiste Geld haben und das alle auf einen möglichst hohen Gewinn aus sind ohne Rücksicht auf Menschen und Natur zu nehmen.

    Es gibt Konzepte um diese Probleme einzudämmen. Mir ist bewussst, dass diese Konzepte nicht sofort alle Probleme lösen würden, aber wären meiner Meinung nach schon ein riesiger Fortschritt.

    Ich kann das nicht so gut und nicht hier in allen Einzelheiten erklären aber informiert euch einfach mal:
    - Fairconomy
    - Humanwirtschaft
    - Freiwirtschat

  1. KPAX sagt:

    WoW ! Endlich mal wieder ein freeman Artikel den ich kopiere und weiterleite,bzw ausdrucke.

    Hab manchmal die Sorge gehabt Freeman wüsste das nicht mehr richtig zu unterscheiden,aber das lag an mir.

  1. kim sagt:

    ein schönes beispiel hierfür ist der milchverarbeiter emmi. ihm haben wir einen grossteil des preiszerfalls beim milchpreis zu verdanken.
    dank seiner grösse ist es ihm möglich den preis für emmentaler käse zu senken, kleinere käsereien gehen so konkurs und werden von emmi übernommen.
    so wächst der konzert unaufhaltsam. irgendwann hat er das monopol auf die die meisten milchproduzenten und diktiert nach belieben den preis wobei die kleinbauern den kürzeren ziehen und sich das gleiche spiel bei den produzenten wiederholt.
    emmi wird jährlich mit 100 millionen sfr steuergeldern unterstützt und importiert zum dank butter, und äpfel für die joghurt, aus dem ausland.
    emmi produkte? für mich ein absolutes NO GO!

  1. tonycat sagt:

    @Freeman: Ebenso, herzlichen Dank für den hervorragenden Artikel!
    @Sascha91 und @all: Yep, das ist ein sofort praktizierbarer Zwischenschritt (oder Fortschritt), "ich bin" z.B. eine von momentan 379 "Akzeptanzstellen" des engelgeld.de (Vereinsinterenes zins- und steuerfreies Tauschmittel und bezahle meine "Gesundheitskasse" mit den Engeln). Was die Faszination des Schweizer politischen Modells angeht: hier herrscht tatsächlich noch mehr oder weniger das Volk durch zahlreiche Volksabstimmungen. Siehe auch Andreas Popp´s Verständnis von Demokratie: "das Dorf herrscht" - lokal kennt man sich und ist auch unmittelbar von den Folgen der lokalen Entscheidungen getroffen (also tut was vor Ort - am besten natürlich mit lokal produzierenden kleineren Unternehmen). Übernational kann eine Demokratie gar nicht herrschen, deswegen nüchtern betrachtet muß die EU (was der gutgläubige darunter versteht) scheitern. Eine "große" Lösung, welche ich auch hier im Blog gefunden habe ist das bandbreitenmodell.de Es löst durch 2 einfache Steuergesetze eine ganze Reihe von Problemen, inkl. Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Zinsen usw. "wir müssen nur wollen", also, was ich den occupy Leuten in den Blog immer reinschreibe: Danke für die Kritik und den enormen Einsatz vor Ort, jetzt aber bitte die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten offen und nüchtern diskutieren (und nicht zensieren und jeden Euro-Kritiker als Rechten Deutschtümmler abkanzeln).

  1. Abu Din sagt:

    Danke Fremann.
    Jetzt haben wir den Feind klar definiert.
    Ich habe mir Gedanken gemacht und du gesucht nach einer Möglichkeit wie wir schnell eine allianz der rechtschafenden bilden können, ich meine egal welches Land, Religion oder was es so gibt, sind wir uns einig darüber was wir wollen. Leben und leben lassen.
    Ich meine die haben sich auch so zusammen geschlossen
    Und die sind 1% und wir?
    Ich Suche das noch raus dann Schicke ich es.

  1. MarKus sagt:

    Ich sehe auf Dauer als wohl einzige sinnvolle Möglichkeit, autarke Gemeinden/Gemeinschaften zu bilden, die sich von dem entarteten Kapitalismus lossagen und "back to the roots" gehen sozusagen. Ähnlich wie es in dem Film "The Village" von M. Night Shyamalan thematisiert wird. Einer der Filme, dessen wirkliche Aussage/Bedeutung ich erst Jahre später richtig verstanden haben.

  1. Freenet sagt:

    >> Umgekehrt, die Konzerne haben ihre Macht und Grösse nur bekommen, weil wir ihnen dazu verholfen haben. Also sind wir ja schuld.

    Wie sagte V: Wer einen Schuldigen sucht, der muss nur in den eigenen Spiegel schauen!

    Tja, stellen wir einfach mal folgende Frage: Wer hier surft mit Linux? Und wer mit Microsoft oder Apple also Produkten solcher Giganten welche die Welt und die Märkte beherrschen?

    Oder mal was anderes: Wer ist Selbstständig und hätte Spass an folgendem Experiment mitzumachen. Ihr überlegt Euch was ihr monatlich an Geldeinnahmen zum Leben braucht. Diesen Wert verlangt Ihr einfach egal wieviel ihr dafür bei Kunden gearbeitet habt. Ihr kalkuliert dann alle gearbeiteten Stunden im Monat gegen diese Lebenserwartung. Ihr ändert also nicht das was ihr pro Monat einnehmt, sondern den Stundensatz. Wenn ihr also viel arbeitet, dann ist der Stundensatz niedrig, ansonsten hoch. Die Monats-Erwartung haltet ihr aber gleich. Wie gefällt Euch das?

    Esst ihr immer mehr obwohl Ihr schon satt seid? Schiesst Ihr immer mehr Büffel ab, obwohl ihr sie als Nahrungsversorgung gar nicht braucht, vernichtet damit aber gezielt die Grundlage anderer schwächerer Elemente, auf deren Ressourcen Ihr es abgesehen habt? Gibt es den Unterschied zwischen einer Monsterpflanze die alles rücksichtslos erstickt und einem Sozialdarwinismus, der aber immer noch im Kontext eines "ökologischen Gleichgewichts" gesehen werden kann?

    Die Frage an Selbstständige hier: Wer wäre bereit seine Lebensbedürfnisse mal zu durchdenken, sich daraus ein Monatsfixum zum Leben zu definieren und dann das Experiment mit dem flexiblen Stundensatz zu machen?

    Keiner? Wirklich keiner? Ich probiere das im nächsten Jahr mal und schaue wie das so ist. Ich habe mir sogar überlegt, ob ich ins Auge fasse, das Monatsfixum immer mehr zu senken nach dem Motto: Was brauche ich WIRKLICH ZUM LEBEN um glücklich zu sein? Eine Pflanze wächst nicht bis zum Mond. Ein biologischer Organismus, der zu wild um sich greift, das ist wie ein Krebs oder eine Plage, das ist eine Krankheit. Gier, Masslosigkeit, in wem steckt das nicht, wenn er sich nicht BEWUSST wird, damit neu umzugehen?

    Dieser Gedankengang zum Monatsfixum wird vermutlich von den meisten als abartig angesehen. Warum? Nur weil wir es immer umgekehrt gewohnt waren, weil es normal ist immer mehr zu wollen? Wie ist wirklich unsere Bedürfnislage?

  1. Freenet sagt:

    Noch etwas: Warum unterliegen die Politiker vermutlich dem Korporatismus?

    Ich denke es ist auch weil alles zu kompliziert wurde. Oder sollen wir eher sagen: Weil das System in dem wir leben es in den letzten Jahrzehnten geschafft hat alles immer komplizierter zu machen, damit so viel Geld wie möglich aus einer "gigantischen Konstrukt" zu ziehen ist. Korporatismus also als ein Wettlauf um eine immer grössere nicht mehr im Kleinen überschaubare Komplexität? Ein Politiker wird nicht einfach sagen: Entschuldigung Leute, aber ich blicke da nicht mehr durch. Er wird einen Berater rufen, sich dem seine Story anhören und am Ende wird er wenn es sich gut anhört diese Linie weiter gehen. Und so steht bei ihm in der Planung was ihm "der Gescheite der Korporation" eingeflüstert hat.

    Wenn wir diese Missstände abbauen wollen, dann müssen wir die Dinge wieder deutlich einfacher für Jedermann bzw. für Menschen mit Allgemeinbildung machen. Nur, was machen wir dann mit der Wirtschaft die ja genau das Gegenteil will? Die will ja GERADE NICHT alles einfacher, sondern am besten jeden Tag alles immer schwerer so dass unweigerlich die TOTALE ABHÄNGIGKEIT aufgebaut wird.

    Lokale Rückbesinnung ist EIN wichtiger Aspekt, ein anderer ist aber auch, dass es wieder einfach und überschaubar werden muss, dass bestimmte viel zu komplizierte Prozesse wieder auf menschliches Niveau zurück gebracht und transparent gestaltet werden. Hier wird immer das Geld so stark betont, dass aber zu komplexe Prozesse das entscheidende manipulative Handwerkszeug der Grosskonzerne ist, vergessen. Denkt einfach mal nach was alles leichter gestaltet werden könnte, was ihr auch "auf einem kleinen Weg" regeln könntet wenn man Euch liesse, wenn Ihr Euch anstrengen würdet!?

  1. MastaFu sagt:

    Daumen hoch!!

    Bitte weiterleiten und viele informieren!

    Am Wochenende hatte ich eine Diskussion mit Freunden über dieses Thema. Es fing mit "Bank Transfer Day" an. Habe bewusst einem bekannten Bankkaufmann-Azubi gefragt, was er davon hält... Hmmm.. Ihm war klar wie dieses System arbeitet. Er findet das System auch nicht toll, dass es so ist, aber ich hatte den Eindruck, dass er sich mit dem System abgefunden hat, weil "es so ist und Einer nichts ändern kann". Deswegen würde er beim BTDay nicht mitmachen. Seine Aussagen waren ungefähr:
    - es müssen Kriege geführt werden, damit die Wirtschaft, Rüstungsindustrie weiterhin existiert und Arbeitsplätze schafft bzw. erhalten bleiben
    - natürlich müssen (afrikanische) Länder ausgebeutet werden, damit ICH mein Auto fahren kann!!
    - Banken dürfen nicht pleite gehen weil too big to fail und die gesamte Weltwirtschaft zum Erliegen kommen würde und weil Unternehmer keine Kredite mehr bekommen würden, um investieren zu können!!

    Also, ein Jahr Ausbildung bei'ner Bank reicht schon, dass man die Realität nicht mehr erkennt und das System durchschaut! Oder ganz einfach kapituliert, weil "es so ist und das System nicht mehr geändert werden kann"! Die Bankster lehren natürlich, dass sie unschuldig sind, dass alles normal ist etc. Also nur die eine Seite der Medaille wird gelehrt und eingetrichtert!

  1. Blogstory sagt:

    Zu diesem sehr guten Artikel muss ich auch mal meinen Senf dazu geben, das wäre doch eine gute Idee, mal einen Aktion zu initiieren:

    OccupyKonzerndiktatur

    ...

  1. матиас sagt:

    Guter Artikel,

    möchte trotzdem noch was ergänzen, weil es trotz der Ausführlichkeit immernoch nicht alles klar geworden ist :/

    Nicht das Privateigentum ist schuld, auch nicht eine darauf basierende Wirtschaft, sondern die vielzu großgewordenen Körperschaften des Wirtschaftsystem. Das neigt jetzt zu Monopolismus bzw. Oligopolismus und das macht gerade den Markt kaputt.

    Als aktuelles Beispiel möchte ich das System in Belarus anführen. Dort sind über 60 (70) % in staatlichen Großbetrieben beschäftigt. Kleine private Firmen werden überbesteuert und an den Abgrund getrieben. Vor dem letzten Stoß hinab, bietet man denen dann einen Platz in der Fabrik zum Hungerlohn an. Das ist der Korporatismus der ersten Art. Beide Arten führen in die Sklaverei.

    Die, welche die Marktwirtschaft abschaffen wollen, ein Europa nach sowjetischer Prägung bevorzugen (also vor allem SPD und Grüne in Brüssel), werden am Ende einem unlösbaren Steuerungsproblem gegenüberstehen, und sich in einer ineffizienten, den Bedürfnissen nicht gerechtwerdenden Wirtschaft wiederfinden. Deshalb ist es besser, auch alle Institutionen der Macht zu zerstören, welche keine demokratische Basis haben (und Lobbyismus erzeugen). Das sind in 1. Linie fast alle europäischen Institutionen.

  1. drdre sagt:

    Das ist völlig richtig, das sind die gesichtslosen Konzerne und Banken die uns durch unsere gewählten Vertreter regieren. Doch sie werden scheitern. Es ist immer irgendwo Sand im Getriebe die den Prozess verlangsamt oder in eine andere Richtung dreht. Da wir nun mal nicht in einer perfekten welt leben und auch leben werden. Nur wenn die Völker schlafen, keinen Druck machen dann wiegen sich diese Leute in Sicherheit. Es möchte bestimmt keiner eines Tages in einer noch so gearteten Diktatur aufwachen. Die Schmerzgrenze der Bevölkerung scheint überschritten. Aber das Einlullen der Mainstream Medien funktioniert bei vielen Menschen immer noch.

  1. Bio sagt:

    Hallo Freeman

    Das ist mal wieder ein sehr sehr guter Artikel den ich gerne wieder weiterempfehle.
    Genau das was du hier beschreibst stört mich an linken Gruppierungen, sie suchen das Problem am falschen Ort und die Lösung ist dann meist immer noch mehr Staat, noch mehr Zentralisierung.

    Vielen Dank für den Artikel

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
  1. Gustav sagt:

    Teil 1

    Deine Kommentare sind immer so erfrischend ehrlich und tiefgründig, ein Gefühl wie wenn ich das Fenster zum Lüften aufmache. Da entweicht doch dieser gesellschaftliche Mief, der sich aus den vielen Lügen ergeben hat.

    Wenn wir in den Himmel kommen wollen, dann muss die Seele leicht sein wie eine Feder. Und dieser alte Mief passt nun einmal nicht zu einer leichten Seele. Auch alle Gedanken, die uns beschweren, sollten wir entweichen lassen, quasi auslüften. Aber dabei sollte man aufpassen, dass man nicht in eine Scheinwelt abdriftet.

    Ein realistisches Weltbild sollte man haben, sachlich und ehrlich, konsequent die Welt heil machen, also heilen, aber sich dabei nicht das Gemüt beschweren lassen. Gewiss, das ist leichter gesagt als getan. Aber Menschen mit einem negativen Gemüt haben die Welt noch nie besser gemacht.

    Was Du hier beschreibst Freeman, sind die Auswüchse des so genannten "Monopol-Kapitalismus", Jean Ziegler nennt es auch den "Raubtier-Kapitalismus". Oder wie wäre es mit dem "Freeman-ismus"? Sicher, keiner dieser Ismen wird die Welt retten können, aber es gibt gewiss manche Ismen, die den Niedergang der Welt noch beträchtlich beschleunigen können.

    Vielleicht sollte man auch einmal über den Merkantilismus des 16. bis zum 18. Jahrhunderts nachdenken - jenes System hatte uns jedenfalls weit mehr Stabilität beschert, als der gegenwärtige Saftladen. Der ganze Profit- und Wachstums-Wahn sollte auch gründlich überdacht werden. Bekanntlich wachsen Krebsgeschwüre auch immer weiter, bis sie schliesslich den Wirt töten, und der Krebs selbst an seiner Gier zugrunde geht.

    Mit dieser Occupy-Bewegung sollte man etwas aufpassen. Ganz nach der bei der Elite so beliebten Methode von "Pressure from above, pressure from below" will man diese Bewegung dazu missbrauchen, um die Pläne der Elite eine Weltdiktatur zu etablieren, zu beschleunigen. Selbstverständlich ist geplant jene Diktatur als eine "Demokratie" zu bezeichnen, so wie ja auch die EU als eine Demokratie bezeichnet wird.

    So wie zwischen den beiden Backen einer hydraulischen Presse, so soll die Elite "von oben" und diese Occupy-Bewegung "von unten" die bürgerliche Mitte in die Zange nehmen, und langsam aber stetig zerquetschen. Die Kommunisten hatten uns ja gezeigt, wie so etwas funktioniert.

    Genau das ist auch der Grund, warum die kapitalistische Elite in den USA damals Linksradikale unterstützt hatte, und bekanntlich war ja auch den Freimaurer Lenin von westlichen Bankern mit reichlich Kapital ausgestattet worden, um seine Revolution zu finanzieren.

    Was wir brauchen sind ganz sicher keine Welt-Institute, wie die Rothschild-UNO, die Rothschild-Weltbank, der Rothschild-IWF, oder der Rothschild-CFR und die Rothschild-FED.

    Je mehr Macht man der Elite gibt, desto mehr Schaden werden sie auch anrichten. Wir müssen vielmehr wieder zu unseren Wurzeln zurückfinden, das fördern, was sich in der Praxis viele Jahre oder Jahrzehnte lang bewährt hat, und das zurückdrängen, was sich eindeutig nicht bewährt hat.

  1. Gustav sagt:

    Teil 2

    Das Schweizer Modell des Föderalismus und der basis-demokratischen Mitbestimmung hat sich zweifellos sehr bewährt, und wäre die Occupy-Bewegung wirklich ehrlich, so würde sie sich am Schweizer Modell orientieren und entsprechende Forderungen stellen:

    Mehr nationale Souveränität, kleinere Staaten, kleinere Konzerne, kleinere Banken, mehr Mitbestimmung, mehr Dezentralisierung, keine Kartelle, keine internationalen mafiösen Finanz-Strukturen, keine Weltbank, keine Weltwährung, keine UNO, die doch nur Kriege legitimiert, keine Weltreligion, keine Weltkartelle getarnt als gutmütige Organisationen, keine Weltarmee, keine Weltjustiz, keine Weltpropaganda durch Welt-Medienkonzerne.

    Gewiss ist die Elite gerade dabei das helvetische Modell zu demontieren, um dann behaupten zu können es funktioniere eben nicht, dabei sind sie es selbst, die es am funktionieren hindern wollen.

    Man stelle sich eine globale EU vor, mit einer Weltsteuer, neben der EU-Steuer, neben der Bundessteuer und der Ländersteuer, und daneben auch noch eine globale NATO, die jeden bürgerlich-demokratischen Widerstand im Keim ersticken soll - eine echte Horror-Vision.

    Nach dem bewährten elitären Schema von "Problem, Reaktion, Lösung" hatte man die Bankenkrise inszeniert, also das "Problem", um so eine "Reaktion" provozieren zu können, und die Reaktion nennt sich Occupy-Bewegung, eine Bewegung, die man dann vereinnahmt, um ihr entsprechende Forderungen in den Mund zu legen, Forderungen, die dann exakt den von der Elite lange angepriesen "Lösung" münden sollen.

    Man könnte diesen Vorgang im Rückblick auf historische Ereignisse auch als die "Endlösung des Bürgertums" bezeichnen, und mit ihr werden dann selbstverständlich auch sämtliche bürgerlichen Grundrechte verschwinden, was auch der Grund ist, warum das Bürgertum beseitigt werden soll. Stalin hatte bekanntlich über 30 Millionen Russen ermordet, und diese getöteten Russen das waren die Intellektuellen und die Bürgerlichen.

    Die Lösung, die eine gute Lösung wäre ist jedoch ganz einfach: Es müssen einfach nur die richtigen Forderung gestellt werden, also solche, die der Elite absolut nicht in den Kram passen. Fast könnte man kontra-psychologisch operieren: Je mehr eine Forderung die Elite ärgert, desto besser für uns. Nur Lösungsvorschläge, die bei der Elite auf erbitterten Widerstand stossen werden, sind vertrauenswürdig. Wenn diese Elite eine Forderung gutheisst, dann kann sie nur destruktiv sein.

    So long.

  1. Weltkrise sagt:

    USA möchte sich aus Irak bis ende 2011 abziehen , da sie keine Immunität mehr bekommen.

    Kannst du nochmal dein Artikel reinstellen , von wegen , das es dort eher private Armeern,Söldner ( 100.000 mann) noch da sind !!!!

  1. Guy Fawkes sagt:

    Was soll man dem noch hinzufügen! So ist die momentane Realität in der wir Leben! Wollen wir Alle das wirklich?

  1. Freenet sagt:

    Jeder kann in dem Bereich in dem er arbeitet dafür sorgen, dass es besser wird, indem er mehr Glasnost (Offenheit, Transparenz) schafft. Ich denke, dass eine der Strukturen der Macht die Verhinderung des Wissenstransfers von Oben nach Unten ist. Wir sollten alle in unserem Bereich daran arbeiten, dass auch die Kleinen, die Studenten, diejenigen die Nachrücken immer gut informiert sind. Ich weiss, dass viele in den höheren Führungsetagen Angst haben, dass Offenheit ihre Position bedrohen könnte. Nun, wenn man wirklich was kann, dann nicht. Wenn man aber "die Stufen raufgefallen ist", dann ist man natürlich durch mehr Transparenz in seiner Position bedroht. Ich will damit sagen: So ist es im Kleinen und im Grossen ist es auch nicht anders. Man sollte in bestimmte Dinge nicht zu viel hineininterpretieren. Man kann einfach schauen wie es im Kleinen ist und überträgt diese Erfahrungen nach oben. Eigentlich wird dann schon viel mehr klar: Positionen die hätten nie von der fachlichen Qualifikation besetzt werden dürfen, Wissenstransfer von externen Kreisen, was nach aussen hin dann wie eine Korruption aussieht. Nur, wie definiert man einen Politiker, der nicht nur gewählt ist, sondern auch in dem Bereich in dem er politisch tätig ist wirklich was auf dem Kasten hat? Schäuble war gestern Innenminister, morgen ist er Finanzminister? Sorry, will mir hier jemand erklären, dass er in beiden Themen den Durchblick hat? Ist er ein verkanntes Genie oder beruft er sich nicht vielmehr in dem was er DAMALS als Innenminister tat, genauso wie HEUTE in dem was er als Finanzminister tut, insgeheim auf entsprechende Kreise im Hintergrund, sog. "Fachleute". Wer sind denn diese hochkarätigen Fachleute die unseren Volksvertretern das Textbook schreiben, haben wir als Volk nicht das Recht die "Inanspruchnahme solcher Beratungsleistungen durch unsere Volksvertreter" transparent zu erfahren?

    Glasnost, Offenheit und Transparenz, das war die Grundlage von Perestroika, der Erneuerung. Und so ist es im Westen auch! Ohne Transparenz dem Volk gegenüber wird es keine westliche Perestroika geben!

  1. Visiongold sagt:

    Für direkte Mitbestimmung statt Korporatismus mit Zentralisierung!
    So einfach umzusetzen, wenn
    1. niemand sich an die Doppel-Moral der Religionen hält.
    2. Privatbesitz nur "Selbst"-bewusst gelebt wird

    Tja aber noch sind 95% im Gruppenbewusstsein also fremdbestimmt und über 85% Linke-Gehirnhälften-Nutzer (ohne Zugang zur rechten Hemisphäre) - da wird so schnell nichts draus, oder?

    Da hilft wohl nur eine "Natur-Katastrophe" a la Japan damit die Menschen sich wieder geldunmoralisch verhalten?

  1. alaus sagt:

    Der Vatikan lässt die Maske fallen, fordert eine Weltzentralbank + Währung.

    http://www.reuters.com/article/2011/10/24/idUS264245887020111024

    Bald wird immer sichtbarer was lange Zeit nur Wenige wussten. Dass unsere Welt und das gesamte Finanzsystem von den Jesuiten / SMOM regiert wird. Seit hunderten von Jahren.
    Die Warnung kommt gleich mit, falls wir ihrer Forderung nicht folgen sollten: GEWALT. Was allerdings im Artikel von REUTERS (= Rothschild = Jesuit) verschwiegen wird, ist dass die Gewalt von IHNEN ausgehen wird....

    Craig Oxley und Eric Jon Phelps(führende Aufdecker der heimlichen Jesuiten-Mafia) haben genau dieses Szenario seit Jahren vorausgesagt.

  1. Sven sagt:

    Was ich mich heut allerdings gefragt hab, was passiert wenn Banken alle pleite gehen? Mein Geld wird verfallen.. und dann? Was passiert dann? Welche Form ist die Richtige? Wie kann eine Welt ohne Geld funktionieren? Wieder Bauer werden und auf eins spezialisieren?

  1. Was können wir dagegen tun?
    Ich bin einer von 7 Milliarden!
    1% kontrolliert, 99 % folgen.
    Das heisst 6'930'000'000 folgen. Von denen sind gerade Mal 10% aufgewacht also 693'000 Menschen verteilt auf der ganzen Welt mit verschiedenen Sprachen, Religionen, Weltanschaungen, Wertvorstellungen, Ideologien, Schicksalen, Geschichten und was auch immer noch verschieden ist. Der Rest hat genauso viele Unterschiede und es bekämpfen sich alle gegenseitig. Die ganze Jugend ist gesplittet und aufgewachsen mit der Angst vom "Fremden". Es gib nur das, was sie für richtig halten. Der Rest ist Müll...

    Es funktioniert wunderbar für die Konzerne nach der Taktik "Teile und Herrsche"

    mein Tipp: Panokratie! Ein wirklich gutes Buch gratis im Internet zu lesen. Analysiert genau diese Probleme, die wir jetzt haben schon in den 90er Jahren. Wäre es doch nur so wie dort beschrieben...

  1. Petra Raab sagt:

    Es gibt genau zwei Wahlmöglichkeiten die der Mensch hat

    1. Man öffnet der Gier Tür und Tor und nennt es dann "Freiheit"

    2. Man schränkt die Gier und den
    damit verbundenen Machtwahn von einzelnen Individuen ein und nennt
    es dann Freiheit

    Ohne Eliten keinen Machtmissbrauch

    http://www.youtube.com/watch?v=DfoxD0M0fSw

  1. Die freie Marktwirtschaft führt zwangsläufig irgendwann zu monopolistischen Kapitalismus, so fern sie wirklich einigermaßen frei ist.
    Da braucht man sich nichts vorzumachen.

    Das jetzige Zustand ist bloß der bisherige Auswuchs der freien Marktwirtschaft.

    Selbst Marx hat schon vor fast 200 Jahren voraus gesagt,
    dass eine freie Marktwirtschaft letzlich in einem monopolistischen Kapitalismus endet.

  1. newy123 sagt:

    Ist gut wenn wir einmal erkennen, wo der Zug hingeht. Allerdings kam es erst zu dieser Bewusstseinsfindung, als wir von der Krise betroffen waren.
    In der ganzen Diskussion, die sich in den Internetforen abspielt geht es um die Ungerechtigkeit, die jetzt auch uns trifft.
    In den letzten Jahrhunderten hat Europa und die USA immer davon profitiert Länder der 3ten Welt auszubeuten. Ob Rohstoffe oder Manpower. Wir haben sehr gut damit gelebt, und uns ab und zu das Mäntelchen der Gutherzigkeit (Eintwicklungshilfe) umgehängt. Heute sind wir dran, also liebe Leute wenn Ihr das nächste Mal einkaufen geht, denkt mal darüber nach woher das Produkt stammt, und unter welchen Bedingungen es produziert wurde.
    Ja auch ich habe ein Mobiltelefon, dass aus China stammt. Es geht mir nur darum, dass wir endlich erkennen müssen, dass wir bisher auf Kosten anderer unseren Wohlstand aufgebaut haben.

  1. dazu die ausgezeichnete doku "the corporation"!