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Gates - US-Intervention in Syrien ist ein Fehler

Sonntag, 12. Mai 2013 , von Freeman um 20:00

Der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert Gates hat vor einer militärischen Intervention der USA in Syrien gewarnt. Gates sagte in einem Interview mit dem TV-Sender CBS am Sonntag, eine militärische Einmischung in Syrien wäre ein "Fehler" und der Ausgang würde unberechenbar und sehr schmutzig werden.


"Ich dachte es war ein Fehler in Libyen und ich denke es ist ein Fehler in Syrien, sogar wenn wir stärker in Syrien vor einem Jahr oder vor sechs Monaten interveniert hätten. Wir überschätzen unsere Fähigkeit den Ausgang zu bestimmen," sagte Gates.

Seine Aussage kommt als Gegenmeinung zu der von einigen Senatoren, die unbedingt Obama zu einer Intervention in Syrien drängen, statt die Terroristen mit Waffen zu beliefern. Offiziell bekommen sie bis jetzt "nur" finanzielle Unterstützung plus Geheimdienstinformationen von Washington, während die US-Alliierten in der Region sie mit Waffen beliefern.

Es ist immer wieder interessant wie Ehemalige in hohen Positionen erst wenn sie nicht mehr an der Macht sind und nichts mehr zu sagen haben mit der Wahrheit rausrücken und eine vernünftige Meinung äussern. Warum tun sie es nicht als sie noch was ändern konnten? Jetzt ist Gates Rentner und Zivilist und was er sagt ist unerheblich.

Als Verteidigungsminister hat er 2011 die Vereinigten Staaten an dem von der NATO geführten Krieg gegen Libyen um Muammar Gaddafi zu stürzen teilnehmen lassen und Tausende Bombenangriffe genehmigt. Wieder ein gehorsamer Befehlsempfänger der im Nachhinein zugibt er hat gegen seine eigene Meinung gehandelt.

Auf die Frage, was er als die grösste Bedrohung für die Vereinigten Staaten betrachtet, sagte Gates, es ist die Unfähigkeit der politischen Führer beider Parteien die drängenden Probleme des Landes langfristig zu lösen. Nämlich das Staatsdefizit, Staatsausgaben, Rentenansprüche, Migration, Ausbildung und Infrastruktur. Wenn die Politiker das nicht in den Griff kriegen, dann ist die USA in echten Schwierigkeiten, meint Gates.

Ist es nicht bezeichnend, der ehemalige Verteidigungsminister sagt, es gibt keine äussere Bedrohung von Terroristen oder von Nordkorea oder vom Iran, was uns aber ständig erzählt wird, sondern die Bedrohung kommt von innen, von Politikern die keine Probleme lösen und nur an sich denken.



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Hier ist eine gute Frage. In wie vielen Ländern führt die USA zurzeit einen Krieg? Ob direkt oder durch einen Stellvertreter oder in dem es heimlich durch Spezialkräfte einen durchführt.

Die Antwort lautet: In 74 Ländern!!!

Ja da staunt der Laie, aber es ist so. Laut der Webseite von US Central Command (CENTCOM) sind die Soldaten dieses Kommandos in 20 Ländern in Kampfhandlungen aktiv. US Africa Command (AFRICOM) mit Hauptquartier in Stuttgart hat Militäraktivitäten in 54 Ländern. Nicht dazugezählt und teilweise überlappend sind die geheimen Kriege der CIA die gezielt Menschen mit Drohnen aus der Luft ermordet und des Joint Special Operations Command (JSOC) die mit Sondereinheiten wie den NavySEALS Mordanschläge verüben.

Dazu kommt der Krieg gegen Drogen der in Mittel- und Südamerika militärisch geführt wird und der Cyberkrieg zum Beispiel gegen China. Den Wirtschaftskrieg mit Sanktionen kann man auch dazurechnen. Das schlimme daran ist, die Wahrnehmung in der Bevölkerung der meisten westlichen Ländern ist völlig anders. Die Propaganda vermittelt die Lüge, die Vereinigten Staaten sind friedlich. Dabei ist die ganze Welt für Washington ein Schlachtfeld. Insgesamt hat die USA seit dem II. Weltkrieg 20 Millionen Menschen direkt oder indirekt getötet.

insgesamt 8 Kommentare:

  1. butek777 sagt:

    Wollte hier kurz die "Käpfer für Freiheit und Demokratie" gegen das "Assad-Regime" in Syrien zeigen.
    ...schneidet das Herz eines Toten Soldten heraus und beisst drauf.
    ab 21J.
    Sind das Menschen?

    Überschrift übersetzt:
    Demokratie, Euro-Normen, und dessen Pioniere.

    http://www.youtube.com/watch?v=I1gZlcwCoSc

  1. Guten Morgen Freman,

    dein Artikel, so "negativ" er klingen mag, zeigt eher in meinen Augen, dass das US-System allmählich am zusammenstürzen ist.

    Du behauptest, das "Jetzt (ist) Gates Rentner und Zivilist und was er sagt ist unerheblich."
    Und ich sage au contraire mon ami.
    Warum?

    Genau diese "Zivilisten" sind jene, die die bewußt schlafen gelegte Bevölkerung aufwecken und den "Wahrheitsuchenden" noch mehr Munition geben.

    Eine Unzahl an ehemaligen CIA, NSA, hochrangiger Militär, Kongress Abgeordnete und Senatoren klären auf und kämpfen und sterben an vordester Front.

    Alleine der Gedanke dass jeder dritte in den Staaten an eine zukünftige zweite Revolution glaubt, und Bundesländer ihre Souveränität wieder entdecken und vermehrt Gesetze erlassen, die gegen washingtoner Interessen angehen, zeigt deutlichst, dass die Beeinflussung seiten des omnipotenten Staates an Macht verliert.

    Folglich, wenn ein Herr Gates in der Öffentlichkeit sich ktitisch äußert, ist es für einge "nur" ein Interview, aber für den Kampf gegen die -Schattenregierung- ist dies ein zusätzlicher Sargnagel.

    Darüber hinaus fangen auch hier in Deutschland die kritischen Stimmen an Gewicht zugewinnen.
    Die Massenmedien im Print und TV bereich verlieren stetig an Zuschauer.
    Der bilderberger Steinbrück (SPD) schafft es nicht aus den negativ Schlagzeilen rauszukommen. Die bilderbergerin Merkel mutiert öffentlich zur Teflon-Kanzlerin. Und die "Grünen" verlieren an Glaubwürdigkeit.
    Egal wie die BTW in Deutschland ausgeht, das Fundament auf dem diese Farce-Demokratie gebaut wurde, fängt an zu brökeln.

    Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut, daher üben wir ein wenig Gedult und setzen mit unseren nervigen Fragen und Kritik weitere Stachel in das System.
    Je mehr die Menschen an Wissen erfahren um so mehr wächst der Zweifel an das vorherrschende System.

  1. Eckart sagt:

    Dieser ehemalige Kriegsminister spricht heute so „frei“ , weil er inzwischen sehr kalte Füße bekommen hat was die Leistungsfähigkeit der Amistreitmacht anbelangt. Er weiß sehr gut, dass diese seit Jahren von innen her verfault. Schon während seiner Amtszeit mußte er z.B. 2008 den für die Luftwaffe verantwortlichen Staatssekretär Michael Wynne entlassen, und das zieht sich bis heute so fort. Kürzlich wurde 18 wichtige Offiziere auf dem Atomraketen Startplatz Minot suspendiert. Sie waren offenbar von dem Parasit befallen, den Freeman unlängst so schön umschrieben hat.

    Die westlichen Kriegstreiber haben zwischenzeitlich alle kalte Füße bekommen, denn die Geister die da in Syrien aus der Flasche entwichen sind, sind nicht mehr an der Leine.
    Dieses „osmanische Levante Gebräu“ jagt den Herren Angst ein.

  1. Karl F sagt:

    Ron Paul wusste schon damals von was er sprach!

    https://www.youtube.com/watch?v=XKfuS6gfxPY

  1. Ella sagt:

    Gates hat jetzt gut reden, nachdem er erst in der Bush administration seit 2006 taetig war und dann nahtlos von Obama, obwohl Reptoratte, als Defense Secretary uebernommen wurde. Auch scheint er gerade noch vor Benghazi die "Kurve" gekriegt zu zu haben. bzw. abgedankt zu haben.

    Er ist auch kein Saulus der zum Paulus wurde wie z.b. Paul Craig Roberts, der Vizefinanzminister in der Reagan administration war.

    Er hat als Kanzler des William und Mary colleges, das vergleichbar mit Harvard ist, einen lukrativen Posten erhalten und wird weiterhin grossen Einfluss auf den Nachwuchs der Elite haben.

    Ein unabhaengies Council zum Iran-Contra Skandal, kam 1993 zu dem Schluss, dass Gates eng mit einigen relvanten "Figuren" des Skandals zu tun und war in einer Postion, in dem er von den Aktivitaeten gewusst hatte.

    Was er ueber das Rentensystem,nationale Schulden, Arbeitslosigkeit ec. sagt ist doch inzwischen allgemein bekannt und wird hier in den BS Medien auch staendig wiedergekaut.

    Das die Amerikaner gegen neue Kriegseinsaetze ihrer Armee sind ist auch bekannt.

    Nun was IHm zu Gute zu halten ist,
    dass er zugibt, dass es keine Terrorismus Gefahr von aussen gibt und dass auch oeffentlich auessert.
    Doch das wirkliche Problem, naehmlich die federal Judges, House und congress Politker, Presidentenberater mit dem Doppelpass spricht auch er nicht an.


    Ist nichts Neues, wenn einer vor kurzem veroeffentlichten Umfrage sagten die Befragten, dass sie mehr Angst vor ihrer Fed Regierung als vor Terroristen haetten und inzwischen 45% sind nicht bereit mehr Einschraenkungen ihrer Freiheit hinzunehmen.

    www.washingtonblog.com/2013/04/ multiple-polls-americans-are more-afraid-of-the-government-then-terrorists/

    www.reddit.com/politis/comments/1dc286/multiple_polls_americans_more_afraid_of_the_government_than_terrorists?

    Soweit sind die Deutschen noch nicht, die vertrauen mehrheitlich immer noch den Nieten in ihrem Parlament.


    @Eckhart :
    Das scheint nicht dass erste Problem mit Wachmannschaften bzw. Offizieren von Atommeilern zu sein.
    Die langweilen sich da ohne Ende, sind in "Dead End" Carriers und einige flogen in frueheren Vorfaellen, wegen Drogen und Alkoholmissbrauch im Dienst.

    Es ist eher ein Wunder, dass bis heute nichts groesseres wie z.B. ein Fehlstart/Angriff passiert ist.

    Es ist eher ein Wunder





  1. @ Eckart

    Ach, von "kalten Füßen" würde ich nicht reden.
    Ella hat einige Punkte schon angesprochen.
    Fakt ist seit Boston, wachen jetzt auch die letzten liberalen US-Bürger auf und merken, dass mit ihren Obama, sich ein Parasit in ihr Fell fest gesetzt hat.
    Und was hier kaum medialen Anklang findet, aber in der USA Schlagzeilen macht ist der Benganzi Vorfall. Und da sieht es für die US-Obama-Regierung nicht gut aus.

    Die US-Regierung ist Buchstäblich im Arsch.
    Die syrische Bevölkerung will sich nicht befreien lassen, die US-Pitbulls der israelischen und türkischen Regierungen drehen durch, und obendrein haben auch diese probleme mit ihrer nicht willigen Bevölkerung.
    China und Russland sind unberechnbar.
    Die EU, naja ist bekannt.
    Und so weiter...

    Die -New World Order- hängt ihrem gewünschten Termin hinterher.
    Trotz dem künstlich produzierten CHAOS, nach hegelianischen Manier, liegt die natürliche Ordnung noch in Führung.

    Und daher ist schnurzpiep egal ob ein Ex-Regierungsangestellter während seiner Amtszeit dieses oder jenes getan hat.
    Es geht um die Wahrheit und um das JETZT und HIER.
    Und je mehr sich ihrer Altlasten entledigen, um so mehr verliert das Dunkle an Macht.

  1. Eckart sagt:

    @ Ella und @ Dasy Schmidt
    Was ihr beide schreibt ist absolut richtig – dagegen ist mein Hinweis auf die Moral der Truppe eher von geringerer Bedeutung. Ich glaube jedoch, dass die Führung schon erkennt, dass auf dem Sektor der Einsatzbereitschaft einiges nicht mehr stimmt. Denn wenn zwischenzeitlich mehr heimgekehrte Soldaten Suizid begangen haben, als in der Kampfzone gestorben sind, - dann ist da schon etwas ober faul. ( Wir wissen ja, dass die Amis nur die Toten als Gefallene zählen, die unmittelbar auf dem Schlachtfeld gestorben sind)

    Diese gedrückte Stimmung findet man augenscheinlich in der breiten Bevölkerung der USA zwischenzeitlich vor. Von Stimmungswandel kann man allerdings noch nicht reden.

    Und dann ist da noch der hochkochende Fall „ Benghazi „ - da steckt Zündstoff drin. Wir werden davon noch mehr hören, als uns vielleicht angenehm ist.

  1. butek777 sagt:

    Bezüglich meines des Ersten Kommentars, ganz Oben.

    Diesmal konnte "Human rights watch" die Augen wegen der Brutalität nicht verschließen, wie sie es meistens tun, und musste sich äußern bezüglich des Videos wo ein Terrorist (sorry, Kämpfer für die Freiheit des Syrischen Volkes und des Friedens auf der Welt) das Herz eines Soldaten herausschneidet.

    http://www.hrw.org/news/2013/05/13/syria-brigade-fighting-homs-implicated-atrocities

    Betreffendes Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=I1gZlcwCoSc