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Bill Clinton gibt zu, die Finanzkrise ist sein Fehler

Sonntag, 18. April 2010 , von Freeman um 15:06

In einem Interview mit ABC News sagt der ehemalige Präsident: Rubin und Summers gaben ihm den falschen Rat, was die Derivate betrifft, und er machte den Fehler diesen anzunehmen.

In verschiedenen Artikeln über die Ursache der Finanzkrise habe ich mehrmals aufgezeigt, die Hauptursache der Finanzkrise war die Aufhebung des Glass-Steagall Act durch Ex-Fed-Chef Greenspan und Präsident Clinton im Jahre 1999, wodurch die Trennung von Investmentbanken und Geschäftsbanken aufgehoben wurde, was als Lehre aus der letzten Weltwirtschaftskrise im Jahre 1932 eingeführt wurde. Man hat die Lehren aus der Vergangenheit als nicht mehr notwendig angesehen und dadurch wiederholte sich die Geschichte. Siehe hier.

In einem Interview der ABC News hat der Journalist, Jake Tapper, Bill Clinton gefragt, ob er denke, er hätte einen schlechten Rat, was die Regulierung der komplexen Finanzinstrumente genannt Derivative vom seinen ehemaligen Finanzministern Robert Rubin und Larry Summers betrifft, erhalten. Er bestätigte, dass sie alle drei falsch lagen was die Derivative betrifft.

Was die Derivative betrifft, ja ich glaube sie lagen falsch und ich glaube es war falsch von mir diesen (ihren Rat) anzunehmen, weil das Argument über Derivative war, diese Sachen sind teuer und ausgeklügelt und nur eine Handvoll an Investoren würden sie kaufen und sie benötigen keinen besonderen Schutz und zusätzliche Transparenz. Das Geld, dass sie aufbringen, garantiert ihnen Transparenz,“ erzählte Clinton.

Und der Fehler in diesem Argument war,“ fügte Clinton hinzu, “manchmal treffen Leute mit viel Geld idiotische Entscheidungen und machen diese ohne Transparenz.

Der ehemalige Präsident sagte auch, er hätte die Konsequenzen des Absturzes des Derivate-Marktes falsch eingeschätzt. „Der grösste Fehler war, sogar wenn weniger als 1 Prozent der gesamten Investorengruppe im Derivate-Markt involviert ist, so viel Geld daran beteiligt war, dass wenn es schlecht läuft, könnte es 100 Prozent der Investitionen betreffen und tatsächlich 100 Prozent der Bevölkerung in den Ländern, nicht die Investoren, und ich lag falsch darin.

Durch die Deregulierung des Finanzmarktes, die Bill Clinton 1999 mit seiner Unterschrift ermöglichte, begann die wilde und ungehinderte Spekulation durch die Grossbanken. Daraus resultierte die Technologieblase die 2001 platzte und die Hypothekenblase 2007, die uns die jetzige Weltfinanzkrise beschärt.

Selbstverständlich schiebt Clinton die Verantwortung auf seinen Nachfolger, in dem er sagte, die Bush-Regierung wäre an der Reduzierung der Überwachung der Finanzindustrie schuld. „Ich glaube was passierte war, die SEC und der ganze Regulierungsapparat wurde einfach fallen gelassen, nach dem ich das Amt verlies.

Clinton sagte, ein Grossteil des finanziellen Blutbades hätte man dadurch vermeiden können, wenn man seinen eingesetzten Überwacher weiter im Amt belassen hätte. „Ich glaube, wenn Arthur Levitt seine Arbeit bei der SEC weiter gemacht hätte, mein letzter SEC-Kommissar, dann wäre ein enormer Teil von dem was wir in den letzten acht oder neun Jahren durchgemacht haben nicht passiert.

Clinton sagte, er bedauere die Derivative nicht reguliert zu haben, aber die Republikaner hätten dem sowieso im Weg gestanden. „Jetzt, ich glaube wenn ich versucht hätte diese zu regulieren, da die Republikaner die Mehrheit im Kongress hatten, hätten sie es aufgehalten. Aber ich wünschte ich wäre beim Versuch ausgeschieden. Ich meine, dass war der Fehler den ich gemacht habe.

Ignoriert die unverschämte Werbung vorher und guckt euch das Interview an:


Kommentar: Ist ja „nett“, wenn Bill Clinton jetzt Reue zeigt und seinen Fehler zugibt, nur, so scheinheilig braucht er nicht zu tun. Das Ganze wurde im vollen Bewusstsein über die Konsequenzen gemacht und eine Wiederholung der Finanzkrise von 1930 war vorherzusehen.

Wall Street und die Finanzoligarchen, welche die Fed kontrollieren, haben damals Greenspan extra als ihren Vollstrecker und als Chef der Zentralbank eingesetzt und 100 Millionen Dollar für Lobby-Arbeit ausgegeben, um alle Politiker für die Aufhebung des Glass-Steagall Acts rumzukriegen. Sie wurden alle bestochen es zu genehmigen. Bill Clinton ist als damaliger Präsident der oberste Verantwortliche für den Zusammenbruch des ganzen Finanzmarktes. Ohne seine Unterschrift unter dem Aufhebungsgesetz wäre die Katastrophe nicht so passiert.

Aber wir wissen, alle Präsidenten, spätestens seit der Ermordung J.F. Kennedy, sind nur Marionetten der wirklichen Besitzer der Welt und führen nur ihre Befehle aus. Das sah man an Bush und mit Obama geht es genau so weiter. Er hat ausgerechnet genau die Verbrecher welche die Finanzkrise als Finanzminister verursacht haben und Clinton nun beschuldigt einen falschen Rat ihm gegeben zu haben, wieder als Berater um sich rum. Robert Rubin und Larry Summers sind seine obersten Finanzberater.

Barack Obama hat die Brandstifter beauftragt das Feuer zu löschen, dass sie angezündet haben. Absurder geht es wirklich nicht und deshalb geht die ganze Scheisse genau so weiter.

insgesamt 8 Kommentare:

  1. Wird Zeit, dass diese Verbrecherhorde und Konsorten in Den Haag einsitzen und dort Reue zeigen.
    Mal sehen ob sie Strafnachlass bekommen werden.
    Denke aber nicht, denn ALL IHRE KRIMINELLEN HANDLUNGEN SIND VORSÄTZLICH, weil sie besseren Wissens sind!
    -Unsichtbares Imperium-
    Sie bekommen aktiv ihre Aufgaben...
    Wir wissen es!

  1. simorre sagt:

    Hallo Freeman
    Pabst Benedikt ist heute in Malta (Sitz des Malteserordens) aufgetreten mit dem Colarzeichen des Georgskreuzes. Das Georgskreuz ist DAS Zeichen der nordischen Freimaurer.
    Es gilt Benedikts Reisen und Kleider zu studieren. Nichts ist zufällig?
    PS. Weshalb war er nicht an der Beerdigung der polnischen Elite. Als katholisches Oberhaupt hätte sich das als Respekte gegenüber der verschiedenen Führung eines katholisches Landes wie Polen doch gehört? auf www.freimaurerorden.org siehst du das Auge der Freimaurer und das Georgskreuz, welches Benedikt heute auf seinem Kolar trägt.
    Gruss

  1. Ella sagt:

    Ja Buhuuuh... und schoen Medienwirksam.
    Hinterher kann man sich immer entschuldigen, nach dem der Auftrag ausgefuehrt wurde.
    In diesen und in anderen Faellen ohne jegliche Konsquenzen.
    Die uebliche Dog und Pony show der Maechtigen.( siehe auch die Hearings der Bankster in Congressausschuessen.)

    Obwohl etwas weit her,geholt, erinnert mich wieder mal an Kohls "Ehrenwort" in der Spendenaffaere.
    Ein NOrmalo wuerde deswegen im Gefaengnis sitzen.
    Ein Staatszertreter wird dafuer noch gefeiert.

  1. drdre sagt:

    Korrekt, genau so ist es, und Herr Clinton brauch jetzt nicht so scheinheilig zu tun, von wegen wenn er gewusst hätte? So dumm wie er tut , kann er doch garnicht sein.
    Und wenn dem so ist, dann muss der Glass-Segal-Act wieder eingeführt werden. Und was weg muss im Interesse der Bürger und deren demokratischen Rechte ist der Patriot - Act, genauso wie dieser unsägliche Lissabon-Vertrag.

  1. Cornel sagt:

    Eigentlich spielt es ja keine Rolle ob es sich um Clinton, Bush oder sonst wen handelt. Es ist ein Bisschen wie in der Filmserie "Lassie". Da wurden verschiedene Hunde, je nach Alter, Situation und Aufgabe, für die Filmarbeiten eingesetzt. Das hat (auch) niemand bemerkt.
    Gesetze die wegen globaler Kriesen geschrieben wurden ohne fundierte Kenntnisse und auf Grund von zweifelhaftem Rat einfach so zu kippen ist, gelinde gesagt, fahrlässig.
    Die üblen Jungs aber, sind wieder (weiter) am wühlen, wurschteln und vertuschen.
    Wen kümmerts, Lassie bellt, hüpft oder löscht Feuer und vieles mehr.

    Trau schau wem. Kanonenfutter.

  1. Mit der Lewinsky-affäre haben die den Clinton am sack gekriegt. Schade um den weil er menschlich war. Das spiel mit dem feuer kann so manchen anbrennen.

  1. razional sagt:

    Bedeutet soviel wie "jetzt nehmt's dem Obama bin Banken nicht übel - ich war's.
    Auf mich dürft Ihr sauer sein, aber lasst den Jungen mal machen...


    In dem Buch "die Schuldenmaschine" von Peter Warburton, einem britischen Top-Analysten, wird das Szenario des Weltfinanzcrashs für 2010 präzise vorhergesagt, und zwar im Jahre 1997 - ohne Immobilien etc., einfach wegen der zu langen Leine der Privatbanken. Insoweit fragt sich, ob man die Immobilienblase nicht nachträglich konstruiert hat.

  1. Wahrheit sagt:

    Interessante Doku:

    Fehlkonstruktion Euro

    http://videoportal.sf.tv/video?id=9e4a0c63-9cd1-4735-9cfa-943a0f44635e