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Grossbritannien floriert nach Brexit

Donnerstag, 21. Juli 2016 , von Freeman um 08:00

Am 23. Juni, am Tag der Abstimmung über den Brexit, habe ich als Kommentar über das Ja-Resultat geschrieben: "Die Angstmacherei der letzten Wochen hat doch nicht gewirkt, von wegen, die britische Wirtschaft wird einen erheblichen Schaden bei einem Ausstieg aus der EU erleben. Jetzt können die Briten raus aus der Gefangenschaft der EU, was die britische Wirtschaft blühen lassen kann." Jetzt ist meine Prognose bestätigt worden, die britische Wirtschaft blüht nach dem EU-Ausstieg. Die ganzen Untergangpropheten kann man ignorieren. Die neuesten Wirtschaftsberichte von Gestern zeigen positive Zahlen.


Am erfreulichsten sind die Arbeitsmarktzahlen, denn der Beschäftigungsgrad ist auf einem Rekordhoch und dementsprechend ist die Arbeitslosigkeit auf ein Tief wie seit acht Jahren nicht mehr gefallen. Das Durchschnittseinkommen ist um 2,3 Prozent in den letzten 12 Monaten gestiegen. Der Londoner Aktienindex FTSE der top 100 britischen Firmen stieg auf ein 11-Monats-Hoch und schloss über der Marke von 6'700 zum ersten Mal seit August 2015.

Die Bank of England, dessen Gouverneur Mark Carney noch im Mai gewarnt hat, der Brexit "wird negative Auswirkungen haben", berichtet, keine solche Auswirkung ist zu erkennen.

Das gleiche mit dem IWF. Am Dienstag hat der IWF, dessen Chefin Christine Lagarde im Mai noch gewarnt hat, die Konsequenzen eines Brexit würden "ziemlich schlecht bis sehr schlecht sein", ein Wachstum für 2017 von 1,3 Prozent prognostiziert, das beste in Europa, vor Frankreich und Deutschland.

31,7 Millionen Menschen haben einen Job im zweiten Quartal, 176'000 mehr als im ersten. 1,65 Mio Menschen sind arbeitslos, ein Rückgang um 54'000 im letzten Quartal und um 201'000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent ist die tiefste seit 2005.

In Deutschland im Vergleich war die Zahl der Arbeitslosen im Mai 2,664 Millionen und die Arbeitslosenquote lag bei 6,0 Prozent.

Über 2,6 Millionen Menschen mehr als 2010 haben eine Arbeit in Grossbritannien, die Zahl an Stellenangebote ist auf 750'000 gestiegen und die Einkommen auch.

Es findet auch keine Flucht von Banken aus London statt, was viele vorhergesagt haben. Im Gegenteil, die amerikanische Grossbank Wells Fargo hat diese Woche bekanntgegeben, sie wird 300 Millionen Pfund in eine neue Zentral investieren, als ein weiteres Vertrauensvotum für den Standort.

Viele Unternehmen fangen an zu realisieren, wie eingeschränkt sie durch alle Tarife und Regeln der EU sind, die ihnen Brüssel aufzwingt. Sie sind froh diese Hürden bald loszuwerden, was sie konkurrenzfähiger machen wird.

Die meisten sogenannten Wirtschaftsexperten liegen mit ihren negativen Prognosen völlig daneben. Entweder sind sie inkompetente Idioten, die keine Ahnung haben was läuft, oder sie haben mit den Brexit-Gegnern sich verschworen, die Menschen in Angst zu versetzen, damit sie für den Verbleib in der EU stimmen.

Was jetzt passieren muss, die Briten müssen sich nicht nur vom Diktat des EU-Molochs befreien und ihren eignen freien Weg gehen, sondern auch vom Diktat der Banker. Ihre Übermacht muss unbedingt gebrochen werden. Sie müssen in allen Belangen die Souveränität zurückgewinnen.

Auch wenn der Brexit noch nicht vollzogen ist, die Stimmung im Lande ist positiv, denn die Zukunft sieht ohne EU besser aus, und darauf kommt es an.

Die Briten haben sich mit einem Volksentscheid und mutigem JA befreit. Was passiert aber in Deutschland? Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in einem Interview mit der Bild-Zeitung gegen Volksentscheide ausgesprochen. Den deutschen Bürgern politische Fragen auf Bundesebene zur Abstimmung in Referenden vorzulegen sei falsch, meint er.

Laut Gauck sind die Deutschen zu blöd, um über eine Reihe von Themen wie etwa Sicherheit, Steuern und Währungspolitik selber direkt zu entscheiden. Das sagt ausgerechnet Gauck, der nicht vom Volk gewählt wurde und deshalb keinerlei demokratische Legitimation besitzt.

Deutschland hat das grösste Demokratiedefizit überhaupt in Europa. Die Deutschen sind völlig entmündigt, werden wie Kinder behandelt. Sie können weder den Präsidenten, den Kanzler, noch die Ministerpräsidenten direkt wählen. Nur Abgeordnete dürfen sie ihre Stimme geben, die dann wie Eltern für sie alles entscheiden.

Gauck soll seinen Mund halten, denn Deutschland braucht nicht weniger Demokratie, sondern mehr, in Form von Volksentscheide und Direktwahl. Das jetzige politische System hat Deutschland nur Sklaverei, Besatzung und Kulturzerstörung gebracht. Es wir Zeit sich zu emanzipieren, die Politiker zum Teufel zu jagen und die direkte Demokratie zu verlangen.

Symptomatisch für die Wirtschaftslage Deutschlands ist der Zustand der Deutschen Bank. Alles nur Fassade und darüber kreist der Pleitegeier nach einem Verlust von 7 Milliarden Euro für 2015. Jetzt hat die Bank verkündet, in den kommenden Monaten 188 der 723 Filialen landesweit zu schliessen, mehr als ein Viertel. Ausserdem sollen 3'000 Mitarbeiter entlassen werden. Es ist alles nur Schein, so wie der gefälschte Lebenslauf der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz.

insgesamt 10 Kommentare:

  1. Aka Pella sagt:

    Auf diese Meldung habe ich gewartet :-)
    Ich diskutiere in anderen Foren auch gegen Windmühlen, werde fertig gemacht, wieso ich denn den Brexit gutheißen kann und ich / die Briten werden noch unser blaues Wunder erleben. Pustekuchen!
    Ich hoffe, dass das für die Briten positiv weitergeht und andere Länder aufwachen und den Mut für ein Referendum zum Austritt aus der EU haben. Nur in good old germany habe ich da so meine Bedenken.
    Die Aussage vom Gauckler hat mich fast vom Sessel gehauen. Aber das passt ja irgendwie. Die Politik-Deppen haben gesehen, was passiert, wenn das Volk entscheiden darf (Brexit, Krim). Denn die Resultate gefallen denen nicht. Daher soll der Bürger weiter entmündigt werden.

  1. Andalexba sagt:

    Danke für den guten Beitrag Freeman. Das Deutsche Volk muß das BRD-Regime überwinden, wie es das DDR-Regime schon überwand. Gott schütze unser Deutsches Vaterland.

  1. Ronber sagt:

    Finde ich sehr gut. Hatte nie Bedenken um die Wirtschaftskraft. Unternehmen haben nun auch neben der Schweiz eine zweite Region, wohin sie ihren Hauptsitz möglicherweise verlegen können. Schon alleine im Commonwealth leben ca. 2 Mrd Menschen. Das ist ein Riesenmarkt, welcher für GB deutlich mehr Vorteile bietet, als für die EU ohne GB. Bleibt jedoch abzuwarten, wohin sich GB politisch bewegt, noch näher zur USA oder näher zur Neutralität, um auch mit Russland und China etwas aufzubauen. Zumindest die erste Amtshandlung, die Atom- U-Bootflotte für ca. 50 Mrd zu erneuern, stimmt mich bedenklich. Es gäbe ohne Zweifel einige andere schwerwiegendere Baustellen, als die Rüstungsindustrie!!!

  1. Das DDR-Regime hat die Bevölkerung und vor allem die Bevölkerung in Entwicklungsländern nicht gnadenlos ausgebeutet oder die Menschenfeinde in den USA unterstützt. Was das Volk erarbeitet hat, hat es auch zurückgekriegt! Und zwar jeder, auch für von allen westlichen "Demokratien" als minderwertig angesehenen Jobs. Ich denke nicht, dass das typisch für die meisten Regimes ist.

  1. NEO sagt:

    Andalexba, bitte sei mir nicht böse, aber Du lebst im Traumland. Das deutsche Volk hat gar nichts überwunden in der DDR. Ich wünschte auch es wäre so gewesen, aber der Mauerfall war von den Alliierten lange geplant und auch nur aus rein geostrategischem, imperialistischen Interesse. Die Zuspitzung der negativen Folgen der Annexion der DDR sehen wir in der aktuellen "Entwicklung" der Türkei. Ich kann und will jetzt nicht die Hintergründe meiner Replik an Dich spezifizieren, aber Freemans Blog ist ein Aufklärer Blog und da kann man so etwas blauäugiges nicht stehen lassen. Vielleicht hat ja ein anderer Zeit es darzulegen. Ich bin grade im Kurzurlaub.

    Ist aber nicht bös gemeint von mir, ich wünschte auch die Deutschen würden sich erheben, aber dieses Gen wurde uns scheinbar erfolgreich ausgetrieben. Grade heute am Strand wieder gemerkt, die netten Leute von nebenan waren super kommunikativ, bis dann jemand den Satz "muslimische Gewalt" erwähnte, dann waren plötzlich alle still (ausser mir und dem Wortgeber) und eine sagte, dazu trauen wir uns nichts zu sagen. Wir waren eine Runde von 5 Deutschen und 2 Russen.

  1. >Deutschland hat das grösste Demokratiedefizit überhaupt in Europa. Die Deutschen sind völlig entmündigt, werden wie Kinder behandelt. Sie können weder den Präsidenten, den Kanzler, noch die Ministerpräsidenten direkt wählen. Nur Abgeordnete dürfen sie ihre Stimme geben, die dann wie Eltern für sie alles entscheiden.

    Dies ist einer der vielen Gründe, warum viele und auch ich garnicht bei Bundestagswahlen mitgehen. Du, Freeman, schriebst aber mal einen Artikel mit sowas wie "Merkel gewinnt dank Nichtwähler". Dieses "geringste Übel"-Wählen von Leuten die sowieso nichts zu sagen haben und Andockstationen für sind schadet nur. Mir ist egal ob die Marionetten CDU NPD oder Grüne heißen, die fressen den USA und der Finanz-Wirtschaftsmafia eh aus der Hand. Selbst Kindergartenkinder wissen, dass nur Geld bei uns die Welt regiert. Bei Volksabstimmungen wäre ich sofort dabei (meine Eltern meinen sowas gabs noch nie bei uns). Konsum und die Füße auf der Straße sind die einzigsten beiden politischen Mittel die uns Deutschen noch bleiben. Wählen ist kontraproduktiv. Ich möchte dir aber danken. Von den unzähligen Artikeln die du schriebst, liebe ich 99%.

  1. blagin sagt:

    Die Panikmache der USA, und ihren Vasallen in Brüssel, über den Brexit ist ganz einfach zu durchschauen.
    Wenn es Großbritannien gelingt, ohne EU-Mitgliedschaft, das BIP zu steigern und die Arbeitslosenzahlen langfristig zu senken, wird das zu einem Dominoeffekt in den anderen EU-Ländern führen. Natürlich könnte man schon jetzt über das Wutgeheul aus Brüssel herzhaft lachen, allerdings glaube ich kaum, dass das Gebilde, was sich EU nennt, so friedlich zusammenbrechen wird wie seinerzeit die Sowjetunion.

  1. Peter Vogl sagt:

    Dass uns die EU den Untergang in vielerlei Hinsicht bringt, braucht nicht mehr erwähnt zu werden, sondern nur mehr mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen zu arbeiten.

  1. Holger Otto sagt:

    @neo
    Die Stimmung war vor 1989 in der DDR ähnlich gereizt wie Heute. Die Richtung der Explosion wurde sicherlich gesteuert, aber nur eine gründliche Reform hätte die Explosion verhindert. So wurde die DDR zum Freiwild von Kapitalanlegern. Die bestehende Wirtschaft zerstört, dem Bürger wurde nicht nur Arbeitsplatz sondern auch die Firma und Ländereien entschädigunglos geraubt, einschließlich der volkseigenen Seen an denen der Ossi heute Löhnen muss, wenn er in seinem See baden möchte...

    verarscht von der volkseigenen Regierung und nun wieder verarscht von Merkel & Co auf höherem Niveau ... jede Grenze wird überschritten...bis wir explodieren

    Auf jeden Fall macht der Artikel Hoffnung. Danke Freeman

  1. Fresh X sagt:

    Beim lesen sind mir die Mundwinkel hoch gesprungen... :D
    In der Schule haben wir im Fach Englisch darüber diskutiert. Mein Lehrer war natürlich total gegen den BREXIT, was ich bis jetzt nicht verstehe. Ich und ein Schulkamerad haben ihn Argumente auf den Tisch gelegt, so dass er sich eigentlich umstimmen sollte. Aber nein - von ihm kam nur ein arrogantes Lachen. Hoffentlich schämt er sich jetzt für sein Verhalten. :D

    Dieser BREXIT ist eine sehr gute Entscheidung. Solch eine gute Tat, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich meine, schaut euch doch mal die Schweiz und Norwegen an: Die sind nicht in der EU und trotzdem geht es denen wirtschaftlich prächtig und haben eine sehr gute Lebensqualität. Was machen die richtig? Nicht in der EU eintreten!
    Und so wird es auch bald Großbritannien ergehen.