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Wie man das Kopftuch trägt ist wichtig in Israel

Montag, 4. März 2013 , von Susi Quadro um 10:00

Ein rassistisch motivierte Angriff auf eine moslemische Frau hat in Israel für Schlagzeilen gesorgt. Aber nur weil Fotos davon in den Medien erschienen sind. Am vergangenen Montag den 25. Februar wurde eine Palästinenserin an einer Bahnstation in Jerusalem von einem Mob von orthodoxen Juden angegriffen. Der Vorfall wurde von einer Frau fotografiert. Die Zeugin sagt, der Palästinenserin wurde ohne Grund ins Gesicht geschlagen und das Kopftuch heruntergerissen. Ein Sicherheitsbeamte der Kiryat Moshe Bahnstation griff nicht ein.





"Eine junge religiöse jüdische Frau ging an der Station entlang und schlug plötzlich der arabischen Frau ins Gesicht, während sie dort stand," sagte Dorit Yorden-Dotan, die als Zeugin davon Fotos machen konnte. Sie sagte, nach ihrer Auffassung war der Angriff rassistisch motiviert.


"Als die Frau versuchte sich zu verteidigen haben die Freunde der Angreiferin ihr geholfen, fingen an sie zu schlagen und drückten sie gegen die Wand der Station."

"Sie schrien sie an 'wage es ja nicht einen Juden anzufassen' und 'Du hast hier nichts zu suchen'. Der Sicherheitsbeamte war dort, tat aber nichts, mischte sich nicht ein," sagte Yorden-Dotan gegenüber der Polizei. Dabei wurde der Palästinenserin auch das Kopftuch heruntergezogen.


Solche rassistische Vorfälle sind sehr häufig in Israel, nur werden sie nicht wie dieser bekannt und durch Fotos bewiesen. Wie Ynet am 24. Februar berichtete, wurde ein Palästinenser (40), der für die Stadt Tel Aviv als Strassenfeger arbeitet, von 20 jüdischen Jugendlichen angegriffen. Als Resultat musste Hassan Usruf an seinem gebrochenen Kiefer operiert werden und er erlitt noch schwere Verletzungen am Auge. Niemand wurde verhaftet und die Angreifer kamen davon.

Im August 2012 haben ein Dutzend jüdische Jugendliche drei junge Palästinenser in West-Jerusalem auf dem Zion-Platz zusammen- geschlagen. Der Mob trat den Palästinensern unentwegt am Boden liegenden in die Körperteile und rief rassistische Sprüche, wie "Tod den Arabern!" Mehr als 100 Schaulustige standen herum und beobachteten das Verbrechen ohne einzugreifen.

Moslemische Frauen ändern die Kopfbedeckung

Um dieser rassistischen Diskriminierung zu entkommen tragen manche Palästinenserinnen ihr Kopftuch vermehrt anders, so wie es die orthodoxen jüdischen Frauen tun. Die müssen nämlich auch ihr Haar bedecken. Statt dem Knoten unter dem Kinn wird das Kopftuch bei den Juden hinten geknöpft. Das kleine Detail macht den grossen Unterschied wie man betrachtet wird.

Jüdische Frauen beim Aussuchen von Kopftüchern im "nur für Frauen Geschäft" in Jerusalem:


Links eine Jüdin und rechts ihre moslemische Schwester:


So gehen Palästinenserinnen her und ändern vorübergehenden die Art wie sie das Kopftuch tragen, zum Beispiel wenn sie im Auto zu einem Checkpoint kommen, bei der Fahrt von den besetzten Gebieten nach Israel. In einem Fall werden sie von den israelischen Soldaten als orthodoxe Siedler betrachtet und freundlich durchgewunken. Im anderen Fall als potenzielle Terroristen angesehen, gestoppt, überprüft und auseinandergenommen.

Wie man das Kopftuch trägt ist wichtig in Israel.


Es gibt sowieso praktisch keinen Unterschied zwischen dem wie strenggläubige jüdische Frauen und ihre moslemische Schwestern angezogen sein müssen. Jüdische Frauen müssen auch ihre Arme bis zum Handgelenk bedecken, dürfen kein Dekolleté zeigen und müssen Röcke bis zum Boden tragen.

Interessant ist aber, die ganzen Feministinnen wie Alice Schwarzer regen sich nur fürchterlich über die moslemischen Kleidervorschriften der Sittsamkeit auf und verteuflen einseitig das Kopftuch als ein Zeichen der "Unterdrückung" der moslemischen Frauen. Von einer Unterdrückung der jüdischen Frauen wird nie gesprochen.

Israel startet Busse "nur für Palästinenser"

Aber die Rassendiskriminierung geht weiter. Seit heute Montag hat das israelische Transportministerium spezielle Buslinien eingerichtet, die ausschliesslich für Palästinenser vorgesehen sind, die vom Westjordanland nach Israel verkehren.

Das Ministerium begründet die Massnahme mit den Worten, damit sollen die Buslinien die von Juden benutzt werden weniger voll sein. Busfahrer sagen aber, die Palästinenser die in den sogenannten "gemischten" Linien einsteigen wollen werden aufgefordert, den für sie alleine vorgesehenen Busse zu nehmen, eine klare Rassentrennung.



Diese Rassentrennung erinnert an die Zustände im US-Bundesstaat Alabama in den 50-Jahren. In der Hauptstadt Montgomery mussten die Schwarzen damals hinten sitzen und die Weissen hatten extra vorne reservierte Sitzreihen. Auch wenn die Sitzreihen für die Weissen leer waren, mussten die Schwarzen gedrängt hinten stehen. Siehe "Montgomery Bus Boycott".

Die neu eingeführten Busslinien "nur für Palästinenser" sollen die bisherigen Spannungen zwischen den jüdischen und arabischen Passagieren lösen helfen, sagt das Ministerium. Ausserdem sind die gemischten Busse "überfüllt" mit Palästinensern und die jüdischen Passagiere können nicht einsteigen.

Umgekehrt hat das Ministerium Beschwerden von Palästinensern erhalten, die Busfahrer würden ihnen den Einstieg verweigern und an den Haltestellen stehen lassen. Es ist dem Ministerium bewusst, die Trennung der Buslinien nach Rasse wird Kontroversen auslösen. Es ginge ihnen "nur" um den Service zwischen den Grenzübergang von Eyal in der Nähe der Stadt Qalqiliya in den besetzten Gebieten nach Israel zu "verbessern".

Genau wie damals im rassistischen Süden von Amerika eine Berührung von Schwarzen mit Weissen scharf getrennt wurde, wird in Israel auch eine Trennung vollzogen. Wo kommen wir dahin wenn Palästinenser und Israelis nebeneinander im Bus sitzen?

Die israelische Menschenrechtsorganisation B'Tselem hat die Trennungsmassnahme kritisiert. "Der Versuch einer Trennung der Busse vorzunehmen ist haarsträubend und die Argumente über 'Sicherheit' und 'Überfüllung' dürfen nicht als Tarnung für den unverhohlenen Rassismus und der Forderung, Plästinenser von den Bussen zu holen, verwendet werden," sagte die Exekutivdirektorin von B'Tselem Jessica Montell.

Es gibt aber noch eine andere Trennung bei gewissen "koscheren" Buslinien, über die im Westen und von Feministinnen praktisch nie berichtet wird. Jüdische Frauen müssen hinten sitzen, damit die Männer vorne alleine für sich sind.
Ja, im "einzigen demokratischen Staat" im Nahen Osten geht es sehr tolerant zu.

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Black Eyed Peas - Where is the Love?

insgesamt 21 Kommentare:

  1. Guy Fawkes sagt:

    Nun, da hat Israel jetzt endgültig die Moderne verlassen. Wie auch USA! Merken wir eigentlich nicht, dass wir geradewegs wieder in das finstere Mittelalter steuern? Das macht gerade ein Volk, das selbst noch vor nicht einmal hundert Jahren selbst Opfer von Rassismus war?! Und begründet dies infam damit, dass es einmal Opfer war! Wann lernen die Menschen endlich daraus? Es steht bestimmt weder in der Bibel, noch im Koran:" Du sollst andersgläubige Ausrotten oder Erniedrigen. Wie kann man als Mensch derart tief sinken? Solche Leute haben wahrlich ihre leere Birne nur dazu, damit Ihnen die Haare geschnitten werden können!

  1. da kann man echt nur noch weinen,wenn ich dabei gewesen wäre,hätte ich der Frau geholfen..1000%ig,
    einfach nur noch traurig was in der ganzen welt passiert, ich hab so die schnautzevoll von diesen ganzen kranken mist

    mein mitgefühl und meine liebe für all die menschen die diese ganze scheiße tagtäglich ertragen müssen..

  1. Fatima sagt:

    Apartheidsstaat in Reinkultur. Hoffentlich gehen endlich mal den ganze Israelfans von wegen "einzige Demokratie im Nahen Osten blabla" die Augen auf.

    Nur das mit dem Busfahren ist nicht rassistisch. Im Iran fand ich es sehr schön, nicht in überfüllten Bussen geschubst und gerempelt zu werden, anders als in Istanbul.

  1. martin sagt:

    ich bin sicher das michel friedman und avi primor das anders beurteilen würden ;)

  1. xabar sagt:

    Rassismus schon bei Kindern.

    Ein ehemaliger israelischer Soldat, der in Hebron stationiert war (Nahal-Brigade), berichtet:

    "... Ich hatte Wachdienst. Einer der Soldaten vom einem anderen Checkpoint rief über Funk einen Arzt an. Jemand sprang für mich ein, und ich lief runter, um zu sehen, was passiert war, und ich sehe da ein palästinensisches Mädchen, dessen Kopf eine einzige Wunde ist.

    Frage: An 44?

    Ja. Dieser süße Junge, der regelmäßig zu unserer Station kam, meinte, er habe was gegen Palästinenser, die unten an seinem Haus vorbeilaufen. Er nahm einen Ziegelstein und bewarf damit das Mädchen. Die Kinder (von den Siedlern, Üb.) machen dort, was sie wollen. Niemand tut was dagegen. Niemand kümmert es.

    Danach wurde er von seinen Eltern gelobt. Die Eltern dort ermuntern ihre Kinder, sich so aufzuführen.

    Es gab viele solcher Fälle: elf oder zwölf Jahre alte jüdische Kinder, die palästinensische Kinder verprügeln, und ihre Eltern kommen dann an und helfen ihnen, hetzen die Hunde auf sie. Es gibt 1001 solcher Geschichten."

    Anmerk.:

    Die Checkpoints der IDF vor den sog. Siedlungen dienen dem Zweck, die jüdischen Kolonisten zu beschützen, nicht die Palästinenser.

    Wenn ein palästinensischer Junge einen Stein auch nur in die Hand nehmen würde, würde mit scharfer Munition auf ihn geschossen werden, aber jüdische Siedlerkinder dürfen alles. Auch das berichten jene Soldaten.

    (Aus: 'Our Harsh Logic', Zeugenaussagen israelischer Soldaten aus den besetzten Gebieten, 2000-2010, zusammengestellt von 'Breaking The Silence', einer israelischen Veteranenorganisation, New York, 2012, S. 308, meine Übers. Website: breakingthesilence.org.il).

    Kinder werden aufgehetzt, saugen den Rassismus der Eltern ein und setzen ihn in die Tat um.

    Wird es je eine Versöhnung geben, wenn die Kinder schon rassistisch verseucht sind?

  1. Thomas sagt:

    Es kommt mir so vor als fehle es nur noch, dass die Palästinenser eine Zwangsennzeichnung wie z.B. einen Stern tragen müssen.

  1. die Zionisten haben alles im griff obs die Medien sind oder die Deutsche Politik >.> ich weiss garnicht warum israel immer so gelobt wird....wer nicht blind ist sieht schnell das wahre gesicht von israel.

  1. Bosna sagt:

    Bin ich froh,dass die eine Demokratie haben!Stellt euch mal vor,Israel wäre kein demokratischer Staat und würde die Menschenrechte nicht achten!Oje...
    Erdogan hat vor kurzem bei einem Kongress über Toleranz,der in Wien stattfand und von der UN organisiert war,den Zionismus gleichgestellt mit Faschismus und Antisemitismus.Die Empörung im Westen darüber,war natürlich riesig,verschiedene Organisationen verlangten eine Entschuldigung Erdogans.
    Schade,dass dieser aktuelle Fall in Israel ein paar Tage zu spät kam!

  1. Aus der Geschichte wissen wir, dass solch drastische Aktionen, immer ihren Tribut fordern.
    Und der israelischen Regierung, wird es nicht anders ergehen.
    Nur leider wird es zu lasten der Kinder und derer gehen, die friedlich miteinander leben wollen.
    Schon seit langem boykottiere ich, und dadurch auch mein Ehemann, alles was aus Israel kommt.
    Natürlich, werde ich von blinden israeli nibelungen Treue Dumpfbacken beschimpft, aber was solls habe ich umsonst.
    Nebenbei, was gerne verschwiegen wird, der Rassismus in der USA galt im Süden auch für Juden.
    Mein Vater hatte in Houston/Texas in den 60er Jahre Schilder gesehen mit der Aufschrift:
    "Blacks and Jews use the back entrence".
    Soviel dazu^^

    @Fatima
    Ja du hast 100% recht, Israel ist ein Arpartheitstaat, aber dank der "Leidsgeschichte" haben die Zionisten eine Freikarte ihre Diktatur auszuleben und genozid zu betreiben.
    Als Historikerin, ist es besonders arg, jede in Fragestellung der Geschichte ab 1931 kann einen in Teufelsküche bringen.
    Von daher habe ich persönlich entschieden, der akademischen Laufbahn adios zu sagen. Da eine auf Lügen aufgebaute Geschichtsforschung nicht möglich ist. Die deutsche Geschichtsforschung ist eine reine US-Alliierten/Zionistische propaganda pseudo Forschung.

    Und solange die Menschen mit Lügen vollgestopft werden, wird sich die Situation in Palästina nicht ändern. Erst wenn die Lügen-Bäuche platzen, wird eine Reaktion erfolgen.
    Dann wird es zu spät sein.

  1. xabar sagt:

    @Thomas

    Das werden sie nicht machen, denn dann können sie keine Leute mehr nach Yad Vashem schleppen und die Opfer spielen.

    Aber all diese Maßnahmen gegen die Palästinenser zeigen, dass das israelische Regime ein Naziregime ist.

  1. JT sagt:

    Israel wir seinen Preis bezahlen, das Problem ist nur das es sehr lange dauern kann.

    Der Südafrikanische Apartheitsstaat hielt sich fast 100 Jahre an der Macht.

    Die Palästinenser sollten sogar eine Kennzeichnung Tragen z.B. einen Halbmond auf gelben Ggrund und zwar aus Protest!

    Vielleicht rüttelt es Touristen und Israelis auf! Denn eines dürfen wir nicht vergessen. Auch in Israel gibt es Proteste gegen die Othodoxen und die radikale Regierung. Doch die "einfache" Bevölkerung sind im selben System gefangen und werden von den selben Mechanismen wie wir sie haben versklavt.

    Wer gegen das Militär, die Regierung oder gar die Siedler aufmuckt der verliert dort Wohnung, Arbeit und auch im schlimmsten Fall sein Recht auf freie Bewegung!

    Juden die im Ausland leben und kritisch berichten, wird die Einreise verweigert! Das ist Rassismus in reinster Form!

    Israel ist nicht gleich Juden!
    In Israel leben auch sehr viele Araber mit israelischem Pass!

    Das ist vielleicht auch der Grund, warum eine "Minderheit" (orthodoxe und ultra-orthodoxe) das Waffenrecht ausnützt um eine Bevölkerungsmehrheit zu unterdrücken.

    Denn die Demographische Entwicklung spricht ganz klar gegen die extremistischen Juden!




  1. Eliah sagt:

    Hallo, kurzes Statement von mir und meinem Umfeld, also wirklich jeder in meinem Umfeld und Bekanntenkreis weiß, dass sich Israel menschenrechtlich ein Skandal ist. Dabei ist es wirklich egal mit wem ich rede. Allerdings ist leider niemand bereit wirklich etwas dagegen zu tun. Die guten Israelis sind "nur" noch in den Medien vorhanden, und auch da bröckelt glücklicherweise die Zustimmung. Jedes Regime hat sein Ende, auch das der Zionisten. @ Susi, danke dass du uns weiterhin mit Informationen versorgst!

  1. chaukeedaar sagt:

    Leider ist dieser Rassimus und Zio-Faschismus Alltag in Israel und ganz allgemein Teil der jüdischen Kultur geworden z.B. in den USA (ich hätte nie gedacht, dass ich mal so etwas sagen würde...).
    In diesem weitgehend erstklassig gemachten Video "The Great Taboo" sieht man dutzende solcher Übergriffe und haarsträubenden Aussagen von Juden selber:
    http://www.youtube.com/watch?v=E28ptt9b7ik

  1. Humungus sagt:

    Geschichte neigt dazu
    sich zu wiederholen...

  1. Qybrá sagt:

    Es ist einfach schrecklich! :(

  1. bernd sagt:

    Ich möchte hier auf die Doku

    Töte Zuerst - Der israelische Geheimdienst Schin Bet

    bei Arte hinweisen kann man noch 6 Tage hier runterladen:

    http://videos.arte.tv/de/videos/toete-zuerst--7351110.html

    Übrigens "Keine Wiederholungen"!!

    Also saugen und bei YT o.ä. hochladen!!!

    "Töte zuerst!" - Der israelische Geheimdienst Schin Bet

    (Frankreich, Israel, 2012, 95mn)
    ARTE F
    Regie: Dror Moreh


    Zu den Aufgaben des israelischen Inlandsnachrichtendienstes Schin Bet zählen Terrorismusbekämpfung, Spionageabwehr und Aufklärung staatsfeindlicher Aktivitäten. Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 untersteht Schin Bet auch die gesamte nachrichtendienstliche Tätigkeit in den besetzten Gebieten (Westjordanland und Gazastreifen). Erstmals äußern sich in diesem Film Führungskader von Schin Bet, der generell unter größter Geheimhaltung agiert.

    Im nationalen Diskurs Israels spielen die Sicherheitskräfte gewöhnlich eine überdimensionierte Rolle. Zwei dieser Organe - Armee und Mossad - umgibt eine geradezu legendäre Aura. Nach dem Sechs-Tage-Krieg wurde jedoch das für die innere Sicherheit zuständige Organ Schin Bet zur zentralen Größe in den Diskussionen der israelischen Entscheidungsträger. Seit die israelischen Truppen 1967 einen triumphalen Sieg über die Nachbarländer davontrugen, überwacht der Nachrichtendienst eine zahlreiche, feindlich gesinnte Bevölkerung in den von Israel besetzten Gebieten. Es ist die Aufgabe von Schin Bet, diese Bevölkerung in friedlichen Zeiten wie in Unruheperioden unter Kontrolle zu halten.
    "Töte zuerst!" erzählt die Geschichte dieses vielleicht aktivsten, zweifelsohne aber geheimsten Organs der israelischen Sicherheitskräfte aus der Perspektive seiner leitenden Kader, die das Vertrauen der politischen Eliten des Landes mehr als alle anderen genießen. In einer Reihe von Interviews berichten sechs hochrangige Schin-Bet-Offiziere ohne Umschweife über bedeutende Ereignisse in ihrer Amtszeit. Dabei sprechen sie auch über den moralischen Zwiespalt, in dem sie sich aufgrund von Folter und Terror, Verhaftungen und Ermordungen befanden. Möglicherweise haben sie den Bürgern, die sie zu schützen geschworen hatten, durch ihr Handeln mehr Sicherheit gebracht. Aber ist Israel dadurch auch dem Frieden näher gekommen?
    Im Stil des Dokumentarfilms "The Fog of War" von Errol Morris werden ihre Ausführungen mit schockierenden Archivbildern und 3D-Animationen unterlegt, die auf Fotos der geschilderten Ereignisse basieren. Sie veranschaulichen die Hintergründe des moralischen Dilemmas und konfrontieren den Zuschauer mit der Frage, ob er oder seine Regierung in der gleichen Lage hätten anders handeln können.
    Vor dem Hintergrund der zentralen Rolle, die Israel beim weltweiten Kampf gegen den Terror spielt, geben die Bekenntnisse dieser "Gatekeeper" zu denken und zwingen den Zuschauer sich zu fragen, mit welchen Mitteln dieser Kampf geführt werden soll, ob im Gazastreifen oder in Guantánamo, in Palästina oder Pakistan.
    Wie ein moralisches Gleichnis zeigen die Schilderungen der Schin-Bet-Offiziere, was passiert, wenn ein Volk oder eine Nation versucht, Gewalt mit Gewalt zu begegnen.

    Der Dokumentarfilm erhielt eine Oscarnominierung für den besten Dokumentarfilm 2013; ebenso als bester Dokumentarfilm der Los Angeles Film Critics sowie als bester Dokumentarfilm bei den New York Film Critics Circle Awards 2012; er war außerdem nominiert für den besten langen Dokumentarfilm beim IDFA 2012.

  1. ak Isfahani sagt:

    @Daisy Schmitt
    Ich und meine Familie kaufen auch nichts was aus Israel kommt. Es gibt oft Karotten, Oliven, Obst und Gemüse und vor allem Bio Sachen, die aus Israel stammen. Jeder von uns sollte versuchen Israelische Waren zu Boykottieren. Es ist zwar wahrscheinlich ein Tropfen in einem glühend heissem Feuer, aber ein Anfang.

  1. Woher kommt deine ständige Kritik gegenüber Türken oder gar der Türkei? Ist es weil wir keine Schiiten sind

  1. xabar sagt:

    @osmanli toruno

    Die Kritik richtet sich nicht gegen die Türkei, sondern gegen die Erdogan-Regierung, die den Terror gegen Syrien und die Extremisten dort mit Waffen unterstützt. Lass mal die Schiiten aus dem Spiel und richte deine Aversionen gegen Israel.

    Boykottiert das mörderische Apartheidsregime:

    Waren aus Israel konsequent boykottieren! BDS (Boykott, keine Investitionen, Sanktionen) unterstützen. Sie tragen den Endcode 729. Also beim Einkauf darauf achten.

    Nieder mit Zionesien! Viva Palästina!!

  1. ak Isfahani sagt:

    @xabar

    Wow. Bist du dir sicher mit dem Code? Woher hasst du diese Info?

    @osmanli torunu

    Wie xabar gesagt hat es geht nicht um Türkei oder Türken sondern um die Regierung. Viele Türken selbst sind dagegen, was die Regeirung hinsichtlich Syrien und der Nato Stationierungen unternimmt.
    Diese Shia und sunni wird nur benutzt um die Menschen zu trennen und damit Sie nicht zusammen finden.
    Denn bekanntlich sind wir nur gemeinsam stark.

  1. Niemand sagt:

    @Daisy Schmitt
    "Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der Herrschenden" Karl Marx
    Könntest du konkrete Beispiele hierfür anführen?