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EZB zieht am Montag den Zyprioten den Stecker

Donnerstag, 21. März 2013 , von Freeman um 11:00

Wenn bis Montag die zypriotische Regierung nicht mit einem akzeptablen Vorschlag kommt, dann beendet die Europäische Zentralbank die Liquiditätshilfe für die Banken des Landes. Diese Drohung erhöht massiv den Druck auf Zypern. Was danach passiert würde eine Bankenpleite bedeuten, was ein totales Chaos im Land verursachen wird. Ohne Liquiditätsversorgung der EZB müssen die Banken gar nicht mehr öffnen.

Das Direktorium der EZB hat verlauten lassen, sie wird die notfall- mässige Liquiditätshilfe nur bis Montag den 25. März aufrechterhalten. Danach gibt es diese Hilfe nur noch wenn ein Programm von EU/IWF in Kraft tritt, welches die Solvenz der Banken absichert.

Damit wurde Zypern ein Ultimatum gestellt, entweder werden 6 Milliarden Euro irgendwie aufgetrieben, auf eine Art und Weise welche der IWF und die EU akzeptieren, also Enteignung, oder die Banken brechen zusammen. Das heisst auch, Kredite aus Russland werden als Lösung nicht akzeptiert.

Vielleicht sollten sich die Zyprioten ein Beispiel an Island nehmen und ihre Lösung der völligen Selbstständigkeit übernehmen, statt der EU oder Russland sich zu unterwerfen und zu verkaufen.

"(c) Harm Bengen, www.harmbengen.de
Das wird wohl schmerzhaft sein, aber nur für eine kurze Zeit, statt ein endloses dahinsiechen als Sklaven der Finanzmafia. Nur so funktioniert eine dauerhafte Lösung.

Die Troika sagt, ihr Vorschlag ist eine Rettung, was aber nicht stimmt. Es ist ein Raubzug an der Bevölkerung, den eine verantwortungsvolle Regierung nicht akzeptieren darf. Denn gerettet wird niemand, es werden nur die klinisch toten Banken mit Geldinjektionen etwas länger am Leben erhalten, zum Preis des Souveränitätsverlust und auf Kosten von wem? Natürlich wieder der Steuerzahler.

Nur raus aus der EU und aus dem Euro, eine eigene Währung einführen und die Verbindlichkeiten abschreiben ermöglichen einen Neustart und eine gute Zukunft für den Inselstaat. Warum nicht von Island lernen, statt die Fehler der anderen EU-Krisenländer zu wiederholen?

Wieso will man überhaupt diesem undemokratischen Erpresserverein EU noch angehören und sich diese Gemeinschaftswährung die eine Zwangsjacke bedeutet antun? Jetzt wäre ein mutiger Schritt notwendig, um sich von allen Fesseln zu befreien.

Siehe "Island hat FBI-Agenten die kamen rausgeworfen".

Die EZB ist durch Zypern gefährdet

Warum reagiert die EZB mit dieser Drohung so harsch? Weil eine Fortsetzung der Liquiditätsspritze, wenn die zypriotischen Banken trotzdem nicht überleben, sie selber gefährden würde. Ja so ist es und so fragil ist das System. Die Schwächung der EZB würde in Deutschland wegen der Haftung durch die Bundesbank und wegen den Wahlen gar nicht gut ankommen.

Die Typen in Frankfurt haben echt Bammel, das Geld welches sie bisher nach Zypern den Banken gegeben haben, werden sie nie mehr wiedersehen. 9 Milliarden Euro haben sie an Liquidität gegeben, um 60 Milliarden Euro an Guthaben bei den Banken zu sichern. Wenn die Kunden nur einen Bruchteil davon abziehen, dann is so oder so bald Game Over!

Cash is King!

Mittlerweile bilden sich vor den Banken sehr lange Schlangen, um Bargeld aus den Automaten zu holen, bis sie leer sind und es nichts mehr gibt. Die Laiki Bank sagt, nur maximal 260 Euro dürfen abgehoben werden. Das kommt davon wenn man nicht vorsorgt und eine Bargeldreserve zu Hause hat.


Die Hotels, Restaurants und Geschäfte in Zypern akzeptieren keine Kartenzahlungen mehr, weil sie nicht wissen, ob sie das Geld gutgeschrieben bekommen. Sie wollen nur noch Cash, denn so können sie selber ihre Rechnungen bezahlen. Wie vorhergesagt, in der Not nutzen einem die Zahlen im Computer gar nichts und nur Bares ist Wahres!

Wer ist diese Distelblume?

Heute hat Jeroen Dijsselbloem dem EU-Parlament erzählt, Zypern ist "leider" eine systemische Bedrohung für die Eurozone. (Also doch!) Ausserdem hat er die Verantwortung für den Rettungsplan übernommen, der eine Enteignung von Bankguthaben beinhaltet, der vom Parlament in Zypern einstimmig abgelehnt wurde.

Wer ist dieser Typ überhaupt, dass er Zypern Bedingungen diktieren kann? Er ist seit dem Rücktritt von Jean-Claude Juncker seit dem 21. Januar Vorsitzender der sogenannten Eurogruppe. Gleichzeitig ist er Finanzminister der Niederlande. Niemand hat ihn in irgendein Amt gewählt. Weder in den Niederlanden noch sonst wo.

Er ist überhaupt nicht demokratisch legitimiert, spielt sich aber mächtig auf und bestimmt das Schicksal von 500 Millionen EU-Bürgern. Wie kann man das überhaupt akzeptieren, dass jemand so eine Macht ausübt, ohne vom Volk gewählt zu sein? Ein weiterer Beweis, die EU ist eine Diktatur!

Die Zyprioten sind nicht mehr ruhig

Es werden Zusammenstösse zwischen der Polizei und Demonstranten berichtet, die sich vor dem Parlament versammelt haben und vordrängen. Sie verlangen Antwort auf die Frage, was mit ihren Guthaben passiert. Ausserdem sind Bankangestelle dabei, die um ihren Job bangen, weil es Gerüchte gibt, die zweitgrösste Bank Zyperns, die Laiki Bank, wird aufgelöst. Die Regierung hat das sofort dementiert.


Die Fehlprognose des Jahres

Am 18. Januar 2008 sagte der damalige Präsident der EZB Jean-Claude Trichet:

"Für eine kleine und offene Volkswirtschaft wie Zypern bringt die Übernahme des Euros den Schutz vor internationalen finanziellen Turbulenzen".

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Live-Übertragung des TV aus Zypern:

insgesamt 22 Kommentare:

  1. Island war ganz klar Vorbild, das sollte Zypern auch so machen, damit auch die deutschen Banken untergehn. Wir brauchen keine Banken.

    Wir sind Solidarität mit Zypern...http://globaler-news.blogspot.de/2013/03/solidaritat-mit-zypern-2013.html

  1. bernd sagt:

    Wetten lieber Freeman das es bis Montag wieder ein Lösung gibt, es ist einfach alles eine schwablige gummiartige Angelegenheit das selbige in USA:

    USA wendet neue Haushalts-Krise vorerst ab

    Der „Sequester“ wurde nicht gestoppt, darum traten in den USA automatische Milliardenkürzungen in Kraft. Doch die schlimmsten Auswirkungen der Einsparungen wurden nun abgewendet.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/etat-streit-usa-wendet-neue-haushalts-krise-vorerst-ab/7961904.html

    Meine bescheidene Meinung, es wird sich noch unendlich hinziehen mit dem sogenannten Zusammenbruch, es ist ein perveses Spiel das da mit uns und unserer Leichtgläubigkeit gespielt wird!

    Nachdem was Du Freeman und viele andere im Net schon seit Jahren erzählen und warnen, müsste alles schon in Schutt und Asche liegen, tut es aber nicht und wird es sehr wahrscheinlich auch die nächsten Jahrzehnte nicht, warum, keinen Schimmer, aber irgendwie hat man von den großen Wirtschaftschaftskrisen anscheinend eine Menge gelernt, so das es wie es mal wahr diesmal eben nicht kommen wird "Geschichte wiederholt sich scheinbar doch nicht immer"!!!

    Wie auch immer, sollten wir besser unsere ganze Energie darauf verwenden entweder ein schönes und weiterhin angenehmes Leben zu leben (Ich weiß hört sich sehr egoistisch an aber was bleibt den einem übrig haben nun mal nur dieses eine Leben!) oder uns zusammen tun und zusammen was aufbauen das dem ganzen was entgegensetzt (Doch das scheint noch illusorischer zu sein als der Zusammenbruch) aber so oder so wird sich das alles bis zum sogenannten Nimmerleinstag hinziehen.

    Wie mich hier schon mal jemand richtig belehrte (oder war ist in nem anderen Blog:-)) wir müssen in ganz anderen Dimensionen denken, es kann (und wird sehr wahrscheinlich auch) noch Generationen so weitergehn, klar wir wollen und das wäre auch besser das dieses ganze Unrechtssystem so schnell wie möglich den Löffel abgibt, doch zwischen unserem Wunschdenken und der Realität liegen nun mal Welten die von Kreaturen gestaltet werden, denen wir nichts aber auch gar nichts großartig entgegen setzen können!

    Würde mich freuen wenn ich total daneben liegen würde mit meiner Ansicht, doch sagt mein gesunder Menschenverstand was anderes!

  1. Freeman sagt:

    Ich hab nie von "Schutt und Asche" gesprochen, eine falsche Unterstellung, sondern das Resultat der Krise wird eine Massenverarmung und Depression sein und genau das ist passiert und wird noch viel mehr stattfinden. Die EU-Turbos schrecken nicht mal mehr zurück auf die Bankkonten zuzugreifen und die Ersparnisse zu stehlen.

    Was braucht ihr noch an Beweisen? Das sie die Krise immer wieder mit sogenannten "Rettungen" verlängern ist doch klar. Es geht aber stehtig nach unten und was sie sich eingfallen lassen wird immer schlimmer.

    Fragt doch die Griechen, Italiener und Spanier wie toll es ist in einem Land zu leben mit fast 30 Prozent Arbeitslosigkeit und wo die Jugend keinerlei Perspektive mehr hat.

    Die nächsten Krisenkadidaten stehen schon vor der Tür mit Slowenien, Frankreich, Holland und und und! Am Schluss kann Deutschland die ganze Last tragen und wird daran kaputt gehen. Wartet nur bis nach der Bundestagswahl im Herbst, dann gehts richtig los.

  1. bernd sagt:

    hmm, Schutt und Asche muss nicht immer die physische Zerstörung von Dingen bedeuten, sollte eine Metapher sein..........und klar geht es in den Südländern (allen voran Griechenland) den Menschen schlecht........doch es wird doch immer erzählt, das der Michel erst aufsteht wenn nichts mehr zu fressen und zu saufen da ist........das ist ja in den Südländern teilweise schon so, doch warum (frage ich mich dann) bleiben die Menschen dort weiterhin so still und verharren scheinbar in hoffnungsloser Apathie??

  1. 3DVision sagt:

    Zitat:Wartet nur bis nach der Bundestagswahl im Herbst, dann gehts richtig los.

    Das hat man auch schon vor der Wahl von Obama behauptet.
    Was ist passiert?
    Richtig.
    Nichts.

  1. Fahrenheit sagt:

    Locker bleiben Freeman, wenn dann alles danieder liegt kommen sicher die Amis um aus der bedrouille zu hieven. Wetten ? Da werden wir mal wieder richtig Schwein gehabt haben. Keine Sorge.
    Übrigens: Der Turbo lebt vom Abgas.

    Hasta la vista, baby! blam blam blam

  1. Chris GG sagt:

    Ich spekuliere einmal - in Anbetracht der dünnen qualifizierten Nachrichtenlage - ein wenig herum.

    Die EU Turbos bekommen angesichts der zypriotisch-russischen Verhandlungen massiv kalte Füsse und müssen den Druck im Kessel erhöhen. Darum wohl das Ultimatum bis zum Montag.
    Je mehr Zeit für Russen und Zyprioten bleibt, desto grösser wird die Gefahr einer Einigung, die den Russen die Tür ins Mittelmeer öffnet, die Briten von dort mittelfristig entfernt und die gesamte EU international zur Lachnummer werden lässt. Nebenbei die Dominanz der Russen auf den internationalen Gasmärkten ausbaut.
    Um all das geht es - dafür sprechen die riesigen Delegationen von Barrosos Entourage, die in Moskau und Zypern gelandet sind.
    Sechs Mrd. Cash wären für die Russen leicht zu besorgen - die Frage ist mehr, ob die logistische und finanztechnische Infrastruktur, die für einen vollkommenen Währungs-Switch notwendig ist, auch tatsächlich von Russen und Zyprioten gemanaget werden kann, wenn Zypern bzw. seine Banken quasi von Seiten der EU vom Netz genommen werden.
    Wenn die Russen auch dies schaffen bzw. im Angebot haben - bisher haben sie sich eigentlich mehr der westlichen Zahlungsinfrastruktur bedient - steht dem "Switch" Zyperns nichts mehr im Weg - aber dieser Weg könnte eine ernsthafte politische Krise zwischen Ost und West erzeugen. Auch da ist die Frage, ob die Russen schon so weit sind (sein wollen)- und ob sie für diesen Schachzug internationale Unterstützung bekommen würden. Zum Beispiel aus China, das sicherlich auch (Handels-)stützpunkte in Südeuropa nicht von der Hand weisen würde.

    Also, das "Great Game" (googelt doch mal) bekäme in diesem von mir skizziertem Szenario eine ganz neue Ausprägung - mit teilweise neuen Spielern und einem ganz neuen Kartensatz.
    "Mögest Du in interessanten Zeiten leben" lautet ein alter, doppelgründiger chinesischer Fluch .... ich denke, dieser Fluch hat uns alle erwischt ;-)

  1. Simon Putin sagt:

    @bernd
    Meines Wissens wurde hier nie behauptet das alles in Schutt und Asche liegen wird! Du übersiehst die Realität, ob mit Absicht oder einfach durch Unwissenheit sei dahingestellt! Fakt ist, das die EU-Politik sowie die Politik der FED alles systematisch "zerstören" was viele Bürger über viele Jahrzehnte mit aufgebaut haben! Es soll eine Massenarmut provoziert werden, damit man dann dem dümmlichen Volk die einzige Lösung präsentieren kann! Das kann man doch wohl jetzt in vielen Ländern, die der EU angehören, ganz klar sehen und erkennen! Die Politik entscheidet sich bewusst gegen die Interessen der Bevölkerung und die Bevölkerung ist einfach zu schwach sich dagegen richtig zu wehren! Da gehen dann für ein paar Tage vielleicht ein paar zehntausend Menschen auf die Straßen und fordern Veränderungen, welche die Politiker dann zum kleinen Teil erfüllen und in ein paar Monaten oder Jahren dann aber wieder voll zu Nichte machen! Meistens passiert das dann, wenn das Volk gerade schön abgelenkt ist, wie zum Beispiel bei der Fußballeuropameisterschaft! Und natürlich kümmert es dann keinen mehr großartig und lassen sich bequatschen das man ja doch nichts dagegen machen kann! Und so geht das denn über ein paar Jahre und auf einmal machen die Banken einfach für 1 Woche zu und Bürger sollen über Nacht enteignet werden! Sind das etwa keine Chaos Umstände oder Anzeichen für ein bevorstehenden Zusammenbruch!? Es muss ja nicht gleich zum großen Knall kommen, es reicht wenn alles langsam schritt für schritt abgeschaltet wird! Also, bitte richtig die Augen öffnen und die hier veröffentlichten Artikel bitte richtig lesen!

  1. Wenn man das so verfolgt, dann kann man eigentlich allen nur raten im September die AfD zu wählen, um den Regierenden einen Schrecken einzujagen um damit womöglich gewisse politische Einsichten auszulösen.

  1. Harald sagt:

    bernd sagt:
    21. März 2013 13:03

    hmm,

    Ich neige ehrlich gesagt auch eher in deine Richtung, diese Theater um die Haushalte kennen wir inzwischen aus so vielen Ländern, da bricht gar nichts ein und zusammen.
    Am Ende jedesmal "in letzter Minute" - wie komisch, wie komisch - wie aus einer Wundertüte eine Lösung.
    Ganz klar, dass diese "Lösungen" für die Armen, welche auf verschiedenste sttatlichen Unterstützungen angewiesen sind, oft mit weiteren Einschränkungen und Verschlechterungen verbunden sind, doch wer in einer guten bürgerlichen Gesellschaft fragt denn schon nach denen?
    Sie sind fast nie organisiert, knapp bei Kasse, von allen Parteien und Gewerkschaften verarscht und so in Unmündigkeit gehalten, können sich also so gut wie nicht wirksam wehren.
    Daher können die Eliten auch weiterwursteln, immer neue "Lösungen" hervorzaubern.
    Ganz aktuell Zypern, der Plan mit der Rentenkasse, da kann man doch beinahe schon müde lächeln, hatten wir in Deutschland schon vor Jahrzehnten, selbst in die Arbeitslosenkasse griff der Staat.
    Ebenso in anderen Ländern greifen die Regierungen immer wieder zu solchen Wundermittelchen.
    In Kriegszeiten gab es in vielen Ländern sogar Zwangsanleihen.
    Wer hier auf Zusammenbrüche wartet, kann eher einen langen weißen Bart bis zum Boden runter erwarten denn das.
    Erst wenn gesellschaftlich relevante und mächtige gut organisierte Schichten und Gruppen auf den Plan treten, wird es zu einschneidenden Veränderungen kommen.

  1. Thomas sagt:

    Der letzte festgelegte Wechselkurs vom 10. Juli 2007 lag bei 1 Euro zu 0,585274 Zypern-Pfund. Wie auch immer der Kurs in der alten oder ganz neuen Währung festgelegt würde, Zypern wäre frei. Das ist doch die Hauptsache. Immer dieses sogenannte "unkalkulierbare und unabsehbare Risiko" der Eurokraten, ich kanns nicht mehr hören.

  1. Fränk sagt:

    das ganze spiel von unten nach oben wird solange weiter gehen bis unten nichts mehr zu holen ist. das ist nicht mal von allen "da oben" so gewollt - es ergibt sich alleine aus dem zinssystem! das müssen alle begreifen. es ist absolut sicher, dass irgendwann mal der knall kommt! wie jeder sehen kann, wird mit den ganzen rettungspaketen dieser punkt nur hinnausgezögert. es kann wirklich jeden tag passieren, aber auch erst in 10 oder 15 jahren. solange eben noch die zinsen erwirtschaftet und aus den arbeitnehmern genug herausgequetscht werden kann. ich hoffe die lassen zypern pleite gehen. dann kann man nämlich sehen was danach kommt! nur wird dieser kleine bankrott dann trotzdem immer noch nicht einen globalen crash, mit noch weit krasseren konsequenzen, darstellen.

  1. Tertius sagt:

    Die exponentiell anwachsenden Zinslasten des aus dem Nichts geschöpften Schuldgeldes müssen - koste es was es wolle - bedient werden. Wenn Schuldner ausfallen, müssen die Armen und die zu zerstörende Mittelschicht solidarisch mithaften. Dies ergibt sich zwangsläufig wenn trotz intensivster Sparbemühungen durch Rentenkürzungen, Inflation und sozialer Abbau die gigantischen Schuldentürme dennoch weiterwachsen.

    Was viele nicht begreifen: Die aus dem Nichts geschöpften Schulden wachsen schneller voran als es die Wirtschaft je könnte. Exponentielles Wachstum durch Zinseszins galoppiert dem linearen davon. Leider hat Baron Rothschild völlig recht wenn er sinngemäss schreibt: "Die wenigsten sind mental in der Lage, unser Geldsystem zu durchschauen. Und die wenigen, die es verstehen werden davon profitieren, sodass aus deren Reihen kaum Widerstand hervorgehen wird. "

    Somit wandern die Vermögen leistungslos von arm nach reich, resp. von fleissig nach faul!
    Zypern war erst ein Anfang. Da hat Freeman unweigerlich recht. Wenn die Lawine erst losgetreten ist, lässt sie sich nicht mehr aufhalten.

    Ich denke die grössten Übel dieser Zeit liegen in diesem unsäglichen Fiat Money Geldsystem, das wie eine gigantische Pumpe von unten nach oben wirkt. Ein gerechtes Geldsystem wäre ein Vollgeldsystem, dem keine Schuld als Gegenwert gegenübersteht, sondern ein reeller Wert wie z.B. das Bruttoinlandprodukt einer Wirtschaftsgemeinschaft.

    Leider wird das in der Mainstream-Presse nicht thematisiert, da diese den Banken und Konzernen gehören und mit ihrer Propaganda die Leute weichspülen und immer wieder in die Irre führen. Somit lassen sie sich gegeneinander ausspielen und von den wahren Ursachen der uns alle betreffenden Wirtschafts- und Finanzkrise ablenken.

  1. Russland übernimmt und verschafft Zyperns BANKSYSTEMEN eine Geldspritze,.. ja weil sich das für Russland lohnt. Darüber hinaus ist das EU bzw Banken System mit dieser Situation überfordert. (-> Welche Länder folgen noch?!)
    Subventionen für Banken sind der Falsche weg.

  1. humanity sagt:

    lt. wiki: "Zypern (griechisch Kypros (Κύπρος), türkisch Kıbrıs), ist eine Insel im östlichen Mittelmeer.(...) Zypern gehört geographisch zu Asien, wird politisch und kulturell jedoch meist zu Europa gezählt."

    in den zypern-diskussionen geht es doch wohl um den griech. teil...finds etwas eigenartig, dass man das in den nachrichten nie raushören kann, welchen teil der insel es betrifft, da man immer nur allgemein von "zypern" spricht...denn das ganze hat ja doch eine äusserst wichtigst polit-funktion momentan.............

  1. Freenet sagt:

    Video -> "This program is not available in your geographic region. We apologize for any inconvenience this causes."

    Aha, darf man bei uns schon nicht mehr sehen was in Zypern passiert!!!

    Anmerkung: Die Werbung vor dem Clip funktioniert! Eigentlich sehr symbolisch für unsere Gesellschaft, oder?

  1. xabar sagt:

    Bravo Harald, du hast den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen:

    ERST WENN gesellschaftlich relevante, mächtige und gut organisierte Gruppen auf den Plan treten, wird es zu einschneidenden Veränderungen kommen.

    Ich muss immer wieder das lateinamerikanische Beispiel zitieren:

    Auch dort hat man die Volkswirtschaften vieler Länder, ja fast aller, über Jahrzehnte hinweg nach dem Krieg durch eine neoliberale, an den Interessen des US-Imperialismus orientierte Politik so ruiniert, bis nichts mehr zu ruinieren war. Und dann traten plötzlich, völlig unerwartet die Massen auf den Plan und machten Geschichte.

    Die argentinischen, die ekuadorianischen, die venezolanischen, die nicaraguanischen, die bolivianischen usw. Schlafschafe, von denen man dergleichen nicht erwartet hätte, organisierten sich und hoben neue Leute auf den Schild, darunter Hugo Chavez, Evo Morales, Lula da Silva, die Kirchners oder Rafael Correa und ihre Organisationen, von denen sie getragen wurden, und erst danach kam es zu den 'einschneidenden Veränderungen', von denen du sprichst, die bis heute andauern.

    Erst wenn man die Kuh nicht weiter melken kann, weil sie völlig ausgezehrt ist und keine Milch mehr geben kann, UND die Massen sich organisieren und neue politische Kräfte nach vorn bringen, kommt es zu diesen Veränderungen.

    Wenn aber die zweite Voraussetzung fehlt, also die, dass sich die Massen organisieren und auf den Plan treten, geht alles so weiter. Es passiert dann immer das Gleiche: eine sog. Lösung folgt der anderen, eine Scheinlösung folgt der anderen, die in Wirklichkeit nur das von oben gewollte Spiel gegen die einfachen Menschen fortsetzen soll, um den Transfer von Vermögen von unten nach oben weiter zu gewährleisten.

    Wir brauchen also eine Bewegung, eine mächtige Bewegung von unten, unabhängig von den bestehenden Parteien, die klare Ziele und eine klare Strategie zur Lösung der Krise im Sinne der einfachen Menschen definiert. Diese Lösung kann nur sein:

    1. Nationalisierung des Bankensektors;

    2. Verhaftung der Bankster und ihre Bestrafung;

    3. Austritt aus dem Euro und Wiedereinführung der DM;

    4. Austritt aus der Nato;

    5. Auflösung aller fremden Stützpunkte auf unserem Territorium (warum? weil diese Stützpunkte die Macht der FED-Banken garantieren. Nur deshalb gibt es sie!);

    6. Ein demokratisches Mediengesetz zur Schaffung neuer staatlicher oder kommunaler Medien;

    7. Herstellung der vollen staatlichen Souveränität Deutschlands und Wiederherstellung des Grundgesetzes;

    8. Bündnis mit Russland und mit allen Staaten, die einen ähnlichen Weg gehen.

  1. chrinaom sagt:

    @humanity
    Die Insel ist seit 1974 geteilt.Der Anteil der Tuerken betrug bis zu diesem Zeitpunkt 18%. Zypern war englische Kolonie bis 1960 und bekam nach langjaehrigen Kaempfen 1960 ihre Unabhaengigkeit.Doch die Amerikaner brauchten die Insel als Stuetzpunkt fuer ihre Angelegenheiten im Nah- Osten.Sie benutzten die Tuerkei fuer ihre Plaene. So erfolgte 1974 eine tuerkische Inversion.Die Folgen? Verbrannte Doerfer, 2000 Tote, 1600 Vermisste(=Tote), 200 000 Fluechtlinge, die alles verloren und bis jetzt zu ihren Hausern nicht zurueck duerfen.So gibt es seitdem einen tuerkischen und einen griechischen Teil.Manche Orte im tuerk.Teil wurden von Tuerken aus der Tuerkei besidelt, eine Stadt ist ganz leer ( Amochostos)

  1. Di Ar Ie sagt:

    @xaber

    9. Ein Ende mit den Geheimdiensten, die braucht
    kein Mensch!

  1. frida sagt:

    Langsam geht den Verantwortlichen der A*sch auf Grundeis, wie man so schön sagt.
    Im blinden Rausch von Macht und Möglichkeiten haben sie wohl nicht gesehen, dass ihr ausbeuterisches System nicht nur einige riesige Schwachstellen hat, sondern auch dass sie diese durch die Gier ihrer Gefolgsleute (die Börsen - Peons) selbst ausglöst werden.

    Errinnert sich hier jemand an die Endszene des neuesten Zeitgeist? dort sieht man, wie die Bevölkerung Säckeweise das Bargeld zur Bank schafft. Nun, hier ist es jetzt so, Goldinitiative hin oder her, dass die Banken das Geld haben und wie ein Drache auf seinem Schatz sitzend, darüber wachen. Und mit jedem Moment wird der Haufen Geld kleiner (im übertragenen Sinne), obwohl keiner ihn Anrührt.

    Durch Gier ist das System entstanden und Gier wird es wieder untergehen lassen.

    Noch ein kleines, passendes Lied zu diesem Thema:

    Uwe Banton - Money Fool

    http://www.youtube.com/watch?v=r-aaXUVA4TI

    Liebe Grüße

  1. MastaFu sagt:

    @chrinaom

    Was erzählst Du da für ein Blödsinn und verbreitest Unwahrheiten?!

    Die Insel Zypern wurde 1571 von den Osmanen erobert. Mit dem Zypern-Abkommen wurde 1878 die Insel an Großbritannien verpachtet. Die Briten sollten die Insel im Namen des osmanischen Sultans verwalten. Religion, Bildung und Justiz unterstanden weiterhin den Osmanen.

    Da das Osmanische Reich im 1. WK auf deutscher Seite gekämpft hat, haben die Briten die Insel einfach annektiert!

    1955 haben sich die griech. Zyprioten bewaffnet und die Organisation EOKA gegründet. Sie wollte die Briten von der Insel vertreiben, haben aber auch die türk. Zyprioten angegriffen! Daraufhin haben sich die Türken ebenfalls bewaffnet und organisiert!

    Zypern wurde am 16. August 1960 aufgrund des Zürcher und Londoner Abkommens zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei unabhängig. Dieses Abkommen sollte eine Anbindung an Griechenland oder die Türkei verhindern. Großbritannien, Griechenland und die Türkei fungierten als Schutz- und Garantiemächte.

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Zürcher_und_Londoner_Abkommen

    Am 21. Dezember 1963 haben die griech. Zyprioten ein Gemetzel gegen die türk. Zyprioten gestartet! 1967 fand ein weiteres Gemetzel statt und die Anbindung zu Griechenland kam wieder auf! Griechenland hat inoffiziell 15.000 Soldaten auf Zypern stationiert!

    In einem von der griechischen Junta unterstützten Putsch der Nationalgarde wurde 1974 Präsident Makarios gestürzt. Die nationalistisch orientierten Putschisten strebten die Angliederung an Griechenland an (Enosis). Die Türkei rief Großbritannien auf als Garantie- und Schutzmacht zu fungieren und die Anbindung an Griechenland zu unterbinden. Großbritannien reagierte jedoch nicht!

    Als Folge von Pogromen und ethnischen Säuberungen und unter Berufung auf ihre Rolle als Garantie- und Schutzmacht der türkischen Inselbewohner intervenierte die Türkei und besetzte den Norden Zyperns gemäß Artikel IV. des Zürcher und Londoner Abkommens.

    Die Türkei möchte ein unabhängiges Zypern und hat dem Annan-Plan 2004 zugestimmt! Die griech. Zyprioten haben dem Plan jedoch nicht zugestimmt!