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Matrosen der USS Ronald Reagan verklagen TEPCO

Donnerstag, 14. März 2013 , von Freeman um 09:00

Acht Matrosen der US Navy, die den Überlebenden des Tsunami in Japan halfen, haben den Betreiber der Atomanlage in Fukushima auf Millionen von Dollar an Schadenersatz verklagt, weil die Firma über das Strahlungsrisiko gelogen hat. Zahlreiche Matrosen sind an den Folgen der Verstrahlung erkrankt, nach dem der Flugzeugträger USS Ronald Reagan vor der japanischen Küste beordert wurde, um Hilfe zu leisten. Die betroffenen geben in ihrer Klageschrift vor Gericht in San Diego an, die Tokyo Electric Power Company (TEPCO) und die japanische Regierung hätten zusammen die Wahrheit über die Gefahr der Verstrahlung verschwiegen.

Das Deck des Flugzeugträgers wurde wegen der Verseuchung abgewaschen

Erkrankte Matrosen erzählen, ihnen sind die Haare ausgefallen, es haben sich Geschwülste am ganzen Körper gebildet, sie sind ständig müde, müssen sich übergeben und haben schlimme Kopfschmerzen. Weibliche Matrosen berichten, ihre Menstruation hat aufgehört und sie fühlen sich matt und sind ständig krank.

Die beiden Matrosen der USS Ronald Reagan, Maurice Enis und Jaime Plym, die der Strahlung während der Hilfsaktion in Japan ausgesetzt waren und dadurch erkrankt sind, sagten bei einer Pressekonferenz, einige Kameraden haben versucht sich das Leben zu nehmen. Sie versuchten von Bord zu gehen und hatten grosse Angst. Es war furchtbar, sagten sie.



Maurice Enis sagte, als er von einem Hilfseinsatz in der Nähe von Fukushima zurück an Bord kam haben die Geigerzähler so heftig ausgeschlagen, niemand wollte in seiner Nähe sein. Das Entseuchungs- team hat ihn stundenlang die Haut abgeschrubbt. Sie haben ihn mehrmals mit einer orangen Flüssigkeit bemalt und dann das Zeug mit Bürsten von der Haut gewaschen. Er sagte, er hat gebetet die Messgeräte würden nach jeder Prozedur nichts mehr anzeigen.

Er erzählte, sie haben ihn aufgefordert nichts anzufassen und von allem fernzuhalten. Sie behandelt ihn wie wenn er die Pest hätte. Erst nach dem die Geräte keinen Alarm mehr anzeigten haben sie ihn gehen lassen. Seit dem leidet er aber unter der Strahlenkrankheit.

Mittlerweile sind einige hundert Matrosen der USS Ronald Reagan von der Verseuchung betroffen und erkrankt. Die US Navy behauptet, sie hätte damit nichts zu tun und lässt ihre Matrosen in dieser Sache alleine. Deshalb hat jetzt eine Gruppe die Verursacher der Verstrahlung in Japan verklagt, um damit wenigstens Hilfe für ihre Behandlung zu bekommen und auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Einer der erkrankten Matrosen sagte: “Keine noch so grosse Summe an Geld kann mich als 23-Jährigen entschädigen, denn ich blute aus dem After und habe Probleme mit meinen Lymphdrüsen.“ Einige seiner Kameraden sind an Krebs erkrankt.

Zur Erinnerung, der Flugzeugträger USS Ronald Reagan plus Begleitschiffe wurde nach dem die Tsunamiwelle am 11. März 2011 zugeschlagen hatte vor die Küste beordert, um Hilfe zu leisten. Hubschrauber sind ins Katastrophengebiet geflogen und haben obdachlose Menschen und die wegen der radioaktiven Verseuchung rund um Fukushima evakuiert werden mussten ausgeflogen.

Die Hubschrauber aber auch die Schiffe selber gerieten dadurch in die radioaktive Wolke, die wegen der Explosion der Atomreaktoren ausgelöst wurde. Nach der Rückkehr von ihren Einsätzen an Bord wurden hohe Messwerte an der Kleidung und an der Haut der Matrosen gemessen. Die ganze Flotte musste sich deshalb repositionieren und aus der Windrichtung welche die radioaktive Partikel von der Atomanlage übers Meer trieb entfernen.

Hioaki Koide, Assistenzprofessor am nuklearen Forschungsinstitut der Universität von Kyoto hat gesagt, die Menge an Cäsium-137 die durch Fukushima in die Umwelt gelangte entspricht dem von 400 bis 500 Hiroshima Atombomben. Dabei ist der Austritt an schädlicher Strahlung bis heute zwei Jahre nach der Katastrophe gar nicht eingedämmt worden und verseucht weiter jeden Tag die Atmosphäre, die Landschaft und das Meer.

Vor der Küste von Fukushima wurde ein Fisch gefangen, bei dem 740'000 Becquerel Cäsium pro Kilogramm festgestellt wurden. Dies entspricht dem 7400-fachen der als unbedenklich geltenden Dosis. Der bisherige Rekord lag bei einer Cäsium-Belastung von 510'000 je Kilo.

Das schockierende an der aktuellen Situation ist aber, die Atomexperten haben keine Ahnung in welchem Zustand die Reaktoren sind. Ständig kommt radioaktive Strahlung und Partikel aus der Anlage. Reaktor 3 strahlt so schlimm, die Arbeiter konnten noch gar nicht aus der Nähe die Lage beurteilen.

TEPCO hat auch noch nicht angefangen die Reaktoren irgendwie mit einem Gehäuse abzudichten, um die Umwelt vor der Strahlung zu schützen. Ausserdem ist die Verseuchung des 50 Kilometer Umkreis so schlimm, es wird 30 bis 40 Jahre dauern um die Landschaft rund die Atomanlage zu dekontaminieren.

Eigentlich müsste die Erde über einen Grossteil Japans abgetragen werden

Wenn man es realistisch nimmt, ist halb Japan verseucht und die 30 Millionenstadt Tokyo und Umgebung müsste komplett evakuiert werden. Da das angeblich nicht durchführbar ist wird von Seiten der Regierung und der Betreiberfirma TEPCO ständig über das Sicherheits- und Gesundheitsrisiko gelogen, um die Menschen zu beruhigen.

Wer glaubt, nur Japan ist von dieser Verstrahlung betroffen und das Problem ist weit weg, der irrt sich gewaltig. Die ganze nördliche Hemisphäre hat erhöhte Strahlenwerte und der Dreck verteilt sich über das Meer und die Luft überall hin. Auch wir werden darüber im Dunklen gehalten und belogen.

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70 Prozent der Landfläche rund um Fukushima besteht aus Wald, dessen Bäume sehr hohe Konzentrationen an Cäsium und andere radioaktive Stoffe aufweisen. Wissenschaftler haben vorgeschlagen, der ganze Wald muss abgeholzt und als Sondermüll entsorgt werden, sonst wird die Gegend nie mehr bewohnbar sein. Nur, so eine gigantische Aktion ist praktisch undurchführbar:

insgesamt 22 Kommentare:

  1. sasa lasa sagt:

    Es müsste uns allen klar sein, das man uns das nur sagt was wir nur wissen dürfen ...

  1. bernd sagt:

    Und wie sieht es aus mit Uran Munition verseuchte Soldateskas, verklagen die auch fleissig die US Regierung oder habe ich das was verpasst??

  1. Hitcher sagt:

    es hat sicher noch weitere Matrosen erwischt, die mit anderen Schiffen durch die Wolke gefahren sind, aber die hatten sicher keine Strahlenmessgeräte und auch keine Dekontaminierungsausrüstung, und -Ausbildung.
    Eigentlich muss gerade die US-NAVY wissen, wie gefährlich es ist, durch eine radioaktive Wolke zu fahren, immerhin fürhen die ja auch Atomwaffen mit sich.

    Also, wo sind die Berichte über die ganzen anderen Strahlenkranken, auch die Betroffenen aus Japan, welche bei der Aufräumung in den Reaktoren und in den Tsunami-Gebieten mitgeholfen haben?
    Werden deren Berichte zensiert?

  1. "Interview mit der Geophysikerin Leuren Moret" http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2011/03/interview-mit-der-geophysikerin-leuren.html Ergänzung zum Artikel

  1. Florian sagt:

    Wobei hier auch wieder die Doppelmoral zutage kommt. Wie bernd schon angedeutet hat. Aber es sind ja nicht nur Soldaten verseucht worden. Wer es verpasst hat sollte sich diese Kurzdoku auf YT anschauen: Die Uranmunition der NATO_ Das strahlende Vermächtnis - Weltspiegel 03.02.2013 - kam (komischerweise) auf ARD. Hier werden an einem Vormittag in Basra 6 tote Neugeborene begraben. Ich hätt heulen können!

    Da kommen jetzt 8 Matrosen/Soldaten daher die aus dem After bluten und verklagen TEPCO, also die japanischen Bürger, auf Millionen Schadenersatz, weil sie zu dämlich waren sich von der Strahlungswolke fern zu halten! Vielleicht war sogar einer der Soldaten im Irakkrieg dabei, wer weiß.
    Ich weiß, Irak hat nichts mit dem Vorfall in Japan zu tun, ist mir nur so zu dem Thema eingefallen.

    Herr hilf uns in dieser dunklen Stunde.

  1. Harald sagt:

    Das Schweigen der Massenmedien in Zusammenhang mit Kernenergie und Uran-Waffen, den damit verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen ist schon gespenstisch.
    Auch über diesen neuen Fall hört und liest man nirgends etwas.
    Dafür endloser Jubel über Rekorde von VW und BMW im letzten Jahr, den neuen Papst, die neue, bald wohl schon anstehende Agenda 2020 und so weiter und so fort.
    Abgekarterte Gehirnwäsche pur.

  1. Eckart sagt:

    Deckschrubben wie auf einem Segelboot.

    Mich wundert nichts mehr bei den Amis! Da behaupten sie die mächtigste Marine der Welt zu haben - und haben nur Schrubber mit Hanfborsten für die Reinigung des Decks.

    Armselige Krieger! - Da würde ich auch krank werden. Man hält es im Kopf nicht aus.

  1. MSBeatz sagt:

    Wem darf ich jetzt glauben? Der wisnewski hat vestern das gegenteil geschrieben.

  1. IrlandsCall sagt:

    Und weil Fukushima so radioaktiv verseucht ist laufen die Reporter und die Wissenschaftler da alle ohne Schutzkleidung rum? Ich habe bisher keine verifizierbaren Messergebnisse gesehn, die nicht aus dem Ministerium für Propagada oder den Ökofaschisten stammten. Mich würde es nicht wundern, wenn der Reaktor leer war (sollte sowieso im Monat der "Explosion" stillgelegt werden und durch gesprengt wurde. Da kann man noch mal schön dier Versicherung oder den Steuerzahler abkassieren, und Angst verbreiten. Ich glaube nichts, was aus den Systemmedien kommt, oder von den Ökofaschisten wie Greenpiss oder WWF oder GRÜNEN etc.

  1. Humungus sagt:

    weil sich fukuschima über die ganze erde verteilen wird haben sie nach fukuschima in europa auch die grenzwerte angehoben. seit dem müssen in deutschland auch wieder weniger geschossene wildscheine wg. erhöten werten vernichtet werden und dürfen wieder verzehrt werden...
    so hat fukuschima die durch tschernobyl verstrahlten wildscheine wieder essbar gemacht...

  1. Kayron sagt:

    weiß garnich was die us soldaten fürn wind machen, wenn sie an den folgen der strahlung sterben sind die wenigstens für ne gute sache gestorben, anstatt terror über unseren Planeten zu bringen.

  1. Jürgen B sagt:

    Versteh das aber nicht. Wenn ich zur so einer Hilfsaktion geschickt werde habe ich doch die Strahlenmessgeräte immer am Mann ( Frau )oder nicht?

  1. 3DVision sagt:

    Ich kann niemanden mehr bedauern,es ist den Arschlöcher gut auf der Fresse.
    Wer mit Mörder geht,wird auch mit denen umkommen.

  1. Minshuku sagt:

    Die armen amerikanischen Soldaten...aber, dass man im Irak-Krieg, Afgahnistan, Kosovo etc. abgereicherte Uranmuntion benutzte und gerade im Irak ganze Landstriche dermassen kontaminierte, dass auf Generationen Erbgutschäden bei der Bevölkerung (wie auch bei den Amis) auftreten, spielt anscheinend keine Rolle. Oder vielleicht sollten die Amis mal die zwei Reaktoren der CVN-76 auf Dichtigkeit überprüfen...

  1. sasa lasa sagt:

    Wer als Blindekuh durch die Welt geht, wird vom Schlachter auf die Bank geführt ! Nix anderes passiert bei diesen ganzen atomaren elektrizitäts Zeitalter, wo zum Teufel baut man diese atomaren Kraftwerke denn hin und wie zum Teufel denkt keiner daran das man auch Müll entsorgen muss, ich denke es müsste noch mehr passieren das wir Menschen endlich Begriffen , das. Erneurbare Energien und atomar Energien die letzte verarsche und unser Untergang der menschheit ist, ... Es gibt Dinge die gibt's kostenlos, doch wir leben in einer Gesellschaftsform Anfang des 20 Jahrhunderts das man Industrialisierung nennt, was das bedeutet erkennt man jetzt , mit seinen vor und Nachteilen der Bevölkerungsschichten weltweit ... Uns werden Technologien nicht offenbart, die kostenlos für jeder Mann gibt ! Freibare Energien ! Google danach .... MfG

  1. Kasandroo sagt:

    @bernd

    Du gefällst mir. Du stellst die richtigen Fragen.

  1. Peter sagt:

    Darf ich die Ukraine verklagen, die durch den Supergau Tschernobil eine Welle von Krebserkrankungen bei uns ausgelöst hat?
    Meine Frau war ein Opfer davon. Ich sage war, weil sie sterben musste.
    Und als Agenturleiter einer Krankenkasse kann ich vermelden, dass im Jahr 1996 die Krebserkrankungen massiv angestiegen sind, dies zum Mehrfachen was in Jahren davor und danach.
    Und glaubt mir - meine Frau kann man mit keinem Geld der Welt ersetzen!

  1. Mike Renard sagt:

    Jaja, die amerikanischen Heldensoldaten. Wenns an den eigenen Arsch geht wird auf grossem Niveau gejammert und geheult.
    Like a Sissy.

  1. viromistera sagt:

    @MSBeatz (und andere): Erstens solltest Du JEDE Information die Du aus zweiter Hand bekommst misstrauisch betrachten. Zweitens beziehen sich Wisnewskis Ausführungen auf die Anzahl der BEKANNTEN Geschädigten. Und drittens schreibt er über die AKTUELLE Strahlensituation im Umland. Falls die tatsächlich recht niedrig ist, freut mich das. Sie ist offensichtlich aber zumindest so hoch, dass Teile des Landes weiter evakuiert bleiben.

    Wisnewski scheint Kernenergie positiv zu betrachten und wählt Aspekte in seiner Darstellung, die ihr Risiko gering erscheinen lassen. Ich mag Menschen, die gegen den Strom an ihrer Meinung festhalten und wenn das seine Einschätzung ist, dann soll er sie eben veröffentlichen. Ist sein gutes Recht!

    Meine Einschätzung geht in diesem Fall eher mit der Darstellung von Freeman:
    Nach meiner Erinnerung wehte der Wind in den Wochen als die meisten radioaktiven Partikel emmitiert wurden in Richtung See. Zum Glück! Das versuchte Wasser der notdürftigen Kühlversuche floss ebenfalls ins Meer.
    Deshalb ERSCHEINT der Unfall(?) manchem als weniger groß.
    Würde ein langanhaltener Stromausfall ein KKW auf dem Festland treffen wäre der Schaden vermutlich deutlicher sichtbar und messbar.

    Und wo waren die US-Kriegsschiffe? Vermutlich genau in der radioaktiven Luft- und Wasserwolke. Wobei zugegebenermaßen ich nun spekuliere.

    Für mich bleibt jedenfalls durch Fukushima die Erkenntnis, dass KKWs auch nach ihrer Abschaltung über Tage und Wochen mit Strom versorgt werden müssen, um eine Kernschmelze zu verhindern. Das war mir neu. Selbst wer akzeptiert mit einer gewissen radioaktiven Belastung durch Kernenergie zu leben und die Frage nach der "Endlagerung" oder "Aufbereitung" durch späteren wissenschaftlichen Fortschritt lösen zu lassen kann nicht umhin jeden Reaktor, der nicht auf dem Grund eines Gewässers liegt, im Fall eines Blackouts (Stichwort "Sonnensturm") als "schmutzige Bombe" zu betrachten.

  1. bernd sagt:

    Peter,

    Mein tiefes und ehrliches Beileid zu Deinem Verlust!!!!

  1. Sie tun mir wirklich leid die Soldaten.
    @ PETER: Mein Beileid.
    Auch ich habe meine liebe Freundin 2012 verloren. Damals wußte ich noch nichts von den 5 BIOLOGISCHEN NATURGESETZEN nach DR.G. Hamer. Nach einer Strahlen-Therapie wegen eines Knotens am Halswirbel war das Ergebnis: Der Knoten war kleiner, Die Speicheldrüsen zerstört, Die Geschmacksnerven zerstört. Exitus,
    nach Leberversagen innerhalb von 10 Tagen. Befund der Ärzte; der Krebs hatte Metastasen gebildet, also gestreut.

  1. Peter sagt:

    @Helmut Ungewitter:

    Danke, Dir auch von meiner Seite.

    Du nennst Dr. G. Hammer. Ich habe mal gegoogelt und gefunden einen Dr. G. Hammer, der Orthopäde oder mit gleichem Namen der Dermatologe (Hautarzt).

    Ich nehme mal an, dass dies keiner von Beiden ist. Da m9ch allerdings alles interessiert, das Richtung Alternative Medizin geht bitte ich Dich, etwas konkreter zu werden. Hast Du ev. eine URL?

    Danke für Deine Mühe
    Peter