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Kissinger - Trump ist niemanden verpflichtet

Samstag, 3. Dezember 2016 , von Freeman um 16:00

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat Henry Kissinger nach Peking eingeladen, um von ihm zu erfahren, wie Donald Trump wirklich tickt und was seine zukünftige Politik gegenüber China sein wird. Der 93-jährige ehemalige amerikanische Aussenminister hat eine lange Beziehung zu China, angefangen 1972 als er für Präsident Richard Nixon die Normalisierung der diplomatischen Beziehungen einleitete. Höhepunkt der "Ping-Pong" genannten Diplomatie war der Staatsbesuch von Nixon am 21. Februar 1972 in Peking und die Gespräche, die er mit Mao Zedong führte. Dabei wurde vereinbart, dass die USA ihre Truppen aus der Republik China (Taiwan) abziehen. Die chinesische Führung betrachtet Kissinger als alten Freund Chinas, der mindestens 80 Mal das Land seit seiner "Geheimmission" 1972 besucht hat. Am vergangenen Freitag traf sich Kissinger mit der chinesischen Staatsführung, denn sie will wissen, wird die neue US-Regierung auf Konfrontation gehen, was den Handel und die territorialen Streitigkeiten betrifft, so wie Trump es während des Wahlkampfes versprochen hat?



Kissinger und Trump hatten sich vor zwei Wochen kurz in Manhattan getroffen, was aber genau besprochen wurde ist nicht durchgesickert. Kissinger sagte nur, Trump macht jetzt den Übergang von einer Person, die einen Wahlkampf geführt hat, zu einer, welche die Vereinigten Staaten führen und alle Menschen vertreten muss. Er sagte, man sollte Trump nicht auf alle seine Aussagen während der letzten 12 Monate festnageln. Für ihn ist Trump aussergewöhnlich, denn er sagte: "Dieser gewählte Präsident ist der einzigartigste den ich je, was einen Aspekt betrifft, erlebt habe ... er hat kein Gepäck!"

Kissinger meint damit, Trump ist niemanden verpflichtet und etwas schuldig, was sehr ungewöhnlich für einen zukünftigen Präsidenten ist. Da Trump nicht zur politischen Kaste gehört, ist er völlig unabhängig und frei. Hillary dagegen gehört zu 100 Prozent der Finanzelite und den Bankstern und allen anderen grossen Spendern für ihren Wahlkampf. Die wollten was sehen für ihre Millionen und was zurückbekommen, wenn sie ins Weisse Haus einzieht, was nun nicht passieren wird.

Übrigens, dazu fällt mir ein, ich habe Henry Kissinger 1988 auch mal in Manhattan getroffen. Ja er kam mir auf der 5th Avenue in der Nähe vom Plaza Hotel am frühen Abend entgegen, aus Richtung Waldorf Astoria kommend, wo er ja bis heute wohnt. Ich habe ihn auf Deutsch angesprochen und wir haben uns kurz unterhalten. Damals hab ich im Finanzbereich an der Wall Street gearbeitet. Ich habe ihn als kleines Männchen in Erinnerung, der ganz alleine auf mich zu kam. Damals war mir das üble System das er vertritt noch nicht bewusst. Das kam erst nach 9/11.

Aber fertig mit Anekdoten und zurück zur Gegenwart.

"Wir sind in einem Schlüsselmoment. Wir auf der chinesischen Seite beobachten die Situation sehr aufmerksam", sagte Xi am Freitag, als er Kissinger in der grossen Halle des Volkes begrüsste. "Dr. Kissinger, ich bin ganz Ohr was sie über die aktuelle Weltsituation zu sagen haben und über das zukünftige Wachstum der China-USA-Beziehungen."

Kissinger dankte Xi und die chinesischen Offiziellen für ihre Erklärung über "die Natur Eurer Denkweise und die Vorhaben Eurer langfristigen Politik." Genau wie viele andere Regierungen unter den Alliierten und unter den Rivalen ist der Sieg von Trump für die Chinesen ein Schock und eine völlig neue Situation, welche sie zwingt, die zukünftigen Pläne von Trump über die diplomatischen Beziehungen abzuschätzen.

"Es ist wichtig für China und die USA, mit einem minimalen gegenseitigen Vertrauen, einen inoffiziellen Kanal zu haben, um die gegenseitigen Interessen auszubauen und Fehlkalkulationen zu vermeiden", sagte Gao Zhikai, ein Übersetzer von Deng Xiaoping, den verstorbenen Vorgänger von Xi, der sich oft mit Kissinger über die Jahre getroffen hat. "Kissinger hat eine einmalige Position in den Beziehungen zwischen den zwei grossen Mächten als Botengänger."

Die Denkweise und Handlungen von Hillary Clinton kennen die Chinesen aus ihrer Zeit als US-Aussenministerin, aber Trump ist eine unbekannte Grösse für sie. Während des Wahlkampfes hatte Trump China beschuldigt, es würde die amerikanischen Arbeitsplätze stehlen, die Währung zu einem tieferen Kurs manipulieren, und er versprach die Importtarife zu erhöhen. Ausserdem sagte Trump, er will die US Navy mit neuen Schiffen ausstatten, was Peking als Destabilisierung des Pazifik sehen würde, speziell wegen der unterschiedlichen Auffassung des chinesischen Hoheitsgebiet und der Freiheit der Navigation.

Es wird erwartet, die chinesische Führung will nicht nur von Kissinger erfahren, wie Trump sich in Zukunft verhalten wird, sondern sie werden ihn als Übermittler der chinesischen Position benutzen. Was Kissinger nach seinem Gespräch mit Trump den Chinesen sagen kann, er hat gegenüber keiner besonderen Gruppe eine Verpflichtung, ist frei in seinen Entscheidungen, denn er wurde Präsident auf Grund seiner eigenen Strategie und einem aussergewöhnlichen Programm, das er mit einer offenen Sprache der amerikanischen Öffentlichkeit darlegte. Keiner der Gegner hat das so gemacht.

Wie frei er ist hat er am Samstag demonstriert, denn er hat einen Anruf von der Präsidentin von Taiwan Tsai Ing-wen angenommen. Ein "Tabubruch", denn seit 40 Jahren hat das Weisse Haus einen offiziellen Kontakt zu Taiwan aus Rücksicht auf China vermieden. Washington hat akzeptiert, dass Taiwan eine "abtrünnige Provinz" der Volksrepublik China ist, obwohl alle möglichen guten Beziehungen inoffiziell laufen und Waffengeschäfte auch. Peking hat auf das Telefonat verstimmt reagiert, denn es untergrabe die bisherige Vereinbarung, es gebe nur ein China.

Das Weisse Haus distanzierte sich prompt von Trump: "Es gibt keine Änderung an unserer seit Langem geltenden Politik", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Emily Horne. "Wir sind streng unserer Ein-China-Politik verpflichtet." Aber Trump ist da offen und benimmt sich wie ein freier Mensch und nicht wie ein gekaufter Politiker, der von allen Seiten eingeengt wird und Vorschriften bekommt.

Trump geht auch einen anderen Weg, wie er seine Meinung, Politik und auch Ereignisse verkündet. Nicht mehr wie seine Vorgänger über die Medien, was den Presstituierten gewaltig stinkt, weil sie nicht mehr als Filter fungieren können, sondern er spricht direkt zu den Menschen über die sozialen Medien. So hat er auf Twitter geschrieben: "Der Präsident von Taiwan hat MICH ANGERUFEN heute, um mir für den Sieg der Präsidentschaft zu gratulieren. Dankeschön!"



Auf die Kritik, er hätte die bisherige amerikanische Politik gegenüber China damit gebrochen, hat Trump dann getweetet: "Interessant, wie die USA für Milliarden von Dollar Militärgerät an Taiwan verkauft, aber ich soll kein Glückwunschanruf annehmen." Trump stellt damit die heuchlerische und doppelzüngige amerikanische Politik seiner Vorgänger bloss.

Seit 2009 hat das Obama-Regime Waffenlieferung im Wert von 14 Milliarden Dollar an Taiwan genehmigt, aber sie reden nicht offiziell miteinander. Wer soll das glauben?



Wir sehen, Trump ist niemanden verpflichtet und frei in seinem Handeln, hält sich an keine Konventionen, weder wie er seine Politik verkündet, noch mit wem er spricht. Der wird den Laden in Washington noch richtig aufmischen und auch in der Weltpolitik für einige Aufregung sorgen!

Übrigens, ich gebe Trump eine Chance sich zu beweisen und werde ihn nach seinem Handeln beurteilen. Sollte er eine Politik fahren, die nicht friedlich ist und nicht dem Wohle der Menschheit dient, dann werde ich ihn genauso scharf kritisieren, wie ich es bei seinen Vorgängern gemacht habe.

insgesamt 12 Kommentare:

  1. Zum Glück habe auch ich mich für ihn ausgesprochen - war das eine Schlammschlacht und die erste Reihe der Präsidentschaftskandidaten wurden ja im Vorfeld schon verunmöglicht - habe fast nicht mehr daran geglaubt - jetzt genieße ich dass er gewonnen hat - widme ich ihm das Lied von Status Quo "In the Army now" https://www.youtube.com/watch?v=ObntvRcKMrE

  1. qwerasadf sagt:

    Genau das waren auch meine Gedanken! Trump ist weder pro noch contra Unabhängigkeit Taiwans, sondern er lotet momentan sachlich alles aus! In den Medien wird es natürlich so dargestellt, dass er mit China auf Konfrontationskurs geht, das ist falsch! Er hat einfach nur die vorherige Doppelmoral bloßgestellt mit den Waffenlieferungen. Respekt Trump! Endlich ein Mann mit eigenem Kopf da oben!

  1. InformU sagt:

    Hey Freeman,

    ich sehe das Ganze genau wie du, Trump muss sich beweisen, jedoch ist er keinem verpflichtet. Ich bin wie ein kleines Kind aufgeregt, was sich nun verändert- es finden ja noch andere wichtige Wahlen in Europa statt. (Ironie an) Hoffentlich hacken die bösen Russen nicht die Wahlcomputer!" (Ironie aus)

    Sorry... ich muss es einfach loswerden... Ich verabscheue Henry Kissinger. Er mischt sich schon immer in das Geschehen der Menschheit und der Politik ein. Wisst ihr noch, als die Piratenpatei über die 5% gekommen ist ? Sofort hat Kissinger den Parteichef besucht. Wochen - meine ich waren es- hat er das Handtuch geschmissen und die Partei ist abgeschi..en. Er greift also immer noch ins Geschehen ein, ob bei den Bilderbergern oder bei "normalen"Treffen. Rothschild Prostitution!

  1. Bleibt zu wünschen das Trump bei seinem Kurs denen gegenüber bleibt die aus Lügen und Boshaftigkeiten bestehen

  1. Diesen Kissinger kann ich nicht mehr sehen und seinen Namen nicht mehr hören. Dieser Vogel hat der Menschheit mehr geschadet als genützt, er ist ein Massenmörder und Verbrecher. Die einzigen Menschen die er achtet sind seine khazarischen Kumpanen, alle anderen betrachtet er als minder oder als Tiere. Diese Rassisten und Menschenfeinde sind nur ein Übel !!

  1. Think sagt:

    Henry K., ist nur so alt geworden -93 Jahre-, weil er als Mega-Kriegsverbrecher selbst dem Teufel zu schlecht ist !!!

  1. Dass gerade China einen der grössten Kriegsverbrecher des 20. Jahrhunderts einlädt, ist schon sehr verwunderlich. Hat er doch während des Vietnamkrieges nicht auch gegen China indirekt Krieg geführt?
    ***
    So etwas ist wohl nur in den USA möglich, dass der netteste Kriegsverbrecher der Welt frei herumreisen kann und immer noch seinen Einfluss geltend machen darf.
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    Die Chinesen sollten Tee trinken und abwarten. Es kommt wie es kommen muss. Ausserdem müssten sie wissen,  was Trump v.a. zu den Handelsbeziehungen mit China denkt. Er hat sich während des Wahlkampfs schon des öfteren darüber geäussert.
    ***

  1. Nun, Trump ist kein sympathischer Typ, aber er gefällt mir, mit seiner direkten Art. Hoffentlich bleibt er so. Was du schreibst das er Frei und nicht Lenkbar ist, gegenüber von Barry Soetoro "alias Barak Obama" und den Vorgängern habe ich vor zwei Wochen an die Schweizer Printmedien geschrieben. Keine Silbe wurde publiziert. Das zeigt mir wieder wer die Welt regieren will. Ob Ich-Wir kleine "Büezer" es ändern können weiss ich nicht.

  1. Ist Kissinger nicht einer der engsten Freunde der "Rothschilds" ?

    Mehr muss man dazu doch nicht sagen... :)

  1. chaukeedaar sagt:

    Kissinger hat wie immer nicht ganz recht, wenn er behauptet, Trump hätte kein "Gepäck". Er hat Kinder und liebt seine Familie, wie ein normaler Mensch mit Seele, also ist er mit den normalen Illuminaten-Spielchen locker erpressbar.

    Find ich schön, dass Trump die MSM umgeht, das ist der Moment, wo auch ein Chaukee ein Twitter-Konto eröffnet, he, he. Bin gespannt, wann Trumps AIPAC-Banden zum tragen kommen...
    Vorsichtig, der Chaukee

  1. notarfuzzi sagt:

    Ich hoffe nur, die Chinesen vertrauen Kissinger nicht. Würde zwar nicht zu denen passen, aber wer weiß!

  1. Naim Name sagt:

    @chaukeedaar

    Ich glaube Trump ist so mutig, dass selbst wenn er mit seiner Familie erpresst werden würde, würde er keinen Halt machen!!! Dies aber nur, falls er wirklich der auserwählte ist, aber dies zeigt sich an seine Taten und dafür müssen wir ihm die Chancen geben!
    Warum denke ich so? Weil er wie ein Kind ist, schaut doch bitte seine Art an, er ist wie ein Kind! Damit meine ich, er reagiert so, was er für richtig hält. Und er weiss bestens Bescheid über diese korrupte Politik Bescheid! Wenn ein Kind was unfaires sieht, oder was für richtig haltet, dann ändert er es, egal was es kostet. Er denkt nicht lange, sondern macht das was gut ist und Punk! Aber eben NUR Gott weiss Bescheid wie er WIRKLICH ist. Wir können Menschen nur nach ihre Taten beurteilen!

    Westlicher Frühling:
    Denkt bitte an arabischer Frühling. Alle islamische Prediger etc... schrien, es ist sonweit bla bla bla... und am Schluss, siehe da, die Elita hatte ein Plan über den anderen Plan! Hier könnte es gleich sein! Um Trump und Brexit Politik zu stoppen, brauch es 2 Kopfschüsse und der Rest der Pfeiffen traut sich nicht mal raus! Sorry aber das ist eben die Realität...

    Was Freeman und co. riskiert, würden wir nie riskieren! Angsthasen und Faultiere... danke Freeman!