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Warnung an das Management

Mittwoch, 24. September 2008 , von Freeman um 10:31

Arbeiter in Indien haben den Chef einer italienischen Firma totgeschlagen, der sie entlassen hat, meldet die Polizei, und hat diese Tötung als „Warnung an das Management“ beschrieben.

Eine Gruppe ehemaliger Arbeiter bei der Autozulieferfirma Graziano Transmissioni trafen sich mit Chef Lalit Kishore Chaudhary 47 am Montag, um über einen seit langem andauernde Arbeitskonflikt zu diskutieren, der dann in Gewalt ausartete, sagt die Polizei.

Dreiundzwanzig Menschen sind noch im Spital“ sagte Superintendent Babu Ram der Presse.

Die Polizei sagt, die Firma hatte 100 Arbeiter vor drei Monaten entlassen, und wollte über eine mögliche Wiedereinstellung reden.

Nur wenige wurden ins Zimmer des Chefs eingelassen. Ungefähr 150 warteten ausserhalb, als sie jemand um Hilfe rufen hörten. Sie stürmten rein und dann trafen die beiden Seiten zusammen,“ sagte Ram.

Chaudhary wurde mit einem Holzbalken oder einer Eisenstange am Kopf getroffen und dann später im Spital für tot erklärt, sagte die Polizei.

Der indische Arbeitsminister weigerte sich den Angriff zu kritisieren und sagte: „dies sollte als Warnung an das Management dienen.

Arbeiter sollten mit Rücksicht behandelt werden“ sagte Oscar Fernandes den Reportern in Neu Delhi.

Die Arbeiter dürfen nicht so unter Druck geraten, damit sie zu solchen Massnahmen greifen.

Die Medienberichte sagen, dass die Arbeiter bei Graziano Transmissioni entlassen wurden, weil sie mehr Lohn forderten und angeblich die Büros der Firma durchwühlt hätten.

Die Firma Garziano sagte in einer Erklärung in Rivoli Italien, dass die Tötung schrecklich wäre und sie fügte hinzu, sie glauben es wären Leute involviert, die nichts mit der Firma zu tun haben.

Sie sagten, Chaudhary wurde getötet wegen „schweren Kopfverletzungen verursacht durch die Eindringlinge.

Wir verurteilen den Angriff“ sagte Marcello Lamberto, Chef von Oerlikon Segment Drive Systems, welche die Eigentümer der Firma Graziano sind.

Das ist auf keinen Fall ein normaler Arbeitskonflikt, sondern eine kriminelle Tat. Die ganze Oerlikon Gruppe steht der Familie von Herrn Chaudhary in diesem schlimmen Moment bei.

Die Polizei sagt, sie hätten 136 Leute wegen dem Ereignis verhaftet. (AFP)

insgesamt 11 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    viva la revolution.

    oder wie ich immer sage "the revolution will not be motorised"

  1. Anonym sagt:

    Tja, die Inder sind aber auch krass drauf. Das sollte man bei aller Weltoffenheit nicht verleugnen.

    Man wird der Sache sicher nicht gerecht, wenn man den Vorfall im Kontext des (soz.) Klassenkampfes sieht. Da geht es wohl um etwas anderes.

    Ein Manager sollte ja normalerweise ein Mitglied einer hohen Kaste sein, hingegen die Arbeiter entsprechend zu einer niedrigeren Kaste gehören. Jetzt wäre eigentlich folgendes passiert: Mitglieder einer niedrigen Kaste töten ein Mitglied einer hohen Kaste. So etwas würde normalerweise einen Aufschrei der Entrüstung und Racheaktionen nach sich ziehen. Mit Sicherheit ist der ind. Arbeitsminister ein Mitglied einer hohen Kaste, der würde in keinem Fall einen solchen Mord für "verständlich" erklären.

    Der Manager war entweder kein Hindu, oder die italienische Firma hat sich einfach über das Kastenwesen hinweggesetzt, hat ein Mitglied einer (zu) niedrigen Kaste zum Manager gemacht, und hat nun die Quittung dafür bekommen. Quasi mit staatlicher Bestätigung!

    (Kastensysteme sind gut, wenn es darum geht viel Bier im Keller unterzubringen, ansonsten kann ich absolut drauf pfeifen!)

  1. Anonym sagt:

    Gewalt ist keine Lösung für Probleme
    aber wenn man einen handzahmen Tiger
    in eine Ecke treibt und ihn traktiert
    ist die Gefahr groß daß er zur Bestie
    wird.
    Wer Wind säät wird Sturm ernten!
    Wenn die Machthaber weiterhin die
    Menschen in die Enge treiben wird es auch für sie gefährlich.

    Keine Mauer wird dann zu hoch sein
    und kein Bunker tief genug um sich
    vor dem Hass der Gedemütigten und
    Ausgemergelten zu schützen.
    Nur eine soziale Welt kann eine friedliche Welt sein in der man sich ohne Angst bewegen kann.
    Die Frage stellt sich ob es wirklich Wert ist,der Gier wegen
    eine unsichere Welt zu riskieren.

    Ein appelieren an das Recht auf unversehrtheit erübrigt sich bei
    verletzen des Rechts auf Überleben.

    Erst werden die Leute abhängig gemacht wie ein Fixer vom Heroin
    um ihnen dann zu sagen sie sollen
    doch selber schauen wo sie ihren Stoff herbekommen oder sich dafür
    zu tode arbeiten.

  1. anybody2000 sagt:

    OT: geiles Lied

    http://de.youtube.com/watch?v=o7d2UyCvxsw&feature=related

  1. Anonym sagt:

    USA ist pleite: Häsch mir a franke
    <-hihihihj

  1. Anonym sagt:

    USA pleite.

    Wer jetzt lacht, dem fehlt es an Herz, an Fantasie oder an beidem.

  1. Anonym sagt:

    Tool - AEnima

    Some say the end is near.
    Some say we'll see armageddon soon.
    I certainly hope we will.

    I sure could use a vacation from this
    bullshit three ring circus sideshow
    of Freaks here in this hopeless fucking hole we call LA
    The only way to fix it is to flush it all away.

    Any fucking time.
    Any fucking day.
    Learn to swim,
    I'll see you down in Arizona bay.

    Fret for your figure and Fret for your latte and
    Fret for your lawsuit and Fret for your hairpiece and
    Fret for your prozac and Fret for your pilot and
    Fret for your contract and
    Fret for your car.

    It's a bullshit three ring circus sideshow
    of freaks here in this hopeless fucking hole we call LA
    The only way to fix it is to flush it all away.

    Any fucking time.
    Any fucking day.
    Learn to swim,
    I'll see you down in Arizona bay.

    Some say a comet will fall from the sky.
    Followed by meteor showers and tidal waves.
    Followed by faultlines that cannot sit still.
    Followed by millions of dumbfounded dipshits.

    Some say the end is near.
    Some say we'll see armageddon soon.
    I certainly hope we will

    cuz I sure could use a vacation from this Silly shit, stupid shit...
    One great big festering neon distraction,
    I've a suggestion to keep you all occupied.

    Learn to swim.

    Mom's gonna fix it all soon.
    Mom's comin' round to put it back the way it ought to be.

    Learn to swim.

    Fuck L Ron Hubbard and Fuck all his clones.
    Fuck all those gun-toting Hip gangster wannabes.

    Learn to swim.

    Fuck retro anything. Fuck your tattoos.
    Fuck all you junkies and Fuck your short memory.

    Learn to swim.

    Fuck smiley glad-hands With hidden agendas.
    Fuck these dysfunctional, Insecure actresses.

    Learn to swim.

    Cuz I'm praying for rain
    and I'm praying for tidal waves
    I wanna see the ground give way.
    I wanna watch it all go down.
    Mom please flush it all away.
    I wanna see it go right in and down.
    I wanna watch it go right in.
    Watch you flush it all away.

    Time to bring it down again.
    Don't just call me pessimist.
    Try and read between the lines.
    I can't imagine why you wouldn't Welcome any change, my friend.
    I wanna see it all come down.

    suck it down.
    flush it down.

  1. Anonym sagt:

    Wir dürfen nur mit humanen Mitteln handeln, wenn wir eine humane Welt wollen.

  1. Anonym sagt:

    Dumm gelaufen für den Manager Nur hat es wieder mal den falschen erwischt. Der war doch nur Botengänger für die Großen.
    Für Die Führung ist das dann mit 30sec entzetzen erledigt.

  1. gerina sagt:

    im Folgenden ein erschütternder Bericht des Journalisten und Buchautors Jürgen Roth über die skandalösen und im wahrsten Sinne des Wortes mörderischen Arbeitersbedingen von Wanderarbeitern - und das in Europa - an der wir Verbraucher, mit unserer Geiz-ist-geil-Haltung auch einen Anteil tragen: http://www.juergen-roth.com/
    SKLAVENARBEIT IN EUROPA - WAS INTERESSIERT UNS DAS?

    La terra promessa – das gelobte Land schien für viele Wanderarbeiter und Erntehelfer aus Polen dort zu sein, wo die Tomaten reifen, die zu den besten der Welt gehören, die aus Foggia. La terra promessa liegt in Apulien, am Stiefelabsatz Italiens, Hoheitsgebiet der Sacra Corona Unita, der apulischen Mafia. Die Gegend gilt als das Gemüseanbaugebiet Nummer eins in Italien. Nachdem einheimische Arbeitskräfte entweder nicht vorhanden oder für die Landwirte und Großgrundbesitzer zu kostspielig waren, öffnete Italien, wie andere europäische Länder, seine Grenzen, um billige Arbeitskräfte anzulocken. Seitdem herrscht ein grenzenloser und teilweise tödlicher Arbeitsvermittlungsmarkt. Die Ernte läuft unter unmenschlichen Bedingungen ab und mehr als jeder zweite Landwirt rund um Foggia beschäftigt illegale Erntehelfer. „Die Arbeiter werden wie Sklaven gehalten und zwar von denjenigen Landwirten, die gleichzeitig EU-Subventionen erhalten“, klagte Stephen Huges, ein britischer Europa-Abgeordneter. „Aber es ist nicht alleine ein italienisches Problem.“
    Am Straßenrand liegt die verkohlte Leiche eines 45-jährigen Mannes, nicht weit davon entfernt stirbt ein 25jähriger Pole an seinen Kopfverletzungen, nachdem er von einem Auto überfahren wurde. In einem verlassenen Schweinestall wird die Leiche eines verbrannten Mannes entdeckt. Um seinen Hals hängt sein Pass. Er kam aus Polen. Ein 35jähriger Litauer stirbt durch Erstickung, andere Erntehelfer aus Polen sind wegen unbehandelter Krankheiten elend krepiert. „Vielleicht hängt diese Krankheit mit schlechten Arbeitsbedingungen zusammen“, meinte ein Carabinieri. Geschätzt wird, dass jährlich rund Tausend in Polen oder anderen osteuropäischen Ländern angeworbene Erntehelfer Sklavenarbeit auf süditalienischen Plantagen leisten. Untergebracht sind sie in primitiven Unterkünften, die von der Staatsanwaltschaft in Bari als „Lager sowjetischen Charakters“ bezeichnet wurden. Die Arbeiter und Arbeiterinnen mussten auf der nackten Erde schlafen oder in primitiven Zelten. Flüchten konnten sie nicht, da bewaffnete Capos, häufig Polen oder Ukrainer, sie ständig im Auge behielten. Wer zu flüchten versuchte wurde erschossen oder brutal zusammengeschlagen. Als ein Arbeiter es wagte, unerlaubt in der Stadt einzukaufen, wurde ihm mit einer Eisenstange auf den Kopf geschlagen, einem anderen unbotmäßigen Arbeiter wurden beide Arme gebrochen. Andere sind an Erschöpfung gestorben und wurden irgendwo auf den Feldern verscharrt. Die Frauen wurden vergewaltigt und teilweise zur Prostitution gezwungen. Und noch immer werden polnische Arbeiter vermisst. Befürchtet wird, dass sie ermordet wurden. In einem abgehörten Telefongespräch ist folgendes protokolliert: „Ich gehe jetzt ins Feld. Ich lasse nicht zu, dass sie sich so verhalten. Ich habe gesagt, dass ich heute einen oder zwei töten werde, um ein Exempel zu statuieren.“ Der Capo hatte erfahren, dass einige Arbeiter flüchten wollten. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sagte zu diesen Zuständen: „Ich habe nicht erwartet, so etwas in Italien anzutreffen. Die Situation bewegt sich am Rand einer Notlage, wie wir sie zum Beispiel im Kongo oder in Angola antreffen.“ Der Einsatz osteuropäischer Erntehelfer ist ein blühendes Geschäft in einer Region, in der nichts ohne die Duldung durch die regionalen Mafiafürsten von der Sacra Corona Unita möglich ist. Die Capos sind häufig Osteuropäer, Caporali genannt. Sie leisten die Schmutzarbeit für die italienischen Landwirte. Abführen müssen sie einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einnahmen an die örtlichen Mafiafamilien.
    Eines dieser Arbeitslager bei Foggia in denen sie quasi Gefangene waren, um Tomaten zu ernten, wurde Im Sommer 2006 von der Polizei gestürmt. Aber erst nachdem der polnische Honorarkonsul massiv Druck auf die örtlichen Behörden ausgeübt hatte. Auf die Frage, warum die Polizei in Foggia bislang nichts gegen die Sklavenhalter unternommen habe, erklärten Zeugen, dass sie bei der Polizei zwar um Hilfe nachsuchen wollten, aber Angst bekamen, als sie dort die gleichen Gesichter sahen, die mit den Capos ihres Arbeitslagers zusammengearbeitet hatten. Die Carabinieri befreiten neunzig Polen und fünfzehn Slowaken aus dem Arbeitslager. Das Gelände war mit Stacheldraht umzäunt und durch bewaffnete Capos bewacht. Bei ihrer Anwerbung in polnischen Zeitungen wurde ihnen ein Lohn von sechs bis sieben Euro pro 200 Kilo geernteter Tomanten versprochen. Anstatt des versprochenen Lohnes erhielten sie drei Euro pro Tag, für Einkäufe in den umliegenden Ortschaften. Die Arbeitszeit war von vier Uhr am frühen Morgen bis spät in die Nacht hinein. Wer nicht gehorchte wurde brutal zusammengeschlagen. Die Flucht war unmöglich, auch weil ihnen die Reisepapiere abgenommen wurden und keiner italienisch sprach. Für jede Kleinigkeit mussten die Arbeiterinnen und Arbeiter aus Polen zahlen. Die Fahrt zum Tomatenfeld kostete 1,50 Euro, die Unterkunft 5.50 Euro pro Tag in einer fensterlosen Baracke, oder 15 Euro pro Woche im Zelt. Als Nahrung erhielten sie Wasser und Brot, für das sie ebenfalls bezahlen mussten. Bereits in Polen hatten sie 50 Euro für die Vermittlung und 200 Euro für die Busfahrt von Warschau nach Süditalien gezahlt. Sie wollten ihrer Armut entkommen. Im Juni 2007 griffen die Carabiniere erneut zu. Diesmal befreiten sie 113 polnische Arbeiterinnen und Arbeiter. Zeitgleich wurden fünfzehn Verdächtige, davon elf Polen verhaftet. Der italienische Untersuchungsrichter beschuldigt sie der Teilnahme an einer Verbrecherbande mafiosen Charakters.
    Der Run nach billigen Arbeitskräften, ihre Vermittlung, ob in Italien, Spanien oder anderswo – ist ein Geschäftsfeld sowohl skrupelloser Geschäftsmacher wie der Mafia gleichermaßen. Nichts unterscheidet sie in ihrer Skrupellosigkeit. Werden diese kriminellen Machenschaften aufgedeckt greift der demokratische Rechtsstaat ein. Der hat jedoch diese Form der Ausbeutung erst ermöglicht, durch die enthemmte Liberalisierung des gesamten Wirtschaftssystems. Das nutzen jene aus, die das archaische Klientelsystem der Mafia vielleicht nicht geklont, sondern vielmehr perfektioniert haben.

  1. Die Schere zwischen Arm und Reich ist zu groß.
    Der Grund der französischen Revolution war der zu hohe Brotpreis und die arme Bevölkerung war gezwungen zu rebellieren.
    Ich denke, dass weltweit täglich jede Menge an Führungskräften aus dem selben Grund getötet werden. Wir hören es nur nicht ständig und es ist besser, man verschont uns damit...
    Das ist eben auch ein Preis, der durch die bestehenden Ungerechtigkeiten in Kauf genommen wird/werden muss.