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Washington erpresst europäische Firmen

Samstag, 10. November 2007 , von Freeman um 01:18

Wegen der amerikanischen Drohungen ziehen sich britische, französische und deutsche Firmen aus dem Iran zurück.

Multinationale Konzerne stehen unter einem massiven Druck der USA, um keine Geschäfte mehr mit dem Iran zu tätigen. Den europäischen Firmen wird von Washington gedroht, es könnte ihre Interessen in den USA gefährden, wenn sie weiterhin mit Teheran zu tun haben. Und die europäischen Regierungen in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien, unterstützen diese erpresserische Politik der USA.

Gestern hat Siemens, einer der grössten elektrotechnischen Firmen der Welt, beschlossen, keine neuen Geschäfte mit dem Iran abzuschliessen, nachdem sie unter dem Druck der deutschen und amerikanischen Regierungen gekommen ist. Dies ist eine weitere Firma, die der Erpressung nachgibt, nachdem die grössten deutschen Banken, wie Deutsche, Commerzbank und Dresdner sich aus dem Iran zurückgezogen haben, weil der US Vizepräsident Cheney den Firmen gedroht hat, sie würden Ärger bekommen, wenn sie weiter Geschäftsbeziehungen mit Teheran aufrechterhalten.

Das britische Aussenministerium unterstützt die US Politik und hat den Firmen Shell und BP mitgeteilt, es gebe ein Risiko, wenn sie weiter im Iran tätig sind. Auch der französische Präsident Sarkozy hat die Firmen Total und GDF aufgefordert, keine neuen Verträge mit dem Iran abzuschliessen. Angela Merkel unterstützt schärfere Sanktionen gegen den Iran und will eine EU weite Einheitsfront in dieser Sache.

Cheney hat ganz klar geäussert, wenn die Wirtschaftssanktionen nicht greifen, dann wird ein Luftangriff gegen den Iran im nächsten Jahr durchgeführt.

Der Unterstaatssekretär für politische Beziehungen im US-Aussenministerium, Nicholas Burns, und der Unterstaatssekretär für Finanzen, Stuart Levey, besuchten mehrmals Europa dieses Jahr um die Firmen zu warnen, sie würden ihre Geschäfte in Amerika gefährden, wenn sie weiterhin im Iran tätig bleiben.

Informationen aus dem Siemens Konzern besagen, die bestehenden Verträge werden noch abgewickelt, aber keine neuen Aufträge mehr angenommen. Vor vier Jahren hat Siemens den Auftrag erhalten 24 Kraftwerke im Iran zu bauen und letztes Jahr 150 Lokomotiven zu liefern.

Der Umsatz den Siemens im Iran erzielt, macht weniger als 1% des Gesamtumsatzes aus. Im Vergleich erwirtschaftet der Konzern in den USA 14.4 Milliarden Euro, wo sie 70’000 Angestellte beschäftigt. Deutschland war bisher der grösste Handelspartner des Iran. In diesem Jahr hat aber China die Führungsposition übernommen, da der Rückzug der westlichen Firmen unter dem massiven Druck der USA erste Konsequenzen zeigt.

insgesamt 3 Kommentare:

  1. Woraus man sehen kann das der Verlust von Arbetsplätzen in Deutschland unseren Politikern egal ist

  1. Anonym sagt:

    Natürlich ist das denen egal, weil sie keinen Arsch in der Hose haben! Alles Vaterlandsverräter diese Schweine!
    Wenn es nicht so wäre würde sich die ganze EU zusammentun und die USA wirtschaftlich boykottieren! Dann könnten die Penner mal zusehen, ob sie ihren Dollar wieder hoch bekommen.
    Mein Gott, was sind das alles für Schweine auf der Welt!!!

  1. Anonym sagt:

    Das beste wäre doch, wenn alle Staaten davon absehen, mit Menschenrechtsverächtern geschäfte zu machen.

    Aber dafür müssten wir wohl auf etwas Wohlstand verzichten.

    Von mir aus wäre das o.k.