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USA horten Öl, als Vorbereitung für den Krieg

Samstag, 10. November 2007 , von Freeman um 14:47

Der amerikanische Energieminister Samuel Bodman hat die Pläne verteidigt, die Notfallreserven aufzufüllen, obwohl diese Massnahme den Ölpreis bei der jetzigen engen Liefersituation noch mehr in die Höhe treiben würde. (YN)

Das US-Energieministerium verkündete, es hat die drei Ölkonzerne Shell, Sunoco und BP damit beauftragt, 12.3 Millionen Fass Öl für die strategischen Ölreserven des Landes zu liefern, beginnend ab Januar 2008.

Die Lieferungen belaufen sich auf 70'000 Fass pro Tag für sechs Monate.

Die Demokraten im Kongress haben diese Entscheidung kritisiert, Öl für die Reserven zu kaufen, wenn der Markt sowieso überhitzt ist und die Preise laufend steigen.

Die strategischen Ölreserven bestehen aus Kavernen in Salzstöcken in Louisiana und Texas, die zurzeit 694 Millionen Fass Öl beinhalten und für einen Notfall gedacht sind. Die US-Regierung will diese auf die volle Kapazität von 727 Millionen Fass auffüllen.

Dies wird dann im Juli 2008 erreicht sein.

Offensichtlich erwartet die US-Regierung einen akuten Mangel an weltweiten Öllieferungen um diese Zeit.

Die USA verbrauchen 21 Millionen Fass Öl pro Tag, deshalb ist eigentlich das Einlagern von 12.3 Millionen Fass, sprichwörtlich ein Tropfen im Ozean. Von diesen 21 Millionen werden 12 Millionen importiert.

Die gesamten strategischen Reserven, wenn auf voller Kapazität aufgefüllt, würden Amerika gerade mal für zwei Monate reichen.

Warum will die Bush Regierung Reserven anlegen, wenn der Ölpreis auf einem Höchststand ist und sie ihn damit noch mehr in die Höhe treiben?

Wenn die Bush Gangsterbande einen Angriff auf den Iran vorhaben, dann würde dies vieles erklären.

Durch die Blockade der Strasse von Hornuz im Persischen Golf, als Gegenmassnahme der Iraner, wird ein Grossteil der Öllieferung in die Welt nicht mehr stattfinden.

insgesamt 4 Kommentare:

  1. Die Lage zwischen den westlichen Mächten, an deren Spitze die USA, und dem Iran spitzt sich wirklich besorgniserregend auf einen neuen katatrophalen Krieg zu. Aufgreifen möchte ich noch ein Mal das Motto, das Sie am 25.10. ausgegeben haben: „Freunde, wir müssen zusammenarbeiten, um diese Katastrophe zu verhindern“. Doch wie? Nehmen wir ein Mal an, wir sind normale Leute, also keine politischen, medialen oder ökonomischen Größen. Wir könnten fast verzweifeln, wenn wir wieder, scheinbar hilflos, sehen, dass ein neuer, diesmal wesentlich furchtbarerer Atomkrieg vom Zaum gebrochen wird.

    Aber als „normale“ Menschen? Wir können z.B. einen Blog mit kritischen Hintergrundinformationen schreiben und kommunizierend führen. Wir können mit Freunden und Verwandten die Lage erörtern und diskutieren. Wir können Leserbriefe oder Zeitungsbeiträge schreiben. Wir können Demonstrationen organisieren. Wir können mit iranischen Bekannten oder Freunden Kontakt aufnehmen und diese unterstützen. Wenn nur einige wenige das machen, kommen wir nicht weiter. Aus wenigen Menschen kann aber eine Bewegung entstehen, eine Teil der Öffentlichkeit, der sich einflussreich artikulieren kann.

    Es stimmt, die alliierten Streitkräfte zettelten im März 2003 die Operation „Iraqi Freedom“ gegen den Willen der Öffentlichkeit an, die sich besonders in Europa gegen den Krieg im Irak formierte. Aber es geht nicht auf Dauer, gegen die Öffentlichkeit zu regieren und Kriege zu führen.

  1. Freeman sagt:

    Wir müssen den Mund aufmachen und den Politikern sagen, so geht es nicht, wir wollen keine Kriege und schon gar nicht einen gegen den Iran, was Irrsinn ist. Schreibt euren Abgeordneten im Parlament, die euch vertreten, sagt ihnen deutlich eure Meinung.

    Ich habe damals 2002 der Merkel eine Brief geschrieben, in dem ich ihr gesagt habe, der Krieg gegen den Irak basiert auf Lügen, ist ein Verbrechen und sie soll aufhören die Amerikaner zu unterstützen.

    Sie hat mir dann auch eine Antwort zurückgeschrieben, in dem sie diesen verteigt hat. Ich konnte ihre Meinung nicht ändern, aber wenigstens hat sie meine Botschaft erhalten und sie lesen sie auch.

    Wenn genug Leute sowas machen, dann kommt das schon an und hat Einfluss. Wir müssen jetzt aufstehen und unsere Meinung sagen, sonst glauben die Politiker, da man nichts vom Volk hört, wird ihre Politik allgemein akzeptiert.

  1. padawan sagt:

    Natürlich hast du Recht freeman, allerdings setzen sie (die Abgeordneten) auch Gesetze um, die gegen den Willen des Volkes abgeschlossen werden. Wie wir ja letzten Freitag gesehen haben...
    Dennoch gebe ich nicht auf unseren Volkstretern ähhh Volsvertretern massig Briefe und EMails zu schreiben!

  1. Anonym sagt:

    sie horten immer mehr ...

    http://www.freace.de/artikel/200711/251107a.html