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In Österreich werden seit über einer Woche Universitäten besetzt

Samstag, 31. Oktober 2009 , von Freeman um 00:05

Aus Österreich habe ich folgenden Bericht über die Besetzung der Universitäten im Lande bekommen:

„Wessen Bildung? - Unsere Bildung!“

Video vom 24. Oktober – Tag 3 der Besetzung



Wie alles begann..

Am Mittwoch, den 21.10. werden auf der Uni Wien Flyer verteilt, die zu einer Demonstration gegen die derzeitigen Studienbedingungen in Österreich aufriefen. Die Initiatoren sind StudentInnen der Akademie der bildenden Künste, zusammen mit StudentInnen der Universität Wien.

Dass die Studienbedingungen fatal sind, erfährt man als Studentin an der Uni Wien leider täglich auf's Neue. Dass daran etwas zu ändern sei, die Hoffnung darauf war bei mir bislang sehr gering. Der Bologna-Prozess ist schon längst in Kraft, wirkt sich aktiv auf die Studienpläne aus, schränkt Studierende und Lehrende in ihrer Autonomie ein und macht die Universitäten zu Produktionsstätten von gleich geschalteten Akademikern. (Übrigens: Eckpunkte des Bologna-Konzepts wurden vom ERT (European Round Table of Industrialists), einem Verbund von Unternehmen wie Bertelsmann, Daimler und Thyssen, erarbeitet. Die Ausarbeitung der Struktur der universitären Bildung wurde also einem Verbund von Wirtschaftsmagnaten in die Hände gelegt!)

Die Demonstration startet schließlich am Donnerstag, den 22. 10. mit ca. 400 Studierenden und läuft eine kurze Strecke, von der Votivkirche über den Haupteingang der Uni Wien, in den Arkardenhof (mit Zwischenrede per Megafon), und schließlich zum Auditorium Maximum, dem größten Hörsaal der Universität, unter Rufen wie „Wessen Uni? UNSERE UNI“. Im Audi Max versammeln sich die Demonstranten, inzwischen haben sich bereits mehrere interessierte StudentInnen angeschlossen. Die Vorlesung in Biologie, die dort gerade stattfindet, muss abgebrochen werden. Ein Forderungskatalog wird von den Protestierenden vorgelesen, eine Rednerin ruft anschließend zur Besetzung des Audi Max auf, was mit einer zwei-drittel-Mehrheit (Abstimmung per Handzeichen) beschlossen wird.

Dass das Auditorium Maximum bis zum heutigen Tage nicht geräumt sein würde, und sich das Ganze zu einer österreichweiten Bewegung ausweitet, hatten wir damals allerdings noch nicht geahnt.

Anfangs ist die Besetzung sehr chaotisch. Es formieren sich nach und nach Arbeitsgruppen, die das Ganze weiter strukturieren und organisieren. Es finden immer wieder Plena statt, die über die Arbeiten der Arbeitsgruppen informieren und den Stand der Dinge. Schnell ist auch die Presse informiert und fotografiert am Morgen des zweiten Tages bereits die gemalten Plakate, Spruchbänder, Kreidekunstwerke und Alkoholleichen von der großen Party, die Nachts (wie sollte es unter StudentInnen auch anders sein?!) im Unigebäude stattfand (mit Punk-Band und Djs auf den Fluren).

Die Uni brennt weiterhin...

Mittlerweile ist die Bewegung auch digital gut organisiert und es verfolgen bereits Tausende die Besetzung täglich per Live-Stream im Internet (http://www.ustream.tv/channel/unsereuni). Es wird getwittert, gechattet und man organisiert sich per facebook oder myspace.

Auch bezüglich der einzelnen Institutionen etablieren sich fortlaufend Gruppen, die die Bewegung aus Perspektive des jeweiligen Studiums heraus betrachten und ihre Lehrenden zur Solidarität auffordern. Diese kommen der Forderung zunehmend auch tatsächlich nach und arbeiten z.T. auch aktiv an der Bewegung mit, denn auch sie haben Grund zum Protest: Prekäre Dienstverhältnisse machen ihnen das Leben schwer.
Solidarisch zeigen sich auch zahlreiche Kindergärten, Schulen und Arbeiter; der ÖGB (Österr. Gewerkschaftsbund) sicherte gestern (29. 10.) seine Solidarität zu.

Zudem wurden im Laufe der Tage weitere Unversitäten in Wien besetzt: Die TU Wien, die Akademie der bildenden Künste in Wien (seit Anfang an), die Boku Wien, sowie Räumlichkeiten der Unis in Graz, Innsbruck und Linz (Aktueller Stand: http://unibrennt.at/wiki/index.php/Aktueller_Stand_%C3%B6sterreichweit).

Demonstrationen wurden organisiert und veranstaltet. Die größte fand am Mi, den 28. Oktober in Wien statt, die größte, die ich selbst je miterlebt habe. Ca. 25.000 – 30.000 Demonstranten zogen vom Hauptunigebäude den Ring entlang, trafen auf Demonstranten der TU Wien und der Akademie und setzten gemeinsam den Protestzug durch den 1. Bezirk und schließlich zurück zur Hauptuni fort. Trillerpfeifen wurden verteilt, die für großen Lärm sorgten, ein Sarg der „freie Bildung“ repräsentierte wurde zu Grabe getragen, ein Wagen mit elektronischer Musik brachte viele Demonstranten zum Tanzen. Schließlich fand eine große Abschlusskundgebung vor der Uni statt und es wurde wieder gefeiert bis in die Morgenstunden.



Auch nach der Großdemo geht die Besetzung weiter und weitet sich auch unaufhaltsam aus. Es wird viel diskutiert, Vorträge werden gehalten, eine eigene Küche gibt es schon auf der Hauptuni und auch auf der TU in Wien, Schlafsäle sind vorhanden. Hat man am ersten Tag noch das Gefühl gehabt, es würde alles noch im Chaos versinken, so beobachtet man heute in den Fluren um das Audi Max ein gut organisiertes, reges Treiben.

Wie lange noch?

Doch so aufregend das Ganze auch sein mag.. es stellt sich nun doch die Frage: Wie lange soll die Besetzung anhalten?

„Solange noch Essen da ist.“, hieß es von vielen Seiten. Jedenfalls werden wir sicher nicht abziehe, solange Minister Hahn jegliche Verhandlungen über unsere Forderungen (http://unibrennt.at/?cat=8) verweigert. Wir StudentInnen haben ihn dazu aufgefordert, sich mit uns in Dialog zu begeben, jedoch ist er bislang nur dazu bereit, sich mit der ÖH (österr. Hochschüerschaft) zu unterhalten. Ein Treffen fand gestern statt, es ist allerdings nicht die Rolle der ÖH, unsere Forderungen zu übermitteln, denn wir alle, die Bewegung, sind die Ansprechpartner! Also wird ausgeharrt und weiterhin besetzt.

Ich möchte abschießend an Humboldt erinnern:

„Der wahre Zweck des Menschen, nicht der, welchen die
wechselnde Neigung, sondern welche die ewig
unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt, ist die höchste
und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.
Zu dieser Bildung ist Freiheit die erste und unerläßliche Bedingung.
(…) Gerade die aus der Vereinigung Mehrerer entstehende
Mannigfaltigkeit ist das höchste Gut, welches die Gesellschaft
gibt, und diese Mannigfaltigkeit geht gewiß immer in dem Grade
der Einmischung des Staates verloren.
Es sind nicht mehr eigentlich die Mitglieder einer Nation,
die mit sich in Gemeinschaft leben, sondern einzelne Untertanen,
welche mit dem Staat, d.h. dem Geiste, welcher in seiner
Regierung herrscht, in Verhältnis kommen, und zwar in ein
Verhältnis, in welchem schon die überlegene Macht des Staats
das freie Spiel der Kräfte hemmt. Gleichförmige Ursachen haben
gleichförmige Wirkungen. Je mehr also der Staat mitwirkt, desto
ähnlicher ist nicht bloß alles Wirkende, sondern auch alles Gewirkte.
(…) Wer aber für andere so räsoniert, den hat man, und nicht mit Unrecht,
in Verdacht, daß er die Menschheit mißkennt und
aus Menschen Maschinen machen will.“

(Aus: „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ 1972)

Der aktuelle Forderungskatalog:
http://unibrennt.at/?cat=8

Informationen zur Thematik finden sich auf:
http://www.unsereuni.at
http://twitter.com/unibrennt

Kontaktemail: unibrennt@gmail.com

Solidarisiert euch mit uns! Unterstützt uns, wenn ihr könnt! Für eine freie Bildung!

insgesamt 31 Kommentare:

  1. bernd sagt:

    Runder Tisch (ORF2) vom 30.10.2009
    Diskussion zum Protest der Studenten in Österreich.



    http://torrent.to/torrent.php?Mod=Details&ID=415516

  1. Nelson sagt:

    "Übrigens: Eckpunkte des Bologna-Konzepts wurden vom ERT (European Round Table of Industrialists), einem Verbund von Unternehmen wie Bertelsmann, Daimler und Thyssen, erarbeitet. Die Ausarbeitung der Struktur der universitären Bildung wurde also einem Verbund von Wirtschaftsmagnaten in die Hände gelegt!"

    Ein sehr guter Satz, den man auch auf die gesamte EU übertragen kann. Das war ja gerade das wesentliche Prinzip des Bologna-Prozesses, nämlich Macht zu konsolidieren, Basisdemokratie zu eliminieren, und autonome Entscheidungsprozesse zurückzudrängen. Medial propagierte Vorzüge der Bologna-"Innovation" dienen lediglich der Manipulation der Allgemeinheit, also dem Marketing der zentralistisch-autokratischen Bemühungen.

    Offenbar hat die Illuminati-Marionette Minister Hahn den Befehl erhalten, nicht auf Forderungen einzugehen. Wäre ja noch schöner, wenn Studenten selbst dabei mitbestimmen könnten, wie ihr Studium gestaltet wird. Wo würden wir denn da hinkommen, wenn jeder autonom und selbstbestimmt sein wollte? Da könnten wir ja gleich die direkte Demokratie einführen, und uns die totalitäre, als Demokratie getarnte Weltregierung abschminken.

    Immer diese Künstler. Dass es gerade bei Künstlernaturen noch Restbestände autonomen Denkens gibt, ist ja nicht weiter verwunderlich. Gerade dies beweist ja, wie recht die Illuminati haben. Ohne die grundlegende Ausmerzung von Individualität lässt sich nun mal keine neue Weltordnung realisieren. Ordnung haben wollen wir, kein freidenkerisches Künstlerchaos.

    Die Illuminati sind vermutlich gerade dabei, sich zu überlegen, wie man jeder Art von autonom-künstlerischem Aktivismus den finanziellen Boden unter den Füssen entziehen kann. Oder man könnte ja Künstlertypen gleich alle auf die rote Liste setzen: Künstler = Terrorist = FEMA Camp.

    Wie wär's mit folgender Psyops-Schlagzeile: "Al Qaida finanziert Unruhen von linksextremistischen Kräften an Wiener Uni." Oder wie wär's mit einem vom Geheimdienst arrangierten False-Flag-Bombenanschlag als Vorwand, um die terroristischen Rädelsführer hinter Gitter zu bringen? Oder vielleicht ein Schuss, der sich versehentlich aus einer Polizeiwaffe "gelöst" hat. So etwas kann schon mal passieren im Eifer des Gefechts. Der daraus resultierende Krawall könnte hervorragend genutzt werden, um Studenten als gewaltbereite Chaoten zu portraitieren. Die so konditionierte Öffentlichkeit würde bald nach der harten Hand des Staates rufen, und entsprechende Antikrawall-Gesetze gutheissen.

    Gruss NH

  1. Stanley sagt:

    Ja,
    diese langhaarigen Hippies, nix als Flausen im Kopf! Statt was gescheites zu arbeiten, wollen die nur Parolen brüllen und dem Bürger auf der Tasche liegen. Uuups, entschuldigung - hab mich um 40 Jahre vertan...

    Die 68er sind die Bonzen von heute. Sitzen wie die fette Made im Speck, suhlen sich im Mief und wollen einem erklären wie ökonomiegesteuerte Bildung funktionieren soll.

    Freiheit ist, über die eigenen Umstände selbst zu entscheiden.

    BRAVO an die Österreicher! Aus meiner eigenen Erfahrung sind die Komilitonen in Deutschland vor der Zukunft verängstigte Duckmäuser. Das höchste Gut des heutigen Stundenten ist das Hamstern von ECTS-Punkten und mehrmals im Studium für ein unbezahltes Praktikum bei einem möglichst grossen Weltkonzern den Arsch hinzuhalten. Gerne auch auf anderen Kontinenten. Damit beweist man, dass man im Arschhinhalten multikulturell (am besten transatlantisch) flexibel ist, was ein hohes Gut unserer heutigen Bildungsgesellschaft ist.

    Unsere Pappenheimer in D sind eingeschüchterte Karrieristen. Demos? Besetzungen? Nein, das kriegt man nie genehmigt. Dass die Qualität der Bildung mittlerweile auf einem recht bescheidenen Niveau angekommen ist, interessiert nicht so sehr. Dass man sich für ein Studium neuerdings verschulden muss, schon eher. Daher wird schnell studiert. Die Kurse, die am ehesten die einfachsten Credit Points bringen sind die populärsten. Studium nach Interessen ist out. Wissen auch. Selbständiges Denken? Uh, wofür? Wenn man erst einmal Abteilungsleiter ist, besorgen die Chinesen den Rest. Geisteswissenschaften sind eh für die Katz, Künste taugen höchstens zum Taxifahren. Man arrangiert sich eben. Wer weiss, vielleicht gewinnt man ja zwischenzeitlich in einer Talentshow und wird 'entdeckt' oder schafft doch ein Diplom in Homo Oekonomicus Auspressen und ergattert ein Pöstchen mit Dienstwagen. Und wenn alles schief geht, kann man ja immer noch in die Politik...

    Nein, das sind keine Revoluzzer. Da haben die Eltern schon damit nix erreicht.

    Dass ein Land, dessen wichtigste Ressource die Bildung ist, kein Geld für Bildung hat ist so weitsichtig wie dichter Nebel auf der Autobahn. Dass ein Land, das kein Geld für Bildung übrig hat, aber locker mit einem Wimpernschlag einen Frühstückshappen von 500.000.000.000,- EUR für das Krebsgeschwür, das ihm an der Brust wächst namens Banken versenkt, das ist keinem eine Revolution wert.

    Die Hampelmännchen, die so tun, als ob sie unseren Staat regieren, haben aber vielleicht gar kein Interesse an Bildung, denn wirklich gebildete und zum Denken erzogene Menschen könnten ja ihnen auch gefährlich werden...

    http://www.youtube.com/watch?v=3FdPSLzuYRE

  1. G.S. sagt:

    „Lest Wilhelm Reich und handelt danach!“ – so lautete eine Parole, die 1968 an der Außenwand der Mensa der Universität Frankfurt stand. Sie zeugt von der großen Bedeutung, die die Studentenbewegung von 1968 dem Psychoanalytiker und Marxisten beimaß.

    Wir sind dsa Volk!

  1. Ghostwriter sagt:

    SIE WOLLEN AUS DEN MENSCHEN MASCHINEN MACHEN !

    Genau darum geht es den Strippenziehern!

    Es geht ihnen nicht um Geld,denn
    das haben sie ja schon unter
    ihrer Kontrolle.

    Es geht um die absolute Macht über den Menschen!

    Das Ziel ist es Biorobotter zu schaffen
    welche nicht einen Funken freier
    Entscheidung haben.

    Wenn das gelingt ist die Menschheit spirituell am Ende
    da das Universum auf Entwicklung
    ausgelegt ist und diese auf der
    Ebene (Mensch) gestoppt würde.

    Es geht dabei nicht um technische
    (materielle) Entwicklung sondern
    um die spirituelle (seelische)
    Entwicklung.

    Das ist gegen das universale Gesetzt!

    Die Strippenzieher sind daher logischer Weise keine Menschen
    auch wenn sie so erscheinen können!

  1. studentenbewegung......hmmmmm naja schmunzeln.
    mehr kommt von mir nicht.
    gerade von studenten hätte ich soviel erwartet, aber das tue ich nicht mehr. war selber bis vor kurzem noch an einer fachhochschule. dann abgebrochen. würde keine stelle finden in der abschließenden zeitphase. übersättigt in meinem bereich. aber das ist ein anderes thema......

    ich kenne soviele studis, die sind so trichterförmig eingeschränkt in ihrem denkrahmen; sie lassen es auch noch gewollterweise zu.
    gerade die studis müssten die meiste kraft und zeit investieren, um wie wir für aufklärende verhältnisse zu sorgen. damit würden sie in erster linie sich selber helfen.
    man sieht ja auch, wie die mittel der 500 € strafstudiengebühren pro semester verwendet wurden. eine weitere schande ist das. kam nicht richtig an, teilweise verschwand es im dunklen sümpfen von dunklen wegen. an meiner fh (gelsenkirchen) gab es einen riesen skandal dazu. beschämend.....
    und wenn man jetzt als studierender zuschauen muss, wie die übelsten banken die milliarden fressen und schlucken, müsste eigentlich ein aufschrei von mindestens 100.000 richtung berlin durchs land gehen!
    aber niiiiiiiiiiix, die studenten sind faul geworden, partygeil, egal stimmung, unpolitisch.
    ohne frage, sind mehr als 80% der studenten genauso brainwashed wie der rest bevölkerung. ho ho gewagte these.....ja ist leider so! wieso? thema (mutter thema) 11. september!
    ein schweigen, ein schulterzucken, ein gar nix. das habe ich erlebt, wenn ich mich mit studenten darüber unterhalten habe. nur ganz wenige denken darüber nach. dabei wäre die aufklärung dieses ereignisses, der startschuss auch für "ihre" forderungen. wie du schreibst freeman, mal wieder hatten kriminelle zweige der wirtschaft ihre finger im spiel wenn es darum geht richtilinien zu verfassen.

    diese bankster züchten sich ihre genormten kräfte an der basis heran, ohne dass die studenten merken, wie dieses schachspiel funktioniert!

    was erwarte ich von einem studenten?
    -viel politisch/allg. interessierter
    -demonstrationsfreudiger
    -zusammenhalt landesweit

    als ich in diesem blog das video mit dem bka präsidenten und der freien uni gesehen habe, kam mir das vor wie in der grundschule.
    wieso? da stellten mutige clevere studenten kritische fragen an den bka chef, und die genervten kommilitonen rufen:"maaaaaaaaaahhhhh huuuuufff"
    wieso? wieso rufen die das? anstatt zusammen zu halten und mit die chance zu nutzen fragen zu stellen, rufen sie negativ in den raum, trennen die stimmung, spalten sich selber, grenzen aus.

    lange rede kurzer primitiver sinn:
    studenten ihr da draussen, setzt euch mal endlich flächendeckend für eine neue untersuchung des 11.09.01 ein!! das sollte das allerwichtigste für euch sein. denkt mal einige schritte weiter....wird diese böse verflechtung der bankster gebrochen, so könnt ihr euch frei durchsetzen was für euch jetzt und auch später wichtig ist.
    ihr müsste begreifen, die welt, die zeit, die dimension wurde KÜNSTLICH VERÄNDERT/VERSCHLECHTER seit dem 11.september! darauf baut sich jeder missstand auf! jeder! jeder tote in den jetzigen kriegen, jedes polizeistaatliches instrument, jeder cyborg trooper mit seinen schallwaffen in pittsburgh´09....
    ihr müsst euch mal KONZENTRIEREN und nur dieses eine ereignis in den fokus bringen. damit bewirkt ihr viel mehr gutes. ich hoffe nur, dass eure astas und vertreter neutral sind und nicht gesponsort.
    ich wünsch euch alles gute und tiefgang in eurem protest!
    bringt den 11.september in den fokus und all eure späteren probleme werden sich lösen!

  1. Reiner sagt:

    "Ja, das Wasser wird immer heißer gemacht und schon fangen sie Leute an zu kochen."
    Du hilfst ihnen den ganzen Prozess der hier abläuft noch in umfangreicher Sicht zu erfassen.
    Danke Freemann !!!!
    Wir sind so viele und wir sollten unsere Kräfte bündeln. Nur so haben wir eine Chance diese Weltherrschaftgeier auszuhebeln.

  1. steelman sagt:

    Was mich ein bisschen wundert ist das die Studenten nur noch an sich selbst interessiert sind. Früher sind zum Teil Gesellschaftsverändernde Ereignisse von den Studenten ausgegangen, heute haben sich diese Leute aus ihrem Teil der Verantwortung komplett zurückgezogen. Gleichgeschaltet Gleichgedacht angepasst .
    Ich denke mit einer aktiven Studentenbewegung könnte in diesem Land eine Menge verändert werden.

  1. freethinker sagt:

    Das sind doch mal gute Nachrichten. Es ist nicht richtig, wenn die Studierenden, wie in Deutschland mehr und mehr zu beobachten ist, immer nur "kuschen" und denken "Hauptsache durchkommen" und die Bildungsträger hierdurch immer mehr verkommen.

    In der 90-er Jahren wurde in Deutschland noch sehr viel mehr Solidarität gezeigt und echt demonstriert. Ohne diese werden wir immer mehr Bildungs- und Kulturabbau beobachten und leidvoll erfahren müssen.

  1. matt sagt:

    Gut, dass der Bericht hier erscheint.

    Die Aktionen in der Richtung bzgl. Bildung sind in der EU längst! (=seit Jahren) überfällig.

    Hoffentlich ist im Bildungsraum noch genügend Möglichkeit zur Veränderung.

  1. CNT sagt:

    Im November wird es in Deutschland bundesweit einen Bildungstreik geben.
    http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/

    Am 17.November geht es los.

    Sonst habe ich die selbe Meinung wie Freemnanfriend "bringt den 11.september in den fokus und all eure späteren probleme werden sich lösen!"

  1. geminitiv sagt:

    Ich habe das Anschwellen der Protestblase im Radio mitverfolgen können,da in der Nähe unterwegs ,und fand das mehr als klasse;aus ner spontanen aktion heraus kommt doch ne ziemliche Dynamik . Kritisieren ist immer einfach aber hier bewegt sich wenigstens was ! Dranbleiben!
    Es stößt allerdings der Vergleich zur Bandenrepublik D auf, hier überwiegt der permanente Winterschlaf wacher freier Geister?

  1. m. sagt:

    Prima das es einen Artikel auf ASR über -Unibrennt- gibt.
    Habe am 27ten diese E-Mail aus Wien erhalten. Die junge Person studiert dort Internationale Entwicklung und EU-Recht und ist in an der Protestaktion beteiligt.
    Finde sehr gut was den jungen Leuten durch den Kopf geht. Hier also die Mail:

    (...)
    "heute hab ich für ein seminar einen text von adorno gelesen und ich habe mich sehr gefreut, dass ich gleich mal ein wunderbares zitat gefunden habe, dass zu den momentanen diskussionen sehr gut passt..
    es wird stark darüber diskutiert, wie weit wir mit unseren forderungen gehen sollten.

    wir haben konkrete forderungen. doch es besteht die frage , ob man momentan ausdrücklich kapitalismuskritik üben sollte und mit aggressiver polemik gegen das neoliberale konzept vorgehen sollte, sowie es auch einige unter uns als überzeugte marxisten, antikapitalisten etc. tun.

    viele sind der meinung dass diese haltung uns in eine schublade der linken steckt und uns somit von dem eigentlichen thema und ziel entfernt. und darüber hinaus apolitische studentInnen abschreckt.

    andere wiederum meinen, dass wir uns durch unsere forderungen an sich schon längst positioniert haben. indem wir uns gegen den bologna-prozess aussprechen, sprechen wir uns auch gegen die ökonomisierung der bildung und somit auch gegen die kapitalistische durchdringung aller gesellschaftsbereiche aus.

    hier nun aber das zitat aus "zur logik der sozialwissenschaften":
    " System und Einzelheit sind reziprok und nur in ihrer Reziprozität zu erkennen."

    zur analyse unserer situation also, bedarf es der kritischen analyse des systems. das ist sicher.

    nur ist es eine frage der strategie, der diplomatischen vorgehensweise und sogar des marketings, ob wir diese komplexen probleme unserer gesellschaft lauthals und plakativ bekämpfen oder aber die dominierenden mächte schwächen und verändern in dem wir uns auf unsere klaren forderungen konzentrieren.

    beim häuserverkauf in freiburg war ja auch die konkrete situation im vordergrund, oder?
    und mit dem erfolg ging ja automatisch ein erfolg im antikapitalistischen kampf einher.

    abgesehen davon, kommen immer mehr arbeiter zu unseren plenen um sich zu solidarisieren.

    alles in allem bin ich dankbar um diese erfahrung und diese aufregende zeit an der uni wien. am do ist es dann ein woche besetzt.
    es gibt eine super vokü, viele interessante vorträge von leuten aus den verschiedensten ländern und von schriftstellern und filmemachern, abends immer bands....


    also so far, das war ein kleiner bericht aus RioT Wien"
    (....)

    grüsse

  1. Cle0 sagt:

    "Was mich ein bisschen wundert ist das die Studenten nur noch an sich selbst interessiert sind. Früher sind zum Teil Gesellschaftsverändernde Ereignisse von den Studenten ausgegangen..."

    Wir Studenten sind doch nicht nur an uns selbst interessiert!
    Klar beginnt man dort, wo man persönlich betroffen ist vom System... ABER... wir machen hiermit den Anfang, weil uns nicht viel passieren kann. Wie mir gestern ein paar Arbeiter in einer Bar erklärt haben, können sie es sich nicht leisten, sich gegen ihre Chefs aufzulehnen und offen für den Protest einzustehen, denn ihnen droht dann die Kündigung. Deshalb "sagt ihr, was wir denken."

    Die Arbeiter solidarisieren sich ja auch zunehmend mit uns, und ich hoffe sehr, dass dadurch sich in weiteren Kreisen etwas verändert oder zumindest ein Bewusstsein darüber aufbricht, wie krank unser System ist.

    Greez Aur0raa

  1. fragt sich...

    wie können wir in der Aufweck-Bewegung noch effektiver werden?

    wie können wir einen entscheidenden Durchbruch so effektiv und friedlich wie nur möglich realisieren?

    wo können wir beonders wirkungsoll ansetzen?

    und wie können wir es schaffen, uns gut zu organisieren, dass wir unsere Kraft auf die besonders wirkungsvollen Punkte konzentrieren?

    oder sind es einfach die vielen kleinen Schritte, die jeder einzelne von uns sowieso geht, die am Ende den gewünschten Gesellschaftsumschwung bewirken?

    Eigentlich müssten 5-10 % der Bevölkerung an voll Aufgewachten für den entscheidenden Kick voll ausreichen.

    So gesehen wären 90% Studenten, die wegen Mind-Control oder aus anderen Gründen im Tiefschlaf sind zu verkraften.

    Wenn die übrigen Menschen gut an einem Strang ziehen und wirkungsvoll Vollgas geben, dann ziehen sie einen Großteil der übrigen Bevölkerung mit.

    Wir wissen sicher alle nicht, was genau auf uns zu kommt und es gibt viele Faktoren in der Entwicklung auf der Erde, die wir noch nicht absehen können.

    Lasst uns zielgerichtet und konsequent handelnd nach vorne sehen!

    Wer dabei sein will, zieht voll mit!

    Und wenn vorerst eine große Masse an Menschen träge bleibt, so braucht uns das nicht beirren.

    Pessimismus können wir uns nicht mehr leisten, dafür steht viel zu viel auf dem Spiel.

  1. Freigeist sagt:

    Einige der Forderungen sind unterstützenswert.
    Leider ist der Großteil dieser Studenten einer linksideologischen Gehirnwäsche unterzogen worden.
    Wörter wie "Staatsbürger_innenschaft" oder "struktureller Rassismus" erzeugen bei mir eine gewisse Aversion.

  1. Beobachter sagt:

    War die letzen 2 Tage damit beschäftigt die entsprechende Leute in Deutschen Universitäten zu informieren, weil unsere Presse das mal wieder nicht mitbekommt.

    Eine zaghafte Solidemo an der HH Uni , wurde Kleinkämerisch,(§-Reiter) vom Gebäude weg beordert, sodas die Banner dann auf dem Schulhof gehalten werden mussten, anstatt an das Gebäude zu lehnen.

    Das Interesse mäßig.




    Hatte unter "Kreideaktion gegen Impfen", kurz darauf hingewiesen, aber hier wird leider immer nur der aktuelle Beitrag gelesen, es gibt in den alten Beiträgen kaum mal neue Kommentare, leider.

    Ich schrieb:
    Sozialer Aufstand der Universitäten hält seit einer Woche an, Nachbarländer solidarisieren sich und besetzen ebenfalls ihre Universität !
    Italien, Frankreich ziehen mit und heute morgen erstmals auch in Hamburg beginnende Proteste zumindest Solidaritäts Bekundungen.

    Medien berichten, nur Deutschland weiss mal wieder von Nichts !


    http://de.indymedia.org/2009/10/264425.shtml


    http://derstandard.at/fs/1256256046861/Wir-wollen-noch-lange-hier-bleiben

    http://unibrennt.at/

    29. Oktober 2009 16:34

  1. Tatsache ist, dass sich an der Handelsware "Wissenschaft", die Wissenschaft selbst ad absurdum führt - und unwissenschaftlich wird:
    Das merken diese jungen Menschen einfach - auch wenn sie es manchmal "verquer" ausdrücken -, weil sie ihre bildungspolitische Verhohnepiepelung mit angeblich immer neuen "Reformen" als das durchschauen, was diese sind:
    Potemkinsche Dörfer - billige nominalistische Schaumschlägereien jetzt schon über Jahrzehnte mindestens, um beim 'tumben (Wahl-)Völkli' schon kriminell Eindruck zu schinden ...

    Zum Beispiel die Schweiz: Da schafft dieses Volk die Lehrerseminare ab - und verkauft es als Aufwertung des Lehrerberufes in Pädagogischen Hochschulen, während zum Beispiel die anerkannte Rudolf Steiner-Schulbewegung weltweit ihre Lehrer sehr bewusst und gut begründet seminaristisch ausbildet, weil seminaristische Ausbildung schon auch praktisch auf den Schulalltag vorbereitet.

    Aber theoretisch klug schwätzen können die Herren Professoren ...

    :-)

  1. Cle0 sagt:

    "Leider ist der Großteil dieser Studenten einer linksideologischen Gehirnwäsche unterzogen worden."

    Ich würde nicht sagen.. einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Das würde ja heißen, dass sie nicht frewillig diese Denkweise gewählt hätten, und ich denke, das haben sie.

    Du hast natürlich recht, dass es sehr linksextrem-lastig ist, das stört aber mich und viele andere ebenso. Nur.. leider kommen wir ohne die extreme Linke nicht aus, die gibt der Bewegung im Moment sehr viel Energie.

  1. Freeman sagt:

    Leute hört doch endlich mit dieser veralteten links-rechts Denke auf. Das ist komplett übrholt und nur ein Trick der herrschenden Klasse uns alle gegeneinder auszuspielen mit "teile und herrsche".

    Wann versteht ihr endlich das wir alle zusammen stehen müssen und eine kleine Clique an Weltverbrechern gegenüber stehen?

    Sie machen alle Kriege, sie zerstören die Umwelt, sie haben uns die Finanzkrise eingebrockt, sie verarmen uns und beuten uns aus.

    Wir sitzen doch alle im selben Boot. Wer immer noch in dieser links-rechts Schublade denkt versteht nicht um was es geht.

    Wie Mussolini der Erfinder des Faschismus sagte, Faschismus ist die Verschmelzung der Konzernmacht mit der Staatsmacht und in so einer Konzerndiktatur leben wir. Sie haben die Macht und beherrschen alles.

    Das Finanzkapital ist der Feind.

    Das beste und aktuelleste Beispiel wie mächtig sie sind ist diese Hysterie mit der Schweinegrippe, die völlig grundlos ist, aber alle Medien, Regierungen und Gesundheitsbehörden machen da schön brav mit, sind von ihnen total kontrolliert, wollen die ganze Menschheit vergiften.

    Nur in dem wir den wirklichen Feind erkennen und alle zusammen diesen bekämpfen werden wir gewinnen. Sicher nicht in dem wir uns untereinander bekriegen. Da bleiben sie die lachenden dritten.

  1. kieselsteine sagt:

    Das sogenannte Qualitätsmanagement System ist wie ein Pilz in die hintersten Ecken unserer Gesellschaft ein gefressen.
    Das Problem dabei zeigt sich schon im Wort selber. Qualität ist etwas, das aus sich selber heraus wächst. So etwas kann man nie und nimmer managen. Management ist vom Prinzip her etwas, dass Etwas managt. Dabei kann keine Qualität wachsen, von aussen organisiert. Qualität ist ein inne- wohnender Quell.
    Ehrlicherweise müsste das inzwischen omnipotente Qualitätsmanagement eigentlich Quantitätsmanagement heissen. Quantität kann man messen und von aussen steuern.
    Diese grauenhafte Begriffsungenauigkeit hat in den letzten 20 Jahren mehr Schaden angerichtet als Berge von hoch radioaktivem Müll es je tun könnten.
    Die Pisa und Bologna Studien sind der hoch zerstörerische Müll dieser gedanklichen Pfuscherei. In einer Welt, die denkt, es müssen Atome nur genug komplex zusammen gemischt werden, damit sie ab irgend einer Komplexitätsgrenze anfangen zu denken, sieht man eben nicht, das zum Beispiel das Denken etwas ist, das Quellhaft aus sich selber entsteht. Man meint man könne Gedanken messen wie man Kilometer oder Kartoffeln messen kann. Man meint man könne Gedanken managen. Das ist Dumm und hat mit wirklichem Nachdenken nichts zu tun.
    Die Folgen sind verheerend. Schon mit 12 Jahren werden die Menschen gemessen und in drei vier Schubladen der Gesellschaft eingeteilt. Die einen können studieren, andere können noch anspruchsvolle Berufe erlernen und anschliessend eine Art Berufsmatura machen. Die unteren zwei Kasten können weder das eine noch das andere. Das wird festgelegt auf dem Grunde einer Messung mit Schulnoten und hat für das ganze restliche Leben dieses Menschen unumkehrbare Folgen. Dabei ist eben das Wesen eines Menschen genau gleich wie das Denken eine Qualität und kann somit niemals gemessen werden. Sie ist Quellhaft und nicht Deterministisch. Es entsteht durch diesen Versuch mittels einer Messung von Qualität Ordnung zu schaffen die schlechtest mögliche Unordnung, ein Qualitätsmissmanagement eben. Es gibt Menschen die entwickeln erst mit zwanzig oder gar dreissig Jahren ein Interesse etwas zu studieren. In der Schulzeit waren sie vielleicht noch sehr träumerisch oder mehr auf anderes ausgerichtet als trockenes Lernen. Für solche Menschen ist es fast unmöglich ihre vielleicht grossen Fähigkeiten je in diese Gesellschaft einfliessen zu lassen. Die Gesellschaft verliert so nicht nur ein unglaubliches Potenzial, sondern schafft Neid Krankheit und falscher Stolz auf der anderen Seite. Gifte, die als schlimmster Sondermüll in unserem Sozialem Zusammensein ungeahnte zerstörerische Kräfte hervor rufen.
    (Leider kann man nur eine Begrenzte Länge Kommentare einfügen. Die Fortsetzung kommt in der nächsten Antwort)

    Grüsse
    patrick

  1. kieselsteine sagt:

    Hier der zweite Teil meiner Antwort;
    Die Frage laute nun wieso macht man im Bildungssystem ein solchen bodenlosen Blödsinn? Natürlich kommt es nicht nur daher, dass man exaktes Denken über zum Beispiel Quantität und Qualität nicht mehr führen kann. Es kommt auch daher, das unsere gesamten Gesellschaftlichen Zielen Quantitativ geworden sind. Wir haben Hochschulen Damit. Wir haben keine Hochschulen mehr aus Interesse. Ein übrigens wunderbares Wort aus dem lateinischen „inter essere“ heisst darinnen sein, also Quell sein. Grund selber sein. Nicht zum Nutzen sein. Hochschulen, die keine Sekten sind wie die heutigen, müssten also für alle ihre Tore offen haben egal welche Schulbildung jemand hat. Muss man jemandem zum Beispiel eine physikalische Theorie erklären, der mathematisch nicht ganz so geübt ist, wir man sich solchermassen anstrengen müssen, dass man gerade dadurch vielleicht erst erkennt, wo genau diese Theorie krankt oder noch falsch gedacht ist. Es wird jeder selber merken beim Studieren, ob ihm dieses Studium weiter bringt oder nicht. Dafür braucht es keine Prüfungen und Professoren, die einem aus der Uni werfen. Studium und Kultur im Allgemeinen dürfen nicht der Wirtschaft dienen. Die Wirtschaft hat sich viel mehr der Kultur unter zu stellen. Das Ziel ist das sich entfalten eines jeden in der Gesellschaft die Wirtschaft ist und bleibt nur der Zweck dazu. Wenn nun kein Interesse mehr besteht an immer noch mehr Autos ist das keine Katastrophe. Aus dem Interesse jedes einzelnen wird sich von selbst die nötige Wirtschaft darum herum bilden. Es wird höchst wahrscheinlich keine sein mit ewigem Wachstum, umso mehr werden aber einzelne Menschen wieder wachsen können in ihrer persönlichen Entwicklung. Es gilt also nicht nur das Gesetzt, dass man Qualität nicht messen und vor allem nicht vergleichen kann wie Quantität, sondern auch das Gesetzt, dass Qualität immer vor Quantität kommen muss. Mit anderen Worten, so wie sich Menschen aus sich selber heraus entwickeln schaffen sie erst die Bedürfnisse anhand deren eine Wirtschaft sich zu richten hat.
    Dies Basteler und Masteler sind nun der Gipfel das nicht Verstehens vom ganz anderen Wesens von Qualität und Quantität. Die Baschteler und Matschelers sind reine Quantitätshächler und haben mit Bildung rein gar nichts mehr zu tun. Die geistige Kultur muss ein von der Wirtschaft unabhängiges Glied sein in unserer Gesellschaft und vor Wachstum prioritär sein. Bildung sagt schon im Wort selber, dass es sich eben bildet und nie als Zweck dienen kann. Bildung kann nicht gesteuert werden. Wenn Bildung in jedem einzelen sich bildet, ist sie Quellhaft, das heisst von innen her iniziert. Ansonsten würde ich eher den Begriff Verbildung wählen, etwas komplet anders allerdings.

    Grüsse
    patrick

  1. visu sagt:

    Hoi Freeman
    hoi zäme
    Zunächst gehe ich einig mit dir, dass das "teile und herrsche" die Methode ist. Leider haben wir es noch nicht geschnallt! Jedoch muss ich auch Sagen, dass deine Gemeinschaft und dein Einfluss gewachsen ist. Ich versuche in meiner Umgebung auf verschiedene, nicht zuviele, Themen aufmerksam zu machen. Die antworten lauten; meinst du?, das kann ich mir aber nicht Vorstellen!, ja ja, schon Gut, ich verstehe dich, Oink, Grunz,Quitsch, Määähhh, iihaah. Blöck und Quak habe ich noch vergessen!! Wuff und Miau habe ich noch nicht getroffen! Freeman, mit dem lachenden Dritten gehe ich auch einig mit dir. Leider Vergessen wir manchmal die Zeit die es braucht um eine Veränderung herbeizuführen. Sowiso wenn ich mich noch nie mit der "Zeit" auseinander gesetzt habe.Wie schon andere zu anderen Themen kommentiert haben kann dein Blog, wie andere kritische Blog's auch,zum gemässigten Aufwachen beitragen. Weil genau die Oink, Quitsch, Grunzer Reagieren werden obwohl sie hätten Agieren oder sogar Antizipieren können. Aber zum Glück gibt es noch auf dieser Scheibe äh Kugel eine unbeugsame Gemeinschaft,nicht die im *Norden galliens, aber unbequemerweise weeeeeeit verstreut in diesem wirr warr von vernetzungen. Das wohl auch von ihnen selbst gesponnen wurde und sie es nun "ums verrode" kappen wollen. Ich interessiere mich so by the Way für Autarke Projekte.
    Ich grüsse euch
    Visu

  1. CNT sagt:

    Ich stimme Freeman hier vollkommen zu, das Links/Rechts denken muss aufhören. Stattdessen nachdenken!
    Genau das wollen sie. Dass wir uns gegenseitig die Köpfe einrennen.
    Zur Demokratie gehört auch Toleranz und Meinungsfreiheit. Das, was ich gerade als Gegenteil erlebe, wenn ich mich zu bestimmten Themen in Spiegel, Weltonline usw. äußern möchte. Ich komme mit meiner Meinung garnicht erst durch. Hoch lebe die DDR - sie lebt mehr als je zuvor!!!

  1. Stephan sagt:

    was ist mit den Studenten? bei denen alles im Lot?

    MAN, ich hasse Innen!! - was soll der SCHEISS!?^^

    Es heißt Studenten und basta - man sollte sich wirklich nicht jede schlechte "Mode-Erscheinung" zu Eigen machen, Freeman - und das Innen ist eine, davon bin ich überzeugt..;)

  1. egalitarist sagt:

    back 2 topic:
    meint ihr nicht, wir können das auch - wenns die Ösi's können?!

    also ich werd montag gleich mal versuchen Unterstützung zu organisieren um die FH Würzburg zu besetzen! ;)

    Macht was aus eurem Leben!

  1. Ella sagt:

    Freeman hat recht wir muessen mit dem Recht und Links Quatsch aufhoeren.
    Es geht nicht um rechts oder links sondern um die globale Elite.
    Sie haben die russische Revolution finanziert zwei Drittel des ersten Sowjet waren Amis aus Brooklyn und auch Hitler. (walker Bush anybody)
    Jung sagte mal die Naziideologie Hitlers sei der neue wilde Islam.
    Uebrigens wo sind die Millonen der "armen" SED geblieben.
    z.B. Ich habe ja in einem anderen Thread geschrieben, das die Tochter Fidel Castros gesagt hat das ihr vater persoenlicher Gast Rockefellers war.
    Noch etwas mehr Verwirrung gefaellig?

    Communismus und Captitalismus sind Faschismus. Faschismus und Communismus sind Capitalismus. Faschismus und Capitalismus sind Capitalsimus.

    Rockefeller hat in den 50iger Jahren das amerikanische Education Institut gegruendet. ( der richtige Name faellt mir gerade nicht ein) Sinn war es die die amerikanische Bildung soweit zu kontrollieren das Menschen herangezogen wurden, die als Arbeiter funktonieren, Freidenker wollen die nicht erziehen.
    Seit dem hat sich die Ausbildung an Amerikanischen Schulen, sowie die Ausbildung der Lehrer sehr verschlechtert.
    An unserem poppligen Communitycollege wird manchen Studenten das Rechnen erst mal wieder mit Wuerfeln beigebracht. Es gibt Lese und Schreibkurse, da die oeffentlichen Highschools voellig versagen
    Geographie und Geschichte werden nur rudimentaer gelehrt. Zweitsprache ist keine Pflicht und Kunstkurse werden immer mehr gekuerzt angeblich aus Geldmangel.
    Was natuerlich ganz wichtig ist ist politicall correctness,(siehe auch Afformative Action seit ca. 75) fairness, selfesteem ( Dumm und stolz drauf schrieb Focus mal)
    ES ist schon so wie Nelson postet.
    man will keine Freidenker oder Revoluzzer sondern systemkonforme Arbeitsklaven.
    Auch macht es die USA vor, wie die eigene Bevoelkerung in "Darkness"
    und sich fuer ihre Eliteunis und Resarch Professoren und Studenten aus dem Ausland zu holen.(auch vor allem die mit dem Doppelpass oder aus Indien und China) (ca. 50%)

    Die meisten ihrer eignen Studenten wuerden es wahrscheinlich nicht in die Eliteuniversitaeten schaffen, es sei denn mit Afformative Action oder Beziehungen und Geld. Es hilft schon sehr wenn der Grossvater auf der selben UNI war oder die Familie ein paar Millionen gespendet hat um ihre Steuern zu schmaelern. (Baby Bush)

    Kuenstler sind durch das first Amendment geschuetzt, obwohl es biogotte Kuenstlerguilden gibt die schon das Gemaelde einer nackten Frau als Offensive ablehnen (ist mir schon passiert)
    je mehr man die Kunst unter Kontrol
    Die Elite hat die Uni's in der Hand.
    Schaut nur mal wer Resarch, Psychologie,Psychatrie, Bildung und Gesundheitsindustrie bestimmt.
    Leute die nicht ins Schema passen werden fertiggemacht.

    Siehe Der umstrittene Wilhelm Reich wurde vom FBI auf die Schippe genommen, seine Buecher und Schriften hier in den USA verbrannt und er verstarb dann in einem Gefaengnis an Herzinfarkt. (ich bin kein Reichfan)
    Andere 68iger Philosphen wie Adorno, die ganze Frankfurter Schule sind ein weiteres Beispiel der Unterwanderung und Indoktrinierung der UNI's. im Sinne der "Powers to be".

    Nicht zu vergessen, gewisse Eliteclubs wie "Scull and Bones" oder transatlantische Vereinigungen bei denen sich z.B. Guttenberg seine Weihen abholte.

  1. Ella sagt:

    Sorry, wieder mal eine Verbesserung:
    soll natuerlich heissen, Faschismus und Capitalismus sind Communismus.

    Bitte entschuldigt meine Fehler, die passieren mir meistens wenn ich einen geschriebenen Text nochmal durchgehe und Saetze veraendere.

  1. Ghostwriter sagt:

    @Ella

    Richtig die Strippenzieher haben mehrere Eisen im Feuer.

    Sie fühlen sich keiner Nation angehörig oder gar verpflichtet.

    Ihr Netzwerk ersteckt sich über den gesammten Globus und politische
    Idealogien werden nur zu ihrem Zweck instrumentalisiert.

    Der Trick bei den Ganzen ist,das nur eine ganz kleine Spitze den
    wahren Plan kennt und andere Möchtegerneliten in ihren Ideologien oder Egoismus (Gier) gefangen sind und dabei nicht merken das sie nur benutzt werden
    und am Ende genau so bei den Verlierern sind oder gar als Bauernopfer hinhalten müssen.

  1. Weltkrise sagt:

    Schweiz und Österreich leisten meist WIEDERSTAND gegen das was den nicht passt. Nur hier in BRD kann man alles vergessen, jeder wird mit mit seinem harz4 abgespeist , die gehen zu REWE holen sich Ihre Cola,Pizza und der tAG ist gelaufen.

    Aber jeder Mensch kann etwas ändern , zusammen ist man noch stärker .

    Die meisten Unis in Hamburg sind schon unterwandert (was hört man da) CDU,FDP und Co haben sich schon breit gemacht. Naja unsere FH und die Technische UNi sind noch politikfrei :-/

  1. Cle0 sagt:

    Ich brauche meine werten Studienkollegen nicht in links und rechts einzuteilen, das machen die schon hübsch selbst, indem sie Vereine wie die Sozialistische / Kommunistische Jugend gründen und sich selbst stolz als "links" deklarieren; andererseits haben wir Burschenschaften, die sich zwar öffentlich nicht als "rechts" deklarieren würden, es von ihren rassistischen Äußerungen her aber kaum der Mitte zuzuordnen sind.

    Diese Polarisierung gibt es auf der Uni, weil viele Studenten sich bewusst der linken oder rechten Seite zuordnen. "Veraltet" ist die Denkweise also leider noch lange nicht.

    Es ist richtig, dass wir gemeinsam gegen das kranke System vorgehen müssen und diese ganze links-rechts-Denke nichts bringt, da bin ich ganz bei euch!
    Deshalb nervt es mich dann auch, wenn im AudiMax jemand zum Rednerpult geht und zB neutral ein Konzept vorstellt für ein soziales Miteinander, und wenn dieser sagt, die Abschaffung des Martkes von heute auf morgen sei unrealistisch, und er dann sofort als "rechter Nazi" beschumpfen wird.

    Polarisierungen bringen nichts. Es sind aber Denkweisen die nach wie vor in den Köpfen existieren, bzw. womit sich viele junge Menschen identifizieren. Das findet so schnell wohl kaum ein Ende, wenn ich an den Elan und Stolz denke, mit dem sich diese jungen Leute als selbst "links" bezeichnen.