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Erdogan will der nächste Sultan Selim sein

Sonntag, 2. Juni 2013 , von Freeman um 10:00

Die Hauptvorwürfe gegen Erdogan von Seiten der Protestbewegung sind, sein autoritärer und undemokratischer Führungsstiel der keine andere Meinung duldet, die massive Verfolgung von Dissidenten und Journalisten, die Einschüchterung der Medien die nur Regierungspropaganda verbreiten dürfen und die Unterstützung der Terroristen die in Syrien wüten und die schlimmsten Kriegsverbrechen begehen.


Viele die jetzt auf die Strassen gehen haben ursprünglich Erdogan unterstützt, aber sie sagen, er hat sich in den 10 Jahren seiner Amtszeit zu einem Diktator verwandelt der unter Grössenwahnsinn leidet und sich wie ein Sultan aufspielt. Der Mangel an Berichterstattung in den türkischen Medien über die Ereignisse zeigt wie kontrolliert und hörig die türkische Presse ist. Die Mehrheit der Türken wollen keinen Krieg mit Syrien und lehnen Erdogans Kriegshetze ab.

Wie undemokratisch und machtbesessen Erdogan ist, zeigt die Ablehnung der Vorlage der Opposition, die Sperrklausel für Parteien von 10 auf 3 Prozent zu reduzieren. Mit einer tieferen Hürde würde bei den Wahlen 2015 eine fairere Repräsentation der politischen Meinungen im Lande ermöglicht, kleinere Parteien auch ins Parlament einziehen können.

Obwohl diese Demokratisierung von der regierenden AKP in der Vergangenheit versprochen wurde, ist der Vorschlag im Parlament jetzt von ihr einstimmig abgelehnt worden. Die 10-Prozent-Hürde bleibt. Was nach dem Militärputsch 1980 aus Gründen der "politischen Stabilität" eingeführt wurde, dient nur zum Machterhalt der AKP und Erdogan.

Durch den Wegfall aller Stimmen für Parteien unter 10 Prozent, regiert ja eigentlich eine Minderheit in der Türkei, die gar nicht die wahren politischen Verhältnisse wiederspiegelt. Eine 10-Prozent-Hürde auf Deutschland übertragen würde praktisch eine Alleinherrschaft der CDU und SPD bedeuten.

Am 29. Mai wurde der Spatenstich für die dritte Hängebrücke über den Bosporus gefeiert. Anwesend war die Elite die in der Türkei das Sagen hat. Erdogan baute seine Rede auf einen Hadith auf (die Überlieferungen des Propheten Mohammed über seine Anweisungen) die er in Arabisch führte. Es war kein Zufall, dass die Zeremonie am 560. Jahrestag der türkischen Eroberung von Konstantinopel durch den osmanischen Sultan Mehmet II stattfand.

Der türkische Präsident Abdullah Gül gab der dritten Brücke den Namen "Selim I" oder "Yavuz" oder auf Deutsch, der Gestrenge, der Grausame und der Grimme. In den Augen vieler eine totale Provokation. Nicht nur war Sultan Selim I ein Mörder, der seine Brüder und alle seine Neffen töten lies, er verfolgte gnadenlos die Schiiten im osmanischen Herrschaftsbereich. Er besiegte 1514 Ismail den Schah von Persien und unterdrückte die Safawiden in Ost-Anatolien, sowie massakrierte und deportierte diese.

Anschliessend führte er einen Eroberungskrieg nach dem anderen, in dem er die in Ägypten herrschenden Mamlucken 1516 nach der Schlacht bei Haleb (Aleppo) zunächst aus Syrien und Palästina vertrieb, um dann das mamluckische Heer bei Radania vor Kairo zu schlagen und am 22. Januar 1517 die ägyptische Hauptstadt zu erobern. Schnell brachte Selim den Rest Ägyptens unter seiner Kontrolle.

Kurz darauf unterwarf sich nahezu die gesamte arabische Halbinsel seiner Herrschaft. Selim I. wurde dadurch Herrscher über die heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina.

Die dritte Brücke über den Bosporus nach diesem Tyrannen Yavuz Sultan Selim zu nennen zeigt die Mentalität, die Ideologie und die Ziele von Erdogan und der herrschenden Clique in der Türkei. Von Versöhnung keine Spur sondern Provokation pur. Sie träumen von einer Rückkehr des Osmanischen Reichs, welches den ganzen Nahen- und Mittleren Osten beherrschte.

Damit versteht man auch warum Erdogan einen Krieg gegen Syrien führt, in dem die säkulare Staatsform dort mit Hilfe von angeheuerten Terroristen durch eine radikal islamische ersetzt werden soll.

Was der Türkei fehlt, ist jegliche Form von demokratischer Entscheidungs- findung und die Bereitschaft zu Konsens. Erdogan macht was er will und hört auf niemanden. Was er nicht kapiert, die Türkei ist nicht sein privates Sultanat und er nicht alleiniger Herrscher. Erdogan will der nächste Sultan Selim sein.

Da Erdogan nicht mehr als Premierminister kandidieren kann, will er eine neue Verfassung verabschieden lassen, um das Regierungssystem von einer parlamentarischen Form auf eine präsidentielle umzustellen. Er will nach 10 Jahren als Regierungschef der erste türkische Präsident mit umfangreicher diktatorischer Machtfülle werden.

Diese Grossmannssucht passt überhaupt nicht in die heutige Welt. Nicht nur geht dabei die Demokratie in der Türkei zu Grunde, sondern der Konflikt mit dem Nachbarland Syrien tötet Tausende Zivilisten, zwingt Hunderttausende zur Flucht und hinterlässt nur Elend und Zerstörung. Was sich jetzt in der türkischen Bevölkerung regt ist der Widerstand dagegen.

Da die türkischen Medien nur sehr wenig über die landesweiten Proteste berichten, beziehen viele ihre Informationen aus dem Internet und posten was sie auf den Strassen erleben. Erdogan passt das Unterlaufen des Medienmonopols gar nicht.

"Es gibt jetzt eine neue Bedrohung die Twitter heisst," sagte Erdogan. "Die besten Beispiele für Lügen findet man dort. Für mich sind die sozialen Medien die grösste Gefahr für die Gesellschaft."

Bei so einer skandalösen Einstellung zur Meinungsfreiheit können sich die Türken auf eine baldige Internetzensur gefasst machen.

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Im folgenden Video sieht man wie ein Wasserwerfer mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge reinfuhr:

insgesamt 18 Kommentare:

  1. Harald sagt:

    Interessant, dieser historische Streifzug!

    Auch mir scheint, dass wenigstens ein Teil der türkischen, sich "islamistisch" aufplusternden Elite sich als Trittbrettfahrer, Hyäne, Schakal oder Geier zu betätigen wünscht nach einer Umgestaltung des Nahen Ostens durch die USA, NATO und vielleicht auch Israels.
    Vielleicht träumen Sie schon von einer ähnlichen HAUSMEISTERROLLE im Nahen Osten, welche Deutschland für die USA ja schon seit langer Zeit in Europa spielt?
    Dann jedenfalls machte dieses Treiben Erdogans in der gegenwärtigen Situation schon einigen Sinn.
    Die Frage bliebe aber, ob Israel damit einverstanden wäre? Oder gar der freie unabhängige Iran....?

  1. naosouburro sagt:

    http://www.shortnews.de/id/1030094/tuerkei-staatschef-erdogan-zeigt-deutliche-zeichen-von-realitaetsverlust

  1. Der Wagen ist nicht nur in die menge gefahren, er hat einen Protestler einfach überfahren,welcher hinter der Blockade verschanzt war.

    http://www.youtube.com/watch?v=sbYQ_dzFniY&feature=youtu.be

  1. JT sagt:

    Wenn ich das Lese und ich bin in der Geschichte nicht gerade unwissend, dann bestätigt das meine Einschätzung und Erfahrung. In meinem beruflichen Umfeld habe ich mit einigen Türken zu tun. Wobei ich den Begriff Türke nicht mehr so gerne verwende. Denn eines habe ich gelernt. Der Konflikt in der Region Türkei spitzt sich bereits hier in Deutschland seit Jahren zu.

    Es geht um Kemalisten, Aleviten Suniten, Schiiten, Kurden und von Christen und Orthodoxen brauchen wir nicht mehr reden.

    Die Türkei wie sie uns immer gezeigt wird gibt es nicht! Das ist Fakt und das werden euch auch die Menschen die aus dieser Region kommen bestätigen.

    Zwei meiner Kollegen, die ich bisher für sehr Weltoffen hielt und aus dem Norden (Schwarzmeerküste) kommen entwickeln sich immer mehr als Indoktrinierte. Nach jeden Wochenende (Freitagsgebete) geben sie das wieder was der Hodscha ihnen im Namen der Religion vorkaut, besonders über Politik und Religion sind sie der Festen Ansicht, dass die Türken die aus dem Mittelmeer kommen, eigentlich keine Türken sind, die sind Banditen und Lügner, Trinken Alkohol und haben ihrer Frauen nicht unter Kontrolle! Aleviten stufen sie als ungläubige ein! Die die aus den Osten kommen sind eigentlichen Kurden und gehören ausgerottet. Was die über Schwule und Juden ablassen ist an rassismus nicht mehr zu überbieten. Die sagen die sind Krank und die Juden sind an Niedergang der Wahren-Türken-Kultur schuld!

    Ich habe erfahren das diese mittlerweile in der Gemeinde sehr engagiert sind und alles was die DITIB sagt für bare Münze halten. Die DITIB ist eingeltich der verlängerte Arm von Erdogan. Der Imman / Hodscha wird direkt aus der Türkei (Regierung) bezahlt und betreibt hier offen Politik und das ganz eindeutig für die AKP. Das waren Informationen die ich bis vor einigen Wochen auch selber von ihnen bekommen habe.

    Mit diesen zwei Kollegen arbeite wir (10 Mann) nicht mehr so gerne da sie uns als Unrein halten.
    Letzte Wochen haben wir unseren Grill-Sommerfest gefeiert, in den letzten Jahren hatten wir bei unserem Orts-Metzger Rind und Schweinefleisch gekauft und das Schweinefleisch einfach vom anderen Fleisch getrennt. Doch dieses mal wollten sie unbedingt einen eigenen Grill haben und bestanden auf Halal-Fleisch. Weil wir nicht rein sein!
    Wir restlichen Kollegen waren in diesem Moment Sprachlos.

    Das Wort Kompromiss oder Dialog existiert nicht mehr in ihrem Wortschatz. Nur das was sie sagen gilt. Religion und Politik sind jetzt Themen die sehr heikel sind und wir versuchen es auf jeden Fall auszuklammern.

    Erdogan kann nur leben weil Millionen Exiltürken dies Partei und die türkische Regierung mit den Mrd. € Devisen unterstützen. Die Regierung lebt auch von Mrd. € Entwicklungszahlungen aus der EU. Die in diesem Land ein Wirtschaftswachstum befördert. Die Wirtschaft der Türkei wird künstlich aufgeheizt und die Städte Istanbul und Co. wachsen nur weil tausende von Menschen auf dem Land in die Citys (Boomtown) ziehen.

  1. "Das Volk ist stärker als der Stärkste auf dem Thron." Hussein Pascha

  1. 3DVision sagt:

    Ganz gang gefährlicher Psychopath dieser Erdogan.
    Unglaublich.Die ganze Straße voller Blut wie im Krieg.

    http://n-g-g.de/modules.php?name=News&file=article&sid=413

  1. freethinker sagt:

    Solange Erdogan regiert wird es in der Türkei keinen Frieden mehr geben.
    http://rt.com/news/taksim-protest-erdogan-marauders-133/

  1. xabar sagt:

    Es gibt Demonstrationen in 67 Städten der Türkei, darunter Izmir, Mugla, Ankara und viele andere. In Istanbul demonstrierten gestern erneut über 10.000 Menschen gegen den 'Sultan' und 'Faschisten' Erdogan.

    Hier ein paar Erdogan-Sprüche, die zeigen, wie er sich selbst sieht:

    -mein einziges Anliegen ist es, dem Volke zu dienen;

    - ein Diktator zu sein, liegt weder in meinem Blut noch in meinem Charakter.

    Die Demonstranten nennt er 'ideologisch' motiviert und 'Extremisten'.
    (Quelle:Press TV.ir von heute).

    Erdogan - der Diener des türkischen Volkes, das er, wenn es seinen Mund aufmacht, mit Tränengas auseinanderjagt; das er einsperrt und als 'Terroristen' verleumdet, wenn man es wagt, Interviews mit einer kurdischen Organisation zu führen; der den USA neue Stützpunkt einrichtet und Nato-Patriot-Raketen und Raketen'abwehrschirme' installieren lässt, die gegen Syrien und Russland gerichtet sind; der Al Nusra (Al Qaida)-Terroristen in Hatay duldet und sie über die syrische Grenze bringen lässt, in Begleitung seiner Polizisten - der gleichen, die friedliche Demonstranten, die für die Erhaltung des Taksim-Platzes ein Sit-in veranstalteten, auseinanderjagen; der Panzerfahrzeuge gegen Demonstrationen auffahren lässt; der schon weit über eintausend Demonstranten verhaften ließ und die türkischen Gefängnisse zum Bersten bringt.

    Wem dient dieser Mensch tatsächlich?

    1. Er ist der Diener der Nato, der USA und der EU;

    2. Er ist der Diener Israels, denn für Israel und gegen die Achse des Widerstands wird gegen Syrien Krieg geführt. All seine vollmundigen Versprechungen, Gaza zu besuchen und sich für die Palästinenser dort einzusetzen, haben sich in Luft aufgelöst.

    3. Er dient westlichen Geheimdiensten wie dem CIA oder dem MI6, die die Terroristen in für die Öffentlichkeit unzugänglichen Lagern in der Türkei ausbilden, gegen die die türkische Bevölkerung in Hatay schon des öfteren protestiert hat.

    4. Er dient den absolutistischen Golfmonarchien wie Qatar, den Emiraten oder Saudi Arabien und ihrem Wahabismus-Salafismus. Deren absolutistischen Herrschern fühlt er sich eng verbunden. Saudi Arabien wird von 30.000 Prinzen und ihren Familien regiert. Das ist scheinbar die Vorlage für die Türkei.

    5. Er dient einer schmalen Schicht von Privilegierten in der Türkei. Er selbst gehört dazu, schickt seine Töchter in die USA auf Eliteschulen, wahrscheinlich, damit sie dort den Koran auswendig lernen!

    Wem dient er nicht?

    Er dient nicht dem Islam, denn er hält das Kopftuchverbot, z. B. an Universitäten, aufrecht und er legt den Islam in einer engen Weise aus, womit dieser noch mehr als ohnehin schon diskreditiert und zu einer Sekte gemacht wird, damit er möglichst unattraktiv für normale Menschen wird.

    Erdogan, der 'Diener des Volkes' ist ein Diktator, ein Anti-Demokrat, ein Pascha, ein Volksfeind.

    Erdogan out!

    The Erdogan-Regime must fall!

    Sent him to Obomber!

  1. Emrah Polat sagt:

    Ein Hallo an alle Vorredner,

    als ich den Artikel gelesen habe war ich ein wenig erstaunt, da ich diese stark polarisierenden Worte kaum verstanden habe, denn allen sollte klar sein, dass die Türkei ein riesiges Land ist mit vielen verschiedenen Einstellungen und es auch sehr viele besonnene Köpfe in diesem Land gibt.
    Der Grund für Erdogans Vormachtsstellung wohnt in meinen Augen in den Dörfern abgelegen von den Großstädten inne. In diese geht Erdogan regelmäßig vor den Wahlen und legt fleißig Strom oder baut mal einen Brunnen hin oder fließendes Leitungswasser. So geht es dann einher, dass er all diese Stimmen sich beschafft.
    Das er wie Selim werden will denke ich nicht, aber wie so oft in psycholigischen Experimenten nachgewiesen kommt mit der Macht auch der Verfall von moralisch ethischen Grundverpflichtungen.
    Arroganz gepaart mit diesem Machtapparatt können eine gefährliche Waffe sein.
    Gleichzeitig muss man ihm zugute halten, dass er, auch wenn er durch Wahlen angetrieben wird, den Menschen in den Dörfern etwas mehr Wohlstand zu bringen.
    Finde es dennoch richtig dass die Menschen protestieren und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen. Meinungsfreiheit darf nicht eingeschrenkt werden. Lieber habe ich ein paar rechtsradikale Stimmen auf den Strassen als gar keine Stimmen, weil diese oftmals eingeschüchtert werden.
    Jemand der dies tut sollte abgewählt werden. Alle anderen Probleme werden sich ausgleichen und wieder fangen, wenn einmal die freie Meinungsäußerung wieder aktiv im türkischen Leben eine Rolle spielt.

  1. Anti-Slave sagt:

    Wir scheinen im Zeitalter der Diktatoren zu leben......

    Bestimmt bekommt Erdogan den Friedens-Nobelpreis!



    Der verlinkte Videofilm wurde entfernt!

  1. Satuk Bugra sagt:

    Was niemand mitbekommen hat ; Während das Volk sich Straßenschlachten liefert hat die Akp -Regierung das neue Erdölgesetz im Parlament verabschiedet. Der türkische Erdöl und Erdgassektor wird komplett privatisiert . Der Paragraph " Nationale Interessen /Anteile" wurde gestrichen. Multinationale Konzerne dürfen nun in der Türkei nach Erdöl bohren. Sowohl am Land als auch im Meer. Die Export Umsätze dürfen sie im Ausland halten etc. Kurz gesagt das türkische Erdöl wird an die Multinantionalen Konzerne verscherbelt! Das bedeutet , dass die Ausschreitungen in der Türkei von der Regierung gewollt und geplant war. , damit sie in unbemerkt ein Gesetz durchbringen können.
    Hier sieht man wieder einmal wem dieser Erdogan dient.
    Die Akp haben diese Auschreitungen bewusst provoziert.
    Und es ist sicher nur purer Zufall ,dass am Tag als/bevor die Proteste begannen, das Rihanna Konzert war in Istanbul.Im Inönü Stadion , dass nur fünf Minuten Zufuß vom Taksim-Platz entfernt ist.Wenn man die Puzzleteile zusammenfügt erkennt man das ganze Bild.

  1. Ella sagt:

    Hartgeld.com verlinkt auf seiner "Revolution und Umsturzseite zu einem Artikel auf Format at. "Crash an der Istambuler Boerse:

    "Die Unruhen haben Tuerkei Anleger verunsichert, sie warfen tuerkische Aktien und Anleihen am Montag in hohen Bogen aus ihren Depots"

    Aktien auf Talfahrt - groesster Tages einbruch seit 2008.

    Tuerkischer Lira ebenfalls gefallen auf einen Stand von Dezember 2011.

    Na also geht doch.

  1. didel sagt:

    Hurra ... der arabische Frühling ist in der Türkei angekommen und Erdogan geht mit brutaler Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor.
    Liefern wir jetzt Waffen an Erdogan's Gegner ?1?
    Wenn wir die gleiche Logik wie in Syrien anwenden, müssten wir das doch tun, oder ? Naja gut innerhalb der Nato-Staaten kann man schon mal eine friedliche Demo brutal zusammenprügeln ... siehe Occupy in den USA, Stuttgart 21 und Blockupy Frankfurt hier bei uns, Griechenland Spanien usw..
    Da sind ja die Demonstranten die Bösen weil sie gegen eine gewählte Regierung bzw. das System demonstrieren. Es läuft gewaltig schief hier im goldenen Westen, wenn der Staat auf seine friedlich demonstrierenden Bürger einprügelt. Als so etwas neulich in Russland passierte war Putin doch der böse Onkel und wurde von unseren Politikern ermahnt. Aber wenn man hier bei uns auf die eigenen Bürger einprügeln lässt ist das ja etwas völlig legitimes.

  1. tonycat sagt:

    Da das obige Video gelöscht ist, hier eine andere Perspektive, die viel aussagt über den Charakter der türkischen Polizei und türkischen Seele. Mal wieder dank an RT und bitte sagt den türkischen Polizisten, daß sie nicht so viel Scheiße machen sollen! Protect the people, not the system. Schützt die Menschen, nicht das System!

  1. Unknown sagt:

    Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und eine unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

    Jean Cocteau



  1. pasa sagt:

    Bin sehr gespannt auf die nächsten Wahlen im kommenden Frühling...

    Gibt es überhaupt eine bessere alternative? -sieht schlecht aus.

    Keine Partei wäre momentan eine Wahlstimme wert!!!

    Demonstrieren ist schön und gut aber zu verlangen, dass Erdogan zurücktritt ist zu einfach. Da steckt viel mehr dahinter...

    Bei den Parteien in der Türkei ist eine schlimmer als die andere. Und das kleinere übel zu wählen ist auch nicht das wahre.

    Entweder hassen sie Erdogan oder sie lieben ihn...
    Ich beobachte momentan alles lieber mit kritischen augen...
    Aber den Medien traue ich schon lange nicht mehr, dass ich deren nachrichten glauben schenken sollte. Was, wenn die Mehrheit doch für Erdogan ist? Natürlich sind es sehr viele Menschen , die gegen Erdogan demonstrieren aber vertreten sie auch wirklich die Mehrheit der Bevölkerung? Nur als Beispiel: 1 mio. Menschen werden nicht mehr, je lauter und je aggressiver sie werden. Und wenn diese 1 mio. (nur als Beispiel) nicht die Mehrheit ist , hat man in einer "Demokratie" nicht viel zu sagen.

    Die Medien berichten nur lügen und das macht es sehr schwer , deren nachrichten über hintergründe der aktuellen demos zu glauben...
    Afghanistan, Irak, Lybien, Syrien haben sie doch auch nur gelogen!!!

    Es ist nur noch Propaganda in den Medien zu sehen, dass man schon fast paranoid wird und alles aber auch alles anzweifelt.

  1. dj-cuckoo sagt:

    Hallo, das ist mein erster post. ich hab mal einen kurzen bericht:

    "An alle meine deutschen Freunde.

    !!! Das ist mein Hilferuf !!!

    Wie ihr wisst, lebe ich seit einigen Jahren in der Türkei. Und hier passiert gerade Schreckliches.

    Es begann alles mit einer friedlichen Demonstration gegen die Abholzung 80-jähriger Bäume eines Parks (Geziparki) mitten im Taksim Square, wo der türkische Ministerpräsident Erdogan völlig starrköpfig gegen alle Proteste und Einwände eine Kaserne aus dem Osmanischen Reich mit integriertem Einkaufszentrum wiederaufbauen bzw. errichten wollte.

    Der Stand der Dinge nach fünf Tagen Widerstand:

    Die türkische Polizei hat nun die Identifikationsnummern auf ihren Helmen bedeckt. Könnt ihr Euch denken, was das heißt?

    Sie greifen uns friedliche harmlose Demonstranten, die singend und tanzend gegen die Regierung und Ministerpräsident Erdogan mit Plakaten protestieren mit Einsatztruppen, Wasserwerfern, CS-CR Gas und Plastikgeschossen brutal an.Zivilpolizisten streifen nachts mit Knüppeln, Eisenstangen und Holzknüppeln, an denen Nägel befestigt sind, und schlagen auf alles, was sich bewegt.

    Ich bin selbst mit Gasmaske, Schutzbrille, Proviant und Hilfsmaterial vor Ort. Wir geben nicht auf. Wir verarzten, verpflegen und helfen uns gegenseitig.

    Um uns vor den brutal angreifenden Polizisten zu schützen, müssen wir in Gruppen stehen und Barrikaden aufstellen.Dazu müssen wir aufstellen, was uns in die Hände kommt - Busse,Autos, Steine, Pflanzenkübel, Sitzbänke, Gitter...alles, einfach alles.

    Es bleibt uns nichts anderes übrig, um uns zu schützen.

    Wir haben hunderte Verletzte und leider auch schon einige Tote. Sie schießen mit Gaskapseln direkt auf die Menschen. Das sind dicke Geschosse, die mit riesiger Wucht auf Köpfe und Körper aufschlagen. Unsere einzige Kommunikation läuft über Facebook und Twitter.Die türkische Presse schweigt aus Angst. Außer HalkTV, einem winzigen mutigen Sender, den vorher kaum einer kannte, berichtet niemand.Ministerpräsident Erdogan hat alle Sender und Zeitungen unter seiner eigenen Kontrolle und lässt keine Nachrichten ans Volk übermitteln.Die Hälfte der Türkei weiß noch nicht einmal, was hier gerade passiert.

    Das ist der Wahnsinn!

    Ihr könnt HalkTV (übersetzt heisst es Volks-TV) unter
    www.halkhaber.tv anschauen.
    Die Berichterstattung ist life.

    Ihr könnt auch die Nachrichten, Videos und Fotos auf Facebook und Twitter unter
    #occupygezi,
    #direngeziparki oder einfach im Internet unter "direngeziparki" verfolgen.

    Wir haben zusammen viele Kölschs getrunken, Karnevalslieder gesungen und geschunkelt. Ich hab Euch bestimmt so einige Kölschs ausgegeben, jetzt

    „gebt mir auch einen aus“

    und tut mir bitte diesen Gefallen.Bitte teilt meinen Hilferuf und diese Bilder mit all Euren Freunden und der deutschen Presse. Nur so können wir einiges bewegen und den brutalen Einsatz der türkischen Polizei stoppen oder zumindest mildern.

    Auch wenn Eure Freunde mich nicht kennen oder mit der Türkei nichts am Hut haben sollten.
    Es geht um Demokratie,
    um Menschenrechte,
    um Freiheit -
    einfach um Mensch sein.

    Helft trotzdem.
    Helft mir. Helft uns.

    Euer Serdar Deniz

    Kölle Alaaf
    Arsch huh, Zäng ussenander

    Danke."

  1. Edi Erten sagt:

    dass Erdogan ein Diktator ist, ist gar nicht so abwägig, seit 12 Jahren regiert er mit Einschüchterung, Gegner werden inhaftiert, türkische Armee ist zum Kinie gezuwungen. Vor kurzen hat Erdogan die Bevölkerung dazu aufgerufen, eigene Nachbarn anzuzeigen, falls Frauen und Männer in einer Wohnung unverheiratet zusammen leben. Falls die Türkei mit Erdogan Regierung in die EU kommen würde, dann haben diese einen Ziel, ganz Europa zu islamisieren, in jeder Stadt würden sie eine Moschee errrichten, überall Koran Kurse eröffnen, denn die größte Aufgabe jeden Muslims ist soviel wie möglich anders Gläubige zum Islam zu konvertieren.